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Re: serenity || honeysome & paranoia

paranoia
04.03.19 um 10:27
Avatar von paranoia
Alles gut, hahaha. :-)
paranoia
04.03.19 um 12:45
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich lächelte sanft, als er mir die heiße Tasse rüberschob und als ich meine Hände um sie legte, merkte ich wie kalt mir eigentlich war. Aufgrund seiner trockenen Klamotten und dem Kamin, der im Nebenzimmer brannte, wurde mir langsam aber sicher wieder warm.
Es war klar, dass das Thema Seattle kommen würde, worüber sollten wir auch sonst reden? Vielleicht, wenn ich ihm von meinem tollen neuen Leben erzählen würde, würde er verstehen, wieso ich mich damals so entschieden hatte. Nein, würde er nicht. Denn egal wie großartig mein Leben jetzt war, es entschuldigte nicht, was ich ihm damals angetan hatte. »..Gut. Also ich mein ich hab eine echt tolle Wohnung und einen großartigen Job, es macht mir wirklich viel Spaß. Ich hab mein Studium dort zuende gemacht und arbeite jetzt im Verlagswesen, es ist wirklich toll. Und dort hast du wirklich alles, ist halt eine Großstadt, ganz anders als hier.«, antwortete ich, meine Worte wohl gewählt. Ich sah ihm dabei die ganze Zeit in die Augen um seine Reaktion irgendwie abschätzen zu können.
honeysome
04.03.19 um 19:57
Avatar von honeysome

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich fuhr langsam die tiefe Maserung des Tisches mit dem Zeigefinger nach und sah Adeline tief in die hellblauen Augen, während sie über Seattle erzählte. Ihren Schilderungen nach zu urteilen ging es ihr wirklich gut dort und die Stadt schien ihr alles zu geben, was sie brauchte und das versetzte mir einen Stich, aber ich ließ mir nichts anmerken. Stattdessen nickte ich und nahm einen Schluck meines Kaffees, welcher mittlerweile beinahe kalt geworden war.
»Hört sich gut an«, meinte ich ehrlich. »Ja, vermutlich hat Seattle mehr zu bieten als das hier.« Mit einer umfassenden Geste deutete ich aus dem Fenster auf die Straße, das Meer und die Promenade in der Ferne. Natürlich hatte Seattle mehr zu bieten, allein schon wegen seiner Größe.
Ich war froh, dass man hier immerhin Architektur studieren konnte, denn das war es, was ich immer schon wollte. Umso besser war es natürlich, dass ich meine mittlerweile gesammelte Erfahrung in das Haus hatte stecken können.
paranoia
04.03.19 um 21:36
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Falls mein Erzählen etwas in Elio auslöste, ließ er es sich nicht anmerken. Wir sahen uns die ganze Zeit in die Augen während wir sprachen und ich konnte keine Reaktion entdecken. »Als.. als Mum gestorben ist da war Seattle einfach genau das, was ich gebraucht habe. Ich hätte die Zeit nach ihrem Tod hier nicht ertragen, hätte es einfach nicht gepackt hier zu sein.«, sagte ich leise und senkte den Blick auf meinen Tee. Es war die Wahrheit. Elio war nur ein anderer Grund gewesen zu gehen, kein Grund um hier zu bleiben. Der Tod meiner Mutter war schmerzhaft gewesen und hatte mich sehr getroffen, doch von den Menschen umgeben zu sein, die ebenso litten wie ich, also Nathan und Dad, hätte es mir noch schmerzlicher gemacht. Das war egoistisch, denn ich hatte sie mit ihrem Kummer allein gelassen und ich hatte Elio verlassen. Wer wäre ich aber nun, wenn ich hiergeblieben wäre? Diese Stadt bot mir keine Möglichkeiten für etwas Neues.
honeysome
04.03.19 um 22:03
Avatar von honeysome

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich verschränkte meine Hände und stützte mein Kinn darauf, während ich Adelines Erzählungen zuhörte. Sie kam ohne Umschweife zum Punkt und vermutlich war es das, was wir beide gebraucht hatten. Ein Gespräch über das, was passiert war .Es war das erste Mal, dass sie den Versuch machte, irgendetwas zu erklären - natürlich, es war ja auch das erste Mal, dass ich mit ihr Sprach, seit sie gegangen war. Ich war bereit, mir ihre Erklärung anzuhören, aber ich wollte auch, dass sie meine Seite sah.
Als sie meinte, dass sie es nach dem Tod ihrer Mutter nicht mehr hier ausgehalten hatte, spürte ich Verständnis, gleichzeitig aber auch tiefe Enttäuschung. Enttäuschung darüber, dass ich nicht Grund genug für sie gewesen war, zu bleiben. Oder es wenigstens zu versuchen. Oder meine Hilfe anzunehmen. Stattdessen war sie lieber geflüchtet.
Ich nickte allerdings lediglich langsam und dachte darüber nach, was ich als nächstes sagen wollte. Ich war wütend, und gleichzeitig konnte ich ihre Seite verstehen. Ich wollte ihr keine Vorwürfe machen und gleichzeitig wollte ich sie nicht einfach so davon kommen lassen.
»Ich weiß, was du meinst.« Ich verstand sie besser, als sie sich vorstellen konnte. Zu oft hatte ich abbekommen, wie überfordert mein Vater mit der Situation gewesen war, dass meine Mutter ihn einfach allein gelassen hatte, mit diesem Sohn, mit welchem er nichts anfangen konnte.
»Ich weiß es. Aber wieso hat du nie versucht, mit mir zu sprechen? Wieso bist du einfach gegangen, ohne ein Wort zu sagen? Ich wäre der letzte gewesen, der dich festgehalten hätte, wenn du mir nur wenigstens erklärt hättest, was in dir vorgeht.«
paranoia
04.03.19 um 22:18
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Irgendwann wäre es so oder so zu diesem Gespräch gekommen und was brachte es nur um den heißen Brei herum zu reden? Das würde uns beiden Erleichterung verschaffen und die Stimmung auflockern, die nächsten zwei Wochen hier würden einfacher sein. Die nächsten Begegnungen und Gespräche wären nicht so erzwungen und ich wollte, dass er mich und meine Entscheidung verstand.
Ich musste überlegen, was ich als nächstes sagen sollte. Solche Gespräche lagen mir nicht besonders und ich schmeckte in meinem Mund bereits den bitteren Geschmack, wie jedes Mal, wenn ich kurz davor war zu weinen. »Ich wusste, dass du versuchen würdest mich zum bleiben zu bringen. Du hättest es mit allen Mitteln versucht und ich wollte dir keine Hoffnungen machen. Elio, ich wäre so oder so gegangen. Ich wollte mehr vom Leben als diese Kleinstadt. Du hattest schon diese ganzen Vorstellungen von unserem Leben, wozu ich nicht bereit war.«, antwortete ich bitter.
honeysome
04.03.19 um 22:44
Avatar von honeysome

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich biss meine Zähne fest aufeinander und schwieg. Ich hatte ihr nie das Gefühl geben wollen, dass ich sie hier halten würde. Aber anscheinend hatte ich das getan.
»Okay, dann wärst du so oder so gegange. Aber weißt du, was der Unterschied ist? Es ist ein anderes Gefühl, wenn dir jemand erklärt, wieso und du seine Gründe verstehen kannst, als wenn diese Person einfach verschwindet. Du warst weg von einen auf den anderen Tag, was denkst du denn, wie sich das anfühlt? Du hast mir gar keine Chance gegeben, dich zu verstehen und mit dir gemeinsam eine Lösung zu finden. Du hast mich aus deinem Leben gestrichen, genau so wie deine Familie, ohne daran zu denken, was du hier zurücklässt.« Ich musste mich beherrschen, nicht laut zu werden, denn das war es, was mir all die Jahre zugesetzt hatte. Dass sie nie auch nur einmal zurückgesehen hatte, sondern einfach blind nach vorn geflohen war. Ich hàsste es, ihr Vorwürfe zu machen, aber ich wollte es nicht wieder einmal herunterschlucken, sie würde vermutlich sowieso wieder gehen.
paranoia
04.03.19 um 22:57
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Seine Worte versetzten mir einen Stich. Zu wissen, was ich ihm und meiner Familie angetan hatte, schmerzte, und doch wollte ich meine Entscheidungen einfach nicht bereuen. »Ich wollte es leicht haben. Ich wollte es kurz und schmerzlos haben, ich wollte nicht über dich oder meine Familie nachdenken müssen. Ich wollte nicht zurücksehen. Ich weiß das war feige und ich habe damit mehr angerichtet, als ich gedacht hätte. Ich kann das aber nicht mehr rückgängig machen.« Meine Hände zitterten, also ließ ich die Tasse Tee los und schob meine Hände unter den Tisch, wo Elio sie nicht sehen konnte. Ich hatte noch nie ernsthafte Gespräche führen können, ohne weinen zu müssen und mich unbehaglich zu fühlen. Ich wollte jetzt nur nicht in Tränen ausbrechen, ich hatte kein Recht darauf.
honeysome
04.03.19 um 23:11
Avatar von honeysome

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich war nicht nachtragend, ich konnte nicht lange sauer sein und Adeline wusste, dass ich es spätestens dann nicht mehr sein konnte, wenn sie weinte.
Trotzdem wogen die Geschehnisse der letzten Jahre schwerer als zuvor und ich wusste selbst nicht mehr ganz, wie ich reagieren sollte. Andererseits spielte es im Endeffekt beinahe keine Rolle mehr, Adeline würde wieder nach Seattle gehen und ich würde hier bleiben und alles würde seinen gewohnten Lauf gehen. Dennoch war es wichtig, dass wir einander nicht aus dem Weg gingen, denn sonst würde diese eine Sache immer ungeklärt bleiben. Ihre Erklärung machte Sinn und ich wollte sie für ihre feige Entscheidung verurteilen, aber ich konnte es nicht.
Ich blickte zur Decke, hörte dem lauten Atmen von Chackie zu und sah letztendlich wieder zu Adeline. »Das erwartet auch keiner von dir. Mir ist es nur wichtig, dass du siehst, dass man nicht vor allem einfach wegrennen kann, um es dann sich selbst zu überlassen. Nach mir die Sinnflut, das funktioniert so einfach nicht.« Ich hatte oft darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn ich einfach gehen würde. Raus aus der Stadt, raus aus Oregon. Vermutlich würde mein Vater dann seine Medikamente vergessen und wäre schon längst gestorben. So und nicht anders wäre es.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 04.03.19 um 23:11 von honeysome
paranoia
04.03.19 um 23:23
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich war noch nie gut im Streiten oder Rechtfertigen oder Diskutieren gewesen, jedes Mal breitete sich dieses erdrückende Gefühl in meinem Bauch aus, meine Hals fühlte sich verengt an. »Ich wollte dir nicht wehtun, niemals. Aber ich hätte dich nicht glücklich gemacht und du hättest mich nicht glücklich gemacht, es sollte einfach nicht sein.«, sagte ich langsam und atmete einmal tief ein und wieder aus. Nicht weinen, nicht weinen, nicht weinen, dachte ich angestrengt und nahm schnell einen Schluck Tee. »Es tut mir leid, das musst du mir glauben. Heute würde ich anders entschéiden, doch dafür ist es schon längst zu spät.« Ich wollte ihn um Verzeihung bitten, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es dafür noch zu früh war. Ich richtete also meinen Blick aus dem Fenster; draußen tobte es noch immer, der Regen war stark und der Himmel dunkel und von hier konnte ich die hohen grauen Wellen sich auftürmen sehen. Wenn der Sturm anhielt, würde ich hier wohl noch eine Weile festsitzen.
honeysome
05.03.19 um 17:54
Avatar von honeysome

Re: serenity || honeysome & paranoia

Mein Text kommt gleich. :)
paranoia
05.03.19 um 17:58
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Okay :)
honeysome
05.03.19 um 18:27
Avatar von honeysome

Re: serenity || honeysome & paranoia

Tief atmete ich aus und lehnte mich zurück. Ich wusste nicht wirklich, was ich darauf antworten sollte. Ich hatte es nie so empfunden, dass wir einander nicht glücklich machen konnten, ganz im Gegenteil. Ich hatte unsere Beziehung immer als sehr harmonisch empfunden und es hatte mich irritiert, dass sie mir nicht die Chance gab, in diesem Moment der Trauer an ihrer Seite zu sein. Vielleicht hatte ich gerade deshalb so wenig verstehen können, wieso Adeline einfach abgehauen war. Schweigend blickte ich sie eine Weile an und suchte nach den richtigen Worten.
Dass sie sich anders ent***n würde, wenn sie doch der Meinung war, dass wir miteinander nicht glücklich werden konnten, verstand ich nicht.
»Dann ist das wohl so«, schloss ich, als ich letztendlich meine Worte wiedergefunden habe. »Ich weiß auch, dass es nicht mehr rückgängig zu machen ist. Ich wollte nur wissen, wieso.« Der Regen prasselte immer weiter an das Fenster, ließ alles verschwimmen, was man bis eben noch vor dem Fenster sehen konnte.
paranoia
05.03.19 um 18:49
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich sagte nichts, sondern schaute stattdessen weiter aus dem Fenster. Elio verstand mich nicht, ich hatte es gewusst, ich erkannte es an seinem Gesichtsausdruck; unzufrieden und finster schoben sich seine Augenbrauen tiefer und er biss seine Zähne zusammen. Allerdings wusste ich nicht, was ich noch sagen sollte. »Es tut mir wirklich leid, Elio.«, sagte ich nach einigen Minuten und nahm einen weiteren Schluck von meinem Tee. Langsam beruhigte ich mich wieder, zum Glück, und ich hatte aufgehört zu zittern. »Ich hoffe.. hoffe, dass das irgendwann nicht mehr so zwischen uns steht.«, fügte ich unsicher hinzu, beobachtete ihn dabei genau.
honeysome
05.03.19 um 19:31
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Re: serenity || honeysome & paranoia

Langsam schüttelte ich den Kopf. Sie hatte sich schon so oft entschuldigt, und wie sie schon betont hatte, man konnte es nicht mehr rückgängig machen. Es war passiert, was passiert war und ich glaubte Adeline, dass es ihr leid tat.
»Schon gut, du musst dich nicht mehr entschuldigen.«
Ich konnte nicht sagen, ob es mit einem einfachen Gespräch getan war, aber wir waren den ersten Schritt gegangen, diese Barrikade zwischen uns langsam abzubauen. Dennoch war mir nicht klar, wieso es ihr so wichtig war, dass nichts mehr zwischen uns stand, immerhin schien sie sehr an Seattle zu hängen und ich dachte, dass sie sowieso wieder zurückgehen würde. Immerhin war sie doch nur zu Nathans Hochzeit gekommen.
»Sind wir ehrlich, du wirst wahrscheinlich wieder nach Seattle zurückgehen, ich werde hier bleiben und alles bleibt so wie es war, oder?«, fragte ich Adeline dann und sah sie aufmerksam an.
paranoia
05.03.19 um 19:56
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Re: serenity || honeysome & paranoia

Was war das für eine Frage? Dachte er, ich würde mein Leben in Seattle aufgeben, um wieder hierher zurückzukehren? Nach allem, was ich für Entscheidungen getroffen und mir erarbeitet hatte, würde ich eventuell doch wieder her ziehen? Seine Frage ließ ein seltsames, nostalgisches Gefühl in mir aufkommen. »Elio, es ist alles nicht so einfach. Ich habe dort einen Job, einen guten Job. Und ich wüsste nicht wie ich hier wieder anfangen sollte, ich bin nicht mehr die Adeline von damals. Ich weiß, dass ich mir wieder mehr Zeit für Nathan und meinen Dad nehmen sollte und allgemein öfter hier her kommen muss, denn ich habe sehr viel wieder gut zu machen. Aber ich muss und werde zurück nach Seattle gehen. Vielleicht irgendwann, wenn ich zufrieden mit allem bin und das erreicht habe, was ich will, werde ich mich hier wieder niederlassen.«, beantwortete ich seine Frage, war dabei vielleicht etwas zu sehr abgeschweift. Ich versuchte den Blick in seinen Augen zu deuten; wieso hatte er mir diese Frage gestellt?
honeysome
05.03.19 um 20:25
Avatar von honeysome

Re: serenity || honeysome & paranoia

Ich merkte, dass Adeline meine Frage so deutete, als würde ich damit implizieren, dass es gut wäre, wenn sie wieder hier her ziehen würde.
»Das verstehe ich doch alles. Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Ich meinte eher, wieso es dir so wichtig ist, dass diese Sache nicht mehr zwischen uns steht? Wir werden vermutlich beide unseren eigenen Weg weitergehen und ich glaube nicht, dass sie sich noch einmal kreuzen.« Das war es, was ich damit aussagen wollte. Ich wusste auch nicht, ob es überhaupt gut für uns beide wäre, wenn sie das noch einmal täten. Wir hatten uns beide irgendwie mit der Situation arrangiert, sie hatte ihr Leben in Seattle und ich meins hier. Es würde vermutlich für uns beide nur alte Wunden aufreißen, wenn Adeline Seattle wieder verlassen würde, um näher bei ihrer Familie zu sein.
paranoia
05.03.19 um 20:40
Avatar von paranoia

Re: serenity || honeysome & paranoia

Meine Wangen wurden ganz heiß, als er mich stirnrunzelnd anblickte und erklärte, was er eigentlich gemeint hatte. Ich öffnete meinen Mund, doch ich wusste zuerst nicht, wie ich darauf antworten sollte; ich wusste es doch selber nicht. Es war nicht geplant gewesen dieses Gespräch zu führen, denn ich hätte niemals damit gerechnet, dass Elio mich überhaupt beachten, geschweige denn mit mir reden würde. Ich war überrascht über sein Verhalten mir gegenüber und hätte ich gewusst wie sich das alles entwickeln würde, hätte ich mir überlegt, wie ich ihm alles erklären könnte. Die Begegnung mit ihm hatte irgendetwas in mir ausgelöst, was ich nicht einordnen konnte. »Ich weiß nicht.. ich hätte ehrlich gesagt nichtmal gedacht, dass du mit mir reden würdest. Irgendwie.. ich wollte einfach nicht, dass wir nicht miteinander reden. Das hätte ich nicht ertragen.? Letzteres sagte ich leise, flüsterte beinahe.
honeysome
05.03.19 um 21:54
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Re: serenity || honeysome & paranoia

Ein flüchtiges, bedauerndes Lächeln zog sich über meine Lippen, als ich in Adelines gerötetes Gesicht sah.
»Was meinst du, wie lange ich gewartet habe, ob du nicht doch noch einmal zurückkommst?« Ich hätte nicht gedacht, dass es ihr so wichtig sein würde, dass wir noch miteinander redeten, anstatt uns aus dem Weg zu gehen. Natürlich, es wäre unvermeidbar gewesen, dass wir uns bei Nathans und Cassys Hochzeit trafen, aber es wäre für uns beide vielleicht einfacher gewesen, den anderen zu ignorieren. Allerdings hätten wir diese Sache dann aber nie geklärt und hätten uns vermutlich beide dauernd gefragt, was passiert wäre, wenn wir uns nicht zusammengesetzt hätten.
Trotzdem schmerzte es, dass sie dachte, ich würde nicht mehr mit ihr reden wollen. Ich war der letzte, der einem klärenden Gespräch aus dem Weg gegangen wäre, vor allem weil ich selbst wissen wollte, was damals ihr Grund gewesen war.
»Ich habe dich bis zum Schluss geliebt, Adeline, wieso um alles in der Welt sollte ich also nicht mit dir reden wollen?«
paranoia
05.03.19 um 22:06
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Re: serenity || honeysome & paranoia

Mein Herz machte einen Satz, als er erklärte, dass er mich bis zum Ende geliebt hatte. Ich wusste noch wie es war von ihm geliebt zu werden, wie sich seine Liebe anfühlte. Ich unterdrückte das aufkommende Gefühl von Sehnsucht.
»Ich habe dich verlassen, Elio. Und ich habe dir das Herz gebrochen, also denke ich mal. Ich hätte es verstehen können, wenn du nicht mit mir reden hättest wollen. Das hätte ich verdient.«, erwiderte ich schulterzuckend.
Mittlerweile war mir wieder warm, mein Tee jedoch kalt. Ich stand auf und kippte das abgekühlte Getränk in die Spüle, begann direkt die Tasse abzuwaschen. In Seattle hatte ich bereits eine Geschirrspülmaschine, ganz praktisch, doch gerade war ich froh meine Hände irgendwie beschäftigen zu können.