TOPModel-Forum

RPG & Clan

Moderiert durch Basejumper, Highheels4life, Shopping-Queen, TOPModel-Team, Chanel, shoppingfever, Elaela, karlfjord, Shopping-Dodi, Imanca, Thekla, Schokoladendiva, Phoebe05, Erabos, Luckyblood

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Silvaniae
29.05.19 um 19:48
Avatar von Silvaniae
fängst du an? Dann kannst du in deinem Text erwähnen, wann und wo sich die Formagas einfinden sollen :3
Eisfeder002
29.05.19 um 19:51
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Okay ^^
Eisfeder002
29.05.19 um 20:12
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Es war Freitag. Sonnig. Eigentlich wollte ich einfach nur in die Bibliothek und ein bisschen lesen, aber stattdessen hatte man mich schick gekleidet, mir meine Krone aufgesetzt, auch wenn diese nicht ganz so prachtvoll wie die von meinem Vater war, und schließlich hatte mein Vater mich zum Thronsaal schicken lassen. Dort traf ich auf meine vier Jahre jüngere Schwester Cecilia, welche ein schönes Kleid trug und ihre Haare waren geflochten mit kleinen Diamanten verziert. Meine Mutter, die Königin, saß auf ihrem Thron, direkt neben meinem Vater. Auch sie war elegant gekleidet, wie eigentlich immer.
Ich stellte mich also neben meinen Vater, welcher auf seinem Thron saß. Wie immer stand ich kerzengerade da, meine Hände hinter meinem Rücken. Auch meine Schwester stand ordentlich da, ihre Hände jedoch vorne.
Ich musste immerhin nicht nachfragen was los war, denn jeder im ganzen Königreich wusste was heute war: Die Formagas würden eintreffen, bereit für die Kämpfe in der Arena. Mein Vater würde sie hier im großen Thronsaal empfangen, weshalb in dem Saal auch überall Wachen aufgestellt waren, mehr als sonst.
Etwas Zeit verging, niemand redete etwas, weshalb es ganz still war. Ich wollte soeben nach einem Stuhl oder irgendetwas zu sitzen fragen, als die große Tür geöffnet wurde. Eine Wache trat ein und verbeugte sich. ,,Majestät, es sind nun alle 46 Formagas anwesend", teilte dieser mit und mein Vater nickte. Dieses nicken bedeutete wohl: Lasst sie rein.
Ich würde legen wenn ich sagen würde ich wäre nicht aufgeregt. Erst vor ein paar Monaten wurden die ersten Formagas entdeckt, daraufhin lud mein Vater sie gleich alle zu diesen Kämpfen ein. Er hatte Angst, Angst vor ihrer Stärke, Angst um seine Macht und den Thron. Das konnte er nicht vor mir verstecken, dafür kannte ich ihn zu gut.
Auch ich hatte Angst, jedoch nicht um den Thron, sondern vor ihrer Stärke. Vielleicht hatte ich auch eher Respekt vor ihnen.
Jedenfalls hatten die Leute hier in der Hauptstadt noch nie einen Formaga in Aktion gesehen, weshalb wohl viele zu den Kämpfen zum zuschauen kommen werden, was wiederum dem König viel Geld bringen würde. Doch auch würden ihn die Leute lieben, dafür, dass er es möglich machte Formagas zu sehen.
Die Wache stellte sich auf seinen Posten, woraufhin nun weitere Wachen den Saal betraten, direkt hinter ihnen staunende Jugendliche, umringt von Wachen. Viele sahen staunend den Saal an, andere Blicke jedoch lagen auf uns, der königlichen Familie. Viele von ihnen waren ärmer, hatten uns also noch nie gesehen, immer nur Gerüchte gesehen. Auch von dem großen Schloss, prachtvollen Schloss hatten sie vermutlich nur Gerüchte gehört.
Sie hielten im Saal an, die Wachen entfernten sich, stellten sich an die Seite. Mein Vater stand auf und sah die Jugendlichen lächelnd an. ,,Willkommen in der Hauptstadt Soria/Arcos (Was besser ist xD). Ich bin der König dieses Landes und habe euch alle zu den Kämpfen eingeladen. Natürlich werdet ihr hier alle gengend Nahrung, Medizin und eine UNterkunft bekommen."
Silvaniae
29.05.19 um 20:59
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora

Die Veränderung an mir war eher schleichend gewesen und ich hatte erst nach einer ganzen Weile bemerkt, dass etwas mit mir nicht stimmte. Dass ich mit einem Mal anders war, als die anderen. Ich denke der Moment, in dem ich es zuerst bemerkt hatte, war beim Baden gewesen, als eine der anderen Straßenmädchen mich auf die silberne Tätowierung auf meinem Rücken aufmerksam machte. Am nächsten Tag fiel mir auf, wie viel einfacherer mir der Umgang mit dem Messer fiel und dass ich genau wusste, was zu tun war. Und es wurde von Tag zu Tag mehr- irgendwann konnte ich sogar Waffén aus dem Nichts erschaffen. Wenig später bekam ich auch die Gerüchte mit. Es gab mehr Menschen wie mich, sie hatten andere Fähigkeiten, aber waren alle etwa in meinem Alter und es tauchten von Tag zu Tag mehr auf. Auch ein Name machte die Runde. Wir wurden Formagas genannt. Ich nutzte meine Fähigkeit für meine Diebstähle, aber behandelte sie ansonsten nicht wie etwas Außergwöhnliches. Mein Leben war nicht das leichteste, aber trotzdem mochte ich es und ich hatte eine Aufgabe: Mich um diejenigen zu kümmern, welche nicht so geschickt für sich sorgen konnten, wie ich es tat. Wir waren mittlerweile eine Gruppe von 16 Personen- ich war so etwas wie ihre Anführérin: Die flammende Diebin, wie ich auf der Straße genannt wurde- vermutlich wegen meiner Haarfarbe.
Irgendwann tauchten Plakate auf der Straße auf. Ich ignorierte sie- es war vermutlich nur eine weitere der sinnlosen Bekanntmachungen unseres Königs, aber mit der Zeit nahm ich immer mehr Gerüchte auf und irgendwann wurde ich dann doch so neugierig, dass ich eines der Plakte las. Der König lud alle Formagas zu sich auf das Schloss ein, um uns dort auszubilden, sodass wir zu Soldaten des Königreiches heranwachsen würden. Unsere Ausbildung würde komplett kostenlos sein und unsere Familien würden großzügig entschädigt werden. Was uns nach der Ausbildung erwartete waren Ruhm und Reichtum. Alle Formagas sollten sich in genau zwei Wochen in der Hauptstadt einfinden und dort bei den Palastwachen anmelden.
"Wirst du hingehen?", fragte mich Rory, ein 8-jähriges Mädchen, welches ich als Baby in meine Gruppe aufgenommen hatte, nachdem ich sie schreiend und weinend in einer Gasse auffand. Sie war diejenige, die ich wirklich wie eine Schwester empfand. Ich strich ihr sanft über den Kopf. "Ich weiß es noch nicht- aber es könnte eine gute Möglichkeit sein, an einfaches Geld für euch alle zu kommen!", meinte ich nachdenklich. "Ich denke du solltest gehen. Du hast ein besseres Leben verdient, als das auf der Straße hier bei uns. Wir haben uns immer auf dich verlassen- jetzt darfst du auch mal etwas für dich tun. Du hättest dadurch eine Zukunft!" Das Mädchen klang so viel älter, als sie es war. "Ja, vielleicht hast du Recht...", murmelte ich,woraufhin Rory augenblicklich zu strahlen begann. Aber ich würde es nicht für meine Zukunft machen, sondern für die Zukunft der Kinder. Hätte ich ein wirkliches, regelmäßiges Einkommen, würde ich besser für sie sorgen können und als Soldatin hätte ich auch einen gewissen Einfluss und könnte verhindern, dass die Waisenkinder dieses Königreiches weiterhin so schlecht behandelt wurden.
Eine Woche später machte ich mich auf den Weg und kam pünktlich am Freitag Morgen in der Hauptstadt an. Der Königspalast war nicht zu übersehen und ich war nicht die Einzige, die dort hinstrebte. Ich hielt mich von den anderen fern und versuchte unauffällig zu wirken- ich war auf alles gefasst. Nur nicht auf das, was mich tatsächlich erwartete. Kaum, dass sich die Gruppe bei den Soladten versammelt hatte, warteten wir, bis der Strom an Neuankömmlingen langsam versiegte. Die Meisten der Kinder wirkten so voller Leben und Hoffnung- viele gehörten wohl auch eher den Unterschichten an, ich entdeckte nur wenige, die wirklich wohlgenährt aussahen. Irgendwann kam niemand mehr und die Soldaten zählten uns durch. Ich hatte ebenfalls gezählt und war auf -mit mir- 46 Personen gekommen. Es gab wohl also wirklich nicht viele Formagas, auch wenn ich mir vorstellen konnte, dass nicht jeder des Königs Angebot angenommen hatte. Die Soldaten ließen uns weiter in den Palastgarten und das große, eiserne Tor schloss sich. Mein Herz begann unkontrolliert zu rasen- ich hatte das ungute Gefühl, dass etwas nicht stimmte, aber ich konnte nicht wirklich sagen, was es war. Kurz darauf brach Chaos aus und ich brauchte einen Moment um die Ursache herauszufinden. Dutzende Soldaten hatten uns eingekreist und verhinderten brutal jeglichen Fluchtversuch. Ich ließ ein Messer in meiner Hand auftauchen und gleich darauf wieder verschwinden. Auch wenn ich flink war und kämpfen konnte- gegen so viele Soldaten würde ich keine Chance haben- selbst ich, die normalerweise eher spontan handelte und sich von Gefühlen leiten ließ, sah das ein.
Alle Soldaten hatten ihre Waffén gezückt und drängten uns nun weiter, während einige der anderen Jugendlichen verwirrt wirkten, andere wütend, andere wiederum völlig panisch und in Tränen ausbrachen. Es war das reinste Chaos. Was passierte hier nur? Warum behandelte man uns wie Gefangene? Ich folgte still und stumm und beobachtete einfach nur alles aufmerksam.
Und dann befanden wir uns mit einem Mal in einem riesigen Saal. Ich entdeckte auf Anhieb die Königsfamilie, welche am anderen Ende des Saals thronte. Zu den Seiten standen unzählige Leute, alle in feine Gewänder gehüllt und starrten uns mit unverhohlter Neugierde an. Der König fing an zusprechen und ließ mich und die anderen Jugendlichen in noch größerer Vrewirrung zurück, aber niemand wagte es ein Wort zu sagen- die meisten hatten wohl zu viel Angst oder Respekt. Kämpfe? Von was sprach der König. "Tut mir leid, Majestät, aber wir sind nicht hier um zu kämpfen. Uns wurde eine Ausbildung angeboten und wir sind hier, um dieses Angebot anzunehmen!", sagte ich herablassend und trat vor, woraufhin sofort eine der umstehenden Wachen ihre Waffé zückte und bereit war, mich daran zu hindern, falls ich dem König zu nahe kommen sollte.
Eisfeder002
29.05.19 um 22:55
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich sah mir soeben die einzelnen an, als eine von ihnen sprach. Sofort fiel mein Blick auf sie. Rote Haare. Hellgrüne Augen. Von der Kleidung her eher nicht ganz Wohlhabend. Mein Vater hob kurz leicht, kaum merklich seine Hand, damit die Wachen sich wieder beruhigten und das Mädchen nicht angriffen. ,,Eine Ausbildung beinhaltet auch das Kämpfen, mein Kind." Der Ton meines Vaters duldete keinen Widerspruch, also sah ich abwartend auf das Mädchen. Ich war gespannt, ob sie schlau genug war nun ihren Mund zu halten.
Doch bevor irgendjemanden etwas machen konnte erhob sich meine Mutter ebenfalls. ,,Ich denke ihr alle seid erschöpft von der Reise. Die Wachen werden euch alle nun zu euren zukünftigen Unterkünften geleiten", erklärte sie mit einem höflichen lächeln. Mein Vater war mit dieser Entscheìdung eindeutig nicht zufrieden, sagte aber nichts mehr.
Die Formagas bekamen ein eigenes Stockwerk im Schloss, dieses wurde gut bewacht. Das Stockwerk wo sich mein Zimmer befand war eins höher, genauso wie das meiner Schwester. Meine Eltern waren in einer ganz anderen Ecke des Schlosses.
Die Wachen öffneten eine Doppeltür an der Seite des Saals, dann gingen zwei Wachen voraus, die Jugendlichen folgten ihnen, wenn auch zögerlich.
Silvaniae
29.05.19 um 23:27
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora

Ich spürte die Blicke der anderen auf mir und ich schob trotzig mein Kinn vor. Wenn die alle keinen Mut hatten sich zu beschweren, dann musste ich das eben übernehmen. Ich bemerkte, dass ein Junge, vermutlich nur wenig älter als ich, der seitlich neben dem Thron stand, mich ebenfalls beobachtete. War er der Kronprinz? Ich hatte von seiner Existenz gehört, aber das war dann auch schon alles, was ich wusste. Ich richtete meinen Blick wieder auf den König und wartete seine Antwort ab.
Das war seine Entschuldigung für die Behandlung von uns? Ich wagte es zu Bezweifeln, dass dies der wahre Grund war. Irgendetwas war an dieser Ausbildung hier faul- alleine der Tonfall des Königs verriet dies schon, sonst würde man uns nicht wie Gefangene behandeln. Und es schien diese Kämpfe zu betreffen. Ich konnte es nur noch nicht zum Greifen kriegen. Ich wollte gerade weiter nachhaken, aber die Königin erhob sich in diesem Moment und sprach nun ebenfalls. Sie schien wesentlich netter als der König zu sein, aber ich höfliches Lächeln wirkte ein wenig reserviert.
Die großen Türen des Saales wurden erneut geöffnet und diejenigen Jugendlichen, die nicht freiwillig den Wachen folgten, wurden dazu mit deren Waffén gezwungen. Ich ballte meine Hände zu Fäusten. Wie konnten sie es wagen uns so zu behandeln? Ich hätte von Anfang an meinem Bauchgefühl vertrauen sollen und hier gar nicht erst auftauchen sollen. Ich wandte mich wieder dem Jungen zu, den ich für den Prinzen hielt. Ich wusste nicht, ob er mich immer noch beobachtete, aber ich warf ihm ein spöttischen Lächeln zu und erschuf ein kleines Wurfmesser. Geschickt und mit einer so schnellen Bewegung, dass die Wachen nicht schnell genug reagieren konnten, warf ich es in seine Richtung und es blieb nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt in dem Thron seines Vaters stecken. Ich hätte ihn mit Leichtigkeit tötén können, wenn ich es gewollt hätte.
Ich machte eine spöttische, übertriebene Verbeugung in seine Richtung, während die Wachen erst langsam aus ihrer Schockstarre erwachten, dann huschte ich aus dem Raum, ehe mich jemand aufhalten konnte und folgte den anderen Jugendlichen zu unseren Zimmern. Ich landete mit 5 anderen in einem Gemeinschaftszimmer, welches zwar nicht gerade luxuriös eingerichtet war, aber dennoch gerade genug Platz für alle Betten bot. Es hatten sich bereits Grüppchen gebildet und die anderen beäugten mich misstrauisch- vermutlich dachten sie, dass ich das Missfallen des Königs durch meine Bemerkung erweckt hatte, und wollten nicht in das ganze mitreingezogen werden. Dabei ahnten sie nicht einmal, was ich zum Schluss getan hatte- zu diesem Zeitpunkt waren kaum noch andere Formagas im Raum gewesen.
Eisfeder002
29.05.19 um 23:40
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich wollte mich soeben abwenden und gehen, als etwas knapp an mir vorbei flog. Sofort erstarrte ich und drehte meinen Kopf. Das Mädchen war es gewesen. Sie verließ den Saal und die Wachen wollten ihr sofort hinterher, doch mit einem leichten schütteln meines Kopfes ließen sie es sein. Das Mädchen würde vermutlich in der Arena ein Risiko eingehen und dabei sterben, dann wären wir sie los.
Ich nahm das Messer, welches neben mir im Thron meines Vaters steckte, und verließ nun endlich den Saal. Ich wollte zu meinem Zimmer, doch auf dem Weg dorthin blieb ich vor der Tür stehen, welche von mehreren Wachen bewacht wurde. Dahinter befanden sich die Formagas, die weiblichen, die männlichen befanden sich gegenüber in einem anderen Raum.
Ich senkte meinen Blick und sah auf das Messer, dann nickte ich den Wachen zu, welche zögerlich etwas die Tür öffneten. Mit sicheren, großen Schritten betrat ich den Raum. Sofort verstummten alle und starrten mich an. Kein Wunder, was wollte schon der Kronprinz bei ihnen?
Ich entdeckte das Mädchen schnell, ihr Haar verriet sie. Mit schnellen sicheren Schritten trat ich zu ihr, die Formagas gingen mir schön aus dem Weg. Vor dem Mädchen schmiss ich das Messer auf den Boden, direkt vor ihre Füße und sah ihr dabei in die Augen. ,,Du hast da was verloren", sagte ich mit kalter Stimme, drehte ihr den Rücken zu und ging wieder.
Silvaniae
29.05.19 um 23:50
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora

Es waren Stockbetten und ich ließ mich auf dem Einzigen, das noch nicht belegt worden war, nieder. Ich vermisste Rory und die anderen. Bei der normalen Ausbildung hätte ich gewusst, dass ich bald wieder nach Hause zurückkonnte, aber was war jetzt, wo so viele Fragen offen waren und keiner wusste, was für ein Spiel überhaupt gespielt wurde? Ich hatte versucht die Tür zu öffnen, um ich entweder nach draußen zu schleichen oder zumindest die Wachen auszufragen, aber die Tür hatte sich nicht öffnen lassen- vermutlich war sie abgesperrt. Die anderen Mädchen unterhielten sich leise, aber ich interessierte mich nicht dafür, was sie besprachen- es war belangloses Zeug und ich wollte einfach nur möglichst bald hier raus. Ich lehnte mich an die Wand an und seufzte- wie war ich nur in das alles hineingeraten? Wäre ich kein Formaga gewesen, hätte ich mein normales Leben weiterleben können und wäre mit den anderen Kindern glücklich zusammengewesen, aber nein, die Götter meinten es wohl einfach nicht gut mit mir.
Mit einem Mal vermeinte ich Schrítte vor der Tür zu hören und angespannt richtete ich mich auf. Irgendjemand stand vor diesem Zimmer und wollte nun hinein. Es konnte sowohl Antworten, als auch Gefahr bedeuten. Die Tür wurde geöffnet und eine Person betrat sicheren Schríttes den Raum. Ich erkannte ihn sofort. Der Prinz. Das konnte nichts Gutes bedeuten- aber warum hatte er mich nicht davor sofort wegsperren lassen? Die anderen Mädchen waren verstummt und versuchten sich regelrecht unsichtbar zu machen- bei einem Mädchen war ich mir sogar sicher aus dem Augenwinkeln gesehen zu haben, dass sie tatsächlich verschwunden war- vielleicht war das ihre Fähigkeit. Der Blick des Prinzen schweifte einen Moment durch den Raum, ehe sich sein eiskalter, druchdringender Blick auf mich richtete. Seine Stimme klang ebenso kalt. Ich erwiderte seinen Blick furchtlos und ließ meinen Blick dann auf das Messer hinabsinken, welches nun vor meinen Füßen lag. Ich brachte es in diesem Moment zum Verschwinden,da ich es gerade nicht mehr brauchte. Kaum, dass der junge Mann das Zimmer verlassen hatten, schlossen sich die Türen augenblicklich wieder und die anderen Mädchen fingen an zu tuscheln. Ich legte mich auf mein Bett und drehte meinen Kopf zur Wand. Ich wusste nicht mehr, was ich noch denken sollte und ich hatte Angst vor dem Ungewissen.
Eisfeder002
30.05.19 um 0:00
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Die Wachen schlossen die Tür wieder hinter mir und einen Moment blieb ich noch im Flur stehen. Gleich morgen wäre der erste Kampf, mein Vater hatte es nicht so mit Geduld. Irgendeine Person dort in diesem Raum würde also morgen nicht mehr dort sein. Vermutlich. Eigentlich schade, doch daran war jetzt sowieso nichts zu ändern.
Ich ging weiter, die großen Treppen nach oben und schließlich betrat ich mein Zimmer.
Sofort nahm ich diese ungemütliche Krone ab und zog mich um, raus aus diesem schönen, verzierten Gewand und rein in viel gemütlichere Klamotten. Dann ging ich ans Fenster und sah von dort auf die Stadt hinunter.
Die Arena befand sich mitten in der Stadt, doch trotzdem war sie riesig und bot viele Sitzplätze. Dort wäre morgen der erste Kampf um Leben und Tod.
Silvaniae
30.05.19 um 0:09
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora

Das Zimmer hatte ein Fenster, welches ein wenig Tageslicht hereinließ, aber es saß zu hoch oben, um wirklich herausblicken zu können. Daher konnte ich auch nur abschätzen, wie viel Zeit verging. Irgendwann, das Licht von draußen war bereits schwächer geworden, brachte man uns etwas zu Essen- es war mehr, als ich normalerweise bekam, aber ich war misstrauisch und ließ zuerst die anderen davon kosten. Nachdem etwa eine halbe Stunde vergangen war und sie immer noch putzmunter waren, biss ich ebenfalls hungrig in einen Apfel hinein- ich hatte gar nicht gemerkt, wie hungrig ich wirklich gewesen war, aber die Reise zur Hauptstadt war kräftezehrend gewesen und ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen. Die Zeit danach war verschwommen und ich wachte erst wieder auf, als ein lautes Klopfen an der Tür ertönte- helles Sonnenlicht strömte aus dem Fenster in das Zimmer- es musste Mittag des nächsten Tages sein. "Wacht auf- der erste Kampf beginnt bald!", erklang eine h***e Stimme, dann entfernten sich die Schrítte wieder von der Tür. Ich rieb mir verschlafen über meine Augen. War uns etwas untergemischt worden? Ich war gestern Abend doch überhaupt nicht müde gewesen und doch war ich wahnsinnig schnell eingeschlafen. "Was meinte er mit erstem Kampf? Bekommt man normalerweise nicht erst Training, bevor man kämpft?", flüsterte das Mädchen ängstlich, welches sich gestern unsichtbar gemacht hatte. "Vielleicht wollen sie ja testen, wie stark wir bereits sind?", meinte eine andere, aber auch sie klang etwas ängstlich. Einige Minuten später wurde die Tür geöffnet und es wurde uns befohlen das Zimmer zu verlassen und den anderen Formagas zu folgen. Wir kamen der Aufforderung mehr oder minder zögernd nach. Vielleicht würde es ja jetzt endlich ein paar mehr Antworten geben.
Eisfeder002
30.05.19 um 0:27
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich schnappte mir ein Buch, machte es mir auf der Fensterbank gemütlich und vergaß die Zeit. Erst als es klopfte fiel mir auf dass bereits die Sonne unterging. ,,Herein", sagte ich nach kurzer Stille. Die Tür öffnete sich und ein älterer Herr trat ein. ,,Entschuldigt, aber wollt Ihr auf Eurem Zimmer essen oder zum Speisesaal kommen?", fragte dieser höflich. ,,Hier", gab ich knapp von mir und wimdete mich wieder meinem Buch. Der Herr ging wieder und kam einige Zeit später wieder, brachte mir das Essen.
Ich aß es auf und ließ es wegräumen, dann zog ich mich erneut um, machte mich fürs Bett fertig. Ich war bereits ziemlich müde und wer wusste schon was der nächste Tag mir bringen würde, vor allem mit den Formagas.
Am nächsten Morgen wurde ich durch ein klopfen an meiner Tür wach und kurz darauf wurde an meiner Decke gezogen. Unfreiwillig öffnete ich meine Augen und blickte in das Gesicht meiner Schwester. ,,Steh auf, die Formagas werden bereits zur Arena gebracht!", sprach sie aufgeregt. Ich gähnte und blieb noch einen Moment liegen, dann stand ich schließlich auf. ,,Gut, ich komme gleich." Èlise nickte lächelnd und verließ gut gelaunt mein Zimmer.
Ich selber zog wieder eins der schicken Gewänder an, dazu erneut eine Krone.
Fertig mit allem machte ich mich auf den Weg zum Thronsaal, wo bereits meine Eltern auf mich warteten. Ohne groß etwas zu sagen machte sich mein Vater gleich auf den Weg zur Kutsche, welche vor dem Palast auf uns wartete. Mit dieser würden wir zur Arena gelangen. Zu viert saßen wir also in dieser Kutsche und ich stellte fest, dass die Straßen recht leer waren. Die meisten waren anscheinend bereits bei der Arena.
Meine Vermutung bestätigte sich bei unserer Ankunft, denn die ganzen Leute standen Schlange vor dem Eingang.
Silvaniae
30.05.19 um 0:37
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora

Die allgemeine Stimmung der Formagas war nervös und es wurde nur noch wenig gesprochen- die Meisten waren eher auf sich fokussiert. Ich drängte mich zu den Wachen durch und versuchte sie auszuquetschen, aber keiner wollte mir eine Antwort geben. Wir wurden durch einige Tunnel geführt und schließlich in eine große Halle gebracht. Von irgendwo her drang lauter Lärm und Geschrei. Irgendetwas ging da vor sich. Wollten sie uns etwa vor Publikum kämpfen lassen? Aber aus welchem Grund? Eine Frau war aufgetaucht, welche uns in Zweierteams einteilte- ich kam in eines mit dem Mädchen, welches sich unsichtbar machen konnte, dann hieß es wieder im Ungewissen zu warten. "Cora und Leah- ihr seid die Ersten, geht nach oben!", wurde mit einem Mal befohlen und ich fragte mich, woher sie meinen Namen kannten- ich hatte ihn jedenfalls nicht verraten. Leah- das Unsichbarkeitsmädchen- blickte mich zögernd an, machte ansonsten aber nichts. Vermutlich wollte sie meine Reaktion abwarten. Ich schritt die Stufen hinauf und hörte an Leahs Schritten, dass sie mir folgte. Kurz darauf blinzelte ich in das grelle Sonnenlicht. Ich brauchte einige Sekunden, bis ich mich an duie Helligkeit gewöhnt hatte, dann erkannte ich, dass wir uns in einer Art Arena befanden. Die Reihen dieser waren restlos mit Publikum gefüllt, welche bei unserem Anblick in lauten Jubel ausbrachen. Ich verschränkte meine Arme und wartete einfach nur ab. Was würde jetzt passieren? Sie mussten uns jetzt erklären, was es mit den Kämpfen auf sich hatte und konnten uns nicht länger im Dunklen lassen. Ich fragte mich wirklich, was für ein Spiel hier gespielt wurde.
Eisfeder002
30.05.19 um 0:43
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Wir stiegen aus und Wachen bahnten uns einen Weg durch die Menge. Wir betraten also die Arena und gingen ein paar Treppen nach oben, bis wir auf eine Art Podest waren, extra für uns königliche Familie. Meine Eltern setzten sich auf die zwei größten Throne, Èlise und ich daneben auf die zwei kleineren. Von hier aus hatte man einen super Ausblick, stellte ich fest.
Es dauerte noch ein Weilchen bis alles voll war und alle saßen, dann betraten die ersten zwei Kämpfer die Arena. Ich stellte fest dass einer der beiden die Rothaarige war. Sofort war ich interessiert an diesem Kampf.
Ein Mann betrat die Arena, hob seine Arme und sofort wurde es still. Er begann alle zu begrüßen und die beiden Kämpfer vorzustellen, dann wandte er sich an die beiden und flüsterte ihnen etwas zu, vermutlich sagte er ihnen was der Sieger bekommen würde und was bei einer Verweigerung passieren würde. Dies sollte ein kleiner Anreiz fürs kämpfen sein, vermutete ich.
Silvaniae
30.05.19 um 21:24
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora

Leah und ich warteten ab, was nun passieren würde. Ich ließ meinen Blick über die Menge schweifen, welche alle total angetan und vorfreudig auf dieses Ereignis wirkten. Ich hatte das Gefühl, dass sie irgendwie mehr wussten, als wir selbst es taten. Es handelte sich- ihrer Kleidung nach- hauptsächlich um Leute der Oberschicht oder zumindest Mittelschicht. Auf einer Art Podest befand sich die Königsfamilie und ich glaubte den Blick des Prinzen auf Leah und mir zu spüren. Wut kochte in mir hoch. Das war alles ihre Schuld. Ich ließ ein Wurfmesser in meiner Hand erscheinen. Wie leicht es doch wäre, einen von ihnen hier und jetzt zu töten. Bestimmt gab es irgendwelche Leibwächter, aber die würden viel zu spät nur reagieren. Ich hat so, als würde ich auf den Prinzen zielen und warf das Messer auch tatsächlich, ließ es dann aber mitten in der Luft verschwinden. Ich wollte dem Prinzen nur beweisen, wie leicht es war ihn zu töten- ob ich es irgendwann tatsächlich machen würde, weil es notwendig wurde, würde sich zeigen.
Es wurde mit einem Mal sehr still und als ich meinen Blick vom Prinzen und seiner Familie abwandte, entdeckte ich einen Mann, welcher die Arena betreten hatte und nun auf uns zuging. Auf halbem Weg blieb er aber stehen, um das Publikum zu begrüßen und Leah und mich vorzustellen. Ich war irgendwie erleichtert, dass er nicht mehr als unsere Vornamen zu kennen schien- nicht mal unsre Fähigkeiten waren ihm bekannt. Als er geendet hatte, überwand er den letzten Abstand zu uns und begann leise zu sprechen: "Hier ein paar Regeln und es sei euch gut daran getan, diese zu befolgen. Ihr beide werdet kämpfen, bis ein Verlierer feststeht- dies kann durch Aufgeben oder Kampfunfähigkeit geschehen. Der Verlierer des Kampfes wird sterben- sei es durch den Kampf selbst oder danach. Wer versucht zu fliehen oder sich weigert, wird sterben. Dies wird nicht der letzte Kampf sein, also schont eure Kräfte. Eine zu große Wunde kann euren Tod im nächsten Kampf bedeuten. Dem finalen Gewinner der Kämpfe winken Ruhm und großer Reichtum und er oder sie wird der Leibwächter des Königs werden. Ihr könnt zum Kämpfen eure Fähigkeiten einsetzen, Waffén, die ihr dort drüben findet und eure Körper. Wer seine Fähigkeiten im Kampf nicht einsetzt, stirbt. Und nun, auf einen guten Kampf!" Er neigte leicht seinen Kopf und ließ mich sprachlos und verwirrt zurück. Es gab viel, was ich erst einmal verdauen musste. Wir mussten uns gegenseitig umbringen, bis nur noch einer übrig war? Was zum Teufél war nur falsch mit diesen Leuten hier, dass sie das auch noch feierten? Ich konnte nachvollziehen, warum es der König machte- er hatte vermutlich Angst um seine Macht- aber das entschuldigte oder rechtfertigte nichts. Ich wollte niemanden tötén, aber vermutlich würde mir keine andere Wahl bleiben zumindest indirekt für ihren Tod verantwortlich zu sein. Ich hatte Rory und den anderen das Versprechen gegeben zu ihnen zurückzukommen und ohne mich würden sie so ziemlich verloren sein. Sie waren einfach noch zu jung und unerfahren. Mit dem Geld des Sieges konnte ich ihnen vielleicht endlich das Leben schenken, das sie verdient hatten.
Ein lauter Gong riss mich aus meinen Gedanken- das war wohl das Startsignal. Als ich aufblickte und Leah fragen wollte, was sie von dem ganzen hielt, stellte ich fest, dass sie bereits unsichtbar war. Ich ließ meinen Blick zu dem Waffénstand wandern und in diesem Moment löste sich ein Messer in Luft auf. Leah war nun also bewaffnet und sie schien es ziemlich ernst zu meinen- sie hatte sich schneller wieder gefasst als ich. Dass sie unsichtbar war, machte das Gane gefährlich- ich durfte nicht hier in der Mitte der Arena stehen bleiben, denn so waren alle Seiten ungeschützt. Ich ließ zwei Messer in meinen Händen erscheinen und hetzte auf den Rand der Arena zu, wo ich mich mit dem Rücken gegen den kalten Stein presste, dann wartete ich ab. Ich musste mich treffen lassen, nur so konnte ich wissen, wo sie sich wirklich aufhielt. Ich wartete ab und schloss meine Augen. Ich musste auf mein Gefühl vertrauen. Dann nahm ich einen schwachen Luftzug war- das Messer, welches geschwungen wurde. Ich wirbelte blitzschnell mein Messer herum und fing den Stoß ab- allerdings einen Moment zu spät und sie erwischte mich leicht am Bauch. Es tat weh, aber der Schmerz war aushaltbar, also ignorierte ich ihn. Ich packte sie grob und stieß sie zu Boden, woraufhin ihre Fähigkeit einen Moment flackerte und sie für einige Sekunden wieder sichtbar wurde. Ich drückte sie mit meinem ganzen Körpergewicht- welches nicht gerade viel war, aber für Leah reichte es aus- auf den Boden und hielt mein Messer an ihre Kehle. "Ich möchte dir nicht wehtun, also gib bitte einfach auf..." Leah schüttelte den Kopf. "Nein... ich weiß, dass ich keine Chance gegen dich habe, aber ich bitte dich, mich zu töten. Ich weiß nicht, was sie mit dem Verlierer anstellen werden..." Sie unterdrückte ihre Fähigkeit nun ganz und wurde wieder sichtbar. "Du hast mehr Mut als alle anderen und du hast die Aufmerksamkeit des Prinzen gewonnen. Nutze das für dich und gewinne. Versprichst du mir das?" Ich nickte nur stumm, woraufhin sie die Hand hob. Ich dachte sie würde eine versteckte Waffé ziehen und mich angreifen, woraufhin ich das Messer noch etwas tiefer in ihre Haut drückte, sodass erste Blutstropfen hervorquollen, aber sie öffnete nur den Verschluss ihrer Halskette und legte mir diese in die Hand. "Bringst du die meinen Eltern und sagst ihnen wie sehr ich sie liebe?" Sie nannte mir den Wohnort und ich versprach es ihr. Ein Lächeln breitete sich auf Leahs Gesicht aus. "Ich danke dir..." Dann schloss sie ihre Augen und wartete ihr Schicksal ab. Ich hatte noch nie getötet- zumindest keinen Menschen, aber ich wollte Leah diesen Gefallen tun. Sie hatte recht- wer wusste, was die mit den Verlierern anstellte. Ich ließ ein Schwert in meiner Hand erscheinen und stieß dieses in ihr Herz. Leah bäumte sich noch einmal auf, dann lag sie reglos still da. Ich strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Die Götter mögen sich gut um dich kümmern...", flüsterte ich, dann ließ ich die Halskette in meiner Hosentasche verschwinden und richtete mich auf. Mein Oberteil war am Bauch mittlerweile ziemlich rot von Blut verfärbt. Ich hoffte nur, dass die Wunde nicht zu tief war.
Eisfeder002
30.05.19 um 21:49
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Gespannt verfolgte ich den Kampf, welcher jedoch ziemlich schnell vorbei war. Trotzdem war es interessant zu sehen was für Fähigkeiten die beiden hatten. Als die eine der beiden, sie hieß Leah, glaubte ich, ihr Leben verlor, fing das Publikum wie verrückt an zu jubeln. Meine Schwester jedoch verzog das Gesicht, meine Mutter sah starr geradeaus, nur mein Vater grinste und klatschte etwas. Ich selbst erhob mich und ging wortlos, umringt von Wachen machte ich mich auf den Weg nach unten, um das Mädchen, welches Cora hieß, abzufangen. Mein Vater hatte mir, als Kronprinz, die Verantwortung für die Formagas und die Kämpfe übertragen.
Auf dem Weg nach unten nahm ich einen Arzt mit. In der Zwischenzeit brachten Wachen das Mädchen aus der Arena in einen anderen Raum, sozusagen ein Krankenzimmer.
Auch dieses Zimmer wurde gut bewacht und hatte keine Fenster, da es sich im Untergrund befand. Ich betrat es, der Arzt hinter mir. Dieser ging sofort zu dem Mädchen und fing an sich die Wunde am Bauch anzuschauen. Ich selbst lehnte mich an die Wand an und beobachtete die beiden ganz genau, da ich bereits mitbekommen hatte wie gerne sie ihre Messer auf andere warf. ,,Morgen hast du frei, Feuermädchen", sagte ich mit so kalter Stimme wie schon bei unserer anderen Begegnung. Ich fand Feuermädchen passte zu ihr, da ihre Haare so rot waren. Nach kurzer Stille erhob sich der Arzt, das Mädchen hatte einen Verband um ihren Bauch. ,,Mein Prinz, ich wäre fertig", sagteer in meine Richtung und deutete eine Verbegung an. Ich nickte nur und stieß mich von der Wand ab.
Silvaniae
30.05.19 um 22:09
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora

Das Publikum applaudierte und jubelte wie verrückt und mir wurde schlecht. Wie konnte man den Tod eines Menschen nur so sehr feiern? Ich hatte sie aus Erbarmen getötet, nicht um die Menge zu ***, aber das konnte keiner wissen, es sei denn, man reimte sich alles zusammen. Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und wartete, dass irgendetwas geschehen würde. Tatsächlich tauchte der Mann von vorher auf und verkündete mich als Siegerin, während zwei Männer Leahs Leichnam beiseite schafften. Dann kündigte der Mann die nächsten zwei Kämpfer an. Ich fragte mich, wie die anderen Kämpfe wohl ablaufen würden. Würde sich jemand weigern zu kämpfen? Dann war dieser Mensch besser als ich. Ich war nicht gut, war es noch nie gewesen. Und auch wenn ich nicht für mich gewinnen wollte, so wollte ich doch gewinnen und war bereit den Preis dafür zu zahlen.
Wachen tauchten auf und führten mich aus der Arena. Ich folgte ihnen widerstandslos, während ich noch einmal einen letzten, wütenden Blick zur Königsfamilie hinaufwarf. Der Prinz verschwand in diesem Moment- umringt von Wachen- und ich fragte mich, wohin sie wohl gingen.
Ich wurde in einen anderen Raum unter der Erde geführt und die Wachen hießen mich an, mich auf das Bett zu setzen, zu warten und keinen Fluchtversuch zu unternehmen. Ich ließ mich auf dem Bett nieder und wartete ab. Mir blieb ohnehin keine andere Wahl und zumindest für heute würde mir wohl nichts mehr geschehen.
Kurz darauf wurde die Tür geöffnet und der Kronprinz, gefolgt von einem älteren Mann trat in den Raum. Letzterer begann sich meine Wunde anzuschauen und einen Verband anzufertigen, während ersterer einfach nur an die Wand gelehnt dastand und wartete. Was machte der Kronprinz hier? Er war bestimmt nicht gekommen um mir zu gratulieren. Es sei denn er würde das auch bei den anderen 22 Siegern tun, was ich stark zu bezweifeln wagte. Wie würden die Kämpfe überhaupt weitergehen? Wenn sie weiterhin so schnell fortfuhren würde es schon in ein paar Tagen einen Sieger geben und das war doch bestimmt viel zu langweilig. Vielleicht fanden bald weniger Kämpfe am Tag statt?
Ich war überrascht, als der Prinz mich ansprach, aber nicht überrascht von der Kälte seiner Stimme. "Feuermädchen?", fragte ich spöttisch nach. "Mal ein neuer Spitzname. Normalerweise werde ich immer nur "die flammende Diebin" genannt. Schonmal von dem Namen gehört? Ich soll ja angeblich etwas bekannter sein..." Der Arzt erhob sich und trat von mir zurück, ehe er sich an den Prinzen wandte und meinte, dass er fertig sei. "Und keine Sorge, Prinzchen, hab keine Angst... wenn ich dich tot gewollt hätte, wärst du bereits bei unserer ersten Begegnung gestorben und auch später hatte ich mehr als eine Gelegenheit dazu. Aber momentan bin ich der Überzeugung, dass du mir lebendig mehr nutzt als tot. Du solltest dafür sorgen, dass sich diese Tatsache nicht wandelt." Ich blickte ihn mit einem spöttischen Lächeln an. "Dein Vater scheint ja wirklich große Angst vor uns Formagas zu haben, wenn er uns uns gegenseitig töten lässt, als es selbst zu tun..."
Eisfeder002
30.05.19 um 22:34
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich blieb stehen und drehte mich wieder zu ihr um, sah sie mit meinen lilanen Augen an, ein kalter, fast schon verächtlicher Blick. Auf ihre Frage mit ihrem Spitznamen ging ich nicht weiter ein, stattdessen verhärtete sich mein Gesichtsausdruck bei ihren nächsten Worten und auch als sie meinen Vater erwähnte. Es stimmte, sie könnte mich mit Leichtigkeit töten. dies hatte sie öfters bewiesen. ,,Mein Vater", ich betonte es extra, ,,ist ein Feigling, lebt in Angst seinen Thron und seine Macht zu verlieren. UNd trotzdem weiß er wie er dies verteidigen kann." Letzteres sagte ich nur mit meiner halben Meinung, denn hätte ich dies nicht gesagt, würde einer der Wachen hier zu meinem Vater rennen und ihm davon erzählen, mich als Verräter darstellen. Normalerweise wäre es nicht schlimm, denn wem würde der König wohl eher glauben? Einer einfachen Wache oder seinem Sohn? Doch hier waren Zeugen, mehrere Wachen, ein Arzt und eine Formaga. ,,Ich jedoch habe Respekt vor euch, euren Fähigkeiten. Wenn du mich also töten möchtest, nur zu, ich habe genauso wenig Angst vor dem Tod. Doch du wirst es nicht tun, laut dir bin ich dir lebendig nützlicher. Nun, wollen wir doch sehen wie nüztlich ich dir bin." Ich sah sie noch einen Moment an, dann wandte ich ihr den Rücken zu, blieb jedoch noch stehen. ,,Das werfen von deinen Messer auf mich solltest du dir abgewöhnen, ein weiteres Mal werde ich die Wachen nicht zurückhalten", warnte ich, mit meiner gewohnten kalten Stimme. Diesmal ging ich wirklich, der Arzt hinter mir und die Wachen schlossen die Tür wieder. Ja, es stimmte, Angst hatte ich nicht unbedingt vor den Formagas, ich respektierte sie, ihre Fähigkeit. Denn so etwas war wunderschön, Menschen waren nicht mehr so langweilig.
Silvaniae
30.05.19 um 22:59
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich erwiderte seinen Blick ungerührt, wobei mir zum ersten Mal seine ungewöhnliche Augenfarbe auffiel. Es war ein lilaner Farbton mit leichten grauen Sprenkeln darin. Solche Augen hatte ich noch nie gesehen und sie faszinierten mich mehr, als ich jemals zugeben würde. "Ach ja, bist du dir da sicher? Jeder meiner Würfe hätte auch deinem Vater statt dir gelten können. Und vermutlich wäre es auch besser gewesen, wenn ich es gemacht hätte- dann müssten wir uns jetzt nicht gegenseitig umbringen und es würde einen Tyrannen weniger auf dieser Welt geben. Ein Tod statt 45- klingt doch verlockend, oder? Bei meinem nächsten Arenakampf sollte ich das dringend nachholen und ich möchte mal die Person sehen, die mich daran hindert...", meinte ich herablassend.
Aber wirklich interessant, dass der Kronprinz- dessen Namen ich immer noch nicht kannte, der mir aber auch ziemlich egal war- über seinen eigenen Vater solche Sachen sagte. Auch wenn er ihn am Schluss verteidigte, so wirkte es doch, als hätten sie die ein oder andere Meinungsverschiedenheit. Vielleicht würde ich mir das ja zunutze machen können.
"Wenn du keine Angst vor dem Tod hast, dann bist du nicht mutig, sondern einfach nur töricht. Und was bringt dir dann überhaupt ein Leibwächter? Dein Leben scheint dir ja ohnehin nicht viel zu bedeuten. Hast du niemanden, für den du leben willst? Freunde, deine Familie, eine Geliebte...", höhnte ich. Bei seiner Warnung ließ ich ein Messer in meinen Händen erscheine und spielte ein wenig damit. "Ich werde doch ohnehin sterben- da sollte ich doch zumindest ein wenig Spaß davor haben...", erwiderte ich und beobachtete dann, wie der Prinz, gemeinsam mit Arzt und Wachen den Raum verließen. Und jetzt? War ich bis übermorgen in diesem Raum eingesperrt? Es hatte keine weitern Anweisungen gegeben. Na super... noch mehr Langeweile. Ich wollte hier einfach nur raus. Aber damit war ich vermutlich nicht alleine. Während ich mit dem Prinzen gestritten hatte, kämpften gerade zwei weitere Personen um ihr Leben.
Eisfeder002
30.05.19 um 23:18
Avatar von Eisfeder002

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Liron
Ich ging auf keine ihrer Worte ein, verließ einfach stumm das Zimmer. Ich hatte keine Lust mich weiterhin mit einer Formaga zu streiten, welche sowieso bald sterben würde. ,,Lasst sie noch ein Weilchen da drinnen, danach bringt ihr sie zurück in den Raum der Formagas", befahl ich den Wachen, welche nickten. Vielleicht würde sie doch nicht frei haben, ich wollte schauen was sie alles konnte und vielleicht mochte ich es auch nicht wenn sie sich mit mir anlegte. Außerdem hatte sie soeben meinen Vater bedroht und als Sohn, Kronprinz und leiter dieser Kämpfe war es meine Pflicht den König zu schützen. Den König und vor allem meine Schwester und Mutter, denn die beiden waren ebenso ein leichtes Ziel.
Der Arzt entfernte sich und betrat einen anderen Raum, machte sich wahrscheinlich für den nächsten verletzten bereit. Mir jedoch ging die kleine Drohung von Cora nicht aus dem Kopf. In Gedanken versunken machte ich mich also wieder auf den Weg zurück zu meiner Familie, umringt von Wachen. Es dauerte nicht lange, als ich ankam. Ich stellte fest, dass der zweite Kampf bereits begonnen hatte und bereits länger andauerte als der erste. Doch davon ließ ich mich nicht ablenken, stattdessen stellte ich mich neben meinen Vater. ,,Du solltest aufpassen, Vater. Das Feuermädchen hat gedroht", flüsterte ich ihm zu, da ich Elise und meine Mutter nicht beunruhigen wollte. Mein Vater schwieg kurz und warf mir dann einen Seitenblick zu. ,,Du sagst also ich soll vor so einem Mädchen Angst haben?", sagte er verächtlich. ,,Das sage ich nicht, doch du sollst aufpassen. Sie sind wütend, falsche Versprechungen und der König, welcher sie angelogen hat, sitzt ungeschützt hier und schaut bei den Kämpfen zu. Ein leichtes Op.fer, nicht?", erinnerte ich ihn, woraufhin mein Vater sich nun ganz an mich wandte, mit einem wütenden Blick. ,,Mein Sohn, sagst du mir eben ich habe etwas falsch gemacht?" Seine Stimme klang ruhig, doch trotzdem lag ein drohender Unterton darin. Da ich schwieg war ihm dies Antwort genug und er winkte Wachen herbei. ,,Geh, ich möchte dich heute nicht mehr bei diesen Kämpfen sehen. Du hast kein Recht mich zu hinterfragen, mich und meine Met***, Pläne." Eindeutig wütend. Er hatte es noch nie gemocht wenn man ihn kritisierte. Gerne würde ich etwas sagen, doch war ich schlau genug meinen Mund zu halten. Stumm kehrte ich ihm also den Rücken zu und ging, umringt von Wachen, welche mich sicher unter die Arena bringen würden.
Silvaniae
30.05.19 um 23:53
Avatar von Silvaniae

Re: Formaga ~ Until we face the last one

Cora
Ich setzte mich wieder auf das Bett und starrte gedankenverloren auf die Decke. Ich vermisste Rory und die anderen Kleinen. Ich hoffte nur, sie konnten für sich sorgen. Ich hatte einige Diebesgüter versteckt, welche sie nun verkaufen und so an Nahrung gelangen konnten. Ich hoffte, dass sie nicht selbst auf Diebeszüge gehen würden- auch wenn ich sie ausbildete, machten sie immer noch zu viele Fehler und wenn einer von ihnen erwischt wurde, würden sie hängen. Man machte kurzen Prozess mit Dieben- so wie man es auch mit meinen Eltern gemacht hatte. Ich hatte ihren Fehler nie begangen und mich erwischen lassen. Meine Eltern hatten nur ein einziges Mal gestohlen- ich war sehr krank gewesen und hatte dringend Medizin gebraucht, die wir uns aber nicht leisten konnten. Meine Eltern stahlen sie, doch sie wurden dabei gesehen und kaum, dass ich die Medizin eingenommen hatte, stürmten Wachen unser Haus. Danach sah ich meine Eltern niemals wieder- ich wurde einfach krank zurückgelassen- ich hatte wohl Glück, dass ich die Krankheit überstand und danach einen Weg fand an Nahrungsmittel zu kommen. Und ich hatte Glück, dass ich ein Händchen für Diebstähle hatte. So wie ich es eben wieder bewiesen hatte. Ich öffnete meine Hand und betrachtete den Gegenstand, den ich dem Prinzen gestohlen hatte. Ob er wohl schon mitbekommen hatte, dass er fehlte? Und würde er glauben, dass er er ihn verloren hatte oder würde er mich im Verdacht haben? Immerhin hatte ich ihm verraten, wer ich war: Die flammende Diebin. Ich wusste nicht, ob mein Name bis in die Hauptstadt vorgedrungen war, aber es gab in meinem Heimatort und auch in einigen Dörfern, durch die ich gereist war, Suchplakate von mir.
Während ich darauf wartete, dass irgendetwas passierte, legte ich mir die Haslkette um, welche mir Leah gegeben hatte. Ich hatte Angst sie ansonsten zu verlieren. Ich würde das Versprechen einhalten und auch für sie gewinnen, damit ich ihren Eltern diese Kette bringen konnte. Sie würden aber vermutlich nicht gerade glücklich sein, dass ausgerechnet ihre Mörderin diese vorbeibrachte.
Es waren vermutlich einige Stunden vergangen, als sich die Tür wieder öffnete und eine Wache mich misstrauisch beäugte- er hatte wohl schon von meinen Fähigkeiten gehört. "Mitkommen!", befahl er mir- eine Hand an seinem Schwert. Ich stand auf und folgte ihm dann durch die verwinkelten Gänge., bis wir schließlich wieder vor meinem Zimmer standen. "Drinnen bleiben. Essen steht auf deinem Bett!", befahl er mir und wartete dann, bis ich den Raum betreten hatte. Dann schloss sich die Tür krachend hinter mir und ich hörte wie ein Schlüssel umgedreht wurde. Ich setzte mich auf das Bett und beäugte misstrauisch das Essen- war da wieder Schlafmittel drinnen? Ich beschloss lieber nichts davon zu essen und legte mich stattdessen hin. Keiner der anderen aus dem Zimmer war bisher zurückgekehrt und ich fragte mich, ob es daran lag, dass sie wie Leah tot waren oder ob sie einfach noch nicht gekämpft hatten. Ich betrachtete nachdenklich die Kette in meiner Hand, welche ich von dem Prinzen gestohlen hatte. Sie besaß einen silbernen drachenförmigen Anhänger, wobei die Augen aus lilanen Edelsteinen waren, und ich strich sanft über die filigranen Muster- die war bestimmt teuer gewesen und könnte meine Freunde und mich monatelang ernähren. Ich hängte mir die Kette um, um den Prinzen das nächste Mal, wenn ich ihn sah, wieder etwas zu provozieren- das sorgte wenigstens ein kleines bisschen für Unterhaltung und Ablenkung von all den schrecklichen Vorgängen. Irgendwann döste ich- ganz ohne die Hilfe irgendwelcher schlaf-bewirkenden Kräuter- ein. Der Kampf war kräftezehrender als gedacht gewesen, trotz seiner kurzen Dauer.
Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 31.05.19 um 14:13 von Silvaniae