TOPModel-Forum

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Re: ~A song about my first love ? ~ 2er Partner gesucht!

Silvaniae
23.08.17 um 18:31
Avatar von Silvaniae
(Ich liebe deinen Schreibstil *-*)
Willow03
23.08.17 um 19:03
Avatar von Willow03

James

Nach nur noch ein paar kleinen Fragen, war die Fragerei dann endlich vorbei. Ich war nur noch so abwesend gewesen. Die ganze Zeit hatte ich nur noch an sie denken können. Ich fragte mich, ob Alice sich überhaupt noch an mich erinnerte? Ich hatte es nie geschafft, ihr meine Gefühle zu gestehen, wenn ich vor ihr stand. Es war überhaupt ein Wunder gewesen, dass ich mit ihr hatte sprechen können, denn ich war eigentlich eher der schüchterne Typ, was Mädchen anbelangte. Doch ich hatte damals schon so viele Songs über sie geschrieben.
In den meisten hatte mich einfach nur darin ausgetobt, ihr meine Gefühle zu gestehen. Doch Your effect war anders. Wenn man mich fragen würde, würde ich sagen, dass es ganz einfach tiefgründiger war. Außerdem gab es ein paar Anspielungen auf das Mädchen, für welches der Song war. Wie zum Beispiel Your look when you sink in your fairytale. In your Wonderland. Natürlich war dies eine Anspielung auf ihren Namen Alice und ihr Lieblingsmärchen: Alice im Wunderland. Diese Hinweise würden nur eine Hand voll Menschen verstehen , wenn sie die Lyrics lasen. Und diese Menschen, waren sie und ich. Vielleicht auch noch ihre Mutter und ihr Bruder Fynn, welcher zufällig so hieß wie unser Keyborder. Er hatte noch zusätzlich dazu beigetragen, dass ich Alice nie würde vergessen können!
Mit einem Lächeln, welches wirklich von herzen kam, da ich in Gedanken bei Alice war, reichte ich dem Interviewer die Hand und verabschiedete mich dann gemeinsam mit den anderen. kurz wirkten wir noch ins Publikum und in die Kamera, dann waren wir weg.
"Ihr wart toll! Und dieses glitzern in den Augen, als du über dieses Mädchen gesprochen hast, war einfach toll! Hätten wir nicht besser machen können, wenn wir es geübt hätten!", begrüßte uns Charles. Ich nickte ihm nur zu. Ich mochte ihn, auch wenn er sich manches mal einfach nur unmöglich aufführte, wie gerade diese Bemerkung. Aber ja, so waren Manager im allgemeinen. zumindest auch alle anderen die ich von anderen Bands kennen gelernt hatte.
Willow03
23.08.17 um 19:04
Avatar von Willow03

Re: ~A song about my first love ? ~ 2er Partner gesucht!

(Oh dankeschön*-* Freue mich gerade sehr! Ich finde deinen Schreibstil nämlich einfach grandios! Ich habe mich schon sehr über deine Meldung für das RPG gefreut. ;) )
Silvaniae
23.08.17 um 19:09
Avatar von Silvaniae

Re: ~A song about my first love ? ~ 2er Partner gesucht!

(oh danke, das ist echt süß von dir *-* Es freut mich immer zu hören, wenn andere meinen Schreibstil mögen, auch wenn ich ihn eigentlich ziemlich normal finde ^^ x3)
Silvaniae
23.08.17 um 19:17
Avatar von Silvaniae

alice

es tat mir weh james so zu sehen, dieses warme lächeln, dieses funkeln in seinen augen. er musste dieses mädchen wirlich sehr lieben.
als das interview zu ende war, ertrug ich es fast nicht mehr und war froh, dass es zu ende war. vielleicht würde ich ja wissen von wem er sprach, wenn ich das lied hörte. immerhin kannte ich eigentlich jeden von damals, den james kannte.
ich schaltete den fernseher ab und seufzte. james, warum nur war meine sehnsucht nach ihm immer noch so groß? wie konnte eine sehnsucht nur immer noch wachsen, obwohl man sie versuchte zu vergessen? zu beginn war das ja sogar der grund gewesen, warum ich mich mit liam gedatet hatte. ich wollte james vergessen. als liam das raus fand, wurde er ziemlich wütend, obwohl ich ihn anfangs wirklich geliebt hatte, wenn auch nie so sehr wie james.
ich blickte auf mein handy und musste lächeln als ich die nachricht von lara las. sie war wie ich erzieherin im kindergarten und ist inzwischen eine meiner besten freundinnen. wie ich teilte sie die liebe zu "the bliss", aber sie kannte nicht den wahren grund für meine liebe- ich hatte ihr nie erzählt, dass james einst mein bester freund war. in einer halben stunde ist es endlich so weit *-* , schrieb sie. kurzentschlossen griff ich nach meinem handy und rief sie an. "hast du lust vorbeizukommen?", fragte ich lächelnd. "wir können uns den neuen song gemeinsam anhören!" lara willigte sofort begeistert ein und keine viertel stunde später klingelte sie an der haustür. ich umarmte sie zur begrüßung und lies sie rein. "in einer viertel stunde ist es so weit...", sagte lara schwärmend. "hast du das interview gesehen? das lied ist einem mädchen aus seiner kindheit gewidmet! ich frage mich wer sie wohl ist..." sie bemerkte meinen traurigen blick. "alles okay?", fragte sie besorgt und ich nickte schnell. "du stehst auf james, oder?", fragte lara grinsend. "ich stehe ja mehr auf fynn, aber ich muss dir recht geben, james ist ziemlich heiß..." "hey...", meinte ich und boxte sie leicht in die seite, widersprach ihr aber nicht. wir machten es uns auf dem sofa bequem und ich positionierte den laptop auf meinen beinen, dann öffnete ich die website der band, wo man in nicht mal einer viertel stunde den song würde runterladen können.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.17 um 19:22 von Silvaniae
Willow03
24.08.17 um 9:28
Avatar von Willow03

james

(nein. ich mag deinen schreibstil wirklich sehr ;d )

wir befanden uns in der suite im obersten geschoss des hotels. man hatte eine grandiose sicht auf ganz london! ich war gerne hier. yannick und ich hatten unsere eigene wohnung in london , aber cayden und fynn kamen aus irland und schottland. in london waren sie erst seit vier jahren. sie waren beied in gastfamilien oder ähnlichem untergebracht gewesen und hatten eine suite angeboten bekommen. ich und yannick zwar auch, doch wir hatten beide abgelehnt. ich hatte meine normale wohnung behalten wollen. und yannick? der wohnte mit seiner freundin zusammen und ich glaube ich hätte auch nicht getauscht.egal wie klein die wohnung wäre. die beiden waren in meinen augen das perfeke paar! yannick war der einzige von uns der in einer festen beziehung war, was die fans aber trotzdem nicht davon abhielt ihm rührseelige fanpost zu schicken. oder die aufforderung sich zu trennen. dich er nahm es nicht ernst. natürlich. gefunden hatten wir jungs uns erst für die band durch unseren manager. cayden und ich hatten uns bereits zuvor einpaarmal gesehen. denn wir hatten beide neben unseren jobs als straßenmusiker geld dazu verdient. wir hatten in gleichen gebieten gespielt und zuvor auch schon gemeinsam . und dadurch konnte ich auch gut behaupten , dass wir uns gefreut hatten einander in der band zu sehen , die charles gründete. anfänglich hatten wir noch ein fünftes mitgl.ied gehabt , doch nick hatte irgendwie nicht zu uns gepasst, was er bald selbst eingesehen hatte. wie vier waren mttlerweile ein eingeschworenes team und das obwohl wir nun erst eineinhalb jahre gemeinsam musik machten.
"zehn, neun, acht, sieben ..." begannen die jungs und ich schreckte aus meinen gedanken hovh. natürlich wir waren hier um zu sehen, wie unsere fans auf den song reagierten. wenn es gut ankam , würden wir ein video dazu drehen . doch das wäre mir schwer gefallen, denn charles wollte , dass wir darin ein mädchen hatten , welches eben dieses besondere mädchen darstellte um welches in dem lied ging. doch für mich wäre dies schwer. denn es gab nur eine alice cort ... natürlich wünschte ich mir trotzdem, dass das lied ein erfolg wurde! noch mehr wünschte ich mir jedoch , dass sie es hören würde. und dieses gefühl und der gedanke brachten mich dazu in den countdown meiner kumpels einzusteigen. "drei. zwei. eins!" wir starrten alle auf den bildschirm des laptops auf yannicks' schoß. die zahlen der klicks stiegen von sekunde zu sekunde. uns fielen beinahe die augen aus dem kopf.
Silvaniae
24.08.17 um 11:01
Avatar von Silvaniae

Alice

(Oh man, James ist echt süß *-* Ich mag ihn jetzt schon total *-*)

Der Countdown auf der Website ging immer weiter runter. Vor Aufregung hatte Lara nach meiner einen Hand gegriffen und hielt sie ganz fest, während ich mit dem Finger den Mauscurser über dem Feld hielt, wo man den Song in wenigen Sekunden würde kaufen können. Zehn. Neun. Acht. Sieben. Sechs. Fünf. Vier. "Drei..." zählte Lara runter. "Zwei... Eins...Jetzt!", kreischte sie mir ins Ohr und ich klickte auf kaufen. Danach startete ich sofort den Song.
Irgendetwas stimmte nicht. Ich kannte diesen Song. Nicht das Lied selber, aber einzelne Liedzeilen. Er hatte mir früher schon einzige Strophen von diesem Song gezeigt.
Aufmerksam hörte ich zu und lies jedes einzelne der Worte auf mich wirken.
Bei zwei Zeilen blieb ich hängen. "Your look when you sink in your fairytale. In your wonderland." Ich fing an zu zittern. Dieses Lied? War es für mich geschrieben worden? Ich liebte Märchen, aber am aller meisten liebte ich Alice im Wunderland, von deren Alice ich auch meinen Namen hatte. James wusste das.
Eine Hoffnung schwoll in mir an und machte sich in jeder Faser meines Körpers bemerkbar.
Aber nein, bestimmt meinte er ein anderes Mädchen. Aber es gab kein anderes Mädchen aus unserer damaligen Klasse, welches Märchen so mochte wie ich, und vorállem nicht Alice im Wunderland.
Zweifel und Hoffnungen kämpften gegeneinander und zeigten sich wohl auch in meinem Gesicht, denn Lara legte eine Arm auf meine Schulter und fragte mich besorgt, ob alles okay sei. "Das Mädchen aus dem Lied... ich glaube das war ich...", sagte ich mit leiser Stimme. Zuerst brach Lara in Gelächter aus. "Bestimmt denkt das jede zweie Mädchen jetzt...", meinte sie grinsend. Dann bemerkte sie, dass ich es wirklich ernst meinte. "Wie kommst du auf die Idee?" "James, ich kenne ihn aus meiner Kindheit... wir waren damals beste Freunde...", meinte ich leise. "Und mein Name ist Alice, welchen mir meine Mutter nach Alice im Wunderland gegeben hat. Und James weiß, dass ich das Märchen liebe, ich mag alle Märchen, aber dieses hier ist mein liebstes..." Lara blickte mich erst etwas ungläubig an, dann musterte sie mich besorgt. "Und jetzt? Du wirst doch niemals herausfinden, ob James wirklich dich meinte... er ist komplett unerreichbar.. und was ist mit dir? Du hast doch Liam..." Sie wusste nicht wie Liam mich behandelte- niemand wusste es, denn dafür hatte ich zu große Angst vor Liam.
Wenn andere dabei waren, behandelte er mich gut und zuvorkommend- jeder aus meinem Freundeskreis mochte ihn und hielt uns für ein super verliebtes Pärchen. Aber das waren wir schon lange nicht mehr.
Willow03
24.08.17 um 11:31
Avatar von Willow03

James

(Das freut mich! *-* Ich finde die Beiden total süß und freue mich auf ein Treffen. ;D )

Irgendwann als wir schon eine Vierstellige Zahl an Downloads hatten , stellte Yannick den Laptop zur Seite. Wir sahen uns alle aus großen Augen an bevor Fynn die Stille mit seiner Stimme durchbrach:"Also Leute. Ich würde einmal sagen , dass wir gerade einen großen Erfolg gelandet haben!" Ich nickte. Darauf war ich nicht vorbereitet gewesen. Natürlich waren beinahe alle unsere Lieder so durch die Decke gegangen , aber bei diiesem war es extrem schnell gegangen! Außerdem hatte ich noch zusätzlich meinen persönlichen Grund. Das Lied lag mir am Herzen und die Jungs wussten nicht warum. Natürlich konnten sie sich vermutlich schon denken , dass es ein Song aus meinem Leben war , aber darüber gesprochen hatten wir noch nie. Doch irgendwie hatte ich gerade sehr das Bedürfnis dazu! Ich musste mit irgendjemandem darüber sprechen! Doch in diesem Moment stand Fynn auf und ging in die Küche aus welcher er mit einer Flasche Champagner und vier Gläsern zurück kehrte. "Ich würde sagen, dass wir das feiern sollten!", verkündete er und entkorte die Flasche.
Es war noch ein langer Abend und wir tranken die ganze Flasche leer. Obwohl eigentlich war das jetzt nicht sehr erstaunlich, denn wir waren immerhin zu viert! Irgendwann erhielt Yannik einen Anruf von Samantha , seiner Freundin. Also zog er sich erstmal zurück um mit ihr in Tuhe zu telefonieren. Er behauptete dann immer etwas von wegen , wir würden uns unreif und störend verhalten wenn er mit ihr sprach. Wir drei übrigen sahen uns an und grinsten wissend , als er das Zimmer verließ. Zwischen den beiden war es wirklich etwas ernstes und ich glaube wir fragten uns alle , wann Yannik seiner Sam die Frage aller Fragen stellen würde. Sie waren jetzt schon vier Jahre zusammen. Also um einiges länger, als er in der Band war. Anfänglich hatten Charles und die Pla.ttenfirma noch von ihm verlangen wollen , dass sie sich trennten. Sie behaupteten eine Beziehung wäre nicht gut für unser Image. Doch kurz darauf wurde ihnen klar , was wir schon länger wussten. Bevor Yannik Samantha verließ , würde er die Band verlassen. Und deshalb hatten sich alle mit seiner Beziehung arrangiert. Mittlerweile gestanden sie uns übrigen auch Beziehungen zu, doch wir hielten uns eher zurück. Vor allem ich seitdem ich es ein paar Mal versucht hatte , aber immer ge- und enttäuscht worden war. Die anderen Beiden hatten gelegentlich einmal ein Date , aber wir hatten gelernt , dass es kaum jemandem der Mädchen um uns ging. Sie wollten nur in die Presse und möglichst viel Geld und befühmt wollten sie nebenher auch noch werden. Ich has.ste es. Und deshalb schloss ich es auch aus mich so schnell zu verlieben. Vor allrm , da bei dem Wort Liebe immer ein bestimmtes Gesicht in meinen Gedanken auftauchte. Und dieses Gesicht beinhaltete blonde Haare und strahlende Augen mit einer etwas undefinierbaren Farbmischung von grün und blau. Beinahe schon türkis. Andauernd tauchten diese Augen in meinen Träumen auf und das auch wenn sie schon den ganzen Tag über meine Gedanken überschatteten.
"Jungs? Ich glaube ich habe auch nie von Alice erzählt.", meinte ich irgendwann leisd. Ich rechnete nicht mehr mit einer Reaktion. Doch sie kam und zwar gleichzeitig aus zwei Mündern. "Alice?!" "Du meinst wie Alice im Wunderland ?", fügte Cayden noch hinzu und betonte das letzte Wort besonders. Ich nickte nur. Es war mir klar gewesen , dass sie sofort verstehen würden worum es ging. "Sie war meine beste Freundin.", begann ich. "Doch für mich wurde sie mehr als das. Ich habe es ihr nie gesagt ...", begann ich. Und dann erzählte ich ihnen alles über die Freundschaft die Alice Cort und James Gallagher-Cooper verbunden hatte.
Silvaniae
24.08.17 um 14:34
Avatar von Silvaniae

Alice

(Ich mich auch *-*)

"Ja... ich habe wohl Liam..", meinte ich leise wie um mich selbst davon zu überzeugen. "Ach, bestimmt meinte James jemand anderen, er wirkte damals nicht ein bisschen in mich verliebt...", versuchte ich dann erneut mehr mich als Lara zu überzeugen.
"Das klingt als wärst du damals ziemlich in ihn verliebt gewesen... und als seist du es immer noch nicht...", meinte Lara, nachdem sie kurz geschwiegen hatte. Sie blickte mir in die Augen. "Warum hast du es ihm nie gesagt?" Ich senkte meinen Blick: "Ich hatte Angst, dass unsere Freundschaft daran zerbricht...", meinte ich mit leiser Stimme.
Lara schloss mich fest in die Arme. "Du tust mir Leid, Süße...", sagte sie und ich spürte, dass Tränen über meine Wangen liefen.
James, warum sollte er mich meinen? Bestimmt hatte das Lied eine ganz andere Bedeutung. Aber ich- blind vor Liebe, wie ich wohl gewesen war- hatte sofort gedacht, dass er mich damit meinte.
Und trotzdem, ich würde ihn so gerne sehen, damit er mir ins Angesicht sagen konnte, dass er nichts für mich empfand... vielleicht konnte ich ihn so ja endlich loslassen. Aber ich würde ihn wohl niemals wieder sehen.
Für ihn war ich bestimmt nur einer von vielen vielen Fans. Er würde mich bestimmt nicht mal mehr wiedererkennen, immerhin hatte ich mich in all den Jahren verändert, war viel weiblicher geworden- hatte Rundungen bekommen. Als er weg zog, war ich beinahe noch flach wie ein Brett gewesen. Inzwischen hatte ich Körchen Größe C, ja, ich weiß, das war nicht mega groß, aber größer als ein flaches Brett.
Das einzige wirklich besondere, was sich an mir gar nicht verändert hatte, war meine Augenfarbe, welche ich so noch kein zweites Mal gesehen hatte.
"Du wirst ihn so vielleicht nicht persönlich treffen, aber ich hoffe, dass du dich wenigstens ein kleines bisschen freust...", meinte Lara und zog mit einem Mal etwas aus ihrer Handtasche hervor und hielt es mir entgegen. Meine Augen wurden groß als ich erkannte, dass es zwei Karten für das Konzert von "The Bliss" waren, welches morgen in London stattfinden würde. Zudem waren zwei Bustickets für eine Fahrt von Bournemouth nach London dabei, welche auf heute datiert waren. "Aber... aber wie?", fragte ich ungläubig. Die Tickets waren schon kurz nachdem sie zum Verkauf standen, was vor gut einem Jahr gewesen war, ausverkauft gewesen. Ich war leider zu spät dran gewesen. "Ich wollte damals eigentlich mit meinem Freund hingehen und hatte sie gekauft, aber nun ja, du weißt ja... wir haben uns vor einigen Monaten getrennt und somit habe ich jetzt ein Ticket übrig. Du hast nicht durch Zufall Lust mit nach London zu kommen?", fragte Lara und ich fiel ihr um den Hals. "Du bist die Beste!"
Dann kamen Zweifel in mir auf. Aber was sollte ich wegen Liam machen? Er würde niemals zulassen, dass ich mit einer Freundin wegfuhr- erst recht nicht, wenn er wusste, was das Ziel dieses Ausfluges war.
Ich beschloss etwas zu riskieren. "Ich habe gesehen, dass der Bus schon heute geht, was hältst du davon, wenn wir meine Sachen schnell zusammenpacken, dann zu dir fahren und noch shoppen gehen? Wir brauchen noch etwas zum anziehen für das Konzert!"
Als Laras Augen anfingen zu funkeln, wusste ich, dass ich gewonnen hatte. Sie liebte shoppen über alles. Es dauerte noch ein bisschen, bis Liam nach Hause kommen würde- vermutlich würde es Abend sein und bis dahin war ich längst in London.
Was würde mir wohl blühen, wenn ich dann wieder nach Hause kam? Ich ahnte es schon, aber es war zu grauenvoll um weiter daran zu denken.
Lara und ich besprachen noch ein paar Kleinigkeiten, dann packten wir gemeinsam meinen Koffer. "Musst du nicht Liam Bescheid geben, dass du mit mir weg fährst?", fragte Lara mich und sah mich fragend an. "Nein, er kommt eh erst am Montag nach Hause... ", log ich.
Montag war zum Glück Feiertag, weswegen ich da nicht in den Kindergarten musste und wir somit wie geplant bis Montag bleiben konnten. Wir packten meinen Koffer zusammen und machten uns dann auf den Weg zu Laras Wohnung.
Ich würde James endlich live sehen. Mein Herz raste bei dem Gedanken daran. Seine wunderschönen grünen Augen mit den goldenen Flécken darin, vielleicht würde ich endlich wieder real sehen können- wenn wir Glück hatten und in der Nähe der Bühne standen.
Ich vermisste ihn, ich vermisste ihn so sehr. Ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen und ihm meine Liebe gestehen, auch auf die Gefahr hin, dass ich ihn komplett verlieren würde, aber es war besser als die Ungewissheit, die mich all die Jahre geplagt hatte, besser als die Sehnsucht nach ihm, welche immer noch in jeder einzelen Zelle meines Körpers steckte.
Ich vermisste sein Lächeln, das nicht den Kameras oder irgendwelchen Fans gedwimet war, ich vermisste sein Lachen, sein Weinen- als wir noch klein waren-, seine Umarmungen, wenn ich traurig war, ich vermisste einfach alles an ihm. Seine Schwächen und seine Stärken- ich hatte mich in alles verliebt, nicht nur in das Aussehen, so wie es vermutlich bei vielen Fans von ihm war. Aber ich kannte den wunderbaren Menschen, der dahinter steckte.
Dieser Beitrag wurde bisher 1 Mal bearbeitet, zuletzt am 24.08.17 um 14:35 von Silvaniae
Willow03
25.08.17 um 14:00
Avatar von Willow03

james

irgendwie überraschte es mich, dass all die emotionen wieder hoch kamen. und mich überraschte es ebenfalls, dass ich mich noch so gut an alles erinnern konnte! immerhin war es nun schon beinahe sechs jahre her, dass ich sie das letzte mal gesehen hatte. doch alles hatte sich so gut in mein gedächtnis eingebrannt, dass ich es niemals hätte vergessen können. manche unserer schlagabtäusche, die wir uns oft geliefert hatten, konnte ich beinahe noch wort für wort wiedergeben, wenn ich gewollt hätte. diese tatsache machte mich traurig. nicht, dass ich sie hätte vergessen wollen, aber ich würde lange brauchen um mich jemals in jemanden anderen verlieben zu können, auch wenn ich dies nicht wollte. ich liebte alice immer noch! niemals würde ich sie vergessen wollen. am liebsten würde ich die zeit zurück drehen und ihr sofort meine gefühle gestehen. dann hätten wir wenigstens ein paar gemeinsam jahre vergönnt gehabt und fernbeziehungen funktionierten doch auch oft, wir hätten eine chance gehabt. doch natürlich hätte sie erst einmal ja sagen müssen und es hatte ihrerseits nie irgendein anzeichen davon gewesen, dass sie ähnliche gefühle für mich hegte, wie ich für sie. doch ich bereute es immer noch zu tiefst, ihr nie etwas von meinen gefühlen gesagt zu haben. doch erstens war ich immer zu schüchtern gewesen und zweitens hatte ich auch zusätzlich noch angst gehabt unsere freundschaft zu zerstören. denn wenn sie nein gesagt hätte, wäre es vorbei gewesen. vermutlich wären wir uns lange nicht mehr so nahe gestanden ´, wie lange zuvor. und auch bei einem ja, hätte es sein können, dass die beziehung nicht lange gehalten hätte, und dann ? nun. wie viele pärchen gab es denn schon, die nach einer trennung immer noch sehr gut aufeinander zu sprechen waren. ich kannte kein einziges!
die jungs merkten offensichtlich, dass sie mich erst einmal in ruhe lassen sollten, da ich meinen gedanken noch so versunken nach hing. sie schnappten sich yannick, der nun endlich von seinem telefonat zurück kam und aus dem augenwinkel gesehen, sehr glücklich wirkte, und gingen mit ihm nach nebenan. ich war ihnen sehr dankbar dafür. ich nahm mir nicht oft die zeit über alice und mich nachzudenken, aber wenn doch, dann war ich meistens auch alleine. denn diese gedanken und erinnerungen stimmten mich meistens ziemlich traurig oder melancholisch. und das war lustigerweise dann meistens die richtige stimmung um songs zu schreiben. also hatten wir alice mehr oder weniger beinahe fast alle unserer songs zu verdanken! und ich hatte nicht einmal die möglichkeit um ihr zu danken. zwar wusste ich ihre alte adresse natürlich noch, aber sie konnte weg gezogen sein. außerdem war meine angst zu groß, dass sie sich vielleicht gar nicht mehr an mich erinnerte, oder in einer beziehung war. mit einem typen, der sie nie verlassen würde und sie einfach nur glücklich machte. ja, ich war ehrlich, ich hatte beinahe angst vor einem abermaligen zusammentreffen. doch auf absurde weise, war es mein größter wunsch sie wieder zu sehen! ich wünschte es mir mehr als alles andere. es klang bestimmt lächerlich, aber wenn es mir vergönnt war, sie auch nur noch ein einziges mal zu sehen, konnte ich dann beruhigt sterben. ich musste über mich und meine offensichtlich vorhanden theatralische ader schmunzeln.
nach geschätzten fünfundzwanzig minuten, begab ich mich auf die suche nach den anderen. wie ich nicht anders vermutet hatte, fand ich sie im raum der magie. wir nannten unser kleines studio liebevoll so. sie saßen alle an ihren instrumenten mit headphones an den ohren und spielten. ich lächelte ihnen zu und trat ein um mich auf meinen platz zu begeben. wir hatten bei jedem von uns zu hause instrumente herumstehen. hier im "raum der magie" hatten wir für jeden das seine, eben auch ein schlagzeug und das keyboard für yannik und fynn. das waren eben die teureren instrumente und deshalb hatten sie nicht so viele, wie ich zum beispiel gitarren. die waren auch eindeutig leichter zu transportieren, dafür wechselte ich sie während den gigs gelegentlich und die beiden blieben logischerweise bei einem konzert immer beim gleichen. wir freuten uns alle schon auf unser morgiges konzert in der stadt. wir hatten schon länger nicht mehr in london gespielt und waren glaube ich alle froh darüber! den neuen song würden wir morgen zum ersten mal live performen. eigentlich war es gar nicht geplant gewesen, sondern erst in drei wochen, doch morgen war doch noch besser, nicht?
Silvaniae
26.08.17 um 0:47
Avatar von Silvaniae

Alice

Morgen, morgen, morgen- morgen würde ich endlich James wiedersehen. Während Lara und ich auf dem Weg zur Wohnung waren, drehte sich jeder Gedanke von mir um James und ich merkte gar nicht, dass Lara mehrmals versuchte mich anzusprechen.
Ich hatte auch Angst- Angst davor, dass mich James vielleicht bemerken, aber nicht wiedererkennen würde, Angst, dass er mich zurückweisen würde, aber auch trotzdem Angst davor, dass ich ihn vielleicht gar nicht erst sehen würde. Also abgesehen von seinem Auftritt natürlich.
Die Sehnsucht nach ihm würde mich wohl bald verzehren, wenn ich ihn auch nur ein einziges Mal noch umarmen würde können, würde ich ihn vielleicht vergessen können- Nein, da log ich mich gerade wohl selber an. Sobald ich ihn auch nur ein einziges Mal würde berühren können, würde meine Sehnsucht immer weiter und weiter wachsen. Selbst wenn ich ihn irgendwie zur Rede stellen konnte und es sich herausstellte, dass ich tatsächlich nicht das Mädchen war, von dem er gesprochen hatte, würde meine Sehnsucht wohl nicht geringer ausfallen. Ich liebte James wohl, wie nur wenige Menschen lieben konnten. Würde ich für James sterben müssen um ihn retten zu können, würde ich es tun, denn ich würde es nicht ertragen können in einer Welt zu leben, wo es ihn nicht mehr gab.
Ich brauchte ihn wie die Luft zu atmen und desto länger ich James nicht mehr sah, desto knapper wurde meine Luft und bald würde ich gar keine Luft mehr haben- immerhin waren inzwischen schon mehr als sechs Jahre vergangen. Und dazu kam dann natürlich noch, dass ich in diesen Jahren immer James immer wieder im Fernsehen gesehen hatte und seine Stimme gehört hatte, was meine Sehnsucht noch mehr gesteigert hatte und mir noch deutlicher gezeigt hatte, wie sehr ich James doch brauchte. Und dann war da natürlich noch Liam, er machte mir so große Angst, dass ich wusste, dass ich niemals eine Chance hatte glücklich zu leben. Selbst wenn ich wieder Freundschaft mit James schließen konnte, selbst wenn er sagen würde, dass er mich liebte. Ich würde ihm niemals die Wahrheit sagen können. Ich würde ihm niemals sagen könne, dass ich ihn liebte. Denn wenn ich es tat und Liam irgendetwas, auch nur das kleinste bisschen davon mitbekam, würde wohl nicht mehr das Krankenhaus mich zusammenflicken können.
Liam schlug mich, er unterdrückte mich, er misshandelte mich. Sowohl geistig als auch körperlich. Miteinander zu schlafen war eigentlich etwas Schönes- etwas, das man freiwillig tat%u2026 bei mir war das wohl weit davon entfernt. Ich wollte es nicht, aber ich hatte keine Möglichkeit mich zu wehren, denn wenn ich es tat, wurde alles noch schlimmer für mich. Selbst James konnte mich nicht vor Liam beschützen. Niemand konnte das. Zahlreiche Blessuren an meinem Körper zeigten davon. Sowohl eine blasse Narbe auf meinem Bauch- die durch eine Glasscherbe verursacht worden war. Ich hatte ausversehen ein Glas fallen lassen und Liam war so ausgerastet, dass er mir mit der Glasscherbe die Narbe verpasst hatte- als auch zahlreiche blaue Flécken.
Ich kam mit Lara bei ihrer Wohnung an und wir brachten meinen Koffer in ihr Zimmer, dann brachen wir in die Stadt auf.
Einen Laden nach dem anderen klapperten wir ab und Lara fand ziemlich schnell sogar mehrere Kleider, welche ihr gefielen. Ich hatte nicht so viel Glück. Es waren schöne dabei, aber es fehlte etwas" ich wollte, dass es ein besonderes Kleid war. Etwas, dass James gefielt. Also, falls er mich jemals sehen sollte. Aber so klein die Möglichkeit dafür auch war, solange sie bestand, war es mir egal. Und dann fand ich es. Das perfekte Kleid. Es war ein sehr sehr dunkelblaues Cocktailkleid mit weißen Spitzenmustern. Und es erinnerte dank dieser sehr an das Kleid von Alice aus Alice im Wunderland. Als ich es anzog, passte es wie angegossen. Es sah wunderschön aus und schmeíchelte meiner Figur. "Das Kleid musst du nehmen!", sagte Lara begeistert als sie mich darin sah. Ich zögerte als ich den Preis sah- so etwas Kostbares hatte ich noch nie in meinem Leben auch nur in der Hand gehalten, geschweige denn besessen. Und dann kaufte ich es doch, ich wusste selber nicht genau warum.
Ich denke es geschah wirklich aus der winzigen, kleinen Hoffnung heraus, dass James mich darin sehen würde. Vielleicht wollte ich, dass er es bereute, falls er doch nicht in mich verliebt war, dass er mich vielleicht wenisgtens einmal als hübsch ansehen würde. Ich wusste nicht, was ich wollte, falls er in mich verliebt war. So unwahrscheinlich das auch war. Ich wusste, dass wir keine gemeinsame Zukunft haben würden- egal was war. Aber dennoch würde ich wohl niemals aufhören können ihn zu lieben. So sehr zu lieben, dass es fast schon schmerzte, wenn ich an ihn dachte.
Dieser Beitrag wurde bisher 3 Mal bearbeitet, zuletzt am 26.08.17 um 15:51 von Silvaniae
Willow03
26.08.17 um 16:28
Avatar von Willow03

james

wir spielten alle einfach vor uns hin, da wir dank der headsets nur unser eigenes instrument hören konnten. doch irgendwann beschlossen wir noch eine generalprobe für morgen einzulegen. morgen war ein großer tag. wir hatten zwar schon auf größeren bühnen in der ganzen welt gespielt, aber wie gesagt schon lange nicht mehr in london. und morgen würden unsere familien kommen. vor allem für unsere beiden nicht ursprünglichen engländer ein großes ereignis! sie hatten ihre familien das letzte mal vor gut einem jahr gesehen, als sie ebenfalls freikarten bekommen hatten, doch andauernd konnte sich unser management das nicht leisten, weshalb es eher nur in ausnahmefällen passierte. ich lächelte, als ich daran dachte, morgen die beiden verrückten zwillinge zu sehen.
natürlich liebte ich meine beiden schwestern, aber sie mitten in der pubertät steckten, waren sie nun schon wirklich ziemlich anstrengend geworden. ich konnte nicht sagen, welche der beiden abgedrehtere ideen hatte, doch natürlich waren sie ein teil meiner familie. und zugegeben, es überraschte mich immer wieder, dass sie sich dafür interessierten was ich tat, trotz ihrer sechzehn jahre. sie hätten sich auch für ihren bruder schämen können, denn es hatte nicht immer nur schöne schlagzeilen über mich gegeben. die presse hatte am anfang alles daran gelegt unserem ruf ein klein wenig zu schaden und versucht dunkle geheimnisse über uns heraus zu finden und zu verbreiten. und wenn sie nichts gefunden hatten, wurde einfach etwas erfunden. die pressefreiheit, hätte ich auch gerne. doch ich hatte ja dafür meine lieder. eigentlich war dies so ähnlich. ich konnte über alles schreiben! manches wurde eben noch ein wenig umformuliert, damit es nicht so direkt war, oder man nicht mehr wissen konnte worum es wirklich ging, aber theoretisch konnte ich alle themen, die mir durch den kopf gingen behandeln und zu so vielen songs wie ich wollte und möglich waren, verarbeiten. ich musste zugeben, dass ich meinen job liebte!
schon früher hatte ich in der schule meinen gedanken nachgehangen und lieder verfasst. auch ein vielleicht nicht ganz so nettes, als mir unsere mathematiklehrerin verbot weiterzuschreiben in ihrem unterricht. hatte ich dann eben in französisch nachgeholt. bei diesem gedanken musste ich wieder schmunzeln. ich war nicht dumm, aber besonders ordentlich und fleißig war ich auch noch nie gewesen. mit einer kleinen ausnahme: der musik. vermutlich hätten die lehrer nie gedacht, dass ich einmal erfolgreich geschweige denn berühmt werden würde. außer vielleicht unser musiklehrer, mein damaliger größter fan. ich war sein absoluter lieblingsschüler gewesen und hatte ihn ebenfalls sehr gemocht! an ihn dachte ich auch heute noch öfter. immerhin hatte er mir den sogenannten tritt in die richtige richtung der musik verpasst. vielleicht sollte ich ihn auch einmal besuchen. und bei der gelegenheit .. nun ja, alice's elternhaus würde bestimmt immer noch stehen, und wenn sie nicht dort war, in bournemouth kannte wirklich jeder jeden! ein wenig übertrieben war dies nun natürlich, aber in unserem viertel war es so gewesen, es war nämlich wirklich nicht das größte gewesen.
nach einer wirklich erfolgreichen probe, wie wir alle fanden, beschlossen wir einmal nachzusehen, was für eine wahl wir als bühnenoutfits hatten. unser stylingteam stellte uns immer alle möglichen sachen zur verfügung, doch die endgültige entscheidung der kombination lag bei uns. es war nicht meine lieblingsbeschäftigung mir klamotten zu suchen, aber mit den jungs machte es immer spaß. manchmal hatten die anderen nämlich viel interessantere dinge anzuziehen als man selbst, und wir tauschten ganz einfach. für mich war ein fixpunkt meine lederjacke, der rest war mir eigentlich komplett egal. oft hatten wir auch bandshirts von berühmteren bands angehabt, aber das war früher gewesen. jetzt trugen wir meistens irgendwelche v-neck shirts in verschiedenen farben.
den restlichen abend aßen wir noch eine pizza und besprachen noch einmal das konzert für morgen. es war zwar erst am abend, aber wir würden schon am vormittag in die halle gebracht, damit wir uns alles ansehen konnten. wir stimmten unsere instrumente und wurden vor der menge an leuten mehr oder weniger beschützt, die vor unseren appartments, den hotels und der konzerthalle warteten, bis wir heraus kamen und uns belagerten um möglicht ein autogramm oder bilder zu erhalten. früher waren wir noch alle einzeln abgeholt worden, was es natürlich noch verschwert hatte, doch jetzt waren wir am letzten tag immer alle gemeinsam an einem ort und wurden auch so transportiert. somit mussten die fans raten, wo wir waren und es waren nicht so viele was weniger stress bedeutete. irgendwie war die welt in der wir lebten schon auch verrückt! und mit diesem gedanken schlief ich ein.
Silvaniae
26.08.17 um 20:31
Avatar von Silvaniae

Alice

Nachdem wir uns auch passende Schuhe zu unseren Kleidern gekauft hatten, machten wir uns auf den Weg zum Strand.
Ich liebte das Meer- schon seit meiner Kindheit. Es war einfach ein Ort des Rückzuges und der Freiheit- ein Ort, wo ich alleine sein konnte, wo ich in aller Ruhe nachdenken konnte- wo ich keine Angst haben musste, vor niemandem, nicht einmal vor Liam. Ich hatte eine kleine Stelle auf einem meiner langen Streifzüge den Strand entlang entdeckt. Von diesem Ort wusste niemand- nun gut, James hatte ich ihn kurz bevor dieser umzog gezeigt, aber vermutlich hatte er ihn schon längst wieder vergessen.
Wir erreichten ein kleines Café und setzten uns an unseren Lieblingstisch, welcher eher etwas abseits gelegen war. Ich bestellte mir eine Karamell-Eisschokolade- das war eindeutig die beste in ganz England. "Wann fährt eigentlich der Bus ab?", fragte ich Lara neugierig. Sie warf einen kurzen Blick auf die Uhr. "In zwei Stunden vom Hauptbahnhof!", erklärte sie. "Ach ja, wie viel Geld schulde ich dir jetzt eigentlich?", erkundigte ich mich und sah Lara fragend an. Sie winkte ab: "Du schuldest mir gar nichts, sieh es als verfrühtes Geburtstagsgeschenk an" Ich widersprach noch eine Weile, hatte aber keine Chance gegen Lara und schließlich gab ich nach. Ich stand auf und umarmte sie. "Danke, du bist echt die Beste! Auch wenn ich das auch selber hätte bezahlen können" "Ich weiß, dass ich die beste Freundin bin, die man sich wünschen kann", meinte sie grinsend und lachte dann. Ich fiel in ihr Lachen ein. "Ich verrate dir ein Geheimnis", flüsterte mir Lara zu. "Das meiste davon hatte eh mein Ex bezahlt" Sie grinste und ich verdrehte lachend die Augen."Du bist mir ja eine", meinte ich lachend. "Ach, ich hatte die Karten und er hatte sie komplett vergessen gehabt, also warum sollte ich ihm seine wieder geben", meinte Lara noch breiter grinsend.
Wir unterhielten uns noch ein bisschen, oder genauer gesagt schwärmten wir abwechseln von Fynn- Lara- und James- ich. Wir stellten uns vor was sie wohl auf der Bühne für Outfits tragen würden und überlegten uns Schlachtpläne, wie wir möglichst weit nach vorne an die Bühne kommen würden. Etwas später machten wir uns dann auf den Weg zu Laras Wohnung, wo wir unsere Koffer abholten, dann machten wir uns auf den Weg zum Hauptbahnhof.
"Wie war James so?", erkundigte sich Lara neugierig, während wir auf unseren Bus warteten. Inzwischen war es bereits Abend und als ich vor einigen Minuten einen Blick auf mein Handy geschaut hatte, hatte ich zahlreiche verpasste Anrufe und Nachrichten von Liam, welcher wissen wollte wo ich war. Ich reagierte auf nichts davon, was wohl noch schlimmere Konsequenzen für mich haben würde, als es ohnehin schon tat, dass ich abgehauen war. Ich hatte einige Minuten gebraucht, bis das Zittern wieder verschwunden war und war froh, dass Lara davon nichts bemerkt hatte.
Ein verträumter Gesichtsausdruck machte sich auf meinem Gesicht breit. "Er war einfach besonders, so jemanden wie ihn werde ich niemals wieder kennenlernen" Ich erzählte Lara einige Sachen aus James und meiner Kindheit. "Wow, du bist wirklich schwer in ihn verliebt", stellte Lara grinsend fest und ich seufzte nur kurz. "Ja, da hast du wohl recht, auch wenn es eine unmögliche Liebe ist" "Was genau dann mit Liam ist, verstehe ich immer noch nicht ganz, aber ich werde warten bis du es mir von alleine erzählst...", meinte Lara grinsend. "Und mach dir keine Sorgen, ich kümmere mich um alles, du kannst dich auf mich verlassen. Bis das Wochenende um ist, wirst du James wenigstens einmal gesprochen haben"
Der Bus kam und wir brauchten etwa eine Stunde- wegen Stau- bis nach London, dort ließen Lara und ich uns ein Taxi kommen, welches uns zu einem 5-Sterne-Hotel brachte. Erneut versuchte ich Lara zu überzeugen, dass ich wenigstens das bezahlte, aber sie ignorierte mich einfach und tat so, als würde ich überhaupt nichts. Etwas später bezogen wir unser Zimmer, welches einen fantastischen Ausblick über ganz London bot und ich ging erst einmal duschen. Für morgen wollte ich so hübsch wie möglich sein- falls- so gering die Möglichkeit auch war- ich James tatsächlich sehen würde. Ich sehnte mich nach seinen Umarmungen. Ob er mir wohl eine geben würde, falls ich ihn sehen würde und falls er mich noch kannte beziehungsweise erkannte? Es gab einfach zu viel falls- ich denke ich sollte nicht mit allzu großen Hoffnungen an dieses Wochenende herangehen, sonst würde ich nur enttäuscht werden. Bevor wir zu Bett gingen, schwärmten Lara und ich erneut von unseren Favoriten von "The Bliss", danach schloss ich meine Augen. Sofort tauchte vor meinem inneren Auge wieder James Gesicht auf. Ich vermisste ihn. Ich vermisste ihn. Ich vermisste ihn so sehr.

Dieser Beitrag wurde bisher 2 Mal bearbeitet, zuletzt am 26.08.17 um 20:36 von Silvaniae
Willow03
27.08.17 um 10:53
Avatar von Willow03

james

der nächste morgen war sonnig und freundlich. und das schon zu der verboten frühen zeit von halb sieben. ich war noch nie ein richtiger frühaufsteher gewesen. und heute war ich so gespannt auf unseren auftritt , dass es mir ganz offensichtlich nichts ausmachte. ich freute mich schon immens auf den auftritt heute abend. wir hatten schon eine längere zeit nicht mehr gespielt. und unsere letzten auftritte waren ziemlich stressig geweswn , da wir auf tour in amerika gewesen waren. jeden tag hatten wir an einemanderen ort gespielt und das zwei lange ganze wochen lang.
ich blinzelte ein wenig gegen das sonnenlicht. ich dürfte gestern vergessen haben, die vorhänge zu schließen, doch das war mir im moment egal. ich stand von dem bett auf und trat an das fenster. bei dem anblick den ich dort erkennen konnte , musste ich unwillkürlich seufzen. das konnte doch nicht wahr sein.tatsächlich waren schon duzende fans dort unten versammelt , wenn nicht sogar hunderte. ich fand es ziemlich extrem, dass sie so lange warteten nur weil sie darauf hofften , einen blick auf uns zu erhaschen. die meisten hatten doch sowieso karten für unser späteres heutiges konzert. ich konnte zum glück von hier oben die aufschriften auf den plakaten nicht lesen , doch ich hatte schon genügend dieser sorte gesehen um mir mit ein wenig fantasie alles was darauf zu lesen war zusammen zu reimen zu können.
ich schloss nun endlich die vorhänge und ließ mich zurück auf das bett fallen. irgendwie und irgendwann war mein optimismus von vor ein paar minuten flöten gegangen. ich fand es besonders anstrengend , an all diesen fans vorbei zu kommen. und dies immer wieder. wir sollten ihnen nicht einmal autogramme geben oder fotos machen , so wünschte es unser management. sie erklärten uns jedes mal wieder, dass für diesen fall die autogrammstunden vorhanden waren. wir hatten immer wieder welche. und ebenso auch wieder diese woche. übermorgen um genau zu sein. ich mochte keine autogrammstunden! hunderte kreischende fans , die man nach dem namen fragte , welchen man kurz darauf sofort wieder vergaß. ich fand es den mädchen gegenüber nicht fair. ich würde mir sehr viel lieber genug zeit für sie nehmen. bei der gelegenheit hätte man sie näher kennen lernen können , doch dies war ebenfalls nicht erwünscht. charles wollte nicht das wir uns fans mit auf hotelzimmer nahmen. er mochte keine groupies und versuchte uns immer von allen frauen fern zu halten. natürlich scheiterte er andauernd daran , doch wir hatten nun endlich die schreckliche phase auftauchender fans , überall wo wir waren hinter uns gebracht. es war die schrecklichste zeit gewesen , noch ziemlich am anfang von the bliss. andauernd waren kreischende fans überall aufgetaucht. in unseren häusern , in restsurants die wir besuchten, aber auch zu unserem größten leidwesen bei unseren familien!
ich unterbrach meine gedankensprünge und ging aus dem zimmer. ich hörte schon geräusche. bestimmt fynn. er war der einzige frühaufsteher unter uns. und er hatte eltern , die ein restaurant besaßen. und genau deshalb hatte er schon sehr früh kochen gelernt. bis heute war es ein hobby und half ihm in stressituationen. wir alle hatten unsere kleinen tricks den tag von einem konzert zu überstehen. das kleine bisschen lampenfieber würde vermutlich niemals aufhören . doch der gewisse kick , wenn man dann tatsächlich auf der bühne stand und all die fans sah , war es ganz einfach wert weiterhin zu spielen. und am tag danach schwebte man wie auf einer wolke. es war ein atemberaubendes gefühl zu sehen , wie man viele leute mit dem glücklich machen konnte , was man selbst über alles liebte und am liebsten andauernd getan hättee. und bei uns vier war dies ebdn bei der musik der fall.
ich beschleunigte meine schritte und lugte fynn , welcher tatsächlich in der küche stand über die schulter. "pancakes?" ich grinste ihn an und er nickte. seine pancakes waren die besten. charles wollte uns immer wieder aufs neue erklären , dass wir eine köchin fragen sollten es für uns zu tun , aber wir lehnten immer ab. wie gesagt , fynn machte die besten pancakes überhaupt! ich machte mich auf um die anderen beiden aus ihren betten zu werfen und als wir zurück kamen war das frühstück fertig.
zwei stunden später waren wir komplett abreise bereit und unsere bodyguards waren auch schon auf dem weg zu uns. sie waren gerade noch im aufzug. wir schlossen die türen hinter uns ab und stiegen zu ihnen in den aufzug , als dieser in unserem stockwerk die türen öffnete. wir begrüßten sie alle namentlich sie begleiteten uns nun auch schon zwei jahre!
wir gingen durch den keller und von dort sofort alle in eine limousine mit verspiegelten fenstern. dann fuhren wir los. die fans waren so zahlreich , dass das auto sich aufgrund der menge kaum fortbewegen konnte. wir brauchten eine halbe stunde, bis wir endlich auf der straße angelangt waren und in normalem tempo fahren konnten. ich sah , wie die anderen drei genau wie ich schön langsam genervt von den fanmassen waren. nicht das man dies falsch verstand. wir mochten unsere fans! sie waren so wichtig für unsere karriere. aber ein kleines bisschen privatsphäre hätten wir eben auch gerne. genauso wie ein wenig ruhe. und dies war gerade eben nicht der fall. wir waren in einem dauerhaften zustand von umzingelung durch unsere fanmassen.
es waren nur noch drei stunden bis zum konzert. gerade machten wir noch den letzten soundcheck. dann wirden die türen geöffnet und unsere vorband trat auf. die fans jubelten auch für sie , aber sie freuten sich eben auf uns. obwohl ich sagen musste , dass die vorband wirklich potenzial hatte! und die sängerin chiara war überaus nett und eine angenehme gesellschaft! dann waren es nur noch zehn minuten bis zu unserem auftritt. die lichter gingen aus und wir betraten die bühne. die scheinwerfer waren einzeln auf einen jeden von uns vier an unseren instrumenten gerichtet. die fans begannen ohrenbetäubend zu kreischen. ich grinste und dann legten wir los.
Silvaniae
27.08.17 um 12:32
Avatar von Silvaniae

Alice

Als ich am nächsten morgen gegen sieben Uhr aufwachte, stellte ich aufgeregt fest, dass es nur noch vier Stunden bis zu dem Konzert waren. Vorsichtig weckte ich Lara und wir ließen uns etwas zu Essen auf das Zimemr bringen, wo wir dann erst einmal ausgiebig frühstückten.
Ich war so nervös wie schon lange nicht mehr und gemeinsam hörten Lara und ich alle Songs von "The Bliss" rauf und runter- auch den neuen Song.
Ob sie ihn heute wohl spielen würden? Vermutlich eher nicht, immerhin war er noch ziemlich neu.
James, endlich würde ich ihn wieder sehen. Zwar würde ich ihn sehen wie jeder andere Fan von ihm, aber ich würde ihn sehen und das war die Hauptsache.
Nachdem wir gefrühstückt hatten, zogen wir uns unsere neuen Kleider an und schminkten uns. Dann frisierten wir uns gegenseitig die Haare, wobei ich allerdings nur zwei Strähnen flocht und hinten zu einem kleinen Zopf zusammenfasste, welcher über den Rest meiner Haare hing. Als ich in den Spiegel blickte wirkte ich tatsächlich etwas wie Alice- allerdings in einer moderneren Version von ihr. "Du siehst atemberaubend aus...", meinte Lara lächelnd. "Wenn dich James so nicht sieht, ist er ein kompletter Vollídiot!" Sie grinste. "Mach dir keine Sorge, wir schaffen das schon!"
Ich lächelte sie dankbar an und umarmte sie noch einmal. "Danke, du bist wirklich die Beste!"
Sie grinste nur und wir verließen schließlich das Hotelzimmer und machten uns auf den Weg nach unten, wo wir uns erstmal ein Taxi riefen, welches eine viertel Stunde später schließlich auch eintraf.
Wir stiegen ein und gaben ihm die Adresse, wo er hinfahren sollte. Der Taxifahrer schüttelte den Kopf. "Keine gute Idee, da ist heute das Konzert und es wird ziemlicher Stau sein, aber ich kann euch immerhin in der Nähe absetzen!" Wir bedankten uns und er fuhr los. Tatsächlich hatte der Taxifahrer recht behalten und wir steckten ziemlich bald im Stau, obwohl wir noch etwas von der Konzerthaltte entfernt waren. Der Taxifahrer war schlauer und fuhr rasch in eine Gasse hinein und begab sich dann nur noch über Schleichwege ganz in die Nähe der Konzerthalle, wo er uns dann aussteigen ließ.
Dieses Mal bezahlte ich und ich sah Lara so mahnend an, dass sie nichts dazu sagte.
Gemeinsam machten wir uns auf dem Weg zu der Konzerthalle und wir waren eindeutig nicht die einzigen, die dort hin wollten. Tausende Fans befanden sich um mich herum und es waren schon unzählige bestimmt in der Halle und unzählige würden noch nachkommen.
Die Menge tobte bereits jetzt, dabei waren sie noch nicht mal in der Halle. Gemeinsam kämpften Lara und ich uns zu dem Eingang vor, wo wir den Sicherheitscheck über uns ergehen ließen und unsere Eintrittskarten kontrollieren ließen.
Danach betraten wir die Halle. Ich hätte niemals gedacht, dass die Halle so groß sein würden und trotzdem die Halle bereits jetzt gut gefüllt war. Ich würde wohl doch keinen näheren Blick auf James bekommen können, dafür waren wir viel zu weit von der Bühne weg.
Lara nahm kurz meine Hand und drückte sie. "Mach dir keine Sorgen, wir bringen dich schon nach vorne!", meinte sie überzeugt, dann zog sie mich hinter sich her, während sie sich durch die Massen kämpfte. Sie nahm keine Rücksicht- auf niemanden. Und tatsächlich- Schritt für Schritt kämpften wir uns vor und kamen der Bühne näher und näher. Bis ganz nach vorne schafften wir es nicht, aber wir standen vielleicht in der dritten Reihe und das, obwohl wir anfangs von so weit hinten gestartet hatten.
Zuerst spielte noch eine Vorband, welche zwar nicht schlecht war, aber um Längen schlechter als "The Bliss" Und dann, dann sah ich endlich James wieder. Tränen traten ohne dass ich es bemerkte in meine Augen. Ich hatte ihn einfach so sehr vermisst. Und nun stand er endlich wieder vor mir, auch wenn er mich nicht wahrnahm. Er sah nur die Fans als ein großes ganzes- er sah nicht die einzelnen Individuen- es waren zu viele von uns hier, als dass er es gekonnt hätte.
Ich spürte einen Stich, aber was hatte ich auch anderes erwartet?
Es waren so viele Fans hier.
Und dann fingen sie an zu spielen. Ich hatte James wundervolle Stimme schon früher gehört- natürlich, und auch im Fernsehen und im Radio und natürlich auf den CD´s hatte ich sie gehört, aber jetzt, wo ich sie endlich wieder live hörte, sorgte sie dafür, dass sich Elektrizität in meinem ganzen Körper ausbreitete. Ich liebte James Simme so sehr, wie ich alles an ihm liebte. Sie faszinierte mich von klein auf an- sie war etwas besonderes- ich wusste, dass "The Bliss" es mit einem Sänger wie James weit bringen konnte- verdammt weit.
James war trotz der Nähe zu weit weg, sodass ich seine wunderbaren Augen nicht sehen konnte.
Ein Lied nach dem anderen performten sie und die Stimmung wurde mit jedem einzelnen Lied noch besser- wenn das überhaupt möglich war. Ich war wie gebannt von James Stimme und als mich Lara in die Seite stieß, merkte ich es kaum. "Warte nur ab, mein Plan ist wirklich unfehlbar...", meinte sie grinsend.
Und dann spielten sie ihren neuen Song- er zog mich mehr in den Bann als alles zuvor. Die Liebe, die er für dieses Mädchen empfand, schien unendlich groß zu sein und es schmerzte mich. Es tat so weh, dass ich am liebsten heulend auf dem Boden zusammen sinken wollte. Als das Lied zu Ende war und ich einen kurzen Blick zu Lara warf, war ich komplett überrascht als ich mit einem Mal merkte, dass sie ein Mikrophon in der Hand hatte. "Ich kenne einen von der Technik. Bedanken kannst du dich später. Ich sehe dich dann heute Abend im Hotel wieder, oder morgen früh..." Sie grinste breit. "Viel Spaß, Süße!" Dann schaltete sie das Mikrophon an. "Manchmal werden Songs lebendig...", erscholl ihre Stimme aus allen Lautsprechern. "Ich denke da v***lem an "Your effect". Manchmal habe ich bei euren Songs das Gefühl, dass die Figuren hinter den Geschichten zum Leben erwachen. Bei "Your effect" könnten das Figuren aus Alice im Wunderland sein- die Herzkönigin, die Grinsekatze, Alice... ich habe beinahe das Gefühl, als wären sie mitten unter uns. Direkt hier, an meiner Seite!" Sie lächelte mich kurz an. Das Publikum schwieg halb entrüstet, weil sie wollten, dass "The Bliss" endlich weiterspielte und halb neugierig was jetzt noch kommen würde. Keiner wusste wirklich, wer da eigentlich sprach und was sie wollte. Langsam wurde wütendes Murmeln aus allen Ecken des Raumes hörbar.
Würde James verstehen, was Lara da andeutete? Vermutlich nur dann, wenn ich tatsächlich das Mädchen war, was er in seinem Song meinte. "Aber wenn dieser heutige Tag vorbei ist, wird der Zauber verschwinden und Alice und alle anderen werden wieder verschwinden, so als hätte sie es nie gegeben. Nicht in der Vergangenheit, nicht in der Gegenwart, nicht in der Zukunft!" sprach Lara weiter. "Als hätte es ihre wunderbare Geschichte niemals gegeben. Das Märchen ist noch nicht zu Ende, es fehlt etwas, es braucht ein Ende, was neu geschrieben wurde und heute ist die Möglichkeit dazu!", endete sie und versteckte das Mikrophon wieder in ihrer Tasche.
Verwirrtes Gemurmel machte sich aus allen Richtungen breit, aber dann schienen die Menschen auch schon wieder alles vergessen zu haben. Es war bedetungslos für sie, also warum sollten sie weiter darüber nachdenken? Nur diejenigen, die die Geschichte kannten, wussten wovon Lara gesprochen hatte.
Lara griff erneut nach meiner Hand. "Mal sehen ob du wirklich das Mädchen seiner Träume bist...", flüsterte sie grinsend und kämpfte sich mit mir an den Rand in der Halle und von dort aus versteckt durch einige Säulen in Richtung des Backstage-Bereiches, wo einige Wachmänner standen. Das Konzert würde wohl noch etwas dauern. Lara redete auf die Wachmänner ein, welche aber ruhig alles von ihr abblockten. "Alice ist eine Kindheitsfreundin von James. Er wird sie sicher sehen wollen!", versuchte sie die Wachmänner zu überzeugen. "Das würde bestimmt heutzutage jedes zweite Mädchen behaupten, damit sie zu einem von "The Bliss" vordringen kann!"; meinte der Wachmann und grinste schief. Lara hatte mir vorher ihren Plan mitgeteilt. Sie wusste, dass die Wachmänner keinen von uns durchlassen würden, aber wenn James die Botschaft verstand und darauf hörte, würde er vielleicht kommen, mich sehen, erkennen und zu ihm durchlassen. Ich wusste, dass die Wahrscheinlichkeit für dies alles vielleicht bei 0,0000001% lag, aber jede Hoffnung, sei sie auch noch so gering, James wiederzusehen, ließen mich jeden Zweifel vergessen.
Silvaniae
27.08.17 um 12:40
Avatar von Silvaniae

Re: ~A song about my first love ? ~ 2er Partner gesucht!

(Sry, dass Lara das Konzert gestört hat, aber das war die beste Idee, dir mir eingefallen ist, damit James vielleicht- das ent***st ja immer noch du- auf Alice aufmerksam wird x3)
Willow03
27.08.17 um 16:22
Avatar von Willow03

James

(Also wenn Lara immer mit so netten genialen und gleichzeitig süßen Ideen um die Ecke kommt, darf sie mein Konzert immer wieder gerne stören! ;D )

Unser erstes Lied, war eines der neueren. Es war ein Jahr alt, doch die Fans konnten es wie überhaupt nicht verwunderlich, perfekt mitsingen. Ich lächelte während ich sang. Natürlich war es ein wundervolles und einfach atemberaubendes Gefühl, wenn Tausende Menschen gemeinsam einen Song sangen, ob er nun von dir war oder nicht. Bei mir am eben dann auch noch zusätzlich die Tatsache hinzu, dass es meine Songs waren. Meine Worte, meine Erlebnisse und meine Erfahrungen. Mir wurde kitschiger weise richtig warm um mein Herz! Ich liebte es einfach Musik zu machen und jetzt im Moment liebte ich es auch wieder auf der Bühne zu stehen. Jegliches Lampenfieber oder Nervösität in irgendeiner Form war verschwunden. Ich fühlte mich nur noch wohl. Ich lebte meine Musik. Nach dem dritten Lied wechselte ich das erste Mal die Gitarre, während Cayden ein Solo spielte.
Es war das fünfte Lied im Programm. Your effect Niemand von uns rechnete damit, dass die Fans bereits so text sicher wären, doch es waren sie. Ich war erstaunt. Doch besonders viel bekam ich dabei nun auch wieder nicht mit, denn in Gedanken war ich nur bei Alice. Irgendwie fühlte es sich an, als ob ich dieses Lied nur für sie singen würde, obwohl sie natürlich durch eine kilometerlange Strecke von mir getrennt wurde. Und ich hatte nun nicht wirklich die Hoffnung, sie jemals wieder zu sehen.. Ich dachte die ganze Zeit nur an sie und wie sehr ich mir eben wünschte, dass ich vor ihr stand. Alleine. Wir beide. Ich hätte ihr so vieles zu sagen! Ich hatte ganz einfach den Mund voll ungesagter Worte ihr gegenüber. Auch früher war es mir immer schon so gegangen, weshalb ich mir dann auch mein Tattoo hatte stechen lassen. Ich hatte eben schon früher über alles, was zu schwer war um es auszusprechen Songs geschrieben. Damit hatte ich auch immer wieder Leute erreicht. das Beste Beispiel dafür waren dann wohl unsere Fans, die gerade in der Menge vor der Bühne abfeierten.
Eigentlich hätten wir ganz nach dem Programm nun einmal ein paar Worte an das Publikum richten können, wobei bei wir ich gemeint war. Die anderen hätten eine Trinkpause gehabt. Doch dann hörte ich plötzlich, wie wir alle eine Stimme. Es war eine Frauenstimme und sie schien aus dem Publikum zu kommen, woher auch immer. Doch das größere Mysterium war, wie sie denn bitte an ein eingeschaltenes und noch dazu verbundenes Mikrophon gekommen war?
Sie sagte etwas von wegen, dass Songs manchmal lebendig werden könnten. Und es auch bei Your effect so der Fall sein könnte. Dann begann sie mit Alice im Wunderland, der Grinsekatze und der Herzkönigin. Mein Herz begann unmerklich immer schneller zu schlagen. es konnte nicht Alice sein, ich hätte gedacht ihre Stimme zu erkennen, wenn ich sie jemals wieder hören würde, doch diese Stimme hörte sich nicht nach meinen Erinnerungen an! Doch mit direkt an meiner Seite, kam mir schlagartig der Gedanke, dass es eine Freundin von Alice sein musste. Zumindest hoffte ich es. Mein verliebtes und viel zu schnell schlagendes Herz hatte die Gewalt über meinen Körper errungen und jede Vernunft, dass es doch nicht möglich sein konnte, Alice hier zu sehen, aus meinem Gehirn verbannt. Für mich stand fest, dass Alice hier irgendwo sein musste. Ich tauschte einen Blick mit meinen Bandkollegen und sie verstanden sofort. Auch Yannik woraus ich schloss, dass die anderen ihm gestern noch alles erzählt hatten Aufmunternd sahen sie mich an. Ich hielt Ausschau nach der Stimme. Ich würde heute nicht dafür sorgen, dass das Ende dieser Geschichte neu geschrieben würde. Und es sollte in alle Märchen und Geschichtsbücher eingehen! Doch ich wusste auch, dass ich das Konzert zu Ende spielen musste. Ich war mir jedoch sicher, dass ich die beiden, oder vielleicht war es auch eine größere Gruppe um Alice, garantiert noch dafür sorgen würde, dass ich sie sah. Ich war mir außerdem auch sicher, dass Charles gerade hinter den Kulissen alles daran legte, die Frau mit dem Mikro zu finden. Und dann würden sie bestimmt ein Gespräch führen, welches länger dauern würde, wodurch ich die Chance hätte, Alice zu sehen. Nach einer längeren Stille, mussten wir wieder weiterspielen. Es war mir noch nie so ergangen, aber ich hoffte inständig, dass das Konzert nun endlich bald zu Ende sein würde! Die anderen schienen meine Ungeduld zu spüren und nach einem leichten Nicken von Cayden, welches ich als Versprechen mir zu helfen auffasste, legte ich mich wieder voll ins Zeug. Ich wollte die Fans natürlich nicht enttäuschen, auch wenn ich in Gedanken wieder einmal nur bei einer einzigen Person war. Und diese Person war, wie ich jetzt wusste, hier in dieser Konzerthalle!
Heute mussten sich die Fans nach drei Liedern als Zugabe zufrieden geben, denn noch länger konnte ich nicht warten Alice endlich zu sehen. Hinter der Bühne wurden wir in Empfang genommen und in die VIP-Lounge im Backstage Bereich geführt. Hier würden in ein paar Minuten nur noch hundert, eine übersehbare Zahl an Leuten, eintrudeln, welche die VIP Tickets gekauft hatten. Ich wurde immer unruhiger. Mein Verstand meldete sich wieder zurück und fragte sich, ob es nicht vielleicht einfach nur ein schlechter Scherz von jemandem gewesen war? Doch dann öffnete sich eine Tür. Ich erkannte die erste Person die heraus kam Charles. Hinter ihm zwei junge Frauen. Ich erstarrte zur Salzsäule. Sie hatte sich stark verändert, aber diese Augen hätten sie immer verraten. Ich konnte mich nicht mehr bewegen und musste mich dazu ermahnen wieder zu atmen. Meine Lippen öffneten sich, doch kein Wort kam heraus. Sie formten nur ihren Namen. Alice Wie vom Blitz getroffen starrte ich sie an.
Silvaniae
27.08.17 um 17:00
Avatar von Silvaniae

Alice

(Dann wird sie das wohl auch noch in Zukunft machen x3)

Während wir darauf warteteten, dass irgendetwas passierte, hörte ich schweigend dem Konzert zu. James Stimme hatte sich seit dem letzten Lied verändert- seit Laras Ansage- sie wirkte noch berauschender als je zuvor. Sie kamen am Ende des Konzertes an und fingen an die Zugaben zu spielen, als mit einem Mal ein Mann auf uns zu kam. Ich hatte ihn schon mal in einem Interview über "The Bliss" gesehen, es war ihr Manager Charles. Jetzt war alles aus. Charles blickte erst auf Lara, dann auf mich. "So ein großes Theater wie ihr gerade macht, denke ich mal, dass auch ihr es ward, die die Durchsage gemacht haben?", fragte er und sah uns ernst an.
Verdammt, was sollten wir jetzt machen? Doch Lara blieb gelassen. "Das stimmt, ich war es, und ich kann ihnen auch gerne erklären warum ich dies gemacht habe!", meinte sie mit einem breiten Grinsen. "Folgt mir!", befahl Charles und nickte den Sicherheitsleuten zu, welche uns mit ihm durchließen. Lara und ich folgten ihm in den Backstagebereich. "Alice hat mit dem ganzen nichts zu tun, sie wusste nicht, dass ich so etwas geplant hatte!", erklärte sie. "Aber ich habe es für sie getan. Für sie und James. Sie ist das Mädchen aus seinem Lied "Your effect"" Das war gelogen. Sie wusste es nicht sicher, aber sie wollte mir eine Chance geben James zu sehen. Koste es was es wollte. "Alice- wie Alice aus dem Wunderland. James und sie kennen sich seit ihrer Kindheit, verloren sich aber irgendwann aus den Augen... und jetzt ist Alice hier um James endlich wieder zu sehen!" Von Richtung der Bühne ertönte lautes Geschrei. War die letzte Zugabe aus?
"Ich werde Sie beide zu James bringen. Er wird ja wohl wissen wen er kennt und wer nicht. Sollten Sie allerdings gelogen haben..." Er warf einen kurzen Blick zu Lara. "Wird das eine gerichtliche Konsequenz haben. Sie haben mit ihrer Durchsage das komplette Konzert und alle Fans gestört! Wie haben Sie das überhaupt gemacht?" Lara lächelte geheimnisvoll. Sie hatte den Manager durchschaut- sollte ich tatsächlich das Mädchen sein, von dem James in seinem Lied sprach, würde das ziemliche Schlagzeilen für die Zeitung geben und die Band würde noch größere Berühmtheit erlangen. Wäre es anders udn er würde nicht an den Profit denken, hätte er uns schon längst rausgeschmissen. Aber er wollte sich keine noch so geringe Chance entgehen lassen. "James und die anderen werden in wenigen Minuten im VIP-Bereich sein, bevor die VIP-Besucher kommen, können wir kurz zu ihm!", meinte Charles und führte uns vorbei an einigen Leuten, bis wir schließlich durch eine weitere Tür gingen.
Und dann stand er da. James. Mein Herz begann zu rasen und ich war unfähig mich auch nur einen Milimeter vom Fleck zu rühren.
James Blick war direkt auf mich gerichtet- er hatte mich gesehen, aber er bewegte sich wie ich nicht. Stattdessen passierte etwas, was mich unheimlich erelichterte. Er hatte mich nicht vergessen, denn seine Lippen formten stumm meinen Namen.
Mein Herz schlug mir bis zur Brust- es schlug wie ein Presslufthammer und es viel mir schwer zu atmen. Er war so nahe bei mir und seine grünen Augen schlugen mich in ihren Bann. "Hey James...", meinte Charles und ging zu ihm hinüber. Mein Blick war unverwandt auf James gerichtet und ich traute mich nicht mich zu rühren. "Die eine Frau da drüben hat diese Durchsage gemacht, die dein Konzert gestört hatte und sie behauptet, dass du die andere Frau in deinem Lied meinen würdest. Weil sie irgendwie Alice heißt und ihr Kindheitsfreunde wärd..." Er wirkte skeptisch, aber auch hoffnungsvoll, dass an der ganzen Sache etwas wahres dran war. "Sollen wir die beiden rausschmeißen?"
Ich konnte mich immer noch nicht rühren, stattdessen füllten sich meine Augen mit Tränen.
James- es war wirklich James, der mir hier gerade gegenüber stand. Ich dachte, dass ich ihn niemals wieder sehen würde.
Trotzdem hatte ich Angst vor seiner Reaktion- nur weil er mich erkannte, bedeutete das noch lange nichts. Tränen liefen meine Wangen hinunter und ich richtete meinen Blick auf den Boden, so schwer es mir auch fiel meinen Blick von seinen Augen zu lösen. "Ich habe dich so vermisst, James...", flüsterte ich schluchzend. Ich hatte schon lange nicht mehr geweint- Liam hatte mich gebrochen, ich konnte nicht mehr weinen, sondern ließ einfach alles über mich ergehen, aber jetzt, jetzt ließ ich all die Tränen fließen. All den Schmerz, all die Sehnsucht, all die Liebe... ich ließ sie einfach heraus.
Willow03
27.08.17 um 17:18
Avatar von Willow03

James

(Oje das muss sie dann aber mit Charles absprechen, sonst bekommt sie Ärger. ;) )

Ich hörte keines der Worte, welche Charles an mich richtete. Obwohl, doch. Eigentlich hörte ich sie schon, aber ich konnte ihnen allen keinen Sinn entnehmen. Ich fühlte mich taub. Um mich herum bekam ich nichts mehr wirklich mit. Alles nur noch versprochen. Außer Alice. Sie war wie ein Magnet. Sie schien zwar der gleichen Starre wie ich verfallen zu sein, aber sie zog mich einfach an, ich wollte ihr nahe sein. Ich wollte mit ihr allein sein. Ich wollte nicht, dass die anderen unser Wiedersehen so mitbekamen. Auch wenn dies egoistisch klang ich fand einfach, dass dies unser Moment war und niemanden anderen gehören sollte. Es sollte sich nur zwischen uns beiden abspielen nicht mit so viel unnötigem Publikum. Ich wusste, dass die VIP Gäste bald alle herein stürmen würden. Ich wollte auch sie alle hier nicht haben. Ich musste dafür sorgen, dass wir alleine sein konnten. Dann hätten wir endlich die Möglichkeit über alles zu sprechen. Ich wollte alles über sie wissen. Was sie jede Sekunde ihres Lebens gemacht hatte, nachdem wir weg gezogen waren. Es hatte mir damals das Herz gebrochen. Ich war von einem Tag auf den anderen verschwunden, da mein Vater in London ein gutes Jobangebot und eine Wohnung erhalten hatte. In diesem Moment wurde mir etwas ganz anderes bewusst. Etwas aus meiner Sicht ziemlich gravierendes. Ich hatte mich nie von ihr verabschiedet. Ich war einfach weg gewesen. Einfach so. Am Tag zuvor hatten wir uns noch gesehen, als ich mit meinen damals noch jungen Schwestern spazieren gewesen war. Ich war immer absichtlich an dem Haus von Alice's Eltern vorbei gegangen nur um einen Blick auf sie erhaschen zu können. Manches mal hatte ich mir sogar schon eingebildet, sie würde hinter dem Vorhang ihre Zimmers auf mich warten bis ich vorbei kam. Meistens hatte sie mir dann kurz zu gewinkt oder ein Lächeln geschenkt. Ich habe dich so vermisst James. Diese Worte waren es, die mich wieder zurück in die Realität holten. So schnell, wie ich gar nicht denken konnte, war ich bei ihr und hatte sie in meinen Armen. Ich wusste nicht, ob sie dies nun störte oder nicht, aber es war einfach über mich gekommen. Ich merkte, wie auch bei mir Tränen zu fließen begannen. Ich weinte nie. Ich war nicht der Typ dafür gewesen, doch im Moment überfluteten mich meine Gefühle einfach komplett und ich konnte nicht anders. Ich legte meinen Kopf auf ihren. Der Größenunterschied, welchen wir nun hatten war ziemlich groß. Früher waren wir gleich groß gewesen!
Irgendwann merkte ich, wie Cayden mich bei der Hand nahm und in einen angrenzenden Raum zog. Ich hatte meine Finger mit denen von Alice verschränkt, weshalb sie natürlich auch mitkam. Dann erklärte mir Cayden, dass die VIP Gäste gerade kamen und er mich entschuldigen würde. Ich lächelte ihm zu. Ich wusste, dass er mir das ermöglichte, weil er mein bester Kumpel war. Er wusste, seit gestern wie sehr ich mir wünschte, mit Alice zu sprechen. Auch wenn ich im Moment einfach keine Worte fand. Und außerdem schien er auch noch bemerkt zu haben, dass ich nicht scharf auf noch mehr Publikum war. Er ging hinaus und ich nickte ihm dankend zu. Dann war ich mit Alice allein. Ich konnte immer noch nichts sagen. ihr Anblick musste erst einmal auf mich wirken. Sie hatte sich stark verändert, aber sie war immer noch die gleiche. Sie war immer noch wunderschön, wie sie es immer gewesen war, auch wenn ich mich damals nicht in ihr Aussehen sondern in ihren Charakter verliebt hatte.
Silvaniae
27.08.17 um 17:57
Avatar von Silvaniae

Alice

(Ach, das macht ihr nicht wirklich was aus x3)

Kaum, dass ich diese Worte ausgesprochen hatte, fühlte ich auch schon, wie sich starke Arme um mich schlossen. Es fühlte sich vertraut an udn doch so fremd. James war inzwischen ein gutes Stück größer als ich... früher war ich eine Zeit lang sogar mal ein kleines bisschen größer als er gewesen.
Seine Nähe brachte mein Herz erst zu Stillstand, dann schlug es noch schneller als zuvor.
Ich atmete seinen Duft ein, er hatte sich ebenfalls etwas verändert, es wirkte männlicher und ich fühlte mich noch mehr von James angezogen.
In diesem Moment wurde mir etwas schmerzlichst bewusst. Ich würde James jetzt noch weniger vergessen können. Ich wollte ihn nicht vergessen, so schmerzhaft es auch war.
In diesem Moment als ich seine starken Arme um mich spürte, kamen all die Erinnerungen, jede noch so kleine zurück. Ich erinnerte mich daran, wie ich immer um die gleiche Uhrzeit am Fenster gestanden und nach draußen gesehen hatte. Ich wusste, dass James mit seinen süßen kleinen Schwesternjeden Tag um die gleiche Zeit an unserem Haus vorbeiging um spazieren zu gehen. Manchmal hatte ich ihn verborgen hinter einem Vorhang beobachtet, manchmal stand ich auch einfach da und winkte ihm, lächelte ihn an. Manchmal schloss ich mich den drei auch an und begleitete sie.
Und ich erinnerte mich mit einem Mal wieder daran, dass James mir nie gesagt hatte, dass er umziehen würde. Er war einfach weg- von einem Tag auf den anderen. Ich hatte es komplett verdrängt gehabt- ich hatte es gar nicht mehr wissen wollen. Denn damals hatte ich mich gefragt, ob wir wirklich jemals beste Freunde gewesen waren, wenn er mir nicht mal erzählen konnte, dass er weg zog. Ich hatte mir Vorwürfe gemacht, ich dachte, dass ich es gewesen sei, der die Schuld an allem trug, ich dachte, dass ich schuld war, dass er weggezogen war. Später erfuhr ich von meinen Eltern, dass sein Vater in London einen neuen Job gefunden hatte und sie deswegen alle umgezogen waren. Es war nicht meine schuld gewesen- von Anfang an.
Und dann bemerkte ich, dass James ebenfalls weinte. Ich hatte ihn noch nicht oft weinen sehen- auch in unserer Kindheit nicht. Darum überraschte es mich umso mehr.
Irgendwann kam einer der anderen aus der Band- Cayden und zog James mit sich mit. Da James inzwischen meine Hand fest in seiner hielt, kam ich mit. Ich sah noch Lara wie sie mir zuzwinkerte und mir den Daumen drückte. Ich lächelte sie dankbar unter Tränen in den Augen an.
Cayden sprach etwas zu James, aber ich hörte seine Worte kaum. Mein Blick war auf James und meine Hand gerichtet, welche immer noch miteinander verschränkt waren. Meine Finger kribbelten angenehm, wo sie von James berührt wurden. Cayden verließ den Raum und schloss die Tür hinter ihm, dann waren wir alleine und ich blickte James in seine Augen- in seine wunderschönen grünen Augen, welche mir in ihren Bann schlugen, Wie lange schon hatte ich nicht mehr das wudnderschöne Gold in diesem faszinierenden Grün gesehen. Ich hatte es so vermisst- ich hatte James so vermisst.
Und jetzt, jetzt war er mir so nahe wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Eine Weile lang blieben wir beide einfach nur still, aber es war keine unangenehme Stille. Ich denke wir brauchten beide einfach etwas Zeit, bis wir verstanden, was hier gerade passiert war. Ich wusste nicht wie James wirklich über mich empfand, aber seit der Umarmung wusste ich, dass er mich nicht vergessen und wohl auch vermisst hatte. Nachdem ich ihn eine Weile gemustert hatte und jedes noch so kleine Detail in mich aufgesaugt hatte, lächelte ich ihn vorsichtig und etwas unsicher an. Ich konnte gut mit kleinen Kindern und mit Tieren umgehen, aber bei anderen in meinem Alter fiel es mir manchmal schwer. Ich hatte Angst etwas falsches zu sagen und nicht ihren Vorstellungen zu entsprechen, aber bei James hatte ich die Angst bisher nie gehabt, doch jetzt stieg sie zum ersten Mal in seiner Gegenwart in mir hoch. Ich selbst würde mich als ein sehr offener und freundlicher Mensch bezeichnen, welcher auch fröhlich war, und sich mehr um andere kümmerte als um sich selbst. Und deswegen war ich vielleicht auch gar nicht so fröhlich. Ich versteckte mein Leid hinter einem Lächeln um andere Menschen nicht zu sorgen. Ich war entschlossen und mutig, wenn es darum ging etwas oder jemand anderen zu beschützen, aber ängstlich und zurückhaltend wenn es um mich selber ging. Ich verlor dann meinen Mut und wusste nicht mehr was ich machen sollte. "Ich dachte ich würde dich niemals wieder sehen...", sagte ich leise und blickte ihm wieder direkt in seine Augen. "Ich habe dich so vermisst, James... ich...ich..." Mir fehlten die Worte. "Danke, dass ich dich wenigstens noch einmal sehen konnte..." Ich lächelte ihn an. Meine Hand, welcher in seiner war, zitterte als ich sagte: "Du... Du solltest zurück zu deinen Fans gehen... jetzt ist doch diese VIP Stunde, oder? Sie haben teueres Geld dafür gezahlt um dich zu sehen. Sie lieben dich..." Und ich liebte ihn auch... aber ich liebte nicht den Sänger James, ich liebte den wahren James der dahinter steckte und den Sänger James. Ich liebte alles an ihm, aber das konnte ich nicht sagen. Noch nicht jetzt. Ich stellte das Wohl anderer erneut vor mein eigenes Wohl. So viel hatte ich mich seit meiner Kindheit nicht verändert. Ich umarmte James. "Danke, danke, dass ich dich noch einmal sehen konnte... " Ich löste die Umarmung und küsste ihn sanft auf die Wange, so wie ich es in unserer Kindheit gemacht hatte, ehe ich meine Hand von seiner löste. Meine Lippen brannten und forderten mehr. Mein ganzer Körper war wie elektrisch aufgeladen und füllte sich mit Sehnsucht nach mehr. Dann wandte ich mich der Tür zu, während ich am ganzen Körper zitterte. Ich wollte nicht gehen, ich wollte noch etwas länger bei James bleiben. Ich wollte, dass er nur mir gehörte. Ich wollte das alles, aber ich sprach ncihts davon aus, denn ich wusste, dass seine Fans James auch brauchten und nur weil ich egoistsich war, konnte ich ihnen James nicht vorenthalten. "Ich will nicht gehen... ich will, dass du für immer an meiner Seite bleiben wirst...", flüsterte ich so leise, dass James mich vermutlich gar nicht gehört hatte, dann legte ich meine Hand an den Türgriff um die Tür zu öffnen.