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Re: Formaga ~ Until we face the last one

Eisfeder002
01.06.19 um 15:11
Avatar von Eisfeder002
Liron
Ich ließ mich von den Wachen unter die Arena begleiten. Dort gab es extra einen Raum für die königliche Familie. Dieser war mein eigentliches Ziel, doch unterwegs griff ich in meine Hosentasche, welche leer war. Ich bekam einen Schock und blieb stehen. Sie war nicht mehr da. Aber ich trug sie immer bei mir. Ich musste sie verloren haben. Aber wann? Vorhin hatte ich sie noch gehabt, vor dem Besuch bei...Ja. Meine Halskette mit einem silbernen Drachen, dieser Stand für das Wappen meiner Familie. Der Drache hatte außerdem zwei lila Edelsteine, welche als Augen dienten. Diese zeigten die Farbe unserer Augen in der Familie. Meine Schwester hatte mir diese Kette mal geschenkt, sie sagte so wäre sie immer bei mir. Meine kleine Elise, welche gezwungen wurde sich die grausamen Kämpfe anzusehen.
Wutentbrannt änderte ich die Richtung, die Wachen folgten mir wortlos. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf den Weg zu dem Zimmer der Formagas, wo sie nun vermutlich sein würde.
Wenig später stand ich vor der Tür. Kaum hatten die Wachen diese aufgeschlossen drängte ich mich an ihnen vorbei und schlug die Tür auf. Da ich bereits wusste wo Cora schlief richtete ich meinen Blick sofort auf das Bett, in welchem sie soeben schlief. Ich ging auf sie zu und anstatt sie lieb zu wecken, wieso sollte ich dies auch tun, schloss ich meine Hand um ihre Kehle und drückte sie ins Bett. ,,Wo ist meine Kette?", zischte ich und mir war egal, ob sie schon richtig wach war oder nicht. Ich wollte um jeden Preis meine Kette zurück.
Silvaniae
01.06.19 um 15:28
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich hatte friedlich geschlafen, als ich mit einem Mal Hände um meine Kehle spürte und davon aufwachte. Ich schlug meine Augen auf und blickte direkt in die violetten Augen des Prinzen, welcher sich wutenbrannt über mich gebeugt hatte. Auch wenn mein Hals wehtat und ich kaum Luft bekam, blieb ich gelassen und erwiderte seinen Blick. Ein leichtes Lächeln spielte um meine Mundwinkel. "Ich... habe dich... gewarnt...", brachte ich hervor, während ich zwei Messer in meinen Händen erschienen ließ. Eine der Wachen erkannte die Gefahr und zog den Prinzen schnell von mir runter, ehe ich ihn verletzen konnte. Was ich ohnehin nicht vorgehabt hatte- ich hatte einfach nur mit der Reaktion der Wachen gerechnet, welche ihren Kronprinzen beschützen wollten- um jeden Preis. Ich setzte mich in einer geschmeidigen Bewegung auf und fasste an meinen Hals, um die Kette dann anzuheben. "Suchst du die?", fragte ich unschuldig. "Ich habe dir doch gesagt, dass ich die flammende Diebin bin..." Meine Seite begann mit einem Mal wieder zu Schmerzen und ich entdeckte einen frischen Blutfleck auf meiner Kleidung. Durch all die Bewegungen gerade war die Wunde wohl erneut aufgegangen. Ich ließ mir aber nichts anmerken und legte meinen Kopf leicht schräg. "Weißt du, dass ich und meine Familie- bestehend aus 15 weiteren Kindern- davon mehrere Monate überleben könnten? Und dir geht es einfach nur um verletzten Stolz, weil ich dir etwas gestohlen habe. Du hättest genauso reagiert, egal was es gewesen wäre, das ich dir genommen hätte. Für dich hat diese Kette nicht den gleichen Wert wie für mich. Selbst wenn du damit etwas persönliches verbinden solltest... für mich ist sie wertvoller...", sagte ich kalt. "Du musst dich nie darum sorgen, was du am nächsten Morgen essen willst oder wo du schlafen wirst. Du musst dir nicht den Kopf zerbrechen, ob ein Diebstahl das Riskio wert ist, dafür gefasst und gehenkt zu werden.. du musst dir nur Gedanken um mich selbst machen, während ich dafür sorgen muss, dann auch noch 15 andere überleben, denn sie sind zu ungeschickt und jung um auf Beutezug zu gehen und viel zu jung um zu arbeiten- sie besitzen keine Familie mehr, ebenso wie ich. Denn du und deinesgleichen habt sie alle getötet, nur weil euch gerade danach ist, nur weil sie leben wollten... Ich hásse dich..." Purer Háss und Zorn sprach aus meiner Stimme und ich hätte niemals gedacht, dass ich so sehr hássen könnte. "Und nun tötet ihr auch noch uns Formagas- lasst noch mehr Familien ohne ihre Kinder und Geschwister zurück... wie unendlich grausam kann man eigentlich sein. Und gleichzeitig seid ihr so feige, dass ihr uns nicht selbst umbringt, sondern und das gegenseitig tun lasst und damit auch noch das letzte bisschen raubt, was wir besitzen, nämlich Würde...."
Eisfeder002
01.06.19 um 15:49
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Die Wachen zogen mich schnell von ihr weg, doch ich glaubte nicht dass sie mir tatsächlich etwas getann hätte. Wie sie gesagt hatte, sie brauchte mich noch, für was auch immer. Ich riss mich von den Wachen los, noch wütender als zuvor, und war mit zwei großen Schritten wieder bei Cora. Diesmal jedoch hatte ich blitzschnell einen Dolch, welchen ich immer versteckt bei mir trug, an ihren Hals gelegt. ,,Ich könnte dich umbri.ngen, jetzt. Doch ich tue es nicht, genauso wenig bringe ich die anderen Formagas um. Außerdem hast du doch keine Ahnung was diese Kette für mich bedeutet." Mit einem Ruck richtete ich mich wieder auf, riss die Kette jedoch von ihrem Hals, so dass sie sich wieder in meinem Besitz befand. ,,Du has.st mich, vermutlich wie all die anderen Formagas auch, doch ich bewundere euch." Ich drehte ihr den Rücken zu und wollte gehen, hielt dann jedoch noch einmal inne, auch wenn ich mich nicht mehr zu ihr drehte. ,,Glaubst du etwa ich finde es toll zuzusehen wie sich die Formagas gegenseitig umbr.ingen? Wenn ja muss ich in deinen Augen ein noch größerer Mi.stkerl sein als ich es bin", lachte ich verbittert auf und ging endgültig. Die Wachen im Raum folgten mir raus und schlossen die Tür hinter mir. ,,Morgen", fing ich an und sah dabei die zwei Wachen an, welche manchmal auswählen durften wer kämpften sollte, ,,hat sie frei." Ich sah die beiden eindringlich an und als sie nickten wandte ich mich ab. Ich sah nach unten auf meine Hand, der Drache lag darin.
Silvaniae
01.06.19 um 16:00
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich zuckte nicht mit der Wimper, als mir der Prinz senen Dolch an den Hals hielt. Wenn ich es gewollt hätte, hätte ich ihn leicht blockierne können oder seine Waffé verschwinden lassen. Letzteres brauchte zwar ziemlich viel Kraft auf, aber es war möglich. Ich hatte es aber nicht für nötig erachtet, denn ich glaubte nicht daran, dass mich der Prinz hier und jetzt töten würde. Es fehlte das Spektakel und er hätte schon viele Möglichkeiten dazu gehabt- egal ob persönlich oder durch seine Wachen. Wir beide konnten den anderen töten, aber wir ließen es beide vorerst sein.
"Natürlich, es fällt dir leicht zu behaupten, dass du die anderen Formagas nicht umbringst, solange du selbst nicht die Waffé führst, aber lasse dir nochmal durch den Kopf gehen, ob das wirklich so stimmt...", spottete ich. "Du bist für ihren Tod verantwortlich- für jeden einzelnen. Deine Finger sind voll Blut, auch wenn du dieses nicht sehen kannst. Es spielt keine Rolle, ob du sie nicht selbst tötest. Du verantwortest dennoch jeden einzelnen und du wirst eines Tages dafür büßen..."
Er zog mir mit einem schmerzhaften Ruck die Kette vom Hals und ich zwang mich, ihm nicht das Vergnügen zu bereiten, über die Stelle zu fahren, wo sich ein Abdruck dieser hinterlassen hatte.
"Du bewunderst unsere Macht und unsere Fähigkeiten, denn durch sie erkennst du, wie schwach du eigentlich bist. Aber genau das fürchtest du auch insgeheim- ebenso wie dein Vater. Wir selbst sind dir völlig egal- sonst würdest du das alles hier niemals zulassen!"
Seine nächsten und letzten Worte erstaunten mich, aber er ließ mir keine Zeit dafür näher nachzufragen oder etwas zu sagen- er hatte das Zimmer schon verlassen. Ja, genau das glaubte ich- er hatte ja auch mit größtem Vergnügen dabei zugesehen, wie ich Leah umgebracht hatte und wohl mit dem gleichen Vergnügen die nächsten Kämpfe verfolgt. Und vom Gegenteil müsste er mich erstmal überzeugen, aber ich war mir sicher, dass er das niemals schaffen würde.
Eisfeder002
01.06.19 um 16:15
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich war wütend. Doch trotzdem dachte ich über ihre Worte nach. Auch wenn ich es nicht wollte, so hatte sie recht. Die dort draußen hungerten, während es uns hier super ging. Ganz unschuldig war ich nicht, denn ich tat was mir mein Vater sagte: Ich leitete die Kämpfe.
In den nächsten Tagen mied ich Cora und zwischendurch hatte sie nur einen weiteren Kampf. Es gab eine große Halle, in welcher die Formagas trainierten, meist einzeln, aus Sicherheitsgründen. Hinter einem besonderen Glas konnten wir sie von oben aus beobachten, doch sie sahen uns nicht. So tat ich dies auch. Bei jedem einzelnen Training, egal von wem, sah ich zu. Der Gedanke daran, dass es vielleicht das letzte Training von jemandem sein könnte, heiterte mich nicht gerade auf.
Mein Vater ließ sich kein einziges Mal blicken, was mich ehrlich gesagt auch nicht wunderte. Meine Mutter weigerte sich inzwischen zu den Kämpfen zu gehen, man verbreitete eine Lüge, sagte sie wäre krank, doch lange würde mein Vater dies nicht mehr dulden. Er würde sie bald zwingen zuzusehen, denn anscheinend wäre es ihre Pflicht als Königin. Elise kam zu den Kämpfen, feierte sie jedoch nicht, meistens trauerte sie um den Verlierer. Auch sie sah manchmal beim Training zu, wenn auch nicht ganz so oft.
Auch diesmal stand ich hinter dem Glas und sah nach unten. Noch war die große Halle leer, doch öffneten sich die Türen und Wachen begleiteten Cora hinein. Auch bei ihr sah ich zu, genauso wie bei all den anderen. Zwar war sie stark, doch man sollte nie auschließen dass auch sie sterben könnte.
Silvaniae
01.06.19 um 16:33
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
2 Tage vergingen und die Worte des Prinzen verschwanden aus meinem Kopf. Er hatte sich nciht mehr blicken lassen und ich wollte ihn auch nicht mehr sehen. Mit den anderen redetete ich nicht- ich wollte niemanden näher kennenlernen, den ich vielleicht schon bald töten musste. Aber ich hörte aufmerksam ihnen und ihren Gesprächen zu- sei es im Schlafsaal, sei es während des- mittlerweile gemeinsamen- Essens. Es hatten sich verschiedene Grüppchen mit verschiedenen Zielen gebildet. Es gab die EInzelgänger, welche einfach nur um jeden Preis gewinnen wollten, wobei ihnen die Verluste egal waren. Sie wollten einfach nur überleben. Es gab die Personen, denen das Töten auch noch Spaß machte- sie blieben meistens für sich in ihrer Gruppe und ich hielt den größtmöglichen Abstand zu ihnen. Dann gab es diejenigen, die sich zusammenschlossen und um jeden Preis versuchen wollten dem Ganzen hier zu entfliehen. Es gab die, die nicht länger kämpfen und töten wollten und beschlossen, beim nächsten Kampf einfach aufzugeben. Und es gab die- nur Mädchen- welche sich an den Hals des Prinzen warfen und versuchten ihn bei jeder Gelegenheit zu verführen, egals was dafür nötig war, denn wir hatten erfahren, dass dieser die Kämpfe und zukünftig leiten würde und sie erhofften sich einen Vorteil. Ich gehörte zu keiner der Gruppen- ich hielt mich von allen fern. Auch ich wollte überleben und würde dafür tun, was getan werden musste, aber ich tat es nicht für mich, sondern für diejenigen, die mich brauchten. Solche Personen besaßen die anderen wahrscheinlich ebenso, aber ich hatte zwei Versprechen gegben und ich würde diese nicht brechen.
Ich hatte die Zeit darum meistens mit Training verbracht- nicht mit den Waffén, denn diese beherrschte ich ohnehin perfekt, sondern mit Ausdauer- und Krafttraining. Ich musste stärker werden, wenn ich die Höllé hier überleben wollte. Am dritten Tag kam es zu meinem zweiten Kampf. Es war gegen einen mir unbekannten Jungen gewesen, der sowohl stärker als auch um einiges größer als ich war. Er war brutal und ich war ihm egal- er gehörte zu der Kategorie, die gerne tötete, aber seine Fähigkeit war schwach im Gegensatz zu meiner und so besiegte ich ihn nach etwa einer Stunde. Ich tötete ihe- denn auch wenn ich ihn nicht kannte und ncihts von ihm wusste, so hatte er es doch nicht verdient noch mehr Qualen erleiden zu müssen.
Zwei weitere Tage vergingen und ich bekam den Prinz immer noch nicht zu Gesicht, auch wenn er bei meinem Kampf dabeigewesen war. Es würde wohl noch mehr als eine weitere Woche dauern, ehe mein nächster Kampf stattfinden würde, denn ich hatte erfahren, dass mittlerweile meistens nur ein Kampf pro Tag stattfand.
Es war erneut Zeit für mich in der Halle zu trainieren, aber ich fand keine Motivation dazu, weswegen ich, nachdem mich die Wachen hineingebracht hatten und danach wieder verschwanden, einfach nur auf den Boden legte und an die Decke starrte. Ich trainierte ohnehin jede Minute. Ich setzte mich schließlich wieder auf und ließ meinen Blick durch die Halle wandern- ich war völlig allein. Erleichtert schlang ich die Arme um meine Beine und kauerte mich so zusammen. Endlich konnte ich all den Emotionen, die sich in mir zusammenballten, für einen Moment loslassen. Ich spürte wie heiße, brennende Tränen meine Wange hinunterliefen, während eine Emotion nach der anderen auf mich einschlug. Angst, Selbstháss, Wut, Trauer, Schuld und noch viele mehr. Ich schaffte es schließlich mich wieder zu fassen und rappelte mich auf. Dafür war keine Zeit, ich durfte keine Schwäche zeigen. Und dann warf ich ein Messer nach dem Nächsten- holte ein Messer nach dem Nächsten herbei- und traf jedes Mal in das Schwarze der Zielscheiben. Anschließend kämpfte ich gegen einige Soldaten, welche als unsere Trainer fungierten und jederzeit gerufen werden konnten. Sie alle lagen nach Sekunden am Boden und ergaben sich. Sie hatten keine Chance gegen mich und meinen Zorn. Meine Kraft ließ immer mehr und mehr nach, bis ich die letzten Energiereserven verbraucht hatte, dann sank ich ohnmächtig auf den Boden und verlor das Bewusstsein.
Eisfeder002
01.06.19 um 16:47
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich wartete gespannt, denn sicher hatte sie in der Arena noch nicht alles gegeben. Doch was sie als nächstes tat überrumpelte mich komplett. Sie kauerte sich nieder und weinte. Sie trainierte nicht, nein. Meine Wut, welche ich auf sie gehabt hatte, war verschwunden. Mir wurde klar wie sehr dies alles einen belasten musste, vor allem wenn man selbst ein Kandidat war.
Ich überlegte gerade etwas zu tun, dann erhob sie sich. Und nun trainierte sie doch, machte jeden fertig. Ja, Cora war stark. Damit meinte ich nicht nur ihre Fähigkeit.
Schließlich jedoch kippte sie um. Die Tür wurde bereits geöffnet, Wachen traten ein, um sie grob zurück zum Zimmer zu bringen. Ich zögerte kurz, doch tat ich es dann doch. Ich rannte förmlich die Treppen nach unten und betrat dann ebenfalls die Halle. ,,Lasst sie und geht. Ich kümmere mich um sie", befahl ich. Einer der Wachen wollte widersprechen, wahrscheinlich dass dies zu gefährlich sei, doch mit einem letzten warnenden Blick verschwanden sie. Vermutlich war dies ein Fehler, doch ich hatte noch immer das Bild von eben im Kopf: Cora weinend am Boden. Vorsichtig hob ich sie hoch und verließ, mit ihr auf meinen Armen, die Halle. Ich trug sie zu dem großen Zimmer, in welchem die Formagas untergebracht wurden. Die Wachen öffneten die Tür und sofort lagen die Blicke der Mädchen auf uns. Ich konnte und wollte nicht genau sagen wie sie uns ansahen, denn es war mir egal, ich ignorierte sie. Jedoch fragte ich mich, ob diese Kämpfe sie alle ebenfalls so belasteten.
Ich legte Cora auf ihr Bett und deckte sie zu. Ich sah sie noch einen Moment an und fragte mich zum ersten mal wie ihr Leben wohl vor diesen Kämpfen ausgesehen hatte.
Silvaniae
01.06.19 um 16:55
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Am Rande meines Bewusstseins bekam ich mit, wie ich hochgehoben wurde, aber ich war unfähig die Augen zu öffnen, mich zu bewegen oder zu sprechen. Starke Arme umfassten meinen zierlichen Körper und ich fragte mich, wer mich wohl trug- dann verschwammen meine Gedanken.
Mein Bewusstsein kehrte erst wieder vollständig zurück, als ich mit einem Mal etwas festes unter meinen Rücken spürte und dann wie ich zugedeckt wurde. Schwach öffnete ich meine Augen und blickte direkt in die verwirrenden, violetten Augen des Kronprinzen. Was hatte er hier zu suchen? Angst blitzte einen Moment in meinen Augen auf, ehe ich diese wieder verbergen und Háss in den Vordergrund schieben konnte. War er derjenige gewesen, der mich hereingetragen hatte? Aber warumsollte er- es gab mehr als genug Soldaten, die das hätten erledigen können.
Meine Gedanken drifteten wieder ab und ich verlor erneut das Bewusstsein. Mein Körper hatte gegen die Schwäche angekämpft und den Moment herauszögern können, weswegen ich mein Bewusstsein erst kaum verloren und dann wieder aufgewacht war, aber nun war er einfach zu sehr geschwächt und gab den Kampf fürs Erste auf.
Eisfeder002
01.06.19 um 17:07
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Eigentlich hatte ich nicht wollen dass die mitbekam wer sie getragen hatte, doch sie hatte ihre Augen kurz geöffnet. Und obwohl es mir eigentlich egal sein sollte, so verletzte es mich, als Cora mich has.serfüllt ansah. Doch es war verständlich. Wie sie es neulich gesagt hatte. Einen Moment blieb ich noch so stehen, sah sie an, dachte darüber nach wie ihr Leben wohl gewesen war, dann zwang ich mich zu gehen. Denn noch immer sahen mich alle an, verwundert über das was ich eben getann hatte.
Wie immer wurde die Tür hinter mir geschlossen und ich ging, machte mich auf den Weg zur Bibliothek.
Silvaniae
01.06.19 um 17:28
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich wachte erst Stunden später wieder auf. Mein Hals fühlte sich völlig ausgetrocknet an und ich hatte kaum die Kraft mich zu erheben. Was war passiert? Das letzte, an das ich mich erinnerte, war, dass ich in der Arena so lange gekämpft hatte, dass ich dann wohl ohnmächtig geworden war, aber wie kam ich zurück in den Gemeinschaftsraum? Da wir mittlerweile deutlich reduziert waren, gab es nur noch einen großen Schlafsaal für alle Mädchen, statt der Einzelzimmer. Ich erinnerte mich undeutlich daran, dass mich irgendjemand getragen hatte, aber das war es dann auch schon. Mühselig rappelte ich mich auf und stolperte irgendwie zu dem kleinen Tisch hinüber, auf welchem etwas Brot und ein Wasserkrug standen. Ich trank gierig, bis sich mein Hals wieder einigermaßen normal anfühlte und blickte mich dann um. Ein Großteil der Aufmerksamkeit der anderen Mädchen lag auf mir, wobei nicht wenige mich misstrauisch anblickten. Auch einige neidische, hássserfüllte Blicke glaube ich auf mir zu spüren, wobei diese vor allem von den Mädchen kamen, die so versessen auf den Prinzen waren. Was war hier nur los? Keiner sprach mit mir und obwohl mir lauter Fragen auf der Zunge brannten, sagte ich nichts, sondern legte mich wieder auf mein Bett.
Einige Stunden später kamen die Soldaten herein und verkündeten, dass es Zeit sei sich zu baden und zu waschen. Das letzte Mal konnte es jeder für sich alleine tun, aber nun schien es eine Gemeinschaftsaktion zu sein. Ich blieb einfach liegen und weigerte mich. Ich wollte nicht, dass die anderen Mädchen meine seltsamen silbernen Muster auf meinem Rücken sahen. Ich wusste nicht, was diese bedeuteten, aber es würde mich nur noch mehr an den Abgrund drängen und ich war ohnehin schon ein Außenseiter, wie sich heute mehr als deutlich gezeigt hatte. Dass die anderen mich noch mehr ausschlossen, konnte ich nicht gebrauchen. Noch war ich einfach für mich, aber schnell konnte sich alle gegen mich wenden und dafür sorgen, dass ich nichts von dem Essen oder Trinken mehr abbekam. Ein Soldat kam und zwang mich aus dem Bett, woraufhin ich meine letzten Reserven aufwand um mich seinem Griff zu entwinden. Ich war aber zu schwach um mich wirklich zu wehren oder sogar meine Fähigkeit einzusetzen. "Wir können nicht zulassen, dass ihr bei einem eventuellen Kampf ein ungepflegtes Äußeres habt...", meinte der Soldat ungerührt, während er mich weiter grob in Richtung der Tür zerrte, dann hinaus in den Flur und immer näher zu dem Waschzimmer. Ich gab einen gequälten Laut von mir, ergab mich dann aber, weil ich keine Kraft mehr fand- ich konnte ja nicht mal wirklich lange auf meinen eigenen Füßen stehen.
Eisfeder002
01.06.19 um 17:44
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich hatte tatsächlich ein interessantes Buch gefunden und fing an dieses zu lesen. Jedoch musste ich jeden Satz mehrmals lesen, da ich mit den Gedanken gar nicht bei dem Buch war. Frustriert schlug ich das Buch zu und legte es beiseite. Ich zog meine Krone ab und fuhr mir durch meine pechschwarzen Haare. Ich gab es nur ungern zu, doch ich machte mir Sorgen um sie. Dies verärgerte mich, ich war wütend auf mich selbst. Wieso sorgte ich mich um sie? Sie sollte mir egal sein. Fluchend stand ich auf, setzte die Krone wieder auf und entschied mich nach ihr zu schauen, zumindest eine Wache in das Zimmer schicken und schauen lassen.
Auf dem Weg dorthin rang ich mit mir selbst und war paar mal kurz davor umzudrehen, doch schaffte ich es dann doch nicht. Also hatte ich das Zimmer fast erreicht, da hörte ich einen gequälten Laut. Instinktiv folgte ich dem Laut und als ich um die Ecke bog sah ich Cora, welche eben von Wachen in einen Raum gezerrt wurde. So viel ich wusste war dies der Waschraum. Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und lehnte mich gegen die Wand. Dann räusperte ich mich. Die Wachen drehten sich sofort zu mir um, ließen Cora jedoch nicht los.
Silvaniae
01.06.19 um 17:55
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Wir kamen vor dem Waschraum an, aus dem bereits einige fröhliche Stimmen erklangen. So etwas war ein Luxus, den viele von uns zuvor nicht besessen hatten- auch ich hatte mich immer nur in einem Fluss gewaschen. Die anderen schienen zwischendurch immer wieder zu vergessen, wo wir waren, oder vielleicht verdrängten sie es auch einfach nur. Aber ich konnte das nicht, denn die Schatten holten mich immer wieder ein. Keine Nacht hatte ich durchschlafen können, stattdessen hatten mich Albträume geplagt, in welchen ich die Gesichter von Leah und dem Jungen immer und immer wiedergesehen hatte.
"Jetzt stell dich nicht so an Mädchen...", meinte der Soldat, der mich immer noch gepackt hielt, grob. "Das ist doch nur ein Bad und hier gibt es keine Extrabehandlung von irgendwem..." Ich wehrte mich noch etwas verzweifelter- ich hatte wieder etwas mehr Kraft geschöpft, woher auch immer diese noch kam. "Hör auf dich zu wehren, sonst werden wir dich in das Zimmer begleiten und dafür sorgen, dass du dich auch wäscht und glaub mir, das wid weder für dich noch für die anderen schön enden..." Der Soldat grisnte anzüglich, woraufhin ich meine letzten Kraftreserven aufwandte und versuchte mich aus dem Griff des Soldaten zu befreien. Ein zweiter Soldat kam dem ersten zur Hilfe und sie waren gerade dabei mich in den Raum zu zerren, als mit einem Mal ein Räuspern erklang. Die Wachen drehten sich augenblicklich um und auch ich wandte schwach den Kopf. Ich war überrascht den Prinzen zu sehen- seit dem Streit mit der Kette hatte ich ihn kein einziges mal erblickt. "Was machst du denn hier?", spottete ich. "Lässt du dich nach all den Tagen auch mal wieder blicken? Vielleicht um den ein oder anderen Blick auf uns zu erhaschen?", fragte ich höhnisch nach.
Eisfeder002
01.06.19 um 18:04
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Sie wollte mich provozieren und ich war kurz davor nachzugeben und etwas zu sagen, doch riss ich mich noch rechtzeitig zusammen. Stattdessen warf ich ihr einen kalten Blick zu, dass sie sich auch ja nichts einbilden würde, wandte jedoch meine Worte an die Wachen: ,,Lasst sie wenn sie nicht will." So, nun hatte ich aber genug geholfen. Ich musste meine Sorgen um sie irgendwie loswerden, und zwar schnell. Zuerst jedoch beobachtete ich wie die Wachen Cora zögernd losließen. Doch frei hier rumlaufen durfte sie auch nicht, weshalb man sie wahrscheinlich wieder zurück ins Zimmer bringen würde. ,,Jetzt zufrieden, flammende Diebin?", sagte ich schnaubend und stieß mich von der Wand ab.
Silvaniae
01.06.19 um 18:14
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Seine Worte und Taten widersprachen sich mit seinem Blick. Während sein Blick so kalt wie eh und je war, waren seine Worte irgendwie... gütig? Ich wusste nicht wirklich, wie ich es beschreiben sollte, aber er hätte mich ohne Probleme dazu zwingen können dieses Bad einzunehmen. Und mit einem Mal war es mir egal, wie sehr ich auffallen würde und was die Konsequenzen waren. Ich wollte mich einfach nur noch dem Prinzen widersetzen und nicht seinem Willen folgen. Die Wachen ließen mich zögernd los, woraufhin meine Beine unter mir nachgaben und ich auf den Boden fiel. Mühsam und immer noch taumelnd rappelte ich mich wieder auf und stützte mich schwer auf der Wand ab. Ich durfte meinem Zorn nicht mehr nachgeben und mich so verausgaben- es machte mich zu verletzlich. Bestimmt wusste der Kronprinz von meiner Ohnmacht, denn wer auch immer von den Wachen mich zurück auf mein Zimmer getragen hatte, hatte ohne jeden Zweifeln dem Prinzen davon Bericht erstattet.
"Ach, mit einem Mal bin ich die flammende Diebin für dich? Zuletzt war ich doch noch das Feuermädchen...", spottete ich. "Und nein, wenn es dein Wunsch ist, dass ich auf mein Zimmer zurückkehre, werde ich nun baden gehen...Ich habe nämlcih nicht vor deinem Willen so bald zu folgen..." Mühsam schob ich mich an der Wand entlang und betrat irgendwie den Waschraum, in welchem sich ein großes Becken befand. Die anderen Mädchen wandten sich rasch ab- jeder ihrer Blicke war auf die Tür gerichtet gewesen, als ich eintrat- sie hatten wohl alles mitbekommen. Ich ließ meine Kleider auf den Boden sinken und stieg dann in das Wasser, wobei ich versuchte meinen Rücken gegenüber der anderen Mädchen zu verbergen.
Eisfeder002
01.06.19 um 18:28
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich ballte meine Hände zu Fäusten. Was für ein Wille? Ich hatte mir eben nur Sorgen gemacht, was schon schlimm genug war. ,,Wo ist der Kommandant der Leibgarde?", fragte ich die Wachen mit einem schroffen Ton. ,,Er sollte gerade dabei sein die neuen Soldaten auszubilden, Prinz Liron." Ich nickte und machte mich auf den Weg. Mein Vater hatte mir vor ein paar Tagen etwas beauftragt, was ich jedoch abgelehnt hatte. Doch nun würde ich seiner Bitte nachkommen. Wahrscheinlich war es die Wut auf Cora, auch wenn sie damit nichts zu tun hatte. Vermutlich war dies auch einfach ein Beweis für mich und sie dass ich mehr Macht hatte als die meisten anderen.
Ich machte mich also auf den Weg zum Trainingsgelände und entdeckte dort tatsächlich den Kommandanten. Als er mich sah kam er sofort zu mir und verbeugte sich kurz. ,,Mein Vater möchte wissen wer von den Formagas die stärksten drei sind", kam ich sofort zu meinem Anliegen. Der Kommandant nickte und überlegte anscheinend kurz. ,,Der Junge Kay und die zwei Mädchen Rebecca und Cora. Diese drei haben bisher am meisten gekämpft, hatten die meisten Kämpfe." Bei ihrem Namen verdüsterte sich mein Blick. Mir hätte klar sein sollen dass sie auch zu den drei gehörte. ,,Stattet Ihnen einen Besuch ab, man soll sie Baden und anständig Kleiden. Mein Vater möchte sie persönlich bei einem Essen treffen", sagte ich, nicht gerade begeistert von der Idee. Der Kommandant bemerkte dies wohl und zog eine Augenbraue hoch. ,,Werdet Ihr ebenfalls zu dem Essen kommen?" ,,Ja, genauso wie Ihr. Mein Vater wünscht Eure Anwesenheit. Morgen Abend." Meine Laune wurde immer schlechter. Ja, ich sollte vermutlich lieber zu dem Essen gehen, denn ich war der Kronprinz und dies war einer meiner Pflichten.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.19 um 18:44 von Eisfeder002
Silvaniae
01.06.19 um 18:48
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich genoss das Bad, trotz meines Widerwillens es überhaupt einzunehmen. Aber mein Widerstand war auch nie dem Bad selbst gewidmet, sondern immer der Tatsache, dass ich nicht alleine baden würde. Das warme Wasser brachte meinen Körper dazu sich zu entspannen und ich döste beinahe ein, so wohltuend fand ich es. "Was läuft da zwischen dir und dem Prinzen?", fragte mit einem Mal eine Stimme- gefährlich nah. Ich schlug meine Augen auf und blickte direkt in dunkle, fast schon schwarze Augen eines Mädchens, welches ich unter dem Namen Rebecca abgespeichert hatte. Was ihre Statur anging, war sie so ziemlich das Gegenteil von mir. Sie war muskulöser als ich- nun gut, nciht direkt muskulös, aber eben nicht so zeirlich gebaut wie ich- und zudem viel größer. Auch hatte sie viel weiblichere Formen, wie ich sie besaß und während ich wohl eher als süß und niedlich hübsch bezeichnet werden konnte, würde man sie wohl eher als wirklich heiß bezeichnen. Alles an ihr war irgendwie perfekt und sinnlich und ich fragte mich, wie vielen sie wohl schon den Kopf verdreht hatte. Ihre langen, seidigen, leicht gelockten schwarzen Haare reichten ihr bis auf die Hüften, ihre Augen hatten diesen perfekten, verführerischen Augenaufschlag und man könnte über alles weitere an ihrem Körper so weitererzählen. Und ihre Brüste waren wirklich riesig.
Da passte es auch perfekt, dass sie zu derjenigen Gruppe gehörte, die dem Prinzen schöne Augen machten und versuchten ihn zu verführen. Und so wie Rebecca aussah, machte ich mir da auch wenig Sorgen darum, dass sie daran scheiterte. Aber auch ihre Fähigkeit sollte angeblich stark sein. Ich hatte nur davon gehört- kämpfen gesehen hatte ich sie noch nie.
"Zwischen dem Prinzen und mir?", fragte ich abfällig. "Ganz bestimmt gar nichts. Du kannst ihn liebend gerne ganz alleine für dich haben..." Die Augen von Rebecca verengten sich zu Schlitzen. "Du machst dich über mich lustig, oder? Wir sind alle nicht blind... wir haben den Prinzen gesehen wie er.." Aber sie beendete ihren Satz nicht, denn ihr Blick war auf meinen Rücken gefallen. Augenblicklich machte sie das Zeichen der Götter um sich gegen Unheil zu schützen. "Was... was ist das?", fragte sie entsetzt und machte damit auch die anderen Mädchen auf mich aufmerksam. Genau das hatte ich verhindern wollen. Ich stieg rückwärts aus dem Wasser, damit sie nicht alle auf meinen Rücken starrten und hastete dann zu meiner am Boden liegenden Kleidung hinüber, um möglichst schnell in diese zu schlüpfen.
Eisfeder002
01.06.19 um 18:59
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Der Kommandant hielt es nicht für nötig weiter über das Essen zu reden, denn er sah kurz zu den Jungs, welche er soeben ausbildete. ,,Möchtet Ihr auch mal wieder trainieren? Ich hätte noch einen Platz frei", bot er mir an und ich war kurz davor abzulehnen, nahm dann jedoch an. Etwas Training würde mir mal wieder guttun, außerdem könnte ich so vielleicht die Wut in mir loswerden. Also nahm ich das Angebot an und schnappte mir ein Schwert. Normalerweise trainierte man nicht mit echten Schwertern, doch die hier wurden für die königliche Leibgarde ausgebildet, da wurde es verlangt mit echten Waf.fen zu trainieren. Also stellte ich mich gegenüber von meinem Gegner, genauso wie die anderen 2er-Teams. Der Kommandant gab das Zeichen, dann griff mein Gegner auch schon an, blitzschnell. Doch ich reagierte noch rechtzeitig, wich zur Seite aus und blockte seinen Schlag mit meinem Schwert ab.
Silvaniae
01.06.19 um 19:25
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich ignorierte das Tuscheln der anderen Mädchen und die hastigen Zeichen zum Schutz vor Unheil. Meine Wangen brannten vor Schám. Ja, ich war gezeichnet und ich wusste nicht, woher diese kam, aber machte mich das wirklich so anders? Die anderen Mädchen schienen es so zu sehen, denn als die Wachen wenig später an die Tür klopften und meinten, dass wir uns fertig machen sollten, um zum Schlafsaal zurückzukehren, hielten die anderen Mädchen während des Umziehens größmöglichen Abstand zu mir. Ich war es gewohnt, dass ich von anderen- abgesehen von den Straßenkindern, denen ich half- gemieden wurde und ich hatte ja selbst keinen Kontakt zu den anderen gesucht, aber diese Angst und Ekel vor mir waren neu. Am liebsten wäre ich in irgendeine Ecke gekrochen und hätte dort meinen Emotionen freien Lauf gelassen, aber es gab keinen Ort dafür.
Kurz darauf wurden wir von den Soldaten wieder zurück zu unserem Zimmer gebracht und ich ließ mich auf meinem Bett nieder. Alles entwickelte sich genauso, wie ich es befürchtet hatte. Die anderen fingen an mich noch mehr auszugrenzen und auch wenn ich es immer wieder versuchte- vom Abendessen bekam ich nichts ab. Irgendwann rollte ich mich müde und hungrig auf meinem Bett zusammen und schlief ein.
Auch vom Frühstück des nächsten Tages bekam ich nichts und ich vertrieb mir die Zeit, indem ich meine Fähigkeiten ausbaute. Bisher hatte ich sie immer vor den anderen geheimgehalten, aber sie hatten nun ohnehin schon Angst vor mir- es spielte keine Rolle mehr. Am späten Nachmittag tauchten einige Soldaten auf und verlangten nach Rebecca und mir. Ich hatte Angst vor dem, was jetzt kommen würde- vermutlich ein weiterer Kampf, bei dem meine Chancen nciht so gut stehen würden, wie zuvor. Trotzdem folgte ich den Soladten widerstandslos, ebenso wie Rebecca. Doch anstatt zur Arena geführt zu werden, gingen wir einen anderen Weg. Ich wollte fragen, was los war, aber die Soldaten führten uns in einen weiteren Raum und ließen uns alleine. Kurz darauf kamen einige Frauen in den Raum, welche Angst vor uns zu haben schienen, sich aber trotzdem rasch und eifrig ans Werk machten. Zuerst suchte man Kleider für uns heraus, wobei ich mir völlig fremdartig in meinem vorkam. Es war dunkelblau und weiß mit goldenen Rändern. Dann wurden meine Haare- weil sie zu kurz für eine wirkliche Frisur waren- durch fremde Haarsträhnen verlängert und anschließend zu einem komplizierten Krank geflochten. Gleich verfuhr man auch mit Rebecca, deren Kleid allerdings etwas weniger züchtig wie meines war. Ich wusste nicht, wie ich am Ende aussah, denn keiner hatte uns einen Spiegel vorgehalten, aber ich konnte mir vorstellen, dass es ein großer Unterschied zu meinem üblichen Aussehen war. Mittlerweile hatte ich auch herausgehört, was der Anlass des Ganzen war- Rebecca, ein Junge, dessen Name ich nicht kannte und ich waren auf ein Abendessen mit dem König eingeladen. Ich überlegte schon, ob ich das Kleid durch ein Messer zerstören sollte, beschloss, dass ich es aber zumindest vorerst noch lassen würde. Das würde viel wirkungsvoller geschehen, wenn es während des Essens passierte.
Im Anschluss wurden wir von Soldaten bis in einen großen Saal geführt, welcher außer einem Jungen, den ich vom Sehen her kannte, völlig leer war- auch er war zurecht gemacht worden. Uns wurde befohlen, dass wir hinter unseren Plätzen warten sollen, bis die Königsfamilie kam und erst nach ihnen Platz nehmen sollten, dann verschwanden die Soldaten wieder- wobei einige sich an den Türen positionierten. Ich kam der Aufforderung der Soldaten allerdings nicht nach, sondern ließ mich schon auf meinem Platz nieder- mir ging es immer noch nicht wirklich gut und ich fühlte mich zu schwach, um die ganze Zeit zu stehen, während wir warten mussten.

(Frisur: https://www.google.com/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Felso-cdc.org%2Fwp-content%2Fuploads%2F2019%2F03%2Fmittelalter-frisuren-frauen-frisches-mittelalterliche-frisur-frau-von-mittelalter-frisuren-frauen.jpg&imgrefurl=https%3A%2F%2Felso-cdc.org%2Fmittelalter-frisuren-frauen%2F&docid=lK3lRjtMN6l8D M&tbnid=FQBWDav4NMrdPM%3A&vet=10ahUKEwjf8cem5cjiAhU4WRUIHY4XDnUQMwiUASg1MDU..i&w=630&h=860&client=firefox-b-d&bih=820&biw=1602&q=mittelalter%20frisuren&ved=0ahUKEwjf8cem5cjiAhU4WRUIHY4XDnUQMwiUASg1MDU&iact=mrc&uact=8
Kleid: https://i.pinimg.com/564x/23/aa/b2/23aab20326be5eb7e0995631ce72f816.jpg)
Dieser Beitrag wurde bisher 4 Mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.19 um 19:28 von Silvaniae
Eisfeder002
01.06.19 um 20:31
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Am Ende war der Kampf schneller als gedacht vorbei. Ich hatte ihm das Schwert aus der Hand geschlagen und somit war mein Gegner besiegt. Somit war das Training für den Tag vorbei, ich verabschiedete mich und betrat wieder das große Schloss. Ich ging zur Bibliothek und schnappte mir das Buch von vorhin.
Ich hatte es nicht bemerkt, doch anscheinend fielen mir irgendwann die Augen zu. Erst am nächsten Morgen wurde ich von einem Dienstmädchen geweckt. Verschlafen fuhr ich mir mit meiner Hand übers Gesicht, streckte mich und ging zu meinem Zimmer.
Den Tag verbrachte ich in meinem Zimmer, mein freier Tag.
Erst Abends zog ich mich um, angemessene Kleidung und meine Krone. Seufzend betrachtete ich mich noch einmal im Spiegel, dann verließ ich mein Zimmer. Auf dem Flur begegnete ich Èlise, welche ein elegantes Kleid trug, dazu ihre Tiara und eine ebenso elegante Frisur. ,,Du siehst wunderschön aus, Schwesterchen", lächelte ich und sie erwiderte dies. ,,Du auch, Bruder." Gemeinsam gingen wir also zum Saal, vor welchem wir jedoch noch auf unsere Eltern warteten. Als diese ebenfalls da waren wurde die Doppeltür endlich geöffnet. Zuerst traten meine Eltern ein, dann kamen meine Schwester und ich. Mein Blick fiel zu dem großen Tisch. Rebecca und Kay standen noch, Cora saß bereits. Ich musste ein schnauben stark unterdrücken. Trotzdem musste ich zugeben sie sah gut aus, das Kleid stand ihr. Doch auch Rebecca sah wunderschön aus. Diese sah nun zu uns und suchte anscheinend meinen Blick. Als sie sah, dass ich sie ebenfalls ansah lächelte sie schnell. Von mir kam keine Reaktion, denn ich hatte es mir bereits angewöhnt die Mädchen bei so etwas zu ignorieren.
Meine Eltern setzten sich, Èlise und ich ebenfalls. Nun setzten sich auch Rebecca und Kay.
Silvaniae
01.06.19 um 20:54
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich wollte eigentlich gerade gar nicht den trotzigen Widerstand zeigen, wie ich es normalerweise tat- ich wusste nämlich immer noch nicht, warum wir überhaupt zu diesem Abendessen geladen waren, aber als ich aufstand, trugen mich meine Beine nicht wirklich und ich sank zurück auf den Stuhl. Das lange Stehen während der Kleideranprobe hatte mich ermüdet und kam zusätzlicher zu meiner Schwäche hinzu, da ich mich immer noch nicht ganz erholt hatte.
Schließlich trat die Königsfamilie ein und als ich den Blick des Prinzen einen Moment auf mir spürte, legte ich so viel Verachtung und Háss, wie es mir möglich war, in meinen Blick. Anschließend verfolgte ich den Blickwechsel zwischen Rebecca und ihm... es war ja klar, wen von den beiden Mädchen er hier im Raum anziehender fand. Aber es konnte mir ohnehin egal sein. Auf diese Weise würde mich niemals jemand mögen- ich war meinem Aussehen nach mehr zu süß-hübsch mit einem mehr als schlagfertigen Charakter im Inneren-, aber ich wollte ohnehin nicht, dass der Prinz es tat und ich musste erstmal hier lebend rauskommen, um mir überhaupt weitere Gedanken darüber machen zu können. Und was Rebecca anging... sie hatte einmal im Mädchenschlafsaal verkündet, wie absolut schrecklich sie den Prinzen fand- mit seiner arroganten, kalten Art- auch sein Aussehen genügte ihre Ansprüchen auch nicht. Aber was tat sie nicht alles um zu überleben. Als sich die Königsfamilie setzte und anschließend auch der Junge und Rebecca, beugte sich letztere dabei ein kleines bisschen vor, sodass der Prinz vermutlich einen mehr als beeindruckenden Einblick gewann- ich hatte sie gestern immerhin náckt gesehen.
"Prinzessin- ich hoffe doch ihr amüsiert euch genug bei den Kämpfen", wandte ich mich an die Prinzessin- um einiges höflicher, als ich jemals mit dem Prinzen gesprochen hatte- und lächelte sie freundlich an, während ich mit einer meiner Haarsträhnen spielte. Ich wollte ihre Meinung zu dem Ganzen wissen und auch, wenn sie es wohl nicht offen gestehen würde, so konnte ich es doch vielleicht an ihrer Reaktion ablesen.