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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Silvaniae
25.06.19 um 17:56
Avatar von Silvaniae
Cora
Ich hörte aufmerksam zu, als Èlise begann einige der Pflichten aufzulisten. Mit ein paar hatte ich kein Problem, was andere betraf würde ich mich wohl nochmal mit Liron darüber unterhalten müssen, ob man da nicht doch etwas daran ändern konnte. Wieso waren die Pflichten einer Königin allesamt so langweilig und öde? In den Bereichen würde ich ja wohl kaum etwas weltbewegendes verändern können. Ein Diener betrat mit einem Mal den Raum und ging zu Liron hinüber. Ich verstand ein bisschen was, auch wenn er flüsterte, da ich immer noch dicht neben dem König saß. Sein Vater war also aufgewacht? Ich atmete erleichtert auf und ich schenkte Liron ein Lächeln, welches aber rasch wieder verschwand, als ich bemerkte, dass er alles andere als glücklich war.
Ich zuckte zusammen, als ich Lirons Stimme vernahm- sie erinnerte mich sehr an sein Ich, ehe wir uns nähergekommen waren. Was war los? Stumm verfolgte ich das Streitgespräch zwischen den beiden Geschwistern, jedes Mal aufs neue schockiert, wenn ich die Kälte in Lirons Stimme hörte. Da ich nicht wusste, ob Liron gerade alleinegelassen werden wollte, veließ ich zwar den Raum, nachdem ich Èlise versprochen hatte mit dem König zu sprechen, folgte aber nicht Liron sondern suchte nach dem Diener, welcher zuvor mit diesem gesprochen hatte. Tatsächlich fand ich ihn und hielt ihn auf. "Was hast du dem König gesagt?", fragte ich ihn ernst. Nach einigem Zögern seinerseits und mir, die immer wütender wurde, andererseits, gestand der Diener, dass der ehemalige König seinen Sohn nicht sehen wollte. War das sein scheíß ernst? Ich dachte nciht weiter darüber nach, sondern lief direkt zum Zimmer des Königs, nachdem ich den Diener so lange bedroht hatte, bis er mir verriet, wo es war. Dort angekommen trat ich ein ohne anzuklopfen und schickte den Arzt aus dem Zimmer- ebenfalls eventuell mit einer kleinen Hilfe von Gewalt. Ich trat an das Bett des Königs und hielt ihm das Messer an die Kehle. "Du hörst sofort auf so deinen Sohn zu behandeln!", fauchte ich. "Du kannst mir gerne jede Schuld geben und mich hássen, aber Liron ist immer noch dein Sohn. Wie kannst du es wagen ihm die Schuld an allem zu geben und jetzt, nachdem er sich große Sorgen um dein Leben machte, ihn nicht einmal sehen zu wollen? Behandle mich, wie du willst, aber ich ertrage es nicht Liron noch länger so zu sehen! Behandle ihn gefälligst wie deinen Sohn. Auch wenn du ein scheíß Vater bist, liebt er dich trotzdem über alles!"
Eisfeder002
25.06.19 um 18:22
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Schließlich atmete ich tief durch, beruhigte mich etwas und beschloss den Brief zu öffnen. Diesen las ich schnell durch und tatsächlich verbesserte sich meine Laune, denn die Beiden wollten bald kommen, sie würden zur Hochzeit da sein. Ich legte den Brief beiseite und stand auf. Eigentlich hatte ich mein Zimmer verlassen und etwas an die frische Luft gehen wollen, doch fiel mein Blick nun auf mein Schwert. Entschlossen nahm ich es mit, genauso wie die Wurfmesser. Damit ging ich zum Trainingsplatz, denn würde mir ein bisschen Training gut tun. Die Messer legte ich fürs erste auf die Seite, das Schwert nahm ich in die Hand und griff damit einen unsichtbaren Gegner an, dazu setzte ich verschiedene Fähigkeiten ein. Darunter zum Beispiel auch das brennende Schwert.
Schwer keuchend und verschwitzt setzte ich mich kurz auf den Boden, legte das Schwert weg. Doch eine lange Pause gönnte ich mir nicht, denn nachdem sich meine Atmung einigermaßen beruhigt hatte stand ich wieder auf und schnappte mir die Wurfmesser. Diese warf ich auf eine Zielscheibe und traf jedes mal, wenn auch ein paar mal nicht direkt in die Mitte. Doch für mich war es gut.
Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, doch irgendwann kam Marco zu mir. Ich wollte erneut ein Messer werfen, doch er hielt meinen Arm fest und nahm mir das Messer aus der Hand. Wütend blickte ich ihn an und war bereit etwas zu sagen, doch er kam mir zuvor: ,,Du solltest aufhören, genug Training für heute. Ich weiß zwar nicht was der Auslöser für dieses lange Training ist, aber ich beobachte dich schon lange genug. Welches Problem ist es diesmal? Vor was läufts du heute davon?" Er sprach ruhig, wie er es so oft tat wenn es mir nicht gut ging. ,,Ich laufe vor gar nichts davon!", verteidigte ich mich, doch Marco schüttelte nur seufzend den Kopf. ,,Welches Problem?", wiederholte er stattdessen seine Frage. Nun seufzte ich und drehte ihm den Rücken zu, holte die Messer und brachte sie zu dem Schwert. Einfach damit ich beschäftigt war. ,,Mein Vater möchte mich nicht sehen und das nachdem er fast gestroben wäre. Toll, nicht?", sagte ich sarkastisch. Kurz war es still und für einen Moment dachte ich er wäre gegangen. ,,Und wirst du auf ihn hören?" Ich hob den Blick und sah Marco verwundert an. Auf ihn hören? Das tat ich schon lange nicht mehr. ,,Nein", flüsterte ich, doch er hatte es gehört. Marco trat zu mir, sah mir in die Augen. ,,Dann geh zu ihm. Er ist dein Vater, du hast ihn fast verloren. Geh hin und wenn nötig zwinge ihn dazu mit dir zu reden, verstanden?" Ich nickte und zuerst war ich unsicher, doch dann nickte ich erneut, entschlossener. Marco hatte recht, ich hatte schon lange nicht mehr auf meinen Vater gehört, um ehrlich zu sein seit ich Cora hatte traf ich endlich eigene Entscheidungen und ließ mich nicht mehr von meinem Vater herumkommandieren. Wieso also diesmal?
Silvaniae
25.06.19 um 20:33
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Der alte König antwortete nicht, sondern blickte mich einfach nur stumm an, was ich als Anlass nahm meine Forderung noch etwas deutlicher zu machen. Ich legte ihm mein Messer in die Hand. "Na los, tue mir so weh, wie du willst. Ich ertrage jeden Schmerz für Liron, denn ich liebe ihn. Und weil ich ihn liebe kann ich nicht länger mit ansehen, wie du ihn immer und immer wieder aufs Neue verletzt. Füge mir den Schmerz zu, nicht Liron- ich bin bereit jeden Schmerz klaglos zu akzeptieren..." Ich stellte mich direkt neben das Bett und verschränkte meine Hände hinter meinem Rücken. Der König blickte auf das Messer in seiner Hand hinab. Er war zu schwach um es überhaupt richtig zu halten. Doch trotz allem erhob er seine zitternde Hand und schnitt mir mit dem Messer quer über die Brust. Das Messer war perfekt scharf, so wie ich jede Waffé erschuf und so durchschnitt sie mit Leichtigkeit mein Oberteil und die darunterliegende Haut- auch wenn der Schnitt nicht tief war. Der Stoff färbte sich rot. Tränen tropften die Wangen des Königs hinab und das Messer fiel kraftlos aus seiner Hand auf das Bett, wo es das Bettlaken rot färbte. "Wieso muss ausgerechnet eine Hexe wie du meinen Sohn lieben?" , fragte er mit verbitterter Stimme. "Weil er die aufrichtigste, liebenswürdigste, ehrgezigste und fantastischste Person ist, die ich jemals getroffen habe!", entgegnete ich leise, auch wenn das nicht direkt seine Frage beantwortete. "Und du kannst mich wieder und wieder und wieder verletzen, solange du dein Enkelkind dabei nicht gefährdest und nie wieder Liron einen solchen Schmerz zufügst. Ich beschütze meinen Mann und mein Kind und das um jeden Preis. Wenn es nicht anders geht, werde ich dich töten, auch wenn Liron mich dafür hássen wird. Aber ich werde nicht zulassen, dass du ihn weiterhin verletzt. Da ist es besser, wenn er mich hásst!" Meine Stimmte war laut geworden, so laut, dass man meine letzten Sätze vermutlich sogar auf dem Flur gehört hatte, aber es war mir egal, ob jemand mitbekommen hatte, was ich sagte, denn ich meinte es genau so- Wort für Wort. Ich drehte mich abrupt um und lief dann zum Ausgang des Zimmers- der alte König würde vermutlich ohnehin nichts mehr zu mir sagen. Ich öffnete die Tür und trat nach draußen auf den Flur.
Eisfeder002
25.06.19 um 21:05
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Marco nahm meine Waf.fen und versprach diese für mich aufzuräumen. Ich wollte ihm helfen, doch er scheuchte mich weg. Vielleicht wollte ich mich mit dem helfen auch nur vor der Begegnung drücken. Jedenfalls war ich nun doch auf dem Weg zu meinem Vater, doch unterwegs traf ich auf Elise. Ich wollte etwas sagen, mich entschuldigen, doch wusste ich nicht mit welchen Worten. Also umarmte ich sie stattdessen. Kurz wartete Elise, dann aber erwiderte sie diese Umarmung. Ich konnte mir ein lächeln nicht verkneifen. ,,Ich verzeihe dir, großer Bruder", flüsterte sie und ließ mich dann los, grinste mich an. ,,Was war mit dem Brief?", fragte sie dann neugierig und legte ihren Kopf etwas schief. Ich wuschelte ihr durch die Haare, worauf sie mich empört ansah. ,,Sie kommen vorbei", teilte ich ihr mit und erneut zeigte sie ein grinsen. Dann verabschiedete ich mich, denn würde ich noch länger warten, würde ich meinen Vater vermutlich doch nicht mehr besuchen. Also ging ich weiter, die Gänge entlang. Ich starrte auf den Boden und dachte angestrengt über meine Worte nach, doch nahm ich Coras Stimme wahr. Sofort blieb ich stehen und hob den Kopf. War ich etwa vor ihrem Zimmer? Nein. Das war eindeutig das Zimmer meines Vaters. Vermutlich sollte ich dies nicht tun, doch trat ich näher zur Tür und hielt mein Ohr gegen diese. Nun hörte ich deutlich was Cora sagte. Ich wusste nicht, was ich alles verpasst hatte, doch diesen einen Satz, welchen ich eben gehört hatte, ließ die Tränen zum Vorschein kommen. Größtenteils aus Glück, Liebe zu Cora, diese Worte hatten mich einfach berührt. Doch ein anderer Teil war sauer, auch wenn ich es nicht richtig wollte. Doch würde sie beim nächsten Mal meinen Vater töten. Ich vernahm Schritte und schnell trat ich zurück, bis ich gegen die Wand hinter mir stieß. Ich wischte mir die Tränen grob weg. Genau im richtigen Moment, denn da wurde die Tür geöffnet und Cora trat aus dem Zimmer. Ich starrte sie an, fragte mich was ich nun machen sollte, wie ich reagieren sollte. Sollte ich so tun, als hätte ich nichts gehört? Oder doch lieber eine Umarmung? Oder wütend? Nein. Nein, nach ihren Worten konnte ich nicht wirklich wütend auf sie sein. Ich wusste nicht wie lange ich sie schon anstarrte. Doch schließlich trat ich zu ihr, nahm ihr Gesicht in meine Hände und küsste sie. Mir war egal, ob die Tür noch offen war und mein Vater uns sehen würde. Es war mir egal, denn es war mein Leben. Ohne es zu wollen bahnten sich neue Tränen den Weg in die Freiheit. Ich war verwundert über mich selbst, denn früher hätte ich niemals vor anderen geweint, doch nun war es mir egal. Es war mir egal, dass ich Cora meine Gefühle zeigte.
Dann löste ich mich von ihr . ,,Du blutest", bemerkte ich und stellte bereits Vermutungen auf, weshalb sie blutete.
Silvaniae
26.06.19 um 15:15
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich wollte gerade aus dem Zimmer hinaustreten und den Flur zurück zu meinem Zimmer laufen um auch wieder nach Lucina zu sehen, als ich Liron erblickte, welcher mir gegenüber an der Wand stand. Wir blickten uns beide nur einen Moment an und ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Hatte er gehört, was ich am Schluss zu dem König gesagt hatte? Das war nicht für Lirons Ohren bestimmt gewesen- er wusste, dass ich seinen Vater vielleicht bald töten würde. Aber vermutlich war es das Beste, wenn er mich gehört hatte- er hatte die Wahrheit verdient. Ich senkte meinen Blick und wollte gerade zu einer Entschuldigung ansetzen, als er zu mir trat, mein Gesicht in seine Hände nahm und mich einfach küsste. Ich vergaß alle meine Sorgen und was ich gerade hatte sagen wollen, stattdessen gab ich mich völlig diesem Kuss hin, welcher mein Herz zum Rasen brachte. Ich war überrascht, als Liron mit einem Mal zu weinen begann, aber ich hob meine Hände und wischte ihm diese sanft weg, ehe ich ihn weiter küsste.
Schließlich lösten wir uns wieder voneinander und bei seinem Kommentar musste ich lachen, auch wenn die Wunde langsam anfing zu schmerzen. Mein Lachen wandelte sich in ein sanftes Lächeln, welches nur für Liron bestimmt war. "Ja ich blute, mein König. Für dich. Damit es dein Herz nicht länger tun muss. Ich habe deinen Schmerz auf mich genommen, damit du ihn nicht länger tragen muss. Ich bin bereit alles für dich zu ópfern, mein König- damit du weiterhin glücklich lächeln kannst und nicht wieder zu dem kalten, gefühlslosen Meschen wirst, der du einst vor langer Zeit warst. Nicht nur ich brauche dich als den König, der du gerade bist- auch dein Volk braucht dich. Und ich bin mir sicher, dass du es vorher schon gehört hast, aber trotzdem möchte ich es dir auch nochmal direkt sagen: Wenn das so mit deinem Vater weitergeht, wirst du daran zerbrechen. So kann das nicht weitergehen, verhält sich dein Vater dir gegenüber weiterhin so abweisend, werde ich ihn töten. Auch wenn du mich dann hássen wirst, aber ich kann dich nicht länger so leiden sehen!" Ich ergriff seine Hände und blickte ihn voller Liebe und Schmerz an. "Aber jetzt solltest du zu deinem Vater gehen- ich denke er ist bereit jetzt mit dir zu reden!" Ich ließ seine Hände wieder los und wandte mich ab, damit Liron meine wahren Gefühle gerade nicht sehen konnte. Mir liefen Tränen meine Wangen hinunter- ich hatte Angst Liron wirklich zu verlieren, aber ich konnte nicht mehr länger mit ansehen, wie er so litt. Und dazu kamen noch die Schmerzen, sowohl auf meiner Brust durch die Messerwunde, als auch immer noch von meinem Hals. Ohne ein weiteres Wort ging ich davon.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.19 um 15:15 von Silvaniae
Eisfeder002
26.06.19 um 19:06
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ihre Worte drangen erneut bis zu meinem Herz, dort schloss ich sie ein und fragte mich womit ich Cora verdient hatte. Sie hatte diese Wunde wegen mir? Damit ich keine Schmerzen hatte. ,,Cora, ich liebe dich!", rief ich ihr nach und ich war kurz davor ihr hinterher zu rennen, hielt mich dann jedoch zurück. Sie blutete, damit ich mit meinem Vater reden konnte. Das würde ich nun nutzen, sie sollte nicht umsonst leiden. Einen weiteren Moment sah ich ihr noch hinterher und nahm mir vor gleich nach dem Gespräch zu ihr zu gehen, dann trat ich in das Zimmer meines Vaters. Dieser starrte auf die Wand gegenüber von seinem Bett und ich wusste, dass er alles mitbekommen hatte. Ich schloss die Tür hinter mir und stellte mich neben sein Bett. ,,Vater ich we-" ,,Wieso musst du ausgerechnet sie lieben?", fragte er und dabei klang er erstaunlicherweise ruhig, er schrie nicht. Doch sah ich ihm an wie unzufrieden er damit war. ,,Man sucht sich nicht aus wen man liebt", entgegnete ich und versuchte ebenso ruhig zu sein, denn würde ich nicht unnötig einen Streit beginnen. ,,Ich hätte die Formagas niemals einladen sollen", murmelte er und trotzdem hörte ich es. ,,Dann wäre jetzt alles anders und vielleicht hätten sie sich so gegen die Krone aufgelehnt. Du kannst es nicht rückgängig machen, du kannst es nur akzeptieren", sagte ich und zog mir einen Stuhl an das Bett. Mein Vater wandte den Kopf endlich von der Wand ab und sah mich mit müden Augen an. ,,Du sprichst wie ein wahrer König. Wieso hast du nicht eine wahre Königin an deiner Seite?" Seine Worte gefielen mir zuerst, ein Lob war immer gut, doch als er Cora erwähnte bahnte sich Wut einen Weg ins Freie. Doch schluckte ich diese schnell runter. ,,Ich habe eine wahre Königin und eine wahre Thronfolgerin an meiner Seite. Wenn du es nicht akzeptieren kannst okay, aber bitte hör auf sie zu verletzen, damit verletzt du auch mich und du weißt ja, Cora wird nicht noch einmal zusehen wie du mich verletzt." Ich sah ihm in die Augen, zeigte ihm wie ernst ich es meinte. ,,Dann soll sie es tun, ich bin bereit." Ich stand so abrupt auf, dass der Stuhl, auf welchem ich eben noch gesessen war, umkippte. ,,Du bist dumm wenn du jetzt schon auf den Tod wartest. Elise sollte nicht ohne einen Vater aufwachsen und Mutter würde ohne dich zerbrechen, sie liebt dich zu sehr", sagte ich und meine Stimme wurde lauter. Mein Vater senkte den Kopf und nun starrte er auf seine Decke, sagte jedoch nichts mehr. Für einen Moment schloss ich meine Augen und sammelte mich, bereitete meine nächsten Worte vor. ,,Ich werde sie heiraten, also bitte ich, nein, ich flehe dich an, hör auf. Lass uns in Frieden, du wirst noch gebraucht und solltest dein Leben nicht wegen so etwas wegwerfen." Ich beugte mich vor und gab meinem Vater einen Kuss auf die Stirn, denn das war schon lange überfällig, dann ging ich und ließ ihn alleine. Ließ ihn alleine zum nachdenken.
Silvaniae
26.06.19 um 22:03
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich war bereits relativ weit gekommen, aber dennoch hörte ich Lirons Worte und sie brachten mein Herz zum Schmelzen. Womit hatte ich diese wundervolle Person an meiner Seite nur verdient? Ich verstand nur die Sprache der Gewalt und der Waffén, aber er war so viel mehr als das. Jedes Mal, wenn ich keinen Ausweg mehr wusste, bedrohte ich jemanden, Liron dagegen versuchte immer auf andere Weise eine Lösung zu finden. Obwohl er Fehler in seiner Vergangenheit begangen hatte, war er wohl der bessere Mensch von uns beiden. Er hatte sich verändert- ich nicht und vermutlich würde ich es auch niemals. Erst recht nicht, wenn ich eines Tages vielleicht Lirons Vater würde töten müssen. Nicht nur Liron würde mich hássen, sondern die komplette Königsfamilie. Ich würde nicht länger hierbleiben können,aber was würde dann mit Lucina sein? Ich wusste nicht, wie ich handeln sollte, denn ich konnte Liron nicht ein weiteres Mal so zerbrechen sehen. Mein Herz schmerzte und ich versuchte mich auf den Schmerz meiner Wunden zu konzentrieren, um von diesem anderen Schmerz abzulenken.
Als nächstes suchte ich den Arzt auf, welcher meine Wunde mit einer Kräuterpaste einrieb, sodass diese schneller heilen würde und anschließend verband, danach lief ich zum Trainingsplatz, in der Hoffnung dort vielleicht auf Marco zu treffen. Mittlerweile konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten und als der Kommandant mich erblickte, unterbrach er augenblicklich sein Training, kam zu mir hinüber und schloss mich wortlos in die Arme. Dankbar erwiderte ich seine Umarmung und schaffte es nach einer Weile mich endlich wieder zu beruhigen. "Was ist los, kleine Flamme?", fragte Marco sanft nach. "Auch der König war zuvor aufgebracht- habt ihr euch gestritten?" Ich schüttelte meinen Kopf und erzählte ihm, was passiert war. "Wir werden gemeinsam eine Lösung finden, ich verspreche es dir, meine Tochter..." Es war das erste Mal, dass er mich so nannte und zusammen mit seinen anderen Worten rührte es mich so sehr, dass mir erneut Tränen in die Augen stiegen. "Danke!", meinte ich und umarmte ihn erneut. Ich war dankbar, dass er hier war. Ich könnte mittlerweile nicht mehr ohne ihn- er war zu dem Vater geworden, den ich nie wirklich gehabt hatte. Liebevoll strich mir Marco über den Kopf. "Hast du Lust auf ein kleines Duell, kleine Flamme? Ich denke es würde dir gut tun, dich etwas abzulenken und deine Wunden müssten klein genug sein, dass wir es versuchen könnten!" Ein kleines Lächeln legte sich auf meine Lippen und ich nickte. "Du wirst keine Chance haben!" Ein freches Grinsen schlich sich auf meine Lippen und Marco lachte. "Endlich bist du wieder die Cora, die ich kenne. Und es wird sich zeigen, immerhin bist du aus der Übung!" Er ging fort und kam kurz darauf mit einem Schwert in der Hand zurück.
Die nächste Stunde verschwamm in einer Attacke und Verteidigung nach der Nächsten und ich konzentrierte mich allein auf diesen Kampf und schaffte es so tatsächlich alles andere zu vergessen. Ich fühlte mich frei und glücklich, wie es den ganzen Tag über noch nicht der Fall gewesen war. Und so entlockte mir eine gelungene Abwehr oder Angriff das ein oder andere Mal ein Lachen. Ich war völlig in meinem Element. Kämpfen war das, was ich liebte und für das ich lebte.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.19 um 22:20 von Silvaniae
Eisfeder002
26.06.19 um 22:19
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich probierte es zuerst bei ihrem Zimmer, welches leer war. Also ging ich zu einem Arzt, welcher zwar sagte er hätte sich um sie gekümmert, doch mehr wusste er nicht. Ich seufzte und ging durch die Gänge auf der Suche nach Cora. Als mein Blick zufällig aus dem Fenster ging, entdeckte ich Cora auf dem Trainingsplatz. Sofort blieb ich stehen und stellte mich näher ans Fenster. Ich begann die beide bei ihrem Kampf zu beobachten und Cora war noch immer so gut wie eh und je. Vermutlich würde ich tatsächlich bei unserem Duell vor ihr auf dem Boden kriechen, denn wusste ich noch nicht einmal, ob ich es hinbekommen würde sie zu verletzen.
Ich lächelte, als Cora sich immer wieder freute, bis Marco sein Blick direkt auf mich viel. Doch sagte er nichts zu Cora, wofür ich ihm dankbar war, denn war sie im Moment wirklich glücklich und dieses Glück wollte ich nicht unterbrechen. Da Marco sich jedoch auf mich konzentrierte steckte er einen Angriff von Cora ein, worauf ich lachen musste. Dann ging ich weg vom Fenster, denn hatte ich beschlossen Cora später zu besuchen, nach ihrem kleinen Kampf. Stattdessen ging ich also in mein Zimmer und zog mir etwas anderes an, ein lockeres Hemd und eine nicht ganz so auffällige Hose. Dazu noch meine Krone.
Dann verließ ich das Schloss, ein paar Wachen gingen trotzdem mit, wenn auch nicht viele. Doch ging ich in die Stadt, da war es besser wenigstens drei Wachen bei sich zu haben. Ich hatte vor Cora ihre Familie zu besuchen und danach noch ein paar Waisenkinder in das Haus zu Coras Familie zu bringen, denn dort war noch genug Platz.
Silvaniae
27.06.19 um 0:18
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Marco wirkte während des Kampfes mit einem Mal abgelenkt, was ich augenblicklich ausnutzte und ihm das Holzmesser, welches ich erschaffen hatte, in die Seite rammte. "Unaufmerksamkeit kann deinen Tod in einem Kampf bedeuten!", ermahnte ich ihn grinsend. Marco lachte. "Ohje, jetzt muss ich mich schon von meiner Tochter belehren lassen...", entgegnete er ebenfalls grinsend und rieb sich die Seite, wo ich ihn getroffen hatte- einen leichten blauen Fleck würde er wohl trotz allem bekommen. Er schoss mit einem Mal vor und schon lag die Klinge des Holzschwertes an meinem Hals. "Gleiches gilt aber auch für dich, kleine Flamme!" Ich musste lachen und Marco fiel in das Lachen mit ein.
Unser Kampf dauerte noch eine ganze Weile an, bis sowohl Marco, als auch mich langsam die Kräfte verließen. Die anderen Soldaten hatten mittlerweile mit dem Training aufgehört und schauten uns zu, was mir aber erst jetzt so wirklich bewusst wurde. Ich hatte nicht von meinen Fähigkeiten Gebrauch gemacht, war also bei meiner einen Waffé geblieben und hatte meine Kräfte unterdrückt, wozu ich mittlerweile in der Lage war, auch wenn ich es eigentlich sonst nie einsetzte, denn ich brauchte es schlichtwegs nicht, aber zum reinen Training war besser. Diesen Kampf hatte ich gewonnen. Die Soldaten applaudierten und Marco legte mir eine Hand auf die Schulter und lächelte mich stolz an. "Gut gemacht- ich wünschte du würdest in meiner Armee mitkämpfen, kleine Flamme. Wir könnten jemanden wie dich gebrauchen, aber damit wäre der König wohl nicht einverstanden!" Er grinste schief und lachte dann, aber ich lies mir seine Worte wieder durch den Kopf gehen. Soldaten kämpfen nun mal nicht nur, sie halfen auch Menschen in Not und sorgten für Gerechtigkeit- vielleicht sollte ich wirklich der Armee beitreten- ich war mir sicher, dass es keine Gesetze gab, die das einer Königin verboten, auch wenn es noch nie vorgekommen war. Ein Diener brachte dem Kommandanten und mir frisches, kaltes Wasser und ich ließ es durstig meine Kehle hinabrinnen. Wie es wohl Lucina ging? Momentan würde sie vermutlich schlafen, so wie sie es jeden Nachmittag über tat.
Eisfeder002
27.06.19 um 22:03
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich traf auf ein paar einzelne Kinder, welche mich mit großen Augen ansahen, als ich ihnen eine neue Heimat anbot. Natürlich nahmen sie es an und folgten mir zu dem Haus, doch konnte ich leider nicht alle Kinder mitnehmen, denn auch der Platz dort war begrenzt.
Die Kinder von Cora waren begeistert von den Neuen und ebenso froh mich zu sehen. Ich informierte sie etwas über Cora und erzählte ihnen von unserer geplanten Hochzeit, daraufhin lud ich auch die Familie von Cora spontan ein, welche sich natürlich umso mehr freuten. Schließlich musste ich gehen, denn wollte ich im Schloss sein bevor es dunkel werden würde.
Tatsächlich schaffte ich dies und entlasste die Wachen, welche mich begleitet hatten. Ich machte mich sofort auf den Weg zu Cora, doch begegnete ich unterwegs meiner Mutter, welche mich besorgt musterte. ,,Wie geht es dir? Dein Vater ist ziemlich am nachdenken." Ich nahm sie in den Arm, wollte ihr somit zeigen, dass es mir gut ging und sie sich keine Sorgen machen musste. ,,Ich habe mit ihm geredet, wirklich nur geredet." Wir lösten uns und meine Mutter lächelte. ,,Das ist gut", flüsterte sie und ich sah ihr an wie sehr es sie freute. Vermutlich hatte sie Hoffnung, dass ich mich nun besser mit meinem Vater verstehen würde, doch darüber konnte ich noch nichts sagen. Ich wusste nicht wie sehr meine Worte gewirkt hatten.
Silvaniae
28.06.19 um 0:14
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich verabschiedete mich schließlich von Marco und beschloss mich auf die Suche nach Liron zu machen, um herauszufinden, wie das Gespräch mit seinem Vater gelaufen war. Doch als ich vor seinem Zimmer ankam, stellte ich fest, dass er nicht da war, denn keine Wache war davor postiert. Ich streifte ein wenig weiter durch die Flure, bis ich endlich eine Wache fand, die mir mehr erzählen konnte: Liron hatte mit einigen anderen Wachen das Schloss verlassen und würde wohl erst in ein paar Stunden zurückkommen. Ich machte mich auf dem Rückweg zu meinem Zimmer, welches ich leer auffand. Dann stattete ich Mariol und Lucon einen Besuch ab, welche tatsächlich auf mein kleines Licht aufpassten und ich verbrachte einige schöne Stunden mit den drei. Als ich sie bat, dass sie auch morgen auf Lucina aufpassen würen, stimmten sie lächelnd zu. Danach nahm ich Lucina mit zu mir auf mein Zimmer, um noch etwas Zeit mit ihr alleine zu verbringen. Ich stillte sie und irgendwann schlief sie friedlich ein. Mittlerweile war die Sonne bereits untergegangen, weswegen ich beschloss, dass ich noch einmal nach Liron suchen würde. Ich verließ mein Zimmer und bat die davor aufgestellte Wache auf Lucina aufzupassen und mich für den Fall zu holen, dass sie aufwachte. Der Soldat nickte und ich machte mich auf den Weg zu Lirons Zimmer. Tatsächlich traf ich meinen König auf dem Weg dorthin an- auch er schien zu seinem Zimmer gehen zu wollen. "Mein König!", meinte ich liebevoll. "Wie war das Gespräch mit deinem Vater?" Ich griff nach seiner Hand und drückte diese sanft. "Marco hatte mich heute zum ersten Mal als seine Tochter bezeichnet!", konnte ich dann die Neuigkeit nicht länger zurückhalten, ohne auf seine Antwort auf meine erste Frage zu warten. "Und ich möchte mich der Armee anschließen!"
Eisfeder002
30.06.19 um 14:31
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich sagte meiner Mutter das ich noch zu Cora wollte und so verabschiedete ich mich von ihr, jedoch nicht ohne sie noch einmal zu umarmen. Dann ging ich weiter, doch unterwegs kam mir Cora zuvor. Bei ihrer Nachricht freute ich mich sehr für sie und zeigte dies auch mit einem fetten Lächeln, auch wollte ich ihr gerade von dem Gespräch erzählen, doch bei ihren letzten Worten verschwand mein lächeln und ich sah sie ernst an. ,,Nein", sagte ich sofort, denn niemals würde ich dies zulassen. Sie verlangte von mir, dass ich sie zur Armee gehen ließ? Sie sollte gegen andere kämpfen, weit weg von mir und ich sollte hier im Schloss warten und hoffen sie würde zu mir zurück kommen? Meine und die zukünftige Königin des Volkes wollte für keine Ahnung wie lange gehen? Was sollte aus Lucina werden? Das konnte und würde ich nicht zulassen. ,,Auf keinen Fall. Du kannst Lucina und mich nicht alleine lassen."
Silvaniae
30.06.19 um 15:14
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Es erleichterte mich Liron wieder so lächeln zu sehen, aber zu bald verschwand es wieder aus seinem Gesicht.
*Mein König, das war keine Frage oder Bitte...*, sagte ich sanft. *Es ist mein Entschluss. Bei dem Kampf gegen Marco heute habe ich gemerkt, wie sehr ich das Kämpfen vermisst habe. Ich brauche es in meinem Leben. Ich, als reines Objekt zum Anschauen, Schweigen und Organisieren irgendwelcher Feiern, das bin einfach nicht ich. Es gibt keine Gesetze, die einer Königin verbieten sich der Armee anzuschließen. Ich möchte die gleiche Ausbildung wie jeder Soldat durchlaufen und dann an der Seite anderer für Frieden in diesem Königreich sorgen. Bis Lucina älter ist, kann ich ja in der Nähe bleiben. Es gibt genug Soldaten, die innerhalb des Königreiches für Frieden sorgen- ihnen möchte ich mich anschließen. Nur indem ich verschiedene Städte bereise und so herausfinde, was die Menschen brauchen, kann ich ihnen als ihre Königin helfen. Èlise hat mir weitergegeben, was die Pflichten einer Königin sind- es sind belanglose Aufgaben, die dennoch meine ganze Zeit in Anspruch nehmen würden- so kann ich niemandem helfen. Und bei solch einer Arbeit würde ich verkümmern. Ich bin für den Kampf geschaffen, nicht für solche Aufgaben!*, sagte ich, voller Verzweiflung in meiner Stimme und meinem Blick. *Ich könnte auch zusätzlich Unterricht in Strategie nehmen und eines Tages das Heer anführen. Es gab in der Vergangenheit viele Könige, die das getan hatten- warum nicht auch ich als Königin? Ich bin für das Leben in einem Palast mit all seinem Luxus und seinen Bequemlichkeiten einfach nicht gemacht. Ich fühle mich gefangen, Liron und das bereits einen Tag nachdem ich hier bin! Ich will weder Lucina noch dich verlassen und das werde ich auch nicht. Ich werde immer in eurer Nähe sein und nie für lange fort. Bitte, mein König, versuche mich zu verstehen!*
Eisfeder002
30.06.19 um 15:48
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich hörte ihr zu, doch war noch immer nicht begeistert. Ich wollte sie nicht en weiteres mal gehen lassen, außerdem hatte ich Angst ihr würde etwas passieren. ,,Und was wenn etwas dazwischenkommt, du dann doch länger weg bist? Ich würde vor Angst sterben, das weißt du. Mag sein, dass du stark bist, doch trotzdem bist du verletzlich." Ich sah sie wütend an, doch hatte ich mehr Angst um sie, als das ich wütend war. Mein Blick fiel hinter sie und auf den Mann, welcher mit etwas Abstand dort an der Wand gelehnt stand. Er hatte uns zugehört und nun trat er näher, da ich ihn bemerkt hatte. ,,Du solltest inzwischen wissen, dass es keinen Wert hat sie hier festzuhalten. Cora hat ihren eigenen Kopf, sie wird zur Armee gehen, das weißt du selbst. Außerdem hat sie es selber gesagt, sie ist nicht für dieses luxuriöse Leben geschaffen." Ich blickte Marco, welcher inzwischen neben uns stand, wütend an. Jetzt fiel auch noch er mir in den Rücken? Ich wollte sie nicht festhalten, doch wollte ich sie ebenso wenig zur Armee gehen lassen. Ich riss meine Hand aus der von Cora und packte Marco am Kragen, wobei ich dies nicht geplant hatte, denn herrschte gerade eher die Wut in mir. ,,Dieses Leben gehört aber zu mir. Wenn sie es nicht akzeptieren kann soll sie es sich noch einmal überlegen, ob sie mich wirklich heiraten möchte. Und ich halte sie nicht fest, wenn sie gehen möchte darf sie gerne gehen, aber nicht zur Armee. Niemals. Wenn sie doch ihren Kopf durchsetzt und geht, weiß ich nicht, ob ich noch einmal so lange auf sie warten kann und werde." Erst jetzt bemerkte ich, dass der Kragen von Marco rauchte, jedoch zum Glück noch nicht brannte. Schnell ließ ich ihn los, nahm meine Hände zu mir. ,,Du brauchst ein neues Hemd", murmelte ich und sah Cora an. ,,Nein. Und das ist eine Bitte und ein Befehl deines Königs", zischte ich und ging zu meinem Zimmer, welches glücklicherweise gleich hier war. Ich war wütend und hätte noch weiter diskutiert, doch musste ich dringend meine Hände in kaltes Wasser halten, da ich bereits spürte wie die Hitze in meinen Händen hinaufwanderte, sich einen Weg zu meinen Ellbogen bahnte. Es ärgerte mich, denn verlor ich viel zu schnell die Kontrolle über die Hitze in mir.
Silvaniae
30.06.19 um 16:24
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ja, natürlich konnte es sein, dass ich mal länger weg war, aber ich liebte Liron und brauchte ihn genauso sehr wie er mich. Ich würde immer zu ihm und unserer Tochter zurückkehren. Ich wollte Liron gerade ein Angebot machen, als mit einem Mal Marcos Stimme hinter mit erklang. Ich verfolgt die Auseinandersetzung zwischen den zwei wichtigsten Männern in meinem Herzen. Mein Herz erwärmte sich bei den Worten des Kommandanten. Auch wenn er mir den Vorschlag überhaupt erst gemacht hatte, wusste ich, dass er sich immer Sorgen machen würde, wenn ich an seiner Seite kämpfte. Ich war seine Tochter. Doch trotzdem erkannte er, dass ich dieses Leben brauchte und er war bereit mich bei meinem Weg zu unterstützen. Liron dagegen nicht. Als Liron Marco am Kragen packte, erschuf ich ein stumpfes Messer um notfalls dazwischengehen zu können, wartete aber ab und beobachtete die beiden genau.
Alles in mir schrie vor Wut und Enttäuschung bei Lirons letzten Worten. Wieso nur konnte er mich nicht verstehen? Lag es daran, dass er hier im Palast aufgewachsen war und eine andere Freiheit als ich kannte?
* Es tut mir leid, meine Tochter- ich wollte keinen Streit zwischen euch entfachen, indem ich den Vorschlag überhaupt zur Sprache brachte. Ich denke du solltest nochmal alleine und in Ruhe mit König Liron über alles sprechen. Aber letzten Endes darfst du weder auf ihn noch auf mich hören- du musst deinem Herz folgen und ich werde dich immer unterstützen, egal welchen Weg du wählst, kleine Flamme!*, meinte Marco sanft zu mir, während er sich das verbrannte Oberteil auszog. Ich trat zu ihm und umarmte ihn fest. *Danke, Vater!*, entgegnete ich liebevoll und dankbar für seine Worte, wobei ich das erste Mal diese Worte aussprach, anstatt sie nur zu denken. Familie konnte auch ohne Blut entstehen. Ich nickte Marco noch einmal zu, dann folgte ich Liron in sein Zimmer, in welches ich eintrat ohne zu klopfen- die Wachen hinderten mich nicht daran. Liron tauchte seine Hände gerade in ein Becken mit kaltem Wasser und ich schlang meine Arme von hinten um ihn. *Mein König...*, sagte ich leise und in meiner Stimme schwangen Angst, Hoffnung, Liebe, Wut, Enttäuschung, Trauer und noch so vieles mehr mit. *Ich will an deiner Seite sein- für immer- aber ich kann dieses andere Leben von mir nicht aufgeben. Ich werde verwelken wie eine Blume ohne Wasser und Sonnenlicht, wenn ich meine Freiheit nicht habe- wenn ich nicht kämpfen kann. Ich will deine Königin sein, aber ich kann dabei nicht die Rolle einer Königin spielen, die ich nicht bin. Ich liebe dich und dieses Königreich braucht mich: Darum werde ich nicht deine Königin sein, ich werde deine Leibwächterin werden. Vielleicht kann ich so ein bisschen was verändern- die Welt zu einem besseren Ort machen. Ich wollte dich eigentlich darum bitten, mich die eine Hälfte des Jahres mit den Soldaten ziehen zu lassen und mit diesen zu kämpfen, während ich die andere Hälfte des Jahres an deiner Seite regieren würde, aber du wirst diesem Wunsch wohl niemals stattgeben. Und so bitte ich dich darum aus ganzem Herzen, dass ich in die Armee aufgenommen werde und von nun an deine Leibwächterin bin- damit ich trotz allem in deiner Nähe und in der Nähe unseres Lichts sein kann- wenn es mir schon nicht möglich sein wird, jemals deine Königin zu sein, da du die Königin, die ich wäre, nicht akzeptieren kannst!* Ich löste meine Arme von Liron und kniete mich mit gesenktem Blick vor ihm hin, während Schmerz in meinen Augen lag. Ich würde niemals die Königin sein können, die er brauchte. Tränen liefen meine Wangen hinunter und tropften auf den Boden. *Bitte!* Reinste Verzweiflung sprach aus meiner Stimme, als ich dieses letzte Wort an Liron richtete und dann abwartete, was er sagen würde.
Eisfeder002
30.06.19 um 19:16
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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich hatte meine Hände in kaltes Wasser getaucht und sofort verschwand die Wärme etwas. Ich schloss meine Augen und atmete tief durch, wollte etwas runterkommen. Zwar hörte ich wie die Tür geöffnet wurde, doch richtig realisieren tat ich es nicht, erst, als sich ihre Arme um mich schlangen. Ich hörte ihr zu, ging jedes Wort noch einmal in meinem Kopf durch. Dann ließ sie mich schließlich los und ich nahm ein Handtuch, um meine Hände abzutrocknen. Ich drehte mich zuihr um. ,,Wieso kniest du?", fragte ich, kniete mich dann jedoch ebenfalls hin. ,,Du wirst nicht meine Leibwächterin. Ich werde gehen, für ein paar Tage nur, doch möchte ich deine Begleitung nicht. Wenn du es so sehr möchtest fange mit der Ausbildung an, denn es bringt nichts wenn du unglücklich hier im Palast bist. Aber bitte versprich mir dich niemals unnötig in Gefahr zu bringen, denn denk dabei an Lucina und mich, wir brauchen dich. Wir brauchen dich mehr als alle anderen." Bisher hatte ich nur vor ihr gekniet, doch nun schlang ich meine Arme um sie und drückte sie an mich. ,,Meine Worte vohin habe ich nicht so gemeint, ich wünsche mir nichts größeres, als das du mich heiratest und ich dich meine Frau nennen darf." Ich hatte ehrlich gesagt Angst, denn wer wusste schon, ob sie ihre Meinung geändert hatte. Vielleicht war sie sich bewusst geworden, dass sie eine ganz andere Königin sein würde und dachte nun es wäre so nicht gut. Doch hoffentlich wusste sie auch, dass ich nur sie wollte, sie die einzige Frau in meinem Leben war.
Silvaniae
30.06.19 um 19:28
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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich wusste nichts auf seine Worte zu sagen, denn in diesem Moment wusste ich selbst nicht mehr, warum ich mich hingekniet hatte.
Ich ließ Liron aussprechen und unterbrach ihn kein einziges Mal, auch wenn tausende Fragen auf meiner Zunge brannten.Sanft erwiderte ich seine Umarmung und schmiegte mich- dankbar für seine Nähe und dass er mich nicht zurückgewiesen hatte, an ihn. *Danke, mein König. Du weißt gar nicht wie viel mir das bedeutet!*, flüsterte ich und küsste ihn sanft. *Ich will gerne weiterhin deine Königin bleiben, wenn du die Königin akzeptierst, die ich sein werde und nicht die, die ideal wäre! Und ich verspreche, dass ich mich nicht unnötig in Gefahr begeben werde. Ich liebe dich Liron und ich liebe unsere Tochter Lucina, mein Licht! Ich will weiterhin an eurer Seite bleiben und werde dafür sorgen, dass sich das auch nicht so schnell ändert. Ich werde immer zu meiner Familie zurückkehren- zu denen, die ich liebe!* Ich küsste ihn erneut und strich sanft über seine Wange. *Wohin wirst du gehen, mein König? Warum darf ich dich nicht begleiten? Auch wenn ich deine Entscheidung natürlich respektierte- ich werde in der Zwischenzeit mit meiner Ausbildung anfangen! Und erzähl wie das Gespräch mit deinem Vater lief!*
Eisfeder002
30.06.19 um 19:43
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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ihre Worte beruhigten mich ein wenig und nun war ich mir etwas sicherer die richtige Entscheidung getroffen zu haben. ,,Als ich jünger war bin ich zur Zeit der Rebellen aufgewachsen. Doch ein paar Formagas, die überlebt haben, haben sich ihnen angeschlossen und sie überredet mit mir zu reden, denn sie waren mir dankbar für das Leben, welches ich ihnen gelassen habe. Also werde ich mich in den nächsten auf den Weg zu den Rebellen machen und mit ihnen reden, versuchen mich mit ihnen zu vertragen. Mir ist es aber trotzdem lieber du bist nicht dabei, denn kann man nie sicher genug sein", erklärte ich ihr und nahm Coras Gesicht in meine Hände, um ihre Tränen wegzuwischen.
Silvaniae
30.06.19 um 20:11
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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich schmiegte meine Wange an seine Hand, nachdem er meine Tränen fortgewischt hatte. *Und wer soll dich dann beschützen, mein König?*, fragte ich leise. *Die Rebellen werden ein Gespräch ohne Waffén verlangen, aber was ist, wenn sie dich angreifen? Ich kann ohne Waffén zu jedem Gespräch gehen, aber dennoch jederzeit Waffén herbeischaffen. Nicht nur du machst dir Sorgen, Liron- auch ich sorge mich um dich- als König stehst du ständig als lebendige Zielscheibe da. Und das ist ein weiterer Grund, warum ich mich der Armee anschließen möchte: Ich muss besser werden um meine Familie, um dich, zu beschützen und ich muss dafür sorgen, dass die Soldaten uns weiterhin treu ergeben sind- dass sie mich als ihre Königin akzeptieren und das kann ich am besten, wenn ich an ihrer Seite kämpfe! Kannst du erst übermorgen abreisen? Wir konnten noch nicht unseren gemeinsamen Tag verbringen!*, bat ich ihn sanft und küsste ihn kurz. *Und jetzt verrate endlich wie das Gespräch mit deinem Vater lief!* Ich lachte und stupste ihn leicht in die Seite.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 30.06.19 um 20:12 von Silvaniae
Eisfeder002
30.06.19 um 21:47
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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
,,Du gehst nicht mit. Sie würden dich sofort als meine Schwäche sehen und könnten dies ausnutzen. Außerdem brauche auch ich keine Waf.fen, ich bin ebenfalls ein Formaga." Ich küsste sie kurz und sah sie dann wieder an. ,,Für dich reise ich doch gerne später ab." Dann lachte ich und sah zwischen uns auf den Boden. Ich wusste noch nicht welche Auswirkung mein Gespräch hatte, ich wollte ihr keine falschen Hoffnungen machen, ihr nichts falsches erzählen. ,,Ich hoffe er ändert seine Meinung", war deshalb das einzige was ich dazu sagte.