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Perfect poor world

Silvaniae
09.07.19 um 12:16
Avatar von Silvaniae
So, dies ist ein Rpg für dancingqueen12 und mich- ihr kennt die Regeln: alle anderen bitte nicht reinschreiben :3

Ach ja, als kleine Vorwarnung: dies ist ein wxw/ Yuri-Rpg, wem das nicht gefällt, muss es nicht lesen xD

Lg Silvaniae
Silvaniae
09.07.19 um 12:17
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Steckbriefvorlage:

Name:
Alter:
Aussehen:
Familie:
Sonstiges:
dancingqueen12
09.07.19 um 12:52
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Hellou xD
Silvaniae
09.07.19 um 13:35
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Zitat von dancingqueen12Hellou xD


heeey :3
dancingqueen12
09.07.19 um 13:41
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Fügst du zum aussehen einen link ein oder machst du nur eine Beschreibung? :3
Silvaniae
09.07.19 um 13:58
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

ich habe meist das Problem, dass ich kein passendes Bild finde x3
Also es wird definitiv eine Beschreibung geben und evtl ein Bild x3
dancingqueen12
09.07.19 um 13:59
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Alles klar xd
Silvaniae
09.07.19 um 21:10
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Name:
Ihr Name ist Leah (ausgesprochen Lia) Common 5-2. Leah bedeutet dabei so viel wie "die Herrscherin" oder "die Löwin". Ihre Mutter gab ihr diesen Namen, damit sie immer die Stärke in sich trägt, weiterzukämpfen, egal wie sehr das Leben sie auch unterdrückt. Common ist der Nachname, welches jeder Mitglíed des Armenviertels trägt, um sie als diese zu kennzeichnen. 5-2 steht für den Bezirk, in welchem sie wohnt, zur besseren Unterscheidung der einzelnen Menschen.

Alter:
Sie ist 19 Jahre alt und wurde in einer stürmischen Regennacht am 23.Oktober geboren.

Aussehen:
http://www.trafficmodels.com/uploads/img/1911-ow8zwmbzno1youyaclke.jpg-479_3.jpg
Leah hat ein relativ typisches Aussehen für die Bewohner des Armenviertels. Ihre Haut ist von einem hellen, warmen Braunton, sie hat dunkle, schokoladenbraune Augen und ihre schwarzen, leicht lockigen Haare reichen bis knapp über ihre Schultern. Ihre Lippen sind relativ voll und sie hat dunkle und dichte Wimpern, sowie schön geschnittene Gesichtszüge. Leah ist 1,73m groß und etwas unterernährt, so wie eigentlich jede Person aus dem Armenviertel. Ihr Köper ist aber dennoch von der täglichen, harten Arbeit trainiert und sie besitzt mehr Kraft, als man ihr vielleicht zutrauen mag, zusätzlich zu ihrem starken Willen. Quer über ihren Rücken ziehen sich mehrere lange Narben, welche sie von Misshandlungen durch ihren Vater davontrug.

Familie:
Leahs Familie besteht nur noch aus ihrer älteren Schwester Mayia (25) und ihr selbst. Ihre Mutter starb bei Leahs Geburt aufgrund einer Infektion, welche sie sich eingefangen hatte. Ihr Vater starb vor fünf Jahren, worüber Leah eigentlich froh ist, denn dieser misshandelte sowohl sie als auch ihre Schwester und schreckte nicht vor Gewalt zurück.

Sonstiges:
Da Mayia nicht genug für sie beide arbeiten konnte, musste Leah bereits früh kleinere Tätigkeiten verrichten, um irgendwie am Leben zu bleiben- selbst zu Lebzeiten kümmerte sich ihr Vater kaum um die beiden. Sobald sie sechzehn war, konnte sie dann auch schwerere Arbeiten erledigen, was sie auch tat. Weiteres wird sich dann zeigen.
Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.19 um 22:02 von Silvaniae
dancingqueen12
09.07.19 um 21:56
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Name: Ihr Name ist Isabella Rose Middleton. Ihre Eltern fanden den Namen genauso schön wie ihre Bedeutung. Isabella heißt übersetzt "Die schöne" und Rose rundet das ganze noch etwas ab. Aber sie wird eigentlich bevorzugt nur Bella genannt zu werden. Nur ihre Brüder nennen sie manchmal Rose, aber eher als Kosename.
Alter: Sie ist 19 Jahre alt und wurde am 18 August geboren.
Aussehen: geschminkt: https://www.pinterest.de/pin/386394843023111033/ & ungeschminkt: https://twitter.com/jeanwatts_/status/508022953896730624
Bella gehört nicht zu den größten Mädchen, aber auch nicht zu den Kleinsten. Sie hat eine zierliche Figur und ist 1,66m groß. Sie hat ein Tattoo auf ihrem rechten Schlüsselbein, was aber niemand weiß, da ihre Eltern gegen Tattoos wie auch Piercings sind. Außerdem trägt sie auch seit kurzem ein Bauchnabelpercing und ein Helixpiercing. Sonst schminkt sie sich eigentlich jeden Tag.
Familie: Ihr Vater ist sozusagen der Herrscher der Reichen, als auch vom Armenviertel. Er wird von den meisten sehr gemocht, beziehungsweise wenigstens akzeptiert. Ihre Mutter hält sich eher im Hintergrund und ist auch eher selten zuhause. Sie ist beruflich viel unterwegs und Bella sieht sie so gut wie nie.
Bella besitzt noch zwei Brüder, beziehungsweise eigentlich nur noch einen. Ihr jüngeren Bruder heißt Zacharias und ist 16 Jahre alt. Die beiden verstehen sich relativ gut, wenn es drauf ankommt. Aber es gibt auch viel Stress zwischen den beiden.
Ihr älterer Bruder heißt Leonardo und wäre jetzt 21 Jahre alt. Er starb mit 18 Jahren wegen einem epileptischen Anfall. Bella nimmt das sehr mit, da sie ihn wirklich über alles geliebt hat.
Sonstiges: Sie ist ein anständiges Mädchen, außer vielleicht ein paar Kleingikeiten von denen sie nichts hält. Sie möchte immer, dass alles so läuft wie sie es möchte und nicht anders. Im Reichenviertel ist sie sehr beliebt und viele Jungs betteln um ihre Hand.
Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.19 um 22:20 von dancingqueen12
dancingqueen12
09.07.19 um 23:31
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Isabella Rose.
Seufzend strich ich mir eine einzelne kurze Haarsträhne hinters Ohr, während mein Dad mich versuchte davon zu überzeugen, dass es doch toll wäre, wenn ich jemanden hätte der mir "helfen" würde, v***lem bei der Hochzeitsplanung. Das war momentan nämlich wirklich Thema Nummer eins in diesem Hause. Jeden Tag bekam ich nur zu hören, welcher Junge in Frage kommen würde und ob ich denn schon irgendwelche Wünsche hätte und langsam hörte ich gar nicht mehr richtig zu. Ich wollte nicht heiraten, nicht jetzt und auch nicht in ein paar Monaten. Und erst recht nicht so einen Macho auf den alle standen. Als Freunden waren sie okay, aber niemals gut genug, um mit so einem Kerl das ganze Leben verbringen zu müssen und wahrscheinlich auch noch Kinder zu bekommen.
"Bella mein Schatz? Kommst du nun mit runter? Wir haben schon 10 Mädchen ausgewählt." Strahlend lächelte mich mein Dad wie auch meine Mum an. Noramlerweise würde ich einfach nein sagen, aber immerhin würde ich dieses Mädchen irgendwie ertragen müssen, also was solls. Schweigend stand ich aus meinem Bett auf und sagte, dass ich gleich nachkommen würde. Ich stellte mich noch einmal vor den Spiegel, betrachtete mein Make up, fuhr mir nochmal durch meine leicht gewellten Haare und fuhr meinen Lippenstift nach. Mein Ohrenpiercing versteckte ich unter meinen langen dichten Haaren.
Ich zupfte mir meine weiße Bluse zurecht und lief dann die Treppen hinunter in unseren Essensaal. Wobei wir hier immer seltener zusammen saßen und aßen, was mir aber relativ egal war. Der Saal war riesig und die Decken sehr hoch. In der Mitte stand ein riesiger Essenstisch aus Glas. In einer Ecke stand sogar ein großer Flügel und sonst war der Raum reltaiv gut gefüllt mit Deko und Kleinkram. Voller guter Laune holte mein Dad das erste Mädchen rein. Nach circa 10 Sekunden hatte ich sie wieder weg geschickt. Sie sah mir viel zu heruntergefallen aus und viel geredet hatte sie auch nicht. Sie hatte mir auf Anhieb nicht gefallen, auch wenn ich zugeben musste, dass mir keines von diesen "armen" Mädchen gefallen würde. Nach der Hälfte seufzte mein Dad auf, aber als ich fragte, was denn los sei, schwieg er nur wieder und lächelte.
Dann betrat ein Mädchen mit dunklen, etwas kürzeren Haaren den Raum und setzte sich uns gegenüber. Gelangweilt starrte ich meine ***ägel an, die ich gerade frisch hatte machen lassen in einem schönen matten Rosaton. "Wieso möchtest du diesen Job haben?", fragte meine Mum, die sich mit dem Namen Leah vorgestellt hatte, nun. Ich sah auf, aber sah sie trotzdem nur kurz an. "Kannst du schöne Frisuren machen? Also verschiedene Flechtfrisuren zum Besipiel?", fragte ich knapp, da mir nichts anderes einfiel. Und ich selbst konnte mir nie schöne Frisuren machen, selbst wenn ich es versuchte und woanders hingehen konnte ich ja auch schlecht jeden Morgen. Und wenn ich sie schon bei mir haben musste, dann wenigstens für etwas, was mir nützlich war.
Silvaniae
10.07.19 um 0:06
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Leah
Gemeinsam mit neun anderen Mädchen wartete ich in einem Raum darauf, dass wir zur Familie Middleton vorgelassen wurden. Die Stimmung war angespannt, keiner unterhielt sich, jeder war nur auf sich selbst bedacht, denn dieser Job konnte für jeden von uns einen großen Aufstieg bedeuten. Es kam selten vor, dass uns Commons eine Arbeit im Reichenviertel angeboten wurde. Wer diesen Job bekam, hätte ausgesorgt und würde sich die nächsten Monate erstmal keine Sorge mehr um das Überleben machen müssen. Das war etwas, nach dem wir uns schon unser ganzes Leben gesehnt hatten.
Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen, blieb an all den kleinen Details hängen. So viel Technik, so viele unbekannte Gegenstände, deren Funktion ich kaum erahnen konnte. Als ich zu dem Casting eingeladen worden war, war meine erste Reaktion gewesen diese Einladung abzulehnen. Zum einen, weil ich mir ohnehin keine Chancen erhoffte, zum anderen, weil ich mir bessere Arbeit vorstellen konnte, als die Zofe einer reichen, verwöhnten Prinzessin zu spielen und nichts anderes war Isabella Rose Middelton. Aber meine Schwester Mayia drängte mich dazu, zumindest mal hinzugehen. Sie hatte recht, so eine Chance würde sich nicht so schnell wieder bieten und es wäre wirklich mal eine schöne Abwechslung nicht jeden Tag darüber nachdenken zu müssen, ob ich genug gearbeitet hatte, um etwas zu Essen zu bekommen.
Als ich den ersten Schritt in das Reichenviertel gemacht hatte, hatte es mich fast umgehauen. Wir Commons durften diesen Teil normalerweise nicht betreten und es kam mir vor wie eine völlig andere Welt. Es war einfach nur unglaublich und in diesem Moment hatte ich es auch nicht bereut, tatsächlich das Angebot angenommen zu haben.
Wir erfuhren später, dass das Casting aus zwei Teilen bestehen würde. Und nun, den ersten Teil hatte ich wohl bestanden, sonst wäre ich nicht hier. Während dem Ersten hatten wir unsere verschiedenen Fähigkeiten beweisen müssen. Ein Mädchen war mir dabei besonders ins Auge gesprungen, welche in allem geschickt gewesen war, egal welche Aufgabe man ihr gestellt hatte. Sie befand sich nicht hier. Ich musterte die anderen Mädchen prüfend, alle waren bildhübsch und ich fragte mich, ob die Reichen wohl einfach gerne von schönen Menschen umgeben waren und keinen unter sich dulden konnten- selbst als Zofe, der nicht einigermaßen schön war. Das geschickte Mädchen war es nicht gewesen.
Was sie wohl sagen würden, wenn sie meine Narben auf dem Rücken sehen würden? Dann würde ich bestimmt ebenfalls sofort wieder nach Hause geschickt werden. Ein Mädchen nach dem anderen verließ den Raum- keines von ihnen kehrte zurück. Wir hatten nicht viel mehr erfahren, als dass es ein Interview geben würde. Doch keiner von uns wusste, was genau die Middletons von uns erwarteten. Schließlich wurde mein Name genannt und ich erhob mich um zu der Tür zu gehen. Wie all die anderen Mädchen trug ich eine schlichte schwarze Hose und graubraunes Oberteil, welche man uns gegeben hatte, kaum dass wir hier auf dem Anwesen erschienen waren- sie wollten uns wohl nicht in unserer normalen, schmutzigen Arbeiterkleidung zu Gesicht bekommen.
Nun stieg doch leichte Nervosität in mir auf. Ich brauchte diesen Job unbedingt- viele in meinem Alter starben an Krankheiten, Unterernährung oder anderen Dingen, ich wollte nicht zu ihnen gehören. Ich wollte leben. Meine Schwester hatte mittlerweile einen Mann, mit dem sie eine Familie gründen wollte. Dieser hatte einen der wenigen besseren Jobs, sodass er gut für Mayia und sich sorgen konnte, aber mich konnten sie nicht mitversorgen, vor allem, da Mayia ein Kind erwartete und sowohl die Vorbereitung auf ein Kind als auch dessen spätere Versorgung teuer war- sie mussten alles sparen, was nur möglich war.
Eine der Wachen führte mich bis zu einer großen Tür, dann öffnete er diese für mich und ich trat ein. Sofort fiel mein Blick auf ein Mädchen mit blonden Haaren, welche auf einem Stuhl saß und gelangweilt auf ihre Fingérnägel blickte. Das musste dann wohl Isabella sein. Rechts und links von ihr saßen zwei Personen mittleren Alters- vermutlich ihre Eltern.
Nach einer Aufforderung setzte ich mich ihnen gegenüber hin und stellte mich dann vor: "Mein Name ist Leah Common 5-2!" Ich blickte das Mädchen mir gegenüber unentwegt an, wollte sie dazu bringen, dass sie aufhörte so unhöflich und respektlos zu sein. Ich wusste wie unterschiedlich unsere gesellschaftlichen Ränge waren, aber trotzdem fand ich es einfach nur schrecklich.
Sie war hübsch, aber anders als alle Mädchen, die ich in meinem Leben je gesehen hatte. Schminke war bei uns ein absolutes Luxusgut und eigentlich besaß niemand mehr als einen Gegenstand davon, den man zum 18. Geburtstag von der Mutter geschenkt bekam, welche jahrelang dafür gespart hatte.
Ich zog leicht meine Augenbrauen hoch als Mrs. Middleton fragte, warum ich diesen Job haben wollte. "Tut mir leid, aber darauf werde ich keine außergewöhnliche Antwort geben können, Mrs. Middleton...", meinte ich und versuchte dabei einen höflichen Tonfall beizubehalten, auch wenn es mir schwerfiel. "Ich habe den gleichen Grund wie jede andere Kandidatin auch. Ich möchte überleben!" Isabella sah auf und blickte mich kurz an. Das Blau ihrer Augen brachte mich einen Moment aus dem Konzept. Bei uns im Armenviertel hatten fast alle die gleichen dunkelbraunen Augen, wie auch ich sie hatte.
"Ich weiß nicht, was euch diese Frage bringen soll, Isabella, denn meine Fähigkeiten wurden bereits im ersten Teil des Castings getestet, aber um eure Frage zu beantworten..." Ich erhob mich und ging um sie herum, dann berührte ich ihre Haare -so weiche Haare hatte ich noch nie in der Hand gehalten, sie hatten hier definitiv bessere Pflegeprodukte- und begann in Sekundenschnelle eine raffinierte Flechtfrisur zu kreieren, ohne dafür auch nur eine Haarnadel oder anderes zu benutzen. Wir Commons wussten uns zu behelfen, denn Geld für so etwas ausgeben zu können war selten. Nicht eine Minute später war ich fertig und ich kehrte auf meinen Platz zurück. Ich hatte schon immer gerne Frisuren geflochten- seit meiner Kindheit. Meine Schwester hatte dabei immer als Versuchsperson herhalten müssen und ich war durchaus geschickt darin. "Ich denke, das sollte eure Frage beantworten, Prinzessin!", fügte ich hinzu.
Dieser Beitrag wurde bisher 4 Mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.19 um 0:20 von Silvaniae
dancingqueen12
10.07.19 um 18:00
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Isabella Rose.
"Ich hatte ja keine Ahnung, was du im ersten Teil machen musstest, sonst würde ich dich ja soetwas nicht fragen.", gab ich ihr daraufhin schnippisch zurück, nachdem sie mir die Haare in Windeseile zu einem schönen Zopf geflochten hatte. Ich fand das nicht gerade sehr angemessen, denn bei mir machte sie sich dadurch nicht gerade beliebter. Ich musste ja zugeben, dass sie ein schönes Mädchen ist, schöner als die anderen die hier schon aufgetaucht gewesen waren und die Frisur sah ganz schick aus, wie ich feststellen konnte, als ich einen kurzen Blick in den großen Wandspiegel warf. Und gerade wollte ich keinen Zopf tragen, weswegen ich die Haare vorsichtig wieder auseinander nahm, bis sie mir wieder über den Schultern hingen. Meine Mum fing sofort davon an zu schwärmen, dass das schonmal eine tolle Hochzeitsfrisur werden könnte, woraufhin ich nur genervt die Augen verdrehte. Meine Eltern wussten dass ich noch nciht heiraten wollte, aber das hielt sie noch lange nicht von ihrer "Tradition" ab.
"Ich gehe wieder hoch in mein Zimmer. Muss noch lernen.", gab ich knapp bekannt, wobei das glatt weg gelogen war. Ohne nur auf eine Antwort zu warten, stand ich auf und ging. Aber ich ging nicht nach oben sondern blieb an der Tür stehen, nachdem ich sie gechlossen hatte und lauschte.
"Also wir würden uns sehr freuen, wenn du den Job annehmen würdest. Du kannst dann natürlich hier wohnen, bekommst etwas Geld und Verpflegung und alles bekommst du natürlich auch. Und eine Frage noch. Kannst du gut organisieren? Im Bezug auf die Verlobung beziehungsweise Hochzeit. Also wir geben dir denn Dekowünsche und so vor, aber dass du dich dann vielleicht ums Essen und Einladungen kümmern würdest, wenn es dann soweit ist. Ein bisschen Zeit haben wir ja noch.", hörte ich meine Mum mit gedämpfter Stimme. Und mein Dad fügte noch hinzu, dass ich ihr dann nachher alles zeigen würde. Genervt stöhnte ich leise auf. Sie sollte meine Zofe sein und ich musste sie herum führen. Na toll.
Nach ein paar stillen Sekunden, zuckte ich zusammen, als mich jemand von hinten antippte. "Na Rose, belauscht du die etwa?", fragte mein Bruder mich grinsend woraufhin ich ihm einen vernichtenden Blick zuwarf. "Hör auf zu nerven. Es geht um diese Zofe aus dem Armenviertel. Die zieht hier bald ein. Hast du da etwa Luat darauf?" Daraufhin lachte er nur blöd und stellte sich neben mich.
Silvaniae
10.07.19 um 19:16
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Leah
Ich fragte mich schon die ganze Zeit über, ob ihre Schönheit echt oder künstlich war. Wir hatten die wildesten Geschichten darüber gehört, was hier in diesem Stadtteil alles möglich war, doch nur wenig jemals zu Gesicht bekommen. Wirkten ihre Eltern nicht auch ein wenig zu jung und perfekt schön?
Bei ihrer schnippen Antwort, hätte ich fast sogleich zurückgefaucht, dass wohl niemand sie daran gehindert hatte dem ersten Teil beizuwohnen. Da merkte man, dass es ihr letzten Endes egal war. Bestimmt wollte die verwöhnte, reichte Prinzessin keine Zofe haben, welche aus der Unterschicht stammte, sondern lieber jemanden aus ihrer Gesellschaftsschicht. Aber ich beherrschte mich, denn ich brauchte diesen Job unbedingt- für meine Meinung war da vermutlich eher weniger Platz, zumindest in diesem Moment.
Es überraschte mich zu hören, als die Eltern anfingen von einer Hochzeitsfrisur zu schwärmen- Isabella sollte also bald verheiratet werden, davon hatte ich noch gar nichts gehört? Ich hatte mich nie genug für die Gepflogenheiten der Reichen interessiert um zu wissen, wann diese heirateten. Bei uns war es üblich bereits früh zu heiraten, wenn man den Richtigen gefunden hatte, denn keiner wusste, wie lange man noch zu leben hatte. Aber wir heirateten auch nur dann, wenn wir uns wirklich die Ernährung eines Kindes leisten konnten, was selten genug vorkam. Bei der Jobbeschreibung hatte nur gestanden, dass eine Zofe gesucht wurde, aber die Aufgabe würde wohl noch darüber hinausgehen.
Die Prinzessin gab sich noch arroganter als bereits zuvor und ich wusste schon jetzt, dass ich dieses Mädchen niemals würde mögen können. Ich hatte nicht viele Freunde, denn für Freunde blieb neben dem Überleben wenig Zeit, aber jemanden wie sie würde ich wohl niemals als Freundin haben wollen, selbst wenn sie die letzte Person auf der Erde war. Ging es hier nicht gerade um sie? Nach mir würden noch vier weitere Mädchen sich vorstellen und Isabella würde nicht ein Wort mit ihnen wechseln- wie wollte sie da eine geeignete Zofe auswählen? Immerhin würde diese nicht gerade wenig Zeit mit ihr verbringen müssen. Für mich ging es hier aber nicht um Freundschaft, sondern alleine um diesen Job und so blieb ich still sitzen und rührte mich nicht, als das Mädchen ging, ohne auf eine Antwort ihrer Eltern zu warten.
Ich war überrascht, als Mrs. Middleton sich mit einem Mal an mich wandte und meinte, dass sie sich freuen würde, wenn ich den Job annehmen würde. Ich brauchte einen Moment um überhaupt zu realisieren, was das bedeutete. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ich überhaupt eine Chance hatte, oder dass es so schnell gehen würde. Sie hatten die anderen Mädchen doch noch nicht einmal gesehen, geschweige denn mir sonderlich viele Fragen gestellt, wieso also hatten sie sich ausgerechnet für mich entschieden? Aber ich beschloss es lieber nicht zu hinterfragen, sondern einfach froh für diese Möglichkeit zu sein. So wenig ich Isabella auch leiden konnte, das Geld und die Verpflegung war es mir allemal wert. Wir mussten keine Freundinnen werden- vermutlich würde sie ohnehin nur das nötigste mit mir sprechen.
Auf ihre Frage antwortete ich ehrlich: "In dem, was ich bisher organisieren musste, war ich gut, auch wenn das wohl andere Dinge waren, als man hier gewohnt ist. Ich habe auch bereits bei einer Hochzeitsplanung meiner Schwester geholfen!" Zwar fand die wohl in wesentlich geringerem Rahmen statt, weil wir einfach nicht das Geld hatten, aber das bedeutete auch, dass man kreativ werden konnte. Armut machte erfinderisch. Ich nickte leicht, als sich der Mann einmischte und meinte, dass mir Isabella alles zeigen würde, dann bedankte ich mich bei den beiden dafür, dass ich die Stelle bekommen hatte.
Der "König" murmelte leise irgendetwas und wenig später öffneten sich die weiten Türen, durch welche ich gekommen war. "Mary wird dir etwas anderes zum Anziehen geben und dich dann anschließend zu meiner Tochter bringen, welche dir deine Aufgaben erklären wird. Die ersten drei Tage werden zur Probe sein, wie du dich anstellst...", meinte die Königin zu mir. Dabei sprach sie nicht aus, was mir ohnehin bewusst war. Auch danach konnte ich jederzeit entlassen werden- es war wohl jeder Tag ein Probetag. Ich erhob mich und folgte Mary aus dem Raum. Diese war ungewöhnlich schweigsam und ich erkannte an ihrer kompletten Art, dass sie nicht zum Armenviertel gehörte. Sie war wohl eine niedrig geborene Adelige. Sie schaute auf mich herab, empfand mich vielleicht sogar als abstoßend. Wir kamen bei einem Raum an, in welchen sie mich hineinscheuchte und mir befahl wieder herauszukommen, sobald ich umgezogen war. Um ehrlich zu sein, war ich dankbar, dass sie mir nicht hineinfolgte, denn so hätte sie meine Narben gesehen und ich befürchtete noch immer, dass das ein Grund sein könnte, warum ich gleich wieder entlassen werden würde. Ich blickte mich um- der Raum war in kaltem Weiß gehalten und auch die Lichtquelle enthielt ein kühles Blau. Ich fragte mich, was wohl der eigentliche Zweck dieses Raumes war und ob hier wohl vielleicht sogar extra viel Technik verbaut war. Auf einem Tisch in der Ecke entdeckte ich ein Bündel Kleidung. Nach kurzer Inspektion zog ich es mir an und verließ dann wieder den Raum- meine alte Kleidung ließ ich zurück- es war ohnehin nicht meine gewesen.
Ich trug nun ein knielanges schwarz, weißes Kleid mit einigen Bändern und Schleifen und dazu schwarze Schuhe. Es war wohl das teuerste Outfit, was ich jemals besessen hatte und zudem das erste Kleid, was ich in meinem Leben je getragen hatte- es fühlte sich seltsam an. Normalerweise trug ich einfach immer das Arbeitsoverall, welches praktisch und bequem war.
Maya reichte mir ein Band und befahl mir damit meine Haare zusammenzubinden. Ich flocht meine Haare rasch zu einem Kranz und webte das Band einfach darin ein. Ich hatte nicht ihren Befehl missachtet, sondern die Regeln nach meinem Willen ausgelegt. Die junge Frau schenkte mir keine weitere Beachtung, sondern ging einfach los und ich beschloss ihr zu folgen- sie würde mich wohl zu Isabellas Zimmer führen. Tatsächlich liefen wir eine schmale Treppe hoch, welche wohl für die Angestellten war und dann durch einige Flure hindurch, bis wir vor einem Zimmer stehen blieben. "Hier ist es!", meinte Mary und ging dann davon, ohne zu sagen, was ich noch tun sollte.
Ich seufzte und schloss meine Augen. Ich würde diesen ersten Tag schon irgendwie überleben und den Tag darauf und den darauf. Ich hatte bisher jeden Tag erfolgreich überlebt und von einer verwöhnten Prinzessin würde ich mich bestimmt nicht unterkriegen lassen. Ich klopfte leicht an und trat dann in den Raum ein, ohne auf ein Herein zu warten. "Prinzessin? Wie kommt ihr mit dem Lernen voran? Kann ich euch behilflich sein?", erkundigte ich mich. Ich hatte keine Ahnung, ob das ebenfalls in den Tätigkeitsbereich einer Zofe fiel oder nicht.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.19 um 19:17 von Silvaniae
dancingqueen12
15.07.19 um 22:51
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Isabella Rose.'
Kurz nachdem meine Eltern dem Mädchen gesagt hatten, das sie sie gerne nehmen würde, war erst mein Bruder auf sein Zimmer verschwunden bevor ich es ihm gleich tat und ebenfalls ins nächste Stockwerk zu meinem Zimmer ging. Ich riss meine Zimmertür auf und warf mich leicht seufzend auf mein Bett. Mein Blick galt der Decke und so lag ich einige Sekunden da und schweifte langsam mit meinen Gedanken ab. Ich merkte wie mir Tränen übers Gesicht liefen, woraufhin ich schnell den Kop schüttelte und wie das Schicksal es wohl wollte, klopfte es genau in dem Moment an der Tür. Ich wollte gerade nein rufen, als die Tür sich einfach öffnete. "Noch nie was von abwarten gehört du Affe?", zischte ich, da ich von meinem Bruder ausgegangen war.
Als ich dann aufsah, erblickte ich dieses Mädchen in einem der Angestellten Outfits. Auf jeden Fall sahen die Klamotten besser aus, als diese, die sie zuvor getragen hatte, Mit einer ruckartigen Bewegung wischte ich mir einmal vorsichig über mein Gesicht und war froh, dass ich wasserfestes MakeUp trug.
Schweigend stand ich auf und betrachtete sie kurz. "Sorry ich dachte du wärst jemand anderes. Denn normalerweise kommt nur eine Person in mein Zimmer ohne dass ich es zuerst erlaube. ", entschuldigte ich mich dann wenigstens halbwegs und verdrehte die Augen. "Und bitte nenn mich nicht Prinzessin. Bella reicht. Und außerdem kannst du mich auch gerne duzen. Ich werde nicht gerne gesiezt dann fühle ich mich alt.", gab ich ihr mit einem spöttischen unterton bekannt und spazierte durch mein großes Zimmer. "Also soll ich dir unser Anwesen zeigen?", hakte ich dann meinen Eltern zuliebe nach und auch wenn ich keine Lust auf sie hatte, würde mich das wenigstens etwas davon ablenken, welcher Tag heute war.
Erst jetzt fiel mir auf, dass ich ihre Frage wegen dem Lernen ignoriert hatte, aber schlussendlich war das auch egal, denn ich hatte nicht vor heute irgendetwas schulisches zu tun. Und v***lem nicht mit meiner neuen "Zofe".
Silvaniae
15.07.19 um 23:17
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Leah
Kaum, dass ich das Zimmer betreten hatte, war ich von der Prinzessin bereits angefahren und als Affe bezeichnet worden. Ich hatte das aber geschickt ignoriert und stattdessen meine Frage in normalen Tonfall gestellt. Es konnte mir egal sein, wie sie mich bezeichnete oder allgemein behandelte, vor allem, da ich schon viel Schlimmeres hatte durchmachen müssen- sowohl bei der Arbeit, als auch durch meinen Vater. Diese kleine Beleidigung spielte keine Rolle, vor allem deswegen nicht, weil diese Familie mich bezahlte.
Mein Blick musterte das verzogene Mädchen einen Moment- waren das da Tränenspuren auf ihren Wangen? Selbst in ihrem Leben lief wohl nicht immer alles perfekt. Aber ich wettete, dass es nur irgendwelche Prinzessinnen-Probleme und keine Probleme der wahren Welt waren.
Ich war etwas erstaunt darüber, dass sie sich überhaupt entschuldigte, jemand ihres Standes hatte das wohl nicht nötig, aber das erklärte immerhin ihre Beleidigung mir gegenüber. Sie stand in meinen Augen trotzdem nicht besser da.
Ich ließ Isabella ausreden und hörte ihr schweigend zu, ehe ich schließlich antwortete. "Tut mir leid, Prinzessin. Ich denke was die Gepflogenheit deiner Welt angeht, wirst du mir noch etwas auf die Sprünge helfen müssen. Ich war noch nie in diesem Viertel und in meinem Viertel gelten andere Regeln und Verhaltensweisen!", entschuldigte ich mich ehrlich. Unsere Welten unterschieden sich wirklich grundlegen. Bei uns gab es so gut wie keine Türen, da eigentlich auch niemand etwas Wertvolles besaß, was sich zu stehlen lohnte und Privatsphäre hatte man ohnehin so gut wie keine. Somit hatte ich auch nicht wissen können, dass man klopfte und dann auf eine Reaktion abwartete, ehe man eintrat. Diese Welt war mir wirklich vollkommen fremd.
Ihren Spitznamen Prinzessin würde sie jedenfalls nicht so schnell loswerden. Und ich fand dieser Name passte gut zu ihr, wenn auch vermutlich aus einem anderen Grund, als sie es vielleicht vermutete. Ich beneidete sie nicht, zumindest nicht wirklich und in meinen Augen war sie bestimmt keine der märchenhaften Prinzessinnen aus irgendwelchen Geschichten, die man sich so erzählte. In meinen Augen war sie einfach ein reiches, verwöhntes Gör, bei der sich alles um sie selbst drehen musste. Auch über diese Art von Prinzessin hatte es Geschichten gegeben. Nämlich Geschichten über Isabella Rose Middleton. Und bisher hatten sich die Gerüchte durchaus bewahrheitet. Diese Arbeit könnte durchaus die Schlimmste werden, die ich jemals verrichtet hatte und jemals verrichten würde.
Während Isabella durch das Zimmer schrítt, folgte ich ihr mit den Augen. Konnte sie keine Sekunde stillsitzen? Geduld schien jedenfalls nicht gerade eine ihrer Stärken zu sein- vermutlich war sie es gewohnt sofort immer das zu bekommen, was sie wollte.
"Nun, entweder das, Prinzessin, oder ich sehe mich selbst um, aber dann kann ich nicht garantieren, dass ich keine Räume betrete, in welche ich eigentlich nicht gehen dürfte!", antwortete ich dann schließlich auf ihre letzte Frage und blickte sie abwartend an. Eine Prinzessin zeigte einer Zofe das Anwesen, das war auch mal etwas Ungewöhnliches.
"Wird das eigentlich eine Zwangsheirat oder darfst du dir deinen Prinzen wenigstens selbst aussuchen?", fragte ich dann neugierig nach, weil mich diese Frage schon die ganze Zeit über interessiert hatte. Ich wusste nicht wie Isabella auch zukünftig mit meiner eher lockeren Zunge, meinem Starrsinn, eigenen Willen und meiner Neugier umgehen würde, aber das würde sich wohl noch zeigen. Eigentlich war ich wohl denkbar ungeeignet als Zofe.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 um 23:18 von Silvaniae
dancingqueen12
16.07.19 um 20:41
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Isabella Rose.
Ich ignorierte es, als sie mich weiterhin Prinzessin nannte, sollte sie halt tun was sie nicht lassen konnte. Also wartete ich ihre Antwort einfach nur ab und fing erst wieder anzusprechen, als sie ihre Frage zuende ausgesprochen hatte. Seufzend fuhr ich mir durchs Haar, bevor ich mein Zimmer verließ und einfach davon ausging, dass sie mir folgen würde. Meine Zimmertür machte ich zu bevor ich den langen Flur weiter entlang ging. Kurz warf ich einen Blick zu dem Mädchen herüber. Wie hieß sie noch gleich? Irgendetwas mit L, aber ich war mir nicht mehr ganz sicher. Aber war ja eigentlich auch gerade nicht so wichtig zu wissen.
"Also mir ist eh langweilig und bevor du irgendwelche Zimmer betritts ind die du nicht hinein gehen darfst, ist das so wohl besser.", meinte ich dann knapp und ging weiter, bevor ich das Thema mit der Hochzeit ansprach. "Also sagen wir es mal so. Theoretisch stehen mir mehrere Männer zur Verfügung von denen ich mir einen aussuchen soll, aber ja meine Eltern zwingen mich dazu. Bei uns hier im Viertel ist es eine Tradition, dass wohlhabende Mädchen mit 20 verheiratet werden. Und wenn ich mir keinen der besagten Männer aussuche, entschei.den das meine Eltern für mich. Ich möchte aber niemanden von diesen Idioten heiraten. Und sowieso möchte ich überhaupt nicht heiraten.", klärte ich sie kurz und etwas genervt darüber auf. Genau wegen dieser Hochzeit, sprach ich momentan auch kaum mit meinem Vater. Zwar mochte ich die Jungs, die zur "Auswahl" standen und ich kannte sie auch gut, aber mein ganzes Leben mit denen verbringen, sie zu lieben und Kinder zu bekommen, das wollte ich definitiv nicht. Niemals.
Da ich keine Lust hatte weiter über dieses Thema zu sprechen, versuchte ich abzulenken. Nach ein paar weiteren Schritten öffnete ich eine Tür. "Das ist übrigens dein Zimmer.", meinte ich dann schnell und ließ sie hinein schauen. Es war relativ groß. Mir wäre es viel zu klein, aber ich glaube für sie war das mehr als groß. In der Mitte stand ein großes Doppelbett. Sonst befanden sich noch Schrak und Schreibtisch dadrinnen. Was sie halt so brauchte. "Du kannst es dir nach unserem Rundgang gnauer anschauen.", murmelte ich, da ich hier nicht ewig stehen bleiben wollte.
Also ließ ich die Tür offen und ging noch ein Stockwerk höher. "Also hier wirst du wahrscheinlich eher seltener sein. Das Zimmer hier vorne ist von meinem Bruder und das Zimmer daneben ist tabu für dich. Also merk dir das. Niemals diesen Raum betreten.", meinte ich knapp mit einem gewissen bedrohlichen Unterton und musste schlucken. "Sonst ist hier nicht so viel. Und ganz unten ist die Küche und so.", murmelte ich etwas gelangweilt und ging die Treppen wieder runter, um schnell von da oben wieder weg zu sein. "Ach ja wenn du Fragen hast, frag einfach direkt.", fügte ich hinzu.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.19 um 20:42 von dancingqueen12
Silvaniae
16.07.19 um 21:12
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Leah
Isabella sagte nichts mehr dazu, dass ich sie Prinzessin nannte, also schien sie diesen mehr als zutreffenden Spitznamen wohl zu akzeptieren oder es war ich auch einfach egal. Ob sie meinen Namen überhaupt noch kannte? Vermutlich nicht. Immerhin kannte sie meinen Nachnamen. Bei dem Gedanken hätte ich beinahe bitter aufgelacht, konnte den Impuls aber gerade noch rechtzeitig unterdrücken. Es war gerade weder der richtige Ort noch der richtige Zeitpunkt dafür.
Uns Commons wurde nicht nur die Möglichkeit zur Selbstbestimmung geraubt, sondern auch das Recht auf einen individuellen Namen. In den Augen der Reichen waren wir zu nichts anderes zu gebrauchen, als für diese zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass sie auch ja genügend Luxus und Annehmlichkeiten in ihrem Leben hatten. Ihr Leben sollte perfekt verlaufen. Wir hatten dagegen nicht mal einen eigenen Nachnamen verdient. Es war ja schon fast ein Wunder, dass uns überhaupt ein Vorname erlaubt wurde und wir nicht einfach durchnummeriert waren. Aber vermutlich stimmt selbst das nicht ganz und wir wurden in irgendwelchen Listen lediglich mit Nummern aufgelistet und verzeichnet. Es war also fast ein Wunder, dass ich mich als Leah Common 5-2 hatte vorstellen können.
Ohne ein weiteres Wort an mich gerichtet zu haben, verließ Isabella ihr Zimmer und ich fragte mich einen Moment, ob ich ihr jetzt wohl folgen sollte oder nicht. Sie hatte mir keine weitere Anweisung gegeben und zuvor auch nicht gerade erfreut gewirkt, dass sie mich rumführen sollte. Sie konnte sich wohl auch einfach weigern, ich bezweifelte, dass eine Besichtigungstour zu den Aufgaben einer Prinzessin gehörte.
Isabella achtete nicht auf mich und war gerade dabei die Tür hinter sich zu schließen, als ich noch durch die Tür schlüpfte. In ihrem Zimmer würde sie mich so oder so vermutlich nicht gerade haben wollen. Ihr Blick richtete sich kurz auf mich und ich reckte mein Kinn ein wenig vor und erwiderte ihren Blick stolz. Ich mochte nur eine Common sein, aber ich würde mich bestimmt nicht von ihr fertig machen lassen. Ich würde hier arbeiten, aber nur, solange ich nicht die ganze Zeit von ihr wie eine Sklavin behandelt wurde. Vermutlich waren wir in ihren Augen nicht viel mehr als das, aber da war jede Arbeit in einer der Fabriken besser, dort musste man zwar schuften wie ein Tier und das unter unterwürdigsten Bedingungen, aber wenigstens hatte man dabei nichts mit einem der Reichen direkt zu tun. Ich war bereit vieles zu tun, aber meinen Stolz und meinen freien Willen verlor ich dabei niemals. Und ich hatte auch nicht vor, dass die Prinzessin daran etwas änderte.
Bei Isabellas ersten Antwort fragte ich mich, ob ihr wirklich langweilig war oder ob sie dem Wunsch- oder vielmehr Befehl- ihres Vaters einfach folgen musste und ihr keine Wahl blieb. Als eine Art König hatte er nun mal am meisten Macht in dem kompletten Land. Als sie mir dann das mit der Hochzeit erklärte, hörte ich interessiert zu. Für einen Moment glomm ein Funken Mitleid in mir auf, der aber rasch wieder erlosch. "Immerhin hast du überhaupt die Möglichkeit zu heiraten. Das ist bei uns vielen überhaupt nicht möglich, weil uns das Geld fehlt. Jeder möchte einmal heiraten und eine eigene Familie gründen, aber nicht auf Kosten des Kindes, weswegen so gut wie niemand heiratet. Keiner von uns möchte einem Kind so eine schlechte Zukunft bieten müssen, wie es uns nur möglich ist...außerdem kann sich so gut wie keiner überhaupt nur die Zeit der Schwangerschaft leisten, denn diese bedeutet zusätzliches Essen, zusätzliche Kleidung und kein Job während der letzten Monate...", meinte ich kühl, auch wenn ich wusste, dass ich vermutlich besser meine Zunge hüten sollte, wenn ich diesen Job behalten wollte, aber in so was war ich schon immer schlecht gewesen- ich sagte den Menschen gerne die Wahrheit ins Gesicht- ich konnte nicht anders. Ich war ehrlich und direkt.
Isabella öffnete eine Tür und erklärte mir, dass das mein Zimmer sei. Ich blickte herein und blieb fassungslos und mit offenem Mund stehen. Das sollte mein Zimmer sein? So groß waren die meisten Familien-Wohnquartiere- und zwar die der höhergestellten Commons. In dieses Zimmer hätte mein altes Zimmer, was ich mir mit meiner Schwester geteilt hatte, vermutlich 10 Mal hineingepasst. "Das ist alles für mich?", fragte ich staunend und konnte es immer noch nicht wirklich fassen. Das Bett war einfach nur riesig und sah unglaublich weich und bequem aus- ich zweifelte, dass ich darin überhaupt würde schlafen können.
Isabella murmelte irgendetwas, aber ich hatte sie nicht verstanden, weil ich immer noch fasziniert das Zimmer begutachtete. Da sie sich aber umdrehte und davonging, folgte ich ihr rasch und versuchte mir dabei den Ort des Zimmers zu merken, denn ich war davon überzeugt, dass die Prinzessin ihn mir nicht noch einmal zeigen würde und ich somit später allein zurückfinden musste.
Wir setzten die Besichtigung im obersten Stockwerk fort und ich war fasziniert von der Größe des Hauses. So groß war vermutlich das ganze Stadtviertel 5-2. Rasch folgte ich Isabella die Stufen wieder nach unten und versuchte mit ihr Schrítt zu halten. Sie schien es eilig zu haben von dort wegzukommen. "Was befindet sich in dem Raum, den ich dort oben niemals betreten darf? Das Arbeitszimmer deines Vaters?", erkundigte ich mich sogleich neugierig- immerhin hatte sie gesagt, dass ich Fragen stellen durfte. "Und was sind eigentlich überhaupt alles meine Aufgaben als deine Zofe, abgesehen davon dir deine Haare zu verschiedenen Frisuren zu flechten?" Ein leicht spöttisches Lächeln huschte über meine Lippen.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.19 um 21:13 von Silvaniae
dancingqueen12
16.07.19 um 22:55
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Isabella Rose.
Schon seltsam wie verschieden unsere Welten wirklich waren, dass sie mich tatsächlich fragte, ob das Zimmer, welches nichtmal die Größe meines Ankleidezimmers hatte, ihres war. Ich hatte nur kurz genickt, bevor wir weiter gegangen war. Hoffentlich hatte sie sich gemerkt, dass ihr Zimmer nah bei meinem lag. Natürlich etwas weiter weg, aber leicht zu finden. Also zumindestens empfand ich das so. Ich nahm mir vor erst noch einmal auf das Thema mit der Hochzeit einzugehen. "Naja ich hätte in der Hinsicht darauf eher dein Leben. Also ich möchte weder heiraten noch Kinder bekommen, also Kinder möchte ich bestimmt irgendwann, aber noch nicht so früh. Dann ist ja mein ganzes Leben schon durchgeplant und ich kann gar nichts mehr für mich machen. Also sei lieber froh, dass du nicht heiraten kannst.", meinte ich dann schulterzuckend, da ich nicht verstehen konnte, dass sie es traurig fand, dass sie wahrscheinlich nichtmal die Möglichkeit hatte überhaupt zu heiraten. Ich wäre darüber mehr als glücklich.
"Nein das Arbeitszimmer meines Vaters ist drüben im anderen Gebäude.", antwortete ich dann und nickte mit dem Kopf aus einem Fenster hinaus zum gegenüberliegenden kleineren Gebäude. Dort war ich eher selten. Da waren die Büros und son Kram. Also nichts was mich wirklich interessieren musste und meine Zofe erst recht nicht. Das einzige was in dem Haus schön war, war der Keller. Meine brüder und ich hatten uns dort ein richtiges Reich gebaut mit Hobbyraum, Fitnessraum, *** und einem Pool. Aber erstmal hielt ich es nicht für nötig ihr das zu zeigen, da sie nicht gerade meine beste Freundin war oder ähnliches.
Ich wollte gerade ansetzen zu erzählen welcher Raum verboten war, aber ich konnte nicht also schloss ich den Mund wieder und ging weiter. Ich versuchte mir ein paar einzelne Tränen zu unterdrücken. "Was in dem Raum ist, geht dich nichts an.", sagte ich dann schnell und etwas leiser, als wie ich zuvor geredet hatte.
Innerlich schüttelte ich mich einmal bevor ich mich wieder zu ihr drehte. Schulterzuckend sah ich sie an. "Also vielleicht denkst du dass das so ist wie früher, aber ich hatte nicht vor 24/7 mit dir beieiander zu sein, du hast also auch Freizeit. Und sonst keine Ahnung. Ich sage dir einfach Bescheid, wenn ich dich brauche. Denke ich mal. Meine Eltern wollen auf jeden Fall, dass du schonmal anfängst meine Hochzeit zu planen obwohl das ja noch ein bisschen hin ist. Aber vielleicht mal mein Zimmer aufräumen wenn ich keine Zeit habe oder Hausaufgaben, halt so Sachen für die ich wenig Zeit habe im Moment. Und du kannst mich versuchen zu beraten bei Klamotten v***lem bei meinem Kleid. Joa so spontan weiß ich jetzt auch nichts. Ich hab mir das ja nicht ausgesucht dass du jetzt hier bist.", gab ich zurück, da ich sie einfach rufen würde, wenn ich was von ihr wollte.
"Also hier ist dann eigentlich nur noch die Küche, das Esszimmer, Waschraum und Zimmer von den anderen Angestellten. Und übrigens hast du wenn du in dein Zimmer gehst, dort auch ein eigenes kleines Bad. Klein, aber ich denke das reicht. Sonst noch Fragen?" Ich wickelte mir eine Haarsträhne um den Finger und sah gelangweilt aus dem Fenster.
Silvaniae
16.07.19 um 23:47
Avatar von Silvaniae

Re: Perfect poor world

Leah
Dieses Haus war wirklich zu groß- ich hoffte, dass ich mich später auch nur an einen Bruchteil der Räume würde erinnern können und dabei hatte ich eigentlich ein ziemlich gutes Gedächtnis und einen ebenso guten Orientierungssinn. Aber es war nicht an derart komplexe Gebäude gewöhnt. Vor allem die Technik, die überall eingebaut zu sein schien, faszinierte mich. Wie konnte man hier so fortschrittlich sein, wenn man mein Stadtviertel im Vergleich dazu sah?
Bei ihrer Antwort auf meine Bemerkung zu den Hochzeiten zuvor, reagierte ich ungläubig. War das wirklich ihr Ernst? Klar, sie musste irgendeine Person heiraten, aber immerhin konnte sie sich diese auch selbst auswählen und ich war davon überzeugt, dass sie mit genügend Protest sogar gar nicht heiraten konnte. Aber immerhin besaß sie überhaupt die Möglichkeit jemanden zu heiraten, ohne sich die ganze Zeit Sorgen machen zu müssen, dass das Geld hinten und vorne nicht reichen würde und sich ständig überlegen zu müssen, ob man wirklich ein Kind in so eine verkommene Welt setzen wollte. "Du kannst gerne jederzeit liebend gerne mit mir tauschen...", murmelte ich so leise, dass ich mir nicht sicher war, ob Isabella mich überhaupt gehört hatte. Ich würde ihr Leben jederzeit gerne leben wollen. Ich wusste zwar nicht, ob so viel Luxus überhaupt etwas für mich war, aber alles war besser als eine Common zu sein.
"Ich habe momentan niemanden, den ich heiraten möchte in meinem Leben, aber wenn ich der richtigen Person begegne, möchte ich, dass es meine freie Entscheidung ist, ob ich sie heiraten will oder nicht. Ich möchte nicht, dass die Frage des Geldes darüber entscheídet. Ich meine, du hast freie Auswahl zwischen bestimmt lauter tollen, gutaussehenden Jungen, es gibt Schlimmeres, als einen davon heiraten zu müssen...", meinte ich mit leichtem Spott, aber ebenso bitteren Stimme. Es hatte mal jemanden gegeben, für den ich mich interessierte, aber das hatte damals ein jähes Ende gefunden. Ich verdrängte rasch die Gedanken an ihn, welche in mir wieder hochkamen.
Ich folgte Isabellas Nicken aus dem Fenster heraus und mein Blick fiel auf ein etwas kleineres Gebäude, welches bestimmt nicht nur ein Büro enthielt, aber ich fragte nicht genauer nach. Ich hatte schon Schwierigkeiten mir alle Räume im Hauptgebäude zu merken. Alles zu seiner Zeit.
Ich war verwirrt über den Tonfall der Prinzessin, als sie meinte, dass es mich nicht angehen würde, was sich in dem Raum befinde. Sie schien irgendwelche negativen Emotionen mit diesem Raum zu verbinden, wenn ich auch nicht wusste was genau. Erneut verspürte ich einen Hauch von Mitleid, ehe dieser auch schon wieder verflog. Sie hatte so ein perfektes Leben ansonsten, da konnte es mir egal sein, was sie denn nun schon wieder bedrückte. Vermutlich war es ohnehin nur irgendetwas bánales.
Freizeit? Von diesem Wort verwirrt blickte ich sie an. Was sollte man in seiner Freizeit anfangen? Es gab bei uns im Armenviertel einen speziellen Tagesrhythmus, der daraus bestand aufzustehen und zu frühstücken- dieses bestand meist aus einer Scheibe Brot, wenn man am Vortag genug gearbeitet hatte, zur Arbeit zu gehen, nach sechs Stunden eine kleine Pause zu machen und eine Kleinigkeit zu essen, wenn man genug verdient hatte und es sich leisten konnte, dann nochmals sechs Stunden zu arbeiten und anschließend erneut eine Kleinigkeit zu essen. Dann gab es eine Stunde für eine gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden, ehe man auch schon ins Bett gehen musste. In dieser Zeit war ich eigentlich nie allein, ich wusste also nicht wirklich, was ich mit meiner Freizeit hier anfangen sollte.
Trotzdem nickte ich einfach nur, nachdem sie geendet hatte. Ich würde also wohl sehen, was so auf mich zukommen würde, aber alles in allem klang es doch nach einem verdächtig leichten Job. Normalerweise arbeitete ich ein vielfaches davon und musste um einiges härterer Arbeit nachgehen und bekam gerade Mal einen winzigen Bruchteil dessen, was ich ansonsten verdient hätte. Ich hoffte, dass ich mir durch diesen Job vielleicht genug Geld zusammensparen konnte um vielleicht eines Tages eine eigene Familie gründen zu können und auch Mayia und ihre Familie finanziell zu unterstützen.
Meine Kinnlade viel wortwörtlich herunter, als Isabella meinte, dass ich ein eigenes Bad besitzen würde. Aus großen Augen blickte ich sie an und hielt das ganze für einen Scherz. "Ein eigenes Bad?", fragte ich ehrfürchtig. Ich kannte nur das öffentliche Badehaus, welches jeder Bezirk besaß. Was war nur mit dieser Welt verkehrt, dass sich unsere Leben so groß voneinander unterschied?
"Wieso hast du mich nicht gleich abgelehnt sowie alle anderen Bewerberinnen, wenn du überhaupt keine Zofe haben willst?", fragte ich schließlich nach, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob diese Frag so schlau war, und blickte sie ernst an. "Du scheinst dein bisheriges Leben ja auch gut ohne eine Zofe ausgekommen zu sein, du hältst nicht gerade viel von uns Commons, du hast keine Lust auf mich und auf die Hochzeit hast du noch weniger Lust. Warum sagst du das Ganze nicht ab und weigerst dich einfach zu heiraten? Deine Eltern können dich schlecht dazu zwingen, wie wollen sie auch dagegen vorgehen. Das ist einer der Unterschiede zwischen dir und mir. Niemand würde dir jemals Gewalt antun, wenn du dich gegen etwas weigerst. Du besitzt noch einen freien Willen. Mein Willen wird mir Tag für Tag aufs Neue aufgezwungen!"
Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.19 um 23:51 von Silvaniae
dancingqueen12
17.07.19 um 16:13
Avatar von dancingqueen12

Re: Perfect poor world

Isabella Rose.
Schweigend und nur mit halbem Ohr hörte ich dem Mädchen zu. Als sie fertig gesprochen hatte, sah ich sie wieder an. Mein Blick musterte sie, eigentlich wa sie wirklich hübsch, vielleicht würde ich mich irgendwann mit ihr doch noch eingermaßen verstehen. Obwohl ich mir da noch nicht so sicher war. Zuerst gab ich ihr keine Antwort da ich überlegte was ich antworten sollte. "Denkst du denn wirklich, dass du gerade hier wärst, wenn das alles so einfach wäre, wie du es dir gerade denkst. Natürlich bin ich eigentlich volljährig und daarf selbst über mein Leben ent***n. Aber auch hier bei uns im Reichen Viertel gibt es so etwas wie ähnliches wie Gesetze. Mein Dad hat hier das sagen und es gehört sich so, dass jemand wie ich heiraten muss. Ich habe allen schon klar gemacht, dass ich niemanden jetzt heiraten möchte, aber dann wird man von allen komisch angemacht. Meine Familie würde mich abstoßen und ich würde wahrscheinlich da landen, wo du herkommst. Wer hier nicht "normal" ist, ghört in unsere Welt nicht rein. Genau so ist das mit dem kein *** vor der Ehe zum Beispiel oder es dürfen sich nur Frau und Mann lieben. Es muss hier alles perfekt sein. Mein Leben ist gut so wie es ist, aber wenn es um so etwas geht, habe ich auch fast keine Chance dagegen anzureden. Ich versuche natürlich trotzdem noch alles, damit ich nicht verheiratet werde, aber bis jetzt ist mein Dad stur geblieben.", antwortete ich ihr dann darauf.
Ich mag mein Leben so wie es ist, die Regeln störten mich nicht sonderlich. Mir wurde beigebracht was richtig ist und was falsch. Nur manche Sachen fand ich jetzt in meinem Alter übertrieben. Wenn meine Eltern wüssten, dass ich ein Tattoo hsbe oder Piercings, dann würden sie mich sofort raus schmeißen, denn das galt als *** und gehörte nicht zu den Adligen. Aber bis jetzt konnte ich alles immer gut geheim halten, was meine Eltern nicht erfahren durften.
"Ach und ja du hast ein eigenes Bad. Das war kein Scherz.", fügte ich hinzu und musste tatsächlich kurz schmunzeln, als sie so fassungslos nachfragte.
"Und wenn du keine Fragen mehr hast, würde ich jetzt gerne gehen. Du kannst dir ja dein Zimmer genauer ansehen oder meinetwegen auch nochmal dir das Anwesen in Ruhe ansehen. Mir ist das egal, solange du mich erstmal in Ruhe lässt. Ich muss noch was erledigen."