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@ ---Lara---

Baidecon
11.07.19 um 0:15
Avatar von Baidecon
Hey, wir haben ja schon alles besprochen, dann wäre es jetzt wohl an der Zeit für Steckbriefe.
---Lara---
11.07.19 um 0:18
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Hier bin ich. n-n
Sollen wir die Steckbriefe kurz halten?
Baidecon
11.07.19 um 0:26
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Können wir machen.
---Lara---
11.07.19 um 0:29
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

So okay?

Name
Alter
Aussehen
Baidecon
11.07.19 um 0:31
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Ist okay.
---Lara---
11.07.19 um 0:50
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Name
Der Name der jungen Frau lautet Rosabelle [Belle] Temple.
Alter
Rosabelle ist 21 Jahre alt.
Aussehen
https://image.tmdb.org/t/p/original/nlLYr35U3QWUXz9zY1TbZCW2wu7.jpg
//blonde Haare| braune Augen | 1,75m groß | schlank | lange Beine//
Baidecon
11.07.19 um 0:52
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Name Adam White
Alter 23 Jahre, sein Geburtstag ist am 21. April.
Aussehen Seine Körpergröße beträgt 185 cm, er ist durch körperliche Arbeit trainiert und sieht zwar nicht wie ein offensichtlicher Muskelprotz aus, hat aber genug Muskelmasse, um den Frauen im Vorbeigehen ein Quieken entweichen zu lassen. Er hat von der Sonne leicht dunkel gebrannte Haut und kinnlange haselnussbraune Haare mit vereinzelt blonden Strähnchen, die sein Gesicht wellig umrahmen und gerne auch verdecken, wenn sie zerzausen. Sein Gesicht hat eine markante Form mit eckigem Kinn, seine Augen haben verhältnismäßig lange dunkle Wimpern und erscheinen dunkelbraun.
---Lara---
11.07.19 um 0:55
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Würdest du anfangen?
Baidecon
11.07.19 um 0:59
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Sie arbeitet in einem Salon, richtig? Dann würde ich ihn dort vorbeikommen lassen.
---Lara---
11.07.19 um 1:02
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Joa, ich würde sagen sie arbeitet da an der Bar.
Baidecon
11.07.19 um 1:16
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Adam White
Es war später Abend, als ich mich der einzigen Bar weit und breit näherte. Da ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt war, musste ich mich von den größeren Städten fernhalten und hier in der Einöde interessierte es doch sowieso keinen, ob man nun gesucht wurde oder nicht. Solange ich keinen Ärger verursachen würde, wäre alles in Ordnung. Und vielleicht könnte ich das ja sogar mal tatsächlich umsetzen.

Die beiden lackierten Holzflügel gingen schwungvoll auf, als ich sie zur Seite stieß, um den Raum betreten zu können. Trotz des hohen Geräuschpegels, der von Betrunkenen und einem Piano stammte, stach das unverkennbare Klackern meiner Absätze aus der Geräuschkulisse hervor. Das war leider einer der Nachteile, die diese verflúchten Stiefel mit sich brachten, aber zumindest musste jeder damit leben, nicht nur ich. Lediglich unbemerkt von einem Tatort zu entkommen, war damit schwer.

Die Kleine an der Bar stand dort gerade so gelangweilt oder vielleicht auch genervt herum, was interessierten mich schon deren Gedanken? Frauen waren für mich nichts weiter als etwas, womit man für ein, zwei Stunden eine ganz passable Zeit haben und es dann aussetzen oder wegwerfen konnte. "Ein Bier.", bestellte ich und schnippte der Bedienung den entsprechenden Betrag in Form von Münzen entgegen. Ob sie das empörte, war mir egal, ich drehte mich einfach weg, bis mein Getränk endlich neben mir stehen konnte und zündete mir solange schon einmal eine Zigarette an.
---Lara---
11.07.19 um 1:40
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Rosabelle Temple
Ich hatte mittlerweile aufgehört die Tage zu zählen, jedoch war ich nun bereits seit über einem Jahr hier und hatte noch nichts erreicht. Wie auch, wenn man mir die Anweisung gab an diesem verschlafenen Ort zu bleiben und einfach abzuwarten was geschah. Die glaubten doch nicht ernsthaft, dass die gesuchte Person hier einfach irgendwann auftauchen würde. So ein Schwachsinn.
Langsam war ich es echt Leid. Ich wurde hin und wieder von Heimweh geplagt, welches mich zurück nach Hause zog. Nicht zu vergessen die Krankheiten und der Gestank, der stets in der Luft lag. Ich hatte mich zwar zum größten Teil daran gewöhnt, jedoch stieg er mir an manchen Tagen wieder in die Nase.
Eine angenehme Sache war jedoch, dass es hier noch wahre Gentlemen gab. Aber was sollten sie auch anders tun? Ihr Geschlecht war klar in der Überzahl und wenn sie hier eine Frau abbekommen wollten, dann zählte der erste Eindruck nun einmal. Und so brachten die meisten mir Respekt und Höflichkeit entgegen, in der Hoffnung sie hätten eine Chance.

Aber auch eben nur die meisten. Gerade schnippte mein neuer Gast mir eine Münze zu und forderte im Gegenzug dafür ein Bier. Genervt nahm ich die Münze entgegen und schob ihm dann das gewünscht Getränk hinüber. Etwas abseits von ihm stütze ich mich dann mit den Unterarmen auf den Tresen und beobachtete das Treiben. In gewissermaßen war ich auch froh darüber hier zu sein, denn es war eine Erfahrung, die sicher nicht jeder machen konnte. Nicht mal annähernd jeder. Eigentlich sogar niemand, abgesehen von ein paar auserwählten Personen, zu denen ich gehörte. Womit ich das verdient hatte wusste ich selbst nicht genau, aber ich war dankbar dafür.
Der Pianist war mittlerweile von seinem Hocker gezogen wurden, da er in seinem Zustand keine richtige Taste mehr getroffen hatte. Somit war die Musik ausgeklungen, was jedoch nicht allen zu gefallen schien.
"Miss Rosabelle, könnten Sie nicht auf dem Piano spielen?", fragte mich ein kleiner Junge. Es war Charles, der Sohn des Besitzers dieses Saloons. Mit seinen großen, braunen Augen sah er mich bittend an.
"Wie könnte jemand dir einen Wunsch ausschlagen.", antwortete ich ihm lächelnd und kam dann hinter dem Tresen hervor. "Candace.", rief ich eine der weiteren Bedienungen und deutete dann auf die Bar, woraufhin sie nickte und meinen Platz einnahm. Ich hingegen begab mich zu dem Piano hinüber. Vor den Stufen, welche zu diesem hinauf führte, wartete bereits ein junger Mann welcher mir seine Hand anbot. Lächelnd nahm ich diese und erführte mich die Stufen hinauf, bis zum Hocker, welcher vor dem Musikinstrument stand. Auf diesem ließ ich mich nieder und strich mir kurz den roten Rock glatt.
Behutsam legte ich meine Finger auf die Tasten und atmete einmal tief durch, ehe ich dann zu spielen begann.

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Baidecon
11.07.19 um 2:23
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Adam White
Tatsächlich dauerte es nicht lange und ich nahm im Augenwinkel wahr, wie eine zarte Hand mit feinen Gelenken mein Getränk geräuschvoll neben mir auf der Theke anstellte. Sofort ergriff ich das Glas mit der freien Hand und nahm einen tiefen Schluck. In dieser gottverlassenen Gegend blieb einem gar nichts anderes übrig, als sich die Birne wegzusáufen.
Früher hatte ich Menschen, die Alkohol tranken, verabscheut. Aber das schien so ewig weit weg und es bereitete mir Kopfschmerzen, an diese Zeit zurückzudenken. Ich hatte einen Schlussstrich gezogen und fertig. Das ging mich nichts mehr an.

Seinem Spiel nach zu urteilen, hatte der Pianist schon etwas zu tief ins Glas geschaut und wurde von ein paar Männern mit vereinten Kräften von seinem Instrument weggezogen. Mit männlichen Musikern konnte ich nie etwas anfangen. Generell interessierte mich Musik nicht besonders, aber wer hatte denn etwas gegen eine schöne Sängerin auszurichten? Sie musste ja nicht einmal Talent haben, sondern einfach nur gut aussehen, das reichte mir.

Wie gerufen, näherte sich nur kurze Zeit später eine weibliche Bedienung dem Piano. Ich nahm nicht einmal ihr Gesicht zur Kenntnis, nur ihr roter Rock fiel mir auf, da er so aus dem blassen Einheitsbrei der anderen Frauen herausstach. Sie konnte unmöglich von hier stammen, vermutlich kam sie aus einer der großen Städte. Der Gedanke löste sofort Verbitterung in mir aus. In großen Städten lebten reiche Menschen und reiche Menschen hatten Geld und Besitztümer.
Aber wie dieser Schleimer vor den Stufen auf sie wartete, um sie dann hoch zu begleiten! Hier schätzte man ja die Art eines wahren Gentlemans. Wobei es aber auch genug Frauen gab, die sich mehr zu einem mysteriösen, nicht so ehrenhaft erscheinenden Mann hingezogen fühlten. Kurz ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen. Nein, da war nichts vorhanden, was sich irgendwie lohnen würde. Frustriert kippte ich den Rest meines Biers in mich hinein und bestellte etwas Stärkeres, vielleicht einen Whiskey.

Während ich nach und nach die Gläser leerte und eine Zigarette nach der anderen rauchte, schritt der Abend immer weiter voran und mit der Zeit gingen auch die anderen Besucher nach und nach. Ich wusste, dass ich eine hohe Toleranzgrenze hatte, aber selbst für mich wurde es langsam zu viel. Gerade war ich im Inbegriff, ebenfalls zu gehen, als wieder der rote Rock durch mein Blickfeld rauschte. Ohne nachzudenken, drehte ich mich zu seiner Besitzerin um und fragte: "Wieviel willste für 'ne Nacht?"
---Lara---
11.07.19 um 2:43
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Rosabelle Temple
Ich hatte eigentlich vorgehabt lediglich ein Lied zu spielen, doch während des ersten Liedes hatte sich Charles zu mir auf den Hocker gesetzt und bat immer wieder um ein weiteres Lied. Ihm zur Liebe begann ich schließlich auch zu den Melodien, die ich dem Piano entlockte, zu singen. Ab diesem Moment wurde es dann auch still in dem Saloon und um die meisten Männer war es geschehen. Mit verträumten und sehnsüchtigen Blicken sahen sie zu mir hinauf und applaudierten nach Ende eines jeden Liedes.

"Komm Charles, ab ins Bett.", wurde dann irgendwann von einer männlichen Stimme gerufen, die Charles Vater gehörte.
"Ich will noch hier bleiben. Bei Ihnen Miss Rosabelle.", meinte Charles zu mir, woraufhin ich ihn anlächelte.
"Du solltest auf deinen Vater hören, Charles. Es ist schon spät.", erwiderte ich. "Und du kannst mich einfach Belle nennen."
"Bringst du mich ins Bett?", wollte er wissen, woraufhin ich den Kopf schüttelte.
"Nein, ich muss noch hier bleiben. Aber dein Vater macht das sicher. Und jetzt ab mit dir.", antwortete ich und fuhr ihm einmal mit der Hand durchs Haar, ehe er dann aufstand und sich in den oberen Teil des Gebäudes begab. Lächelnd sah ich ihm nach und stand dann ebenfalls auf. Dies war auch der Moment in dem sich das Gebäude leerte und die meisten Personen nach Hause gingen.
Ich machte mich daran die Tische abzuräumen und die Gläser abzuwaschen. Nachdem ich zum wiederholten Male mit einigen Gläsern zum Tresen ging, hinter dem sich auch das Waschbecken befand, würde ich von einer Person eingesprochen. Es war ein junger Mann, welcher sich erkundigte, wie viel ich für eine Nacht haben wollte. Verärgert blickte ich ihn an.
"Solche Dienste biete ich nicht an. Sie müssen sich wohl jemand anderen suchen.", antwortete ich trotz allem mit ruhiger, aber bestimmter Stimme und setzte dann meinen Weg fort. Hinter dem Tresen wandte ich dem jungen Mann den Rücken zu und begann dann damit die Gläser abzuwaschen. Die anderen Mädchen waren bereits nach Hause gegangen und auch die Gäste waren nicht mehr sonderlich zahlreich vorhanden.
Baidecon
11.07.19 um 13:30
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Adam White
"Solche Dienste biete ich nicht an. Sie müssen sich wohl jemand anderen suchen."
So ein Gör, was bildete die sich denn ein? Ich hatte ja schon ein paar störrische Weiber getroffen, aber das war echt unerhört. Möglicherweise war auch die Menge an Alkohol in meinem Blut schuld an meiner Wut, aber das war mir in dem Moment so ziemlich egal. Man wies mich, Adam White, nicht einfach so ab. Eine Frau hatte nicht darüber zu entscheíden, was ich mit ihr anstellte und was nicht.
Sie stand hinter dem Thresen, mir mit dem Rücken zugewandt, und spülte ein Glas nach dem anderen. Sie würde bestimmt eine gute Hausfrau abgeben. Ich konnte sie mir richtig gut vorstellen, wie sie in der Küche stand, nur mit einer Schürze bekleidet und dort ihre "Arbeit" verrichtete. Ich hatte mir schon immer eine Hausfrau gewünscht, sollte ich jemals heiraten. Und davon gab es in dieser Gegend zum Glück mehr als genug, im Gegensatz zu meiner Heimat. Wenn sie das überhaupt noch war.
Ich verfolgte die Bewegungen ihrer Arme, während sie Glas um Glas in die Hand nahm, ordentlich spülte und zum Schluss mit einem Tuch polierte. Von hinten sah sie schon ganz passabel aus, vielleicht war es aber auch einfach nur das Kleid.
Es war mir egal, ob noch andere Menschen anwesend waren oder nicht. Diese Frau hatte mich abgelehnt und so etwas konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Wo kämen wir denn sonst hin?
Immer noch abgelenkt durch ihre Arbeit, konnte ich mich ihr unbemerkt von hinten nähern. Gezielt ließ ich meine Hände seitlich auf ihre Hüften niedersaußen und packte kräftig zu, während ich sie mit all meinem Körpergewicht gegen die Spüle presste.
Ehe sie sich wehren oder ausbüxen konnte, griff ich mit einer Hand fest in ihre langen blonden Haare und zog ihren Kopf nach hinten, sodass er an meiner Brust anlehnte.
"Glaubst du echt, du hättest da was zu melden? Ha, ihr Weiber seid echt alle gleich!", sprach ich, sie weiterhin fest im Griff haltend. Es war nicht das erste Mal, dass ich eine Frau auf diese Weise bedrängte und sollte sie sich doch noch wehren, dann konnte ich auf meine Muskelkraft und meine Schusswàffe, die an meinem Gürtel hing, zählen. Was für ein erbärmliches Wesen.
---Lara---
11.07.19 um 14:10
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Rosabelle Temple
Die Zeit verstrich, in der ich Glas um Glas abwusch und dann polierte. Es war eine eintönige Arbeit, aber es gehörte nun einmal dazu.
Ich war fast fertig, als ich plötzlich fest an der Hüfte gepackt wurde und sich ein Körper gegen den meinen drückte, woraufhin ich gegen das Waschdecke gepresst wurde. Beinahe hätte ich das Glas fallen lassen, konnte es dann aber doch noch festhalten und stellte es nun neben der Spüle ab. Kurz darauf griff die Person hinter mir mit der Hand in meine Haare und zog meinen Kopf somit gewaltsam in den Nacken. Ich verzog mein Gesicht aufgrund des Schmerzes.
"Glaubst du echt, du hättest da was zu melden? Ha, ihr Weiber seid echt alle gleich!", kam von der Person und ich wusste genau wer da hinter mir stand. Und ich wusste auch, dass solche Leute wie er meist eine Waffe bei sich trugen.
Und obwohl ich bis jetzt noch nie in einer solchen Situation war, zumindest nicht ohne Hilfe von außen zu erhalten, hatte ich einen Plan. Immerhin war ich auch auf so etwas vorbereitet wurden. Ich war auf alle möglichen Szenarien vorbereitet wurden. Man lehrte mich die Selbstverteidigung, den Umgang mit Waffen, das Tanzen, die Geschichte. Wahrscheinlich hatte ich mehr Ahnung von diesem Zeitalter, als die Leute, die hier lebten.
Und so zögerte ich auch nicht lange, ehe ich meinen Arm schräg in die Höhe riss, woraufhin ich den Mann hinter mir mit dem Ellbogen ins Gesicht traf. Wahrscheinlich nicht aus Schmerz, sondern aufgrund der Tatsache, dass er es nicht erwartet hatte, ließ er mich los und weichte einen Schritt zurück. Während er diese Bewegung machte, zog ich ihm den Revolver aus der Halterung in seinem Gürtel. In einer gekonnten Handbewegung checkte ich schnell, ob der Revolver geladen sei und stellte fest, dass sich in jeder Kammer eine Patrone befand. Es überraschte mich nicht.
Den Lauf der Waffe richtete ich nun auf meinen Gegenüber. "Du solltest jetzt besser gehen.", stellte ich klar.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.19 um 14:11 von ---Lara---
Baidecon
11.07.19 um 14:51
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Adam White
Einen Moment lang wähnte ich mich schon siegessicher und begann, mir in Gedanken auszumalen, wie ich weiter mit ihr vorgehen würde. So viele Bilder von möglichen Ideen und nur so wenig Zeit.
Doch mir blieb kein Augenblick, um zu einem Entschluss zu kommen, als die Göre unvermittelt ihren Arm in die Höhe riss und mir dabei ihren Spitzen Ellenbogen ins Gesicht rammte. Verdámmtes Árschloch, spätestens am nächsten Morgen würde sich die komplette Backe blau verfärbt haben.
Aber was mich mehr überraschte, war der unerwartete Angriff, weshalb ich unwillkürlich einen Schritt zurücktrat und mein Òpfer dabei freigab. Ehe ich mich versah, wirbelte sie herum und griff nach meinem geladenen Revolver. Verdámmt.
Was mich vollends erstaunte, war die gekonnte Bewegung, mit der sie beinahe unmerklich das Magazin überprüfte und dann zielsicher auf mich hielt. Ein normaler Mensch hätte nun die Arme hochgerissen und sich ergeben, aber ich war nun mal kein normaler Mensch, ganz im Gegenteil.
"Du solltest jetzt besser gehen."
Wie cool sie dabei blieb, als sei es etwas ganz Alltägliches, einem Mann seinen Revolver zu entwenden und ihn dann damit zu bedrohen. Dass mir so etwas passieren würde und dann auch noch durch eine Frau... Die Zeiten änderten sich eben.
"Ist ja gut, ich verpìss mich ja schon.", sagte ich beschwichtigend, ohne dabei jedoch die Hände zu erheben und drehte mich um. Auf meinem Weg Richtung Ausgang spürte ich ein leichtes Ziehen im Nacken, wie immer, wenn jemand auf mich zielte. Ohne Wàffe fühlte ich mich inzwischen nàckt, so sehr ich sie am Anfang auch gehásst hatte. Mit der Zeit konnte man sich an alles gewöhnen. Und was ich gelernt hatte, war, dass ein Mann ohne Wàffe hier aufgeschmissen war.

Tatsächlich schaffte ich es ohne weitere Zwischenfälle nach draußen und begab mich in das kleine heruntergekommene Hotel, das einzige weit und breit, in dem ich ein Zimmer gemietet hatte. Inzwischen dröhnte mein Schädel und ich wollte nichts weiter, als zu schlafen. Zuerst aber musste ich für meine eigene Sicherheit sorgen, wofür ich mich auf den knarrenden Holzboden kniete, so gut es in meinem alkòholisierten Zustand ging. Ich traute es mir nicht mehr zu, im Dunkeln ein Streichholz und damit eine Kerze zu entzünden, aus Angst, mit Pulver in Berührung zu kommen. Deshalb musste ich mit meinen Händen den Boden absuchen und ertasten, welche der losen Dielen sich am weitesten anheben ließ. Endlich, das musste sie sein. Ich griff hinein und verzog das Gesicht, als ich Spinnweben an meinen Fìngern spürte. Hoffentlich würde sich da mal keine Schlange oder andere unerwünschte Tiere einnisten. Vielleicht sollte ich demnächst mal den Standort wechseln. Es dauerte nicht lange und mein Ersatzrevolver kam zum Vorschein, zusammen mit einer ganzen Menge Kugeln zum Nachfüllen. Das Gerät steckte ich wieder in das Halfter an meinem Körper, die Kugeln verstaute ich an verschiedenen Orten, wo ich sie schnell wiederfinden konnte.
Ich legte mich endlich auf das so sehnlich erwartete Bett und nahm nicht einmal mehr wahr, wie hart und dünn die Matratze war und dass ich jeden einzelnen Latténrost hindurchspüren konnte. Diese Hexe würde dafür zahlen, dass sie sich meines Revolvers bemächtigt hatte, sie sollte nur abwarten.
Ehe ich mir detailliertere Rachepläne überlegen konnte, schlief ich ein.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.19 um 14:52 von Baidecon
---Lara---
12.07.19 um 0:11
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Rosabelle Temple
Zu meiner Erleichterung gab mein Gegenüber nach und verließ schließlich den Saloon. Im Hintergrund sah ich Dean, den Besitzer dieses Gebäudes, die Treppe hinunter kommen, in der Hand ein Gewehr.
"Wo ist der Mistkerl hin?", fragte er aufgebracht, woraufhin ich kurz mit den Schultern zuckte.
"Abgehauen.", antwortete ich knapp, ehe ich den Revolver unter den Bund meines Rockes schob.
"So jemandem nimmt man nicht einfach seine Waffe ab. Du solltest heute lieber hier in einem der Zimmer schlafen. Zur Sicherheit.", schlug er vor und auch, wenn ich zu Anfang von der Idee nicht wirklich begeistert war, stimmte ich schlussendlich zu, denn Dean ließ nicht locker.
Und während er dann schließlich wieder nach oben ging, wusch ich das restliche Geschirr ab und wartete bis auch die letzten betrunkenen Männer gegangen waren, wobei ich den letzten von ihnen schließlich vor die Tür setzte. Nachdem dann auch die Stühle auf die Tische gestellte war, machte ich mich ebenfalls auf den Weg in das obere Geschoss und folgte Deans Wegbeschreibung zu dem Zimmer, welches ich in der heutigen Nacht beziehen sollte.
Es war recht klein und nur durch eine Gaslampe beleuchtet, jedoch reichte es allemal, denn ich benötigte für die Nacht lediglich ein Bett und dies war vorhanden. Den Revolver legte ich auf die Kommode neben dem Bett, um ihn in Griffweite zu haben.
Da ich logischerweise keinerlei Kleidung zum Wechseln mit hatte, geschweige denn Nachtgewänder, legte ich mich einfach so wie ich war ins Bett und zog die Decke über mich. Am morgigen Tag würde ich mich dann in der Frühe zu meiner Hütte begeben und dort versuchen Kontakt zu meinem Auftraggebern aufzunehmen. Und abends würde ich dann wieder hier sein um zu arbeiten.
Nun schlief ich jedoch erst einmal ein und versank in die Welt der Träume.
Baidecon
12.07.19 um 2:02
Avatar von Baidecon

Re: @ ---Lara---

Adam White
Das Erste, was ich nach dem Aufwachen feststellte, waren höllische Kopfschmerzen. Wahrscheinlich hatte ich den vorigen Abend zum wiederholten Mal mit ein paar Getränken zu viel ausklingen lassen. Aber egal, wie oft es doch passierte, ich schien nicht aus meinen Fehlern zu lernen. Frustriert seufzte ich, drehte mich um und legte das dünne Kissen, das mehr wie ein Handtuch als etwas zur Ablage des Kopfes aussah, auf meinen Hinterkopf, in der Hoffnung, es würde irgendetwas bewirken.
Mein Revolver.
Schlagartig sprang ich auf und sah noch einmal prüfend auf die Nachtkommode am Kopfende des Bettes. Tatsächlich, kein Revolver. Wo konnte das verflùchte Ding nur sein? Ein Mann ohne Wàffe war wie ein Pfannkuchen ohne Pfanne!
Nachdem ich alles hektisch und auch noch etwas ungeschickt abgesucht hatte, fand ich zu meiner Erleichterung zumindest meinen Ersatzrevolver in der Halfterung an meinem Gürtel. Der Unterschied konnte einem gar nicht auffallen, wenn man nicht die verschiedenen Schrammen und Einkerbungen so gut kannte wie ich. Aber mir fiel er auf und es hatte einen bitteren Beigeschmack, dass eines meiner beiden wertvollsten Besitztümer nun fehlte. Wo war das Teil denn nur hingekommen?
Ich setzte mich auf die Bettkante und gab mein Bestes, den Abend in meinem löchrigen Gedächtnis zu rekonstruieren. Generell traute ich meinen Erinnerungen nicht mehr, manchmal kam es mir glatt so vor, als sei alles, was vor dieser Gegend kam, einfach nur ein Fiebertraum gewesen. Wie schön musste das nur sein.
Eine junge Frau in einem roten Kleid, in der einzigen Bar weit und breit. Sie... Was hatte sie gemacht? Meine Erinnerung an diesen Teil war nur bruchstückhaft und unzusammenhängend vorhanden, aber aufgrund früherer Erfahrungen konnte ich mir denken, dass ich sie in betrunkenen Zustand bedrängt haben und von ihr dann angegriffen worden sein musste. Vermutlich hatte sie sich irgendwie meines Revolvers bemächtigt, was in meinem Zustand sicher auch nicht schwer gewesen wäre.
Das ganze Nachdenken verschlimmerte nur meine Kopfschmerzen und ich wünschte mir in diesem Moment wirklich, über Schmerzmittel zu verfügen. Ach, das waren noch Zeiten...
Jetzt war aber nicht die Zeit für solche Gedanken. Wenn ich mich nicht beeilte, konnte sich diese Frau mit meinem Besitz aus dem Staub machen, ihn vielleicht auch noch verkaufen. Bloß nicht weiter nachdenken...

Kurze Zeit später nahm ich Stellung hinter einer Häuserfassade gegenüber der Bar. Ich wusste, dass mich hier niemand entdecken konnte, erstens, weil sie gut versteckt war und zweitens, weil das dazugehörige Haus schon lange leerstand. Es gäbe also auch keinen Grund, weshalb sich jemand hierher begeben sollte. Wenn ich Glück hatte, müsste die Frau entweder die Bar verlassen oder früh kommen, um sie für den Abend vorzubereiten. Je nachdem, was der Fall wäre, würde ich mich dann unauffällig an ihre Fersen haften und in einem geeigneten Moment ganz lieb und nett um meinen Revolver bitten. Beziehungsweise ihn an mich bringen und dann verschwinden.
Mal wieder seufzte ich. Schon wieder ein Ort, an dem ich Scheíße angestellt hatte und ihn deshalb verlassen musste. Warum konnte ich mich nicht auch einmal normal verhalten? Und warum musste ich ausgerechnet jetzt vollkommen verkatert sein, wo es doch meine einzige Chance war?
---Lara---
15.07.19 um 0:40
Avatar von ---Lara---

Re: @ ---Lara---

Rosabelle Temple
Ich wachte am nächsten Tage bereits in der Früh auf. Nicht zuletzt, da auch Charles bereits auf den Beinen war und durchs Haus tobte. Ich fand es schon immer bewundernswert wie viel Energie Kinder doch besaßen.
Kurz blieb ich noch liegen, ehe ich mich dann von dem Bett erhob. Glücklicherweise hatte es in der Nacht nicht irgendwelche Zwischenfälle gegeben, denn Kerlen wie dem gestern, war im Grunde genommen alles zuzutrauen. Jedoch war es eine ruhige Nacht gewesen. Zumindest der Teil, der nach meiner Arbeit von der Nacht noch übrig gewesen war. Wirklich ausgeschlafen fühlte ich mich nicht, doch das war bereits zur Gewohnheit geworden.
Nachdem ich mein Oberteil wieder ordentlich in den Rock gesteckt hatte, nahm ich mir den Revolver, welcher noch immer auf der Kommode lag und steckte diesen in den Bund meines Rockes. Kurz fuhr ich mir noch einmal mit den Händen durch die etwas zerzausten Haare und verließ dann das Zimmer. Auf dem Flur kam mir dann auch schon gleich Charles entgegen.
"Guten Morgen Miss Ros...ich meine Belle.", grüßte er mich lächelnd.
"Guten Morgen Charles. Ich hoffe du hast gut geschlafen.", erwiderte ich, ebenfalls mit einem Lächeln auf den Lippen.
"Ja, das habe ich. Und jetzt wollte ich...", er stoppte kurz. "Whoa! Ist das ein echter Revolver?"
"Mh? Ach, ja ist es.", bestätigte ich.
"Wo hast du den denn her?", wollte der Junge wissen. "Darf ich ihn mal haben?"
"Die Geschichte wo ich ihn her habe ist nicht für die Ohren von Personen deinen Alters bestimmt. Und natürlich kannst du ihn nicht haben. Das ist kein Spielzeug Charles. Es ist eine Waffe und die können gefährlich sein.", antwortete ich mit etwas ernsterer Stimme, woraufhin mein Gegenüber seinen Blick beschämt zu Boden senkte.
"In Ordnung.", nuschelte er.
"Und jetzt geh weiter spielen. Wir sehen uns heute Abend wieder.", meinte ich lächelnd und wuschelte ihm einmal durchs Haar, ehe ich dann meinen Weg fortsetzte. Ich hatte nämlich vor in meine kleine Hütte zu gehen, um ein paar Dinge zu erledigen. Unter anderem musste ich mir neue Kleidung anziehen und den Revolver irgendwo unterbringen, denn ich wollte ihn nicht mit mir herum tragen, auch wenn er wohl gut zur Selbstverteidigung dienen könnte. Eventuell würde ich es mir noch einmal überlegen.
Ich durchquerte also den Flur des oberen Stockwerkes, lief die Treppen hinunter und dann durch den Saloon, um durch die Vordertür das Gebäude zu verlassen. Von dort aus lief ich die noch leeren Sandwege entlang, in Richtung meiner Hütte, welche sich am Rande dieses kleinen Örtchens befand.