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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Eisfeder002
01.06.19 um 21:03
Avatar von Eisfeder002
Liron
Kurz war es still, dann fing Cora an zu reden. Eigentlich hatte ich gerade beschlossen nicht zuzuhören, doch tat ich es dann doch, da sie meine kleine Schwester angeredet hatte. ,,Was glaubt Ihr denn wie sie sich da amüsieren soll? Sie ist viel zu jung für solche Kämpfe", zischte ich Cora an, da ich es frech fand dass sie meine Schwester darauf ansprach, doch eigentlich wunderte es mich nicht, es passte zu Cora ihrer Art. Mein Vater warf mir einen strengen Blick zu, welchen ich sofort erwiderte. Kurz starrten wir uns beide an, dann wandte mein Vater sich wieder ab. ,,Èlise, dir gefallen die Kämpfe doch, nicht? Sie sind unterhaltsam", sprach mein Vater mit ruhiger Stimme. Ich spannte mich bei diesen Worten an. Dachte er tatsächlich Èlise würden die Kämpfe gefallen? Sah er denn nie wie sie um die Verlierer trauerte? Ich sah zu meiner Schwester, welche unauffällig meinen Blick suchte. Sie brauchte Hilfe, denn sie hatte keine Ahnung was antworten. Also nickte ich unauffällig. ,,Ja, Vater." Das war alles was sie dazu sagte und dazu klang es ziemlich gezwungen, doch dem König reichte die Antwort.
Silvaniae
01.06.19 um 21:47
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Genau der gleichen Meinung war ich auch, aber war seine Schwester nicht etwa ebenso alt, wie die Jüngsten von uns Formagas? Was war dann mit ihnen? Waren sie nicht ebenso viel zu jüng für die Kämpfe? Leah war letzten Monat erst 16 geworden- sie hatte den anderen freudestrahlend erzählt, wie sie zu ihrem 16. Geburtstag eben jede Kette geschenkt bekam, die ich nun bei mir trug. Und genau das sprach ich nun auch voller Zorn an. "Wenn sie zu jung für die Kämpfe ist- um diesen überhaupt nur zuzuschauen, was ist dann mit uns Formagas, die etwa in eben ihrem Alter sind?", fauchte ich. "Sind sie dann nicht ebenso zu jung? Sowohl um zuzuschauen und noch schlimmer um an ihnen teilzunehmen und ihr Leben zu verlieren? Keiner von den 16-jährigen ist zum heutigen Tag üerhaupt noch am Leben! Was wäre gewesen, wenn sie ebenfalls eine Formaga gewesen wäre? Hättet ihr sie dann auch in die Arena geschickt?" Ich funkelte den Prinzen wütend an.
Der König sprach Èlise, wie wohl der Name der Prinzessin lautete an, aber ihre Reaktion war mehr als offensichtlich, auch wenn sie ihrem Vater zustimmte. Sie war strikt gegen diese Kämpfe, hatte aber zu große Angst vor ihrem Vater. Ich lächelte sie sanft und beruhigend an- wie man mit jüngeren Kindern umging, wusste ich zu Genüge. Ich stand auf und lief zu ihr hinüber, dann legte ich ihr sachte eine Hand auf die Schulter und beugte mich zu ihr hinab, sodass wir auf Augenhöhe waren. "Du bist zu jung, um so einen Schrecken mit ansehen zu müssen. Hab keine Angst, ich werde dafür sorgen, dass du es nicht mehr musst!" Dann flüsterte ich ihr so leise zu, dass nur sie es hören konnte: "Dein Bruder ist in Sicherheit, ich werde ihm nichts tun!" So gerne ich das auch wollte, aber ich sah ihn immer noch als Möglichkeit hier herauszukommen. Ich erhob mich elegant wieder und ging einen Schritt weiter zu dem Prinzen und in eben diesem Moment erschien ein Messer in meiner Hand, welches ich dem Prinzen an den Hals drückte. "Die Prinzessin wird diesen Kämpfen nicht mehr länger beiwohnen. Schwört es, eure Majestät, sonst sehe ich mich gezwungen euren Sohn zu töten! Solltet ihr euer Versprechen brechen, gilt gleiches!" Meine Miene war düster und unheilsvoll. Ich legte all meinen Háss und meinen Wut in meine Stimme und meinen Gesichtsausdruck und drückte das Messer etwas tiefer gegen seinen Hals, sodass erste Blutstropfen hervorquollen. Bevor auch nur ein Soldat auf uns zulaufen konnte hätte ich die Kehle bereits durchgeschnitten.
Eisfeder002
01.06.19 um 21:57
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Bei ihren Worten wollte mein Vater gerade etwas sagen, sie wahrscheinlich warnen, erst recht als Cora Èlise anfasste. Doch als sie mir einen Dolch an den Hals pres.ste erstarrte mein Vater. Ich war der Kronprinz, die Zukunft dieses Landes. Mein Vater würde mein Leben nie riskieren.
Eigentlich würde ich auch sagen Cora würde mir nichts tun, doch hielt ich meinen Mund. Cora half mir soeben dabei Èlise von den Kämpfen wegzubekommen. Mein Blick ging zu meiner Schwester. Diese sah uns mit großen, erschrockenen Augen an. Ich sah sie beruhigend an und es klappte, denn sie entspannte sich ein klein wenig.
Mein Blick ging wieder zu meinem Vater und ich sah ihn auffordernd an, erst recht als ich bemerkte wie die ersten Blutstropfen meinen Hals hinunterliefen. Mein Vater pres.ste seine Zähne aufeinander, meine Mutter sah uns erschrocken an. Der König has.ste Vorschriften oder erpresst zu werden.
,,Gut, Prinzessin Èlise wird den Kämpfen nicht mehr zusehen müssen", murmelte mein Vater. ,,Und Mutter ebenfalls nicht", forderte ich und hielt das Handgelenk von Cora fest, damit sie ihre Hand mit dem Messer an meinem Hals ließ. Ich sah doch wie sehr Mutter die Kämpfe has.ste. ,,Liron!" Mein Vater sah mich geschockt an, denn ich wäre eigentlich nicht mehr in Gefahr, doch hielt ich eben das Handgelenk von Cora fest. Ich achtete darauf nicht zu fest zuzudrücken, da es nicht meine Absicht war sie zu verletzen.
Silvaniae
01.06.19 um 22:07
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich grinste innerlich zufrieden, als der König in seiner Bewegung erstarrte, nach außen hin ließ ich mir aber nichts anmerken und blieb kalt und berechnend. Noch zufriedener war ich, als der König meiner Bedingung zustimmte. Ich wollte soeben das Messer von dem Hals des Prinzen nehmen, als dieser ebenfalls eine Forderung stellte und mein Handgelenk festhielt, sodass ich die Waffé an seinem Hals lassen musste. Ich kniff meine Augen zusammen- nicht er stellte hier die Bedinungen, sondern ich. Ich wollte nicht nach der Pfeife des Prinzen tanzen.
Immerhin erfuhr ich nun endlich den Namen des Prinzen- Liron- auch wenn er mir eigentlich ziemlich egal sein konnte, aber es war einfacher, als ihn die ganze Zeit als Prinzen zu betiteln. Ich wand meine Hand aus Lirons Griff und drückte ihm dann Messer erneut etwas fester an den Hals, sodass mehr Blut hervorquoll. "Du hältst deinen Mund. Ich stelle hier die Forderungen, kapiert? Ich kann dir jeden Moment die Kehle durchschneiden..." Auf keinen Fall wollte ich gemeinsame Sache mit dem Prinzen machen. Ich erinnerte mich an die Königin zurück, welche bei meinem ersten Kampf anwesend gewesen war und wie blass sie gewirkt hatte. Vielleicht könnte ich sie ja auf meine Seite ziehen, indem ich ihr nun half. "Aber ich bin der Meinung, dass auch die Königin nicht mehr bei den Kämpfen zuschauen sollte. Sie wirkte bei dem ersten Kampf etwas labil und eine tote Königin nützt weder mir noch euch, eure Majestät... also wie sieht es aus? Versprecht ihr unter gleichen Bedingungen, dass ab sofort weder Königin noch Prinzessin den Kämpfen beiwohnen werden?" Um meinen Worten Nachdruck zu verleihen, drückte ich die Klinge noch etwas fester gegen den hals des Prinzen.
Eisfeder002
01.06.19 um 22:15
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich ließ meine Hand wieder sinken und sah meinen Vater abwartend an. Das Messer an meinem Hals schmerzte, weshalb ich die Zähne aufeinanderbiss. Schließlich nickte mein Vater. ,,Ist gut." Als Cora das Messer wegnahm kam sofort ein Dienstmädchen und drückte mir ein Tuch auf meinen Hals, damit es aufhörte zu bluten. Ich entnahm es ihr und drückte es selbst drauf.
Es war still am Tisch, bis endlich das Essen gebracht wurde. ,,Kay und Rebecca, ihr seid große Kämpfer. Euch steht ein Einzelzimmer zur Verfügung, wenn ihr wollt, nutzt es", sprach mein Vater schließlich und er erwähnte Cora nicht. Er mochte sie nicht, wollte ihr zeigen dass sie unter seinem Dach war, seine Regeln. Typisch Vater.
Silvaniae
01.06.19 um 22:26
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Als der König einwilligte, nahm ich mein Messer vom Hals des Prinzen und ließ es wieder verschwinden. "Glaube nicht, dass ich das für dich getan habe. Ich habe es für deine Schwester- sie ist unschuldig und soll nicht ebenso leiden, wie all die anderen Formagas in ihrem Alter- und zu meinem Nutzen getan...", zischte ich Liron leise zu. Ich ließ das Dienstmädchen an den Prinzen, welches sichtbar vor mir Angst hatte- mir war es egal- das hatte doch ohnehin schon jeder und daran würde sich nichts ändern. Vor allem, da wir zwei Zuschauer gehabt hatten: Rebecca und den unbekannten Jungen, welches es beide an die anderen Formagas weitererzählen würden. Wer auch immer mein nächster Gegner sein würde- ich würde es mehr als schwer haben. Wenn sie mich nicht sogar schon heute Nacht umbrachten.
Ich kehrte zu meinem Platz zurück und ließ mich stumm auf diesem nieder, während ich der Prinzessin ein kurzes, aufmunterndes Lächeln zuwarf. Sie würde mich vielleicht ebenso fürchten, wie alle anderen, aber immerhin hatte ich ihre Seele davor gerettet an dem allen zu zerbrechen.
Es herrschte Schweigen, bis endlich das Essen aufgetischt wurde. Ich hätte aus Protest nichts davon gegessen, aber ich war nicht dumm genug dafür. Ich musste nicht, wann die anderen mir meine nächste Mahlzeit erlauben würden und es konnte jeden Tag zu einem Kampf kommen, für den ich gewappnet sein musste, also langte ich ordentlich und komplett ausgehungert zu. Ich hatte zuletzt gestern Mittag eine Kleinigkeit gegessen.
Der König bot daraufhin Kay- so hieß wohl der Junge- und Rebecca ein Einzelzimmer an, mich ließ er aus, obwohl ich ebenfalls am Tisch saß. Aber die Genugtuung heute den König erpresst zu haben, machte das wieder wett. Ich fragte mich, ob ich mithilfe des Prinzen vielleicht tatsächlich von hier entkommen konnte, dem König schien ja viel an seinem Thronfolger zu liegen. Aber entkommen reichte mir nicht- das würde den Kindern nicht helfen. Ich brauchte auch Geld. Aber ich würde mir schon etwas einfallen lassen. Nur würden die Wachen in meiner Anwesenheit wohl zukünftig doppelt zu gut aufpassen. Kay und Rebecca bedankten sich mehr als einmal für das "großzügige" Angebot des Königs, während ich überlegte, wie ich diese Nacht nicht umgebracht werden würde.
Eisfeder002
01.06.19 um 22:33
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich könnte Cora ebenfalls ein Einzelzimmer besorgen, doch wieso sollte ich dies tun? Nein, sie hatte meine Hilfe nicht gewollt, also würde sie diese jetzt nicht mehr bekommen.
Ich fing an zu essen, doch nach der Hälfte hörte ich auf. Ich hatte keinen großen Appetit gehabt. ,,Morgen wird es 4er-Kämpfe geben, was haltet ihr davon?", sagte ich und erwartete keine Antwort, denn ich hatte es bereits beschlossen. Mein Vater sagte immer ich solle für Abwechslung Sorgen, hier war sie. ,,Da dieser Kampf schwieriger wird, wird der Gewinner ebenfalls ein Einzelzimmer bekommen. Ihr könnt es den anderen sagen...oder auch nicht. Mir egal." Mein Vater war nicht damit zufrieden, aber er hatte mir die Leitung überlassen, also hielt er sich immerhin zurück und sagte nichts.
Silvaniae
01.06.19 um 22:40
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
4-er Kämpfe? Das würde unsere Anzahl drastisch reduzieren. Ich bezweifelte, dass das eine gute Idee war, immerhin wollten sie das Publikum bei Laune halten. "Willst du uns so schnell abschlachten, Liron?", fragte ich mit einem spöttischen Unterton. "Wir sind jetzt schon nicht mehr viele, aber wenn du morgen 3/4 von uns Formagas auslöschen wirst, wird bald niemand mehr übrig bleiben um die Leute zu unterhalten- ich bezweifle, dass das dem ehrenwerten Publikum sonderlich gut gefallen wird. An deiner Stelle würde ich 2 gegen 2 kämpfen lassen- so sterben weniger und trotzdem habt ihr abwechslungsreichere Kämpfe... Sobald ein Team tot ist oder aufgibt, wird der Rest- sei es nun ein oder zwei Kämpfer- zum Sieger ernannt..." Ich tat es ganz bestimmt nicht für den Prinzen oder für die anderen, damit sie länger am Leben blieben, sondern weil ich um mein eigenes Leben fürchtete. Ich war immer noch verletzt und geschwächt. Und die anderen würden sich definitiv zuerst auf mich stürzen um mich endlich zu besieitgen... ich war ohnehin der Außenseiter. Würde es zu dem Kampf kommen, wie es der Prinz vorgeschlagen hatte, würde ich den morgigen Kampf nicht überleben. Ich fragte mich, warum der Prinz die Einzelzimmer überhaupt angesprochen hatte. Weil er wollte, dass auch ich eines bekam und mich für stark genug hielt eines zu verdienen? Nein... bestimmt nicht.
Eisfeder002
01.06.19 um 23:16
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich sah sie an, kalte, lilane Augen. ,,Mir geht es nicht darum die Leute zu unterhalten", zischte ich und sah den Kommandanten an. ,,Wie heißt noch gleich das Feuermädchen?", fragte ich und meinte damit das Mädchen, welches das Feuer kontrollieren konnte. ,,Sie heißt Scarlett", antwortete der Angesprochene. ,,Gut. Ich möchte sie morgen bei dem 4er-Kampf sehen." Der Kommandant nickte verstehend. Ja, ich wollte diese Scarlett in einem Kampf sehen, denn bisher hatte ich sie noch nicht oft gesehen.
Silvaniae
01.06.19 um 23:30
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
"Ach ja, worum geht es dir dann?", antwortete ich mit ebenso kaltem Blick. Er hatte schon des Öfteren betont, dass er diese Kämpfe nicht wollte und in uns Formagas etwas Besonderes sah, aber warum ließ er dann zu, dass wir uns gegenseitig abschlachteten und morgen sogar drei auf einmal würden sterben müssen? Ich war mir so gut wie sicher, dass ich eine davon sein würde. Ich würde morgen kämpfen müssen und es würde mein Ende sein. Als Liron fragte, wie nochmal das Feuermädchen heißen würde, zuckte ich leicht zusammen. So hatte er mich genannt. Aber nun schien er den Spitznamen für ein anderes Mädchen namens Scarlett- keine Ahnung wer das war- vergeben zu haben und ich schätzte, dass es mit ihrer Fähigkeit zusammenhing, denn außer mir gab es niemanden mit roten Haaren. Wieso verriet Liron so etwas am offenen Tisch? Wir durften eigentlich bei keinen anderen Kämpfen dabei sein, damit wir keinen unfairen Vorteil gewannen indem wir die Fähigkeit der anderen kannten. Meine kannte ohnehin schon jeder, aber es würde mir morgen einen Vorteil verschaffen, dass ich Scarletts Fähigkeit bereits kannte und somit genügend Abstand zu ihr einhalten würde. Wenn ich überhaupt bis morgen überleben würde. Ich würde die ganze Zeit wach sein müssen, damit mich keiner im Schlaf tötete und das würde mich morgen noch verletzlicher machen. "Sag mal, Prinz... wusstest du, dass der ein oder andere Mordkomplott im Mädchenschlafsaal geplant ist? Du solltest aufpassen, dass du morgen überhaupt noch irgendjemand kampffähigen hast...", versuchte ich ihn zu provozieren. Vielleicht würde er so wieder für die einschlafenden Kräuter im Essen sorgen und ich könnte doch noch Schlaf finden.
Eisfeder002
01.06.19 um 23:42
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich sah sie an, diesmal nicht mehr mit den kalten Augen. Diesmal sah ich sie fast erschöpft an. ,,Ich möchte die Kämpfe hinter uns bringen, hinter uns alle." Ich schob meinen Teller etwas von mir, woraufhin sofort jemand kam und diesen wegtrug. ,,Dann hoffen wir mal dass du morgen noch lebst." Ich sah sie kurz an, kniff dann meine Augen zusammen und sah zu Rebecca, welche mich schon die ganze Zeit ansah. ,,Die Kleider dürft ihr behalten", beschloss ich, da ich zugeben musste, die Kleider standen den beiden gut. Außerdem hatte man diese extra für die Mädchen angefertigt, also hatten wir nun keine Verwendung mehr dafür.
Silvaniae
01.06.19 um 23:52
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich war überrascht, als mit einem Mal so etwas wie Erschöpfung aus seinem Blick sprach. Aber verstehen konnte ich ihn immer noch nicht- er war einfach nur feige. Er hoffte, dass alles bald vorbei sein würde, aber ihn würden die Gesichter der Toten auch nicht sein restliches Leben lang verfolgen. Er würde darüber hinwegkommen. "Ich werde morgen Abend so oder so tot sein...", meinte ich schulterzuckend. Wenn nicht nach dieser Nacht, dann nach dem morgigen Kampf. Aber ich würde bestimmt nicht kampflos aufgeben. Ich zog nur die Augenbraue hoch, als Liron meinte, dass wir die Kleider würden behalten dürfen. Rebecca strahlte über das ganze Gesicht und bedankte sich mehr als einmal bei dem Prinzen. Meine Antwort darauf war mehr als einfach. Ich ließ ein Messer in meiner Hand erscheinen und schnitt es einmal quer der lange nach durch und dann immer mehr in Fetzen, bis ich irgendwann nur noch in dem weißen Untergewand da stand. "Hier hast du meine Antwort auf dein Geschenk. Ich würde niemals etwas von dir annehmen...", sagte ich kalt und schmiss dem Prinzen die Fetzen vor die Füße. Anschließend wandte ich mich dem Ausgang zu. "Für mich ist das Abendessen hiermit beendet. Man sieht sich morgen beim Kampf..." Auf dem Weg nach draußen lief ich an der Prinzessin vorbei und ließ eine Brosche in ihren Schoß fallen. Die Nadel dieser war dabei so spitz, dass man sie als Waffé verwenden konnte, weswegen ich sie auch hatte erschaffen können. Und ich hatte mittlerweile herausgefunden, dass ich auch in der Lage war die Waffén nach Belieben zu gestalten. Normalerweise brauchte ich das nicht, denn es musste schnell gehen, aber an dieser Brosche hatte ich das ganze Abendessen über gearbeitet. Auf ihr waren filigrane Blumenmuster von lila Orchideen- welche ich einst auf einem Markt gesehen und mich sofort in die ausländische Pflanze verliebt hatte. Es war ein Geschenk für die Prinzessin zum Abschied, dann drängte ich mich an den Wachen vorbei nach draußen, welche mir folgten um mich zurück zum Schlafsaal zu geleiten.
Eisfeder002
02.06.19 um 0:00
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
,,Das war zu erwarten", sagte ich noch, obwohl sie schon weg war. Ich hatte es gewusst, sie hatte bisher alles von mir abgestoßen. Sie verabscheute mich eben.
Ich erhob mich ebenfalls. ,,Für mich ist es ebenfalls beendet." Ich sah Èlise fragend an und nach kurzem zögern nickte sie und erhob sich. Sie hielt etwas in der Hand, fest umschlossen, doch ich beschloss sie fürs erste noch nicht danach zu fragen.
Ich wartete auf sie und gemeinsam verließen wir den Saal. ,,Liron", fing sie an und ich verlangsamte meinen Schritt etwas, ,,muss sie wirklich morgen kämpfen? Heute Abend war sie nett zu mir." Sie sah auf den Boden, mied meinen Blick. ,,Hey Kleine. Ihr wird nichts passieren, hast du gesehen wie stark sie ist? Sie schafft das, okay?" Ich blieb nun stehen und sie sah mich an, wenn auch zögernd. Aufmunternd lächelte ich sie an, woraufhin auch sie schwach lächelte. Doch weshalb machte sie sich so sehr Sorgen um Cora?
Silvaniae
02.06.19 um 0:10
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich war die Flucht zu ruckartig angetreteten und bereute es nun, da ich meine Schwäche erneut zu spüren begann. Tränen traten in meine Augen, die ich rasch wegwischte. Ich würde den morgigen Tag nicht überleben und ich hatte große Angst davor. Ich gab mich immer tough, unnahbar und stark, aber in meinem Inneren war ich wie all die anderen Mädchen. Vielleicht war ich ja auch stärker als sie, aber man konnte nicht in jeder Situation stark sein- nicht, wenn man es sein ganzes Leben hatte sein müssen. Ich hatte einfach nur Angst. Angst davor, den nächsten Tag nicht zu überleben. Das Geschenk von Liron war großzügig gewesen, aber ich wollte einfach nichts von ihm annehmen- nicht, nachdem er mein Leben so sehr zerstört hatte und nun auch für meinen Tod verantwortlich sein würde. Den Kampf gegen eine Person hätte ich gewinnen können. Den Kampf gegen drei, bei dem ich nur von einer Person die Fähigkeiten kannte, sie dafür alle zusammenarbeiteten und meine Fähigkeit kannten... das war nicht zu gewinnen.
Wir kamen bei dem Schlafsaal an und die Wachen stießen mich hinein, ehe sie die Tür wieder hinter mir schlossen. Ich kroch in mein Bett- verzweifelt darauf bedacht nicht einzuschlafen. Aber es gelang mir nicht und die Augen fielen mir schließlich zu, während ich auf die ruhigen, gleichmäßigen Atemzüge der anderen Mädchen lauschte, welche allesamt bereits schliefen.
Eisfeder002
02.06.19 um 0:17
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich begleitete Èlise noch zu ihrem Gemach, dann ging auch ich in mein Zimmer. Dort zog ich mich um und setzte die Krone ab. Ich war müde, es war ein harter Tag, auch wenn ich mich sofort für diesen Gedanken schämte. Nein, mein Tag war nicht hart. Die Tage der Formagas waren hart, jeden Tag Kämpfe. Dagegen war mein Leben ein Luxus.
Schämend stieg ich ins Bett und schlief schließlich recht schnell ein.
Am nächsten Morgen weckte man mich vorsichtig, dann wurden mir meine Klamotten rausgesucht. Umziehen tat ich seid langem selbst, also stand ich auf und zog mich um. Einen Moment überlegte ich heute auf meine Krone zu verzichten, doch dies würde mein Vater nicht dulden. Also zog ich sie auf und machte mich auf den Weg zum Thronsaal, wo vermutlich bereits mein Vater warten würde. Èlise und meine Mutter würden ja nicht mehr zu den Kämpfen kommen.
Silvaniae
02.06.19 um 0:27
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Als ich am nächsten Morgen unsanft von einer Wache geweckt wurde, die mir sagte, dass es Zeit für meinen Kampf sei, war ich überrscht überhaupt noch am Leben zu sein. Um ehrlich zu sein hatte ich damit nicht mehr gerechnet. Außer mir war noch ein Mädchen mit hüftlangen blonden Haaren geweckt worden, welche sich ebenfalls fertig machte. Das war also Scarlett und die anderen beiden Kämpfer würden Jungen sein. Wir bekamen eine Kleinigkeit zu essen und wurden in neue Kleidung gesteckt- ich trug nämlich immer noch das Unterkleid vom Vortag, dann führte man uns unter die Arena, wo wir eine ganze Weile warten mussten. Irgendwann stießen auch die beiden Jungen zu mir und schnell schlossen sich die drei zusammen und belauerten mich- versuchten jede einzelne Schwäche auszumachen. Meine Kraft war zurückgekehrt, aber dennoch ging es mir nicht so gut, als dass ich hätte behaupten können es mit allen drei gleichzeitig aufnehmen zu können. Nach außen hin strahlte ich dennoch Ruhe und Selbstsicherheit aus, während mir innerlich zum Heulen zumute war. Wie sollte ich das nur Überleben? Irgendwann gegen Mittag wurden wir dann in die Arena hochgelassen und die Massen tobten lauter als jemals zuvor. Ich erkannte mit einem Blick, dass keine Waffén vorbereitet worden waren, jeder von uns hatte also wohl eine Fähigkeit, die unterhaltend genug war um sie alleine zu verwenden. Ich ließ meinen Blick zu der Königstribüne wandern, wo ich den Prinzen augenblicklich erkannte. Ich konzentrierte mich und erschuf ein ganz besonderes Wurfmesser, dann warf ich es mit einer einzigen fließenden Bewegung, ehe mich jemand daran hätte hindern können. Es blieb in Lirons Thron, nur einen Zentimeter von seinem Gesicht ernfernt stecken. Auf dem Griff stand in verschnörkelten Buchstaben: Auch mein Blut klebt nun an deinen Händen. Dann erschall das Signal, dass der Kampf nun beginnen würde. Und ich mache mich auf die letzten Minuten meines Lebens gefasst.
Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 02.06.19 um 0:28 von Silvaniae
Eisfeder002
02.06.19 um 0:32
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Auf dem Weg zur Arena redeten wir nichts. Auch als wir dort saßen und warteten war es still. Schließlich wurden die Kämpfer gebracht und als ich eben die Gegner von Cora musterte, zuckte ich zusammen als plötzlich ein Messer neben mir landete. Ich sah nach unten. Cora. Ich nahm das Messer aus dem Thron und betrachtete es, jetzt fiel mir auch die Schrift darauf auf. Sie war sich also sicher dass sie sterben würde. Grübelnd stütze ich meinen Kopf auf meinen Händen.
Silvaniae
02.06.19 um 0:41
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Kaum dass das Signal ertönt war, ergriff ich die Flucht. Die zwei Jungen waren viel stärker als ich und hätten mich alleine mit ihrer Muskelkraft ohne ihre Fähigkeiten schon erledigen können. Ich spürte Hitze in meinem Nacken und konnte im letzten Moment dem Feuerball ausweichen, welcher von hinten auf mich zugeschossen kam. Ich erreichte den Rand der Arena, der viele Meter in die Höhe ging, bevor das Publikum- vermutlich aus Sicherheitsgründen-begann. Und ich entdeckte den schmalen Steinsims, den ich schon in meinen vorherigen Kämpfen wahrgenommen hatte. Flink wie ein Affe kletterte ich die Wand hinauf, indem ich Messer verwendete, die ich erscheinen ließ und in die Risse zwischen den einzelnen Steinen klemmte und mich an diesen hochzog, während ich die Messer unter mir augenblicklich wieder verschwinden ließ. Erneut schoss ein Feuerball auf mich zu und versengte meine Seite, sodass ich vor Schmerzen aufschrie. Dann biss ich meine Zähne zusammen und kletterte weiter. Ich durfte nicht aufgeben. Ich musste zwei Versprechen einhalten und ich musste es dem dämlichen Prinzen zeigen. Schließlich kam ich auf dem schmalen Sims an und balancierte mühevoll auf ihm. Unverwundet wäre es mir definitiv leichter gefallen. "Komm herunter, das ist ja langweilig...", höhnte einer der Jungen, woraufhin ich eine Armbrust erschuf und ihm einen Bolzen direkt in sein Herz schoss. Der Junge kippte mit offenem Mund und leblosen Augen um. Ich wollte das gleiche Verfahren auf die anderen beiden anwenden, aber mein Pfeil prallte nutzlos von einer Art unsichtbarem Schild ab- das musste wohl die Fähigkeit des zweiten Jungen sein. Mit Fernangriff würde ich nicht weit kommen. Im Nahangriff hatte ich vor allem wegen der Feuerangriffe keine Chance. Ich war tot. So was von. Ich schloss meine Augen für eine winzige Sekunde, in der ich zu den Göttern betete, dann öffnete ich sie wieder und war entschlossener denn je. Dass ich mit dem Leben bereits abgeschlossen hatte mussten die beiden ja nicht unbedingt wissen.

Erneut erfasste mich einer der Feuerbälle und fügte mir eine üble Verletzung an meinem linken Arm zu. Ich konnte ihn kaum noch heben, geschweige denn würde ich mit ihm kämpfen können. Im letzten Moment konnte ich einem weiteren Feuerball ausweichen, welcher auf meinen rechten Arm gezielt hatte. Das Mädchen war nun komplett in Flammen gehüllt, weswegen es schwierig war ihre genaue Position auszumachen. Außerdem war da immer noch der Junge mit dem Schild, welcher sie ebenso schützte wie sich selbst. Aber auch dieses Schild musste einen Schwachpunkt besitzen- es konnte nicht völlig unbesiegbar sein. Und so ließ ich unermüdlich ein Messer nach dem anderen erscheinen, welches ich auf den Jungen warf. Ich ließ es wie eine Verzweiflungstat wirken, hatte aber etwas ganz anderes im Sinn. Ablenkung. Der Junge war vollkommen auf die Attacken, welche ich gegen ihn richtete, fokussiert und bemerkte die beiden Messer nicht, welche auf Scarlet gerichtet zuflogen. Ich hatte nicht auf ihr Herz oder ihren Kopf zielen können, denn das hätte der Junge vermutlich bemerkt und das Schild korrigiert- stattdessen hatte ich auf ihre Füße gezielt und nagelte diese nun auf dem Boden fest. Das Mädchen heulte vor Wut und von Schmerz gepeinigt auf und ließ eine riesige Feuerwand auf mich zufliegen, ehe sie auf den Boden sank. Ich hatte keine Möglichkeit mehr dieser auszuweichen, also blieb mir nur eine Wahl: Ich musste oben drüber. In der letzten Sekunde sprang ich- trotz meiner Schmerzen- in die Luft und über die Feuerwelle hinüber, welche allerdings meine Füße vollkommen verbrannten- genauergesagt die Stiefel, welche als glimmende Fetzen zu Boden sanken, aber auch meine Füße selbst hatten so einiges abbekommen. Ich landete hart und unsanft auf dem Boden, war aber froh, dass ich Sprünge von so hoch oben gewohnt war. Bei meinen vergangenen Fluchten war es schon öfters notwendig gewesen und so hatte ich mich abrollen können ohne mich durch den Aufprall noch schlimmer zu verletzen. Ich stellte aber rasch ein anderes Problem fest. Meine Füße waren so verbrannt, dass ich nicht auftreten konnte- so oft ich es auch versuchte. Tränen brannten in meinen Augen und ich kämpfte gegen diese an, so gut es ging. Im Moment des Todes wollte ich tapfer sein und nicht weinen. Der Junge kam auf mich zu- ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Er wusste genau, dass er diesen Kampf bereits gewonnen hatte, denn sowohl Scarlett, als auch ich konnten nicht mehr laufen und somit auch nicht mehr fliehen. Es gab nur eine Möglichkeit, wie ich vielleicht noch gewinnen konnte. Mein Verstand arbeitete auf Hochtouren und ich verkrümmte mich vor Schmerzen- tat dabei aber so als wären sie stärker, wie sie es eigentlich waren. Der Junge beugte sich über mich, entschied sich dann aber um und lief zu Scarlett hinüber, welcher er mit einer raschen Bewegung das Genick brach. Danach kehrte er zu mir zurück und drückte mich mit seinem ganzen Körpergewicht nach unten- er genoss diesen Moment und wollte ihn auch noch ein Weilchen länger auskosten. Er zog ein Messer aus seinem Gürtel- ich fragte mich, wie er es in die Arena bekommen hatte- und fuhr mir fast schon zärtlich mit der Klinge über die Stirn, den Hals und dann meinen Körper hinunter, wobei das Messer meine Kleidung in zwei Hälften zerteilte und überall, wo es mich berührte eine dünne rote Blutspur hinterließ. Dann rammte er mir das Messer in den Bauch. Ich keuchte erschrocken auf und dann überrollte mich eine Welle an so starken Schmerzen, wie ich sie noch nie in meinem Leben erfahren hatte. Ich schrie und schrie und schrie markerschütternd und es war mir egal, wer mich hörte. Aber er hatte keine lebenswichtigen Organe getroffen und ich fragte mich, ob er das auch wusste. Trotz der Schmerzen behielt ich irgendwie einen klaren Kopf, indem ich an dem festhielt, was mir so viel bedeutete: Meine Familie. Ich musste ihn täuschen und so tun, als hätte er ein Organ erwischt, also biss ich mir so fest auf die Zunge bis es blutete, dann hustete und spuckte ich dieses Blut aus und tat so, als würde immer mehr Lebenskraft aus mir weichen. Was auch stimmte. Denn selbst wenn er kein Organ erwischt hatte, war es eine tiefe Wunde und das Blut quoll nur so aus dieser heraus- es würde nicht lange dauern, bis ich an Blutverlust sterben würde, aber mir blieb vielleicht eine Minute mehr Zeit, als der Junge es ahnte. Er genoss es richtig und ich erinnerte mich, dass er zu der Gruppe derjeniger gehörte, die aus Vergnügen töteten. Er beugte sich zu mir hinunter- mich hatte er inzwischen losgelassen, weil er wusste- oder zumindest dachte- dass ich ihm nicht mehr gefährlich werden könnte. Und eigentlich hatte ich auch keine Kraft mehr dazu. Dann flüsterte er mir zu: "Wer zuletzt lacht, lacht am Besten. Du hattest es dir ohnehin schon mit allen, einschließlich Prinz und König verspielt... hattest du dir jemals Hoffnung gemacht, dass du gewinnen könntest?" "Nun, diesen Kampf schon...", entgegnete ich und stieß ihm damit mit letzter Kraft, woher auch immer ich diese noch hatte holen konnte, das Messer ins Herz. Der Junge riss seine Augen weit auf, damit hatte er nicht gerechnet. Dann sackte er auf mir zusammen- jeder Lebensfunke war aus ihm gewichen. Ich reckte schwach die Hand mit einer geballten Faust in die Höhe, dann verlor ich aufgrund des hohen Blutverlustes das Bewusstsein. Mein letzter Gedanke war: "Ich muss leben"
Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 02.06.19 um 1:16 von Silvaniae
Eisfeder002
02.06.19 um 11:53
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich sah dem Kampf zu und bekam ein paar Mal Panik, da Cora am verlieren war. Elise wollte sie lebend, weshalb auch immer. Als der Junge schließlich ein Messer in der Hand hatte, erhob ich mich und war kurz davor den Kampf abzubrechen, da Waf.fen nicht erlaubt waren, doch mein Vater hielt mich zurück. ,,Jetzt wird es doch erst interessant", meinte er mit einem grinsen und trank einen Schluck von seinem Wein. Ich schnaubte und setzte mich also wieder hin. Der Schrei von Cora war schrecklich, so schmerzerfüllt.
Ich bereitete mich bereits vor Elise von der Niederlage zu erzählen, dass Cora gestorben war, ich ihre Kraft falsch eingeschätzt hatte.
Doch als ich gerade darüber nachdachte ertönte Jubel. Erschrocken verbannte ich meine Gedanken und sah zur Arena. Ich hatte gedacht der Junge hätte gewonnen, doch er lag Tod da. Stattdessen hob eben noch Cora ihre Hand, ehe sie ohnmächtig wurde.
Nun erhob ich mir erneut. ,,Liron, wo willst du hin?", zischte mein Vater erneut. Ich drehte mich zu ihm um, funkelte ihn wütend an. ,,Ich leite diese Kämpfe und bin somit für die Verletzten verantwortlich, schon vergessen?" ,,Mein Junge, sie hat dein Leben bedroht!" Daraufhin schnaubte ich nur. Ja, sie hatte mein Leben bedroht, doch nur damit Elise und meine Mutter nicht mehr zusehen mussten. Also sparte ich mir eine Antwort und ging stattdessen, gefolgt von Wachen.
,,Holt sie her, aber vorsichtig", befahl ich und die Wachen betraten die Arena, um zuerst Cora zu holen und danach die anderen beiden. Cora brachten sie erneut ins Krankenzimmer, gefolgt von mir. Sie wurde auf eines der Betten gelegt, woraufhin sofort ein Arzt kam und anfing sich um ihre Verletzungen zu kümmern. Die Wachen gingen, mit meiner Erlaubnis, aus dem Raum und bewachten diesen. Ich setzte mich auf einen Stuhl neben dem Bett und sah dem Arzt zu, wartete bis er fertig war.
Ich sah mehrmals das verzweifelte Gesicht des Arztes, doch am Ende war er anscheinend fertig, denn er nickte, verbeugte sich kurz vor mir und ging dann. Da ich Cora nicht hier lassen wollte stand ich auf und ging zu ihrem Bett. ,,Ich habe dich und deine Fähigkeit nicht falsch eingeschätzt", flüsterte ich und strich eine Strähne ihres Haars aus ihrem Gesicht. ,,Wieso mag dich meine Schwester so plötzlich?", fragte ich mich selbst mit einem kleinen lächeln. Dann hob ich sie hoch, so wie damals auch. Nur diesmal passte ich besser auf, denn Cora war stark verwundet.
Ich brachte sie diesmal jedoch nicht in das große Zimmer zurück, sondern in ein Einzelzimmer. Dieses hatte sie sich verdient. Eindeutig. Außerdem war sie dort sowieso sicher, denn, wie ich in der Arena gesehen hatte, war sie nicht gerade beliebt.
Ich betrat das Zimmer, welches gar nicht mal so schlecht eingeräumt war, und legte sie vorsichtig auf das weiche Bett. Dann deckte ich sie zu und anstatt zu gehen setzte ich mich erneut auf einen Stuhl. Ich sollte wohl besser gehen, doch wollte ich sichergehen dass es ihr einigermaßen gut ging, dass sie aufwachte.
Silvaniae
02.06.19 um 16:09
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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Trotz meiner Ohnmacht waren die Schmerzen stets präsent und die wenigen wachen Momente, die ich immer wieder erlebte, wurde ich von Sekunde auf Sekunde immer mehr gepeinigt. Mein Leben entwich mir immer mehr, aber ich klammerte mich verzweifelt an jeden einzelnen Fetzen davon, an jeden Menschen, für den ich leben wollte. Für Rory, für Mina, für Belan und all die anderen Kinder, die meine Familie waren, für Leah, damit ich ihren letzten Wunsch erfüllen konnte und mich dann vielleicht ein wenig weniger schuldig fühlen würde. Wir wären bestimmt gute Freundinnen geworden, wenn wir uns in einem anderen Leben oder zu einem anderen Zeitpunkt an einem anderen Ort kennengelernt hätten. Ich musste leben für Scarlett und die beiden Jungen, denn einer von ihnen war umsonst gestorben, wenn ich nun ebenfalls das Leben aushauchen würde. Einer von ihnen hätte gewinnen können. Ich musste leben für die Prinzessin und die Königin, denn wenn ich tot war, war das Versprechen des Königs hinfällig und sie würden wieder bei den Kämpfen zuschauen müssen. Ich musste für den Jungen leben, den ich in meinem zweiten Kampf besiegt hatte. Ich musste leben, um den anderen Formagas zu beweisen, dass ich stark war und mich auch dann nicht unterkriegen ließ, wenn alle sich gegen mich verschworen und ich alleine da stand. Und ich musste leben für den Prinzen. Nicht, weil er dadurch dann nicht mein Blut an den Händen kleben hatte, sondern um ihn zu verändern. Um ihn immer und immer wieder auf seine Fehler aufmerksam zu machen, darauf, dass er nicht handelte, damit er eines Tages zu einem besseren König werden würde und meine Familie und ich ein sicheres Leben führen konnten. Aber für wen ich nicht leben musste, war für mich. Denn letztlich spielte ich keine Rolle.
Irgendwann- es war bereits der Morgen des nächsten Tages, auch wenn ich dies nicht wusste- wachte ich wieder auf. Ich schlug meine Augen auf und das erste, was ich erblickte, waren die violetten Augen des Prinzen. Was hatte er denn hier zu suchen? Er konnte nicht wissen, wann ich aufwachte, hatte er also die ganze Zeit an meinem Bett gewacht? Der Raum- auch wenn ich aus den Augenwinkeln nicht viel erkannte- wirkte fremd, aber nicht wie ein Krankenzimmer. Wo war ich? Alles tat weh und mir stiegen Tränen vor Schmerz in die Augen. Meine linke Hand war immer noch schlimm verbrannt, genauso wie meine Seite und meine Füße. Und die schlimmste Wunde war die in meinem Bauch.
*Warum bist du hier?*, flüsterte ich schwach- nicht in der Lage mit klarerer, stärkerer Stimme zu sprechen. Doch ehe der Prinz antworten konnte, betrat eine Wache den Raum. Sie warf einen Blick auf mich und erkannte, dass ich aufgewacht war. *Mein Prinz, Der König verlangt, dass sie morgen einen Kampf hat. Das Publikum war absolut begeistert von ihr und fordert nach mehr!*, klärte er den Prinzen auf, nachdem er sich vor ihm verbeugt hatte. *Er lässt euch ausrichten, dass ihr dafür sorgen sollt, dass sie bis morgen wieder kampftauglich ist und er duldet keinen Widerspruch! Und er fragt, wann ihr endlich wieder euren Pflichten nachkommt.* Er verbeugte sich erneut und verließ dann wieder das Zimmer. Ich konnte meine Tränen nicht länger zurückhalten und sie strömten ungehindert über meine Wange. Ich sollte den Kampf und die Wunde überlebt haben, nur um morgen garantiert zu sterben? Vermutlich würde ich morgen nicht mal genug Kraft haben um mein Bett zu verlassen. Wie konnte ich da kämpfen? Aber man hatte und vorgewarnt uns nicht zu stark verletzen zu lassen, denn es wurde keine Rücksicht genommen und eine Wunde konnte den Tod bedeuten. *Ich habe Angst...*
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 02.06.19 um 16:12 von Silvaniae