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Re: Brauchst du Credits?

blauerball
05.04.12 um 18:25
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Bis zum 30. April können Stimmen für den Publikumspreis des 16. Wikipedia-Schreibwettbewerbs abgegeben werden.
Artikel des Tages
Das Dänojà Zho Cultural Centre (Vor-langer-Zeit-Haus) der Tr?ondek Hwech?in am Yukon

Die Geschichte der Tr?ondek Hwech?in First Nation, einer der kanadischen First Nations im Terri­torium Yukon, reicht ihrer eigenen Anschauung nach mehr als zehn Jahr­tausende zurück. Dem rauen Klima passten sich die Han, wie sie auch bezeichnet wurden, im Rahmen einer halb-noma­dischen Lebens­weise an. Europ­äische Händler, die nach 1800 mit dem ausge­dehnten Netz von Pfaden, Kontakten und Gütern in Berührung kamen, wurden mehrere Jahr­zehnte lang in dieses Netz integriert. Spätestens 1847 traten die Han erstmals in direkten Kontakt mit Briten. Der Klondike-Gold­rausch brachte ab 1896 eine so massive Zuwanderung, dass sie zur kleinen Minder­heit von wenigen hundert Menschen wurden, denen bis zu 100.000 Zuwanderer gegenüber­standen. Dazu kam die Umsiedlung nach Moosehide, einige Kilometer von Dawson entfernt, wo der Stamm zwischen 1897 und etwa 1960 lebte. Heraus­ragender Führer in dieser Phase war Chief Isaac. mehr
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Was geschah am 5. April?

Denkmal am Ufer des Pei***ees zur Erinnerung an den Sieg Alexander Newskis
1242 ? In der Schlacht auf dem Pei***ee besiegt ein russisches Heer unter Führung von Alexander Newski eine Streitmacht des Deutschen Ordens und des mit ihm vereinigten Schwertbrüderordens und setzt damit deren Ostexpansion ein Ende.
1472 ? Bianca Maria Sforza, die zweite Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Maximilian I., wird geboren.
1722 ? Der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen entdeckt die polynesische Insel Rapa Nui und gibt ihr den Namen Osterinsel.
1992 ? Mit der Einnahme des Flughafens der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt durch jugoslawische Einheiten beginnt die bis 1996 andauernde Belagerung von Sarajevo.
1997 ? In New York City stirbt der Dichter Allen Ginsberg, ein bedeutender Vertreter der Beat Generation.

Weitere Ereignisse

In den Nachrichten

Kindsmord in Emden ? Was gesagt werden muss ? Gründonnerstag

Boeing 747 der Fluggesellschaft Lufthansa am Flughafen Frankfurt am Main (2004)

Nach monatelangen Protesten von Anwohnern des Flughafens Frankfurt am Main hat das Bundesverwaltungsgericht nächtliche Starts und Landungen zwischen 23 und 5 Uhr für unzulässig erklärt.
Der einst weltgrößte Solarzellenhersteller Q-Cells hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.
Bei einem Amoklauf an der kalifornischen Oikos University sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.

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Kürzlich Verstorbene

Barney McKenna (72), irischer Musiker (? 5. April)
Ferdinand Alexander Porsche (76), deutscher Industrie-Designer (? 5. April)
Claude Miller (70), französischer Filmregisseur (? 4. April)

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Fresko von St. Magnus in Rammingen

Beim Neuaufbau der Pfarrkirche St. Magnus in Unterrammingen 1768 zahlte der Pfarrer Fresken, Putten und Stuck aus eigener Tasche.
Der Philosoph und Nationalökonom Walther Borgius gilt mit seinem Werk ?Die Schule ? ein Frevel an der Jugend? als radikaler Antipädagoge.
Der geweihartige Fascinator, den Prinzessin Beatrice bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton trug, wurde für rund 99.000 Euro für wohltätige Zwecke versteigert.
Als NS-Diplomat betrieb Ernst Kutscher judenfeindliche Propaganda, später war er persönlicher Referent Ludwig Erhards und Botschaftsrat des Auswärtigen Amtes.

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Artikel des Tages
Das Dänojà Zho Cultural Centre (Vor-langer-Zeit-Haus) der Tr?ondek Hwech?in am Yukon

Die Geschichte der Tr?ondek Hwech?in First Nation, einer der kanadischen First Nations im Terri­torium Yukon, reicht ihrer eigenen Anschauung nach mehr als zehn Jahr­tausende zurück. Dem rauen Klima passten sich die Han, wie sie auch bezeichnet wurden, im Rahmen einer halb-noma­dischen Lebens­weise an. Europ­äische Händler, die nach 1800 mit dem ausge­dehnten Netz von Pfaden, Kontakten und Gütern in Berührung kamen, wurden mehrere Jahr­zehnte lang in dieses Netz integriert. Spätestens 1847 traten die Han erstmals in direkten Kontakt mit Briten. Der Klondike-Gold­rausch brachte ab 1896 eine so massive Zuwanderung, dass sie zur kleinen Minder­heit von wenigen hundert Menschen wurden, denen bis zu 100.000 Zuwanderer gegenüber­standen. Dazu kam die Umsiedlung nach Moosehide, einige Kilometer von Dawson entfernt, wo der Stamm zwischen 1897 und etwa 1960 lebte. Heraus­ragender Führer in dieser Phase war Chief Isaac. mehr
Archiv · Weitere exzellente und lesenswerte Artikel · RSS-Feed RSS-Feed
Was geschah am 5. April?

Denkmal am Ufer des Pei***ees zur Erinnerung an den Sieg Alexander Newskis
1242 ? In der Schlacht auf dem Pei***ee besiegt ein russisches Heer unter Führung von Alexander Newski eine Streitmacht des Deutschen Ordens und des mit ihm vereinigten Schwertbrüderordens und setzt damit deren Ostexpansion ein Ende.
1472 ? Bianca Maria Sforza, die zweite Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Maximilian I., wird geboren.
1722 ? Der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen entdeckt die polynesische Insel Rapa Nui und gibt ihr den Namen Osterinsel.
1992 ? Mit der Einnahme des Flughafens der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt durch jugoslawische Einheiten beginnt die bis 1996 andauernde Belagerung von Sarajevo.
1997 ? In New York City stirbt der Dichter Allen Ginsberg, ein bedeutender Vertreter der Beat Generation.

Weitere Ereignisse

In den Nachrichten

Kindsmord in Emden ? Was gesagt werden muss ? Gründonnerstag

Boeing 747 der Fluggesellschaft Lufthansa am Flughafen Frankfurt am Main (2004)

Nach monatelangen Protesten von Anwohnern des Flughafens Frankfurt am Main hat das Bundesverwaltungsgericht nächtliche Starts und Landungen zwischen 23 und 5 Uhr für unzulässig erklärt.
Der einst weltgrößte Solarzellenhersteller Q-Cells hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.
Bei einem Amoklauf an der kalifornischen Oikos University sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.

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Kürzlich Verstorbene

Barney McKenna (72), irischer Musiker (? 5. April)
Ferdinand Alexander Porsche (76), deutscher Industrie-Designer (? 5. April)
Claude Miller (70), französischer Filmregisseur (? 4. April)

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Fresko von St. Magnus in Rammingen

Beim Neuaufbau der Pfarrkirche St. Magnus in Unterrammingen 1768 zahlte der Pfarrer Fresken, Putten und Stuck aus eigener Tasche.
Der Philosoph und Nationalökonom Walther Borgius gilt mit seinem Werk ?Die Schule ? ein Frevel an der Jugend? als radikaler Antipädagoge.
Der geweihartige Fascinator, den Prinzessin Beatrice bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton trug, wurde für rund 99.000 Euro für wohltätige Zwecke versteigert.
Als NS-Diplomat betrieb Ernst Kutscher judenfeindliche Propaganda, später war er persönlicher Referent Ludwig Erhards und Botschaftsrat des Auswärtigen Amtes.

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Denkmal am Ufer des Pei***ees zur Erinnerung an den Sieg Alexander Newskis
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1722 ? Der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen entdeckt die polynesische Insel Rapa Nui und gibt ihr den Namen Osterinsel.
1992 ? Mit der Einnahme des Flughafens der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt durch jugoslawische Einheiten beginnt die bis 1996 andauernde Belagerung von Sarajevo.
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Diese Seite wurde zuletzt am 4. März 2012 um 18:12 Uhr geändert.
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Schattenstern
05.04.12 um 18:29
Avatar von Schattenstern

Re: Brauchst du Credits?

echt gail haha
Yoshi
05.04.12 um 18:30
Avatar von Yoshi

Re: Brauchst du Credits?

Deutschland sucht den Superstar (Akronym: DSDS) ist eine deutsche Castingshow, die erstmals im Herbst 2002 vom Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Sie basiert auf der britischen Sendung Pop Idol, einem Konzept, das weltweit lizenziert wurde, siehe Liste der Ableger von Pop Idol.
In Deutschland wird die Sendung von Grundy Light Entertainment im Coloneum in Köln produziert.





Inhaltsverzeichnis
[Verbergen] 1 Konzept und Marketing
2 Bisherige Staffeln 2.1 Erste Staffel (2002?2003)
2.2 Zweite Staffel (2003?2004)
2.3 Dritte Staffel (2005?2006)
2.4 Vierte Staffel (2007)
2.5 Fünfte Staffel (2008)
2.6 Sechste Staffel (2009)
2.7 Siebte Staffel (2010)
2.8 Achte Staffel (2011)
2.9 Neunte Staffel (2012)

3 Jury
4 ?Das große Wiedersehen?
5 Besonderheiten
6 Rezension 6.1 Kritik
6.2 Auszeichnungen

7 Diskografie
8 Literatur
9 Weblinks
10 Einzelnachweise


Konzept und Marketing [Bearbeiten]

Inhalt der Sendung ist es, in einem Talentwettbewerb einen Sänger oder eine Sängerin zu finden. Durch Castingveranstaltungen und Bewerbungen werden Kandidaten gefunden, deren Anzahl in sogenannten ?Recalls? reduziert wird. Diesen Qualifikationsrunden folgen Showsendungen, sogenannte ?Mottoshows?, in denen jeweils ein Kandidat aus***t. Eine Jury beurteilt nach jedem Auftritt den Gesang, das Outfit und Auftreten der Teilnehmer, sie ent***t jedoch nicht über das Weiterkommen. Der Sieger erhält einen P***nvertrag, ab der neunten Staffel zusätzlich 500.000 Euro. Alle Stufen des Wettbewerbs, sowie das Leben der Teilnehmer selbst werden in den wöchentlichen Sendungen und in weiteren RTL-Magazinen thematisiert.

DSDS kombiniert dabei das Konzept herkömmlicher Talentwettbewerbe durch interaktive Elemente mit Cross-Channel-Konzeptionen. So werden die Zuschauer nach den Qualifikationsrunden in die Abstimmung einbezogen: Sie können durch Telefonanrufe bei einer gebührenpflichtigen Sonderrufnummer für ihren Favoriten abstimmen; nach jeder Show muss der Kandidat mit den nach Senderangaben wenigsten Anrufen die Show verlassen.

Bisherige Staffeln [Bearbeiten]

? Hauptartikel: Deutschland sucht den Superstar/Staffelübersicht

Erste Staffel (2002?2003) [Bearbeiten]





Alexander Klaws: der Sieger der ersten Staffel


1.Alexander Klaws
2.Juliette Schoppmann
3.Daniel Küblböck
4.Vanessa Struhler
5.Gracia Baur
6.Nicole Süßmilch
7.Daniel Lopes
8.Nektarios Bamiatzis
9.Judith Lefeber
10.Andrea Josten
11.Stephanie Brauckmeyer


Moderiert wurde die erste Staffel von Michelle Hunziker und Carsten Spengemann. Die Jury bestand aus dem Produzenten, Komponisten und Sänger Dieter Bohlen, dem Radiomoderator Thomas Bug, der Musikjournalistin Shona Fraser und Thomas M. Stein von BMG-Ariola. Das Magazin wurde von Peer Kusmagk und Tamara Gräfin von Nayhauß moderiert.

Die Finalshow der ersten deutschen Staffel am 8. März 2003 erreichte (bei Spitzenwerten bis zu 15,01 Millionen) eine durchschnittliche Einschaltquote von 12,8 Millionen Zuschauern.

Auch die Vermarktung der Nachwuchs-Sänger nach dem Ende der Staffel war anfangs erfolgreich. Alle fünf Erstplatzierten der ersten Staffel erreichten 2003 in den deutschen Singlecharts Plätze in den Top 10, Alexander Klaws und Daniel Küblböck erreichten sogar Platz 1. Die von allen Teilnehmern der ersten Staffel gesungene Single We Have a Dream war vom 13. Januar bis zum 17. Februar 2003 die meistverkaufte Single in Deutschland. Später brachte auch das Album United u. a. wegen der Produktion von Deutschland sucht den Superstar wieder Gewinne.

Nach den Castings folgten insgesamt neun Shows, die jeweils einem bestimmten Motto unterstanden. Nach jeder dieser Shows schied einer der Kandidaten aus. In den ersten beiden Mottoshows (Mein Superstar und Love Songs) lag, wie RTL nach dem Ende der Staffel bekannt gab, Judith Lefeber mit deutlichem Vorsprung vor Daniel Küblböck. Der spätere Sieger Alexander Klaws begann als Viertplatzierter und fiel in der zweiten Show sogar auf den fünften Platz zurück. Lefeber entschied sich jedoch nach zwei Sendungen, nicht weiter am Wettbewerb teilzunehmen. Ihre Stelle nahm die bereits im Vorfeld ausgeschiedene Nicole Süßmilch ein. Die dritte Mottoshow (Hits 2002) entschied Küblböck für sich (vor Juliette Schoppmann). Und die vierte Mottoshow (Musical) entschied Gracia Baur für sich (vor Küblböck), während Schoppmann in dieser Kategorie, die sie vorher beruflich ausgeübt hatte, Vorletzte wurde. In der fünften und sechsten Mottoshow (Hits der 80er-Jahre und Big Band) lag Küblböck vor Klaws. In den letzten drei Shows (Disco, Filmmusik und Finale) führte Klaws vor Schoppmann. Mit 70,2 Prozent zu 29,8 Prozent der Stimmen entschied Klaws das Finale für sich.

Zweite Staffel (2003?2004) [Bearbeiten]





Elli Erl: die Siegerin der zweiten Staffel


1.Elli Erl
2.Denise Tillmanns
3.Philippe Bühler
4.Benjamin Martell
5.Gunther Göbbel
6.Anke Wagner
7.Aida Ilijasevic
8.Judith Burmeister
9.Kemi Awosogba
10.Lorenzo Woodard
11.Steffen Frommberger
12.Ricky Ord und
Jessica Houston


Die zweite Staffel von Deutschland sucht den Superstar startete im Herbst 2003. Sowohl das Moderatorenpaar, als auch die Jury blieben unverändert. Die Show konnte an den Erfolg der ersten Staffel jedoch nicht anknüpfen. Dies spiegelte sich sowohl in den Einschaltquoten, als auch in der Zahl der Telefonanrufe wider. Ebenso gab es eine große Differenz beim Verkauf der gemeinsam aufgenommenen P***n der Finalkandidaten. Auch der kommerzielle Erfolg der Siegerin war deutlich geringer als bei der ersten Staffel.

Nur durchschnittlich 5,33 Millionen Zuschauer sahen das Finale am 13. März 2004. Die erfolgreichste Sendung der zweiten Staffel war das erste Casting mit 6,65 Millionen Zuschauern.

In dieser Staffel nahm auch der spätere Popstars-Gewinner Sascha Schmitz teil. Dieser kam unter die Top 50, schied dann aber aus.

Keine P***nveröffentlichung, die mit der zweiten Staffel von DSDS in Verbindung stand, konnte die Nummer Eins der deutschen Verkaufscharts erreichen: Die gemeinsame Single Believe in Miracles erreichte Platz acht, das gemeinsame Album Magic of Music erreichte Platz zwei, hatte aber mit neun Wochen eine ungewöhnlich kurze Verweildauer in den Top 100. Lediglich die Siegerin, Elli Erl, veröffentlichte in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel drei Singles und ein Album, welche mit Ausnahme des Siegertitels This Is My Life (Platz drei), nicht in die Top 30 kamen. Der Drittplatzierte Philippe Bühler startete seine Karriere Ende 2005 erst mit deutlichem zeitlichen Abstand. Gunther Göbbel veröffentlichte als Mit*** des Duos Lemon Ice das Lied Stand by Me.

Da im Gegensatz zur ersten Staffel 13 Teilnehmer an der ersten Mottoshow teilnahmen, gab es zwei Shows mehr (und in der ersten Show schieden ausnahmsweise zwei Teilnehmer aus).

Die elf Shows standen jeweils wieder unter einem musikalischen Thema. Den nach Ende der Staffel von RTL veröffentlichten Zahlen zufolge, führte nach der ersten Mottoshow (Mein Pop-Idol) Philippe Bühler vor Anke Wagner und Denise Tillmanns. Die spätere Siegerin Elli Erl wurde Vierte und konnte erst in der zehnten Mottoshow die Mehrheit der Telefonanrufe auf sich vereinigen. Die zweite Mottoshow (Rock- und Popballaden) entschied wiederum Philippe Bühler vor Denise Tillmanns für sich. Beide Teilnehmer tauschten die Plätze in der dritten Mottoshow (Mein Geburtsjahr), und in der Christmas Show lag Bühler wieder vor Tillmanns. In der fünften Mottoshow (Elton John und Madonna) war wieder Tillmanns vorne (vor Benjamin Martell). Ihre Führung behielt sie in der sechsten Mottoshow (Big Band), dann wieder mit Bühler als Zweitem. In der siebten und achten Mottoshow (Hits der 1970er-Jahre und Filmmusik) lag wieder Bühler vor Tillmanns. Beide tauschten in der neunten Mottoshow (Songs der Jury) erneut die Plätze, wohingegen in der zehnten Mottoshow (Hits der 60er) erstmals Elli Erl vorne lag. Sie gewann das Finale mit 61 Prozent zu 39 Prozent der Stimmen gegen Denise Tillmanns.

Dritte Staffel (2005?2006) [Bearbeiten]





Tobias Regner: der Sieger der dritten Staffel


1.Tobias Regner
2.Mike Leon Grosch
3.Vanessa Jean Dedmon
4.Nevio Passaro
5.Didi Knoblauch
6.Anna-Maria Zimmermann
7.Daniel Munoz
8.Lena Hanenberg
9.Dascha Semcov
10.Carolina Escolano
11.Stephan Darnstaedt
(freiwillig ausgestiegen nach Mottoshow 2)


Am 16. November 2005 begann die Ausstrahlung der dritten Staffel. Die bisherigen Moderatoren wurden von Tooske Ragas und Marco Schreyl abgelöst. Das Magazin zur Sendung wurde von Nina Moghaddam und David Wilms moderiert. Die Jury wurde auf drei Personen verkleinert, und überwiegend neu besetzt; neben Dieter Bohlen bewerteten Sylvia Kollek und Heinz Henn die Kandidaten.

In der ersten Top-20-Show nahm der spätere Popstars-Gewinner Julian Kasprzik teil und schied aus.

Die Themen der Mottoshows waren in chronologischer Reihenfolge Greatest Hits, 80er Jahre, Rock, Big Band, Love Songs, Nummer-eins-Hits, Soul und Kuschelrock. Nachdem die Einschaltquoten in der zweiten Staffel nicht zufriedenstellend waren, kehrte RTL mit der dritten Staffel wieder zum in Staffel 1 erprobten Aufbau der Sendung mit nur neun statt elf Mottoshows zurück.

In der ersten Mottoshow lag Vanessa Jean Dedmon mit 35,1 Prozent weit vor Nevio Passaro mit 13,3 Prozent. Schon in der zweiten Mottoshow lag der spätere Gewinner Tobias Regner mit 28,3 Prozent vor Vanessa Jean Dedmon. Der nachgerückte Didi Knoblauch konnte die dritte Mottoshow mit 20 Prozent vor Mike Leon Grosch (mit 19,7 Prozent) für sich ent***n. Die Big Band-Show ging auf das Konto von Mike Leon Grosch, Zweite wurde Vanessa Jean Dedmon, knapp vor Anna-Maria Zimmermann und Tobias Regner. Die fünfte Show entschied wiederum Mike Leon Grosch vor Vanessa Jean Dedmon für sich, während Tobias Regner, als Fünfter von sechs, knapp am Aus***n vorbeigekommen war. Im Halbfinale entfielen 59 Prozent der Stimmen auf Tobias Regner.

Der Kandidat Stephan Darnstaedt gab vor der dritten Mottoshow seinen freiwilligen Ausstieg bekannt. Als Grund nannte er die zu hohe psychische Belastung. Nachrücker für Darnstaedt wurde der zuvor in den Top-20-Shows knapp gescheiterte Didi Knoblauch. Das Finale am 18. März 2006 bestritten Mike Leon Grosch und Tobias Regner, der sich mit 54,6 Prozent der Stimmen knapp durchsetzen konnte.

Die Einschaltquote der Finalshow lag bei 7,04 Millionen Zuschauern. Im Vergleich zur zweiten Staffel war die dritte Staffel wieder erfolgreicher, erreichte jedoch nicht die Spitzenwerte der ersten Staffel.

Das Aus***n des Kandidaten Didi Knoblauch in der Sendung vom 19. Februar 2006 wurde bereits vor der Entscheidung im Videotext bei RTL bekanntgegeben, und das Siegerlied von Tobias Regner, I Still Burn, war nicht, wie von RTL behauptet, eigens für ihn geschrieben, sondern eingekauft worden.

Vierte Staffel (2007) [Bearbeiten]





Mark Medlock: der Sieger der vierten Staffel


1.Mark Medlock
2.Martin Stosch[1]
3.Lisa Bund
4.Max Buskohl[2]
5.Lauren Talbot
6.Thomas Enns
7.Francisca Urio
8.Julia Falke
9.Jonathan Enns
10.Laura Martin


Aufgrund der hohen Einschaltquoten der dritten Staffel wurde eine vierte Staffel produziert, bei der die Moderatoren die gleichen blieben. In dieser Staffel moderierte wieder Nina Moghaddam das Magazin zur Sendung. Die Jury war mit Dieter Bohlen und Heinz Henn besetzt; Sylvia Kollek wurde durch Anja Lukaseder ersetzt.

Die Castings der vierten Staffel fanden im August, September und Oktober 2006 in den deutschen Städten Hamburg, München, Berlin, Köln, Wiesbaden, Stuttgart und Dresden, sowie auf der spanischen Insel Mallorca statt. Insgesamt bewarben sich 28.597 Kandidaten.

Die Top-20-Shows der männlichen Kandidaten entschied jeweils Mark Medlock mit zuerst 41,25 Prozent und dann mit 33,23 Prozent für sich. Zweitplatzierter waren jeweils Thomas Enns (12,89 Prozent) und Martin Stosch (20,40 Prozent). Die Top-20-Shows der weiblichen Kandidaten hatten jeweils Lisa Bund zur Siegerin (38,52 Prozent und 31,33 Prozent). Zweitplatzierte war beide Male Francisca Urio (19,46 Prozent und 30,05 Prozent). Der als Favorit gehandelte Dennis Haberlach schied als Drittletzter mit 8,59 Prozent nur knapp gegen den späteren Favoriten Max Buskohl (9,24 Prozent) aus. Der für Roman Lob nachgerückte Tristan Iser hatte 0,92 Prozent der Anrufer.

In der ersten Mottoshow lag Mark Medlock mit 25,85 Prozent vor Lisa Bund (21,24 Prozent) und Francisca Urio (15 Prozent). Das war das erste und einzige Mal, dass Medlock unter der 30-Prozent-Marke lag, was mit der hohen Teilnehmerzahl (insgesamt zehn Kandidaten) zu erklären ist. In der zweiten Mottoshow konnte Mark Medlock mit 30,77 Prozent seinen Vorsprung gegen die nun Zweitplatzierte Lauren Talbot (11,8 Prozent) und die knapp dahinterliegende Dritte Lisa Bund (11,79 Prozent) ausbauen. In der dritten Mottoshow konnte Mark Medlock seine Pole-Position mit 30,43 Prozent erneut verteidigen, und ist nun als Favorit prädestiniert. Zweitplatzierte war wieder Lisa Bund mit 14,99 Prozent. Auch in der ?Hits von Heute?-Show ging der Sieg auf das Konto von Mark Medlock mit 31,64 Prozent, während die als Favoritin goltende Francisca Urio, mit 10,46 Prozent, knapp gegen den späteren Finalisten Martin Stosch (10,61 Prozent) ausschied. Die in der Show viel gescholtene Lauren Talbot (12,38 Prozent), wurde Zweite, hatte aber nicht einmal zwei Prozent Vorsprung zu Urio; alle Kandidaten hinter Medlock erhielten somit Stimmenanteile zwischen 12,38 Prozent und 10,46 Prozent. Mark Medlock siegte in der Big-Band-Show mit 34,62 Prozent. Erstmals war Max Buskohl mit 17,78 Prozent auf Platz 2, und Martin Stosch mit 15,36 Prozent wieder auf dem vorletzten Platz. Wenig Änderung in der sechsten Mottoshow: Mark Medlock mit 36,06 Prozent auf Platz eins, Max Buskohl mit 19,88 Prozent auf Platz zwei und Martin Stosch mit 15,36 Prozent auf den vorletzten Platz. In der siebten Mottoshow, in der die Kandidaten erstmals mit zwei Liedern antreten mussten, konnte Mark Medlock mit einer fast absoluten Mehrheit von 48,13 von sich überzeugen. Martin Stosch hätte mit 15,43 Prozent aus***n müssen, was zuerst auch der Fall war, doch tatsächlich ausgeschieden ist kaum zwölf Stunden später Max Buskohl, der in seiner letzten Show mit 19,8 Prozent wieder den zweiten Platz belegte. Zunächst tauchten Behauptungen auf, Buskohl wäre durch RTL vorzeitig disqualifiziert worden, da er Interviews und andere Pressetermine nicht wahrnahm, mehrfach mit dem Ausstieg aus der Show gedroht hatte, und auf einen Vertrag mit seiner Band Empty Trash bestand. Der Sender bezeichnete jedoch den Vorgang im Anschluss als freiwilligen Rücktritt. Nach diesem Ausstieg setzte sich Martin Stosch im Halbfinale mit 22,27 Prozent diesmal gegen Lisa Bund (18,74 Prozent) durch, jedoch nicht gegen den Favorit Mark Medlock, der ? ebenfalls wie einst Tobias Regner im Halbfinale der dritten Staffel ? 59 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. Beim Finale am 5. Mai 2007 gewann Mark Medlock mit 78,02 Prozent der Anrufe vor Martin Stosch (21,98 Prozent) die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Medlock bekam in dieser Staffel, genau wie in der fünften Thomas Godoj, von der ersten Top-20-Show, bis zum Finale, die höchsten Anruferzahlen. Die Einschaltquoten der Finalshow betrugen 5,99 Millionen (30,4 Prozent Marktanteil) und 3,63 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe (40,8 Prozent Marktanteil). Somit konnte RTL nicht an die Quoten der Finalshow der dritten Staffel herankommen, in der der Marktanteil mehr als 50 Prozent in der werberelevanten Gruppe betrug. Obwohl die Quoten der gesamten vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar die bisher schlechtesten waren, lag RTL mit dem Format noch weit über dem Senderschnitt.

Bis dato veröffentlichte Mark Medlock fünf Alben und acht Singles und verkaufte über drei Millionen Tonträger ? das brachte 13-mal Gold und 4-mal Platin. Er ist bisher der erfolgreichste Gewinner von DSDS.

Fünfte Staffel (2008) [Bearbeiten]





Thomas Godoj: der Sieger der fünften Staffel


1.Thomas Godoj
2.Fady Maalouf
3.Linda Teodosiu
4.Monika Ivkic
5.Rania Zeriri
6.Benjamin Herd
7.Collins Owusu
8.Stella Salato
9.Sahra Drone
10.Jermaine Alford


Aufgrund des Erfolges der vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar wurde bereits vor dem Finale der Staffel bekanntgegeben, dass 2008 eine fünfte Staffel produziert werden sollte.[3] Dieter Bohlen und Anja Lukaseder blieben Jury-Mit***er, während Heinz Henn durch den Manager der Fantastischen Vier, Andreas ?Bär? Läsker, ersetzt wurde. Moderatorin Tooske Ragas war ebenfalls nicht mehr dabei, sodass Marco Schreyl die Sendung alleine moderierte. Die Moderation des Magazins zur Sendung übernahm wieder Nina Moghaddam.

Die Top-20-Shows wurden durch eine einzige Live-Show Jetzt oder Nie ersetzt. Aus den 15 Kandidaten, die aus dem Recall verbliebenen waren, wählten Zuschauer und Jury je fünf Teilnehmer aus, die in die Mottoshows einzogen.[4]

Neben sechs deutschen Städten, darunter Berlin als einzige Stadt in Ostdeutschland, fanden die Castings von August bis November 2007 auch auf Mallorca, sowie zum ersten Mal auf Ibiza statt.

Roman Lob, der in der vierten Staffel aufgrund einer Kehlkopfentzündung aus***n musste, aber von Bohlen eine weitere Chance auf den Superstar-Titel in Staffel 5 erhielt, verzichtete auf dieses Freilos, da er seine begonnene Ausbildung nicht gefährden wollte.[5]

Es gewann Thomas Godoj mit 62,20 Prozent der Stimmen.[6] Er hatte, wie Mark Medlock, von der ersten Top-15-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen.

Sechste Staffel (2009) [Bearbeiten]





Daniel Schuhmacher: der Sieger der sechsten Staffel


1.Daniel Schuhmacher
2.Sarah Kreuz
3.Annemarie Eilfeld
4.Dominik Büchele
5.Benny Kieckhäben
6.Vanessa Neigert
7.Holger Göpfert
8.Marc Jentzen
9.Cornelia Patzlsperger
10.Michelle Bowers[7]
11.Vanessa Civiello


In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau (WR) bestätigte der RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger im Mai 2008, dass es eine sechste Staffel geben werde. Dies hatte Moderator Marco Schreyl bereits in der finalen Mottoshow der fünften Staffel einige Tage zuvor angekündigt. Als Grund gab Sänger an, dass der Marktanteil mit über 30 Prozent in der werberelevanten Gruppe zu einer Fortsetzung verpflichte. Er sagte weiter, dass es einige Veränderungen in der neuen Staffel geben werde, vor allem der dokumentarische Aspekt solle gestärkt werden. Grundsätzlich bleibe jedoch alles beim Alten.[8]

RTL wollte für das Casting in Bremen das Rathaus mieten, was die Stadtregierung jedoch verweigerte. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) sagte dazu: ?Unsere bremischen Bemühungen um eine von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägte Jugendkultur, für die die jährliche Nacht der Jugend im Rathaus beispielhaft steht, werden durch ein solches Sendeformat geradezu konterkariert.? Das Rathaus werde auf keinen Fall für eine Show-Veranstaltung geöffnet, in der Menschen ?gezielt erniedrigt? würden. Dieter Bohlen erwiderte darauf: ?Ich wäre sowieso lieber nach Oldenburg gegangen. Da bin ich geboren und da gefällt es mir sowieso besser. Bei uns kommen die Leute freiwillig, weil sie Spaß an der Sendung haben. Diesen Spaß hat der Bürgermeister seinen Bremern jetzt genommen.? Das Casting fand schließlich tatsächlich in Oldenburg statt.

Die Kandidaten der Sendung wurden erstmals mit einem sogenannten ?Casting-Truck? ermittelt. Die Vorcastings fanden in Oldenburg, Stuttgart, Saarbrücken, Frankfurt am Main, Erfurt, Dresden, Hamburg, Rostock, Hannover, Münster und München statt. Hierbei war die Jury wie üblich nicht anwesend. Die Bewerbungen für das Casting dauerten bis zum 15. August 2008 an.[9]

Am 3. Oktober 2008 gab RTL bekannt, dass man sich von den bisherigen Jurymit***ern Anja Lukaseder und Andreas ?Bär? Läsker getrennt habe. Sie wurden in der Saison 2009 durch Musikmanager Volker Neumüller, sowie die MTV-Moderatorin Nina Eichinger ersetzt. Der ursprünglich vorgesehene Max von Thun trat aufgrund ernster Differenzen mit Chef-Juror Dieter Bohlen nach dem ersten Casting freiwillig zurück.[10]

Die sechste Staffel startete bei RTL am 21. Januar 2009 und wurde wieder von Marco Schreyl moderiert. Nina Moghaddam übernahm erneut die Moderation des Magazins zur Sendung.

120 Teilnehmer schafften es in den Recall, der sich über vier Ausstrahlungstermine streckte. Im neuen Recall auf Teneriffa (Spanien) mussten die Teilnehmer erstmals Mutproben durchstehen. So wurde den Kandidatinnen beispielsweise eine Riesenschlange um den Hals gelegt. Die männlichen Kandidaten hatten von einer hohen Plattform kopfüber an einem Seil herabhängend ein Lied zu singen. Zurück in Deutschland mussten alle Teilnehmer im Tonstudio den späteren Siegertitel Anything but Love singen. Die Jury gab anschließend bekannt, dass sie die späteren Finalisten Daniel Schuhmacher und Sarah Kreuz für die besten Sänger hielten. Nach den vier Terminen reisten fünfundzwanzig DSDS-Kandidaten nach Berlin und traten dort im Theater am Potsdamer Platz erneut einzeln vor der Jury auf.

Am 28. Februar fand die Jetzt oder nie-Show statt, die über den Einzug der fünfzehn besten Kandidaten in die Mottoshows bestimmte. Hierbei wurde ? wie bereits in der fünften Staffel ? eine Telefonabstimmung durchgeführt. Die fünf Kandidaten mit den meisten Anrufen zogen direkt in die Mottoshows ein. Aus den zehn Restlichen wählte die Jury fünf weitere aus.

RTL warb damit, dass sich unter den Teilnehmern der Endrunde besonders viele außergewöhnliche Kandidaten befänden: So trat Cornelia Patzlsperger stets mit einer Harfe auf, Vanessa Neigert sang fast ausschließlich deutsche Schlager, und Holger Göpfert, der vor der Teilnahme als Alleinunterhalter tätig gewesen war, begleitete sich häufig auf dem Klavier. Marc Jentzen hatte bereits einige Jahre zuvor, als Teil der Boyband Part Six Erfahrungen im Musikgeschäft gesammelt.

Vanessa Civiello stieg aus persönlichen Gründen noch vor der ersten Mottoshow aus dem Wettbewerb aus.[11] Für sie durfte Michelle Bowers teilnehmen.

Im Finale am 9. Mai gewann Daniel Schuhmacher gegen Sarah Kreuz mit 50,47 Prozent der Anrufe.

Siebte Staffel (2010) [Bearbeiten]





Mehrzad Marashi: der Sieger der siebten Staffel


1.Mehrzad Marashi
2.Menowin Fröhlich
3.Manuel Hoffmann[12]
4.Kim Debkowski
5.Thomas Karaoglan
6.Helmut Orosz[13]
7.Ines Redjeb
8.Nelson Sangaré
9.Marcel Pluschke
10.Steffi Landerer


Die siebte Staffel startete am 6. Januar 2010[14] mit der wieder aus Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller bestehenden Jury. Aus 34.420 Castingteilnehmern wurden 120 für den ersten Recall ausgewählt. 35 von ihnen erreichten den zweiten Recall in der Karibik (Dominikanische Republik), 25 von diesen den dritten Recall, aus denen die 15 Kandidaten für die Jetzt oder nie-Show am 13. Februar ausgewählt wurden. In dieser sollten sieben Mottoshow-Kandidaten durch die Telefonabstimmung und drei durch die Jury nominiert werden. Die Jury entschied jedoch, die Zuschauerabstimmung auch auf ihre drei Nominierungen anzuwenden. Diese waren Marcel Pluschke, Steffi Landerer und Ines Redjeb. So gelangten die zehn Bewerber mit den meisten Anrufen in die Mottoshows. Mit nur drei weiblichen Kandidaten waren es die wenigsten Endrundenteilnehmerinnen aller bisheriger DSDS-Staffeln.

Bereits in der ersten Mottoshow am 20. Februar 2010 wurde eine von ihnen, Steffi Landerer, abgewählt.[15] In der zweiten Mottoshow traf es einen männlichen Kandidaten, Marcel Pluschke. Nelson Sangaré, der vorher noch als einer der Favoriten galt, wurde in der dritten Mottoshow vom Publikum herausgewählt. Die zweite Frau, Ines Redjeb, schied in der vierten Mottoshow aus, sodass unter den letzten sechs die einzige Kandidatin Kim Debkowski war. In der fünften Mottoshow unterlag Manuel Hoffmann Helmut Orosz im Abstimmungsergebnis um den letzten Platz für die nächste Runde, obwohl Hoffmann von der Jury sehr positive Kritiken erhielt und Orosz? partielles Vergessen seines Songtextes besonders gerügt wurde. Einen Tag später teilte RTL den zusammen mit der Produktionsfirma GRUNDY Light Entertainment GmbH gefassten Beschluss mit, dass Helmut Orosz wegen ***konsums die Show verlassen müsse. Das Konsumieren von Kokain entspreche nicht der Vorbildfunktion, die ein DSDS-Kandidat haben sollte, begründete eine Sprecherin von RTL den Entscheid.[16] Nachdem Orosz mit einem RTL vorliegenden Video, in dem eindeutig zu erkennen war, wie er mit einem Freund Kokain zum eigenen Konsum vorbereitet, konfrontiert wurde, räumte er den Konsum ein. RTL gab bekannt, dass Manuel Hoffmann den freigewordenen Platz einnimmt. Dieser konnte in der sechsten Mottoshow seinen Platz bei DSDS verteidigen, während Mitfavorit Thomas Karaoglan abgewählt wurde. Am 3. April wurde Kim Debkowski vom Publikum herausgewählt.

In der darauffolgenden Mottoshow, in der jeder Kandidat drei Lieder sang, schied Manuel Hoffmann aufgrund des Publikumsvotings aus, sodass das Finale zwischen Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich entschieden wurde. Letzterer war den Zuschauern bereits aus der dritten DSDS-Staffel bekannt. Damals schied er aufgrund einer Freiheitsstrafe vorzeitig aus, nach deren Verbüßung er in der siebten Staffel erneut an der Castingshow teilnahm. Dieses Mal geriet er nach einem Zerwürfnis mit den anderen Kandidaten durch seinen Auszug aus dem ?Loft? in die Schlagzeilen. Gewinner der siebten Staffel wurde Mehrzad Marashi, mit 56,04 % aller Anrufer, obwohl Menowin Fröhlich jede vorherige Mottoshow gewann.

In der Zielgruppe erreichte die Staffel im Durchschnitt 4,24 Mio. Zuschauer, was 32,71 % Marktanteil entspricht. Insgesamt erreichte sie durchschnittlich 6,51 Mio. Zuschauer (Marktanteil 19,86 %). Die Zuschauerzahlen bei den Castings lagen vor denen der Mottoshows. Das Finale erreichte die insgesamt höchste Zuschauerzahl aller Folgen; damit war es die erfolgreichste Folge seit dem Finale der ersten Staffel und erreichte fast zwei Millionen Zuschauer mehr als das Finale der vorherigen Staffel.[17]

Achte Staffel (2011) [Bearbeiten]





Pietro Lombardi: der Sieger der achten Staffel


1.Pietro Lombardi
2.Sarah Engels
3.Ardian Bujupi
4.Marco Angelini
5.Sebastian Wurth
6.Zazou Mall
7.Norman Langen
8.Anna-Carina Woitschack
9.Nina Richel
10.Marvin Cybulski


Die Ausstrahlung der achten Staffel von DSDS begann am 8. Januar 2011. Die Jury bestand aus Dieter Bohlen, Fernanda Brandao und Patrick Nuo. Die Castings sowie der Recall der besten 35 Kandidaten auf den Malediven fanden im Sommer und Herbst 2010 statt und wurden im Januar und Februar 2011 ausgestrahlt. Die besten 15 Kandidaten traten am 19. Februar 2011 in der ersten Liveshow auf. Wie im Vorjahr wurden sieben Mottoshow-Kandidaten per Televoting und drei durch die Jury ausgewählt. Die Jury entschied sich wiederum für die Plätze acht bis zehn der Zuschauerabstimmung, so dass die zehn Bewerber mit den meisten Zuschauerstimmen in die Mottoshows kamen. Für die achte Staffel wurde das seit der fünften Staffel in Benutzung befindliche Studio-Design der Motto-Shows grundlegend geändert. Statt der vielen verschiedenen LED-Lichtelemente die sich im Hintergrund der Bühne befanden komplett durch eine durchgängige Fläche von Video-Wänden ersetzt. Zusätzlich gibt es seitdem neben der bereits vorher vorhandenen großen Video-Wand, die zentral als Eingang für die Künstler eingesetzt und mittig teilbar ist, zwei weitere ebenso große Video-Wände beidseitig davon eingesetzt. Im Zuge des Umbaus des Bühnenrückraums, wurde erstmals auf die Live-Band unter Leitung von Lilo Scrimali verzichtet.

Am 10. März entschied RTL, dass Nina Richel wegen gesundheitlicher Probleme die Show verlassen muss.[18] Als Ersatz kehrte die bereits in der ersten Show ausgeschiedene Sarah Engels zurück.[19]

Seit der Sendung am 12. März 2011 wird das Jugendarbeitsschutzgesetz von der Bezirksregierung Köln im Bezug auf die Sendung durchgesetzt. Schulpflichtige Kandidaten wie Sebastian Wurth aus der achten Staffel dürfen danach nur bis 22 Uhr auftreten.[20][21]

In der fünften Mottoshow am 2. April 2011 wurde eine Grafik mit vertauschten Telefonnummern der Kandidaten Zazou Mall und Marco Angelini eingeblendet. Deshalb wurde ein Teil der Zuschaueranrufe anderen Kandidaten zugerechnet als beabsichtigt. RTL entschied daraufhin, alle sechs Kandidaten in der nächsten Show nochmals antreten zu lassen; alle Anrufe, die bis zur Einblendung der falschen Grafik eingingen, wurden für die nächste Sendung gewertet, die folgenden nicht. RTL kündigte an, die Kosten der ungültigen Anrufe durch die Telefonanbieter nicht in Rechnung stellen zu lassen oder, falls dies nicht möglich sei, zu erstatten. Wegen dieses Vorfalls bestand die Staffel aus einer Sendung mehr als ursprünglich geplant.[22]

Im Finale am 7. Mai gewann Pietro Lombardi gegen Sarah Engels mit 51,9 Prozent der Anrufe.

Neunte Staffel (2012) [Bearbeiten]



Luca Hänni
Joey Heindle
Daniele Negroni
Jesse Ritch
Fabienne Rothe
6.Kristof Hering
7.Hamed Anousheh
8.Vanessa Krasniqi
9.Silvia Amaru
10.Thomas Pegram


Die Ausstrahlung der neunten Staffel begann am 7. Januar 2012. Als neue Juroren neben Dieter Bohlen fungieren Natalie Horler (Frontfrau und Sängerin von Cascada) und Bruce Darnell. Die bislang gültige Altersgrenze von 30 Jahren wurde aufgehoben. Erstmals erhält der Gewinner neben einem P***nvertrag 500.000 Euro Siegprämie. 35.401 Kandidaten sangen in 35 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Castings vor.[23] Der Recall mit den letzten 36 Kandidaten fand erneut auf den Malediven statt.

Eine Besonderheit der neunten Staffel war die nachträgliche Aufnahme eines bereits ausgeschiedenen Kandidaten in die erste Live-Show, an der somit 16 statt wie zuletzt 15 Kandidaten teilnahmen.[24][25] Als Änderung bestimmte in der diesjährigen Top-16-Show ausschließlich das Publikum die Top-10-Kandidaten, auf eine Juryauswahl wurde verzichtet.

In der Top-16-Show vertauschte Marco Schreyl einmalig die Endziffern der Kandidaten Silvia Amaru, die weiterkam, und Christian Schöne, der ausschied. Schöne war mit 33 Jahren Nutznießer der Aufhebung der Altersbeschränkung. Auf Protest von Schöne führte RTL drei Tage nach der Show ein 24-stündiges Online-Voting über einen Wiedereinstieg von Schöne durch. Die Mehrheit der Abstimmenden (52,44 %) entschied sich gegen diese Option.[26]

Nur drei Top-10-Kandidatinnen egalisieren den bislang niedrigsten Stand weiblicher Endrundenteilnehmer der siebten Staffel. Zum ersten Mal schaffte es lediglich eine weibliche Kandidatin unter die letzten Sieben.

Jury [Bearbeiten]

Die Jury der jeweiligen Staffel bestand aus den folgenden Mit***ern:



Staffel

Juroren



1

Dieter Bohlen

Shona Fraser

Thomas Bug

Thomas M. Stein



2



3

Sylvia Kollek

Heinz Henn



4

Anja Lukaseder



5

Andreas ?Bär? Läsker



6

Nina Eichinger
Sylvie van der Vaart 2

Max von Thun 1
Volker Neumüller



7



8

Fernanda Brandao

Patrick Nuo



9

Natalie Horler

Bruce Darnell


Anmerkungen
1 Max von Thun wurde während der sechsten Staffel durch Volker Neumüller ersetzt.
2 Nina Eichinger wurde aufgrund des Ausbruches des Eyjafjallajökull-Vulkans auf Island und der damit verbundenen Luftraumsperrung im Finale der siebten Staffel durch Sylvie van der Vaart vertreten.

?Das große Wiedersehen? [Bearbeiten]

Am 31. Mai 2008 strahlte RTL die Sendung ?DSDS ? Das große Wiedersehen? aus. Es trafen sich Teilnehmer aus allen fünf bis damals durchgeführten Staffeln und wählten ihren Star der Stars. Es gewann Linda Teodosiu aus der fünften Staffel, Zweite wurde Juliette Schoppmann aus der ersten Staffel und Dritte Francisca Urio aus der vierten Staffel.

Anwesende Kandidaten waren:
Staffel 1: Alexander Klaws, Juliette Schoppmann, Judith Lefeber, Nektarios Bamiatzis, Gracia Baur, Daniel Lopes
Staffel 2: Gunther Göbbel, Judith Burmeister, Lorielle London, Aida Ilijasevic
Staffel 3: Didi Knoblauch, Vanessa Jean Dedmon
Staffel 4: Mark Medlock, Martin Stosch, Lisa Bund, Francisca Urio
Staffel 5: Fady Maalouf, Linda Teodosiu, Benjamin Herd

Besonderheiten [Bearbeiten]

Der Kandidat Menderes Ba?c? bewarb sich in allen neun Staffeln, wurde jedoch in den ersten sieben abgelehnt. Als Belohnung für seine Hartnäckigkeit wurde ihm in der vierten Mottoshow der vierten Staffel ein Auftritt zugesagt. Ab der fünften Staffel wurde ihm von Dieter Bohlen Auftrittsverbot bei Deutschland sucht den Superstar erteilt, welches er in einem seiner Bücher jedoch wieder aufhob. In der achten Staffel schaffte Ba?c? den Einzug in den Recall der letzten 60 Kandidaten, bevor er ausschied.[27]

In der vierten Staffel wurde der Kandidat Max Buskohl aus der Sendung entlassen ? nach der Aussage von RTL auf seinen Wunsch hin ?, da er lieber mit seiner Band Empty Trash Musik machen wollte. Da Max Buskohl eine Woche später nicht mit seiner Band in der Sendung TV total des Fernsehsenders ProSieben auftreten durfte, veranstaltete deren Moderator Stefan Raab die Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD (Stefan sucht den Superstar der singen soll was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf).

Begleitend zur vierten Staffel rief RTL interactive zusammen mit Clipfish den RTL-DSDS-Clipcontest ins Leben. Wie auch bei anderen Castingshows wie beispielsweise Popstars haben Bewerbungskandidaten die Möglichkeit über ein Onlinevideo ein Casting zu absolvieren. Die Gewinner der Contests hatten bisher allerdings nur mäßigen Erfolg bei der Staffel selbst: Mandy schaffte es 2006 nicht in den Recall, und JanAR scheiterte 2007 im Recall. Seit 2008 wird der Wettbewerb nicht mehr als solcher durchgeführt. RTL und Clipfish ermöglichen aber weiterhin die Option des Onlinecastings. Gute Teilnehmer erhalten eine Castingeinladung.

Es wurden insbesondere die erste, dritte und vierte Staffel durch intensive Berichterstattung in der Boulevardzeitung Bild begleitet. Typischerweise geschieht dies durch mehrtägige Kampagnen über die Beteiligten ? Kandidaten und deren Umfeld, Moderatoren, Mit***er der Jury ? vor und nach den Sendeterminen und durch das Aufbauschen von in der Sendung gezeigten Ereignissen. Mehrere Teilnehmer konnten sich über einen beachtlichen Zeitraum in der Welt des Boulevards in der Rolle eines Prominenten etablieren, auch außerhalb der RTL-Gruppe.

Bei einer Autogrammstunde der DSDS-Stars in einem Einkaufszentrum in Oberhausen wurden am Sonntag, dem 27. März 2011, über 80 Kinder und Jugendliche bei einer Massenpanik verletzt. 14 junge Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Oberhausen erlitten drei von ihnen Knochenbrüche, viele weitere mussten wegen Quetschungen oder Kreislaufzusammenbrüchen behandelt werden. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen. Grund für die Panik war der große Andrang, da deutlich mehr als die erwarteten 5.000 Fans zu der Veranstaltung drängten.[28]

Die achte Staffel war die erste, in der beide Finalisten zur selben Zeit erfolgreich wurden. Pietro Lombardi (Platz 1) und Sarah Engels (Platz 2) stürmten beide die Charts mit ihrer Single Call My Name.

Am 11. März 2012 wurde von RTL bekanntgegeben, dass man noch im selben Jahr die Castingshow ?DSDS Kids? starten wolle, bei der Kinder zwischen vier und vierzehn Jahren teilnehmen können. Preis des Siegers soll ein Preisgeld und ein Ausbildungs-Stipendium sein.[29]

Rezension [Bearbeiten]

Kritik [Bearbeiten]

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) leitete im Januar 2007 ein Prüfverfahren zu DSDS wegen ?möglicher sozialethischer Desorientierung von Kindern und Jugendlichen? ein. Bei der KJM waren bis dahin auch eine Reihe von Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen. Antisoziales Verhalten, so die KJM, werde von einer Identifikationsfigur wie Dieter Bohlen als cool und erfolgversprechend dargestellt. Respektlosigkeiten im Umgang miteinander gehörten zur Machart der Sendung. Es handele sich nicht um singuläre Entgleisungen, sondern offenbar um eine bewusste Inszenierung durch den Sender, so der Vorsitzende der KJM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring. In einer Sitzung Anfang März 2007 diskutierte die KJM im Rahmen einer Anhörung mit Vertretern des Senders RTL über das Sendungsformat von DSDS. Der Sender hatte vorangehend in einer schriftlichen Stellungnahme erklärt, dass die Programmverantwortlichen die Sendung nicht als Verstoß gegen die Jugendschutzbestimmungen betrachteten, gleichzeitig aber auch eingeräumt, dass Dieter Bohlen Kandidaten in zum Teil grenzwertiger Weise bewerte.

Die RTL-Vertreter betonten im Gespräch den Drang zur Selbstdarstellung der Kandidaten, die ?im Übrigen auch über die redaktionelle Gestaltung ihres Auftritts umfassend aufgeklärt? würden. Unter Berücksichtigung der Anhörungsergebnisse entschied die KJM, dass RTL in bestimmten Nachmittags-Sendungen im Januar 2007 gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen habe. Beleidigende Kommentare der Jury, sowie die redaktionelle Aufbereitung und Inszenierung der Auftritte einiger Kandidaten seien geeignet, die Entwicklung von Kindern unter zwölf Jahren zu beeinträchtigen. In einem Massenmedium werde vorgeführt, wie Menschen herabgesetzt, verspottet und lächerlich gemacht werden. Antisoziales Verhalten werde auf diese Weise als Normalität dargestellt. Dies könne Werten wie Mitgefühl, Respekt und Solidarität mit anderen entgegenwirken. Auch die Ausstrahlung der betreffenden Sendungen im Hauptabendprogramm sieht die KJM in Hinblick auf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 kritisch und erwartet künftig die Vorlage bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) bereits in den Produktionsprozessen, sowie eine intensive Diskussion über mögliche Jugendschutzprobleme. Trotz der Feststellungen der KJM musste DSDS nicht ins Spätprogramm von RTL verschoben werden, was eine übliche Vorgehensweise bei jugendgefährdenden Sendungen ist. Die KJM werde DSDS jedoch verstärkt kontrollieren und ***ysieren.

Ende 2003/Anfang 2004 initiierte der seinerseits in Teilen seiner Medienauftritte umstrittene Stefan Raab in seiner Sendung TV total des Fernsehsenders ProSieben den Wettbewerb SSDSGPS (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star) bewusst als Kontrast zu Deutschland sucht den Superstar. Raab bezeichnete DSDS in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel als ?inszeniertes Abwatschen armer Seelen, das nur niederste Instinkte befriedige?. Für das Konzept seiner eigenen Castingshow erhielt Raab 2005 den ***-Grimme-Preis (Spezialpreis). Die Jury des Grimme-Instituts zog in der Begründung unter anderem einen Vergleich zwischen SSDSGPS und DSDS und stellte fest: ?? ?SSDSGPS? kann dabei als Gegenmodell gesehen werden zu gelackten Megaveranstaltungen, wo mit bigottem Ernst suggeriert wird, echte Superstars zu kreieren, tatsächlich aber synthetische Sangesmarionetten installiert werden, zum schnellstmöglichen kommerziellen Gebrauch, mit Nachhaltigkeitsfaktor Null ? es sei denn, sie existieren in einer Witzfigurenfunktion für die Klatschpresse weiter? (was sich auf Daniel Küblböck bezog). Raab kritisierte mit seiner Aktion ?Freiheit für Max Buskohl? die ?Knebelverträge? von RTL für die Kandidaten in der vierten Staffel, da es diesem Kandidaten durch seine Vertragsbindung an RTL nicht gestattet sei, auf ProSieben bei TV Total aufzutreten.

Laut der Hamburger Medien-Professorin Joan Kristin Bleicher ?werden die Sprüche von Dieter Bohlen bewusst lanciert, um einen begleitenden Skandal zu haben?.

Im Verlauf der vierten Staffel wurde nach einem quotenstarken Beginn ein deutlicher Zuschauerrückgang in der Phase der ?Top 20?-Shows registriert. Das Medienmagazin DWDL.de führt dies darauf zurück, dass die anfängliche Castingphase, die ?inzwischen aber eher einer Comedyshow als einem Musikwettbewerb? gleiche, zur Hauptsache geworden sei.[30]

RTL trat aufgekommenen Manipulationsvorwürfen in Bezug auf Telefonabstimmungen, welche auch bei anderen Castingshows vorkamen, durch Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse entgegen.

RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger bezeichnete DSDS Anfang 2010 als ?im Kern eine Symbiose aus Neugierde und Freude an der Selbstdarstellung?, [?] aus Exhibitionismus und Voyeurismus.[31]

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) rügte die erste Folge der siebten Staffel mit einem ?herabwürdigendem Verhalten der Jury? und einer ?redaktionellen Gestaltung der Sendung, die die Kandidaten gezielt lächerlich macht und dem Spott eines Millionenpublikums aussetzt.? Der Vorsitzende der KJM beklagte, dass antisoziales Verhalten und beleidigende Äußerungen als normale Umgangsformen dargestellt würden. Die Regeln der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) seien zwar nicht überschritten worden, aber es bestehe Diskussionsbedarf.[32]

Haben Kandidaten die erste Runde überstanden, bekommen sie einen Fragebogen mit über 130 Fragen der Produktionsfirma Grundy vorgelegt, der ?intimste Details?[33] abfragt, die zum Teil arbeitsrechtlich problematisch sind.

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Im Jahr 2003 sowie im Jahr 2008 wurde Deutschland sucht den Superstar als ?Beste Unterhaltungssendung? mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Drei Jahre später wurde der Preis erneut an die Castingshow verliehen: Florian Wieder erhielt insbesondere für das Bühnenbild von DSDS den Deutschen Fernsehpreis 2006 in der Kategorie ?Beste Ausstattung (Bühnenbild/Studiodesign)?.

Im Juni 2008 erhielt das Mobile-Angebot von DSDS den Konvergenz-Preis des jährlich verliehenen made for mobile Awards.[34]

Diskografie [Bearbeiten]

? Hauptartikel: Deutschland sucht den Superstar/Diskografie

Die erste im Rahmen von DSDS veröffentlichte Single, We Have a Dream von den Allstars der ersten Staffel, erreichte Platz eins der deutschen Charts. Bis heute (Stand: 4. Mai 2010) gingen aus Deutschland sucht den Superstar zwölf Singles und acht Alben hervor, die in Deutschland Platz eins erreichten. Lediglich die zweite Staffel brachte weder ein Album noch eine Single auf den ersten Platz der Charts.

Literatur [Bearbeiten]
Ralf von Appen: Die Wertungskriterien der Deutschland sucht den Superstar-Jury vor dem Hintergrund sozialer Milieus und kulturindustrieller Strategien. In: Dietrich Helms, Thomas Phleps (Hrsg.): Keiner wird gewinnen. Populäre Musik im Wettbewerb. Transcript, Bielefeld 2005, S. 187?208 (= Beiträge zur Popularmusikforschung 33),
??Bild? erklärt den Daniel? oder ?Wo ist Küblböcks Brille?? ? Medienkritik zur Fernsehshow ?Deutschland sucht den Superstar?. In: Ralph Weiß (Hrsg.): Zur Kritik der Medienkritik. Wie Zeitungen das Fernsehen beobachten. Vistas, Berlin 2005, S. 337?394 (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen 48).
Martin Kesici mit Markus Grimm und Patrick S. Berger ***, Drugs & Castingshows: Die Wahrheit über DSDS, Popstars & Co, 2009, riva Verlag, ISBN 978-3868830231.

Weblinks [Bearbeiten]

Commons: Deutschland sucht den Superstar ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Offizielle Webseite der Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS)
Pressemitteilung der KJM nach Anhörung von RTL im Prüfverfahren vom 8. März 2007 (Link nicht mehr abrufbar)
Alle Videoclips der fünften Staffel
Alle Videoclips der aktuellen und sechsten Staffel
Onlineversion der Shows der fünften Staffel (Link nicht mehr abrufbar)

Einzelnachweise [Bearbeiten]
1.? Martin Stosch trat für den disqualifizierten Max Buskohl an.
2.? Max Buskohl schied nach eigener Angabe freiwillig aus.
3.? idealo.de: Staffel 5 auch wieder mit Dieter Bohlen, zuletzt abgerufen am 31. Januar 2012
4.? dsds.de: [1]
5.? express.de: [2] (Link nicht mehr abrufbar)
6.? DPA: Rocksänger Thomas Godoj ist der neue RTL-«Superstar», vom 18. Mai 2008, abgerufen am 18. Mai 2008
7.? Michelle Bowers hatte die Top-15-Show nicht überstanden. Sie rückte jedoch für Vanessa Civiello nach, die noch vor der ersten Mottoshow zurückgetreten war.
8.? dwdl.de: ?DSDS?: Staffel 6 mit ?deutlichen Veränderungen? ? DWDL.de, 23. Mai 2008
9.? (Zugriff am 2. Juli 2008)
10.? (Zugriff am 20. Oktober 2008)
11.? Vanessa Civiello steigt bei DSDS aus! ? RTL.de ? Abgerufen am 6. März 2009
12.? Manuel Hoffmann rückte für den disqualifizierten Helmut Orosz nach: Helmut Orosz bei DSDS gefeuert (rtl.de)
13.? Helmut Orosz wurde nach Mottoshow 5 disqualifiziert: ***! Rauswurf! Für Helmut Orosz ist die Show vorbei (bild.de)
14.? dwdl.de: ?DSDS 7?: RTL will ?mehr Drama, mehr Komik?, abgerufen am 20. Dezember 2009
15.? Steffi Landerer ist rausgeflogen ? Fast nur noch Jungs im DSDS-Rennen! ? Frauen-Männer-Verhältnis 2:7
16.? DWDl.de ? Rauswurf bei ?DSDS?: Neue Chance für Ex-Kandidat
17.? DWDL.de ? RTL im Glück: Bestwert für ?DSDS?-Mottoshows
18.? DSDS 2011: Nina Richel verlässt DSDS - RTL.de
19.? Castingshow: Nina Richel muss nach Psychotest "DSDS" verlassen - Nachrichten Fernsehen - WELT ONLINE
20.? Düsseldorf: NRW-Minister legt sich mit DSDS an | RP ONLINE
21.? Jugendarbeitsschutzgesetz: § 2 Kind, Jugendlicher § 6 Behördliche Ausnahmen für Veranstaltungen § 14 Nachtruhe
22.? RTL: Rückerstattung der Telefonkosten - Chaos bei DSDS - Medien - sueddeutsche.de
23.? http://rtl-now.rtl.de/deutschland-sucht-den-superstar/castings-folge-4-2012-01-18-20-15-00.php?film_id=58674&productdetail=1
24.? DSDS 2012: Thomas Pegram bekommt 16. Platz für erste Liveshow. rtl.de, 24. Februar 2012
25.? DSDS-Sensation! Thomas ist als 16. Kandidat dabei. Promiflash, 24. Februar 2012
26.? Zuschauer ent***n: Keine zweite Chance für ?Herrn Schöne?, Augsburger Allgemeine, 29. Februar 2012
27.? Ausstrahlung am 26. Januar 2011
28.? [3] (Link nicht mehr abrufbar)
29.? RTL.de: DSDS Kids 2012: "Deutschland sucht den Superstar" für Kinder
30.? dwdl.de: DWDL: ?DSDS? ? 4. Staffel mit enttäuschender Entwicklung
31.? Herr Sänger, was erlaubt sich RTL eigentlich bei ?DSDS??, 3. Februar 2010, dwdl.de.
32.? DSDS gegen Jugendschutz, In: Digital Fernsehen, 3/2010, S.8
33.? Alexander Kühn, Hannes Ross: ?Hast du schonmal Nacktfotos machen lassen??, In: Stern 12/2010, 13. März 2010, S. 150?151, gekürzter Artikel bei Stern.de: ?DSDS?: Die Kandidaten im verbalen Nacktscanner
34.? Medienforum.NRW: Kreative Kunst für die Displays von Handy & Co. Pressemeldung vom 12. Juni 2008

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Gewinner von Deutschland sucht den Superstar


Alexander Klaws (2003) | Elli Erl (2004) | Tobias Regner (2006) | Mark Medlock (2007) | Thomas Godoj (2008) | Daniel Schuhmacher (2009) | Mehrzad Marashi (2010) | Pietro Lombardi (2011)
Kokonus
05.04.12 um 18:30
Avatar von Kokonus

Re: Brauchst du Credits?

Der Wolf (Canis lupus) ist eine Raubtierart aus der Familie der Hunde (Canidae). Wölfe leben und jagen im Rudel, Hauptbeute sind mittelgroße bis große Huftiere. Die Art war früher in ganz Europa verbreitet, wurde jedoch in West- und Mitteleuropa weitgehend ausgerottet. Deutschland wurde erst Ende der 1990er Jahre wieder besiedelt, im Jahr 2000 wurden erstmals Welpen nachgewiesen. Wölfe haben schon frühzeitig Eingang in die Mythen und Märchen vieler Völker gefunden, sie zählen daher zu den bekanntesten Raubtieren.
Inhaltsverzeichnis
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1 Merkmale
2 Unterschiede zum Haushund
2.1 Morphologische und anatomische Unterschiede
2.2 Weitere Unterschiede
3 Verbreitung und Lebensraum
4 Systematik
5 Lebensweise
5.1 Soziale Organisation
5.2 Raumorganisation
5.3 Ernährung
5.4 Jagdweise
5.5 Fortpflanzung
6 Bestand und Gefährdung
6.1 Bestand in Europa
6.2 Der Wolf in Deutschland
6.3 Gesetzlicher Schutz
7 Mensch und Wolf
7.1 Domestizierung
7.2 Verhältnis des Menschen zum Wolf
7.2.1 Verehrung
7.2.2 Der Wolf als Feind des Menschen
7.2.3 Angriffe auf Menschen
7.3 Wirtschaftliche Nutzung
7.4 Der Wolf in Mythos und Literatur
7.4.1 Totem-Kultur
7.4.2 Bibel
7.4.3 Griechische Mythologie
7.4.4 Die säugende Wölfin
7.4.5 Germanische Mythologie
7.4.6 Sonstige Kulturen
7.4.7 Literatur
7.4.8 Comic und Zeichentrickfilm
8 Literatur
9 Einzelnachweise
10 Weblinks

Merkmale [Bearbeiten]

Grundsätzlich ähnelt der Wolf einem großen Haushund, wobei der Rumpf im Vergleich zu ähnlich gebauten Haushunden länger und der Brustkorb höher, aber schmaler ist. Der Kopf ist relativ groß, die Stirn ist breit. Die Augen setzen schräg an, die Ohren sind eher kurz. Der buschige *** hat etwa ein Drittel der Kopf-Rumpf-Länge.[1]

Die Färbung ist sehr variabel, es gibt weiße, cremefarbene, dunkle, gelbliche, rötliche, graue und schwarze Wölfe. In den gemäßigten Zonen Europas und Asiens überwiegen graue Wölfe, die nördlichen Populationen zeigen größere Anteile schwarzer und weißer Tiere. Meist überwiegen dunkle Haare auf dem Rücken und dem ***. Bauch, Beine und Schnauze sind meist deutlich heller gefärbt. Nach genetischen Untersuchungen beruht die schwarze Fellfarbe bei Grauwölfen auf einer Mutation, die zuerst unter Haushunden auftrat und später in die Wolfspopulation eindrang.[2]
Wolf im Profil (C. l. lupus)

Maße und Gewichte des Wolfes sind aufgrund seines ausgedehnten Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich (siehe Bergmannsche Regel): Die größten Wölfe in den Waldzonen Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 160 cm, der *** ist zusätzlich bis zu 52 cm lang. Die Schulterhöhe beträgt etwa 80 cm. Diese Wölfe können bis zu 80 kg wiegen.

Die kleinsten Wölfe leben im vorderen Orient und auf der Arabischen Halbinsel; ihre Körperlänge beträgt etwa 80 cm bei einem Gewicht von rund 20 kg und einer ***länge von etwa 29 cm. Die Weibchen sind um 2 bis 12 % kleiner als die Rüden und 20 bis 25 % leichter.

Mitteleuropäische Wölfe liegen zwischen diesen Extremen. Männliche polnische Wölfe aus dem Bia?owie?a-Urwald hatten eine Kopf-Rumpf-Länge von im Mittel 119 cm und eine Schulterhöhe von 70-90 cm, Weibchen aus demselben Gebiet eine mittlere Kopf-Rumpf-Länge von 111 cm (Extreme 97-124 cm) und eine Schulterhöhe von 60-80 cm. Männchen aus dem Südosten Polens wogen 35-67 kg, Weibchen 27-50 kg.[3]
Unterschiede zum Haushund [Bearbeiten]

Haushunde sind domestizierte Formen des Wolfes und gehören daher ebenso wie der Dingo der gleichen Art (Canis lupus) an. Anhand einiger charakteristischer Merkmale ist die Unterscheidung von Wölfen und Haushunden meistens möglich, wobei das Ausmaß der Unterschiede je nach Hunderasse stark variieren kann. In einigen Fällen ist es allerdings sehr schwierig festzustellen, ob ein Individuum ein zu 100 % reiner Wolf bzw. Haushund ist.
Morphologische und anatomische Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe tragen ihren *** meist waagerecht oder etwas gesenkt, Hunde hingegen oft nach oben oder eingerollt. Wölfe haben eine Violdrüse an der Oberseite des ***es, die bei vielen Hunden fehlt bzw. reduziert auftritt, bei anderen aber ein weites Drüsenfeld bildet.[4] Insbesondere am Schädel lassen sich zahlreiche Unterschiede zwischen Wolf und Hund feststellen, dies betrifft unter Anderem die Form der Augenhöhle, der Ohrmuschel, des Praesphenoids, des Basis vomerus, der Fissura petrobasialis sowie die Form des Unterkiefers und die Anordnung der Schneidezähne im Unterkiefer.
Weitere Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe bekommen nur einmal jährlich Nachwuchs, Hunde meist zweimal. Bei der Entscheidung, ob Fährten Hunden oder Wölfen zuzuordnen sind, hilft der Verlauf dieser Fährten. Wölfe setzen im Schnee ihre Hinterpfoten in die Abdrücke der Vorderpfoten, im Rudel laufen sie hintereinander und setzen ihre Pfoten in die Abdrücke des Vorderwolfes. Daher entsteht oft der Eindruck, dass man der Spur eines einzelnen Wolfes folgt, bis sich die Fährte plötzlich in mehrere Individualfährten aufteilt.
Verbreitung und Lebensraum [Bearbeiten]
Verbreitung des Wolfes
(grün = aktuell, rot = ehemalig)

Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Raubtier der Erde. Er war in ganz Europa und Asien bis nach Nordafrika sowie in Nordamerika beheimatet. In weiten Teilen dieses einst riesigen Verbreitungsgebietes, besonders im westlichen Europa und in Nordamerika, wurde die Art durch menschliche Verfolgung ausgerottet. In Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei, und zu einem geringeren Grade dem Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen. Ansonsten ist der Wolf heute nur in isolierten Beständen (manche umfassen weniger als 100 Tiere) anzutreffen.

Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasland und Wälder. Dass sie vor allem als Waldtiere bekannt wurden, liegt daran, dass der Mensch sie in großen Teilen des Verbreitungsgebietes frühzeitig aus offeneren Landschaften vertrieben hat.
Systematik [Bearbeiten]

Nach Bibikow ist die Unterarten***erung bis heute umstritten; seit 1985 gibt es Versuche einer genetischen Revision der Unterarten des Wolfes (Mitochondrial DNA Method). In den letzten Jahren hat man sich weitgehend auf eine Einteilung in dreizehn lebende und zwei ausgestorbene Unterarten geeinigt. Haushund (Canis lupus familiaris), sowie Neuguinea-Dingo (Canis lupus hallstrom) und australischer Dingo (Canis lupus dingo) sind durch Domestizierung entstandene Unterarten des Wolfs. Wegen ihrer teilweise erheblichen domestikationsbedingten Unterschiede zu den Wildformen wird auf die betreffenden Einzelartikel verwiesen.

Unterarten (Auswahl):
Polarwolf (Canis lupus arctos)
Timberwolf (Canis lupus lycaon)
Arabischer Wolf (Canis lupus arabs)

Polarwolf (C. lupus arctos); kanadische Arktis, Grönland; mittelgroß, weiß oder cremeweiß mit langem Fell; legal bejagt, stabil
Timberwolf (C. l. lycaon); Südostkanada, östliche USA; größere Unterart, sehr variable Fellfarbe von weiß bis schwarz, meist jedoch braun; in Teilen Kanadas legal bejagt, gefährdet
Buffalo Wolf (Canis l. nubilus); südliche Rocky Mountains, Mittlerer Westen, Ost- und Nordostkanada, südwestlichstes Kanada und Südost-Alaska; mittelgroß, meist grau, schwarz, gelbbraun oder rötlich; in Teilen Kanadas legal bejagt, stabil
Mackenzie-Wolf (C. l. occidentalis); Alaska, nördliche Rocky Mountains, West- und Zentralkanada; sehr groß; meist schwarz oder ein gemischtes grau oder braun, allerdings ist das gesamte Farbspektrum vertreten; diese Unterart wurde 1995 im Yellowstone-Nationalpark und in Idaho wiedereingeführt; legal in Alaska und Teilen Kanadas bejagt, sonst geschützt, stabil
Mexikanischer Wolf (C. l. baileyi); Zentral-Mexiko, West-Texas, südliches Neu-Mexiko und Arizona; kleinere Unterart, meist gelbbraun oder rostfarben; seit 1998 in Arizona wieder eingeführt, die Zahl der wildlebenden Tiere beträgt 35-50; vom Aussterben bedroht und geschützt
Tundrawolf (C. l. albus); nördliches Russland, Sibirien; relativ groß, typischerweise cremeweiß oder grau; legal bejagt, stabil
Russischer Wolf (C. l. communis); Zentral-Russland; sehr groß; legal bejagt; stabil oder rückläufig
Eurasischer Wolf (C. l. lupus); Europa, Skandinavien, Russland, China, Mongolei, Himalaya; durchschnittlich groß, gewöhnlich kurzes, graubraunes Fell; die am weitesten verbreitete Unterart Europas und Asiens, geschätzte Zahl 100.000; in einigen Gebieten legal bejagt, in anderen geschützt, stabil
Iberischer Wolf (C. l. signatus); Spanien und Nordportugal; mittelgroß; gewöhnlich graubraunes Fell mit einem charakteristischen Paar dunkler Markierungen an seinen vorderen Beinen und Weißmarkierungen auf den oberen Lippen; gering gefährdet, in Nordspanien teilweise bejagt, sonst geschützt, stabil
Italienischer Wolf (C. l. italicus); Italienische Halbinsel; mittelgroß; Färbung variabel; stark gefährdet und geschützt
Kaspischer Wolf (C. l. cubanensis); zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer; relativ klein; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig
Hokkaido-Wolf (C. l. hattai); japanische Insel Hokkaido; kleinere Unterart; 1889 aufgrund von Nachstellungen mit Gift ausgestorben
Honshu-Wolf (C. l. hodophilax); japanische Inseln Honshu, Shikoku und Kyushu; kleinste bekannte Unterart; 1905 durch Tollwut und menschliche Nachstellung ausgestorben
Arabischer Wolf (C. l. arabs); Saudi-Arabien, Jemen, Oman; sehr kleine Unterart, meist braun mit kurzem Fell; wird als Schädling verfolgt, vom Aussterben bedroht, rückläufig
Ägyptischer Wolf (C. l. lupaster); Nordafrika; kleine, schlanke Unterart; Fell meist silbernes bis meliertes grau oder braun; sehr selten, vom Aussterben bedroht.
Tibetischer Wolf (C. l. chanco); Aus dem Gebiet zwischen Transkaspien und dem Fernen Osten beschrieben, allerdings nicht monophyletisch; Wölfe des Himalaya-Gebietes zwischen Kaschmir, Ost-Nepal und Tibet, die ursprünglich dieser Unterart zugerechnet wurden, unter***n sich genetisch deutlich von anderen Wölfen Nordeurasiens und Nordamerikas, aber auch von Indischen Wölfen[5]. Diese Himalaya-Wölfe könnten möglicherweise eine eigene Art C. himalayensis darstellen[6].
Indischer Wolf (C. l. pallipes); Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien; sehr kleine Unterart; typischerweise gelbbraun, sandfarben oder rötlich mit sehr kurzem, dichten Fell; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig. Stellt möglicherweise eine eigenständige Art dar[7].

Eng verwandt mit dem Wolf sind der Rotwolf (Canis rufus) aus Nordamerika (der vielleicht ein Hybride aus Wolf und Kojote ist), der Kojote (Canis latrans) und der Äthiopische Wolf (Canis simensis). Eine bisher nicht erkannte Form des Wolfs oder zumindest ein enger Verwandter scheint darüber hinaus in Ägypten vorzukommen. DNA-***ysen ergaben, dass sich die ägyptische Unterart des Goldschakals (Canis aureus lupaster) genetisch stark von anderen Goldschakalen unter***t. Diese ägyptischen Schakale, deren Ähnlichkeit zu Indischen Wölfen (Canis lupus pallipes) bereits im 19. Jahrhundert von Zoologen bemerkt wurde, fallen genetisch in die engere Verwandtschaft der Wölfe. Sie sind auch deutlich größer und langbeiniger als typische Goldschakale. Dabei bildet der ägyptische Canide, wie der Indische Wolf und der Himalaya-Wolf auch, offenbar einen basalen Zweig innerhalb der Wölfe. Neben den ägyptischen Tieren wurden Vertreter dieser Form auch im Hochland von Äthiopien 2500 km südöstlich nachgewiesen[8].
Lebensweise [Bearbeiten]
Soziale Organisation [Bearbeiten]
Wolf im Nationalpark Bayerischer Wald

Obwohl man auch einzelne Wölfe in der Wildnis antrifft, ist die normale Sozialordnung des Wolfes das Rudel. Das Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und deren Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. Wölfe werden erst mit zwei Jahren geschlechtsreif (Haushunde schon mit 7 bis 11 Monaten) und verbleiben bis zur Geschlechtsreife bei den Eltern. Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. Unter normalen Bedingungen besteht ein Rudel im Herbst also aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs aus dem Vorjahr und dem Nachwuchs aus demselben Jahr. Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und suchen sich ein freies Revier, wo sie mit einem auf der Wanderung getroffenen und ebenso ausgewanderten Jungwolf als Partner eine eigene Familie gründen.[9] Die Elterntiere sind grundsätzlich ***nt gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um die Rangordnung gibt es daher nicht. Eine Paarung verwandter Tiere findet üblicherweise auch dann nicht statt, wenn keine anderen ***ualpartner zur Verfügung stehen, denn der Rüde verweigert eine solche Paarung.

In der Literatur findet sich häufig die Darstellung einer streng hierarchischen Rangordnung mit einem ***nten Alpha-Paar, das in der Regel die Nachkommen des Rudels zeugt, einer Gruppe nachgeordneter Tiere und einem schwachen Tier am Ende der Rangordnung in der Rolle des ?Prügelknaben? oder Omega-Wolfs. Diese Darstellungen sind das Ergebnis der Forschung an Wölfen in Gefangenschaft und keinesfalls auf natürliche Verhältnisse übertragbar. In Gefangenschaft wurden meist Wölfe unterschiedlicher Herkunft oder Familiengruppen zusammengesperrt und gezüchtet. Hier ist weder eine Abwanderung mit Erreichen der Geschlechtsreife, noch die (mit der Abwanderung verbundene) Vermeidung von Verpaarungen verwandter Tiere möglich. In diesen in Gefangenschaft gehaltenen Rudeln sind daher Auseinandersetzungen häufig.
Heulender Wolf
Raumorganisation [Bearbeiten]

Wolfsrudel leben im Normalfall in festen Revieren, die sowohl gegen andere Rudel als auch gegen einzelne Artgenossen abgegrenzt und falls nötig auch vehement verteidigt werden; die Reviere benachbarter Rudel überschneiden sich daher meist nur minimal. Die Größe der Reviere wird im Wesentlichen durch die Größe der Beutetierarten und die Zahl der Beutetiere bestimmt. Die durchschnittliche Größe der Reviere variiert daher von Region zu Region stark und reicht von einigen Dutzend bis zu 13.000 Quadratkilometern. Aus Mitteleuropa liegen bisher nur Werte aus Polen vor, dort wurden Reviergrößen zwischen 150 und 350 km² festgestellt[10], im Bia?owie?a-Wald waren die Reviere von vier Rudeln im Mittel 238 km² groß.[11] Zur Abgrenzung der Reviere werden vor allem Harnmarkierungen benutzt. Bei ihren Wanderungen durch das Revier setzen Wölfe etwa alle 350 m mit erhobenem Bein Harnmarken ab. Dafür werden markante Objekte wie einzelne Bäume, Sträucher, Steine oder Pfosten ausgesucht. Im Bereich der Reviergrenzen wird besonders intensiv markiert. Als weiteres Mittel zur Reviermarkierung dient das gemeinschaftliche Heulen der Rudelmit***er. Dieses wird meist von den benachbarten Rudeln beantwortet.
Wolf howls.ogg
Lautäußerungen von heulenden Wölfen

Diese Reviere werden regelmäßig von den Rudelmit***ern durchwandert; im Bia?owie?a-Wald lag die durchschnittliche, tägliche Laufstrecke der Wölfe von vier Rudeln bei 22,1 km für Weibchen und 27,6 km für Männchen. Pro Tag wurden dabei etwa 9 % des Reviers genutzt, die an aufeinander folgenden Tagen genutzten Revierteile überschnitten sich jeweils nur minimal. Dies dient mit hoher Wahrscheinlichkeit einerseits der Notwendigkeit, möglichst kontinuierlich im gesamten Revier präsent zu sein, um dieses gegen Artgenossen abzugrenzen, zum anderen aber vermutlich auch zur Erhöhung des Jagderfolges, da die Beutetiere auf die längere Anwesenheit der Wölfe mit erhöhter Vorsicht und Ausweichbewegungen reagieren.[11]
Ernährung [Bearbeiten]

Grundnahrung des Wolfes bilden im größten Teil des Verbreitungsgebietes mittelgroße bis große pflanzen***nde Säugetiere, er nutzt dabei die im jeweiligen Lebensraum dominierenden Arten. Wölfe jagen im Norden ihres Verbreitungsgebietes überwiegend im Rudel vor allem Elche, Rentiere und verschiedene andere Hirscharten. Weiter südlich sind auch Wildschweine und in Gebirgen Wildschafe und Steinböcke eine häufige Beute. Kleinere Säuger wie Hasen, Kaninchen, Wühlmäuse und Lemminge werden ebenfalls häufig erbeutet. In der Nähe des Menschen schlagen sie auch Schafe oder junge Rinder, Haushunde und Hauskatzen.

In nahrungsarmen Zeiten frisst der Wolf sowohl Aas als auch Abfälle.

Neuere Untersuchungen eines Zoologenteams um Chris T. Darimont von der University of Victoria haben erbracht, dass sich Wölfe in der kanadischen Küstenprovinz British Columbia im Herbst bevorzugt von Lachs ernähren. Dessen Anteil an der Nahrung beträgt dann bis zu 70 %, obwohl die Nahrung der Wölfe im restlichen Jahr zu 95 % aus Wild besteht. Erklärt wird dieses Verhalten damit, dass der Lachsfang einfach und gefahrlos ist, und Lachse zudem einen höheren Nährwert als Paarhufer haben.[12]
Ein Amerikanischer Bison verteidigt sich gegen ein Wolfsrudel.

In Mitteleuropa dominieren Wildschweine, Hirschartige und Haustiere im Nahrungsspektrum. So wurden in der Slowakei Wildschweine in 45,5 % aller Wolf***kremente gefunden, zweitwichtigste Beute war dort der Rothirsch (23,3 %), danach folgten Rotfuchs (10,4 %), Haushund (7,9 %) und Reh (5,5 %). Im polnischen Bialowieza konnten Hirschartige (Rothirsch und Reh) im Sommer in 93,1 %, im Winter in 97,0 % aller Exkremente nachgewiesen werden; dort war das Wildschwein im Sommer in 47,7 % aller Exkremente und im Winter in 29,0 % der Exkremente nachweisbar und damit das zweitwichtigste Beutetier.[13]

Freilebende Wölfe ***n nach verschiedenen Untersuchungen täglich so viel Fleisch, welches der Masse von 10-21 % ihres Körpergewichtes entspricht. Bei einem mittleren Gewicht von etwa 40 kg also 4,0-8,4 kg pro Tag.[14] Wölfe können innerhalb von 24 h bis zu 12,5 Kilogramm Fleisch verzehren, ein Teil davon wird jedoch wieder ausgewürgt und als Vorrat verscharrt.
Jagdweise [Bearbeiten]

Wölfe finden Beutetiere meist direkt durch deren Geruch, seltener durch die Verfolgung frischer Spuren. Sie versuchen sich den Beutetieren dann unbemerkt bis auf geringe Distanz zu nähern. Fliehende Tiere werden meist nur wenige Dutzend Meter weit mit hoher Geschwindigkeit verfolgt, gelingt es den Wölfen bis dahin nicht, das Beutetier zu erreichen, wird die Jagd abgebrochen. Längere Hetzjagden über mehrere Kilometer sind seltene Ausnahmen. Häufig versuchen Wölfe, für sie günstige Geländegegebenheiten zu nutzen, indem ein Teil des Rudels die Beute in Richtung anderer Rudelmit***er jagt, die an einer geeigneten Stelle in Deckung liegen. Im Winter versuchen Wölfe, Huftiere auf zugefrorene Seen oder Flüsse zu treiben, wo diese mit ihren g***n Hufen schnell ausrutschen.[15]

Huftiere bis zur Größe eines weiblichen Rothirsches versuchen durch Flucht zu entkommen. Große und wehrhafte Beutetiere wie Elche, Bisons, Moschusochsen oder auch Wildschweine stellen sich den Wölfen oft und verteidigen sich häufig erfolgreich. Elche flüchten bei Angriffen häufig ins Wasser und bleiben dort stehen, sie werden dann meist nicht weiter attackiert.

Kleinere Huftiere werden meist durch einen einzigen, sehr kraftvollen Biss in die Kehle oder in den Nacken getötet. Große Tiere, wie Elche, werden durch Bisse in Hinterteil, Flanken, Rücken und Nase aufgehalten und zu Fall gebracht und dann ebenfalls durch Bisse in die Kehle getötet. Das Opfer wird im Normalfall möglichst vollständig ge***n, große Huftiere werden über mehrere Tage lang genutzt und bis auf große Knochen, das Fell und Teile des Darmtraktes verwertet.[16]
Fortpflanzung [Bearbeiten]
Ein Wolfspaar

In Mitteleuropa fällt die Paarungszeit in den Spätwinter und das zeitige Frühjahr von Ende Januar bis Anfang März. Weibchen sind jeweils etwa 7 Tage lang empfängnisbereit. Wie bei vielen Hundeartigen wird die Paarung durch das sogenannte ?Hängen? abgeschlossen, wobei der angeschwollene *** des Männchens noch bis zu 30 Minuten lang in der *** des Weibchens gehalten wird. Die Tragzeit wird je nach Autor mit 62 bis 64 oder 62 bis 75 Tagen angegeben. Vor der Geburt der Jungen wird im Normalfall eine Erdhöhle gegraben oder von anderen Säugern übernommen und vergrößert. Die Höhlen haben ein oder zwei Eingänge. Von diesen führt ein Gang in die große Kammer. Etwa drei Wochen vor der Geburt verlässt das tragende Weibchen die Höhlenumgebung meist nicht mehr.[17]

Die Geburt der Jungen erfolgt in der Höhle. In einem Wurf befinden sich ein bis zwölf, in der Regel vier bis sechs Welpen. Die frisch geborenen, noch blinden und tauben Welpen wiegen 300 bis 500 g und haben ein feines, dunkles Fell. Die Augen öffnen sich nach 11 bis 15 Tagen, die Welpen können nun auch laufen, knurren sowie kauen. Auch die ersten Zähne sind erkennbar. Etwa um den 20. Tag beginnen die Jungen Laute wahrzunehmen, verlassen erstmals die Höhle und beginnen mit den Geschwistern und älteren Familienmit***ern zu spielen. Ab etwa diesem Alter können die Welpen auch feste Nahrung zu sich nehmen, sie werden jedoch noch bis zum Alter von 6 bis 8 Wochen gesäugt. Die mit Nahrung zurückkehrenden Rudelmit***er werden von den Welpen am Maul beschnuppert und deren Schnauze mit der eigenen Schnauze umklammert, bis sie Nahrung auswürgen. In der 16. bis 20. Lebenswoche wachsen die festen Zähne, nach etwa einem Jahr ist das Skelettwachstum abgeschlossen.[18]
Bestand und Gefährdung [Bearbeiten]
Denkmal für den letzten freien Wolf in Westfalen bei Ascheberg

Seit dem 19. Jahrhundert gilt der Wolf in Nord- und Mitteldeutschland sowie in England als ausgestorben. Wolfspopulationen gab es damals noch in Ungarn, Galizien, Kroatien, der Krain, Serbien, Bosnien, Rumänien, Polen, Russland und Skandinavien.

In vielen Teilen der Welt, in denen der Wolf noch vorkommt, wird er noch heute aktiv verfolgt. Allerdings setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Wolf keine Gefahr für den Menschen oder seine Landwirtschaft darstellt; vielmehr wird der Wolf zunehmend im Rahmen der Naturschutzbemühungen als ein willkommener Bestandteil der Tierwelt gesehen.
Bestand in Europa [Bearbeiten]

Insgesamt nimmt der Bestand des Wolfes in vielen europäischen Ländern wieder zu, beispielsweise in Spanien, Italien, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die sehr kleine Population in Skandinavien gilt vor allem aufgrund ihrer geringen genetischen Vielfalt als gefährdet.[19] Für das Jahr 2008 gibt das Schwedische Raubtierzentrum den Bestand für Schweden und Norwegen mit etwa 180 Tieren an.[20] Neu besiedelt wurden in den letzten Jahrzehnten Frankreich und die Schweiz. Während es in den südöstlichen Nachbarländern Österreichs Populationen mit jeweils bis zu hundert Wölfen gibt, kommen nur vereinzelt Tiere nach Kärnten.[21] Für das Jahr 2010 schätzte der WWF, dass sich nur drei bis fünf Tiere in den östlichen Bundesländern wild aufhalten.[22] Seit 2009 wurden zudem in Tirol mindestens drei unterschiedliche Wölfe nachgewiesen. Im Herbst 2010 hat ein Wolf, wie durch DNA-Proben nachgewiesen wurde, im Schneeberggebiet, wo man ihn bisher nie beobachtete, einige Schafe gerissen.[23] In dem Gebiet wurden im Herbst 2010 ein männlicher Wolf aus den italienischen Alpen und eine Wölfin aus den Karpaten nachgewiesen. Ob die beiden ein Paar sind, ist nicht klar.[24] Aus den französischen Seealpen kommend sind Tiere inzwischen in den katalanischen Pyrenäen ins Gebiet des Naturparks Cadí-Moixeró von Norden nach Spanien vorgedrungen, einige hundert Kilometer östlich des bisherigen Haupt-Verbreitungsgebietes in der Gegend um Soria.[25]
Der Wolf in Deutschland [Bearbeiten]

In Deutschland, insbesondere in seinen Ostprovinzen, hatte sich der Wolf während des Dreißigjährigen Kriegs wieder stark ausgebreitet. Über sein Auftreten in Pommern bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts liegen statistische Angaben vor.[26][27] Der auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik vorläufig letzte freilebende Wolf wurde am 27. Februar 1904 in der Lausitz erschossen. Er war 160 cm lang, hatte eine Widerristhöhe von 80 cm und wog 41 kg. Da es in der Gegend lange Zeit keinen Wolf mehr gegeben hatte, vermutete man hinter dem gerissenen Wild erst ein ausgebrochenes Zirkustier, weshalb er den Spitznamen ?Tiger von Sabrodt? (Ort des ersten Auftauchens) erhielt. Schon nach dem 2. Weltkrieg wanderten immer wieder Wölfe nach Deutschland ein, bis 1990 wurden in Deutschland mindestens 21 Wölfe geschossen oder mit Fallen gefangen.[28] Auch nach 1990 sind immer wieder Wölfe über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert und hielten sich bevorzugt auf Truppenübungsplätzen auf. Im Jahr 2000 wurde im sächsischen Teil der Lausitz erstmals seit mindestens 100 Jahren wieder eine erfolgreiche Reproduktion des Wolfes in Deutschland nachgewiesen. Seitdem hat der Bestand des Wolfes dort kontinuierlich zugenommen und das Verbreitungsgebiet hat sich beständig vergrößert. Ende Februar 2012 lebten in der Lausitz in Sachsen und Brandenburg elf Rudel und ein Wolfspaar.[29] Außerhalb der Lausitz gibt es weitere territoriale Vorkommen: Ein reproduzierendes Rudel in Sachsen-Anhalt in der Altengrabower Heide und mehrere stationäre Einzeltiere oder Paare in anderen Regionen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen, womit man von einem Wolfsbestand von 50 bis 60 frei lebenden Wölfen in Deutschland ausgehen kann.[30][31] Ob die in Hessen und Bayern festgestellten Einzeltiere noch anwesend und am Leben sind, ist unklar.[32][33][34] Mit der wachsenden Gesamtpopulation und seiner langsamen Ausbreitung kann bei weiterem erfolgreichen Schutz davon ausgegangen werden, dass der Wolf in Deutschland wieder dauerhaft ansässig wird. Allerdings fordern einzelne Jäger und Jägervertreter in der Lausitz einen Abschuss bzw. eine kontrollierte Bejagung der dort lebenden Wölfe.[35]

Von drei im Frühjahr 2009 besenderten Wolfsrüden des Nochtener (zwei junge Rüden) bzw. Neustädter Rudels (ca. zwei bis drei Jahre alter Rüde) hatte ein junger Rüde[36] nach einem über 1000 km langen Weg im Sommer 2009 Litauen erreicht.[37] Seit Dezember 2009 wurden von ihm keine Signale mehr empfangen.[38] Dies ist der erste Nachweis des Auswanderns eines in Deutschland freilebend geborenen Wolfes seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein zweiter junger Rüde[39] des Rudels war nach einem zweiwöchigen ?Ausflug? mit Distanzen von bis zu 150 km Anfang April 2009 zu diesem Rudel zurückgekehrt.[40] Inzwischen hat er im Raum Spremberg-Schleife ein eigenes Rudel gegründet.

Obwohl Wölfe in Deutschland streng geschützt und nicht jagdbar sind, wurden sie immer wieder von Jägern geschossen ? angeblich wegen Verwechslungen mit wildernden Hunden. Beispielsweise wurde im Zeitraum August/September 2007 eine einjährige Wölfin illegal in der Nähe von Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) geschossen. Am 15. Dezember 2007 wurde in einem Wald bei Gedelitz (nahe Gorleben, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen) während einer Gesellschaftsjagd ein 37 Kilogramm schwerer männlicher Wolf von zwei auswärtigen Jägern getötet. Die Schützen gaben an, das Tier wäre bereits angeschossen gewesen und hätte gelahmt, was im Prozess durch Sachverständigengutachten angezweifelt wurde. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen Naturschutzrecht eingeleitet, welches für die beiden Jäger in erster Instanz mit einer Verurteilung zu hohen Geldstrafen endete. Der zweijährige Rüde soll eindeutig ein freilebender Wolf gewesen sein. Eine genetische Untersuchung ergab, dass dieses Tier der westpolnisch-sächsischen Population zugerechnet werden kann. Dieses ist wohl der zweite aktuelle Nachweis der Art aus dem niedersächsischen Tiefland. Ein ? wahrscheinlich anderes ? Exemplar ist aus der Lüneburger Heide bekannt, wo es erstmals im September 2006 bei Unterlüß gesichtet wurde. Der letzte Nachweis gelang am 18. Mai 2007 durch eine Fotografie. Aus dem Sommer 2009 liegen nach einer zweijährigen Pause wieder neue glaubhafte Hinweise vor.[41][42] Am 26. Februar 2012 wurde nach Einschätzung des Naturschutzbundes Deutschland ein scheuer Wolf im Landkreis Neuwied (Rheinland-Pfalz) gesichtet und fotografiert.[43]
Gesetzlicher Schutz [Bearbeiten]

In Europa ist der Wolf durch drei Richtlinien geschützt:

Dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 gehören 152 Staaten an. Es stellt Richtlinien für den Handel mit geschützten Tieren und deren Erzeugnissen auf und schränkt die Ein- und Ausfuhr der Tiere oder ihrer Teile (Felle, Schädel, Knochen?) ein. Der Wolf ist hier in Anhang II (gefährdete Tierart) aufgeführt, einige Subpopulationen sind vom Aussterben bedroht und in Anhang I aufgeführt.

In der Berner Konvention haben sich 45 Staaten auf die Erhaltung und den Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer Lebensräume verständigt. Der Wolf ist in Anhang II der Konvention aufgeführt.

Die FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG) wurde 1992 von der EU in Kraft gesetzt und soll europaweit die Ausweisung und Erhaltung von Lebensräumen und Wildtieren regeln. Der Wolf ist hier in Anhang IV aufgeführt, sein Lebensraum in Anhang II. Diese Richtlinie ist von allen EU-Mit***sstaaten jeweils in nationales Recht umzusetzen.

Mensch und Wolf [Bearbeiten]
Tamaskan: Einige Haushunde haben eine sichtbare Ähnlichkeit zum Wolf.
Wolfsspuren im Sand
Domestizierung [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Domestizierung (Haushund)

Heute ist nachgewiesen, dass der Haushund vom Wolf abstammt. Wie Wölfe domestiziert wurden, ist unbekannt. Die Verwandtschaft zum Wolf zeigt sich recht deutlich bei einigen Hunderassen; Samojede, Siberian Husky, Alaskan Malamute, Kanaanhund oder der Akita weisen einen ursprünglichen Typ mit spitzem Fang, spitzen Stehohren und quadratischem Körperbau auf; auch andere Rassen wie der Deutsche Schäferhund zeigen noch eine gewisse äußere Ähnlichkeit zum Wolf. Die Annahme, dass diese Rassen daher enger mit dem Wolf verwandt wären als andere, ist jedoch falsch.

Das Lautverhalten der Wolfs- und Schlittenhunde ähnelt dem der Wölfe, sie bellen kaum und wenn, dann nicht anhaltend, statt dessen jaulen und heulen sie in vielen Variationen.
Verhältnis des Menschen zum Wolf [Bearbeiten]
Verehrung [Bearbeiten]

Viele Völker, die von der Jagd lebten (Nordeuropa, Nordamerika), sahen im Wolf einen ihnen ebenbürtigen oder überlegenen Konkurrenten, dessen Ausdauer und Geschick bewundert und begehrt waren. Der Wolf wurde auch als Beschützer oder als übernatürliches Wesen betrachtet und verehrt. Krieger identifizierten sich mit dem Wolf (Therianthropie). Vornamen wie Wolf, ***, Wolfgang oder Wolfhard erinnern an die Wertschätzung des Tiers. Verschiedene Teile des Wolfs galten auch in Deutschland als heilkräftig. So sollten Schuhe aus Wolfsfell Knaben zu tapferen Männern erwachsen lassen.
Der Wolf als Feind des Menschen [Bearbeiten]

Da der Wolf auch Nutztiere schlägt, wurde er in der Vergangenheit als Feind angesehen. Ab dem Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde die Beziehung des Menschen zum Wolf in Europa zunehmend einseitig von Angst und Dämonisierung geprägt. Die starke Ausbreitung menschlicher Siedlungs- und Agrarflächen, sowie die offene Viehhaltung, hier vor allem die bis ins 19. Jahrhundert verbreitete Waldweide von Rindern, Schafen, Schweinen und Pferden, führte zu zahlreichen Haustierverlusten durch Wölfe. Auch wenn die angegebenen Verluste in vielen Fällen sicher maßlos übertrieben waren oder durch wildernde Hunde verursacht wurden, dürften die Verluste bei dieser Art der Viehhaltung für die Bauern wirtschaftlich häufig bedeutend gewesen sein. Zu der direkten Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Wolf gesellte sich im Laufe der Zeit noch die Verurteilung des Wolfes als Jagdkonkurrent.

Berichte und Geschichten über ?Wolfsplagen? und Angriffe auf Menschen (zum Teil mit Todesfolge) finden sich bis in die Neuzeit in zahlreichen schriftlichen Quellen. So wird schon 1197 von einer ?Wolfsplage? an der Mosel berichtet, die angeblich mehrere menschliche Opfer forderte. Noch 1849, also zu einer Zeit, als Wölfe in Mitteleuropa schon weitgehend ausgerottet waren, wurde aus Kottenheim eine ?Wolfsplage? gemeldet, als ein strenger Winter bis Ostern anhielt.

Diese Einstellung zum Wolf führte in West- und Mitteleuropa zu einer beispiellosen Verfolgungskampagne, deren Ziel schließlich, unabhängig von etwaigen Schäden, die völlige Ausrottung des Wolfes war. Der Wolf wurde unter anderem in Großbritannien (letzte Erlegung 1743), Dänemark (1772), Luxemburg (1893)[44] und Deutschland (1904) ausgerottet. In Süd- und Osteuropa wurde dem Wolf (und anderen Großraubtieren) mit erheblich mehr Toleranz begegnet. Auch wenn dort bei verstärkten Schäden an Haustieren Wölfe regional und zeitlich intensiver verfolgt wurden, war dort die völlige Ausrottung nie das Ziel.
Angriffe auf Menschen [Bearbeiten]

Während die Erbeutung von Haustieren durch Wölfe unstrittig ist, sind Angriffe auf Menschen sehr selten. Häufig spielen Tollwuterkrankungen hierbei eine Rolle.[45] In den letzten 50 Jahren wird über neun Fälle in Europa berichtet, bei denen Menschen durch Wölfe getötet wurden. Bei fünf dieser Fälle konnte bei den Wölfen Tollwut nachgewiesen werden.[46]

In Nordamerika zeigt eine Reihe von Fällen, dass es beim Kontakt von Menschen zu halbzahmen, durch ständige direkte oder indirekte Fütterung an Menschen gewöhnten Wölfen zu Missverständnissen, unbeabsichtigten Provokationen u. ä. mit zum Teil fatalen Folgen kommen kann. In den letzten ca. 30 Jahren sind dort 39 Fälle von gegenüber Menschen aggressiven Wölfen bekannt geworden. In 12 dieser Fälle wurde eine Tollwutinfektion nachgewiesen oder vermutet. In sechs Fällen wurden die Menschen durch Hunde begleitet, vermutlich war hier der Hund Auslöser der Attacke. In 16 Fällen wurden Menschen von nicht mit Tollwut infizierten Wölfen gebissen. Diese Fälle waren durch die Opfer fast ausschließlich provoziert und hätten leicht vermieden werden können. Keine der Bissverletzungen war lebensbedrohlich, aber in sechs Fällen waren die Bissverletzungen ernst (?severe?).[47]

In der Türkei gab es zwischen 1995 und 2005 nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei Angriffe von Wölfen auf Menschen. In einem Fall konnte eine Tollwutinfektion des Wolfs nachgewiesen werden, in dem anderen Fall starben zwei der drei gebissenen Personen an Tollwut, aber es konnte nicht nachgewiesen werden, dass es sich bei dem tollwütigen Tier um einen Wolf gehandelt hat.[48]
Wirtschaftliche Nutzung [Bearbeiten]

Wölfe wurden über Jahrhunderte verfolgt und teilweise systematisch ausgerottet; daneben diente der Wolf aber auch als Pelzlieferant. Im 19. Jahrhundert wurden Wölfe vor allem mit Strychnin getötet, indem man ein getötetes Schaf damit imprägnierte und dieses auf die bekannten Wechsel der Wölfe warf. Wolfsfelle wurden für Bekleidungszwecke und in den Wohn- und Schlafstätten verwendet; sie galten umso wertvoller, je weißer sie waren. Die Wolfshaut wurde auch zu Leder gegerbt und zu Handschuhen, Pauken- und Trommelfellen verarbeitet. In den meisten Ländern ist die wirtschaftliche Nutzung des Wolfes heute verboten, obwohl teilweise noch Abschussprämien gezahlt werden.
Der Wolf in Mythos und Literatur [Bearbeiten]

Der Wolf spielt als Motiv in den Mythologien, Sagen und Märchen sowie in der Literatur und Kunst zahlreicher Völker eine zentrale Rolle. Dabei spiegelt sich die ambivalente Einstellung des Menschen gegenüber dem Wolf wider. Einerseits verehrt er ihn als starkes und überlegenes Tier, zum anderen projiziert er auf das aggressive Tier verschiedenartigste Ängste.
Totem-Kultur [Bearbeiten]

In etlichen Kulturen erscheint der Wolf als Totem, etwa bei dem Indianerstamm der Tlingit, bei den Irokesen, bei den Turkmenen und bei den Mongolen. Die Usbeken und die Hunnen leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab, ebenso galt die Wölfin als Urmutter der alten Türken.
Bibel [Bearbeiten]

Bereits in der Bibel wird der Wolf mehrfach als das herdenreißende, gefährliche Tier dargestellt, so etwa in (Gen 49,27 LUT); (Jer 5,6 LUT); (Joh 10,12 LUT). Wenn ?der Wolf beim Lamme? liegt, so bedeutet dies dementsprechend die Verbindung von Ungleichem und wird daher von Jesus Sirach als Gleichnis für den Umgang zwischen Sündern und Gerechten gebraucht, (Sir 13,21 LUT). Jesaja indes verwendet das utopische Bild als Metapher für den Anbruch des Reiches Gottes, (Jes 65,25 LUT).
Griechische Mythologie [Bearbeiten]

Die griechische Göttin Hekate, die mit dunkler Hexerei und Zauberei in Verbindung stand, wurde in der bildenden Kunst häufig in der Begleitung von drei Wölfen dargestellt. Der griechische König Lykaon wurde von Zeus in einen Wolf verwandelt.
Die säugende Wölfin [Bearbeiten]
Die Kapitolinische Wölfin mit Romulus und Remus

Die Gründer der Stadt Rom, die Zwillinge Romulus und Remus, sollen von einer Wölfin gesäugt und aufgezogen worden sein. Die Geschichte beruht indes auf einem Missverständnis: Das Wort lupa bedeutet im Lateinischen sowohl ?Wölfin? als auch ?***?. Mit diesem Wort war ursprünglich Larentia, die leichtlebige ***nde Gattin des Hirten Faustulus gemeint, der das Brüderpaar aufgezogen hatte. Vergleichbare Überlieferungen gibt es aus dem indischen Raum; auch die slowakischen Recken Waligor und Wyrwidub sowie der Gründer des altpersischen Reiches, Kyros II., sollen von Wölfen aufgezogen worden sein. Auch das moderne Motiv der Wolfskinder hat hier seine Ursprünge.
Germanische Mythologie [Bearbeiten]

In der germanischen bzw. nordischen Mythologie werden dem Siegesgott Odin neben zwei Raben auch die Wölfe Geri und Freki beigesellt, die als streitlustige und tapfere Tiere den Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Sonne und Mond werden von den Wolfsbrüdern Skoll bzw. Hati gejagt[49]. Beide besitzen noch einen weiteren Bruder namens Managarm, der sich vom Fleisch der Toten ernährt. Der Fenriswolf spielt beim Wel***rgang Ragnarök eine ent***nde Rolle. Er verschlingt zu Beginn der Götterdämmerung den Mond, später Odin. Der Wolf Ysengrin des Mythos besitzt viele Wesensmerkmale des verschlagenen Fuchses. Germanischen Ursprungs ist auch die Figur des Werwolfs, der ungeachtet seines Lebens in der bürgerlichen Gesellschaft zeitweilig Wolfsgestalt annimmt.
Sonstige Kulturen [Bearbeiten]

Den Chinesen galt der Wolf als Symbol für Grausamkeit, Gefräßigkeit und Gier.

Die nordamerikanischen Ureinwohner kennen mit dem Waheela eine Art Geist in der Gestalt eines riesigen Wolfes.
Literatur [Bearbeiten]

In Fabeln antiker Autoren wie Äsop und Phädrus, deren Stoffe später insbesondere Jean de Lafontaine und Gotthold Ephraim Lessing aufgriffen, werden negative menschliche Charaktereigenschaften wie Habgier, Streitlust, Heimtücke und Verschlagenheit auf den Wolf projiziert. In Der Wolf und das Lamm etwa sucht der Wolf mit aller Macht einen Vorwand, um das mit ihm am Fluss trinkende Lamm zu zerreißen. In Löwe, Wolf und Fuchs fällt eine vom Wolf angezettelte Intrige auf ihn zurück. In Der Wolf und der Kranich betrügt er einen hilfsbereiten Vogel um seinen Lohn. In Der Wolf und der Hund steht er als Vertreter des gefährdeten, aber freien Lebens im Gegensatz zum unter dem Joch lebenden Haushund. Bekannt ist auch Der Junge, der Wolf schrie vom Hirtenjungen, der so oft um Hilfe wegen angeblicher Wölfe rief, bis ihm niemand half, als eines Tages wirklich ein Wolf seine Herde riss.
Der Wolf an der Seite Rotkäppchens

Im lateinischen Mittelalter ist der Wolf als Ysengrimus, eingedeutscht Isegrim, Fabelwesen eines Tierepos. Als meist negative, bösartige Figur erscheint er auch in den Märchen. In Grimms Rotkäppchen etwa erschleicht er sich das Vertrauen eines kleinen Mädchens, frisst dann dessen Großmutter und will am Ende auch Rotkäppchen selbst ***n. In Der Wolf und die sieben jungen Geißlein verschafft er sich mit durch Kreide verfälschter Stimme Zutritt zum Haus einer Ziegenfamilie und verschlingt alle deren Kinder bis auf eines. In beiden Fällen werden die Opfer gerettet und der Wolf getötet. Einige Märchen der Gebrüder Grimm (Der Wolf und der Mensch, Der Wolf und der Fuchs, Der Fuchs und die Frau Gevatterin) berichten von weiteren Wölfen, denen ihre Habgier und Aggression teuer zu stehen kommt: Sie werden zu Opfern sowohl der überlegenen Körperkraft des Menschen wie der Schläue von Füchsen. Aus dem angelsächsischen Bereich schließlich stammt das Märchen vom Wolf und den drei Schweinchen.

In der modernen Wolfsliteratur findet sich das Wolfsmotiv insbesondere in Rudyard Kiplings Das Dschungelbuch und bei Jack London (Ruf der Wildnis, White Fang). In Hermann Hesses Roman Steppenwolf schließlich wird das Wolfmotiv als Metapher für die animalische, die triebgesteuerte Seite des einsamen und menschenscheuen Protagonisten Harry Haller benutzt. Ein bekannter Fantasy-Roman von Käthe Recheis trägt den Titel Der weiße Wolf.
Comic und Zeichentrickfilm [Bearbeiten]

Auch in Comics und Zeichentrickfilmen tauchen vielfach Wölfe auf. In der sowjetischen Zeichentrickserie Hase und Wolf spielen ein böser, tollpatschiger Wolf sowie ein guter Hase mit.

Im Disney-Zeichentrickfilm Die drei kleinen Schweinchen will ein schlaksiger, schwarzfelliger Wolf mit bunter Latzhose und Schlapphut die Häuschen der drei Schweinchen um***. Bei jenen aus Stroh und Holz gelingt ihm dies, nicht so indes bei dem aus Stein. Unter Aufgreifung des Verkleidungsmotivs aus Rotkäppchen nähert er sich den Schweinchen im Aufzug einer alten Frau. Der Kurzfilm beinhaltete auch den von Frank Churchill geschriebenen berühmt gewordenen Song Who's Afraid of the Big Bad Wolf.

Im Disney-Comic Lil' Bad Wolf versucht ein böser Wolf namens Zeke (deutsch: Ede) erfolglos seinen Jungen nach seinem Bilde zu formen: Stattdessen schließt der Kleine enge Freundschaft mit den kleinen Schweinchen.

Ein weiterer schurkenhafter Vertreter der Gattung tritt im Disney-Film The big bad wolf auf. Er hat auch ein Gastspiel im Mickey-Mouse-Cartoon Mickey's Polo Team von 1936, in dem Disney-Figuren gegen Zeichentrick-Versionen berühmter Schauspieler dieser Zeit Polo spielten.

Zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch die Wolfs-Figuren Lupo, Lupinchen und Eusebia aus Rolf Kaukas Serie Fix und Foxi von 1953.

Auch in der auf Runer Jonssens Büchern beruhenden Zeichentrickserie Wickie und die starken Männer von 1974 kommen häufig Wölfe vor, ausgehungerte Tiere von grotesk-zottiger Magerkeit, die den ängstlichen Wikingerjungen Wickie jagen.
Literatur [Bearbeiten]

Dimitrij I. Bibikow: Der Wolf. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 587. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2003, ISBN 3-89432-380-9
L. David Mech, Luigi Boitani: Wolves - Behaviour, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago 2003, ISBN 0-226-51696-2
Henryk Okarma: Der Wolf. Ökologie, Verhalten, Schutz. Parey, Berlin 1997, ISBN 3-8263-8431-8
Elli H. Radinger: Wolfsangriffe ? Fakt oder Fiktion. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-33-4
Elli H. Radinger: Die Wölfe von Yellowstone. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-15-6
Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland ([1]; PDF-Datei; 3,3 MB). BfN-Skripten Band 201, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2007
Erik Zimen: Der Wolf: Verhalten, Ökologie und Mythos [...]. Neuauflage, Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09742-0

Über angebliche Wolfsplagen

Walter Lung: Kottenheim ? ein Dorf und seine Landschaft. Louis Schreder, Mayen 1962
Nikolaus Kyll: Zur Trierer Wolfsprozession.. Landeskundliche Vierteljahrblätter. Trier 7.1961, H. 1, S. 16 ff. ISSN 0458-6905
Heinrich Strangmeier: Wolfsplagen und Wolfsjagden in Hilden und anderswo. Eine Sammlung von Quellen und Beiträgen zum Thema. Peters, Hilden 1977

Einzelnachweise [Bearbeiten]

? H. Okarma 1997: S. 11 ff.
? A wolf's dark pelt is a gift from the dogs. NewScientist, abgerufen am 9. April 2009.
? H. Okarma 1997: S. 11-12 und dort zitierte Literatur
? Dorit Urd Feddersen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-09863-9.
? Dinesh K. Sharma, Jesus E. Maldonado, Yadrendradev V. Jhala and Robert C. Fleischer: Ancient wolf lineages in India. Proc. R. Soc. Lond. B 2004 271, S1-S4
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? Ein Wolf macht Puchberg unsicher auf ORF vom 28. Oktober 2010 abgerufen am 28. Oktober 2010
? "Wölfe sind ein Kompliment an die Landschaft" - Gespräch mit Wolf-Experten Heinrich Dungler
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? Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 156-157
? Wolfsbüro Lausitz - Bestand in der Lausitz (abgerufen 28. Februar 2012)
? Volksstimme-Artikel Erste Daten zum Wolfs-Telemetrieprojekt
? Naturschutzbund Deutschland e.V. - Nachweis über neue Wolfsfamilie in der Lausitz
? Frankfurter Rundschau-Online: Der Wolf ist tot (14. April 2011)
? NABU.de (11. Januar 2011): Hessischer Wolf stammt aus den Alpen
? Bayerns Wolf: Ist er längst abgeschossen? (21. April 2011)
? taz-Artikel ?Wölfen soll es an den Pelz gehen?
? Wolfsbüro Lausitz - Dritter Jungwolf besendert
? Wolfsbüro Lausitz - Wolf Alan in Litauen (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Besenderter Wolf Alan sendet nicht mehr (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Zweiter Wolf in der Lausitz mit Halsbandsender
? Wolfsbüro Lausitz - Junger Wolf kehrt zum Rudel zurück
? Wolfskonzept Niedersachsen
? Wolfsrüde im Wendland erschossen, Artikel bei nabu.de
? ?Willkommen Wolf? im Westerwald
? Siehe S. 372: J.A. Massard: Wölfe in Luxemburg. In: Lëtzebuerger Almanach 1987, Luxemburg: 353-374. Siehe auch: J.A. Massard: Zum hundertsten Jahrestag der ersten Tollwutimpfung (II): Von Hunden und Wölfen. Tageblatt 1985, Nr. 159 (13. Jul.): 9.
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? Die Wölfe sind zurück - auf bmu.de (abgerufen am 7. September 2011)
? McNay M. E.: A case history of Wolf - Human encounters in Alaska and Canada. Wildlife Technical Bulletin, 2002
? Senem Tu?: Conflicts between humans and wolf: a study in Bozda?, Konya province, Turkey. 2005, S. 36 (online).
? Gylfagynning 12.
super-julia
05.04.12 um 18:31
Avatar von super-julia

Re: Brauchst du Credits?

Facebook (Eigenschreibweise: facebook; englisch ?Gesichtsbuch?) ist eine Online-Community zum Erstellen, Betreiben und Pflegen sozialer Netzwerke, die von dem amerikanischem Unternehmen Facebook Inc. mit Sitz im kalifornischen Menlo Park betrieben wird und in dessen Privatbesitz ist. Das Angebot wurde im Februar 2004 eröffnet. Inzwischen wird das Internetportal von Millionen von Menschen weltweit privat und beruflich genutzt und gehört zu den am häufigsten besuchten Netzwerkangeboten.[3] Im Januar 2012 verzeichnete Facebook weltweit rund 845 Millionen aktive Nutzer[4] und kündigte am 2. Februar den Börsengang an.[5]

Voraussetzung der Nutzung Facebooks ist eine Registrierung, woraufhin ein persönliches Profil angelegt wird. Facebook ermöglicht es jedem Benutzer, der nach eigenen Angaben zufolge mindestens 13 Jahre alt ist, ein Mit*** zu werden.[6]

Das Angebot steht wegen dessen Datenschutzpraktiken in der Kritik.[7] Hinzu kommen erhebliche Verstöße gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht.[8] Nach zahlreichen Beschwerden bei der irischen Datenschutzbehörde hat diese in einem ersten Bericht im Dezember 2011 die Datenschutzpraktiken von Facebook in 46 Punkten scharf kritisiert und Nachbesserungen gefordert.[9]





Inhaltsverzeichnis
[Verbergen] 1 Gründung
2 Geschichte
3 Funktionen 3.1 Anwendungen
3.2 Connect
3.3 Open Graph
3.4 Mobil
3.5 Orte
3.6 Chronik
3.7 Videoanrufe
3.8 Video-on-Demand

4 Technik 4.1 Infrastruktur

5 Seitenkategorien
6 Wirtschaftliche Lage 6.1 Geschäftsmodell
6.2 Kennzahlen
6.3 Finanzierung
6.4 Marktwert
6.5 Eigentümerstruktur

7 Mit***erentwicklung 7.1 Aktive Mit***er
7.2 Marktdurchdringung
7.3 Geschlechterquoten
7.4 Altersgruppen

8 Kritik 8.1 Generelle Kritik am Datenschutz bei Facebook
8.2 Anonyme Registrierung
8.3 Ausspionieren fremder Kontakte
8.4 Offenlegung privater Daten bei bloßer Kenntnis der E-Mail-Adresse
8.5 Personalisierte Werbung
8.6 Verwertung von Nutzerdaten
8.7 Auswertung/Nutzung durch Nachrichtendienste und Polizei
8.8 Veröffentlichung von privaten Nutzerdaten
8.9 Extremistische Einträge
8.10 Speicherung der Daten von Nicht-Mit***ern
8.11 Weitergabe der Benutzeridentitäten durch Facebook-Applikationen
8.12 Bösartige Scripte
8.13 Erschwertes Löschen des eigenen Nutzerkontos
8.14 Big Brother Award
8.15 Gesichtserkennungssoftware
8.16 Facebook-Partys
8.17 ?Gefällt mir?-Knopf und Fanseiten

9 Rechtsstreitigkeiten 9.1 studiVZ
9.2 ConnectU (Winklevoss-Zwillinge)
9.3 Grant Raphael
9.4 Datenschutzanzeigen gegen europäische Facebook-Zentrale
9.5 Verbraucherzentralen gegen Facebook

10 Jugendschutz
11 Sonstiges
12 Anhang 12.1 Literatur
12.2 Weblinks
12.3 Belege



Gründung [Bearbeiten]





Mark Zuckerberg (2005)
Die Plattform wurde 2004 von Mark Zuckerberg gegründet, der an der Harvard-Universität als Sop***re Psychologie und Informatik studierte. Er hatte zuvor Facemash, ein inoffizielles bebildertes Jahrgangsverzeichnis erstellt, bei dem Studenten die Bilder anderer Kommilitonen im Internet bewerten konnten. In Harvard war die offizielle Online-Umsetzung der offiziellen, gedruckten Jahrgangsverzeichnisse aufgrund von Datenschutzbedenken nur langsam in Gang gekommen. Das erweiterte Konzept verbreitete sich zunächst über die Ivy-League-Universitäten und anschließend weltweit.[10] Die Plattform erreichte im September 2011 rund 800 Millionen Mit***er weltweit.[11][12]

Geschichte [Bearbeiten]

Mark Zuckerberg entwickelte facemash.com, den Vorgänger von Facebook, im Oktober 2003, während er an der Harvard University war. Dem Harvard Crimson zufolge war diese Website vergleichbar mit der Website Hot or Not und stellte ein Bewertungssystem für Studenten am Campus dar.[13] Er stellte dazu die Fotos verschiedener Studentinnen, ohne eine Erlaubnis eingeholt zu haben, ins Netz und forderte die Besucher der Seite auf, die Attraktivität von je zwei zufällig ausgewählten Personen anhand ihrer Fotos zu bewerten. Nach massiven Protesten zog er die Seite wenige Tage später wieder zurück. Laut eigener Aussage wurde ihm durch diese Erfahrung bewusst, dass er bei zukünftigen Projekten mehr Wert auf Sicherheit legen und die Verletzung von Urheberrechten vermeiden müsse.[14]

Mark Zuckerberg gründete das Unternehmen am 4. Februar 2004[15] und entwickelte Facebook gemeinsam mit den Studenten Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes im Februar 2004 an der Harvard University ursprünglich nur für die dortigen Studenten. 2004 stieg Sean Parker (Mitbegründer von Napster) als Berater in das Facebook-Team ein und bekam 7 Prozent Anteile an Facebook. Nachdem Parker wegen Kokainbesitzes verhaftet worden war, war er dazu gezwungen, Facebook zu verlassen. Später wurde die Website für Studenten in den Vereinigten Staaten freigegeben. Weitere Expansionsschritte dehnten die Anmeldemöglichkeit auch auf High Schools und auf Unternehmensmitarbeiter aus. Im September 2006 konnten sich auch Studenten an ausländischen Hochschulen anmelden, später wurde die Seite für beliebige Nutzer freigegeben. Im Frühjahr 2008 wurde die Website neben Englisch auch in den Sprachen Deutsch, Spanisch und Französisch angeboten,[16] ab zweitem Quartal 2008 folgten weitere Sprachen, sodass heute über 80 Lokalisierungen angeboten werden.

Funktionen [Bearbeiten]

Jeder Benutzer verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Notizen/Blogs veröffentlichen. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten. Freunde können zu Gruppen und Events eingeladen werden. Facebook verfügt zudem über einen Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können. Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten, z. B. neue Pinnwandeinträge auf den Profilseiten von Freunden informiert. Die Benutzer auf Facebook sind in Universitäts-, Schul- und Arbeitsplatznetzwerke eingeteilt.

Anwendungen [Bearbeiten]

Das Unternehmen öffnete im Mai 2007 seine Plattform für Anwendungen von Drittanbietern. Entwicklern steht über die Facebook Platform eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, mit der sie Programme schreiben können, die sich dem Design von Facebook anpassen und nach Erlaubnis der Nutzer auf deren Daten zugreifen können.[17] Facebook-Mit***er können die angebotenen Programme in ihre Profilseiten integrieren. Die Bandbreite umfasst Spiele und andere Kommunikationsanwendungen. Nach Unternehmensangaben waren im Oktober 2009 mehr als 350.000 Applikationen verfügbar.[18] Allerdings erreicht nur ein kleiner Teil davon mehr als 100.000 Nutzer im Monat. Mit über 49 Millionen aktiven Nutzern[19] ist das Onlinespiel CityVille die derzeit beliebteste Facebook-Applikation.

Beobachter bewerten die Öffnung der Plattform als wichtigen Schritt, um die Attraktivität von Facebook zu erhöhen und damit die Nutzerzahl zu steigern.[20] Allerdings wuchs das Angebot derart rasant, dass Nutzer über die Unübersichtlichkeit klagten. Einige Applikationen sind vor allem darauf ausgelegt, sich möglichst schnell zu verbreiten. Um dem entgegenzuwirken, werden Rückmeldungen von Nutzern ausgewertet und gegebenenfalls Anwendungen gesperrt, die gegen die Richtlinien verstoßen.

Connect [Bearbeiten]

Mit Facebook Connect bietet das Unternehmen eine Lösung zur Einmalanmeldung an. Registrierte Nutzer können über diese Funktion ihre Anmeldedaten auf anderen Websites verwenden, ohne sich dort registrieren zu müssen. In bestimmten Fällen ist es zudem möglich, Inhalte wie das Profil, Fotos, Kontaktlisten und Kommentare mitzunehmen. Im Gegenzug zeigt Facebook Aktivitäten in den jeweiligen Portalen in seinem eigenen Angebot an, sodass die Freunde eines Mit***s diese sehen können.[21]

Nach einer Testphase ging der Anmeldedienst im Dezember 2008 an den Start. Mittlerweile unterstützen ihn nach Unternehmensangaben mehr als 240.000 Websites und Geräte, mehr als 60 Millionen Nutzer greifen jeden Monat darauf zu.[22] Unter den Kooperationspartnern sind namhafte Unternehmen wie Yahoo!, Lufthansa, die Washington Post oder in Deutschland das Online-Portal Bild.de.[23]

Auch mehrere Spielkonsolen verwenden den Anmeldedienst. Nutzer der mobilen Konsole Nintendo DSi können beispielsweise mit der integrierten Kamera gemachte Bilder auf Facebook hochladen. Die Xbox 360 erlaubt seit einer Aktualisierung den direkten Zugriff auf das Netzwerk. Mit der PlayStation 3 können Spieler Transaktionen im PlayStation-Store und neu erhaltene Trophäen auf der persönlichen Facebook-Seite anzeigen lassen.

Der Nachfolger von Facebook Connect, das Open Graph protocol, wurde 2010 auf der f8-Entwicklerkonferenz vorgestellt.[24]

Open Graph [Bearbeiten]

Das Open Graph protocol ist der Nachfolger der Schnittstelle Facebook Connect und bietet Entwicklern Zugang zur Facebook-Plattform. Über die API können Entwickler auf einfache Weise auf die Daten des sozialen Netzwerks zugreifen und eigene Anwendung programmieren. Im Rahmen der f8-Entwicklerkonferenz 2010[24] hat Facebook verschiedene vorprogrammierte Lösungen für externe Websites vorgestellt, die sogenannten sozialen Erweiterungsmodule (englisch ?Social Plugin?). Über diese Plug-ins können Website-Betreiber einfach kleine Anwendungen mit minimalem Programmieraufwand im eigenen Portal integrieren.[25] Die beliebtesten Plug-ins sind der Like Button, die Like Box und die Facebook Comment Box. Des Weiteren existieren Anwendungen für Empfehlungen, einen ?Activity Stream? oder die Anmeldung mit Facebook.[26]

Abgesehen von diesen vorprogrammierten Lösungen kann jeder Entwickler selbst mit dem Open Graph seinen Webauftritt erweitern und mit Facebook verbinden. Die Daten des Nutzers erhält eine Website allerdings erst dann, wenn der Nutzer dies ausdrücklich selbst autorisiert hat. So ist z. B. Einmalanmeldung über Facebook ohne Weiteres möglich. Die konkreten Anwendungsfälle des Open Graphs können sehr unterschiedlich sein, da jeder Entwickler selbst ent***t, wie er konkret mit den Daten umgeht.

Bereits wenige Tage nach der Vorstellung des Open Graphs wurden die Funktionen auf über 100.000 Websites eingebunden.[27] Mittlerweile nutzen über eine Million Websites die verschiedenen Funktionen des Open Graphs.[28]

Mobil [Bearbeiten]

Spezielle Facebook-Clients sind mittlerweile für verschiedene mobile Plattformen verfügbar (Windows Mobile, BlackBerry, Apple iPhone/iPod touch, S60, Android, HP webOS, bada etc.). Außerdem gibt es drei mobile Portale für mobile Browser mit und ohne Sensorbildschirm-Unterstützung, sowie einer rein textbasierenden Seite, die aus einigen ausgewählten Handynetzen kostenlos erreichbar ist.[29][30]

Des Weiteren besteht ein Angebot zur Statusaktualisierung und verschiedenen anderen Funktionen per SMS, welcher jedoch in Deutschland nur aus dem O2-Netz funktioniert. In Österreich werden A1 und 3 unterstützt. Der Versand der Kurznachricht an die Nummer 2665 (BOOK) bzw. 13225 in Österreich kostet den normalen SMS-Tarif. Der Empfang der Nachrichten von Facebook (z. B. Statusmeldungen, neue Nachrichten usw.) ist kostenlos. Zum Freischalten muss eine Kurznachricht mit dem Buchstaben ?f? an die 2665 gesendet werden, anschließend erhält der Nutzer einen Code auf dem Mobiltelefon, den er bei Facebook angeben muss und die Nummer daraufhin freigeschaltet wird.

Seit dem 1. September 2010 ist es, wie bereits längere Zeit in anderen Ländern, aus dem gesamten E-Plus-Netz möglich, unter dem Dienst Facebook Zero (durch den Aufruf der Adresse 0.facebook.com) kostenlos auf Facebook zuzugreifen. Dabei werden jedoch keine Bilder oder andere Multimedia-Inhalte angezeigt. Zum Anzeigen dieser muss auf die gewöhnliche mobile Seite gewechselt werden, wodurch ohne Pauschaltarif Internetkosten entstehen.[29]

Am 13. Oktober 2010 hat Facebook eine Funktion zum Einrichten von Einmal-Passwörtern eingerichtet. Der Nutzer muss zuvor seine Handynummer im Portal freigeschaltet haben. Durch den Versand einer Kurznachricht mit dem Inhalt otp an die 2665 wird der Nutzer anhand der Handynummer identifiziert und ihm ein temporäres Passwort zugeschickt, das 20 Minuten lang gültig ist. Dieses Verfahren soll mehr Sicherheit bei der Benutzung von öffentlichen Internetzugängen gewährleisten.

Orte [Bearbeiten]

Mitte August 2010 stellte Mark Zuckerberg eine zusätzliche Funktion vor: Facebook-Orte (englisch ?Facebook Places?).[31] Diese Erweiterung ermöglicht den Nutzern anderen mitzuteilen, wo sie sich gerade befinden und mit wem sie gerade zusammen sind. Außerdem kann sich ein Nutzer anzeigen lassen, welche Freunde gerade ihren Standort mitgeteilt haben.[32] Dieser standortbezogene Dienst stellt eine Adaption der Gowalla- und Foursquare-Funktion dar und wurde zunächst nur in den Vereinigten Staaten gestartet. Die Einführung des Dienstes in Deutschland fand am 5. Oktober 2010 statt. Die Funktion ist nur in den Facebook-Anwendungen und über die Facebook-Website für Smartphones verfügbar.

Seit dem 3. November 2010 bietet Facebook mit dem neuen Produkt Deals Marketingmöglichkeiten für lokale Unternehmen.[33] Der Dienst heißt in der deutschen Version ?Facebook-Angebote? und wurde am 31. Januar 2011 in Deutschland vorgestellt.[34] Beim Start des neuen Dienstes haben verschiedenste Unternehmen mitgewirkt und Rabatte angeboten.[35]

Chronik [Bearbeiten]

Am 16. Dezember 2011 wurde die Funktion Chronik (englisch ?Timeline?) freigeschaltet. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, mit Facebook einen Lebenslauf zu erstellen.[36]

Videoanrufe [Bearbeiten]

In Kooperation mit Skype stellt Facebook die Funktion unter dem Motto ?Manchmal sind Emoticons einfach nicht genug? vor. Hiermit soll es möglich sein, eine Videokonferenz mit Freunden und Bekannten, die eine Webcam besitzen, herzustellen. Diese Funktion ist seit dem 1. September 2011 für alle Nutzer in Deutschland verfügbar.

Video-on-Demand [Bearbeiten]

Im Februar 2012 ging Facebook eine Kooperation mit dem Video on Demand Portal Prescreen ein. Diese werden nach und nach Independent Filme auf Facebook und Prescreen.com zeigen. Den Anfang machte Jeremiah Sayys Thriller Of Silence.[37]

Technik [Bearbeiten]

Facebook betreibt in seinen Rechenzentren CentOS-Server ? früher mit Apache, heute mit einer eigenen HTTP-Server-Software ?, sowie mit PHP und einem selbst entwickelten Datenbanksystem namens Cassandra. Eine Anbindung von externen Clients an die interne Chat-Plattform wird über das XMPP-Protokoll realisiert, wobei die Kommunikation zu anderen XMPP-Servern unterbunden wird. Zahlreiche Eigenentwicklungen aus der Installation werden als freie Software veröffentlicht: die Datenbank Cassandra, HipHop, Tornado, Thrift, Scribe ?[38] Als ?Gold?-Sponsor des Apache-Projektes fördert Facebook die freie Software auch finanziell mit 40.000 US-Dollar jährlich.

Infrastruktur [Bearbeiten]

Jeff Rothschild gab in einer Präsentation Anfang Oktober 2009 bekannt, dass die Infrastruktur von Facebook aus 30.000 Servern bestehe.[39] Anhand einer im Juni an der Velocity Conference von Tom Cook (Facebook) veröffentlichten Präsentation dürfte die Anzahl der in der Infrastruktur genutzten Server sich innerhalb von neun Monaten auf rund 60.000 verdoppelt haben.[40]

Seitenkategorien [Bearbeiten]

Facebook bietet nicht nur Privatpersonen die Möglichkeit, eine Seite zu erstellen und zu betreiben, sondern hat auch ein breit gefächertes Angebot für Künstler, bekannte Personen, Unternehmen und Marken.

Facebook unter***t folgende Seitenkategorien:[41]
Lokales Unternehmen oder Ort;
Unternehmen, Organisation oder Institution;
Marke oder Produkt;
Künstler, Band oder öffentliche Person;
Unterhaltung;
Anliegen oder Gemeinschaft.

Derartige Auftritte sind Teil des Social-Media-Marketings bzw. der Public-Relations-Aktivitäten. Mögliche Ziele der Auftritte:
den Aufbau und die Pflege eines positiven Markenimages zu begünstigen,
die Bekanntheit zu steigern,
die Besucherzahlen einer Website zu optimieren,
die Kundenakquisition positiv zu beeinflussen (Word-of-Mouth; Empfehlungsmarketing),
die Kundenbindung zu erhöhen,
Produkte/Dienstleistungen/Angebote weiterzuentwickeln (Innovationsmanagement; z. B. Diskussion von möglichen Produkteigenschaften) und
potenzielle Mitarbeiter zu rekrutieren (Social Recruiting; Einblick in die Unternehmenskultur).

In der Regel gelingt die Akquisition von Fans auf Facebook einfacher, je emotionaler ein Produkt oder Dienstleistung ist. Selbstverständlich hat der Bekanntheitsgrad des Produktes einen überaus hohen Einfluss auf den Erfolg einer Seite.

Wirtschaftliche Lage [Bearbeiten]

Facebook hat nach der Gründung im Jahr 2004 in mehreren Runden rund 1,24 Milliarden Dollar Kapital zur Finanzierung erhalten. Das Geschäftsmodell basiert vor allem auf Werbung, Gebühren für die Mit***schaft schließt das Unternehmen aus. Im Februar 2010 wurde in Hamburg die erste Deutschland-Filiale eröffnet, um die Zusammenarbeit von Marken und Unternehmen mit Kunden oder Fans auf Facebook zu verbessern. Die Deutschland-Filiale firmiert als Facebook Germany GmbH.[42]

Geschäftsmodell [Bearbeiten]

Die Facebook-Nutzung ist für Mit***er kostenlos. Einnahmen soll vor allem das Werbegeschäft bringen. In den Vereinigten Staaten hat das Unternehmen den größten Anteil am Markt für Bannerwerbung (Stand: November 2010).[43] Im Dezember 2010 wurde bekannt, dass Facebook in seinem Dienst neue E-Commerce-Angebote integrieren möchte.[44] Dieser Social-Shopping-Marktplatz soll eine Alternative zum klassischen Online-Shopping darstellen, aber auch neue Mit***er anlocken und zudem höhere Werbeeinnahmen generieren.[45]

Kennzahlen [Bearbeiten]

Da das Unternehmen nicht börsennotiert ist und eingeschränkten Publikationspflichten unterliegt, sind keine genauen Geschäftszahlen bekannt. Medien berichteten, dass der Umsatz 2008 rund 300 Millionen Dollar betrug, 2009 rund 800 Millionen Dollar.[46] Für 2010 erwarte das Unternehmen einen Umsatz von rund 2 Milliarden Dollar, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg.[47] Ob das Unternehmen Gewinne schreibt, ist nicht bekannt. Facebook erklärte im September 2010 aber, im damals abgelaufenen Quartal einen positiven Cashflow erreicht zu haben.[48] Anfang 2011 wurden vertrauliche Kennzahlen bekannt, die nur an Investoren verteilt wurden. Für die ersten neun Monate 2010 soll Facebook 355 Millionen US-Dollar netto verdient haben, bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Geschäftszahlen seien jedoch nicht von einer Revisionsstelle geprüft worden. Das Unternehmen soll 50 Milliarden US-Dollar wert sein.[49][50]

Finanzierung [Bearbeiten]

Facebook hat in mehreren Finanzierungsrunden rund 1,24 Milliarden Dollar Kapital eingesammelt. Der erste Investor war der Internet-Unternehmer Peter Thiel. Auch der Softwarekonzern Microsoft hat sich an dem Unternehmen beteiligt. Das russische Investment-Unternehmen Mail.ru Group (früher Digital Sky Technologies) schoss in mehreren Schritten knapp 500 Millionen Dollar hinzu. Im Januar 2011 beteiligte sich nach einem bislang unbestätigten Bericht der New York Times auch die US-Investmentbank Goldman Sachs mit rund 400 Millionen Dollar. Das Geldhaus soll zudem eine besondere Anlageform entwickeln, über die ausgewählte Kunden in Facebook investieren können. So sollen weitere 1,5 Milliarden Dollar zusammenkommen.[51] Mehrere Konzerne, darunter Yahoo und Viacom, versuchten, Facebook vollständig zu übernehmen, die Gründer lehnten jedoch alle Angebote ab.[52] Der Börsengang wurde am 1. Februar 2012 beantragt und soll bis zu 5 Milliarden Dollar erlösen. [53]

Finanzierungsrunden



Datum

Investor

Summe

Quelle



2004

Eduardo Saverin

19.000 USD




Juni 2004

Peter Thiel

500.000 USD



Mai 2005

Accel Partners (Investmen***rnehmen)

12,7 Mio. USD



April 2006

Konsortium geführt von Greylock Partners (Investmen***rnehmen)

27,5 Mio. USD

[54]



Oktober 2007

Microsoft

240 Mio. USD




November 2007

Li Ka-shing

60 Mio. USD



Mai bis Dezember 2009

Mail.ru Group

400 Mio. USD

[55][56]



Januar 2011

Goldman Sachs, Mail.ru Group

500 Mio. USD

[51]


Mit der Einführung einer neuen Aktienstruktur ? die den bisherigen Anteilseignern mehr Kontrolle sichert ? hat das Unternehmen einen möglichen Börsengang vorbereitet.[57]

Marktwert [Bearbeiten]

Da Facebook bisher nicht börsennotiert war, konnte der Marktwert nur grob ermittelt werden, etwa anhand von Investitionen in das Unternehmen oder dem Handel von Mitarbeiteraktien auf dem Sekundärmarkt.[58] Im Januar 2011 wurde der Marktwert auf ca. 50 Milliarden US-Dollar taxiert[59][60][61] und könnte sich nach dem Börsengang noch einmal verdoppeln.[5]

Eigentümerstruktur [Bearbeiten]

Größte Anteilseigner sind Mark Zuckerberg (24 %), Chris R. Hughes (12 %), Digital Sky Technologies (6,9 %),[62] Dustin Moskovitz (6 %), Peter Thiel (5,1 %), Eduardo Saverin (5 %)[63] und Microsoft (1,6 %).

Im Januar 2011 wurde bekannt, dass Goldman Sachs 450 Millionen Dollar in Facebook investiert hat und Digital Sky Technologies weitere 50 Millionen.[64] Der Wert des sozialen Netzwerks wird mit dem Deal auf 50 Milliarden Dollar (37 Milliarden Euro) gesteigert.[64] Die Beteiligung von Goldmann Sachs entspräche also ca. 0,9 %.

Mit dem Geschäftsabschluss wurde bekannt, dass Goldman Sachs zusätzlich bis zu 1,5 Milliarden Dollar von weiteren Investoren für Facebook einsammeln werde.[64] Digital Sky Technologies hatte vorher bereits eine halbe Milliarde Dollar in das soziale Netzwerk investiert,[64] Microsoft hatte im Jahr 2007 bei einem geschätzten Firmenwert von 15 Milliarden US-Dollar für seine 1,6 % 250 Millionen Dollar gezahlt.[65]

Mit***erentwicklung [Bearbeiten]

Aktive Mit***er [Bearbeiten]

Im Dezember 2011 meldeten sich insgesamt 798,9 Millionen Mit***er mindestens ein Mal mit einem eigenen Account bei Facebook an. Dies entspricht einem Wachstum von 214,6 Millionen (+36,7 %) gegenüber Dezember 2010, Asien wies Ende 2011 mit 214,7 Mio. Personen die höchste Mit***eranzahl auf, gefolgt von Europa (193 Mio.), Nordamerika (174,5 Mio.), Süd- und Mittelamerika (148,5 Mio.) sowie Afrika (55,2 Mio.) und Ozeanien (13,0 Mio.). [66]

Länderübersicht [66]




Mit***erstärkste Länder



Lf.

(Vorjahr)

Land

Mit***er



1.

(1.)

USA

157,4 Mio.



2.

(2.)

Indonesien

41,8 Mio.



3.

(7.)

Indien

41,4 Mio.



4.

(15.)

Brasilien

35,2 Mio.



5.

(8.)

Mexiko

31,0 Mio.



Mit***erschwächste Länder*



Lf.

Land

Mit***er



211.

Vatikan

<20



210.

Aland

100



209.

Amerikanisch Samoa

180



208.

Nauru

360



207.

Guernsey

420



Deutschland rangierte Ende 2011 mit 22,1 Mio. Mit***ern auf Rang 10, die Schweiz mit 2,73 Mio. auf Rang 49 und Österreich mit 2,68 Mio auf Rang 50. [66]

* Bei Facebook werden insgesamt 211 Länder ausgewiesen. Die Auflistung spiegelt jedoch nicht das offizielle UNO-Länderverzeichnis wider. Neben einer Vielzahl von Ländern, welche von der UNO nicht als eigenständige Länder anerkannt sind, gibt es auf der anderen Seite eine Reihe von UNO-anerkannten Ländern, die bei Facebook nicht zur Wahl stehen: Die Elfenbeinküste, Guinea, Iran, Kuba, Liberia, Montserrat, Myanmar (Burma), Nordkorea, Simbabwe, Sudan und Syrien.

2011 verzeichnete Süd-/Mittelamerika mit einem Wachstum von 77,3 % die stärkste Zuwachsrate, gefolgt von Afrika (+62,3 %), Asien (+56,4 %), Europa (+25,7 %), Ozeanien (+10,9 %) und Nordamerika (+6,3 %). Das stärkste absolute Wachstum vermochte Brasilien mit 26,4 Mio. zu verzeichnen, gefolgt von Indien (+24,1 Mio.), Mexiko (+12,7 Mio.), den USA (+10,4 Mio.) und Indonesien (+10,0 Mio.). Deutschland wies mit 8,2 Mio. (+58,8 %) das insgesamt sechststärkste Wachstum auf. In Österreich kamen 421.000 Mit***er (+18,6 %) und in der Schweiz 244.000 Personen (+9,8 %) dazu. [66]

Marktdurchdringung [Bearbeiten]

Die weltweite Marktdurchdringung (Verhältnis der Facebook-Mit***er zur gesamten Bevölkerung) betrug Ende 2011 11,7 %. Im kontinentalen Vergleich weist Nordamerika mit einer Dichte von 50,3 % den höchsten Wert auf, gefolgt von Ozeanien (35 %), Europa (26,1 %) und Süd-/Mittelamerika (24,9 %). Das Schlusslicht bilden Afrika (5,3 %) und Asien (5,1 %). [66]

Länderübersicht [66]




Dichteste Marktdurchdringung (MD)



Lf.

Land

MD



1.

Monaco

103,9 %*



2.

Island

66,1 %



3.

Gibraltar

65,4 %



4.

Färöer Inseln

61,7 %



5.

Brunei

58,3 %



Geringste Marktdurchdringung



Lf.

Land

MD



211.

China

0,04 %



210.

Turkmenistan

0,2 %



209.

Amerikanisch Samoa

0,3 %



208.

Niger

0,3 %



207.

Burundi

0,4 %



Die USA weisen eine MD von 50,6 % auf, Indonesien 17,6 % und Indien 3,4 %. Weitere Länderwerte: Deutschland 27,1 %, Schweiz 35,0 %, Österreich 32,0 %, GB 49,3 %, Italien 34,5 %, Japan 4,9 % und Russland 4,9 %. [66]

*Im Dezember 2011 haben sich effektiv mehr Personen bei Facebook eingewählt als die Gesamtzahl der registrierten Einwohner Monacos.

Geschlechterquoten [Bearbeiten]

Die aktiven User teilen sich in 377,7 Mio. Frauen und 410,7 Mio. Männer auf. Die weltweite Frauenquote beträgt 47,9 %. Der Geschlechteranteil variiert jedoch sowohl im Kontinental- als auch im Ländervergleich maßgeblich. In vier der sechs Kontinente überwiegt der Frauenanteil sogar, während im bevölkerungs- und mit***erstärksten Kontinent Asien ein klares Männerplus besteht. Nordamerika weist mit einem Anteil von 54,6 % den höchsten Frauenanteil auf, gefolgt von Ozeanien (53,8 %), Süd-/Mittelamerika (51,2 %) und Europa (50,1 %), während Asien (40,5 %) und Afrika (37,8 %) klar höhere Männeranteile aufweisen. [66]

Länderübersicht [66]




Höchste Frauenquoten



Lf.

Land

Frauenquote



1.

Tonga

58,0 %



2.

Französisch Polynesien

55,7 %



3.

Lettland

55,6 %



4.

Moldawien

55,5 %



5.

Bahamas

55,4 %



Höchste Männerquoten



Lf.

Land

Männerquote



1.

Vatikan

100 %



2.

Afghanistan

84,2 %



3.

Niger

78,9 %



4.

Jemen

76,6 %



5.

Guinea

76,4 %



Die USA weisen eine Frauenquote von 54,8 % auf, Indonesien 40,7 % und Indien 27,4 %. In Deutschland (48,1 % Frauenanteil), Österreich (48,7 %) und in der Schweiz (47,8 %) sind die Geschlechterquoten ähnlich ausgeprägt wie in der weltweiten Verteilung. [66]

Altersgruppen [Bearbeiten]

Der weltweite Altersdurchschnitt aller Facebook-User betrug Ende 2011 29,4 Jahre. Während das Durchschnittsalter in Nordamerika, Ozeanien und Europa zunimmt, wird das weltweite Durchschnittsalter durch die hohen Wachstumsraten in Asien und Süd-/Mittelamerika voraussichtlich sinken. Nordamerika weist mit 34,0 Jahren den höchsten kontinentalen Altersdurchschnitt auf, gefolgt von Ozeanien mit 32,1 Jahren und Europa (30,8 Jahre). Süd-/Mittelamerika liegt mit 27,4 Jahren bereits klar unter dem weltweiten Durchschnitt, ähnlich wie Afrika (27,3 Jahre). Den tiefsten Wert weist Asien mit 26,0 Jahren auf. [66]

Länderübersicht [66]




Höchstes Durchschnittsalter



Lf.

Land

Alter



1.

Färöer-Inseln

34,4 Jahre



2.

Island

34,3 Jahre



3.

Kanada

34,1 Jahre



4.

USA

34,0 Jahre



5.

Dänemark

33,6 Jahre



Tiefstes Durchschnittsalter



Lf.

Land

Alter



1.

Vietnam

23,7 Jahre



2.

Indonesien

23,9 Jahre



3.

Palästina

23,9 Jahre



4.

Kambodscha

24,2 Jahre



5.

Aserbaidschan

24,3 Jahre



Das Durchschnittsalter in Deutschland betrug Ende 2011 29,7 Jahre, in der Schweiz 31 Jahre und in Österreich 29,4 Jahre. [66]

Kritik [Bearbeiten]

Generelle Kritik am Datenschutz bei Facebook [Bearbeiten]

Facebook steht regelmäßig für seine Datenschutzpraktiken in der Kritik. Besonders hervorzuheben ist hierbei ein Bericht der Stiftung Warentest, der den Datenschutz zehn führender sozialer Netzwerke miteinander vergleicht. Facebook belegt hierin zusammen mit LinkedIn und Myspace die hintersten Plätze aufgrund ?erheblicher Mängel? beim Datenschutz.[67]

Oft berufen sich Facebook-Befürworter darauf, dass ein guter Datenschutz bei sozialen Netzwerken systembedingt kaum möglich sei. Allerdings zeigen andere soziale Netzwerke wie studiVZ und schülerVZ laut dem Test, dass ein deutlich besserer Umgang mit Nutzerdaten durchaus möglich ist.[67]

Anonyme Registrierung [Bearbeiten]

Auf Facebook ist es möglich, sich mit einer fiktiven Identität anzumelden. Der Nutzer wird jedoch ausdrücklich dazu aufgefordert, sich mit seinem echten Vor- und Nachnamen sowie seinem Geburtsdatum anzumelden. Die Eingabe von zwei Namen (also Vor- und Nachname) ist erforderlich. Zwar findet keine Überprüfung eines Benutzers statt, obwohl das etwa über die Handynummer möglich wäre, jedoch löschte Facebook schon mehrmals in automatisierter Form ohne Vorwarnung Profile mit ungewöhnlichen Namen, hinter denen Fakes vermutet wurden.[68] Dadurch wurden auch Profile real existierender Personen gelöscht. Die Veröffentlichung von persönlichen Daten ist den Nutzern freigestellt. Andererseits wird nicht verhindert, dass Nutzer mehrere Profile anlegen. Facebook selbst schätzt, dass fünf bis sechs Prozent der angemeldeten Konten entweder nicht echt sind oder von einem Nutzer doppelt angelegt wurden. Das entspricht in Summe einer Zahl von bis zu 50 Millionen Fake-Accounts.[69]

Ausspionieren fremder Kontakte [Bearbeiten]

Bei der Eröffnung eines Facebook-Kontos wird nicht sofort überprüft, ob die Person der Besitzer der angegebenen E-Mail-Adresse ist. So kann der Anmelder eine fremde E-Mail angeben und über die Funktion ?Freunde finden? 20 Personen sehen, mit welchen der E-Mail-Besitzer Kontakt hatte.[70] Um das zu verhindern, müssten zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden, da auch E-Mail-Anbieter eine automatische Kontaktverbindung über Facebook eingebaut haben. Auch lassen sich über die Funktion ?Freunde finden? die Kontakte beobachten, die andere Nutzer bei Facebook haben, sofern das nicht durch besondere Einstellungen im Profil versteckt worden ist.

Offenlegung privater Daten bei bloßer Kenntnis der E-Mail-Adresse [Bearbeiten]

Facebook hat eine Kooperation mit den Mailprovidern GMX und Web.de. Wenn z. B. ein GMX-Nutzer Nachrichten an eine E-Mail-Adresse eines Facebook-Nutzers schreibt, wird der GMX-Nutzer darüber informiert, dass der Empfänger seiner E-Mail bei Facebook registriert ist. Während der Registrierung bei Facebook wird darauf nicht hingewiesen. In den häufig gestellten Fragen von GMX gibt es seit längerer Zeit einen Eintrag, der den Zusammenhang erläutert und eine Anleitung enthält, wie diese Funktion in den Einstellungen von Facebook deaktiviert werden kann.[71] Aktuell weist GMX auf folgendes hin: ?Standardmäßig ist bei neuen Facebook-Accounts die Erstellung eines sogenannten "öffentlichen Sucheintrags" aktiviert.?[72]

Personalisierte Werbung [Bearbeiten]

Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Nutzerprofilen von mehr als 50 Millionen registrierten Nutzern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen persönliche Daten der Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Lieblingsbeschäftigungen, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und -filmen umfassen die bereitgestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.

Dagegen wendet sich in den Vereinigten Staaten erste Kritik, wie von Facebook-Nutzer Nate Weiner im Gespräch mit AP: ?Was wäre, wenn du ein Buch bei Amazon kaufst, das ?Der Umgang mit Aids? heißt, und jeder einzelne deiner Freunde erfährt davon?? Denn das Problem ist, dass nun ein Unternehmen immer mehr persönliche, schlecht zu kontrollierende Angaben seiner Kunden (mit deren formeller Erlaubnis) speichert, das aber im Alltag nicht bewusst macht.[73]

Ein Artikel im Guardian vom 14. Januar 2008 kritisierte die Gründer und Besitzer des Unternehmens in zahlreichen Punkten. Unter anderem zeigte er auf, wie die libertäre Gesinnung des Investors Peter Thiel, eines aus Deutschland stammenden Hedgefonds-Managers, einen Einfluss auf die Funktionsweise und Ausrichtung des Unternehmens haben könnte.[74]

Verwertung von Nutzerdaten [Bearbeiten]

Facebook änderte im Februar 2009 die Nutzungsbedingungen (englisch ?Terms of Service?) dahin gehend, dass das Unternehmen die Daten von Mit***ern zeitlich unbegrenzt verwenden durfte ? auch nach Löschung bzw. Deaktivierung eines Nutzerkontos. Die Regelung betraf beispielsweise Kommentare, Fotos und Videos.[75] Nach massiven Protesten von Nutzern, Daten- und Verbraucherschützern wurden die Regeln zunächst wieder auf den Stand vor den Änderungen zurückgesetzt.[76] Zudem kündigte das Unternehmen an, in bestimmten Fällen seine Nutzer künftig über Regeländerungen abstimmen zu lassen.[77] Im April 2009 stellte Facebook modifizierte Nutzungsbedingungen zur Abstimmung, in denen Nutzern der Besitz ihrer Informationen zugesichert wird. Eine Mehrheit der Teilnehmer befürwortete die neuen Regeln.[78] Obwohl die Inhalte (z. B. Fotos) im Besitz der Nutzer bleiben, erhält Facebook das Recht, alle Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben.[79] Auch nach der Änderung der Nutzungsbedingungen kommt Facebook immer wieder wegen seiner lockeren Datenverwertung in die Schlagzeilen. So speichert das Unternehmen nach einer Aktualisierung auf dem Mobiltelefon Kontaktdaten. Aber auch über eine Suchfunktion, über die Mit***er die noch nicht gefundenen Freunde auf Facebook mit den Daten aus der E-Mail-Kontaktliste des E-Mail-Anbieters abgleichen und finden können, werden Daten von Nicht-Mit***ern dauerhaft und ungefragt gespeichert.[80] Zuletzt wurden die Nutzungsbedingungen von Facebook indirekt durch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Köln bestätigt. Ein Nutzer hat ein Foto von sich in seinem Nutzerprofil veröffentlicht. Eine Personensuchmaschine hatte dieses übernommen. Das Oberlandesgericht Köln wies die auf Unterlassung gerichtete Klage des Nutzers mit der Begründung zurück, dass dieser mit der Einstellung seines Fotos seine Einwilligung in einen Zugriff durch die Personensuchmaschine zumindest konkludent erklärt hätte. Zudem hätte er von der ihm von Facebook in den Nutzungsbedingungen eingeräumten Möglichkeit der Sperre gegenüber Suchmaschinen keinen Gebrauch gemacht, auf die das Gericht ausdrücklich verwiesen hat.[81][82]

Auswertung/Nutzung durch Nachrichtendienste und Polizei [Bearbeiten]

Nutzer von Facebook stimmen mit der Annahme der Datenschutzbestimmungen von Facebook automatisch der Nutzung und Verwendung aller Personendaten von mit Facebook kooperierenden Partnern zu. Hierzu gehören ? nach Aussage seriöser Pressequellen über verdeckte Nutzerprofile ? auch deutsche und ausländische Polizeibehörden sowie die CIA und staatliche Stellen der USA über den Zugang als Miteigentümer des Netzwerkes. Das erklärte politische Ziel der USA ist es, Touristen bereits vor einer Einreise in die USA überprüfen zu können.

So berichtete Anfang 2008 die Presse,[83][84][85] dass die Finanzierung von Facebook über Firmenbeteiligungen des CIA bzw. des Heimatschutzministeriums auch eine Zusammenarbeit von Facebook mit den Nachrichtendiensten der USA nahe legten. So soll Facebook bereits im Jahr 2005 von dem als Tarn- und Beteiligungsfirma des CIA tätigen Unternehmen Accel Partners Geld erhalten haben. Von dem dort als Vorstand verantwortlichen Gilman Louie ist gleichzeitig eine Vorstandstätigkeit bei der Firma In-Q-Tel bekannt, welche im Jahr 1999 von der CIA gegründet wurde, um mit dem Aufbau einer globalen Datenbank zur Einreisekontrolle zu beginnen. Auch die Firma Greylock Venture gehörte zu den frühen Investoren von Facebook. Howard Cox, Seniorpartner dieses Unternehmens, war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Aufsichtsrat von In-Q-Tel tätig. Die US-Geheimdienste können Facebook in ihrer Rolle als Minderheitseigner professioneller durchsuchen und ein hochwertigeres Datamining für geheimdienstliche Zwecke liefern als über verdeckte Nutzerprofile, da für sie als Miteigentümer ähnlich wie für Drittfirmen mit Entwicklerzugang für die Programmierung eigner Apps, ein qualitativ hochwertigerer Zugriff auf die Nutzerdaten möglich ist und nicht die Profilbeschränkungen zur Sichtbarkeit der Inhalte gelten, wie für regulär angemeldete Teilnehmer.

Mitte 2009 wurde bekannt, dass die iranische Polizei Facebook-Profile verwendet, um bei Verhören den Freundeskreis von Regimegegnern und Demonstranten auszumachen und namentlich zu identifizieren.[86]

In Deutschland nutzen Bundeskriminalamt, Bundespolizei und Zoll Facebook für offene wie auch verdeckte Ermittlungen.[87] In einigen deutschen Ländern nutzt die Polizei die in Facebook veröffentlichten Profilbilder zur Ermittlung von Verkehrssündern.[88][89]

Veröffentlichung von privaten Nutzerdaten [Bearbeiten]

Im November 2009 veränderte Facebook die Standardeinstellungen zur Privatsphäre. Die Voreinstellungen sind nun so, dass möglichst viele Informationen öffentlich sichtbar sind. Darüber hinaus waren bestimmte Informationen, darunter Name, Profilfoto, Freunde und Gruppenzugehörigkeiten seitdem immer öffentlich sichtbar, auch wenn Nutzer zuvor andere Einstellungen vorgenommen hatten ? die früheren Schutzmöglichkeiten waren bei diesen Punkten entfallen. Im Mai 2010 wurden diese Missstände durch umfassende Veränderung und Vereinfachung der Privatsphären-Einstellungsmöglichkeiten behoben.[90] Seitdem sind lediglich der Nutzername und das Profilbild immer für andere Facebook-Nutzer sichtbar, sämtliche anderen Informationen können über die Privatsphären- oder Profileinstellungen auf nicht-öffentlich gestellt werden. Die Internet-weite Auffindbarkeit, z. B. durch Suchmaschinen (?Öffentliche Suche?), kann für sämtliche Informationen ausgestellt werden. Gegenwärtig können einige Daten so geschützt werden, dass sie für niemanden, nur für Freunde oder für Freunde von Freunden sichtbar sind. Umgekehrt können sich Nutzer auch Veränderungen anzeigen lassen, die befreundete Nutzer vorgenommen haben.

Extremistische Einträge [Bearbeiten]

Auf Facebook existieren zahlreiche Benutzerseiten mit extremistischem Inhalt, z. B. Seiten zu Diktatoren.[91] Im April 2009 hatte eine Benutzerin über 200 ***-Seiten gesammelt, mit beispielsweise Namen wie Großdeutschland, Erwin Rommel Fan Club oder Holocaust Party, mit meist NS-Propaganda. Sie schrieb daraufhin einen offenen Brief an Facebook mit der Aufforderung, die Profile der Neo***s zu löschen, oder es komme zu einer Anzeige wegen Volksverhetzung. Am 17. April 2009 stoppte die Deutsche Telekom ihre Werbung auf Facebook mit Hinweis auf ?recht***treme? Websites auf dem Portal.[92] Auch die Bundeszentrale für politische Bildung beobachtete Facebook.[93][94] Facebook erklärte daraufhin, man wolle keine Benutzer mit einer Zensur verschrecken, nehme aber die Nutzungsbedingungen sehr ernst und würde entsprechende Gruppen löschen.[95]

Facebook sieht die Leugnung des Holocaust durch Benutzergruppen als vereinbar mit ihren Richtlinien an, sofern von diesen Benutzern keine ?***erfüllten oder drohenden Kommentare? ausgingen.[96] Diese Unternehmenspolitik von Facebook gegenüber Holocaustleugnern wird kritisiert, etwa durch eine Gruppe von Holocaustüberlebenden am Simon Wiesenthal Center oder den Publizisten Matthias Küntzel.[97]

Speicherung der Daten von Nicht-Mit***ern [Bearbeiten]

Im Februar 2010 kam an die Öffentlichkeit, dass Facebook auch die Daten von Bürgern speichert, die willentlich nicht bei Facebook angemeldet sind.[98] Facebook bietet den Nutzern von Smartphones eine kostenlose Software (?App?) an, um ihre Kontakte aus ihrem Telefonbuch mit den Kontakten in Facebook zu synchronisieren. Dabei werden standardmäßig sämtliche Nach- und Vornamen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtstage hochgeladen und bei Facebook gespeichert. Nutzer berichten, dass dadurch auch die Verknüpfungen und Bekanntschaften von nicht angemeldeten Bürgern ersichtlich werden und bei einer möglichen Neuanmeldung der betreffenden Person bereits umfassende Freundeslisten vorgeschlagen werden. Diese Art der unwillentlichen Datenerhebung widerspricht dem in Deutschland geltenden Recht der informationellen Selbstbestimmung. Inzwischen bietet Facebook zwar ein Kontaktformular[99] an, das es Nicht-Mit***ern erlaubt, nach Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse alle damit verbundenen Daten löschen zu lassen. Diese Methode ist jedoch nur von Nutzen, wenn Facebook eine Mailadresse bereits mit den anderen gesammelten Daten verknüpft hat. Nach der Aussage Peter Schaars, des Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung, könnten Bürger rechtliche Schritte einleiten. Das US-Unternehmen müsse sich deutschem Recht beugen.[100]

Weitergabe der Benutzeridentitäten durch Facebook-Applikationen [Bearbeiten]

Am 18. Oktober 2010 veröffentlichte das Wall Street Journal einen Bericht über die Weitergabe von Nutzer-IDs an Drittanbieter. Zahlreiche Facebook-Anwendungen konnten durch die Referrer-Informationen des Browsers die ID der Nutzer auslesen und somit potentiell Rückschlüsse auf die reale Identität des Benutzers ziehen.[101]

Bösartige Scripte [Bearbeiten]

Durch bösartige Scripte, die sich Facebook-Funktionen zu Nutze machen, werden Benutzer belästigt oder ausspioniert.[102] Facebook informiert seine Kunden unzureichend und beschränkt sich vorwiegend auf das vom Nutzer oft unbemerkte Beseitigen des Schadcodes.[103]

Erschwertes Löschen des eigenen Nutzerkontos [Bearbeiten]

Wenn ein Facebook-Nutzer sich ent***t, sein Profil zu löschen, so muss er sich durch zahlreiche Bearbeitungsschritte durcharbeiten. Mehrfach wird ihm empfohlen, sein Facebook-Profil zu behalten oder nur temporär zu deaktivieren. Eine endgültige Abmeldung und Löschung des Profils kann sich über mehrere Monate hinziehen. Teilweise sind fortgeschrittene Computerkenntnisse nötig, über die viele Nutzer nicht verfügen. Beispielsweise muss der Nutzer wissen, wie gezielt Cookies gelöscht werden können.[104]

Dieser unverhältnismäßig hohe Aufwand bewirkt oft, dass viele solcher Nutzer für Facebook erhalten bleiben.

Datenschützer kritisieren diese Vorgehensweise von Facebook als gezielte Einschränkung der Konsumfreiheit. Im Netz kursieren Anleitungen zur Löschung von persönlichen Daten und Profilen,[105] deren Funktion umstritten ist.

Big Brother Award [Bearbeiten]

Im Jahr 2011 wurde Facebook (gemeinsam mit Apple) der Negativpreis Big Brother Award als Datenkrake zuerkannt.[106]

Gesichtserkennungssoftware [Bearbeiten]

Die Freischaltung einer Software zur Gesichtserkennung, die automatisch auf neu hochgeladenen Fotos nach Gesichtern anderer Facebook-Nutzer sucht, um entsprechende Markierungen der Bilder vorzuschlagen, löste bei Datenschützern heftige Kritik aus. Die Funktion wurde in den Vereinigten Staaten im Dezember 2010 und in weiteren Ländern im Sommer 2011 für sämtliche Nutzerkonten aktiviert. Der Dienst gleicht die Gesichter und Namensnennungen auf älteren Fotos mit den neuen Aufnahmen ab und sucht dort nach diesen Gesichtern. Will ein Nutzer diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen, muss er ihn manuell abschalten.[107]

Facebook-Partys [Bearbeiten]

Über Facebook gibt es die Möglichkeit, zu Veranstaltungen einzuladen. Dabei hat der Benutzer zwei Möglichkeiten: Er kann eine öffentliche Veranstaltung ausschreiben oder privat zu einer Veranstaltung einladen. Die Option ?öffentlich? muss durch Löschen eines Häkchens deaktiviert werden. Durch Fehlbedienung dieser Option kommt es immer wieder zu Versehen, bei denen als privat geplante Einladungen unbeabsichtigte Megapartys auslösen. Auch bewusst als ?öffentlich? geplante Facebook-Partys können sich wegen der nicht begrenzten Besucherzahl zu kaum steuerbaren Massenveranstaltungen entwickeln. Während die Mehrzahl der Facebook-Partys überwiegend friedlich verläuft, kam es in Einzelfällen zu Ausschreitungen, die erhebliche Medienaufmerksamkeit finden:
So hatte ein 16-jähriges Mädchen in Hamburg-Bramfeld anlässlich ihrer Geburtstagsfeier am 3. Juni 2011 eine ?öffentliche? Veranstaltung eingestellt, in deren Folge es zu Sachschäden im Wohnumfeld des Elternhauses kam. Obwohl die Party abgesagt wurde, erschienen 1.600 Jugendliche.[108][109][110][111]
Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Heusweilerer Ortsteil Numborn (Saarland). Rund 2000 Menschen besuchten die bereits bei Facebook entfernte Party. Versuche, die Party wieder abzusagen, scheiterten. Rund 160 Polizeibeamte waren beschäftigt und es kam zu 69 Festnahmen, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.[112][113][114]
Als am 17. Juni 2011 bei einer Facebook-Straßenparty mit 800 Jugendlichen in Wuppertal Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen wurden, löste die Polizei die Veranstaltung auf. In der Folge gab es 16 Verletzte und 3 Festnahmen. 41 junge Leute wurden in Gewahrsam genommen.[115][116]
Am 28. Juni 2011 kam es in Frankfurt am Main bei der Auflösung einer Facebook-Party zu Sachbeschädigungen und Platzverweisen.[117]
Am 27. Juli 2011 geriet eine Facebook-Party am Ostseestrand bei Strande (Schleswig-Holstein) außer Kontrolle. Den Sicherheitskräften gelang es zunächst nicht die Party aufzulösen, da alle Zufahrten mit Autos versperrt waren.[118]
Am 11. September 2011 hatte in Langen (Kreis Cuxhaven) ein 15 Jahre altes Mädchen versehentlich zu einer ?öffentlichen? Geburtstagsfeier eingeladen. Statt der 60 eingeladenen Freunde kamen 400 junge Leute. Als die Eltern die Party beenden wollten, reagierten einige alkoholisierte Jugendliche aggressiv. Da die Feier ausuferte, wurde die Polizei um Hilfe gebeten, die Kräfte aus mehreren Revieren zusammenzog und die Party auflöste. Es kam zu einer Festnahme und Sachbeschädigungen in der Nachb***aft.[119]

Auch in anderen Ländern, vor allem in England und Australien finden Facebook-Partys erhebliche Aufmerksamkeit:
Am 11. Februar 2010 wurde über Facebook zu einer Party in eine leerstehende Villa in London eingeladen, in deren Verlauf das gesamte Gebäude von den rund 2000 jungen Leuten arg beschädigt wurde.[120]
Im Oktober 2010 lud ein 16-jähriges Mädchen in Sydney zu einer Facebook-Party ein, zu der sich fast 200.000 junge Menschen anmeldeten. Ein 17-Jähriger hatte sich unter falschem Profil als das Mädchen ausgegeben und die Einladung weiter verbreitet.[121] Ihm drohen bis zu 3 Jahren Haft.[122]
Im australischen Melbourne geriet die Facebook-Party eines Teenagers außer Kontrolle, als rund 500 Gäste erschienen. Der spektakuläre Polizeieinsatz mit Hubschrauber und Hundestaffeln fand internationales Medieninteresse.[123]

Ausschreitungen bei Facebook-Partys haben in Deutschland zu einer verstärkten politischen Diskussion geführt: Die Vorschläge der Landesbehörden reichen von der Verhängung eines lokal begrenzten Platzverbotes[124] bis zum Erlass eines generellen Verbots wegen Aufforderung zum Landfriedensbruch.[125] Von Seiten der Sicherheitsbehörden und der Gewerkschaft der Polizei wird darauf hingewiesen, dass bei den Einsätzen erhebliche Kräfte gebunden werden, die für die originäre Polizeiarbeit dann nicht mehr zur Verfügung stehen.[126] Auch die Kosten des Polizeieinsatzes sind beträchtlich: Der Einsatz in Heusweiler soll 115.000 ? gekostet haben.[127]

In der Sozialforschung werden Facebook-Partys als ein neues Phänomen einer herausforderungsarmen und für junge Menschen tendenziell langweiligen Wohlstandsgesellschaft gewertet und die Teilnehmer als ?spaßorientierte Menschen? gesehen, die das Massenerlebnis genießen wollen. Es handele sich um eine Modeerscheinung, die nach einer gewissen Zeit wieder abklingen werde.[128] Psychologen werten die Begeisterung für das anonyme Zusammenkommen zum Feiern als grundsätzlich normal (?der Mensch ist ein soziales Lebewesen?) und das Bedürfnis nach Kontakt könne sich bei Jugendlichen äußerst positiv auswirken. Die in sozialen Netzwerken übliche virtuelle Kontakterstellung könne jedoch auch zu einer nicht mehr handhabbaren Vielzahl von Kontakten und damit verbundenen exzessiven Reaktionen führen.[129]

Facebook hatte lange Zeit auf die Probleme nicht reagiert.[130] Nicht zuletzt durch den verstärkten öffentlichen und politischen Druck sowie durch das Erscheinen des Konkurrenten Google+ im Sommer 2011 (bei dem der Nutzer die Einstellungen relativ genau steuern kann[131]) hat Facebook erstmals Verständnis für die Ordnungsbehörden geäußert: In einem Gespräch mit dem Bundesminister des Innern am 8. September 2011 hat Ricard Allen (Director European Policy Facebook) angeboten, einen Leitfaden zu erarbeiten, der den Behörden schnell erreichbare Ansprechpartner bei Facebook sowie Maßnahmen nennen soll.[132] Bislang liegt dieser Leitfaden nicht vor.

?Gefällt mir?-Knopf und Fanseiten [Bearbeiten]

Der von Facebook für die Anbieter anderer Webseiten bereitgestellte ?Gefällt mir?-Knopf bzw. -Schaltfläche (englisch ?Like Button?) geriet im Sommer 2011 in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass beim Besuch von Seiten, auf denen sich dieses Plug-in befindet, automatisch ein zwei Jahre lang gültiges Cookie ausgelesen wird, das dem Nutzer ohne seine Zustimmung vorher beim Anschauen von Facebook-Seiten auf seinen Computer übertragen wurde. Dieses Auslesen findet dabei unabhängig vom Anklicken des ?Gefällt mir?-Knopfes statt und unabhängig davon, ob der Besucher einer Website Mit*** bei Facebook ist oder nicht. Von Besuchern einer Seite mit dem ?Gefällt mir?-Knopf, die mit ihrem Computer zuvor noch keine Facebook-Seite besucht haben, kann das Plugin Informationen wie IP-Adresse und Browsertyp auslesen. Bei Personen, die selbst Mit***er bei Facebook sind, und eine Seite besuchen, die das Plug-in enthält, können die Informationen über das Aufrufen der Seite mittels des Cookies sogar mit ihrem Facebook-Nutzerprofil zusammengeführt werden.[133]

Da auf diese Weise ein Profil der Bewegungen im Internet erstellt werden kann, das all die Seiten mit der Anwendung aufzeigt, die ein Nutzer besucht hat, entschied das deutsche Verbraucherschutzministerium, dass die Anwendung, bis zur Sicherstellung einer datenschutzkonformen Lösung, nicht mehr auf Webseiten von Behörden eingebunden werden soll. Ebenso wurde Politikern empfohlen, ihre privaten Fanseiten bei Facebook abzuschalten, da diese von Besuchern aufgerufen werden können, die zuvor noch nie Kontakt mit Facebook hatten, und auf deren Computer dann das Cookie anlegen.[134]

Der ?Gefällt mir?-Knopf von Facebook wird auf 16,0 % aller Websites verwendet.[135]

Rechtsstreitigkeiten [Bearbeiten]

studiVZ [Bearbeiten]

Das Konzept von Facebook hat einige Nachahmer wie studiVZ und wer-kennt-wen gefunden. So wurde der im deutschsprachigen Raum verbreitete Konkurrent studiVZ dafür kritisiert, ein bis in die Details von Funktion, Aufbau und Aussehen gehender Nachbau von Facebook zu sein. Am 19. Juli 2008 reichte Facebook beim US-Bezirksgericht in San José (Kalifornien) Klage gegen die Betreiber des studiVZ ein, der Vorwurf lautet Diebstahl geistigen Eigentums.[136] Jedoch ist Facebook mit dieser Klage gescheitert. Im September 2009 teilten beide Unternehmen mit, man habe sich geeinigt, und studiVZ werde einen Geldbetrag an Facebook zahlen.[137]

ConnectU (Winklevoss-Zwillinge) [Bearbeiten]

Die Kommilitonen von Zuckerberg an der Harvard University, die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss, beschuldigen Zuckerberg, dass er ihnen die Idee für ihr Online-Netzwerk ConnectU (?Vernetze Dich?) gestohlen hatte. Die Brüder und ein Freund haben 2003 Zuckerberg mit der Weiterentwicklung ihres Programms beauftragt, Zuckerberg habe sich aber nicht an den Vertrag gehalten, sondern im Februar 2004 mit Facebook sein eigenes Netzwerk gestartet. Diese Darstellung wird von Facebook zurückgewiesen.[138]

2008 zahlte Zuckerberg nach einer Einigung mit den Winklevoss-Brüdern 65 Millionen US-Dollar, davon 20 Millionen Dollar in bar und Facebook-Anteile im Wert von damals 45 Millionen Dollar. Später wollten die Winklevoss den Vergleich wieder rückgängig machen: Sie gaben als Grund an, dass die Gegenseite sie über den wahren Wert von Facebook getäuscht und sie zu wenig Geld und Anteile erhalten hätten. Das Berufungsgericht in San Francisco wies diese Sichtweise 2011 zurück und fand, die Zwillinge hätten damals einen ?vorteilhaften? Deal ausgehandelt.[139][138] Die Brüder legten Protest gegen dieses Urteil ein.[140][141] Im Juni 2011 akzeptierten die Zwillinge den ursprünglichen Vergleich und beendeten ihre juristischen Bemühungen.[142]

Grant Raphael [Bearbeiten]

Am 24. Juli 2008 verurteilte ein Gericht in London Grant Raphael zu einer Zahlung von 22.000 Pfund wegen Persönlichkeitsverletzungen und falscher Beschuldigungen. Raphael hatte eine falsche Facebook-Seite über einen ehemaligen Klassenkameraden und Geschäftspartner erstellt. Auf ihr behauptete Raphael unter dessen Namen, dass er ******uell und nicht vertrauenswürdig sei.[143]

Datenschutzanzeigen gegen europäische Facebook-Zentrale [Bearbeiten]

Mitte August 2011 brachte eine Gruppe von Facebook-Nutzern rund um den österreichischen Jus-Studenten Maximilian ?Max? Schrems 16 Anzeigen bei der irischen Datenschutzbehörde gegen Facebook Ireland Ltd. ein.[144] Alle Nutzer außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada haben ausschließlich einen Vertrag mit Facebook Ireland Ltd., die für Europa zuständige Tochtergesellschaft von Facebook. Die Studentengruppe ist der Ansicht, dass die irische Behörde zur Durchsetzung der Datenschutz- und Konsumentenschutzrechte der Facebook-Nutzer in der Europäischen Union zuständig ist. Die Gruppe begründet dies damit, dass auf Grund des Firmensitzes in Dublin europäisches Datenschutzrecht anzuwenden sei und beruft sich neben dem irischen Data Protection Act auf die EU-Datenschutzrichtlinie 95/46/EG von 1995.[145][146]

Am 24. August übermittelte der Data Protection Commissioner in Ireland (DPC) den Anzeigenden ein Schreiben, dass die irische Behörde sich zuständig erklärt und die Ermittlungen aufnehmen wird.[147] Am 4. September berichtete die irische Tageszeitung Irish Independent, unter Berufung auf den DPC, dass die Behörde umfassend, über den Inhalt der 16 Anzeigen hinaus, ermitteln wird. Als schärfste Form nach irischem Datenschutzrecht soll auch eine Untersuchung in der Facebook-Europazentrale in Dublin stattfinden.[148] Dies wurde von der Sprecherin der irischen Datenschutzbehörde auf Anfrage von ORF.at bestätigt.[149]

Verbraucherzentralen gegen Facebook [Bearbeiten]

Am 6. März 2012 entschied das Landgericht Berlin, dass zahlreiche Klauseln in den AGB von Facebook unwirksam sind. [150] Facebook darf sich demnach in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen kein umfassendes weltweites und kostenloses Nutzungsrecht an Inhalten einräumen lassen, die Facebook-Mit***er in ihr Profil eingestellt haben. Facebook darf urheberrechtlich geschützte Werke nur nach Zustimmung der Facebook-Mit***er verwenden. Rechtswidrig ist nach Ansicht des Landgerichts Berlin zudem die Einwilligungserklärung, mit der die Facebook-Mit***er der Datenverarbeitung zu Werbezwecken zustimmen. Überdies muss Facebook sicherstellen, dass über Änderungen der Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen rechtzeitig informiert wird. Schließlich verstößt der Freundefinder-Button gegen deutsches Recht. Insbesondere untersagte das Gericht den Adressimport aus der Adressdatei des Anwenders in den Datenbestand von Facebook, der mit diesem Button ausgelöst wird.

Jugendschutz [Bearbeiten]

Im Dezember 2009 gründete Facebook einen Sicherheitsbeirat, um regelmäßig die Sicherheitsvorkehrungen für die Nutzer prüfen zu können. Dieser Beirat besteht aus Vertretern der folgenden fünf Organisationen: Common Sense Media, ConnectSafely, WiredSafety, Childnet International und The Family Online Safety Institute (FOSI). Damit setzt Facebook eine weitere Maßnahme, um eine sichere Umgebung für Jugendliche im Internet zu schaffen, nachdem Facebook sich bereits an der Internet Safety Technical Task Force (ISTTF) beteiligt und 2008 mit 49 Generalstaatsanwälten der Vereinigten Staaten und dem Generalstaatsanwalt des District of Columbia Vereinbarungen zum besseren Jugendschutz unterzeichnete. In diesen Vereinbarungen verpflichtet sich Facebook dazu:
Minderjährige vor dem Austausch persönlicher Daten speziell zu warnen;
es Erwachsenen nicht zu ermöglichen, in Suchmaschinen Profile von minderjährigen Personen zu finden;
Änderungen des Alters im Profil zu erschweren und zu protokollieren;
Inhalte besser zu filtern und eine Liste ***grafischer Angebote zu führen sowie Links auf diese zu löschen.

Außerdem kooperiert Facebook noch mit MTV und der BBC gegen digitalen Missbrauch und Cyber-Mobbing.[151][152]

Ebenso überarbeitete Facebook im Dezember 2009 die Kontrolle über die Privatsphäre. Nun kann jeder Nutzer bei der Veröffentlichung von Statusmeldungen, Medien oder Links differenziert festlegen, wer diese sehen darf und wer nicht. Des Weiteren wurden die Einstellungen zum Datenschutz modifiziert und es wurde jeder Facebook-Nutzer dazu aufgefordert, diese zu prüfen. Es kann jetzt zwischen eigenen Kontakten, Freunden der Freunde sowie dem gesamten Facebook-Netzwerk unterschieden werden. Hier wurde wiederum am Jugendschutz gearbeitet: Die Inhalte von minderjährigen Nutzern sollen nur für Freunde, Kontakte und Klassenkameraden sichtbar sein.[153]

Sonstiges [Bearbeiten]
Der Name Facebook bezieht sich auf die sogenannten Facebooks, die die Studenten an manchen US-amerikanischen Colleges zur Orientierung auf dem Campus erhalten. In diesen Facebooks sind andere Kommilitonen abgebildet (Face, englisch für Gesicht; book englisch für Buch).
Wie andere soziale Netzwerke kann auch Facebook von Arbeitgebern verwendet werden, um das Verhalten von Angestellten zu überwachen. Bestätigt wird dies durch einen Fall im November 2008 aus der Schweiz, wo eine krankgeschriebene Versicherungsangestellte ihre Stelle verlor, weil der Arbeitgeber ihre Aktivität auf Facebook verfolgen konnte, während der Frau offiziell Bettruhe verordnet war.[154] Fälle, in denen Arbeitnehmer die Stelle verloren, weil sie sich auf Facebook abschätzig über ihre Arbeitgeber geäußert haben, sind aus Australien bekannt.[155] Im März 2010 wurde ein Fall aus der Region Manchester publik, in dem einer Aushilfskellnerin eines Cafés gekündigt wurde, indem der Arbeitgeber die Kündigung unter Angabe des Kündigungsgrundes auf der Pinnwand der 16-Jährigen veröffentlichte.[156]
Am 24. September 2010 feierte der Film The Social Network von Regisseur David Fincher Premiere. Der Film widmet sich der Entstehungsgeschichte von Facebook. Das Drehbuch basiert auf einem Buch von Ben Mezrich mit dem Titel The Accidental Billionaires: The Founding of Facebook, a Tale of ***, Money, Genius and Betrayal. Am 7. Oktober 2010 startete der Film in deutschen Kinos. Im Film spielen u. a. Jesse Eisenberg, Justin Timberlake und Brenda Song mit.[157]
Am 31. Mai 2010 wurde der erste ?Quit Facebook Day? veranstaltet.[158][159] Das kirchliche Portal evangelisch.de veröffentlichte aus diesem Anlass eine detaillierte Anleitung zu dem auf herkömmliche Weise komplizierten Weg, das eigene Nutzerkonto dauerhaft zu löschen.[160]
Aufgrund eines Fehlers in der API (Programmierschnittstelle) von Facebook fiel das soziale Netzwerk am 23. September 2010 für mehrere Stunden aus. Betroffen war des Weiteren die ?Gefällt mir?-Schaltfläche zur Vernetzung über externe Websites.[161][162] Man sprach vom bisher ?schwersten Fehler? in der Geschichte des Dienstes.[163]
Am 10. Oktober 2010 berichtete ein Angestellter des Nachrichtenmagazins TechCrunch, bei Facebook ein Konto mit dem Namen des Google-Managers Eric Schmidt angelegt und dabei Schmidts korrekte E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Da Facebook auch Konten, die noch nicht auf die Bestätigungs-E-Mail reagierten, bestimmte Aktionen wie das Einrichten des Profils und das Versenden von Privatnachrichten gewährt, erhielt das ?gefälschte? Konto von Eric Schmidt private Nachrichten von Bekannten Schmidts, die das Konto offenbar für echt hielten.[164]

Anhang [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]
Sascha Adamek: Die facebook-Falle. Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft. Wilhelm Heyne, München 2011, ISBN 978-3-453-60180-2.
Juan Faerman: faceboom. Wie das soziale Netzwerk Facebook unser Leben verändert. südwest, München 2010, ISBN 978-3-517-08656-9. (Spanische Originalausgabe 2009)
David Kirkpatrick: Der Facebook-Effekt. Hinter den Kulissen des Internet-Giganten. Carl Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-42522-4. (Amerikanische Originalausgabe 2010)
Ben Mezrich: Die Gründung von Facebook. riva, München 2011, ISBN 978-3-86883-154-2. (Die englische Originalausgabe von 2009 The Accidental Billionaires war die Vorlage für den Film The Social Network)
Nicolaus Schmidt: facebook: friends. Hrsg. Michael W. Schmalfuß, Kerber Verlag 2011 (350 Fotografien, Texte von Nicolaus Schmidt und Barbara Uppenkamp, engl./dt.) ISBN 978-3-86678-578-6
Jakob Steinschaden: Phänomen Facebook. Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt. Carl Ueberreuter, Wien 2010, ISBN 978-3-8000-7488-4.
Daniel Miller: Das wilde Netzwerk : ein ethnologischer Blick auf Facebook. (edition unseld ; 42). Berlin: Suhrkamp, 2012. ISBN 3518260421.

Weblinks [Bearbeiten]

Commons: Facebook ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Offizielle Website von Facebook
Felix Knoke: Spähwerbung empört Facebook-Nutzer (zu ?Beacon?). In: Spiegel Online vom 23. November 2007.
Ulrich Hottelet: Attacken im Gewand der Freundschaft, Die ZEIT vom 4. August 2009
Adam Soboczynski: ?Wer schweigt, zählt nicht: Soziale Netzwerke wie Facebook erzeugen einen neuen Menschentypus. Ein Kommentar?. In: DIE ZEIT 44/2009 v. 23. Oktober 2009, Seite 47 (Feuilleton).

Belege [Bearbeiten]
1.? facebook sales said likely to reach 2 billion this year beating target bei bloomberg.com, aufgerufen am 20. August 2008
2.? Facebook in Zahlen. Abgerufen am 3. Februar 2012.
3.? http://urlpulse.de/www.facebook.com Aktuelle Statistik
4.? Facebook in Zahlen. Abgerufen am 3. Februar 2012.
5.? a b Facebook-Börsengang: Das Milliarden-Dollar-Face auf spiegel.de, 2. Februar 2012
6.? https://www.facebook.com/help/parents
7.? Soziale Netzwerke: Datenschutz oft mangelhaft ? Artikel bei test.de
8.? Europe Versus facebook, abgerufen am 15. Januar 2012
9.? http://dataprotection.ie/documents/facebook%20report/final%20report/report.pdf
10.? Alan J. Tabak (9. Februar 2004): Hundreds Register for New Facebook Website. Harvard Crimson. Abgerufen am 7. November 2011.
11.? 800 Millionen nutzen Facebook mindestens einmal im Monat, Die Presse, vom 23. September 2011, aufgerufen am 30. September 2011
12.? 800 Millionen User nutzen Facebook monatlich, vom 23. September 2011, aufgerufen am 30. September 2011
13.? Locke, Laura. ?The Future of Facebook?, Time Magazine, July 17, 2007. Retrieved November 13, 2009.
14.? Alan J. Tabak: Hundreds Register for New Facebook Website, Harvard Crimson. 9. Februar 2004. Abgerufen am 23. Juli 2011.
15.? Der Facebook-Chef und seine dunkle Vergangenheit ? Artikel bei Tagesspiegel online vom 8. März 2010, abgerufen am 3. Februar 2011
16.? Facebook around the world.. Facebook. Abgerufen am 13. Februar 2008.
17.? Facebook Platform Launches. facebook developers (27. Mai 2007). Abgerufen am 20. Juni 2009.
18.? New Ways to Find and Engage With Your Favorite Applications. facebook. Abgerufen am 10. Februar 2010.
19.? Facebooks CityVille-Seite. Facebook (7. Januar 2012). Abgerufen am 7. Januar 2012.
20.? Die Ära der Facebook-Applikationen ist vorbei. Netzwertig.com (14. Dezember 2008). Abgerufen am 20. Juni 2009.
21.? Facebook Across The Web. Abgerufen am 7. Februar 2010.
22.? 60 Million People A Month Use Facebook Connect. TechCrunch (9. Dezemb
Melika
05.04.12 um 18:31
Avatar von Melika

Re: Brauchst du Credits?

Zeichnung (Kunst)

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Der Vitruvianische Mann von Leonardo da Vinci (Feder und Tinte 1509)

Ägyptisches Ostrakon, Louvre

Mittelalterliche Buchmalerei aus dem Heidelberger Sachsenspiegel, um 1300

Gunter Böhmer: ?Zirzensische Szene? 1981 (Tuschzeichnung) Porträtstudie Max Slevogt von Emil Orlik, Bleistiftzeichnung, 1917

Japanische Tuschmalerei von Sessh? T?y?

Beispiel einer Skizze (von Charles-Alexandre Lesueur, 1831)

Beispiel einer farbigen Zeichnung von Gustav Klimt

Verschiedene Zeichenmittel und -geräte

Beispiel für Linienzeichnung mit Schraffuren und Schattierung ("Schummern")

Unterschied: Schraffur und ?Schummern?

Tintenzeichnung mit Lavierung

Skizzenzeichnung mit Weißhöhungen von William Adolphe Bouguereau

Portrait Martin Heidegger, Pinselzeichnung von Herbert Wetterauer

Eine Zeichnung ist ein Bild, das ein Motiv in vereinfachender Weise mit Linien und Strichendarstellt. Das unter***t die Zeichnung von der Malerei, die ein Motiv durch den Einsatz von Farben und Tonwerten darstellt. Seit dem 19. Jahrhunderthatsich alsFachausdruckfüralle nicht-malerischenzweidimensionalen Darstellungen der Ausdruck Grafik etabliert. Darin kommt auch zum Ausdruck, dass ?zeichnen? begriffsgeschichtlich mit ?Zeichen? verwandt ist. Zur Grafik zählen neben der Zeichnung auch Drucke, Mosaike und Sgraffito.

Nach der klassischen Auffassung betont eine Zeichnung im engeren Sinne die Umrisslinien eines Motivs. Diese Linien können mit Hilfe von weiteren Strichen (Schraffuren) ergänzt werden, um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen. Die Darstellung ist dabei entweder monochrom oder verwendet vorgegebene Farben, die nicht vor dem Auftragen zusammengemischt werden. Heute kommen in der künstlerischen Zeichnung allerdings zahlreiche Mischtechniken zum Einsatz, durch die in der Praxis die akademische Grenze nicht immer eindeutig zu ziehen ist. Bereits die Pinselzeichnung setzt neben Linien und Strichendie Lavierung als Darstellungsmittel ein.

In der Regel ist die künstlerische Zeichnung eine Handzeichnung (auch Freihandzeichnung).Zeichnungen können aber auch mit Hilfsmitteln (Lineale, Schablonen) gestaltet werden; oft ist dies bei technischen Zeichnungen der Fall.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]

1 Geschichte 1.1 Anfänge 1.2 Mittelalter 1.3 Neuzeit 1.4 Moderne 1.5 Ostasiatische Zeichenkunst 2 Theorie 3 Zeichenmaterial 3.1 Zeichengründe 3.2 Zeichenmittel 3.3 Zeichengeräte 4 Technik 4.1 Die Linie 4.2 Geschichte der Linie 4.3 Schraffur 4.4 Lavieren 4.5 Kombinierte Techniken 5 Herausragende Zeichner der Kunstgeschichte 6 Literatur 7 Siehe auch 8 Weblinks 9 Einzelnachweise

Geschichte [Bearbeiten]

Anfänge [Bearbeiten]

Die Anfänge der Zeichnung fallen mit dem Beginn der menschlichen Kulturgeschichte zusammen.ÄltesteZeugnisse sindFelszeichnungen ausderZeit vonca. 20.000 v. Chr.. Motive sind vor allem die Jagd, der Krieg und vermutlich magische Symbole. Es wird angenommen,dass diese Werke insgesamtreligiös-magischen Ursprungs sind, etwa um Einfluss zu nehmen auf den Ausgang der Jagd oder kriegerische Auseinandersetzungen. Neben in den Fels geritzten Zeichnungen haben die urzeitlichen Maler Holzkohle, und aus Erden und Pflanzen gewonnene Mal- und Zeichenmittel wie Ocker verwendet. Bedeutende Funde stammen aus dem spanischen Altamira und dem französischen Lascaux.

Alle späteren Hochkulturen haben Werke hervorgebracht, die auf der Verwendung von Linien beruhen. Oft stehen diese Werke entweder in enger Verbindung mit der Entwicklung der Schrift oder sind formalisierte Zeichen und Symbole ohne individuellen Ausdruck. Eine bedeutsameWeiterentwicklung erfährt die Zeichnung ab etwa 3000 v. Chr. in Ägypten und später im Römischen Reich mit dem Fresko, einer dekorativen Wandmalerei, die oft SpurenvonVorzeichnungenaufweisen. Zeichnerische Entwürfe für solche Fresken sind auf Tonscherben (Ostraka) überliefert.Ab 1000 v.Chr.werden Tonvasen zu einembedeutenden Zeichnungsträger, insbesondere in der attischen Kultur. Zunächst wurden Linien in den unbehandelten Ton geritzt. Aus spätererZeit findensich aufwendig gestaltete Zeichnungen auf weiß grundierten Gefäßen. Aus der schriftlichen Überlieferung istbekannt, dass ab 500 v. Chr.imgesamtenMittelmeerraum Zeichnungen auf grundiertem Holz und mit Silberstift auf Pergament angefertigt wurden. Weil das Material aber leicht vergänglich ist, sind keine Beispiele überliefert.

Mittelalter [Bearbeiten]

Im Mittelalter hat die Zeichnung nicht nur Bedeutung als Mittel des Entwurfs für Malerei, Skulptur und Architektur, sondern gewinnt insbesondere in der Buchmalerei einen neuen Entwicklungshöhepunkt. Allerdings bleibt sie in ihrer Funktion eingebunden, ist also nicht selbstständiges Kunstwerk. Wichtigster Ausdruck der Zeichenkunst sind Miniaturen und Marginalzeichnungen am Rande wertvoller Handschriften. Die meisterhafte Beherrschung findet ihren Ausdruck insbesondere in den Handschriften iroschottischer und italienischer Klöster und Abteien. Eines der wichtigsten Dokumente ist das irische Book of Kells aus dem 9. Jahrhundert. Mit der Möglichkeit der Papierherstellung, das ab dem 14. Jahrhundertzunehmendan die Stelle desteuren Pergaments tritt, werden Studien und Übungszeichnungen möglich. In den europäischen Malschulen sind Meisterzeichnungen und Skizzenbücherweitverbreitet, die den Schülern als Vorlagen fürihr reproduzierendes Schaffen nach den Malregeln des jeweiligen Meisters gelten. Obwohl für die mittelalterlichen Buchillustrationendie Bezeichnung Malerei üblich ist, handelt es sich in der Regel um kolorierte Zeichnungen, bei deren Erstellung Zeichner (Adumbrator) und Maler (Illuminator) nacheinander die Illustration erstellten.

Neuzeit [Bearbeiten]

Im 15. Jahrhundert beginnt die Zeichnung an Eigenständigkeit zu gewinnen. Die wichtigste ästhetische Neuerung dieser Zeit ist die Entwicklung der Zentralperspektive, die einhergeht mit einem neuen Bemühen um realistische Darstellung. Die Antike und ihre Kunstwerke werden zum ästhetischen Ideal erhoben (Renaissance). Der Zeichnung kommt hier als Mittel des Studiums und als Entwurfsmedium eine besondere Bedeutung zu. Zudem wird sie zu einem beliebten Sammlerobjekt, was die reichhaltige Überlieferung seit dieser Zeit erklärt.

Einen neuen Höhepunkt erreicht die Zeichnung in der italienischen Renaissance und insbesondere im Manierismus. Viele Zeichnungen sind in Skizzenbüchern enthalten, was darauf verweist, dass die Zeichnung das bevorzugte Mediumfürbildliche Studien war. In der Regel wird auf Papier gezeichnet, wobei Silberstift, Kohle, Rötel und weiße Kreide zu den wichtigsten Zeichenwerkzeugenzählen.AuchFeder,Pinselund Tinte werden verwendet.Stilistisch lassensich deutliche Unterschiede zwischen Nord- und Südeuropa ausfindig machen. Während in Südeuropa das künstlerische Leitmedium die Malerei ist, sind es in Nordeuropa in besonderer Weise Drucke und Stiche. In den Zeichnungen aus Deutschland und Holland ist dieser Einfluss unverkennbar. In Barockzeit und im Rokoko dominiert aber auch im Norden die Malerei den Zeichenstil. Bedeutendster Zeichner diese Zeit ist Rembrandt, der über 2000 Zeichnungen hinterlassen hat, meist Studien und Entwürfe.

Im 18. Jahrhundert geht ein neuer Entwicklungsimpuls für die Zeichnung von der Neuentwicklung von Buntkreiden und Pastellfarben. Vor allem Antoine Watteau hatmitdiesenneuenMedien experimentiert und eine prägende Formsprache entwickelt. Beliebte Sujets sind Porträtstudien ? Ausdruck der bürgerlichen Betonung des Individuums ? und Landschaftszeichnungen.Die Zeichnung gewinnt immer stärker an unterschiedlichen gestalterischen Elementen. Ausdruck dafür ist zum Beispiel die enge Verbindung von Zeichnung und Aquarell.

Moderne [Bearbeiten]

Die moderne Zeichnung seit Ende des 19. Jahrhunderts istgeprägtdurch eine große Freiheit in der Wahl zeichnerischer Mittel. Die Grenze zwischen Malerei und Zeichnung verwischt umso stärker, als die farbliche Gestaltung etwa mit Hilfe von Pastellfarben und Kreiden oder die plastische Gestaltung durch Verwischen und Verreiben die Eindeutigkeit der Linie in den Hintergrund treten lassen. In einigen Richtungen, etwa dem Pointillismus und Impressionismus, scheinen zeichnerische Mittelganz zu verschwinden. ImExpressionismus weicht die Linie dem ausdruckstarken, dramatischen Strich.AufderanderenSeite findensich zumBeispielbei Pablo Picasso Gemälde,die aus nichts weiter als der Linie aufgebaut sind. Ob ein Bild Zeichnung oder Malerei ist, lässt sich mit Hilfe der klassischen Kriterien nicht mehr eindeutig beantworten.Das aber istgerade einZiel derunterschiedlichen Kunstbewegungen bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts:Die akademischenFormregelnsollennichtmehrohne weiteres gelten.

Obwohl einige bedeutende Künstler seit Ende des 19. JahrhundertimmerwiederZeichnungenproduzierthaben, spricht man aufgrund der Uneindeutigkeit der zeichnerischenMittelvoneinerKrise derZeichnung inderModerne. Die ästhetische Hochkultur konzentriert sich auf die klassischen Modi Malerei, Skulptur und Architektur. Als eigenständiges Medium erlangt die Zeichnung Bedeutung vor allem in der Populärkultur, zum Beispiel in Gestalt der Karikatur und des Comic. Dessen ungeachtet ist die zeichnerische Produktivität seit Ende desZweitenWeltkriegs ungebrochen. Zeichner wie Alberto Giacometti, Horst Janssen, Gunter Böhmer und A. R. Penck haben auf ihre Weise neue Impulse für die moderne Zeichnung gegeben.

Ostasiatische Zeichenkunst [Bearbeiten]

Im ostasiatischen Raum, insbesondere in China und Japan, hat sich seit der Tang-Dynastie (6. Jahrhundert) eine Zeichenkunstentwickelt, die sich nur bedingt in den europäischen Kategorien von Zeichnung und Malerei einordnen lässt. Diese sogenannte Tuschmalerei ist aus der chinesischen Kalligrafie entstanden und entsteht unter der Verwendung von Pinseln und schwarzer Tusche bzw. Ruß. Als Zeichentechniken dominieren die Pinselzeichnungund die Lavierung,weshalb der ostasiatische Tuschestil oft mit dem Aquarell verglichen wird.

Als Begründer gilt der chinesische Dichter und Kalligraph Wang Wei. Ausgehend vom Pinselstrich beim Schreibenvon Schriftzeichen entwickelte ereine Zeichentechnik, die eine Landschaft auf ihre wesentlichen Linien und Schattierungen reduziert. Bis ins 11. Jahrhundert (Song-Dynastie) wird die Technikimmer weiter entwickelt und verfeinert. Es entwickelt sich ein reichhaltiges Formenvokabular, mit dem die Motive dargestellt werden. Ab dem 12. Jahrhundert treten neben das Landschaftsmotiv weitere Naturmotive und zunehmend auch Detailstudien. Oft werden kalligrafierte Gedichte in die Bildgestaltung miteinbezogen.

Die Tuschezeichnung steht von Anfang an in enger Verbindung mit dem Chan-Buddhismus und ist deshalb zugleich eine Meditationsübung. Ab dem 13. Jahrhundert bringen japanische Mönche, die in China den Chan-Buddhismus studierten, die Tuschezeichnungnach Japan, wo sie unterdemNamen Sumi-e zu einem wichtigen Bestandteil des Zen-Buddhismus wurde. Wie in China waren die meisten Zeichner keine Künstler, sondern Möncheund Priester. Zunächstbleibt der japanische Stil dem chinesischen sehr ähnlich, insbesondere was das Formenvokabular betrifft. Mit Sessh? T?y? (1420?1506), auch er ein Zen-Priester, entwickelt sich allmählicheineigener,japanischerStilheraus,derdie klassischen Darstellungsformen zurücklässtund zunehmendrealistische Abbildungen anstrebt. Mit Sesshu wird Sumi-e zu einer eigenständigen Kunstform, die allerdings den Zen-Hintergrund nie ganz verlässt.

Die asiatische Tuschzeichnung hat auf die europäische Zeichnung und Malerei spätestens seit dem Impressionismus eine starke Faszination ausgeübt.Malerund Zeichner wie Degas, Monet, Picasso bis hin zu Horst Janssen haben sich in ihren Werken deutlich von der Tuschezeichnunginspirierenlassenund selbst Werke insbesondere im Sumi-e-Stil geschaffen.
sophie5000
05.04.12 um 18:32
Avatar von sophie5000

Re: Brauchst du Credits?

Die Kartoffel ist eine sehr proteinreiche Pflanze. Die Nährstoffe in der Kartoffel kann unser Gehirn brauchen um zu denjen oder anderen krimskrams. Eigentlich hab ich kein bock das hier zu schreiben aber ich will das Geld ja verdienen.Also schreibt fleißig weiter eure sophie5000!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lissy20
05.04.12 um 18:35
Avatar von Lissy20

Re: Brauchst du Credits?

Hinterm Horizont (Musical)
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Musicaldaten
Originaltitel: Hinterm Horizont
Originalsprache: Deutsch
Musik: Udo Lindenberg
Buch: Thomas Brussig
Uraufführung: 13. Januar 2011
Ort der Uraufführung: Berlin, Theater am Potsdamer Platz
Ort und Zeit der Handlung: Ost-Berlin
Rollen/Personen

Udo
Jessy
Elmar
Steve
Marco
Mareike
Maximilian
u.a.

Hinterm Horizont ist ein Musical, das auf Liedern des Sängers Udo Lindenberg basiert.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]

1 Hintergrund
2 Besetzung
3 Liederfolge
4 CD-Veröffentlichung
5 Weblinks

Hintergrund [Bearbeiten]

Das Buch stammt von Thomas Brussig (Sonnenallee), die Regie führt Ulrich Waller. Die Uraufführung fand am 13. Januar 2011 im Theater am Potsdamer Platz in Berlin statt.
Besetzung [Bearbeiten]
Original Besetzung, Welturaufführung 2011, Berlin
Udo Serkan Kaya
Jessy jung Josephin Busch
Jessy alt Aline Staskowiak
Elmar Christian Sengewald
Steve Christopher Brose
Jessies Vater, Marco alt, Eddy Kante Thomas Schumann
Stasi Patschinsky Holger Dexne
Stasi Krause Ralf Novak
Mutter, Pressesprecherin Dorina Maltschewa
Mareike Nadja Petri
Marco jung Sebastian Stipp
Minister Rainer Brandt
Barbara Saftig Ilona Schulz
Stasi Fritsche Florian Hacke
Kmetsch Marco Fahrland
Kremer Lorenz Liebold
Der Irre Patrick Adrian Stamme
Dr. Werner, Prof. Scheuerlich Joachim Paul Assboeck
Liederfolge [Bearbeiten]

Mädchen aus Ost-Berlin
Boogie-Woogie-Mädchen
Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klauen
Vom Frieden singen unsre Lieder
Odyssee
Bis ans Ende der Welt
Ich bin Rocker
Gegen die Strömung
Straßen-Fieber
Radiosong
Reeperbahn
Verbotene Stadt
Gitarren gegen Knarren
Sonderzug nach Pankow
Daumen im Wind
Moskau
Hinterm Horizont
Alles das bist du für mich
Wenn du durchhängst
Seid willkommen in Berlin
Ich lieb dich überhaupt nicht mehr
Im ***
Mr. Nobody
Andrea Doria
Was hat die Zeit mit uns gemacht
Ganz anders
Hinterm Horizont (Reprise)
Mein Ding

CD-Veröffentlichung [Bearbeiten]

Hinterm Horizont - das Musical - Castalbum, 2011

Weblinks [Bearbeiten]

Hinterm Horizont Internetauftritt des Veranstalters
Hinterm Horizont Rezension bei www.musicalzentrale.de
In Udo-Lindenbergs-Musical wird zu wenig gesungen, Rezension auf welt-online, 13. Januar 2011, abgerufen am 13. Januar 2011

Kategorie:

Musical (Werk)

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Diese Seite wurde zuletzt am 13. Januar 2012 um 13:18 Uhr geändert.
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Lissy20
05.04.12 um 18:37
Avatar von Lissy20

Re: Brauchst du Credits?

Seil
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Dieser Artikel behandelt das elastische Element zur Übertragung von Zugkräften. Zur gleichnamigen Insel der Inneren Hebriden, siehe Seil (Schottland), zum Längenmaß siehe Seil (Einheit)

Ein Seil ist ein aus zusammengedrehten Natur- oder Kunstfasern oder Drähten bestehendes längliches, biegeschlaffes, elastisches Element, das meist zur Übertragung von Zugkräften, aber auch zu einer Vielzahl anderer Zwecke verwendet wird.
Inhaltsverzeichnis
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1 Geschichte
2 Bezeichnungen
3 Ideales und reales Seil
4 Bestandteile und Aufbau
4.1 Materialien
4.2 Materialeigenschaften
4.3 Herstellung
5 Micro-Computertomographische Darstellung eines Seilaufbaus
5.1 2D Schnittbilder
5.2 2D Durchflüge durch Schnittbilder
5.3 3D Renderings
5.4 3D Flug um Rendering
6 Kennzeichnung der Seile
6.1 Duodess
6.2 Triodess
6.3 Dynamische Seile
6.4 Statische Seile
7 Geflochtene Seile
8 Stahlseile
9 Aufbewahrung und Pflege
10 Kleedern (Kleeden) und Smarten (Schmarten)
11 Bänder und Gurte
12 Siehe auch
13 Einzelnachweise
14 Weblinks

Geschichte [Bearbeiten]
Erste Darstellung einer Seilerei in Ägypten
Historische Darstellung eines Seilers aus dem 16. Jahrhundert

Bereits für das Mesolithikum sind Seile und Fischernetze aus Weidenbast nachgewiesen.[1] Die ersten dokumentierten Seiler fand man im alten Ägypten. Seile wurden beim Bau von verschiedenen Bauwerken wie Tempeln und Pyramiden eingesetzt.

In Europa wurden in der Renaissance und der Entwicklung der Seefahrt zunehmend Seile im größeren Maße hergestellt. Die Herstellung auf industrieller Weise fing im 19. Jahrhundert an. Dabei wurde zunehmend anderes Material außer Hanf, wie Stahl, verwendet.

Im Kaisertum Österreich war eines der bedeutendsten Hersteller Joh. B. Petzl & Sohn, der sich auf die Herstellung von Hanf- und Drahtseilen spezialisierte.[2]
Bezeichnungen [Bearbeiten]

Die Bezeichnung Seil wird gleichermaßen für Seile aus Natur- und Kunstfasern wie auch für Drahtseile verwendet. Textile Seile werden umgangssprachlich beispielsweise auch als Strick oder Kordel bezeichnet. Faden, Bindfaden, Garn, Zwirn und Schnur werden nicht zu den Seilen gezählt, obwohl sie in Aufbau und Wirkungsweise vergleichbar, wenn auch dünner und schwächer sind. Auch bei dem stärkeren Tau und der schweren Trosse wird nicht von einem Seil gesprochen.

Im maritimen Zusammenhang spricht man niemals von Seilen. Die Oberbegriffe heißen Tauwerk bzw. laufendes und stehendes Gut, für das es eine Vielzahl von genauen Bezeichnungen nach der Machart oder der Verwendung gibt.

Auch im Klettersport unter***t man Seile nach verschiedenen Kriterien.
Ideales und reales Seil [Bearbeiten]

Die Physik unter***t ideale und reale Seile. Das ideale Seil - ein Modell - ist masselos, straff, nicht dehnbar und ohne Biege***igkeit. Es vereinfacht etwa die Abhandlung (reibungsfrei idealisierter) Flaschenzüge. Für den Durchhang in Form einer Kettenlinie oder die Wellenbewegungen des hängenden oder gespannten Seils muss es jedoch (nur) Masse haben.
Bestandteile und Aufbau [Bearbeiten]
Materialien [Bearbeiten]
Manila-Tampen mit Z-Schlag, Typ ?sZ?

Stahlseil mit Z-Schlag und (Litzen-)Gleichschlag Typ ?zZ?

Kupfer- seil mit S-Schlag

Naturfaser-Seile
werden aus folgenden Faserpflanzen hergestellt:
(Baumwolle), Flachs, Hanf, Kokos, Manila und Sisal

Kunstfaser-Seile
haben folgendes Ausgangsmaterial (Beispiele):
Aramid (Technora/Twaron/Nomex/Kevlar), Dyneema[3], Flüssigkristallpolymer, Polyester, Polyamid (Nylon, DeDeRon, Perlon), Polypropylen, Polyethylen, auch Polyethen (Spectra) sowie Zylon [4]

Metall- bzw. Drahtseile
werden aus Stahl oder Edelstahl hergestellt,
für Elektrische Leitungen werden auch Seile aus Kupfer, Messing, Aluminium und Speziallegierungen verwendet.

Stahlseil mit Z-Schlag und gegenläufigen Litzen


Materialeigenschaften [Bearbeiten]
Vorteile Nachteile Verwendung
Baumwolle vergleichsweise geringe Festigkeit, gegen Motten anfällig Textilien, Kordeln
Flachs Springseil
Hanf höchste Festigkeit bei den Naturfasern geringe Bruchdehnung, Fasern sind grob und hart, im Freien verrottet Hanf langsam, Knoten in feuchten Seilen nur schwer zu lösen (vgl. alte Bergseile im Regen) Dichtungsmaterial, Tauziehen, Deko, ehemalig Taue in der Takelage
Kokos sehr hohe Scheuerfestigkeit, gute Elastizität, geringe Schmutzaufnahme, gute Schockabsorption Fußmatten, Baumbinder, früheres Füllmaterial in Autokopfstützen
Manila reißfest, widerstandsfähig gegen Meerwasser, leicht Taue in der Seefahrt
Sisal hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit, leicht und gut färbbar, widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit Schiffstaue, Seile, Fußmatten, Netze, Teppiche, Katzenkratzbäume
Polypropylen (PP) sehr leicht (schwimmfähig), nimmt kein Wasser auf, chemisch beständig gegenüber den meisten Säuren und Laugen, verhältnismäßig preisgünstig, hohe UV-Beständigkeit nur ausgerüstet abriebfest und temperaturbeständig Schwimmleine, günstige Festmacher, Allzweckseile z.B. für Baustellen, Wurfleine
Polyamid (PA) hohe Festigkeit und hohe Bruchdehnung, d.h. hohe Energieaufnahme quillt im Wasser auf, verliert Festigkeit bei Kontakt mit Wasser, wird u.U. hart, nicht komplett beständig gegen einige Säuren und UV-Strahlung Klettern, Sichern, Hochwertige Festmacher
Polyester (PES) hohe Festigkeit, nimmt kein Wasser auf, sehr beständig gegenüber Witterungseinflüssen und den meisten Chemikalien, sehr hohe UV-Beständigkeit relativ schwer, niedrige Bruchdehnung
Hochfestes Polyethylen (PE) "Dyneema", extrem hohe Bruchfestigkeit (5-fache von Polyamid), sehr leicht (schwimmfähig), nimmt kein Wasser auf, äußerst beständig gegenüber Säuren und Laugen extrem geringe Bruchdehnung, Temperaturbeständig nur bis 70 °C

Die früher z.B. beim Segeln und Bergsteigen verwendeten Seile waren meist aus Hanf; heute werden überwiegend synthetische Materialien verwendet. Sie sind bei geringerem Gewicht und Durchmesser stabiler, scheuerfester und besser knotbar. Außerdem saugen sie abhängig von der Imprägnierung kaum Wasser auf und frieren dadurch nicht so leicht ein. Allerdings altern Kunststoffseile durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts schneller, so dass ihre Haltbarkeit und Festigkeit mit der Zeit abnimmt.
Herstellung [Bearbeiten]

Seile, plattdeutsch Reepe, wurden früher vom Reepschläger per Hand auf Seilerbahnen, auch Reeperbahnen genannt, gedreht. Heutzutage erfolgt die Herstellung maschinell mittels Seilschlagmaschinen. Sie tragen diesen Namen, weil man das Verdrillen auch schlagen nennt, um es vom Flechten zu unter***n. Historisch wurde das Drehen der einzelnen Seilstränge mit einer Warbel [5] vorgenommen. [6]

Mehrere aus Fasern gesponnene Fäden bzw. einige Drähte werden zunächst zu Litzen zusammengedreht. Aus mehreren Litzen wird dann das Seil geschlagen. Ein dünnes Seil besteht aus 3 bis 4 solcher Litzen, die verdrillt werden.
S-Schlag (linksdrehend) Z-Schlag (rechtsdrehend)

Die Schlagrichtung, mit der Litzen und Seile verdrillt werden, kann linksdrehend (gegen den Uhrzeigersinn) oder rechtsdrehend (im Uhrzeigersinn) sein. Man spricht dabei von einem S-Schlag bzw. Z-Schlag. Ein kleines "s" oder "z" dient der Kennzeichnung der Schlagrichtung der Litzen, Großbuchstaben kennzeichnen die Schlagrichtung des Seiles.
a) Gleichschlag b) Kreuzschlag

Gleichschlagseile sind Seile, bei denen die Verdrillung der einzelnen Litzen und deren Verdrillung untereinander in derselben Drehrichtung erfolgt. Die Litzen bleiben dadurch zueinander verschieblich. Dadurch wird das Seil geschmeidiger und damit biegsamer.

Bei Kreuzschlagseilen sind die Verdrillungen der Litzenbündel in sich und zueinander verschieden. Das Seil ist somit in sich ausgefacht, da durch die Reibung der Litzen zueinander eine Art Fachwerk entsteht. Das Seil ist somit ***er.[7]

Dickere Seile (Trossen) bestehen wiederum aus mehreren dünneren Seilen, die miteinander verdrillt werden und in dieser Funktion Kardeelen heißen. Die Schlagrichtung der Kardeelen und des gesamten Seils sind einander entgegengesetzt, was ein Aufdrehen des Seiles verhindert.

Das Verbinden von Seilenden erfolgt durch Spleißen, bei dem die Seilenden ineinander verflochten werden. Die Seilenden eines Naturfaserseiles werden durch ein Takling vor dem Aufdröseln geschützt, bei Kunstfaserseilen werden häufig die Seilenden verschmolzen oder mit einem einfachen Klebeband umwickelt. Für Drahtseile gibt es dazu verschiedene Zubehörteile. Zur Befestigung von Seilen oder zu ihrer Verbindung untereinander werden eine Vielzahl von Knoten verwendet.

Der Seiler bei der Arbeit
Seilherstellung auf einer Vorrichtung aus dem Jahr 1928.
Der Führungsdorn um die Litzen zusammen zu verdrillen.
Der Seiler auf dem Weg zum fertigen Seil.
Handwerkliche Seilherstellung in einer Seilerei.

Micro-Computertomographische Darstellung eines Seilaufbaus [Bearbeiten]
2D Schnittbilder [Bearbeiten]

Micro-CT braided polymer rope 2D top view.jpg
Micro-CT braided polymer rope 2D top view zoom.jpg
Micro-CT braided polymer rope 2D lateral view.jpg
Micro-CT braided polymer rope 2D lateral view 2.jpg

2D Durchflüge durch Schnittbilder [Bearbeiten]

Micro-CT Rope HighRes 2D Top 2050x2050.ogv
Micro-CT 2D top view flight-through of a braided polymer climbing rope Zoom.ogg
Micro-CT Rope HighRes 2D Right 2560x550 750f 25fps.ogv
Micro-CT Rope HighRes 2D Rotation 2560x550 750f 25fps.ogv

3D Renderings [Bearbeiten]

Micro-CT braided polymer rope 3D 02.jpg
Micro-CT braided polymer rope 3D 03.jpg
Micro-CT braided polymer rope 3D 05.jpg
Micro-CT braided polymer rope 3D 07.jpg
Micro-CT braided polymer rope 3D 08.jpg
Micro-CT braided polymer rope 3D 10.jpg
Micro-CT braided polymer rope 3D 11.jpg

3D Flug um Rendering [Bearbeiten]

Micro-CT Rope HighRes 3D.ogv

Kennzeichnung der Seile [Bearbeiten]

In der gesamten Länge eines Seiles befinden sich im Kern farbige Fasern (eine oder zwei). Nach der Farbe der Faser kann das Herstellungsjahr bestimmt werden. Die Farbenkombination wiederholt sich nach 11 Jahren und können unter den Herstellern abweichend sein.
Beispiel eines Kletterseilherstellers:
1986 rot/gelb 1987 blau/gelb 1988 grün/gelb 1989 schwarz/gelb 1990 rot/blau 1991 rot/grün 1992 rot/schwarz 1993 grün
1994 blau 1995 gelb 1996 schwarz 1997 rot/gelb 1998 blau/gelb 1999 grün/gelb 2000 schwarz/gelb 2001 rot/blau
2002 rot/grün 2003 rot/schwarz 2004 grün 2005 blau 2006 gelb 2007 schwarz 2008 rot/gelb 2009 blau/gelb
Duodess [Bearbeiten]

Bei geflochtenen Kletterseilen kann eine eingewebte Markierung in der Seilmitte mit dem Duodess-Verfahren hergestellt werden. Markierungen mit (eventuell schädigenden) Filzmarkern, oder verrutschenden Klebebändern sind somit nicht mehr nötig, um die Einschätzung der Restseilmenge vornehmen zu können.[8]
Triodess [Bearbeiten]

Wie beim Duodess-Verfahren kommt es beim Triodess-Verfahren zu einer eingewebten Markierung (Musterwechsel) auf den letzten fünf bis sieben Metern. [9] An dieser ?Seil-Gefahrenzone? ist somit erkenntlich, dass es höchste Zeit wird sich einen geeigneten Standplatz zu suchen.[10]
Dynamische Seile [Bearbeiten]
Kletterseil-Innenleben

Kletterseile (nach EN 892) sollen bei Sturz enorm hohe Kräfte sicher aufnehmen, ohne eine für den Menschen durch zu hohe Bremsbeschleunigung gefährliche Wirkung zu verursachen, sowohl bei der Seilsicherung beim Klettern wie auch beim Anseilen zur Seilschaft. Sie werden um eine Seele aus einem elastischen Material gefertigt. Durch die Kräfteumwandlung im Seil (siehe Helix) wird die Energie in der elastischen Seele zwischengespeichert, und die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Seils in der Länge nimmt langsam ab (dynamischer Kräfteverlauf, geringe Beschleunigungen). Das Seil wird dabei länger, aber deutlich dünner. Nachdem sie zum Stillstand gekommen ist, überträgt sie sich zurück auf Seil, und die Last pendelt in der Vertikalen aus. Extremste Anwendung dieses Prinzips ist das Bungee-Jumping.
Statische Seile [Bearbeiten]

Als statische Seile werden allgemein Seile und auch Reepschnüre mit niedriger Dehnfähigkeit (EN 1891) bezeichnet. Sie sind für die Personensicherung bei Höhenarbeiten, für Seilzugänge, für Personenrettung, für Speläologie und andere ähnliche Tätigkeiten geeignet. Bei diesen Tätigkeiten ist es wichtig, dass das Seil eine minimale Dehnfähigkeit und maximale Festigkeit aufweist.
Geflochtene Seile [Bearbeiten]

Neben geschlagenen Seilen werden auch geflochtene Seile hergestellt, die meist elastischer sind und sich nicht aufdrehen, aber eine größere Oberfläche haben. Sie werden um eine innere Faser oder Litze, die man Seele nennt, herum angefertigt. Dazu nimmt man meist ein anderes Material, und stellt so eine Form von Verbundwerkstoff her, der die Eigenschaften beider Materialien vereint.
Stahlseile [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Drahtseil

Drahtseile, die heute regelmäßig aus Stahl sind, werden in unterschiedlichen Größen und Arten zu den verschiedensten Zwecken verwendet, angefangen vom dünnen und biegsamen Zugseil für die Gangschaltung am Fahrrad, dem weniger biegsamen und stärkeren Bowdenzug für die Bremsen und den eher ***en Deckenbefestigungen für Halogenleuchten über Seile für Aufzüge, Winden, Bagger, Krane und Seilbahnen bis zu den Seilen für Schrägseil- und Hängebrücken. Im Bauingenieurwesen werden Seile auch immer häufiger für Dachkonstruktionen nach dem Vorbild der Zeltdächer im Münchner Olympiapark verwendet. Entsprechend den verschiedenen Verwendungszwecken werden zahlreiche Arten von Drahtseilen mit unterschiedlichen Eigenschaften hergestellt, z. B. solche mit einer Stahl- oder einer Hanfseele oder heute einer Kunststoffseele mit oder ohne integriertem Lichtwellenleiter. Bei Seekabeln dienen Stahlseile unter Wasser auch als Schutzummantelung. In Stahlseile werden oft textile Fäden eingearbeitet, die mit Öl getränkt sind. Durch ständige Abgabe des Öles beim Bewegen des Seiles erfolgt eine geringe Schmierung des Seiles und es wird geschmeidiger. Außerdem wird Rost im Seil verhindert. Drähte für Stahlseile haben eine Zugfestigkeit um 2000 N/mm².
Aufbewahrung und Pflege [Bearbeiten]

verschiedene Phasen des Kleedens auf einem Drahttau von rechts nach links. (die blauen Türkenbunde dienen als optische Abgrenzung des Trensens vom Schmarten und sind nicht Bestandteil der Kleedung)

Historisches Bild vom Kleedern (Ropewalk engl.) mit einer Kleedkeule

Für längere Aufbewahrung ist es für viele Seile am besten, sie auf einer Seiltrommel aufzuspulen; trockene und nicht zu warme Räume sind im Allgemeinen vorzuziehen, doch brauchen manche Materialien eine gewisse Feuchtigkeit. Des Weiteren sollten insbesondere Kunststoffseile bei der Lagerung nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt sein, da die UV-Strahlung sie dann schnell altern lässt und ihre Reißfestigkeit reduziert. Beim Waschen von Kletterseilen verwendet man kaltes Wasser und lässt sie dann langsam an der Luft - keinesfalls in praller Sonne - trocknen. Polyesterseile dürfen wegen ihrer Laugenempfindlichkeit nicht mit Seife gewaschen werden.
Kleedern (Kleeden) und Smarten (Schmarten) [Bearbeiten]

In der Seefahrt wurde das Tauwerk zum Schutz vor Abrieb, Rott (Naturfaser) oder Korrosion (Drahttauwerk) mit Hüsing gekleedert (?umkleidet?). Im ersten Arbeitsgang werden die "Rillen" (Keepen) des Tauwerks mit Strängen von Abfalltauwerk ausgefüllt ("Trensen"). Über die Trensung erfolgt eine Wicklung aus Leinwand ("Schmartung"), die meist als Schrägstreifen geschnitten wurde. Vielfach wurde die Schmartung bei Drahttauwerk mit einem Schutzanstrich aus Bleimennige überstrichen. Über die Schmartung wurde dann das "Kleed" gewunden. Nach jedem Arbeitsgang wurde das Tau meist mit Labsal konserviert. Trensung und Schmartung folgen stets dem "Schlag" des Tauwerks, die Kleedung entgegen ("Trens' und schmarte wie gedreht, anders 'rum geht es beim Kleed"). Bei stärkerem Tauwerk wird dazu die Kleedkeule verwendet.
Bänder und Gurte [Bearbeiten]

Flach geflochtene Seile nennt man Band (Mehrzahl: Bänder) oder Gurt (Mehrzahl: Gurte). Sie werden als Hebezeug, als Antriebsriemen, oder Spanngurt eingesetzt.

im Handwerk
Befestigungsgurt als: Sicherheitsgurt oder Tragegurt, Möbelgurt, Rollladengurt

beim Sport
Klettern: Klettergurt, Bandschlinge
Segeln: Lifebelt, Strecktau
Slackline (Balancieren)

Siehe auch [Bearbeiten]

Seilwinde, Seiltransmission
Krangeln (Seilverdrehung)
Wellrad, Flaschenzug
Tauziehen
Leiterseile
Zu Knoten siehe Knoten (Knüpfen), Knotenkunde und Liste der Knoten.
Zu Seilen im Bereich BDSM vgl. Bondage und Shibari
Brückenseilbesichtigungsgerät
Förderseil

Einzelnachweise [Bearbeiten]

? Almut Bick: Die Steinzeit. Theiss WissenKompakt, Stuttgart 2006. ISBN 3-8062-1996-6
? Franz Baur?s Söhne. In: Die Gross-Industrie Oesterreichs. Festgabe zum glorreichen fünfzigjährigen Regierungs-Jubiläum Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. dargebracht von den Industriellen Oesterreichs 1898. 4, Wien 1898, S. 326-328.
? KunstfaserseilMaterial
? Knotenmaterial
? Bild eines gezeichneten Warbelbrettes
? Historische Seilherstellung mit Warbel Die Warbel ist ein Brett mit gekröpften Haken. Durch eine kreisende Bewegung mit dem Warbelgeschirr wurden die einzelnen Seilstränge gleichmäßig verdrillt. Erste Belege für die Warbeltechnik finden sich in einem Testament eines Lübecker Reepschlägers um 1350 (Weber, 1971)
? Kreuzschlag oder Gleichschlag
? Bild von der Duodess-Seilmitte
? Mammut Seilkunde Duo- + Triodess
? ?Seilkunde?, Bruckmann Basic, 2007, ISBN 3-7654-3906-1 (Seite 10)

Weblinks [Bearbeiten]
Commons: Ropes ? Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Seil ? Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Die Geschichte des Bergseils & Historische Seil-Daten
PDF-Handbuch über statische und dynamische Seile (1,77 MB)
Seilerei im Mittelalter (Erläuterung, Materialien und Technik)
Aufblasbares Seil wird durch eingepumpte Luft starr (www.wissenschaft.de)
Seilerei von der Zeit Karl des Grossen bis zur Industriellen Revolution, (Hanf Museum Berlin)
Kletterseil - worauf man beim Seilkauf achten sollte.

Kategorien:

Seilerware
Knotenkunde
Anschlagmittel

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Lissy20
05.04.12 um 18:38
Avatar von Lissy20

Re: Brauchst du Credits?

Zitat von Lissy20Hinterm Horizont (Musical)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Musicaldaten
Originaltitel: Hinterm Horizont
Originalsprache: Deutsch
Musik: Udo Lindenberg
Buch: Thomas Brussig
Uraufführung: 13. Januar 2011
Ort der Uraufführung: Berlin, Theater am Potsdamer Platz
Ort und Zeit der Handlung: Ost-Berlin
Rollen/Personen

Udo
Jessy
Elmar
Steve
Marco
Mareike
Maximilian
u.a.

Hinterm Horizont ist ein Musical, das auf Liedern des Sängers Udo Lindenberg basiert.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]

1 Hintergrund
2 Besetzung
3 Liederfolge
4 CD-Veröffentlichung
5 Weblinks

Hintergrund [Bearbeiten]

Das Buch stammt von Thomas Brussig (Sonnenallee), die Regie führt Ulrich Waller. Die Uraufführung fand am 13. Januar 2011 im Theater am Potsdamer Platz in Berlin statt.
Besetzung [Bearbeiten]
Original Besetzung, Welturaufführung 2011, Berlin
Udo Serkan Kaya
Jessy jung Josephin Busch
Jessy alt Aline Staskowiak
Elmar Christian Sengewald
Steve Christopher Brose
Jessies Vater, Marco alt, Eddy Kante Thomas Schumann
Stasi Patschinsky Holger Dexne
Stasi Krause Ralf Novak
Mutter, Pressesprecherin Dorina Maltschewa
Mareike Nadja Petri
Marco jung Sebastian Stipp
Minister Rainer Brandt
Barbara Saftig Ilona Schulz
Stasi Fritsche Florian Hacke
Kmetsch Marco Fahrland
Kremer Lorenz Liebold
Der Irre Patrick Adrian Stamme
Dr. Werner, Prof. Scheuerlich Joachim Paul Assboeck
Liederfolge [Bearbeiten]

Mädchen aus Ost-Berlin
Boogie-Woogie-Mädchen
Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klauen
Vom Frieden singen unsre Lieder
Odyssee
Bis ans Ende der Welt
Ich bin Rocker
Gegen die Strömung
Straßen-Fieber
Radiosong
Reeperbahn
Verbotene Stadt
Gitarren gegen Knarren
Sonderzug nach Pankow
Daumen im Wind
Moskau
Hinterm Horizont
Alles das bist du für mich
Wenn du durchhängst
Seid willkommen in Berlin
Ich lieb dich überhaupt nicht mehr
Im A***
Mr. Nobody
Andrea Doria
Was hat die Zeit mit uns gemacht
Ganz anders
Hinterm Horizont (Reprise)
Mein Ding

CD-Veröffentlichung [Bearbeiten]

Hinterm Horizont - das Musical - Castalbum, 2011

Weblinks [Bearbeiten]

Hinterm Horizont Internetauftritt des Veranstalters
Hinterm Horizont Rezension bei www.musicalzentrale.de
In Udo-Lindenbergs-Musical wird zu wenig gesungen, Rezension auf welt-online, 13. Januar 2011, abgerufen am 13. Januar 2011

Kategorie:

Musical (Werk)

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Lissy20
05.04.12 um 18:38
Avatar von Lissy20

Re: Brauchst du Credits?

Zitat von Lissy20
Zitat von Lissy20Hinterm Horizont (Musical)
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Musicaldaten
Originaltitel: Hinterm Horizont
Originalsprache: Deutsch
Musik: Udo Lindenberg
Buch: Thomas Brussig
Uraufführung: 13. Januar 2011
Ort der Uraufführung: Berlin, Theater am Potsdamer Platz
Ort und Zeit der Handlung: Ost-Berlin
Rollen/Personen

Udo
Jessy
Elmar
Steve
Marco
Mareike
Maximilian
u.a.

Hinterm Horizont ist ein Musical, das auf Liedern des Sängers Udo Lindenberg basiert.
Inhaltsverzeichnis
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1 Hintergrund
2 Besetzung
3 Liederfolge
4 CD-Veröffentlichung
5 Weblinks

Hintergrund [Bearbeiten]

Das Buch stammt von Thomas Brussig (Sonnenallee), die Regie führt Ulrich Waller. Die Uraufführung fand am 13. Januar 2011 im Theater am Potsdamer Platz in Berlin statt.
Besetzung [Bearbeiten]
Original Besetzung, Welturaufführung 2011, Berlin
Udo Serkan Kaya
Jessy jung Josephin Busch
Jessy alt Aline Staskowiak
Elmar Christian Sengewald
Steve Christopher Brose
Jessies Vater, Marco alt, Eddy Kante Thomas Schumann
Stasi Patschinsky Holger Dexne
Stasi Krause Ralf Novak
Mutter, Pressesprecherin Dorina Maltschewa
Mareike Nadja Petri
Marco jung Sebastian Stipp
Minister Rainer Brandt
Barbara Saftig Ilona Schulz
Stasi Fritsche Florian Hacke
Kmetsch Marco Fahrland
Kremer Lorenz Liebold
Der Irre Patrick Adrian Stamme
Dr. Werner, Prof. Scheuerlich Joachim Paul Assboeck
Liederfolge [Bearbeiten]

Mädchen aus Ost-Berlin
Boogie-Woogie-Mädchen
Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klauen
Vom Frieden singen unsre Lieder
Odyssee
Bis ans Ende der Welt
Ich bin Rocker
Gegen die Strömung
Straßen-Fieber
Radiosong
Reeperbahn
Verbotene Stadt
Gitarren gegen Knarren
Sonderzug nach Pankow
Daumen im Wind
Moskau
Hinterm Horizont
Alles das bist du für mich
Wenn du durchhängst
Seid willkommen in Berlin
Ich lieb dich überhaupt nicht mehr
Im A***
Mr. Nobody
Andrea Doria
Was hat die Zeit mit uns gemacht
Ganz anders
Hinterm Horizont (Reprise)
Mein Ding

CD-Veröffentlichung [Bearbeiten]

Hinterm Horizont - das Musical - Castalbum, 2011

Weblinks [Bearbeiten]

Hinterm Horizont Internetauftritt des Veranstalters
Hinterm Horizont Rezension bei www.musicalzentrale.de
In Udo-Lindenbergs-Musical wird zu wenig gesungen, Rezension auf welt-online, 13. Januar 2011, abgerufen am 13. Januar 2011

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laylam
05.04.12 um 18:39
Avatar von laylam

Re: Brauchst du Credits? A

A, bzw. a (gesprochen: [?a?]) ist der erste Buchstabe des lateinischen Alphabets und steht für unterschiedlich ausgesprochene Vokalklänge. Er entspricht dem Alpha im Griechischen und dem Buchstaben ? im Kyrillischen Alphabet. Der Buchstabe A hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 6,51 % und ist somit der sechsthäufigste Buchstabe in deutschen Texten hinter dem R und vor dem T. Im Morsealphabet werden A und a mit ?? dargestellt.
Außer in Fremdwörtern und Namen ist das A der einzige Buchstabe in der deutschen Sprache, der zweifach am Anfang eines Wortes stehen darf, etwa im Wort Aal.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Herkunft
2 Darstellung
3 Aussprache
4 Zitate
5 Weblinks
6 Siehe auch
Herkunft [Bearbeiten]


Ägyptischer Ochsenkopf
Proto-semitischer Ochsenkopf
Phönizisches Aleph
Griechisches Alpha

Etruskisches A
Lateinisches A
Frühkyrillisches A
Kyrillisches A
Die aus dem proto-semitischen Alphabet stammende Urform des Buchstabens ist wahrscheinlich der Kopf eines Ochsen. Die Phönizier gaben diesem Buchstaben den Namen Aleph (Ochse). Im phönizischen Alphabet im 9. Jahrhundert v. Chr. war das Schriftzeichen bereits stark stilisiert, die Hörner des Ochsen wurden durch zwei Striche nach rechts angedeutet. Der Lautwert des Aleph bei den Phöniziern war der Knacklaut [?]. Bereits bei den Phöniziern hatte Aleph die erste Stelle im Alphabet inne, dies wurde auch im hebräischen Alphabet übernommen, außerdem besteht eine Verwandtschaft mit dem ersten Buchstaben des arabischen Alphabets, dem Alif (???).
Als die Griechen das phönizische Alphabet übernahmen, drehten sie das Zeichen um 90 Grad und machten daraus das Alpha. Dabei hatten sie keinen Bedarf an dem stimmlosen glottalen Plosiv der Aussprache, der bei den Phöniziern vorhanden war, und da das Griechische reich an Vokalen war, verwendeten sie das Zeichen für den Lautwert [a]. Bei den ältesten griechischen Schriftstücken aus dem 8. Jahrhundert vor Christus wurde der Buchstabe dabei noch liegend verwendet, die um 90° gedrehte Version tauchte dann in späteren Schriftstücken auf und setzte sich durch.
Die Etrusker übernahmen das frühgriechische Alpha und ließen es größtenteils unverändert. Lediglich zur besseren Schreibung (von rechts nach links) versahen sie das Zeichen mit einem Abschwung nach links. Als die Römer das lateinische Alphabet schufen, verwendeten sie das A aus dem etruskischen Alphabet, der Lautwert ist ebenfalls seit den Griechen beibehalten worden. Dieses Alphabet wird bis heute für eine Vielzahl von Schriftsprachen genutzt, darunter für die meisten der europäischen Sprachen. Von diesem fand es auch Eingang in das kyrillische Alphabet.
Darstellung [Bearbeiten]

Das Grundaussehen der Großbuchstaben ist das zweier (symmetrisch) diagonal oben zusammenlaufender Linien und einer Waagerechten in der Mitte, aber nicht alle Schriftarten und -familien folgen diesem Konzept. Die Außenlinien können in Richtung und Strichstärke asymmetrisch sein oder unten parallel verlaufen und dann in einen Bogen (z. B. Bauhaus) oder in eine vierte, waagerechte Linie (z. B. Siebensegmentanzeige) übergehen. Teilweise entfällt die Mittellinie, wodurch sich das Aussehen einem griechischen Lambda (?) oder einem vergrößerten kleinen n annähert. In manchen gebrochenen Schriften (z. B. Fraktur) sinkt die Mittellinie auf die Grundlinie und die linke Außenlinie wird zu einem nach innen gewölbten Bogen, wodurch der Buchstabe oben statt unten offen ist. In der Schreibschrift wird die Mittellinie häufig und manchmal auch die Spitze oben als Schleife ausgeführt; manchmal sieht der Großbuchstabe auch dem runden Kleinbuchstaben sehr ähnlich (z. B. Sütterlin).

Blackletter-A
Unzial-A
Initial-A
Sütterlin-A

Fraktur-A
Modern-Roman-A
Modern-Italic-A
Modern-Script-A
Es gibt zwei Grundformen der Kleinbuchstaben: offen und geschlossen/rund. Beide haben sich über die Schreibschrift (mit Feder) aus dem Großbuchstaben entwickelt. Die offene Form ähnelt einem kleinen, um 180° gedrehten e mit einem Abschluss unten rechts. Die geschlossene Form, bei der die Mittellinie ganz fehlt, hat Ähnlichkeit mit einem kleinen o, dem auf der rechten Seite eine senkrechte Tangente angefügt wurde. Ansonsten sind je nach Schriftart die für alle Buchstaben üblichen Schleifen und Serifen anzutreffen. In Standard-Druckschriften wird meist die offene, in kursiven und in Schreibschriften die geschlossene Minuskel verwendet.
In Unicode wird das große ?A? durch U+0041 und das kleine ?a? durch U+0061 dargestellt. Im ASCII ist das große ?A? der Code 65, das kleine ?a? der Code 97, daraus folgt im binär aufgebauten Dualsystem die Zeichenfolge 01000001 für das kleine ?a? und 01100001 für das große ?A?. Im EBCDIC ist der Code für das große ?A? die 193 und für das kleine ?a? die 129. Die numerischen Darstellungen in HTML und XML sind ?&#65;? und ?&#97;? für den Groß- und den Kleinbuchstaben.
Neben diesen direkten Darstellungen gibt es noch diverse bildliche oder sonstige Darstellungen des Buchstabens ?A?. Dazu gehört beispielsweise der Morsecode: ·? . In der Brailleschrift wird das ?A? durch eine Erhebung dargestellt. Weitere Darstellungsformen gibt es in der Gebärdensprache in Form der geschlossenen Faust im Fingeralphabet, in der optischen Telegrafie sowie im international gültigen Flaggenalphabet:

A in der Brailleschrift
A im Flaggenalphabet
A in der optischen Telegrafie
Aussprache [Bearbeiten]

Der Buchstabe A steht in verschiedenen Sprachen für unterschiedliche Vokalklänge.
Im Deutschen und vielen anderen Sprachen steht er für den offenen vorderen ungerundeten Vorderzungenvokal [a]: A ist der klangreichste der Vokale, bei dessen Hervorbringen der Stimmton frei aus den weit geöffneten Lippen hervorkommt, während die Zunge in eine flache Stellung niedergedrückt wird. Stellt man das Verhältnis der drei Hauptvokale a, i, u durch eine senkrechte Linie dar, so kommt i als der hellste an das obere, u als der dumpfeste an das untere Ende, a als der mittlere Vokal genau in die Mitte derselben zu stehen. Im Deutschen gibt es zwei verschiedene Phoneme des Vokals: den Kurzvokal a, wie z. B. in satt, und den weiter hinten im Rachenraum gebildeten Langvokal a, wie z. B. in Rat.
Die Länge des Vokals ist unterschiedlich gekennzeichnet.
Langer Vokal:
Folgend Einzelkonsonant: Rat, Tag
Verdopplung des Vokals: Aar, Haar, Aachen
folgendes h: Bahre
am Silbenende: ja, Na(-)me, Ta(-)ler
Kurzer Vokal:
Folgend mehrere Konsonanten: Amt, Matsch
Verdopplung des folgenden Konsonanten: Matte
vor -ch, -sch, -st, -tz: ***
Aus einem A kann sich unter bestimmten Bedingungen ein Umlaut ?ä? bilden.
hat: hätte
Haus: Häuser
Abgeleitete Zwielaute (Diphthonge) sind:
au (Haut)
äu (Häute)
Zitate [Bearbeiten]

Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. (Offb 1,8 LUT ).
A, der edelste, ursprünglichste aller laute, aus brust und kehle voll erschallend, den das kind zuerst und am leichtesten hervor bringen lernt, den mit recht die alphabete der meisten sprachen an ihre spitze stellen (aus dem Grimmschen Wörterbuch)
Wer A sagt, muss auch B sagen. (Sprichwort)
Wer A sagt, der muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daß A falsch war. (Bertolt Brecht)

Wikipedia Suchbegriff: A
laylam
05.04.12 um 18:40
Avatar von laylam

Re: Brauchst du Credits? Seilwinde

Seilwinde


einfache elektrische Seilwinde


Seilwinde, ca. 1945, über Flachriemenantrieb mit Dieselmotor (4 PS)


Mooringwinch auf einem Schiff
Eine Seilwinde ist prinzipiell eine Vorrichtung, mit der man mit Hilfe eines Seils etwas ziehen kann. Dabei wird das Seil meist auf einer durch einen Motor oder durch Muskelkraft angetriebenen zylindrischen Trommel aufgewickelt.
Die Windenseile können aus herkömmlichem Seil sein, wobei bei schweren Lasten meist Stahlseile und seit jüngerer Zeit auch Plasmaseile aus beispielsweise ?ultrahochmolekularem? Polyethylen (PE-UHMW) zum Einsatz kommen.
Die Zugkraft lässt sich durch Einsatz eines Flaschenzuges steigern.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Trommelwinde
2 Spillwinde oder Treibscheibenwinde
3 Anwendungen
3.1 Einbau und Betrieb in Kraftfahrzeugen (Feuerwehr, THW, Katastrophenschutz)
3.2 Weitere Anwendungen/Bauformen
4 Sicherheit
5 Siehe auch
6 Weblinks
Trommelwinde [Bearbeiten]

Die Seilwinde ist eine Seiltrommel, die mechanisch, elektrisch oder hydraulisch angetrieben wird und auf der ein Seil aufgerollt wird. Das Seil kann sich selbständig nebeneinander gleichmäßig aufrollen, wenn die freie Strecke des Seiles vor der Trommel lang genug ist. Anderenfalls kann eine zusätzliche Seilführung zum Einsatz kommen, die das Seil "ordentlich aufrollt", indem sie es seitlich versetzt.
In diesen Fällen wird die ganze Zugkraft vom Seil auf die Trommel übertragen. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Zugkraft mit der Anzahl der Lagen auf der Trommel abnimmt, da sie vom Antriebsdrehmoment und dem Hebelarm (Radius auf der Trommel) abhängig ist. So ist bei einer Winde mit einer Zugkraft von 50 kN auf der innersten Lage auf der äußersten Lage (normalerweise 4 - 5 Lagen) je nach Seildurchmesser nur mehr eine Zugkraft von 20 - 30 kN vorhanden.
Mit Hilfe moderner Steuerungssysteme und durch entsprechende Auslegung der Seilwinde ist es heute möglich, auch bei Trommelwinden konstante Zugkraft lagenunabhängig sicherzustellen.
Spillwinde oder Treibscheibenwinde [Bearbeiten]

Es gibt aber auch andere Winden, bei denen das Seil um ein Seilspill herumgeschlungen wird und erst dann auf einer Haspel aufgewickelt wird. Sie werden Spillwinden oder Treibscheibenwinde genannt. Im Schiffbau ist diese Windenform auch als Winsch bekannt. Die Haspel übt nur eine Vorspannung aus, damit das Seil die notwendige Reibung am Spillkopf hat. In diesem Fall hat die Winde über die gesamte Seillänge dieselbe Zugkraft und Seilgeschwindigkeit. Diese Winde hat aber einen größeren Platzbedarf und ist wesentlich aufwendiger gebaut.
Eine Sonderform sind Kettenzüge.
Anwendungen [Bearbeiten]

Die Anwendungsart bestimmt die Größe und die genauere Konstruktion einer Seilwinde.
Einbau und Betrieb in Kraftfahrzeugen (Feuerwehr, THW, Katastrophenschutz) [Bearbeiten]


Bergung eines PKW mittels Seilwinde
Winden können entweder heckseitig beim Fahrzeug oder nach vorne angebaut sein. Bei den heckseitigen Winden ist die Belastung des Fahrgestells günstiger, da der Rahmen auf Druck und nicht auf Zug wie bei Frontwinden belastet wird.
Bei den Heckwinden wird das Seil im Fahrzeugrahmen entweder frei oder durch Rohre und Umlenkrollen nach vorne geführt. An der Vorderseite des Fahrzeuges ist entweder ein so genanntes Seilfenster mittels vier Rollen, die das Seil führen oder eine so genannte Propellerrolle (das sind zwei Umlenkrollen, die sich um 360 Grad drehen können) angebracht. Der Zugwinkel darf aber trotzdem nicht mehr als 15 Grad nach links oder rechts von der Fahrzeugachse abweichen, da sonst Schäden am Fahrgestell auftreten können und sich die Zugkraft verringert. Einige Winden werden dann automatisch über einen Schalter heruntergeschaltet und die Zugkraft wird dann reduziert.
Um das Seil bei der unbelasteten Winde schneller ausziehen zu können, haben die Winden meistens einen Freilauf oder einen Schnellgang. Dabei wird die Trommel durch eine Kupplung vom Antrieb getrennt und kann sich frei durchdrehen. Dieser Freilauf darf sich aber nur in unbelastenen Zustand schalten lassen.
Die Seilgeschwindigkeit wird bei mechanischen Winden über die Motordrehzahl, bei hydraulischen über ein Steuerventil geregelt.
Um eine zu hohe Belastung der Winde und des Seils zu vermeiden, sind bei hydraulischen Antrieben Überdruckventile oder bei mechanischen Winden Scherbolzen als Sollbruchstelle eingebaut. Bei modernen Winden wird die gezogene Last, in Prozent, am Bedienungsdisplay angezeigt.
Die übliche Zugkraft einer Feuerwehrseilwinde beträgt 50 kN (beispielsweise RW 1 und LF 24, beziehungsweise RF oder RLF), und sie hat eine Zuglänge von 50 bis 60 m. Dabei ist zu berücksichtigen, dass noch mehrere Seilwindungen auf der Trommel verbleiben müssen, damit die Zugkraft auch durch die Reibung auf die Trommel und nicht die ganze Kraft über das Seilschloss übertragen wird.


Magirus-Deutz F 250 D 25 A mit Spillwinde
Gesteuert werden die Windenbewegungen meistens aus technischen Gründen vom Fahrersitz aus. Es gibt allerdings auch Fernsteuerungen, mit der sich der Maschinist vom Fahrzeug wegbewegen kann und die Steuerung der Seilwinde bedient.
Auch beim Betrieb von Seilwinden ist Sicherheit das oberste Gebot. Deshalb dürfen sich die Feuerwehrangehörigen nicht im Bereich des Seiles aufhalten (1,5-fache Seillänge als Sicherheitsabstand), wenn die Winde unter Zug ist. Das Seil muss regelmäßig kontrolliert und gewartet werden. Wenn Litzen gebrochen sind oder Seilknicke auftreten, muss das Seil ausgemustert werden.
Damit ein Fahrzeug die Windenleistung ausnützen kann, muss das Fahrzeug selbst gut verankert sein. Das kann auf verschiedene Arten passieren. Die einfachste Art ist, Unterlegkeile unter die Räder zu legen. Auch eine Allradbremse kann verwendet werden oder das Fahrzeug wird beispielsweise an einem starken Baum verankert, wobei die Zugkräfte berücksichtigt werden müssen, die der Fahrzeugrahmen dabei übertragen muss.
Weitere Anwendungen/Bauformen [Bearbeiten]


Winde an einem Polizeihubschrauber
Mehrzweckzug
zum Starten von Segelflugzeugen beim Windenstart; in kleinerer Ausführung auch zum Starten von Gleitschirmen oder Hängegleitern
zum Starten von Segelflugmodellen
an Bergrettungsfahrzeugen und an Rettungshubschraubern auch zur Rettung von Patienten
an Geländefahrzeugen als Bergungswinde oder zur Unterstützung beim Bewältigen großer Steigungen oder beim Bewegen großer Schneemassen (Pistenfahrzeug)
in der Forstwirtschaft als eigenständige Geräte (Forstwinde) oder als Anbaugeräte bei Traktoren
im Kranbau auf so genannten Laufkatzen
für Artisten im Rahmen von Shows
in der Schifffahrt, beispielsweise eine Ankerwinde (meist mit Kette) oder Winsch
Im Eisenbahnbetrieb zum Wagenverschub bei Anschlussbahnen.
Sicherheit [Bearbeiten]

Bei gewerblich eingesetzten Seilwinden ist eine jährliche Sicherheitsüberprüfung U-VV Prüfung (nach Richtlinien der Berufsgenossenschaften ) in Verbindung mit den VDE Vorschriften (bei Elektroseilwinden) vorgeschrieben.


Differentialseilwinde
Siehe auch [Bearbeiten]

Zahnstangenwinde

Wikipedia: seilwinde
Rihanna4ever
05.04.12 um 19:52
Avatar von Rihanna4ever

Re: Brauchst du Credits?

Zitat von -ChaneLDie Kartoffel (Solanum tuberosum), in Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auch als Erdapfel (Herdöpfel) oder Grundbirne (Grumbeer) und im restlichen deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Regionalnamen bekannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), zu der auch Tomate, Paprika und Tabak gehören. Das Wort Kartoffel leitet sich von tartufolo, dem italienischen Wort für Trüffel ab, das wiederum vom lateinischen "terrae tuber" abgeleitet ist. Der Name der Süßkartoffel (Ipomoea batatas) leitet sich von der ähnlichen Verwendung und dem ähnlichen Aussehen der Knollen ab, nicht von einer Verwandtschaft. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird ?Kartoffel? für die unterirdischen Knollen verwendet. Über diese Knollen kann sich die Pflanze vegetativ vermehren.
Die Samen werden in tomatenähnlichen Beeren gebildet, welche wie alle grünen Teile der Pflanze und die Keime der Knolle für Menschen ungenießbar bis leicht giftig sind.
Weltweit werden jährlich etwa 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Die Kartoffel ist das viertwichtigste Nahrungsmittel der Welt; daneben aber auch Futtermittel und Industrierohstoff.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Beschreibung
1.1 Genom
2 Herkunft
2.1 Ursprüngliche Herkunft
2.2 Kultivierung
3 Systematik
4 Kartoffelanbau
4.1 Wirtschaftliche Bedeutung
4.2 Anbaubedingungen
4.3 Europa
4.4 Anbau weltweit
4.5 Das Internationale Jahr der Kartoffel 2008
5 Kartoffelsorten
5.1 Reifezeit
5.2 Verwendungszweck
5.3 weitere Unterscheidungskriterien
6 Wichtige Krankheiten und Schädlinge
6.1 Pilzkrankheiten der Kartoffelpflanze
6.2 Durch Bakterien hervorgerufene Kartoffelkrankheiten
6.3 Durch Viren hervorgerufene Kartoffelkrankheiten
6.4 Insekten (Insecta)
6.5 Asseln
6.6 Fadenwürmer (Nematoda)
7 Lagerung
8 Verwendung
8.1 Futterkartoffel
8.2 Stärkekartoffel
8.3 Biotechnologie
8.4 Volksmedizin
9 Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten
9.1 Alkaloide in Kartoffeln
10 Regionale Namen
11 Siehe auch
12 Literatur
13 Einzelnachweise
14 Weblinks
Beschreibung [Bearbeiten]



Unterer Teil einer Pflanze. Die Mutterknolle ist dunkel gezeichnet.


Früchte der Kartoffelpflanze
Kartoffeln sind aufrecht oder kletternd wachsende, krautige Pflanzen, die über 1 m hoch werden können. Die Sprossachse ist manchmal vierkantig, teilweise sogar geflügelt. Unterirdisch oder knapp über der Oberfläche bildet die Pflanze knollentragende Stolone aus.
Die wechselständig stehenden Blätter sind unpaarig gefiedert, kurzstielig und werden 10 bis 30 cm lang und 5 bis 15 cm breit. Die Teilblätter sind leicht bis stark behaart, stehen sich gegenüber oder sind wechselständig, oft von unterschiedlichster Form und Größe. Die größeren Teilblätter besitzen zum Teil eigene Blattstiele, sind zwischen 2 bis 10 cm lang und 1 bis 6 cm breit. Sie sind eiförmig bis länglich-eiförmig, an der Spitze zugespitzt bis stark zugespitzt. Die kleineren Teilblätter besitzen eine stumpfere Spitze, mit einer eher herzförmigen Basis, meist eiförmig bis kugelförmig und besitzen einen Durchmesser von 2 bis 15 mm.
Die Blüten stehen in trugdoldenförmigen Blütenständen. Die Blütenstandstiele sind 5 bis 15 cm lang und behaart, die Blütenstiele sind ebenfalls behaart und 3 bis 35 mm lang. Der Blütenkelch ist glockenförmig, 5-lappig und hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm. Die Kelchlappen sind spitz bis stark zugespitzt. Die Kronblätter sind weiß bis blau, die Krone ist doppelt so lang wie der Kelch und hat einen Durchmesser von 3,5 bis 4 cm. Die gelben Antheren stehen frei, aufrecht und porig. Die Frucht ist eine gelblich-grüne, zweikammerige Beere mit vielen Samen.[1]
Die Keimung erfolgt epigäisch. Am Beginn treten nur die Wurzelanlage und das Hypokotyl aus der Samenschale hervor, während die Keimblätter zunächst noch in ihr verbleiben. Erst später verlassen auch sie die Samenschale, ergrünen und werden zu den ersten Assimilationsorganen. Die zunächst gebildeten Primärblätter sind noch einfacher gebaut als die später gefiederten Folgeblätter.[2]
An den basalen Teilen des Sprosses treiben Achselknospen aus, die in den Boden eindringen und dort waagrecht (plagiotrop) ausläuferartig weiterwachsen und zu den Stolonen werden. Anstatt Laubblättern tragen sie Schuppenblätter. Die Enden dieser Ausläufer verdicken sich und wandeln sich in die Knollen um. Es handelt sich hierbei um ein primäres Dickenwachstum. Es sind also Sprossknollen. Die Knolle besitzt nur kleine, schuppenartige Blätter, die jedoch hinfällig sind, also früh abfallen. In den Achseln der Blattnarben sitzen die Knospen (hier Augen genannt), aus denen die Knolle nach der Ruhephase wieder austreibt. Die Knolle ist polar differenziert: Die Basis, das der Mutterpflanze zugewendete Ende, wird Nabelende genannt. Es ist die Ansatzstelle des Ausläufers, der nach Reifung der Knolle zugrunde geht. An der Spitze sitzt die Endknospe in einer grubenartigen Vertiefung. Beim Wiederaustrieb wächst bevorzugt die Endknospe aus, die dann senkrecht (orthotrop) wachsend einen Luftspross bildet.[2]
In den grünen Pflanzenteilen der Kartoffel konzentrieren sich Alkaloide, unter anderen Solanin, die eine natürliche Abwehrbarriere zum Beispiel gegen Bakterien und Insekten bilden. Aus diesem Grund sind Kartoffeln, die im Licht gelagert grün geworden sind, nicht mehr genießbar.

Blatt



Habitus



Kartoffelknollen



Junge Knolle am Stolon



Blüten

Genom [Bearbeiten]
Das Potato Genome Sequencing Consortium, ein Team aus 29 Forschungsgruppen aus 14 Ländern, begann im Januar 2006 mit der Arbeit an der Sequenzierung. Am 10. Juli 2011 wurde das Genom der Kartoffel in Nature veröffentlicht. Es enthält mehr als 39.000 Protein-kodierende Gene. Die Kartoffel hat 12 Chromosome. Einige Sorten sind tetraploid und andere diploid. Die Sequenzierung des Genoms soll es Züchtern ermöglichen, Ertrag, Qualität, Nährwert und Krankheitsresistenz zu verbessern. Auch soll die Zeit zur Kreation neuer Sorten (derzeit 10-12 Jahre) verkürzt werden. Die wichtigste Entdeckung sind über 800 Krankheitsresistenzgene, von denen jedes potenziell zur Bekämpfung wichtiger Krankheiten wie Goldnematoden oder Kartoffelfäule eingesetzt werden kann.[3][4]
Herkunft [Bearbeiten]

Ursprüngliche Herkunft [Bearbeiten]
Die heute kultivierten Kartoffeln stammen von verschiedenen Landsorten ab, die in den Anden vom westlichen Venezuela bis nach Argentinien und der Insel Chiloé bzw. dem Chonos-Archipel im Süden von Chile vorkommen. Auf Chiloé fand man die ältesten bekannten Spuren von wilden Kartoffeln, man schätzt ihr Alter auf 13.000 Jahre. Die chilenischen Landsorten stammen ihrerseits jedoch vermutlich von den peruanischen Andensorten (Solanum tuberosum ssp. andigena) ab, wahrscheinlich nach Hybridisierung mit der Wildart Solanum tarijense, die in Bolivien und Argentinien zu finden ist.[5] In dem lange Zeit als Ursprungsland der Kartoffel angesehenen Peru gibt es wiederum mehr als 3.000 endemische Kartoffelsorten. Die meisten können nur in den peruanischen Anden angebaut werden, weil sie aufgrund ihrer geologischen und klimatischen Ansprüche in anderen Weltgegenden nicht gedeihen.[6] Der Haup***rschied der Andenkartoffel zu den in anderen Anbaugebieten kultivierten Sorten besteht darin, dass sie an andere Lichtverhältnisse (Tag- und Nachtzyklus) angepasst ist.
Kultivierung [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Kulturgeschichte der Kartoffel


Kartoffelanbau, ca. 1910, Russisches Kaiserreich


Kartoffelernte in der DDR
Wann, wie und durch wen die Kartoffel nach Europa kam, ist bis heute nicht genau geklärt. Auf ihrem Weg von Südamerika nach Spanien machte die Kartoffel Zwischenstation auf den (spanischen) Kanarischen Inseln. Dies ist bekannt, weil im November 1567 drei Fässer, die Kartoffeln, Orangen und grüne Zitronen enthielten, von Gran Canaria nach Antwerpen, und im Jahre 1574 zwei Fässer mit Kartoffeln von Teneriffa via Gran Canaria nach Rouen verschifft wurden. Geht man davon aus, dass mindestens fünf Jahre nötig waren, um so viele Kartoffeln zu erhalten, dass sie zum Exportartikel werden konnten, so fand die Einbürgerung der Pflanze auf den Kanaren spätestens 1562 statt.
Der früheste Beleg für die Kartoffel in Spanien findet sich in den Büchern des Hospital de la Sangre in Sevilla, das im Jahre 1573 Kartoffeln eingekauft hat. Man nimmt an, dass die Kartoffel Spanien frühestens 1564/65 und spätestens 1570 erreicht hat, da ansonsten der Botaniker Clusius, der das Land 1564 auf der Suche nach neuen Pflanzen bereiste, sie wohl bemerkt hätte. Von Spanien aus gelangte die Kartoffel nach Italien und breitete sich dann langsam auf dem europäischen Festland aus.
Auf die britischen Inseln soll die Kartoffel ohne den Umweg über Spanien gelangt sein. Wer die Kartoffel dorthin gebracht hat, ist nicht geklärt. Francis Drake war es jedenfalls nicht, wahrscheinlich auch nicht Walter Raleigh oder Thomas Harriot, Namen, die immer wieder in diesem Zusammenhang genannt werden. Erstmals belegt ist die Kartoffel in England im 1596 in London erschienenen Katalog der Pflanzen, die der Botaniker John Gerard in seinem Garten in Holborn züchtete.[7]
Nach Europa wurde die Kartoffel vielfach wegen der schönen Blüte und des üppigen Laubes als reine Zierpflanze importiert und als seltene Pflanze in botanische Gärten aufgenommen. Mitte des 16. Jahrhunderts tauchte sie in den Niederlanden, in Italien und in Burgund auf.
In Deutschland sollen die ersten Kartoffeln während der Regierung Ferdinand III. 1647 in Pilgramsreuth (Oberfranken) angebaut worden sein.[8] Im Kloster Seitenstetten in Niederösterreich verfasste der Benediktinerabt Caspar Plautz ein Kochbuch mit Kartoffelrezepten, das bereits 1621 in Linz erschien.[9] Der Anbau in großem Stil begann 1684 in Lancashire, 1716 in Sachsen, 1728 in Schottland, 1738 in Preußen und 1783 in Frankreich.
Außerhalb tropischer, arktischer und subarktischer Klimazonen wird die Kartoffel heute weltweit angebaut. Nachdem sich ihre Kultur in Europa durchgesetzt hatte und die Kartoffel zu einem Grundnahrungsmittel geworden war, brachten Europäer sie überall mit, wo sie später Fuß fassten. Im Einzelhandel werden heute neben den einheimischen Kartoffeln auch solche aus Sizilien, von den Kanarischen Inseln, aus Ägypten oder aus Südafrika angeboten. Auf Teneriffa oder auf Madeira wachsen Kartoffeln unter Palmen und neben Bananengärten. Dort sind zwei Ernten im Jahr möglich, der Export erfolgt vornehmlich in die Staaten der Europäischen Union. Aus Gründen des Ertrags werden Kartoffeln im Alpenraum nur noch selten bis auf 2.000 Meter Höhe angebaut. Eine dieser Anbauinseln ist der Lungau (Österreich), wo unter der Bezeichnung "Lungauer Eachtling" auf 150 ha verschiedene Sorten angebaut werden[10].
Systematik [Bearbeiten]

Solanum tuberosum wird innerhalb der Gattung der Nachtschatten (Solanum) in die Sektion Petota eingeordnet. Zu dieser Sektion gehören schätzungsweise 190 Arten, von denen viele Wildarten sind, die ebenfalls knollentragend sind. Zudem existiert eine große Anzahl an südamerikanischen Landsorten, die zum Teil mit zu Solanum tuberosum gerechnet werden, andererseits jedoch auch in bis zu 21 eigene Arten aufgeteilt werden. Die nächsten wilden Verwandten der kultivierten Kartoffel werden im Solanum brevicaule-Komplex zusammengefasst. Aufgrund phylogenetischer Untersuchungen konnte die Herkunft der südamerikanischen Landsorten und damit auch der kultivierten Kartoffel auf die südperuanische Art Solanum bukasovii aus dem Solanum brevicaule-Komplex zurückgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung widerlegten damit die These, dass die kultivierten Kartoffeln mehrere Ursprünge besitzen.[5]
Kartoffelanbau [Bearbeiten]

Wirtschaftliche Bedeutung [Bearbeiten]


73 % der Welternte von Kartoffeln wird von 12 Staaten erbracht
Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO [11] betrug im Jahr 2005 die Weltproduktion 322 Millionen Tonnen Kartoffeln.
Die führenden Anbauländer sind: (Produktion in Millionen Tonnen)
Land 1990 2000 2009 Ertrag 2009 (t/ha)
China 32 66 69 14,5
Indien 15 25 34 18,8
Russland 34 31 36 14,3
Ukraine 20 20 13,9
Vereinigte Staaten 18 23 20 46,3
Deutschland 14 12 11 44,1
Polen 36 24 10 19,9
In Deutschland nahm die Anbaufläche in den vergangenen Jahren stark ab. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die bundesweite Anbaufläche bei rund 267.400 Hektar Kartoffeln. 1990 waren es noch 548.000 Hektar. Niedersachsen liegt mit insgesamt 114.100 Hektar an der Spitze der Bundesländer. Auf dem zweiten Platz kommt Bayern mit 52.700 Hektar[12]. Die Erntemenge stieg 2004 auf 12,6 Millionen Tonnen, gegenüber 9,2 Millionen Tonnen im Vorjahr. Deutschland ist zudem wichtigstes Importland für Frühkartoffeln, die überwiegend aus Frankreich, Italien und Ägypten kommen. Wichtige Exportländer sind neben Frankreich die Beneluxstaaten und für Kartoffelprodukte auch Deutschland. Der Selbstversorgungsgrad betrug 2001 in Deutschland rund 108 %.
Marktversorgung von Speisefrühkartoffeln 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Ernte in Tonnen 559.000 468.000 486.000 453.000 514.000 477.000 447.000 508.000
Importe in Tonnen 107.000 130.000 118.000 112.000 146.000 95.000 136.000 121.000
Quelle: Statistisches Bundesamt
Anbaubedingungen [Bearbeiten]


Kartoffelfeld in Maine, USA


Kartoffelfeld von Gut Böckel in Rödinghausen
Unter guten Anbaubedingungen können von einem Hektar Ackerland in subtropischen Gebieten zwischen 25 und 35 Tonnen geerntet werden, im tropischen Klima erreichen die Ernten 15 bis 25 Tonnen je Hektar.
Für kultivierte Kartoffeln liegen die optimalen Temperaturbedingungen bei einem Tagesmittel zwischen 18 und 20 °C. Um die Knollenbildung zu fördern, ist eine Maximalnachttemperatur von 15 °C erforderlich, für das Knollenwachstum ist eine Bodentemperatur von 15 bis 18 °C optimal. Sinken die Temperaturen unter 10 oder steigen sie über 30 °C, stellt die Pflanze das Wachstum nahezu ein.
Kultivierte Kartoffeln werden in frühe (90 bis 120 Tage), mittlere (120 bis 150 Tage) und späte (150 bis 180 Tage) Sorten unterteilt. Wird bei zu kalten Temperaturen gepflanzt, können sich diese Angaben jedoch noch erhöhen. Zum erfolgreichen Anbau früher Kartoffelsorten ist ein Langtag von 15 bis 17 Stunden erforderlich, spätreifende Sorten erzielen sowohl unter Kurztags- als auch Langtagsbedingungen gute Ernten. Siehe dazu Photoperiodismus.
Um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu unterbinden, wird empfohlen, ein Feld nur alle drei Jahre mit Kartoffeln zu bestellen. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 5 und 6 liegen, der Bedarf an Nährstoffen liegt bei 80 bis 120 kg Stickstoff je Hektar, 50 bis 80 kg Phosphor je Hektar und 125 bis 160 kg Kalium je Hektar. Der beste Ertrag für Sorten mit einer Reifezeit von 120 bis 150 Tagen wird bei einer Wassermenge von 500 bis 700 mm jährlichem Niederschlag erreicht.[13]. In Deutschland liegen die Erträge meist bei 30 bis 50 Tonnen je Hektar Anbaufläche[14]. Bei einzelnen Stärkekartoffelsorten wird bei Einsatz gezielter Bewässerung über 80 Tonnen Ertrag je Hektar berichtet[15].
Europa [Bearbeiten]


Kartoffelfeld in Nakkila (Finnland)
Die Vorbereitung des Ackers auf den Anbau von Kartoffeln beginnt in der Regel mit einer wendenden Grundbodenbearbeitung durch Pflügen entweder im vorhergehenden Herbst, um vor allem bei schweren Böden den Effekt der Frostgare auszunutzen, oder im Frühjahr. Bei Herbstpflugfurche erfolgt im Frühjahr nochmals eine lockernde Bodenbearbeitung durch nichtwendende Geräte auf rund 15 cm Tiefe. Das Pflanzbett sollte abgesetzt, feinkrümelig, klutenfrei und trocken sein, um den Legevorgang der Pflanzkartoffeln, den Dammaufbau, etwaige mechanische Pflegemaßnahmen und die Ernte zu erleichtern. Der Boden sollte einen guten Luft-, Wasser- und Wärmeaustausch ermöglichen. Flache, große und zusammenhängende Flächen mit feinen, sandigen Böden ohne Steine eignen sich besonders für den Kartoffelanbau. Zudem sind Gebiete mit geringerer Luftfeuchtigkeit, z. B. in trockeneren Regionen oder in höheren Lagen wegen des reduzierten Krankheitsrisikos besonders interessant für den Kartoffelanbau. Die Kartoffeln werden in allen Systemen in Dämmen angebaut, was dem vorher erwähnten Anspruch an den Boden entgegenkommt. Die Pflanzendichte und -anordnung im Feld (Reihen- und Pflanzenabstände) sind abhängig vom Nutzungszweck: Größere Bestandsdichten sind typisch für die Erzeugung von Pflanzgut und haben kleinere Knollen zur Folge. Beim Anbau der Kartoffeln für Nahrungszwecke sind die Bestandesdichten geringer und die Knollen größer. Angestrebt werden zum Beispiel beim Anbau für Speisezwecke zwischen 40.000 bis 45.000 Pflanzen je Hektar, zur Erzeugung von Pflanzkartoffeln aber rund 60.000 Pflanzen je Hektar. Teils werden Kartoffeln rund zwei Monate vor der Pflanzung vorgekeimt, um einen frühen Reihenschluss sicherzustellen.
Das Setzen der Pflanzkartoffeln erfolgt durch spezielle Legemaschinen, welche die Knollen in eine Tiefe von 8 bis 10 cm setzen und anschließend den Boden wieder in Dammform schließen. Der Abstand der Reihen beträgt zwischen 60 bis 90 cm; in Hinblick auf Spurweiten und Reifenbreiten der verwendeten Maschinen ist in Deutschland ein Reihenabstand von 75 cm gebräuchlich. Der Abstand der Pflanzen zueinander in der Reihe variiert je nach angestrebter Bestandesdichte zwischen 25 und 40 cm.[16]
Die Unkrautregulierung kann durch mechanische Bekämpfungsmaßnahmen, thermische Verfahren, dem Einsatz von Herbiziden oder durch Kombinationen dieser Bekämpfungsmet*** erfolgen. Im konventionellen Landbau ist die Unkrautbekämpfung durch Herbizide üblich[17], im ökologischen Landbau hingegen werden mechanische oder thermische Verfahren eingesetzt. Die mechanische Unkrautbekämpfung kann mit folgenden Geräten betrieben werden: Hackgerät mit Gänsefußschar, Vielfachgerät, Rollsternhacke, Netzegge, Dammformer, Dammfräse, Dammstriegel oder gewöhnlicher Striegel. Ziel der mechanischen Bekämpfung ist es, dass das keimende Unkraut aus dem Boden gelöst wird und dadurch in der Sonne verdorrt. Diese Maßnahme muss bei entsprechendem Auflauf von Unkräutern so oft wie nötig wiederholt werden, bis die Kartoffelstauden den Boden vollständig abdecken.
Am Ende der Vegetationszeit stirbt das Kraut ab. Es wird verbreitet auch abgetötet, wenn die Knollen genügend groß sind, um das Wachstum bei der optimalen Knollenbeschaffenheit zu unterbrechen, die Erntefähigkeit durch Lösen der Knollen von den Stolonen und Festigung der Schalen herbeizuführen und die Ansteckung der Knollen durch Krankheiten zu verhindern. Für diese Abreifebehandlung gibt es verschiedene Met***, welche vom Anbausystem abhängig sein können. Dazu gehören das mechanische Zerstören der oberirdischen Pflanzenteile durch Abschlegeln oder der Einsatz von Herbiziden (Sikkation).
Anbau weltweit [Bearbeiten]


Chuños, Kartoffeln, die nach traditionellem Verfahren in Peru und Bolivien im Boden gefriergetrocknet konserviert werden


Kartoffelernte in Indonesien
Dank der großen Anpassungsfähigkeit der Kartoffel wird diese heutzutage praktisch auf der ganzen Welt angebaut. Während der Anbau in entwickelten Ländern über die letzten zwei Jahrzehnte tendenziell abgenommen hat, war in Drittweltländern eine Zunahme zu beobachten, am deutlichsten in Asien. Diese Zunahme beruht sowohl auf der Ausdehnung der Anbauflächen wie auf der einfachen Einbeziehung der Kartoffel in bestehende Anbausysteme: Die Entwicklung von früh reifenden Sorten mit einer Vegetationszeit von 80 bis 100 Tagen erlaubt es z. B. in Indien, die Anbaupause zwischen Reis- und Weizenanbau ideal zu nutzen.
Die Anbautechniken in der Dritten Welt sind sehr unterschiedlich, je nach Wachstums- und Marktbedingungen. In den Anden, Zentralafrika und dem Himalaja werden Kartoffeln hauptsächlich von kleinen Subsistenzbetrieben von Hand angebaut. Ansonsten ist der Anbau in den meisten Regionen stark mechanisiert worden.
Anbaubeispiel Afrika ? Äthiopien
In Äthiopien werden Kartoffeln hauptsächlich in Rotations- und Mischanbau (?multicropping?)-Systemen während der großen Regenzeit angebaut. Die Saatbettbereitung wird vor der Regenzeit durchgeführt, meist ein bis zwei Monate vor dem Pflanzen. In vielen Regionen ist diese Feldbestellung noch mit Handarbeit oder mit Hilfe von Ochsen verbunden. Als Pflanzgut werden hauptsächlich ganze Knollen verwendet, da diese weniger anfällig auf Krankheiten sind und chemische Pflanzenschutzmittel kaum verwendet werden. Auch die Unkrautkontrolle wird hauptsächlich von Hand erledigt.
Anbaubeispiel Eurasien ? Indien
Die Großzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Indien sind kleine Familienbetriebe. Die Kartoffelproduktion erfolgt während des Monsuns von Juli bis September, wie auch im Winter, allerdings nur bei Bewässerung. Je nach Region sind Rotationen von Mais-Kartoffel-Weizen bzw. mit Reis oder Jute üblich.
Anbaubeispiel Amerika ? Peru
Peru liegt im Ursprungsgebiet der Kartoffel und noch heute gibt es viele wilde Sorten. Seit ungefähr 7.000 Jahren werden Kartoffeln angebaut und stellten lange Zeit das Hauptnahrungsmittel der Menschen dar. Der Hauptanteil der Kartoffelernte wird von Kleinbauern mit weniger als 3 ha Anbaufläche produziert. Grundsätzlich ist der Kartoffelanbau in zwei Zyklen aufgeteilt: das ?frühe Pflanzen? und das ?große Pflanzen?. Je nach Gegend sind die beiden Zyklen unterschiedlich wichtig. In der Fruchtfolge folgen auf Kartoffeln zuerst meist andere südamerikanische Wurzel- oder Knollenfrüchte und danach Quinoa oder Gerste. [18][19][20]
Das Internationale Jahr der Kartoffel 2008 [Bearbeiten]
Einer Deklaration der UN-Generalversammlung vom November 2005 folgend[21], wurde am 18. Oktober 2007 in New York das Jahr 2008 als das Internationale Jahr der Kartoffel von den Vereinten Nationen eingeführt.[22]
Die Mission des Internationalen Jahrs der Kartoffel ist, das Bewusstsein für die Bedeutung der Kartoffel als Nahrungsmittel in den Entwicklungsländern zu steigern, Forschung und Entwicklung von kartoffelbasierten Systemen zu fördern und damit zum Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen beizutragen.[23] Die Kartoffel hat ein erhebliches Potenzial, bei der Bekämpfung der Unterernährung beizutragen.[24]
Aus Anlass des Jahrs der Kartoffel gab die Schweizerische Post zudem am 4. März 2008 eine Sonderbriefmarke[25] im Wert von 85 Rappen heraus.
Kartoffelsorten [Bearbeiten]



Kartoffel Atlanta


Verschiedene Kartoffelsorten auf einem Markt
Weltweit gibt es rund 5000 Kartoffelsorten. Diese sind aufgrund der vielen verschiedenen Verwendungszwecke und der geographisch weit auseinander liegenden Anbaugebiete gezüchtet worden. Zudem werden ständig weitere Sorten entwickelt. Die weltweit größte Gendatenbank mit zirka 100 wilden und 3800 in den Anden traditionell kultivierten Kartoffelsorten unterhält das internationale Kartoffelinstitut mit Sitz in Lima, Peru.
Die verschiedenen Sorten können nach der Reifezeit und dem Verwendungszweck unterschieden werden:
Reifezeit [Bearbeiten]
Dieses Kriterium ist für den Produzenten von großer Wichtigkeit. Die Sortenwahl hängt von den klimatischem Bedingungen und der Dauer der Vegetationsperiode ab. Folgende Kategorien werden unterschieden:
Die frühreifen Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 90?110 Tagen auf. Meist kann man sie im Juni-Juli ernten (wenn die Knollen im März-April gepflanzt worden sind). In Küstengebieten, welche schon früher frostfrei sind, ist sogar noch eine frühere Ernte möglich. Damit die frühreife Kartoffel bereits im Juni?Juli geerntet werden kann, muss schon früh die Anlage für die Knollen gebildet werden sowie auch das Wurzelwachstum schnell erfolgen. Dabei wird nicht nur der Ertrag, sondern auch die Stärkeeinlagerung in die Knollen reduziert, da diese verzögert zum Volumenwachstum erfolgt.
Beispiele für die frühreifen Sorten sind: Agata, Amandine, Birte Derby, Frühgold, Lady Christl, Lady Felicia
Die mittelfrühreifen Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 120?140 Tagen auf.
Beispiele für die mittelfrühreifen Sorten sind: Gourmandine, Bintje, Victoria, Ditta, Nicola, Urgenta, Pamela, Naturella, Désirée, Agria, Eden, Allians
Die mittelfrüh-späten Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 140?160 Tagen auf.
Beispiele für die mittelfrüh-späten Sorten sind: Atlanta, Lady Jo, Lady Claire, Innovator, Lady Rosetta, Marlen, Fontane, Hermes, Eba, Markies, Panda
Verwendungszweck [Bearbeiten]


Kartoffeleimer aus Email, Niederlande
Speisekartoffeln werden nach ihren Kocheigenschaften unterschieden. Nach der Handelsklassenverordnung müssen alle im Handel (auch lose) angebotenen Kartoffeln nach diesen Kocheigenschaften eingeordnet werden. In der EU werden Speisekartoffeln in vier Kochtypen eingeteilt, die mit den Buchstaben A bis D sowie Kombinationen daraus bezeichnet werden. Deutsche Kartoffeln werden darüber hinaus mit einem farbigen Streifen auf der Verpackung gekennzeichnet.
Kartoffel zu Speisezwecken
Festkochende Speisekartoffeln
Kochtypen: A und A-B
Farbkennzeichnung: grün
Sorten: Annabelle, Agata, Amandine, Anais, Belana, Charlotte, Cilena, Ditta, Filea, Hansa, Kipfler, Marabel[26], Linda, Nicola, Primura, Princess, Renate, Selma, Sieglinde, Spunta, Stella, Vitelotte
Form: Länglich bis oval
Konsistenz: fest, feinkörnig, feucht
Kocheigenschaften: Kein Aufspringen
Geschmack: mild bis angenehm kräftig
Gerichte: Bratkartoffeln, Gratins, Kartoffelsalat
Vorwiegend festkochende Speisekartoffeln
Kochtypen: B-A und B
Farbkennzeichnung: rot
Sorten: Agria, Arkula, Astilla, Atica, Bamberger Hörnchen, Bolero, Christa, Colette, Désirée, Finka, Gala, Gloria, Grandifolia, Granola, Hela, Jelly, Laura, Leyla, Maja, Quarta (Kartoffel), Rosara, Saskia, Saturna, Secura, Solara, Satina, Tizia, Ukama
Form: uneinheitlich
Konsistenz: feinkörnig, mäßig feucht
Kocheigenschaften: Geringes Aufspringen
Geschmack: mild bis angenehm kräftig
Gerichte: Salz- und Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Suppen
Mehlig kochende Speisekartoffeln
Kochtypen: B-C und C
Farbkennzeichnung: blau
Sorten: Adretta, Afra, Arkula, Aula, Bintje, Blauer Schwede, Freya, Karat, Karlena, Koretta, Libana, Likaria, Lipsi, Mariella, Melina, Naturella, Schwarzblaue aus dem Frankenwald
Form: uneinheitlich
Konsistenz: grobkörnig, trocken
Kocheigenschaften: häufiges Aufspringen
Geschmack: angenehm kräftig
Gerichte: Eintöpfe, Kartoffelpüree
übrige Kochtypen
Kochtypen: C-D und D
dies sind keine Kochtypen im Sinn der Handelsklassenverordnung
Konsistenz: stark mehlig, trocken
Kocheigenschaften: besonders locker bis zerfallend.
Sorten zur Weiterverarbeitung
Veredlungskartoffel
Pommes frites: Agria, Eba, Fontane, Innovator, Markies, Felsina
Kartoffelchips: Erntestolz, Fontane, Hermes, Lady Claire, Lady Rosetta
Kartoffelflocken: Saturna, Eba
Wirtschaftskartoffel
hoher Stärkegehalt
Futterkartoffel
Pflanzkartoffel
weitere Unterscheidungskriterien [Bearbeiten]


Kartoffeln mit violetter Fleischfarbe (Sorte Salad Blue)


rosa Kartoffeln (Sorte Rote Emmalie)
Stärkegehalt
Schalenfarbe
gelb: Karlena etc.
rot: Rode Eersteling etc.
blau: Blauer Schwede, Schwarzblaue aus dem Frankenwald, Vitelotte etc.
Fleischfarbe
weiß: Urgenta etc.
hellgelb: Charlotte, Ostara etc.
gelb: Bernadette, Gala, Donella etc.
blau-violett: Blauer Schwede, Salad Blue, Schwarzblaue aus dem Frankenwald, Vitelotte etc.
Knollenform
lang: Bernadette etc.
oval: Marabel, Donella etc.
kugelrund: Gala, Adretta etc.
nierenförmig
Schalenbeschaffenheit
glatt: Marabel etc.
Kartoffelsorten sind in Deutschland beim Bundessortenamt in Hannover registriert und unterliegen für dreißig Jahre einem Sortenschutz. Dies bedeutet, dass bei Anbau Lizenzabgaben an den jeweiligen Schutzrechtsinhaber fällig werden können. Dadurch kann es zu Konflikten mit Anbietern kommen, etwa wenn etablierte Sorten nach Ablauf der Schutzfrist vom Markt genommen werden ? ein freier Verkauf von Saatgut ist nicht mehr erlaubt (siehe Kartoffelsorte Linda). Die Vermehrung aus eigenen Beständen und der Verkauf zum Verbrauch sind dagegen erlaubt.
In der Schweiz wird die Weiterentwicklung der Kartoffel von den Forschungsstationen Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) und Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) betrieben. Die aktuelle Sortenliste umfasst 31 Sorten.
Wichtige Krankheiten und Schädlinge [Bearbeiten]

Pilzkrankheiten der Kartoffelpflanze [Bearbeiten]
Kartoffelfäule, auch als Kraut- und Knollenfäule bekannt (Phytophthora infestans)
Dürrf***krankheit oder Hartfäule (Alternaria solani)
Weißhosigkeit, Kartoffelpocken, Wurzeltöterkrankheit (Rhizoctonia solani)
Pulverschorf (Spongospora subterranea)
Weißfäule (Kartoffel) (Fusarium coeruleum)
Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum)
Silberschorf (Helminthosporium solani)
Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum)
Colletotrichum-Welkekrankheit (Colletotrichum coccodes)
Durch Bakterien hervorgerufene Kartoffelkrankheiten [Bearbeiten]
Schwarzbeinigkeit und Nassfäule (Erwinia carotovora)
Kartoffelschorf (Streptomyces scabies)
Bakterienringfäule (Clavibacter michiganensis subsp. sepedonicus)
Schleimkrankheit (Ralstonia solanacearum)
Durch Viren hervorgerufene Kartoffelkrankheiten [Bearbeiten]
Blattrollkrankheit, verursacht durch Blattrollvirus (Potato leafroll virus, PLRV)
Strichelkrankheit, verursacht durch Y-Virus
Mosaikkrankheiten: (Leichte Mosaik-Krankheit und Kräuselmosaik-Krankheit)
Stängelbuntkrankheit, verursacht durch Tabakmosaikvirus
Eisenfleckigkeit bzw. Tabak-Rattle-Virus (TRV) oder Tabak-Mosaik-Virus (TMV)
Insekten (Insecta) [Bearbeiten]


Von den Larven des Kartoffelkäfers befallene Kartoffelstaude
Saatschnellkäfer (Agrigotes obscurus)
Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata)
Blattläuse (Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae), Grüne Pfirsichblattlaus (Myzodes persicae))
Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) resp. Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani)
Wintersaateule (Agrotis segetum)
Asseln [Bearbeiten]
Kellerassel
Fadenwürmer (Nematoda) [Bearbeiten]
Goldnematoden (Heterodera rostochiensis)
Stengelälchen (Ditylenchus dispaci)
[27] [28]
Lagerung [Bearbeiten]



Ergebnis falscher Lagerung
Damit Kartoffeln das gesamte Jahr über angeboten werden können, werden diese nicht nur aus fernen Anbaugebieten importiert, sondern auch hierzulande eingelagert. Sie werden in dunklen, gut belüfteten Lagerstätten bei 5?10 °C und etwa 90 % Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Zum Teil kommen hierbei Keimhemmungsmittel und Fungizide zum Einsatz. Bei einer zu kalten Lagerung würden die Knollen ?erfrieren?, die enthaltene Stärke wandelt sich dabei in Zucker um; bei zu warmen Temperaturen und Lichteinfall würden sie zu keimen beginnen und giftiges Solanin bilden. Zu trockene Lagerung lässt die wasserhaltigen Knollen welken, ebenso gilt es Schimmelbildung durch Feuchtigkeitsstau zu vermeiden. Des Weiteren verhindert eine niedrige Schütthöhe schädliche Druckstellen.[29] Das gemeinsame Lagern mit Obst (wie etwa Äpfeln) ist nicht empfehlenswert.
Verwendung [Bearbeiten]

Kartoffeln finden Verwendung als Nahrungs- und Futtermittel sowie zur Herstellung von Stärke und Alkohol. Dabei werden beispielsweise in Deutschland fast 60 % der Kartoffelernte direkt als Nahrungsmittel genutzt. Etwa 30 % der Kartoffelernte wird für die Herstellung von Stärke und etwa 4 % für die Ethanolgewinnung genutzt. Von der verbleibenden Ernte fallen etwa 6 % als Saatgut und gerade mal 1,2 % als Futtermittel an.[30]
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Deutschland immer weniger Kartoffeln gegessen, der Verbrauch hat sich mehr als halbiert. Die Nahrungsmittelindustrie versucht immer mehr Fertiggerichte aus Kartoffeln auf den Markt zu bringen. Kartoffelchips, Pommes frites, Kroketten, Fertig-Rösti und Trockenflocken werden zwar immer mehr konsumiert, als Beilage zum Fleisch werden jedoch auch häufig Alternativen wie Reis und Teigwaren gewählt, die noch leichter zuzubereiten sind.
Der durchschnittliche Kartoffelverbrauch pro Bundesbürger und Jahr liegt etwa bei 50 Kilogramm.[31]
Futterkartoffel [Bearbeiten]
Preisgünstigere Futterimporte, besonders von stärkereichen Futtermitteln, machen der Kartoffel auch als Viehfutter große Konkurrenz.
Seit dem 19. Jahrhundert werden in Mitteleuropa die Schweine mehrheitlich nicht mehr auf die Weide getrieben, sondern im Stall gehalten. Die früher von den Schweinen so geschätzte *** und andere Waldfrüchte wurden zuerst vor allem durch die kostengünstigere Kartoffel ersetzt. Eine Ausnahme sind nur Schweine, die zur Herstellung von Spezialitäten wie dem Jamón Ibérico de Bellota gehalten werden. In den letzten Jahrzehnten werden immer mehr Mastmittel auf dem Weltmarkt eingekauft. Gegen die niedrigen Weltmarktpreise des häufig in Entwicklungsländern produzierten Sojas hat die im Inland angebaute Kartoffel einen schweren Stand.
Stärkekartoffel [Bearbeiten]


Kartoffeldammformer
Neben Kartoffeln gibt es viele Stärkepflanzen, die Organe mit einem hohen Gehalt an Stärke besitzen. Stärke stellt oft einen wichtigen Bestandteil der menschlichen und tierischen Ernährung dar. Zudem ist sie ein nachwachsender Rohstoff (Nawaro), der sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden kann (Stärke als nachwachsender Rohstoff). In Deutschland wurden im Jahr 2008 rund 1,53 Millionen Tonnen (Europa: 9,4 Millionen Tonnen) Stärke produziert. Dabei stammten 42 % der produzierten Stärke aus der Kartoffel. In Europa ist der Anteil der Kartoffel an der Stärkeproduktion mit 16 % bzw. 1,5 Millionen Tonnen geringer.[32]
Ein Teil der Stärke wird in aufgereinigter Form gewonnen und vor allem in der Nahrungsmittelindustrie und für die stoffliche Nutzung verwendet. Stärke besteht ? je nach Art ? zu unterschiedlichen Anteilen aus dem verzweigten Amylopektin und der linearen (unverzweigten) Amylose. Da für die industrielle Verwertung vor allem Amylopektin benötigt wird, werden Stärkepflanzen mit möglichst hohem Amylopektingehalt bevorzugt. In Deutschland benötigt die Papier- und Wellpappeindustrie jährlich etwa 50.000 bis 60.000 Tonnen native Kartoffelstärke mit hohem Amylopektingehalt während mehr als 250.000 Tonnen für die Herstellung von modifizierten Stärken (vor allem Dextrine, Stärkeester und -ether) genutzt werden. Diese Modifikate werden zu etwa 50 % in der Papierindustrie als Papierstärke genutzt, weitere 17 % gehen in die Produktion von Pappen und Klebstoffen. Das verbleibende Drittel wird in der Lebensmittelindustrie genutzt, vor allem für Fruchtzubereitungen und Milchprodukte.
Biotechnologie [Bearbeiten]
In der EU befand sich die gentechnisch veränderte Stärke-Kartoffelsorte Amflora seit 1996 im Zulassungsverfahren, deren Stärke fast ausschließlich aus Amylopektinen besteht.[33] Amflora wurde im März 2010 zum Anbau und als Futtermittel zugelassen. Daneben hat auch das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) mit dem TILLING-Verfahren eine Karoffelsorte gezüchtet, die ausschließlich Amylopektin enthält. TILLING steht für ?Targeting Induced Local Lesions In Genoms? und ist ein Züchtungsverfahren bei dem durch Zugabe von Chemikalien die natürliche Mutationsrate von Pflanzengenomen erhöht wird. Daher kommt dieses Verfahren ohne gentechnische Veränderung aus.[34]
Es wurden bereits mehrere Bt-Kartoffelsorten getestet, die resistent gegen den Kartoffelkäfer sind. Ihnen wird insbesondere in Osteuropa und Russland Potenzial vorhergesagt.
Volksmedizin [Bearbeiten]
Kartoffelsaft wird in der Volksmedizin innerlich bei Magenbeschwerden und äußerlich bei Verletzungen oder Geschwüren angewendet.
Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten [Bearbeiten]

Gepellte/geschälte Kartoffeln enthalten:[35]
ca. 15 Prozent Kohlenhydrate (Stärke)
ca. 2 Prozent Eiweiß
ca. 0,1 Prozent Fett
ca. 2,1 Prozent Ballaststoffe
ca. 78 Prozent Wasser
ca. 1 Prozent Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen
zahlreiche Vitamine, hauptsächlich Vitamin C, aber auch Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe
Stoffe, die für den Geschmack und den Geruch der Knolle verantwortlich sind; etwa 140 chemische Verbindungen wurden in rohen, gekochten oder dehydrierten Kartoffeln entdeckt. Die wichtigsten sind 1-Octen-3-ol, (E)-2-Octenol, (E)-2-Oct*** und Geraniol, sowie 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin, welches die erdige Note im Geruch und Geschmack hervorruft. Derivate des Pyrazin sind es auch, die das Aroma gebackener Kartoffeln ausmachen.[35][36]
Eiweiß liefert die Kartoffel zwar in be***ner Menge, dafür ist es aber vergleichsweise hochwertig. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat sie den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß, das Kartoffeleiweiß verfügt also über eine hohe biologische Wertigkeit. Besonders reich ist das Knollengewächs an den Vitaminen B1, B2 und C.
100 Gramm frische Kartoffeln entsprechen einer Energiemenge von etwa 298 Kilojoule, das entspricht 70 Kilokalorien.[37]
Alkaloide in Kartoffeln [Bearbeiten]
Kartoffelschalen und ergrünte Kartoffeln enthalten gegenüber geschälten normalen Kartoffeln ein mehrfaches an Alkaloiden, allen voran das für die Gattung der Nachtschatten typische Solanin, welches in allen Teilen einer Kartoffelpflanze vorkommt. Kartoffeln die bei Tageslicht gelagert werden ergrünen, was ein Zeichen erhöhter Solaningehalte ist. Aus diesem Grunde sollte man Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln nicht in größeren Mengen für die Ernährung oder Fütterung verwenden. Der Solaningehalt von Kartoffeln war früher wesentlich höher als heute. Modernere Kartoffelsorten weisen einen Solaningehalt von 3 bis 7 mg/100 g in der Schale auf, der Gehalt im Kartoffelkörper ist wesentlich geringer. Wenngleich die Dosis von 200 mg, bei der erste Vergiftungserscheinungen bei erwachsenen Menschen auftreten können dem Genuss von mehr als 25 Kilogramm ungeschälter roher Kartoffeln entspricht, sollte man Kleinkinder und geschwächte Personen vom Verzehr auch kleiner Mengen ergrünter Kartoffeln fernhalten. Durch Lagerung im Dunkeln, Schälung und Zubereitung wird der Gehalt an Solanin reduziert bzw. abgebaut. Die erhältlichen Kartoffelsorten haben unter den üblichen Bedingungen keinen gesundheitlich bedenklichen Glycoalkaloid-Gehalt.[38] Das gilt jedoch nicht unbedingt für ältere Sorten.
Neben Solanin enthalten grüne Knollen und Keimlinge Chaconin und Leptine.
Regionale Namen [Bearbeiten]

Es haben sich zahlreiche Regionalnamen für die Kartoffel entwickelt, darunter Arber, Ärpel, Bramburi (im Norden Niederösterreichs, vermutlich aus dem tschechischen von Lilek brambor abgeleitet), Erdapfel (Erdtoffel), Erdbirn, Flezbirn, Grübling, Grundbirn, Knulle (im Süden von Brandenburg), Krumbiir, Krumbeer, Nudel, Schucke, Bulwe, Kästen und Erpfel. Im Plattdeutschen wird sie Tüfte, Tüffel oder Pipper genannt. In Franken verwendet man noch vereinzelt die Bezeichnung Potacken oder, näher an der Aussprache, Bodaggn. In Teilen von Rheinland-Pfalz (hauptsächlich der Pfalz) und dem Saarland nennt man die Kartoffeln Grumbeere oder Grumbiere, so auch in den benachbarten Nordelsass, der Kurpfalz und Nordbaden. In Luxemburg sagt man Gromper; in Trier wird Gromper aber eher als Krumpa ausgesprochen. Dafür wird in Schwaben das ähnliche Wort Grombiera verwendet (Herleitung: grom, ähnlich Krume oder Boden, und biera, ähnlich Beere(n), zusammen also Erdfrucht). Im österreichischen Deutsch heißen sie Erdäpfel (Alemannisch Härdöpfel, Berndeutsch Härdöpfu), im Salzburger Lungau sagt man Eachtling dazu. Auf Grund unterschiedlicher Dialektvarianten können die Namen bereits von Ort zu Ort wechseln: Ebbiera und im Nachbarort heißen die Kartoffeln schon: Eaberra.
Der Wortstamm Grumbier hat sich auch in den südslawischen Sprachen verbreitet: auf serbokroatisch heißt die Kartoffel Krumpir.
Ähnlich ist Kumpir, ein türkisches Fastfood-Gericht, es besteht vor allem aus großen Kartoffeln.
Im Russischen und Polnischen wurde dagegen ?Kartoffel? als Fremdwort übernommen, wobei in Polen auch der Begriff ziemniak (Erdling) verbreitet ist. Der tschechische Begriff brambor leitet sich von Braniborsko (Brandenburg) ab, von wo aus die Kartoffel einst nach Böhmen eingeführt wurde.
Siehe auch [Bearbeiten]

Liste von Kartoffelsorten
Kartoffelroder
Kulturgeschichte der Kartoffel
Literatur [Bearbeiten]

Horst Eichhorn (Hrsg.): Landtechnik. 7. Auflage. S. 357 ff., Ulmer, Stuttgart 1952, 1999, ISBN 3-8001-1086-5
Klaus-Ulrich Heyland (Hrsg.): Spezieller Pflanzenbau. 7. Auflage. S. 219 ff., 283 f., Ulmer, Stuttgart 1952, 1996, ISBN 3-8001-1080-6
FAO: INTERNATIONAL YEAR OF THE POTATO 2008: New light on a hidden treasure. Rom 2009, ISBN 978-92-5-306142-8 (formal falsche ISBN). online verfügbar
Einzelnachweise [Bearbeiten]

? James A. Duke: Solanum tuberosum L. In: Handbook of Energy Crops. 1983, unveröffentlicht.
? a b W. Troll: Praktische Einführung in die Pflanzenmorphologie. Erster Teil. VEB Gustav Fischer Verlag, Jena 1954, S. 226-230. (ohne ISBN)
? ?Potato Genome Sequence is the cover story in the journal Nature?. Potato Genome Sequencing Consortium, 10. Juli 2011.
? Chloe McIvor: All eyes on the potato genome. Nature, 10. Juli 2011.
? a b David M. Spooner, Karen McLean, Gavin Ramsay, Robbie Waugh, und Glenn J. Bryan: A single domestication for potato based on multilocus amplified fragment length polymorphism genotyping. In: Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America. Volume 102, 2005. Seiten 14694-14699. doi:10.1073/pnas.0507400102
? Centro Internacional de la Papa: Papas nativas poseen ventajas comparativas que deben ser aprovechadas (2006)
? Jos. A. Massard: 300 Jahre Kartoffel in Luxemburg: (I) Europa entdeckt die Kartoffel. (II) Grundbirne, Grompir, Gromper: die Kartoffel erobert Luxemburg. (III) Die Kartoffel in Luxemburg im 19. Jh. Lëtzebuerger Journal 2009, [I] Nr. 15 (22. Jan.): 23; Nr.16 (23. Jan.): 10, Nr. 17 (24./25. Jan.): 11; [II] Nr. 18 (27. Jan.): 23, Nr. 19 (28. Jan.): 21; [III] Nr. 20 (29. Jan.): 9, Nr. 21 (30. Jan.): 21. Text mit Referenzen.
? Erster feldmäßige Kartoffelanbau in Bayern. historisches-franken.de, abgerufen am 27. Mai 2007.
? Honorius Philoponus [= Pseudonym von Caspar Plautz], Nova Typis Transacta Navigatio. Novi Orbis Indiae Occidentalis ..., [Linz] 1621.
? Lungauer Eachtling
? Statistik der FAO
? Henke, Detlef: Kartoffel-Anbau-Rangliste der Bundesländer basierend auf den Daten des Statistischem Bundesamtes(Daten Juni 2009)
? AGLW Water Management Group: Crop Water Management - Potato. FAO. Online Resource, abgerufen am 13. Juni 2007.
? Landwirtschaft MLR Baden-Wuerttemberg
? Landwirtschaft.Sachsen.de, Seite 37
? Bodo Frahm, BGJ Agrarwirtschaft, 4. Auflage, Ulmer, Stuttgart, 1980, 1991, ISBN 3-8001-1049-0, S. 459
? Anbauhinweise der Landwirtschaftskammer NRW
? CIP-Forschung
? Beukema, van der Zaag: Introduction to Potato Production. Pudoc Wageningen 1990
? Paul M. Harris: The potato crop. Chapman and Hall 1992
? United Nations Declaration gefunden am 29. Februar 2008
? Launching of the International Year gefunden am 29. Februar 2008
? IYP concept gefunden am 29. Februar 2008
? Die Kartoffelchance 1999
? Kartoffel-Sondermarke
? Sorte Marabel
? Umfangreiche Beschreibungen der Kartoffelkrankheiten
? oekolandbau.de
? Toffi KISS-Projekt, begleitende Webseite zur Ausstellung über die Kartoffel, Wilfried Ahrens, Fachhochschule Weihenstephan
? Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2007. Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup 2008; Zahlen für Deutschland 2005/6 (in 1000 t): Inlandsverwendung insgesamt: 9687; Saatgut 602; Futter: 108; Verluste: 287; Verwendung für Stärkeherstellung: 2964 (ergibt 710 kt Stärke); Verwendung für Alkoholherstellung: 156 (ergibt 177 khl Alkohol); Nahrungsverbrauch: 5572
? Zum Weitersagen! Wussten Sie eigentlich, dass?. In: Südkurier vom 23. März 2011
? Zahlen und Daten zur deutschen Stärkeindustrie. Angaben vom Fachverband der Stärke-Industrie e. V.
? www.bioSicherheit.de: Gv-Stärkekartoffel als Nachwachsender Rohstoff: Amflora - eine Kartoffel für die Industrie. Abgerufen am 8. April 2009.
? Fraunhofer-Gesellschaft: Turbo-Züchtung schafft Super-Kartoffel, Presseinformation vom 8. Dezember 2009
? a b Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (Hrsg.): Die Kartoffel. (PDF)
? G. Reineccius: Sourcebook of Flavors. 2. Auflage. Springer 1993. ISBN 978-0-8342-1307-4. S. 362
? Souci/Fachmann/Kraut. Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, 5. Auflage, 1994.
? Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz: Solanin (Glycoalkaloide) in Kartoffeln
Weblinks [Bearbeiten]

Commons: Kartoffel ? Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kartoffel ? Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikibooks: Kochbuch, Gerichte mit Kartoffeln ? Lern- und Lehrmaterialien
Wikiquote: Kartoffel ? Zitate
Kartoffelsortenliste des deutschen Bundessortenamts (2007) (PDF-Datei; 303 kB)
International Potato Center/Centro Internacional de la Papa (Internationales Kartoffelforschungszentrum, englisch/spanisch)
Encyclopedia of Life: umfassende Informationen zur Pflanze (englisch)
United Nations International Year of the Potato 2008 (englisch)
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ZIITIERT VON ANDERN TM-USERN
Rihanna4ever
05.04.12 um 19:53
Avatar von Rihanna4ever

Re: Brauchst du Credits?

Zitat von Rihanna4ever
Zitat von -ChaneLDie Kartoffel (Solanum tuberosum), in Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auch als Erdapfel (Herdöpfel) oder Grundbirne (Grumbeer) und im restlichen deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Regionalnamen bekannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), zu der auch Tomate, Paprika und Tabak gehören. Das Wort Kartoffel leitet sich von tartufolo, dem italienischen Wort für Trüffel ab, das wiederum vom lateinischen "terrae tuber" abgeleitet ist. Der Name der Süßkartoffel (Ipomoea batatas) leitet sich von der ähnlichen Verwendung und dem ähnlichen Aussehen der Knollen ab, nicht von einer Verwandtschaft. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird ?Kartoffel? für die unterirdischen Knollen verwendet. Über diese Knollen kann sich die Pflanze vegetativ vermehren.
Die Samen werden in tomatenähnlichen Beeren gebildet, welche wie alle grünen Teile der Pflanze und die Keime der Knolle für Menschen ungenießbar bis leicht giftig sind.
Weltweit werden jährlich etwa 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Die Kartoffel ist das viertwichtigste Nahrungsmittel der Welt; daneben aber auch Futtermittel und Industrierohstoff.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Beschreibung
1.1 Genom
2 Herkunft
2.1 Ursprüngliche Herkunft
2.2 Kultivierung
3 Systematik
4 Kartoffelanbau
4.1 Wirtschaftliche Bedeutung
4.2 Anbaubedingungen
4.3 Europa
4.4 Anbau weltweit
4.5 Das Internationale Jahr der Kartoffel 2008
5 Kartoffelsorten
5.1 Reifezeit
5.2 Verwendungszweck
5.3 weitere Unterscheidungskriterien
6 Wichtige Krankheiten und Schädlinge
6.1 Pilzkrankheiten der Kartoffelpflanze
6.2 Durch Bakterien hervorgerufene Kartoffelkrankheiten
6.3 Durch Viren hervorgerufene Kartoffelkrankheiten
6.4 Insekten (Insecta)
6.5 Asseln
6.6 Fadenwürmer (Nematoda)
7 Lagerung
8 Verwendung
8.1 Futterkartoffel
8.2 Stärkekartoffel
8.3 Biotechnologie
8.4 Volksmedizin
9 Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten
9.1 Alkaloide in Kartoffeln
10 Regionale Namen
11 Siehe auch
12 Literatur
13 Einzelnachweise
14 Weblinks
Beschreibung [Bearbeiten]



Unterer Teil einer Pflanze. Die Mutterknolle ist dunkel gezeichnet.


Früchte der Kartoffelpflanze
Kartoffeln sind aufrecht oder kletternd wachsende, krautige Pflanzen, die über 1 m hoch werden können. Die Sprossachse ist manchmal vierkantig, teilweise sogar geflügelt. Unterirdisch oder knapp über der Oberfläche bildet die Pflanze knollentragende Stolone aus.
Die wechselständig stehenden Blätter sind unpaarig gefiedert, kurzstielig und werden 10 bis 30 cm lang und 5 bis 15 cm breit. Die Teilblätter sind leicht bis stark behaart, stehen sich gegenüber oder sind wechselständig, oft von unterschiedlichster Form und Größe. Die größeren Teilblätter besitzen zum Teil eigene Blattstiele, sind zwischen 2 bis 10 cm lang und 1 bis 6 cm breit. Sie sind eiförmig bis länglich-eiförmig, an der Spitze zugespitzt bis stark zugespitzt. Die kleineren Teilblätter besitzen eine stumpfere Spitze, mit einer eher herzförmigen Basis, meist eiförmig bis kugelförmig und besitzen einen Durchmesser von 2 bis 15 mm.
Die Blüten stehen in trugdoldenförmigen Blütenständen. Die Blütenstandstiele sind 5 bis 15 cm lang und behaart, die Blütenstiele sind ebenfalls behaart und 3 bis 35 mm lang. Der Blütenkelch ist glockenförmig, 5-lappig und hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm. Die Kelchlappen sind spitz bis stark zugespitzt. Die Kronblätter sind weiß bis blau, die Krone ist doppelt so lang wie der Kelch und hat einen Durchmesser von 3,5 bis 4 cm. Die gelben Antheren stehen frei, aufrecht und porig. Die Frucht ist eine gelblich-grüne, zweikammerige Beere mit vielen Samen.[1]
Die Keimung erfolgt epigäisch. Am Beginn treten nur die Wurzelanlage und das Hypokotyl aus der Samenschale hervor, während die Keimblätter zunächst noch in ihr verbleiben. Erst später verlassen auch sie die Samenschale, ergrünen und werden zu den ersten Assimilationsorganen. Die zunächst gebildeten Primärblätter sind noch einfacher gebaut als die später gefiederten Folgeblätter.[2]
An den basalen Teilen des Sprosses treiben Achselknospen aus, die in den Boden eindringen und dort waagrecht (plagiotrop) ausläuferartig weiterwachsen und zu den Stolonen werden. Anstatt Laubblättern tragen sie Schuppenblätter. Die Enden dieser Ausläufer verdicken sich und wandeln sich in die Knollen um. Es handelt sich hierbei um ein primäres Dickenwachstum. Es sind also Sprossknollen. Die Knolle besitzt nur kleine, schuppenartige Blätter, die jedoch hinfällig sind, also früh abfallen. In den Achseln der Blattnarben sitzen die Knospen (hier Augen genannt), aus denen die Knolle nach der Ruhephase wieder austreibt. Die Knolle ist polar differenziert: Die Basis, das der Mutterpflanze zugewendete Ende, wird Nabelende genannt. Es ist die Ansatzstelle des Ausläufers, der nach Reifung der Knolle zugrunde geht. An der Spitze sitzt die Endknospe in einer grubenartigen Vertiefung. Beim Wiederaustrieb wächst bevorzugt die Endknospe aus, die dann senkrecht (orthotrop) wachsend einen Luftspross bildet.[2]
In den grünen Pflanzenteilen der Kartoffel konzentrieren sich Alkaloide, unter anderen Solanin, die eine natürliche Abwehrbarriere zum Beispiel gegen Bakterien und Insekten bilden. Aus diesem Grund sind Kartoffeln, die im Licht gelagert grün geworden sind, nicht mehr genießbar.

Blatt



Habitus



Kartoffelknollen



Junge Knolle am Stolon



Blüten

Genom [Bearbeiten]
Das Potato Genome Sequencing Consortium, ein Team aus 29 Forschungsgruppen aus 14 Ländern, begann im Januar 2006 mit der Arbeit an der Sequenzierung. Am 10. Juli 2011 wurde das Genom der Kartoffel in Nature veröffentlicht. Es enthält mehr als 39.000 Protein-kodierende Gene. Die Kartoffel hat 12 Chromosome. Einige Sorten sind tetraploid und andere diploid. Die Sequenzierung des Genoms soll es Züchtern ermöglichen, Ertrag, Qualität, Nährwert und Krankheitsresistenz zu verbessern. Auch soll die Zeit zur Kreation neuer Sorten (derzeit 10-12 Jahre) verkürzt werden. Die wichtigste Entdeckung sind über 800 Krankheitsresistenzgene, von denen jedes potenziell zur Bekämpfung wichtiger Krankheiten wie Goldnematoden oder Kartoffelfäule eingesetzt werden kann.[3][4]
Herkunft [Bearbeiten]

Ursprüngliche Herkunft [Bearbeiten]
Die heute kultivierten Kartoffeln stammen von verschiedenen Landsorten ab, die in den Anden vom westlichen Venezuela bis nach Argentinien und der Insel Chiloé bzw. dem Chonos-Archipel im Süden von Chile vorkommen. Auf Chiloé fand man die ältesten bekannten Spuren von wilden Kartoffeln, man schätzt ihr Alter auf 13.000 Jahre. Die chilenischen Landsorten stammen ihrerseits jedoch vermutlich von den peruanischen Andensorten (Solanum tuberosum ssp. andigena) ab, wahrscheinlich nach Hybridisierung mit der Wildart Solanum tarijense, die in Bolivien und Argentinien zu finden ist.[5] In dem lange Zeit als Ursprungsland der Kartoffel angesehenen Peru gibt es wiederum mehr als 3.000 endemische Kartoffelsorten. Die meisten können nur in den peruanischen Anden angebaut werden, weil sie aufgrund ihrer geologischen und klimatischen Ansprüche in anderen Weltgegenden nicht gedeihen.[6] Der Haup***rschied der Andenkartoffel zu den in anderen Anbaugebieten kultivierten Sorten besteht darin, dass sie an andere Lichtverhältnisse (Tag- und Nachtzyklus) angepasst ist.
Kultivierung [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Kulturgeschichte der Kartoffel


Kartoffelanbau, ca. 1910, Russisches Kaiserreich


Kartoffelernte in der DDR
Wann, wie und durch wen die Kartoffel nach Europa kam, ist bis heute nicht genau geklärt. Auf ihrem Weg von Südamerika nach Spanien machte die Kartoffel Zwischenstation auf den (spanischen) Kanarischen Inseln. Dies ist bekannt, weil im November 1567 drei Fässer, die Kartoffeln, Orangen und grüne Zitronen enthielten, von Gran Canaria nach Antwerpen, und im Jahre 1574 zwei Fässer mit Kartoffeln von Teneriffa via Gran Canaria nach Rouen verschifft wurden. Geht man davon aus, dass mindestens fünf Jahre nötig waren, um so viele Kartoffeln zu erhalten, dass sie zum Exportartikel werden konnten, so fand die Einbürgerung der Pflanze auf den Kanaren spätestens 1562 statt.
Der früheste Beleg für die Kartoffel in Spanien findet sich in den Büchern des Hospital de la Sangre in Sevilla, das im Jahre 1573 Kartoffeln eingekauft hat. Man nimmt an, dass die Kartoffel Spanien frühestens 1564/65 und spätestens 1570 erreicht hat, da ansonsten der Botaniker Clusius, der das Land 1564 auf der Suche nach neuen Pflanzen bereiste, sie wohl bemerkt hätte. Von Spanien aus gelangte die Kartoffel nach Italien und breitete sich dann langsam auf dem europäischen Festland aus.
Auf die britischen Inseln soll die Kartoffel ohne den Umweg über Spanien gelangt sein. Wer die Kartoffel dorthin gebracht hat, ist nicht geklärt. Francis Drake war es jedenfalls nicht, wahrscheinlich auch nicht Walter Raleigh oder Thomas Harriot, Namen, die immer wieder in diesem Zusammenhang genannt werden. Erstmals belegt ist die Kartoffel in England im 1596 in London erschienenen Katalog der Pflanzen, die der Botaniker John Gerard in seinem Garten in Holborn züchtete.[7]
Nach Europa wurde die Kartoffel vielfach wegen der schönen Blüte und des üppigen Laubes als reine Zierpflanze importiert und als seltene Pflanze in botanische Gärten aufgenommen. Mitte des 16. Jahrhunderts tauchte sie in den Niederlanden, in Italien und in Burgund auf.
In Deutschland sollen die ersten Kartoffeln während der Regierung Ferdinand III. 1647 in Pilgramsreuth (Oberfranken) angebaut worden sein.[8] Im Kloster Seitenstetten in Niederösterreich verfasste der Benediktinerabt Caspar Plautz ein Kochbuch mit Kartoffelrezepten, das bereits 1621 in Linz erschien.[9] Der Anbau in großem Stil begann 1684 in Lancashire, 1716 in Sachsen, 1728 in Schottland, 1738 in Preußen und 1783 in Frankreich.
Außerhalb tropischer, arktischer und subarktischer Klimazonen wird die Kartoffel heute weltweit angebaut. Nachdem sich ihre Kultur in Europa durchgesetzt hatte und die Kartoffel zu einem Grundnahrungsmittel geworden war, brachten Europäer sie überall mit, wo sie später Fuß fassten. Im Einzelhandel werden heute neben den einheimischen Kartoffeln auch solche aus Sizilien, von den Kanarischen Inseln, aus Ägypten oder aus Südafrika angeboten. Auf Teneriffa oder auf Madeira wachsen Kartoffeln unter Palmen und neben Bananengärten. Dort sind zwei Ernten im Jahr möglich, der Export erfolgt vornehmlich in die Staaten der Europäischen Union. Aus Gründen des Ertrags werden Kartoffeln im Alpenraum nur noch selten bis auf 2.000 Meter Höhe angebaut. Eine dieser Anbauinseln ist der Lungau (Österreich), wo unter der Bezeichnung "Lungauer Eachtling" auf 150 ha verschiedene Sorten angebaut werden[10].
Systematik [Bearbeiten]

Solanum tuberosum wird innerhalb der Gattung der Nachtschatten (Solanum) in die Sektion Petota eingeordnet. Zu dieser Sektion gehören schätzungsweise 190 Arten, von denen viele Wildarten sind, die ebenfalls knollentragend sind. Zudem existiert eine große Anzahl an südamerikanischen Landsorten, die zum Teil mit zu Solanum tuberosum gerechnet werden, andererseits jedoch auch in bis zu 21 eigene Arten aufgeteilt werden. Die nächsten wilden Verwandten der kultivierten Kartoffel werden im Solanum brevicaule-Komplex zusammengefasst. Aufgrund phylogenetischer Untersuchungen konnte die Herkunft der südamerikanischen Landsorten und damit auch der kultivierten Kartoffel auf die südperuanische Art Solanum bukasovii aus dem Solanum brevicaule-Komplex zurückgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung widerlegten damit die These, dass die kultivierten Kartoffeln mehrere Ursprünge besitzen.[5]
Kartoffelanbau [Bearbeiten]

Wirtschaftliche Bedeutung [Bearbeiten]


73 % der Welternte von Kartoffeln wird von 12 Staaten erbracht
Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO [11] betrug im Jahr 2005 die Weltproduktion 322 Millionen Tonnen Kartoffeln.
Die führenden Anbauländer sind: (Produktion in Millionen Tonnen)
Land 1990 2000 2009 Ertrag 2009 (t/ha)
China 32 66 69 14,5
Indien 15 25 34 18,8
Russland 34 31 36 14,3
Ukraine 20 20 13,9
Vereinigte Staaten 18 23 20 46,3
Deutschland 14 12 11 44,1
Polen 36 24 10 19,9
In Deutschland nahm die Anbaufläche in den vergangenen Jahren stark ab. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die bundesweite Anbaufläche bei rund 267.400 Hektar Kartoffeln. 1990 waren es noch 548.000 Hektar. Niedersachsen liegt mit insgesamt 114.100 Hektar an der Spitze der Bundesländer. Auf dem zweiten Platz kommt Bayern mit 52.700 Hektar[12]. Die Erntemenge stieg 2004 auf 12,6 Millionen Tonnen, gegenüber 9,2 Millionen Tonnen im Vorjahr. Deutschland ist zudem wichtigstes Importland für Frühkartoffeln, die überwiegend aus Frankreich, Italien und Ägypten kommen. Wichtige Exportländer sind neben Frankreich die Beneluxstaaten und für Kartoffelprodukte auch Deutschland. Der Selbstversorgungsgrad betrug 2001 in Deutschland rund 108 %.
Marktversorgung von Speisefrühkartoffeln 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Ernte in Tonnen 559.000 468.000 486.000 453.000 514.000 477.000 447.000 508.000
Importe in Tonnen 107.000 130.000 118.000 112.000 146.000 95.000 136.000 121.000
Quelle: Statistisches Bundesamt
Anbaubedingungen [Bearbeiten]


Kartoffelfeld in Maine, USA


Kartoffelfeld von Gut Böckel in Rödinghausen
Unter guten Anbaubedingungen können von einem Hektar Ackerland in subtropischen Gebieten zwischen 25 und 35 Tonnen geerntet werden, im tropischen Klima erreichen die Ernten 15 bis 25 Tonnen je Hektar.
Für kultivierte Kartoffeln liegen die optimalen Temperaturbedingungen bei einem Tagesmittel zwischen 18 und 20 °C. Um die Knollenbildung zu fördern, ist eine Maximalnachttemperatur von 15 °C erforderlich, für das Knollenwachstum ist eine Bodentemperatur von 15 bis 18 °C optimal. Sinken die Temperaturen unter 10 oder steigen sie über 30 °C, stellt die Pflanze das Wachstum nahezu ein.
Kultivierte Kartoffeln werden in frühe (90 bis 120 Tage), mittlere (120 bis 150 Tage) und späte (150 bis 180 Tage) Sorten unterteilt. Wird bei zu kalten Temperaturen gepflanzt, können sich diese Angaben jedoch noch erhöhen. Zum erfolgreichen Anbau früher Kartoffelsorten ist ein Langtag von 15 bis 17 Stunden erforderlich, spätreifende Sorten erzielen sowohl unter Kurztags- als auch Langtagsbedingungen gute Ernten. Siehe dazu Photoperiodismus.
Um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu unterbinden, wird empfohlen, ein Feld nur alle drei Jahre mit Kartoffeln zu bestellen. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 5 und 6 liegen, der Bedarf an Nährstoffen liegt bei 80 bis 120 kg Stickstoff je Hektar, 50 bis 80 kg Phosphor je Hektar und 125 bis 160 kg Kalium je Hektar. Der beste Ertrag für Sorten mit einer Reifezeit von 120 bis 150 Tagen wird bei einer Wassermenge von 500 bis 700 mm jährlichem Niederschlag erreicht.[13]. In Deutschland liegen die Erträge meist bei 30 bis 50 Tonnen je Hektar Anbaufläche[14]. Bei einzelnen Stärkekartoffelsorten wird bei Einsatz gezielter Bewässerung über 80 Tonnen Ertrag je Hektar berichtet[15].
Europa [Bearbeiten]


Kartoffelfeld in Nakkila (Finnland)
Die Vorbereitung des Ackers auf den Anbau von Kartoffeln beginnt in der Regel mit einer wendenden Grundbodenbearbeitung durch Pflügen entweder im vorhergehenden Herbst, um vor allem bei schweren Böden den Effekt der Frostgare auszunutzen, oder im Frühjahr. Bei Herbstpflugfurche erfolgt im Frühjahr nochmals eine lockernde Bodenbearbeitung durch nichtwendende Geräte auf rund 15 cm Tiefe. Das Pflanzbett sollte abgesetzt, feinkrümelig, klutenfrei und trocken sein, um den Legevorgang der Pflanzkartoffeln, den Dammaufbau, etwaige mechanische Pflegemaßnahmen und die Ernte zu erleichtern. Der Boden sollte einen guten Luft-, Wasser- und Wärmeaustausch ermöglichen. Flache, große und zusammenhängende Flächen mit feinen, sandigen Böden ohne Steine eignen sich besonders für den Kartoffelanbau. Zudem sind Gebiete mit geringerer Luftfeuchtigkeit, z. B. in trockeneren Regionen oder in höheren Lagen wegen des reduzierten Krankheitsrisikos besonders interessant für den Kartoffelanbau. Die Kartoffeln werden in allen Systemen in Dämmen angebaut, was dem vorher erwähnten Anspruch an den Boden entgegenkommt. Die Pflanzendichte und -anordnung im Feld (Reihen- und Pflanzenabstände) sind abhängig vom Nutzungszweck: Größere Bestandsdichten sind typisch für die Erzeugung von Pflanzgut und haben kleinere Knollen zur Folge. Beim Anbau der Kartoffeln für Nahrungszwecke sind die Bestandesdichten geringer und die Knollen größer. Angestrebt werden zum Beispiel beim Anbau für Speisezwecke zwischen 40.000 bis 45.000 Pflanzen je Hektar, zur Erzeugung von Pflanzkartoffeln aber rund 60.000 Pflanzen je Hektar. Teils werden Kartoffeln rund zwei Monate vor der Pflanzung vorgekeimt, um einen frühen Reihenschluss sicherzustellen.
Das Setzen der Pflanzkartoffeln erfolgt durch spezielle Legemaschinen, welche die Knollen in eine Tiefe von 8 bis 10 cm setzen und anschließend den Boden wieder in Dammform schließen. Der Abstand der Reihen beträgt zwischen 60 bis 90 cm; in Hinblick auf Spurweiten und Reifenbreiten der verwendeten Maschinen ist in Deutschland ein Reihenabstand von 75 cm gebräuchlich. Der Abstand der Pflanzen zueinander in der Reihe variiert je nach angestrebter Bestandesdichte zwischen 25 und 40 cm.[16]
Die Unkrautregulierung kann durch mechanische Bekämpfungsmaßnahmen, thermische Verfahren, dem Einsatz von Herbiziden oder durch Kombinationen dieser Bekämpfungsmet*** erfolgen. Im konventionellen Landbau ist die Unkrautbekämpfung durch Herbizide üblich[17], im ökologischen Landbau hingegen werden mechanische oder thermische Verfahren eingesetzt. Die mechanische Unkrautbekämpfung kann mit folgenden Geräten betrieben werden: Hackgerät mit Gänsefußschar, Vielfachgerät, Rollsternhacke, Netzegge, Dammformer, Dammfräse, Dammstriegel oder gewöhnlicher Striegel. Ziel der mechanischen Bekämpfung ist es, dass das keimende Unkraut aus dem Boden gelöst wird und dadurch in der Sonne verdorrt. Diese Maßnahme muss bei entsprechendem Auflauf von Unkräutern so oft wie nötig wiederholt werden, bis die Kartoffelstauden den Boden vollständig abdecken.
Am Ende der Vegetationszeit stirbt das Kraut ab. Es wird verbreitet auch abgetötet, wenn die Knollen genügend groß sind, um das Wachstum bei der optimalen Knollenbeschaffenheit zu unterbrechen, die Erntefähigkeit durch Lösen der Knollen von den Stolonen und Festigung der Schalen herbeizuführen und die Ansteckung der Knollen durch Krankheiten zu verhindern. Für diese Abreifebehandlung gibt es verschiedene Met***, welche vom Anbausystem abhängig sein können. Dazu gehören das mechanische Zerstören der oberirdischen Pflanzenteile durch Abschlegeln oder der Einsatz von Herbiziden (Sikkation).
Anbau weltweit [Bearbeiten]


Chuños, Kartoffeln, die nach traditionellem Verfahren in Peru und Bolivien im Boden gefriergetrocknet konserviert werden


Kartoffelernte in Indonesien
Dank der großen Anpassungsfähigkeit der Kartoffel wird diese heutzutage praktisch auf der ganzen Welt angebaut. Während der Anbau in entwickelten Ländern über die letzten zwei Jahrzehnte tendenziell abgenommen hat, war in Drittweltländern eine Zunahme zu beobachten, am deutlichsten in Asien. Diese Zunahme beruht sowohl auf der Ausdehnung der Anbauflächen wie auf der einfachen Einbeziehung der Kartoffel in bestehende Anbausysteme: Die Entwicklung von früh reifenden Sorten mit einer Vegetationszeit von 80 bis 100 Tagen erlaubt es z. B. in Indien, die Anbaupause zwischen Reis- und Weizenanbau ideal zu nutzen.
Die Anbautechniken in der Dritten Welt sind sehr unterschiedlich, je nach Wachstums- und Marktbedingungen. In den Anden, Zentralafrika und dem Himalaja werden Kartoffeln hauptsächlich von kleinen Subsistenzbetrieben von Hand angebaut. Ansonsten ist der Anbau in den meisten Regionen stark mechanisiert worden.
Anbaubeispiel Afrika ? Äthiopien
In Äthiopien werden Kartoffeln hauptsächlich in Rotations- und Mischanbau (?multicropping?)-Systemen während der großen Regenzeit angebaut. Die Saatbettbereitung wird vor der Regenzeit durchgeführt, meist ein bis zwei Monate vor dem Pflanzen. In vielen Regionen ist diese Feldbestellung noch mit Handarbeit oder mit Hilfe von Ochsen verbunden. Als Pflanzgut werden hauptsächlich ganze Knollen verwendet, da diese weniger anfällig auf Krankheiten sind und chemische Pflanzenschutzmittel kaum verwendet werden. Auch die Unkrautkontrolle wird hauptsächlich von Hand erledigt.
Anbaubeispiel Eurasien ? Indien
Die Großzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Indien sind kleine Familienbetriebe. Die Kartoffelproduktion erfolgt während des Monsuns von Juli bis September, wie auch im Winter, allerdings nur bei Bewässerung. Je nach Region sind Rotationen von Mais-Kartoffel-Weizen bzw. mit Reis oder Jute üblich.
Anbaubeispiel Amerika ? Peru
Peru liegt im Ursprungsgebiet der Kartoffel und noch heute gibt es viele wilde Sorten. Seit ungefähr 7.000 Jahren werden Kartoffeln angebaut und stellten lange Zeit das Hauptnahrungsmittel der Menschen dar. Der Hauptanteil der Kartoffelernte wird von Kleinbauern mit weniger als 3 ha Anbaufläche produziert. Grundsätzlich ist der Kartoffelanbau in zwei Zyklen aufgeteilt: das ?frühe Pflanzen? und das ?große Pflanzen?. Je nach Gegend sind die beiden Zyklen unterschiedlich wichtig. In der Fruchtfolge folgen auf Kartoffeln zuerst meist andere südamerikanische Wurzel- oder Knollenfrüchte und danach Quinoa oder Gerste. [18][19][20]
Das Internationale Jahr der Kartoffel 2008 [Bearbeiten]
Einer Deklaration der UN-Generalversammlung vom November 2005 folgend[21], wurde am 18. Oktober 2007 in New York das Jahr 2008 als das Internationale Jahr der Kartoffel von den Vereinten Nationen eingeführt.[22]
Die Mission des Internationalen Jahrs der Kartoffel ist, das Bewusstsein für die Bedeutung der Kartoffel als Nahrungsmittel in den Entwicklungsländern zu steigern, Forschung und Entwicklung von kartoffelbasierten Systemen zu fördern und damit zum Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen beizutragen.[23] Die Kartoffel hat ein erhebliches Potenzial, bei der Bekämpfung der Unterernährung beizutragen.[24]
Aus Anlass des Jahrs der Kartoffel gab die Schweizerische Post zudem am 4. März 2008 eine Sonderbriefmarke[25] im Wert von 85 Rappen heraus.
Kartoffelsorten [Bearbeiten]



Kartoffel Atlanta


Verschiedene Kartoffelsorten auf einem Markt
Weltweit gibt es rund 5000 Kartoffelsorten. Diese sind aufgrund der vielen verschiedenen Verwendungszwecke und der geographisch weit auseinander liegenden Anbaugebiete gezüchtet worden. Zudem werden ständig weitere Sorten entwickelt. Die weltweit größte Gendatenbank mit zirka 100 wilden und 3800 in den Anden traditionell kultivierten Kartoffelsorten unterhält das internationale Kartoffelinstitut mit Sitz in Lima, Peru.
Die verschiedenen Sorten können nach der Reifezeit und dem Verwendungszweck unterschieden werden:
Reifezeit [Bearbeiten]
Dieses Kriterium ist für den Produzenten von großer Wichtigkeit. Die Sortenwahl hängt von den klimatischem Bedingungen und der Dauer der Vegetationsperiode ab. Folgende Kategorien werden unterschieden:
Die frühreifen Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 90?110 Tagen auf. Meist kann man sie im Juni-Juli ernten (wenn die Knollen im März-April gepflanzt worden sind). In Küstengebieten, welche schon früher frostfrei sind, ist sogar noch eine frühere Ernte möglich. Damit die frühreife Kartoffel bereits im Juni?Juli geerntet werden kann, muss schon früh die Anlage für die Knollen gebildet werden sowie auch das Wurzelwachstum schnell erfolgen. Dabei wird nicht nur der Ertrag, sondern auch die Stärkeeinlagerung in die Knollen reduziert, da diese verzögert zum Volumenwachstum erfolgt.
Beispiele für die frühreifen Sorten sind: Agata, Amandine, Birte Derby, Frühgold, Lady Christl, Lady Felicia
Die mittelfrühreifen Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 120?140 Tagen auf.
Beispiele für die mittelfrühreifen Sorten sind: Gourmandine, Bintje, Victoria, Ditta, Nicola, Urgenta, Pamela, Naturella, Désirée, Agria, Eden, Allians
Die mittelfrüh-späten Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 140?160 Tagen auf.
Beispiele für die mittelfrüh-späten Sorten sind: Atlanta, Lady Jo, Lady Claire, Innovator, Lady Rosetta, Marlen, Fontane, Hermes, Eba, Markies, Panda
Verwendungszweck [Bearbeiten]


Kartoffeleimer aus Email, Niederlande
Speisekartoffeln werden nach ihren Kocheigenschaften unterschieden. Nach der Handelsklassenverordnung müssen alle im Handel (auch lose) angebotenen Kartoffeln nach diesen Kocheigenschaften eingeordnet werden. In der EU werden Speisekartoffeln in vier Kochtypen eingeteilt, die mit den Buchstaben A bis D sowie Kombinationen daraus bezeichnet werden. Deutsche Kartoffeln werden darüber hinaus mit einem farbigen Streifen auf der Verpackung gekennzeichnet.
Kartoffel zu Speisezwecken
Festkochende Speisekartoffeln
Kochtypen: A und A-B
Farbkennzeichnung: grün
Sorten: Annabelle, Agata, Amandine, Anais, Belana, Charlotte, Cilena, Ditta, Filea, Hansa, Kipfler, Marabel[26], Linda, Nicola, Primura, Princess, Renate, Selma, Sieglinde, Spunta, Stella, Vitelotte
Form: Länglich bis oval
Konsistenz: fest, feinkörnig, feucht
Kocheigenschaften: Kein Aufspringen
Geschmack: mild bis angenehm kräftig
Gerichte: Bratkartoffeln, Gratins, Kartoffelsalat
Vorwiegend festkochende Speisekartoffeln
Kochtypen: B-A und B
Farbkennzeichnung: rot
Sorten: Agria, Arkula, Astilla, Atica, Bamberger Hörnchen, Bolero, Christa, Colette, Désirée, Finka, Gala, Gloria, Grandifolia, Granola, Hela, Jelly, Laura, Leyla, Maja, Quarta (Kartoffel), Rosara, Saskia, Saturna, Secura, Solara, Satina, Tizia, Ukama
Form: uneinheitlich
Konsistenz: feinkörnig, mäßig feucht
Kocheigenschaften: Geringes Aufspringen
Geschmack: mild bis angenehm kräftig
Gerichte: Salz- und Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Suppen
Mehlig kochende Speisekartoffeln
Kochtypen: B-C und C
Farbkennzeichnung: blau
Sorten: Adretta, Afra, Arkula, Aula, Bintje, Blauer Schwede, Freya, Karat, Karlena, Koretta, Libana, Likaria, Lipsi, Mariella, Melina, Naturella, Schwarzblaue aus dem Frankenwald
Form: uneinheitlich
Konsistenz: grobkörnig, trocken
Kocheigenschaften: häufiges Aufspringen
Geschmack: angenehm kräftig
Gerichte: Eintöpfe, Kartoffelpüree
übrige Kochtypen
Kochtypen: C-D und D
dies sind keine Kochtypen im Sinn der Handelsklassenverordnung
Konsistenz: stark mehlig, trocken
Kocheigenschaften: besonders locker bis zerfallend.
Sorten zur Weiterverarbeitung
Veredlungskartoffel
Pommes frites: Agria, Eba, Fontane, Innovator, Markies, Felsina
Kartoffelchips: Erntestolz, Fontane, Hermes, Lady Claire, Lady Rosetta
Kartoffelflocken: Saturna, Eba
Wirtschaftskartoffel
hoher Stärkegehalt
Futterkartoffel
Pflanzkartoffel
weitere Unterscheidungskriterien [Bearbeiten]


Kartoffeln mit violetter Fleischfarbe (Sorte Salad Blue)


rosa Kartoffeln (Sorte Rote Emmalie)
Stärkegehalt
Schalenfarbe
gelb: Karlena etc.
rot: Rode Eersteling etc.
blau: Blauer Schwede, Schwarzblaue aus dem Frankenwald, Vitelotte etc.
Fleischfarbe
weiß: Urgenta etc.
hellgelb: Charlotte, Ostara etc.
gelb: Bernadette, Gala, Donella etc.
blau-violett: Blauer Schwede, Salad Blue, Schwarzblaue aus dem Frankenwald, Vitelotte etc.
Knollenform
lang: Bernadette etc.
oval: Marabel, Donella etc.
kugelrund: Gala, Adretta etc.
nierenförmig
Schalenbeschaffenheit
glatt: Marabel etc.
Kartoffelsorten sind in Deutschland beim Bundessortenamt in Hannover registriert und unterliegen für dreißig Jahre einem Sortenschutz. Dies bedeutet, dass bei Anbau Lizenzabgaben an den jeweiligen Schutzrechtsinhaber fällig werden können. Dadurch kann es zu Konflikten mit Anbietern kommen, etwa wenn etablierte Sorten nach Ablauf der Schutzfrist vom Markt genommen werden ? ein freier Verkauf von Saatgut ist nicht mehr erlaubt (siehe Kartoffelsorte Linda). Die Vermehrung aus eigenen Beständen und der Verkauf zum Verbrauch sind dagegen erlaubt.
In der Schweiz wird die Weiterentwicklung der Kartoffel von den Forschungsstationen Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) und Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) betrieben. Die aktuelle Sortenliste umfasst 31 Sorten.
Wichtige Krankheiten und Schädlinge [Bearbeiten]

Pilzkrankheiten der Kartoffelpflanze [Bearbeiten]
Kartoffelfäule, auch als Kraut- und Knollenfäule bekannt (Phytophthora infestans)
Dürrf***krankheit oder Hartfäule (Alternaria solani)
Weißhosigkeit, Kartoffelpocken, Wurzeltöterkrankheit (Rhizoctonia solani)
Pulverschorf (Spongospora subterranea)
Weißfäule (Kartoffel) (Fusarium coeruleum)
Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum)
Silberschorf (Helminthosporium solani)
Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum)
Colletotrichum-Welkekrankheit (Colletotrichum coccodes)
Durch Bakterien hervorgerufene Kartoffelkrankheiten [Bearbeiten]
Schwarzbeinigkeit und Nassfäule (Erwinia carotovora)
Kartoffelschorf (Streptomyces scabies)
Bakterienringfäule (Clavibacter michiganensis subsp. sepedonicus)
Schleimkrankheit (Ralstonia solanacearum)
Durch Viren hervorgerufene Kartoffelkrankheiten [Bearbeiten]
Blattrollkrankheit, verursacht durch Blattrollvirus (Potato leafroll virus, PLRV)
Strichelkrankheit, verursacht durch Y-Virus
Mosaikkrankheiten: (Leichte Mosaik-Krankheit und Kräuselmosaik-Krankheit)
Stängelbuntkrankheit, verursacht durch Tabakmosaikvirus
Eisenfleckigkeit bzw. Tabak-Rattle-Virus (TRV) oder Tabak-Mosaik-Virus (TMV)
Insekten (Insecta) [Bearbeiten]


Von den Larven des Kartoffelkäfers befallene Kartoffelstaude
Saatschnellkäfer (Agrigotes obscurus)
Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata)
Blattläuse (Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae), Grüne Pfirsichblattlaus (Myzodes persicae))
Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) resp. Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani)
Wintersaateule (Agrotis segetum)
Asseln [Bearbeiten]
Kellerassel
Fadenwürmer (Nematoda) [Bearbeiten]
Goldnematoden (Heterodera rostochiensis)
Stengelälchen (Ditylenchus dispaci)
[27] [28]
Lagerung [Bearbeiten]



Ergebnis falscher Lagerung
Damit Kartoffeln das gesamte Jahr über angeboten werden können, werden diese nicht nur aus fernen Anbaugebieten importiert, sondern auch hierzulande eingelagert. Sie werden in dunklen, gut belüfteten Lagerstätten bei 5?10 °C und etwa 90 % Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Zum Teil kommen hierbei Keimhemmungsmittel und Fungizide zum Einsatz. Bei einer zu kalten Lagerung würden die Knollen ?erfrieren?, die enthaltene Stärke wandelt sich dabei in Zucker um; bei zu warmen Temperaturen und Lichteinfall würden sie zu keimen beginnen und giftiges Solanin bilden. Zu trockene Lagerung lässt die wasserhaltigen Knollen welken, ebenso gilt es Schimmelbildung durch Feuchtigkeitsstau zu vermeiden. Des Weiteren verhindert eine niedrige Schütthöhe schädliche Druckstellen.[29] Das gemeinsame Lagern mit Obst (wie etwa Äpfeln) ist nicht empfehlenswert.
Verwendung [Bearbeiten]

Kartoffeln finden Verwendung als Nahrungs- und Futtermittel sowie zur Herstellung von Stärke und Alkohol. Dabei werden beispielsweise in Deutschland fast 60 % der Kartoffelernte direkt als Nahrungsmittel genutzt. Etwa 30 % der Kartoffelernte wird für die Herstellung von Stärke und etwa 4 % für die Ethanolgewinnung genutzt. Von der verbleibenden Ernte fallen etwa 6 % als Saatgut und gerade mal 1,2 % als Futtermittel an.[30]
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Deutschland immer weniger Kartoffeln gegessen, der Verbrauch hat sich mehr als halbiert. Die Nahrungsmittelindustrie versucht immer mehr Fertiggerichte aus Kartoffeln auf den Markt zu bringen. Kartoffelchips, Pommes frites, Kroketten, Fertig-Rösti und Trockenflocken werden zwar immer mehr konsumiert, als Beilage zum Fleisch werden jedoch auch häufig Alternativen wie Reis und Teigwaren gewählt, die noch leichter zuzubereiten sind.
Der durchschnittliche Kartoffelverbrauch pro Bundesbürger und Jahr liegt etwa bei 50 Kilogramm.[31]
Futterkartoffel [Bearbeiten]
Preisgünstigere Futterimporte, besonders von stärkereichen Futtermitteln, machen der Kartoffel auch als Viehfutter große Konkurrenz.
Seit dem 19. Jahrhundert werden in Mitteleuropa die Schweine mehrheitlich nicht mehr auf die Weide getrieben, sondern im Stall gehalten. Die früher von den Schweinen so geschätzte *** und andere Waldfrüchte wurden zuerst vor allem durch die kostengünstigere Kartoffel ersetzt. Eine Ausnahme sind nur Schweine, die zur Herstellung von Spezialitäten wie dem Jamón Ibérico de Bellota gehalten werden. In den letzten Jahrzehnten werden immer mehr Mastmittel auf dem Weltmarkt eingekauft. Gegen die niedrigen Weltmarktpreise des häufig in Entwicklungsländern produzierten Sojas hat die im Inland angebaute Kartoffel einen schweren Stand.
Stärkekartoffel [Bearbeiten]


Kartoffeldammformer
Neben Kartoffeln gibt es viele Stärkepflanzen, die Organe mit einem hohen Gehalt an Stärke besitzen. Stärke stellt oft einen wichtigen Bestandteil der menschlichen und tierischen Ernährung dar. Zudem ist sie ein nachwachsender Rohstoff (Nawaro), der sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden kann (Stärke als nachwachsender Rohstoff). In Deutschland wurden im Jahr 2008 rund 1,53 Millionen Tonnen (Europa: 9,4 Millionen Tonnen) Stärke produziert. Dabei stammten 42 % der produzierten Stärke aus der Kartoffel. In Europa ist der Anteil der Kartoffel an der Stärkeproduktion mit 16 % bzw. 1,5 Millionen Tonnen geringer.[32]
Ein Teil der Stärke wird in aufgereinigter Form gewonnen und vor allem in der Nahrungsmittelindustrie und für die stoffliche Nutzung verwendet. Stärke besteht ? je nach Art ? zu unterschiedlichen Anteilen aus dem verzweigten Amylopektin und der linearen (unverzweigten) Amylose. Da für die industrielle Verwertung vor allem Amylopektin benötigt wird, werden Stärkepflanzen mit möglichst hohem Amylopektingehalt bevorzugt. In Deutschland benötigt die Papier- und Wellpappeindustrie jährlich etwa 50.000 bis 60.000 Tonnen native Kartoffelstärke mit hohem Amylopektingehalt während mehr als 250.000 Tonnen für die Herstellung von modifizierten Stärken (vor allem Dextrine, Stärkeester und -ether) genutzt werden. Diese Modifikate werden zu etwa 50 % in der Papierindustrie als Papierstärke genutzt, weitere 17 % gehen in die Produktion von Pappen und Klebstoffen. Das verbleibende Drittel wird in der Lebensmittelindustrie genutzt, vor allem für Fruchtzubereitungen und Milchprodukte.
Biotechnologie [Bearbeiten]
In der EU befand sich die gentechnisch veränderte Stärke-Kartoffelsorte Amflora seit 1996 im Zulassungsverfahren, deren Stärke fast ausschließlich aus Amylopektinen besteht.[33] Amflora wurde im März 2010 zum Anbau und als Futtermittel zugelassen. Daneben hat auch das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) mit dem TILLING-Verfahren eine Karoffelsorte gezüchtet, die ausschließlich Amylopektin enthält. TILLING steht für ?Targeting Induced Local Lesions In Genoms? und ist ein Züchtungsverfahren bei dem durch Zugabe von Chemikalien die natürliche Mutationsrate von Pflanzengenomen erhöht wird. Daher kommt dieses Verfahren ohne gentechnische Veränderung aus.[34]
Es wurden bereits mehrere Bt-Kartoffelsorten getestet, die resistent gegen den Kartoffelkäfer sind. Ihnen wird insbesondere in Osteuropa und Russland Potenzial vorhergesagt.
Volksmedizin [Bearbeiten]
Kartoffelsaft wird in der Volksmedizin innerlich bei Magenbeschwerden und äußerlich bei Verletzungen oder Geschwüren angewendet.
Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten [Bearbeiten]

Gepellte/geschälte Kartoffeln enthalten:[35]
ca. 15 Prozent Kohlenhydrate (Stärke)
ca. 2 Prozent Eiweiß
ca. 0,1 Prozent Fett
ca. 2,1 Prozent Ballaststoffe
ca. 78 Prozent Wasser
ca. 1 Prozent Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen
zahlreiche Vitamine, hauptsächlich Vitamin C, aber auch Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe
Stoffe, die für den Geschmack und den Geruch der Knolle verantwortlich sind; etwa 140 chemische Verbindungen wurden in rohen, gekochten oder dehydrierten Kartoffeln entdeckt. Die wichtigsten sind 1-Octen-3-ol, (E)-2-Octenol, (E)-2-Oct*** und Geraniol, sowie 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin, welches die erdige Note im Geruch und Geschmack hervorruft. Derivate des Pyrazin sind es auch, die das Aroma gebackener Kartoffeln ausmachen.[35][36]
Eiweiß liefert die Kartoffel zwar in be***ner Menge, dafür ist es aber vergleichsweise hochwertig. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat sie den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß, das Kartoffeleiweiß verfügt also über eine hohe biologische Wertigkeit. Besonders reich ist das Knollengewächs an den Vitaminen B1, B2 und C.
100 Gramm frische Kartoffeln entsprechen einer Energiemenge von etwa 298 Kilojoule, das entspricht 70 Kilokalorien.[37]
Alkaloide in Kartoffeln [Bearbeiten]
Kartoffelschalen und ergrünte Kartoffeln enthalten gegenüber geschälten normalen Kartoffeln ein mehrfaches an Alkaloiden, allen voran das für die Gattung der Nachtschatten typische Solanin, welches in allen Teilen einer Kartoffelpflanze vorkommt. Kartoffeln die bei Tageslicht gelagert werden ergrünen, was ein Zeichen erhöhter Solaningehalte ist. Aus diesem Grunde sollte man Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln nicht in größeren Mengen für die Ernährung oder Fütterung verwenden. Der Solaningehalt von Kartoffeln war früher wesentlich höher als heute. Modernere Kartoffelsorten weisen einen Solaningehalt von 3 bis 7 mg/100 g in der Schale auf, der Gehalt im Kartoffelkörper ist wesentlich geringer. Wenngleich die Dosis von 200 mg, bei der erste Vergiftungserscheinungen bei erwachsenen Menschen auftreten können dem Genuss von mehr als 25 Kilogramm ungeschälter roher Kartoffeln entspricht, sollte man Kleinkinder und geschwächte Personen vom Verzehr auch kleiner Mengen ergrünter Kartoffeln fernhalten. Durch Lagerung im Dunkeln, Schälung und Zubereitung wird der Gehalt an Solanin reduziert bzw. abgebaut. Die erhältlichen Kartoffelsorten haben unter den üblichen Bedingungen keinen gesundheitlich bedenklichen Glycoalkaloid-Gehalt.[38] Das gilt jedoch nicht unbedingt für ältere Sorten.
Neben Solanin enthalten grüne Knollen und Keimlinge Chaconin und Leptine.
Regionale Namen [Bearbeiten]

Es haben sich zahlreiche Regionalnamen für die Kartoffel entwickelt, darunter Arber, Ärpel, Bramburi (im Norden Niederösterreichs, vermutlich aus dem tschechischen von Lilek brambor abgeleitet), Erdapfel (Erdtoffel), Erdbirn, Flezbirn, Grübling, Grundbirn, Knulle (im Süden von Brandenburg), Krumbiir, Krumbeer, Nudel, Schucke, Bulwe, Kästen und Erpfel. Im Plattdeutschen wird sie Tüfte, Tüffel oder Pipper genannt. In Franken verwendet man noch vereinzelt die Bezeichnung Potacken oder, näher an der Aussprache, Bodaggn. In Teilen von Rheinland-Pfalz (hauptsächlich der Pfalz) und dem Saarland nennt man die Kartoffeln Grumbeere oder Grumbiere, so auch in den benachbarten Nordelsass, der Kurpfalz und Nordbaden. In Luxemburg sagt man Gromper; in Trier wird Gromper aber eher als Krumpa ausgesprochen. Dafür wird in Schwaben das ähnliche Wort Grombiera verwendet (Herleitung: grom, ähnlich Krume oder Boden, und biera, ähnlich Beere(n), zusammen also Erdfrucht). Im österreichischen Deutsch heißen sie Erdäpfel (Alemannisch Härdöpfel, Berndeutsch Härdöpfu), im Salzburger Lungau sagt man Eachtling dazu. Auf Grund unterschiedlicher Dialektvarianten können die Namen bereits von Ort zu Ort wechseln: Ebbiera und im Nachbarort heißen die Kartoffeln schon: Eaberra.
Der Wortstamm Grumbier hat sich auch in den südslawischen Sprachen verbreitet: auf serbokroatisch heißt die Kartoffel Krumpir.
Ähnlich ist Kumpir, ein türkisches Fastfood-Gericht, es besteht vor allem aus großen Kartoffeln.
Im Russischen und Polnischen wurde dagegen ?Kartoffel? als Fremdwort übernommen, wobei in Polen auch der Begriff ziemniak (Erdling) verbreitet ist. Der tschechische Begriff brambor leitet sich von Braniborsko (Brandenburg) ab, von wo aus die Kartoffel einst nach Böhmen eingeführt wurde.
Siehe auch [Bearbeiten]

Liste von Kartoffelsorten
Kartoffelroder
Kulturgeschichte der Kartoffel
Literatur [Bearbeiten]

Horst Eichhorn (Hrsg.): Landtechnik. 7. Auflage. S. 357 ff., Ulmer, Stuttgart 1952, 1999, ISBN 3-8001-1086-5
Klaus-Ulrich Heyland (Hrsg.): Spezieller Pflanzenbau. 7. Auflage. S. 219 ff., 283 f., Ulmer, Stuttgart 1952, 1996, ISBN 3-8001-1080-6
FAO: INTERNATIONAL YEAR OF THE POTATO 2008: New light on a hidden treasure. Rom 2009, ISBN 978-92-5-306142-8 (formal falsche ISBN). online verfügbar
Einzelnachweise [Bearbeiten]

? James A. Duke: Solanum tuberosum L. In: Handbook of Energy Crops. 1983, unveröffentlicht.
? a b W. Troll: Praktische Einführung in die Pflanzenmorphologie. Erster Teil. VEB Gustav Fischer Verlag, Jena 1954, S. 226-230. (ohne ISBN)
? ?Potato Genome Sequence is the cover story in the journal Nature?. Potato Genome Sequencing Consortium, 10. Juli 2011.
? Chloe McIvor: All eyes on the potato genome. Nature, 10. Juli 2011.
? a b David M. Spooner, Karen McLean, Gavin Ramsay, Robbie Waugh, und Glenn J. Bryan: A single domestication for potato based on multilocus amplified fragment length polymorphism genotyping. In: Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America. Volume 102, 2005. Seiten 14694-14699. doi:10.1073/pnas.0507400102
? Centro Internacional de la Papa: Papas nativas poseen ventajas comparativas que deben ser aprovechadas (2006)
? Jos. A. Massard: 300 Jahre Kartoffel in Luxemburg: (I) Europa entdeckt die Kartoffel. (II) Grundbirne, Grompir, Gromper: die Kartoffel erobert Luxemburg. (III) Die Kartoffel in Luxemburg im 19. Jh. Lëtzebuerger Journal 2009, [I] Nr. 15 (22. Jan.): 23; Nr.16 (23. Jan.): 10, Nr. 17 (24./25. Jan.): 11; [II] Nr. 18 (27. Jan.): 23, Nr. 19 (28. Jan.): 21; [III] Nr. 20 (29. Jan.): 9, Nr. 21 (30. Jan.): 21. Text mit Referenzen.
? Erster feldmäßige Kartoffelanbau in Bayern. historisches-franken.de, abgerufen am 27. Mai 2007.
? Honorius Philoponus [= Pseudonym von Caspar Plautz], Nova Typis Transacta Navigatio. Novi Orbis Indiae Occidentalis ..., [Linz] 1621.
? Lungauer Eachtling
? Statistik der FAO
? Henke, Detlef: Kartoffel-Anbau-Rangliste der Bundesländer basierend auf den Daten des Statistischem Bundesamtes(Daten Juni 2009)
? AGLW Water Management Group: Crop Water Management - Potato. FAO. Online Resource, abgerufen am 13. Juni 2007.
? Landwirtschaft MLR Baden-Wuerttemberg
? Landwirtschaft.Sachsen.de, Seite 37
? Bodo Frahm, BGJ Agrarwirtschaft, 4. Auflage, Ulmer, Stuttgart, 1980, 1991, ISBN 3-8001-1049-0, S. 459
? Anbauhinweise der Landwirtschaftskammer NRW
? CIP-Forschung
? Beukema, van der Zaag: Introduction to Potato Production. Pudoc Wageningen 1990
? Paul M. Harris: The potato crop. Chapman and Hall 1992
? United Nations Declaration gefunden am 29. Februar 2008
? Launching of the International Year gefunden am 29. Februar 2008
? IYP concept gefunden am 29. Februar 2008
? Die Kartoffelchance 1999
? Kartoffel-Sondermarke
? Sorte Marabel
? Umfangreiche Beschreibungen der Kartoffelkrankheiten
? oekolandbau.de
? Toffi KISS-Projekt, begleitende Webseite zur Ausstellung über die Kartoffel, Wilfried Ahrens, Fachhochschule Weihenstephan
? Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2007. Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup 2008; Zahlen für Deutschland 2005/6 (in 1000 t): Inlandsverwendung insgesamt: 9687; Saatgut 602; Futter: 108; Verluste: 287; Verwendung für Stärkeherstellung: 2964 (ergibt 710 kt Stärke); Verwendung für Alkoholherstellung: 156 (ergibt 177 khl Alkohol); Nahrungsverbrauch: 5572
? Zum Weitersagen! Wussten Sie eigentlich, dass?. In: Südkurier vom 23. März 2011
? Zahlen und Daten zur deutschen Stärkeindustrie. Angaben vom Fachverband der Stärke-Industrie e. V.
? www.bioSicherheit.de: Gv-Stärkekartoffel als Nachwachsender Rohstoff: Amflora - eine Kartoffel für die Industrie. Abgerufen am 8. April 2009.
? Fraunhofer-Gesellschaft: Turbo-Züchtung schafft Super-Kartoffel, Presseinformation vom 8. Dezember 2009
? a b Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (Hrsg.): Die Kartoffel. (PDF)
? G. Reineccius: Sourcebook of Flavors. 2. Auflage. Springer 1993. ISBN 978-0-8342-1307-4. S. 362
? Souci/Fachmann/Kraut. Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, 5. Auflage, 1994.
? Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz: Solanin (Glycoalkaloide) in Kartoffeln
Weblinks [Bearbeiten]

Commons: Kartoffel ? Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kartoffel ? Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikibooks: Kochbuch, Gerichte mit Kartoffeln ? Lern- und Lehrmaterialien
Wikiquote: Kartoffel ? Zitate
Kartoffelsortenliste des deutschen Bundessortenamts (2007) (PDF-Datei; 303 kB)
International Potato Center/Centro Internacional de la Papa (Internationales Kartoffelforschungszentrum, englisch/spanisch)
Encyclopedia of Life: umfassende Informationen zur Pflanze (englisch)
United Nations International Year of the Potato 2008 (englisch)
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ZIRTIERT
Rihanna4ever
05.04.12 um 19:54
Avatar von Rihanna4ever

Re: Brauchst du Credits?

Zitat von MelikaZeichnung (Kunst)

Diese Seite wurde zuletzt am 27. März 2012 um 10:44 Uhr geändert.

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Der Vitruvianische Mann von Leonardo da Vinci (Feder und Tinte 1509)

Ägyptisches Ostrakon, Louvre

Mittelalterliche Buchmalerei aus dem Heidelberger Sachsenspiegel, um 1300

Gunter Böhmer: ?Zirzensische Szene? 1981 (Tuschzeichnung) Porträtstudie Max Slevogt von Emil Orlik, Bleistiftzeichnung, 1917

Japanische Tuschmalerei von Sessh? T?y?

Beispiel einer Skizze (von Charles-Alexandre Lesueur, 1831)

Beispiel einer farbigen Zeichnung von Gustav Klimt

Verschiedene Zeichenmittel und -geräte

Beispiel für Linienzeichnung mit Schraffuren und Schattierung ("Schummern")

Unterschied: Schraffur und ?Schummern?

Tintenzeichnung mit Lavierung

Skizzenzeichnung mit Weißhöhungen von William Adolphe Bouguereau

Portrait Martin Heidegger, Pinselzeichnung von Herbert Wetterauer

Eine Zeichnung ist ein Bild, das ein Motiv in vereinfachender Weise mit Linien und Strichendarstellt. Das unter***t die Zeichnung von der Malerei, die ein Motiv durch den Einsatz von Farben und Tonwerten darstellt. Seit dem 19. Jahrhunderthatsich alsFachausdruckfüralle nicht-malerischenzweidimensionalen Darstellungen der Ausdruck Grafik etabliert. Darin kommt auch zum Ausdruck, dass ?zeichnen? begriffsgeschichtlich mit ?Zeichen? verwandt ist. Zur Grafik zählen neben der Zeichnung auch Drucke, Mosaike und Sgraffito.

Nach der klassischen Auffassung betont eine Zeichnung im engeren Sinne die Umrisslinien eines Motivs. Diese Linien können mit Hilfe von weiteren Strichen (Schraffuren) ergänzt werden, um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen. Die Darstellung ist dabei entweder monochrom oder verwendet vorgegebene Farben, die nicht vor dem Auftragen zusammengemischt werden. Heute kommen in der künstlerischen Zeichnung allerdings zahlreiche Mischtechniken zum Einsatz, durch die in der Praxis die akademische Grenze nicht immer eindeutig zu ziehen ist. Bereits die Pinselzeichnung setzt neben Linien und Strichendie Lavierung als Darstellungsmittel ein.

In der Regel ist die künstlerische Zeichnung eine Handzeichnung (auch Freihandzeichnung).Zeichnungen können aber auch mit Hilfsmitteln (Lineale, Schablonen) gestaltet werden; oft ist dies bei technischen Zeichnungen der Fall.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]

1 Geschichte 1.1 Anfänge 1.2 Mittelalter 1.3 Neuzeit 1.4 Moderne 1.5 Ostasiatische Zeichenkunst 2 Theorie 3 Zeichenmaterial 3.1 Zeichengründe 3.2 Zeichenmittel 3.3 Zeichengeräte 4 Technik 4.1 Die Linie 4.2 Geschichte der Linie 4.3 Schraffur 4.4 Lavieren 4.5 Kombinierte Techniken 5 Herausragende Zeichner der Kunstgeschichte 6 Literatur 7 Siehe auch 8 Weblinks 9 Einzelnachweise

Geschichte [Bearbeiten]

Anfänge [Bearbeiten]

Die Anfänge der Zeichnung fallen mit dem Beginn der menschlichen Kulturgeschichte zusammen.ÄltesteZeugnisse sindFelszeichnungen ausderZeit vonca. 20.000 v. Chr.. Motive sind vor allem die Jagd, der Krieg und vermutlich magische Symbole. Es wird angenommen,dass diese Werke insgesamtreligiös-magischen Ursprungs sind, etwa um Einfluss zu nehmen auf den Ausgang der Jagd oder kriegerische Auseinandersetzungen. Neben in den Fels geritzten Zeichnungen haben die urzeitlichen Maler Holzkohle, und aus Erden und Pflanzen gewonnene Mal- und Zeichenmittel wie Ocker verwendet. Bedeutende Funde stammen aus dem spanischen Altamira und dem französischen Lascaux.

Alle späteren Hochkulturen haben Werke hervorgebracht, die auf der Verwendung von Linien beruhen. Oft stehen diese Werke entweder in enger Verbindung mit der Entwicklung der Schrift oder sind formalisierte Zeichen und Symbole ohne individuellen Ausdruck. Eine bedeutsameWeiterentwicklung erfährt die Zeichnung ab etwa 3000 v. Chr. in Ägypten und später im Römischen Reich mit dem Fresko, einer dekorativen Wandmalerei, die oft SpurenvonVorzeichnungenaufweisen. Zeichnerische Entwürfe für solche Fresken sind auf Tonscherben (Ostraka) überliefert.Ab 1000 v.Chr.werden Tonvasen zu einembedeutenden Zeichnungsträger, insbesondere in der attischen Kultur. Zunächst wurden Linien in den unbehandelten Ton geritzt. Aus spätererZeit findensich aufwendig gestaltete Zeichnungen auf weiß grundierten Gefäßen. Aus der schriftlichen Überlieferung istbekannt, dass ab 500 v. Chr.imgesamtenMittelmeerraum Zeichnungen auf grundiertem Holz und mit Silberstift auf Pergament angefertigt wurden. Weil das Material aber leicht vergänglich ist, sind keine Beispiele überliefert.

Mittelalter [Bearbeiten]

Im Mittelalter hat die Zeichnung nicht nur Bedeutung als Mittel des Entwurfs für Malerei, Skulptur und Architektur, sondern gewinnt insbesondere in der Buchmalerei einen neuen Entwicklungshöhepunkt. Allerdings bleibt sie in ihrer Funktion eingebunden, ist also nicht selbstständiges Kunstwerk. Wichtigster Ausdruck der Zeichenkunst sind Miniaturen und Marginalzeichnungen am Rande wertvoller Handschriften. Die meisterhafte Beherrschung findet ihren Ausdruck insbesondere in den Handschriften iroschottischer und italienischer Klöster und Abteien. Eines der wichtigsten Dokumente ist das irische Book of Kells aus dem 9. Jahrhundert. Mit der Möglichkeit der Papierherstellung, das ab dem 14. Jahrhundertzunehmendan die Stelle desteuren Pergaments tritt, werden Studien und Übungszeichnungen möglich. In den europäischen Malschulen sind Meisterzeichnungen und Skizzenbücherweitverbreitet, die den Schülern als Vorlagen fürihr reproduzierendes Schaffen nach den Malregeln des jeweiligen Meisters gelten. Obwohl für die mittelalterlichen Buchillustrationendie Bezeichnung Malerei üblich ist, handelt es sich in der Regel um kolorierte Zeichnungen, bei deren Erstellung Zeichner (Adumbrator) und Maler (Illuminator) nacheinander die Illustration erstellten.

Neuzeit [Bearbeiten]

Im 15. Jahrhundert beginnt die Zeichnung an Eigenständigkeit zu gewinnen. Die wichtigste ästhetische Neuerung dieser Zeit ist die Entwicklung der Zentralperspektive, die einhergeht mit einem neuen Bemühen um realistische Darstellung. Die Antike und ihre Kunstwerke werden zum ästhetischen Ideal erhoben (Renaissance). Der Zeichnung kommt hier als Mittel des Studiums und als Entwurfsmedium eine besondere Bedeutung zu. Zudem wird sie zu einem beliebten Sammlerobjekt, was die reichhaltige Überlieferung seit dieser Zeit erklärt.

Einen neuen Höhepunkt erreicht die Zeichnung in der italienischen Renaissance und insbesondere im Manierismus. Viele Zeichnungen sind in Skizzenbüchern enthalten, was darauf verweist, dass die Zeichnung das bevorzugte Mediumfürbildliche Studien war. In der Regel wird auf Papier gezeichnet, wobei Silberstift, Kohle, Rötel und weiße Kreide zu den wichtigsten Zeichenwerkzeugenzählen.AuchFeder,Pinselund Tinte werden verwendet.Stilistisch lassensich deutliche Unterschiede zwischen Nord- und Südeuropa ausfindig machen. Während in Südeuropa das künstlerische Leitmedium die Malerei ist, sind es in Nordeuropa in besonderer Weise Drucke und Stiche. In den Zeichnungen aus Deutschland und Holland ist dieser Einfluss unverkennbar. In Barockzeit und im Rokoko dominiert aber auch im Norden die Malerei den Zeichenstil. Bedeutendster Zeichner diese Zeit ist Rembrandt, der über 2000 Zeichnungen hinterlassen hat, meist Studien und Entwürfe.

Im 18. Jahrhundert geht ein neuer Entwicklungsimpuls für die Zeichnung von der Neuentwicklung von Buntkreiden und Pastellfarben. Vor allem Antoine Watteau hatmitdiesenneuenMedien experimentiert und eine prägende Formsprache entwickelt. Beliebte Sujets sind Porträtstudien ? Ausdruck der bürgerlichen Betonung des Individuums ? und Landschaftszeichnungen.Die Zeichnung gewinnt immer stärker an unterschiedlichen gestalterischen Elementen. Ausdruck dafür ist zum Beispiel die enge Verbindung von Zeichnung und Aquarell.

Moderne [Bearbeiten]

Die moderne Zeichnung seit Ende des 19. Jahrhunderts istgeprägtdurch eine große Freiheit in der Wahl zeichnerischer Mittel. Die Grenze zwischen Malerei und Zeichnung verwischt umso stärker, als die farbliche Gestaltung etwa mit Hilfe von Pastellfarben und Kreiden oder die plastische Gestaltung durch Verwischen und Verreiben die Eindeutigkeit der Linie in den Hintergrund treten lassen. In einigen Richtungen, etwa dem Pointillismus und Impressionismus, scheinen zeichnerische Mittelganz zu verschwinden. ImExpressionismus weicht die Linie dem ausdruckstarken, dramatischen Strich.AufderanderenSeite findensich zumBeispielbei Pablo Picasso Gemälde,die aus nichts weiter als der Linie aufgebaut sind. Ob ein Bild Zeichnung oder Malerei ist, lässt sich mit Hilfe der klassischen Kriterien nicht mehr eindeutig beantworten.Das aber istgerade einZiel derunterschiedlichen Kunstbewegungen bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts:Die akademischenFormregelnsollennichtmehrohne weiteres gelten.

Obwohl einige bedeutende Künstler seit Ende des 19. JahrhundertimmerwiederZeichnungenproduzierthaben, spricht man aufgrund der Uneindeutigkeit der zeichnerischenMittelvoneinerKrise derZeichnung inderModerne. Die ästhetische Hochkultur konzentriert sich auf die klassischen Modi Malerei, Skulptur und Architektur. Als eigenständiges Medium erlangt die Zeichnung Bedeutung vor allem in der Populärkultur, zum Beispiel in Gestalt der Karikatur und des Comic. Dessen ungeachtet ist die zeichnerische Produktivität seit Ende desZweitenWeltkriegs ungebrochen. Zeichner wie Alberto Giacometti, Horst Janssen, Gunter Böhmer und A. R. Penck haben auf ihre Weise neue Impulse für die moderne Zeichnung gegeben.

Ostasiatische Zeichenkunst [Bearbeiten]

Im ostasiatischen Raum, insbesondere in China und Japan, hat sich seit der Tang-Dynastie (6. Jahrhundert) eine Zeichenkunstentwickelt, die sich nur bedingt in den europäischen Kategorien von Zeichnung und Malerei einordnen lässt. Diese sogenannte Tuschmalerei ist aus der chinesischen Kalligrafie entstanden und entsteht unter der Verwendung von Pinseln und schwarzer Tusche bzw. Ruß. Als Zeichentechniken dominieren die Pinselzeichnungund die Lavierung,weshalb der ostasiatische Tuschestil oft mit dem Aquarell verglichen wird.

Als Begründer gilt der chinesische Dichter und Kalligraph Wang Wei. Ausgehend vom Pinselstrich beim Schreibenvon Schriftzeichen entwickelte ereine Zeichentechnik, die eine Landschaft auf ihre wesentlichen Linien und Schattierungen reduziert. Bis ins 11. Jahrhundert (Song-Dynastie) wird die Technikimmer weiter entwickelt und verfeinert. Es entwickelt sich ein reichhaltiges Formenvokabular, mit dem die Motive dargestellt werden. Ab dem 12. Jahrhundert treten neben das Landschaftsmotiv weitere Naturmotive und zunehmend auch Detailstudien. Oft werden kalligrafierte Gedichte in die Bildgestaltung miteinbezogen.

Die Tuschezeichnung steht von Anfang an in enger Verbindung mit dem Chan-Buddhismus und ist deshalb zugleich eine Meditationsübung. Ab dem 13. Jahrhundert bringen japanische Mönche, die in China den Chan-Buddhismus studierten, die Tuschezeichnungnach Japan, wo sie unterdemNamen Sumi-e zu einem wichtigen Bestandteil des Zen-Buddhismus wurde. Wie in China waren die meisten Zeichner keine Künstler, sondern Möncheund Priester. Zunächstbleibt der japanische Stil dem chinesischen sehr ähnlich, insbesondere was das Formenvokabular betrifft. Mit Sessh? T?y? (1420?1506), auch er ein Zen-Priester, entwickelt sich allmählicheineigener,japanischerStilheraus,derdie klassischen Darstellungsformen zurücklässtund zunehmendrealistische Abbildungen anstrebt. Mit Sesshu wird Sumi-e zu einer eigenständigen Kunstform, die allerdings den Zen-Hintergrund nie ganz verlässt.

Die asiatische Tuschzeichnung hat auf die europäische Zeichnung und Malerei spätestens seit dem Impressionismus eine starke Faszination ausgeübt.Malerund Zeichner wie Degas, Monet, Picasso bis hin zu Horst Janssen haben sich in ihren Werken deutlich von der Tuschezeichnunginspirierenlassenund selbst Werke insbesondere im Sumi-e-Stil geschaffen.


zitiert!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kokonus
05.04.12 um 20:00
Avatar von Kokonus

Re: Brauchst du Credits?

Der Wolf (Canis lupus) ist eine Raubtierart aus der Familie der Hunde (Canidae). Wölfe leben und jagen im Rudel, Hauptbeute sind mittelgroße bis große Huftiere. Die Art war früher in ganz Europa verbreitet, wurde jedoch in West- und Mitteleuropa weitgehend ausgerottet. Deutschland wurde erst Ende der 1990er Jahre wieder besiedelt, im Jahr 2000 wurden erstmals Welpen nachgewiesen. Wölfe haben schon frühzeitig Eingang in die Mythen und Märchen vieler Völker gefunden, sie zählen daher zu den bekanntesten Raubtieren.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]

1 Merkmale
2 Unterschiede zum Haushund
2.1 Morphologische und anatomische Unterschiede
2.2 Weitere Unterschiede
3 Verbreitung und Lebensraum
4 Systematik
5 Lebensweise
5.1 Soziale Organisation
5.2 Raumorganisation
5.3 Ernährung
5.4 Jagdweise
5.5 Fortpflanzung
6 Bestand und Gefährdung
6.1 Bestand in Europa
6.2 Der Wolf in Deutschland
6.3 Gesetzlicher Schutz
7 Mensch und Wolf
7.1 Domestizierung
7.2 Verhältnis des Menschen zum Wolf
7.2.1 Verehrung
7.2.2 Der Wolf als Feind des Menschen
7.2.3 Angriffe auf Menschen
7.3 Wirtschaftliche Nutzung
7.4 Der Wolf in Mythos und Literatur
7.4.1 Totem-Kultur
7.4.2 Bibel
7.4.3 Griechische Mythologie
7.4.4 Die säugende Wölfin
7.4.5 Germanische Mythologie
7.4.6 Sonstige Kulturen
7.4.7 Literatur
7.4.8 Comic und Zeichentrickfilm
8 Literatur
9 Einzelnachweise
10 Weblinks

Merkmale [Bearbeiten]

Grundsätzlich ähnelt der Wolf einem großen Haushund, wobei der Rumpf im Vergleich zu ähnlich gebauten Haushunden länger und der Brustkorb höher, aber schmaler ist. Der Kopf ist relativ groß, die Stirn ist breit. Die Augen setzen schräg an, die Ohren sind eher kurz. Der buschige *** hat etwa ein Drittel der Kopf-Rumpf-Länge.[1]

Die Färbung ist sehr variabel, es gibt weiße, cremefarbene, dunkle, gelbliche, rötliche, graue und schwarze Wölfe. In den gemäßigten Zonen Europas und Asiens überwiegen graue Wölfe, die nördlichen Populationen zeigen größere Anteile schwarzer und weißer Tiere. Meist überwiegen dunkle Haare auf dem Rücken und dem ***. Bauch, Beine und Schnauze sind meist deutlich heller gefärbt. Nach genetischen Untersuchungen beruht die schwarze Fellfarbe bei Grauwölfen auf einer Mutation, die zuerst unter Haushunden auftrat und später in die Wolfspopulation eindrang.[2]
Wolf im Profil (C. l. lupus)

Maße und Gewichte des Wolfes sind aufgrund seines ausgedehnten Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich (siehe Bergmannsche Regel): Die größten Wölfe in den Waldzonen Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 160 cm, der *** ist zusätzlich bis zu 52 cm lang. Die Schulterhöhe beträgt etwa 80 cm. Diese Wölfe können bis zu 80 kg wiegen.

Die kleinsten Wölfe leben im vorderen Orient und auf der Arabischen Halbinsel; ihre Körperlänge beträgt etwa 80 cm bei einem Gewicht von rund 20 kg und einer ***länge von etwa 29 cm. Die Weibchen sind um 2 bis 12 % kleiner als die Rüden und 20 bis 25 % leichter.

Mitteleuropäische Wölfe liegen zwischen diesen Extremen. Männliche polnische Wölfe aus dem Bia?owie?a-Urwald hatten eine Kopf-Rumpf-Länge von im Mittel 119 cm und eine Schulterhöhe von 70-90 cm, Weibchen aus demselben Gebiet eine mittlere Kopf-Rumpf-Länge von 111 cm (Extreme 97-124 cm) und eine Schulterhöhe von 60-80 cm. Männchen aus dem Südosten Polens wogen 35-67 kg, Weibchen 27-50 kg.[3]
Unterschiede zum Haushund [Bearbeiten]

Haushunde sind domestizierte Formen des Wolfes und gehören daher ebenso wie der Dingo der gleichen Art (Canis lupus) an. Anhand einiger charakteristischer Merkmale ist die Unterscheidung von Wölfen und Haushunden meistens möglich, wobei das Ausmaß der Unterschiede je nach Hunderasse stark variieren kann. In einigen Fällen ist es allerdings sehr schwierig festzustellen, ob ein Individuum ein zu 100 % reiner Wolf bzw. Haushund ist.
Morphologische und anatomische Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe tragen ihren *** meist waagerecht oder etwas gesenkt, Hunde hingegen oft nach oben oder eingerollt. Wölfe haben eine Violdrüse an der Oberseite des ***es, die bei vielen Hunden fehlt bzw. reduziert auftritt, bei anderen aber ein weites Drüsenfeld bildet.[4] Insbesondere am Schädel lassen sich zahlreiche Unterschiede zwischen Wolf und Hund feststellen, dies betrifft unter Anderem die Form der Augenhöhle, der Ohrmuschel, des Praesphenoids, des Basis vomerus, der Fissura petrobasialis sowie die Form des Unterkiefers und die Anordnung der Schneidezähne im Unterkiefer.
Weitere Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe bekommen nur einmal jährlich Nachwuchs, Hunde meist zweimal. Bei der Entscheidung, ob Fährten Hunden oder Wölfen zuzuordnen sind, hilft der Verlauf dieser Fährten. Wölfe setzen im Schnee ihre Hinterpfoten in die Abdrücke der Vorderpfoten, im Rudel laufen sie hintereinander und setzen ihre Pfoten in die Abdrücke des Vorderwolfes. Daher entsteht oft der Eindruck, dass man der Spur eines einzelnen Wolfes folgt, bis sich die Fährte plötzlich in mehrere Individualfährten aufteilt.
Verbreitung und Lebensraum [Bearbeiten]
Verbreitung des Wolfes
(grün = aktuell, rot = ehemalig)

Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Raubtier der Erde. Er war in ganz Europa und Asien bis nach Nordafrika sowie in Nordamerika beheimatet. In weiten Teilen dieses einst riesigen Verbreitungsgebietes, besonders im westlichen Europa und in Nordamerika, wurde die Art durch menschliche Verfolgung ausgerottet. In Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei, und zu einem geringeren Grade dem Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen. Ansonsten ist der Wolf heute nur in isolierten Beständen (manche umfassen weniger als 100 Tiere) anzutreffen.

Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasland und Wälder. Dass sie vor allem als Waldtiere bekannt wurden, liegt daran, dass der Mensch sie in großen Teilen des Verbreitungsgebietes frühzeitig aus offeneren Landschaften vertrieben hat.
Systematik [Bearbeiten]

Nach Bibikow ist die Unterarten***erung bis heute umstritten; seit 1985 gibt es Versuche einer genetischen Revision der Unterarten des Wolfes (Mitochondrial DNA Method). In den letzten Jahren hat man sich weitgehend auf eine Einteilung in dreizehn lebende und zwei ausgestorbene Unterarten geeinigt. Haushund (Canis lupus familiaris), sowie Neuguinea-Dingo (Canis lupus hallstrom) und australischer Dingo (Canis lupus dingo) sind durch Domestizierung entstandene Unterarten des Wolfs. Wegen ihrer teilweise erheblichen domestikationsbedingten Unterschiede zu den Wildformen wird auf die betreffenden Einzelartikel verwiesen.

Unterarten (Auswahl):
Polarwolf (Canis lupus arctos)
Timberwolf (Canis lupus lycaon)
Arabischer Wolf (Canis lupus arabs)

Polarwolf (C. lupus arctos); kanadische Arktis, Grönland; mittelgroß, weiß oder cremeweiß mit langem Fell; legal bejagt, stabil
Timberwolf (C. l. lycaon); Südostkanada, östliche USA; größere Unterart, sehr variable Fellfarbe von weiß bis schwarz, meist jedoch braun; in Teilen Kanadas legal bejagt, gefährdet
Buffalo Wolf (Canis l. nubilus); südliche Rocky Mountains, Mittlerer Westen, Ost- und Nordostkanada, südwestlichstes Kanada und Südost-Alaska; mittelgroß, meist grau, schwarz, gelbbraun oder rötlich; in Teilen Kanadas legal bejagt, stabil
Mackenzie-Wolf (C. l. occidentalis); Alaska, nördliche Rocky Mountains, West- und Zentralkanada; sehr groß; meist schwarz oder ein gemischtes grau oder braun, allerdings ist das gesamte Farbspektrum vertreten; diese Unterart wurde 1995 im Yellowstone-Nationalpark und in Idaho wiedereingeführt; legal in Alaska und Teilen Kanadas bejagt, sonst geschützt, stabil
Mexikanischer Wolf (C. l. baileyi); Zentral-Mexiko, West-Texas, südliches Neu-Mexiko und Arizona; kleinere Unterart, meist gelbbraun oder rostfarben; seit 1998 in Arizona wieder eingeführt, die Zahl der wildlebenden Tiere beträgt 35-50; vom Aussterben bedroht und geschützt
Tundrawolf (C. l. albus); nördliches Russland, Sibirien; relativ groß, typischerweise cremeweiß oder grau; legal bejagt, stabil
Russischer Wolf (C. l. communis); Zentral-Russland; sehr groß; legal bejagt; stabil oder rückläufig
Eurasischer Wolf (C. l. lupus); Europa, Skandinavien, Russland, China, Mongolei, Himalaya; durchschnittlich groß, gewöhnlich kurzes, graubraunes Fell; die am weitesten verbreitete Unterart Europas und Asiens, geschätzte Zahl 100.000; in einigen Gebieten legal bejagt, in anderen geschützt, stabil
Iberischer Wolf (C. l. signatus); Spanien und Nordportugal; mittelgroß; gewöhnlich graubraunes Fell mit einem charakteristischen Paar dunkler Markierungen an seinen vorderen Beinen und Weißmarkierungen auf den oberen Lippen; gering gefährdet, in Nordspanien teilweise bejagt, sonst geschützt, stabil
Italienischer Wolf (C. l. italicus); Italienische Halbinsel; mittelgroß; Färbung variabel; stark gefährdet und geschützt
Kaspischer Wolf (C. l. cubanensis); zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer; relativ klein; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig
Hokkaido-Wolf (C. l. hattai); japanische Insel Hokkaido; kleinere Unterart; 1889 aufgrund von Nachstellungen mit Gift ausgestorben
Honshu-Wolf (C. l. hodophilax); japanische Inseln Honshu, Shikoku und Kyushu; kleinste bekannte Unterart; 1905 durch Tollwut und menschliche Nachstellung ausgestorben
Arabischer Wolf (C. l. arabs); Saudi-Arabien, Jemen, Oman; sehr kleine Unterart, meist braun mit kurzem Fell; wird als Schädling verfolgt, vom Aussterben bedroht, rückläufig
Ägyptischer Wolf (C. l. lupaster); Nordafrika; kleine, schlanke Unterart; Fell meist silbernes bis meliertes grau oder braun; sehr selten, vom Aussterben bedroht.
Tibetischer Wolf (C. l. chanco); Aus dem Gebiet zwischen Transkaspien und dem Fernen Osten beschrieben, allerdings nicht monophyletisch; Wölfe des Himalaya-Gebietes zwischen Kaschmir, Ost-Nepal und Tibet, die ursprünglich dieser Unterart zugerechnet wurden, unter***n sich genetisch deutlich von anderen Wölfen Nordeurasiens und Nordamerikas, aber auch von Indischen Wölfen[5]. Diese Himalaya-Wölfe könnten möglicherweise eine eigene Art C. himalayensis darstellen[6].
Indischer Wolf (C. l. pallipes); Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien; sehr kleine Unterart; typischerweise gelbbraun, sandfarben oder rötlich mit sehr kurzem, dichten Fell; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig. Stellt möglicherweise eine eigenständige Art dar[7].

Eng verwandt mit dem Wolf sind der Rotwolf (Canis rufus) aus Nordamerika (der vielleicht ein Hybride aus Wolf und Kojote ist), der Kojote (Canis latrans) und der Äthiopische Wolf (Canis simensis). Eine bisher nicht erkannte Form des Wolfs oder zumindest ein enger Verwandter scheint darüber hinaus in Ägypten vorzukommen. DNA-***ysen ergaben, dass sich die ägyptische Unterart des Goldschakals (Canis aureus lupaster) genetisch stark von anderen Goldschakalen unter***t. Diese ägyptischen Schakale, deren Ähnlichkeit zu Indischen Wölfen (Canis lupus pallipes) bereits im 19. Jahrhundert von Zoologen bemerkt wurde, fallen genetisch in die engere Verwandtschaft der Wölfe. Sie sind auch deutlich größer und langbeiniger als typische Goldschakale. Dabei bildet der ägyptische Canide, wie der Indische Wolf und der Himalaya-Wolf auch, offenbar einen basalen Zweig innerhalb der Wölfe. Neben den ägyptischen Tieren wurden Vertreter dieser Form auch im Hochland von Äthiopien 2500 km südöstlich nachgewiesen[8].
Lebensweise [Bearbeiten]
Soziale Organisation [Bearbeiten]
Wolf im Nationalpark Bayerischer Wald

Obwohl man auch einzelne Wölfe in der Wildnis antrifft, ist die normale Sozialordnung des Wolfes das Rudel. Das Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und deren Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. Wölfe werden erst mit zwei Jahren geschlechtsreif (Haushunde schon mit 7 bis 11 Monaten) und verbleiben bis zur Geschlechtsreife bei den Eltern. Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. Unter normalen Bedingungen besteht ein Rudel im Herbst also aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs aus dem Vorjahr und dem Nachwuchs aus demselben Jahr. Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und suchen sich ein freies Revier, wo sie mit einem auf der Wanderung getroffenen und ebenso ausgewanderten Jungwolf als Partner eine eigene Familie gründen.[9] Die Elterntiere sind grundsätzlich ***nt gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um die Rangordnung gibt es daher nicht. Eine Paarung verwandter Tiere findet üblicherweise auch dann nicht statt, wenn keine anderen ***ualpartner zur Verfügung stehen, denn der Rüde verweigert eine solche Paarung.

In der Literatur findet sich häufig die Darstellung einer streng hierarchischen Rangordnung mit einem ***nten Alpha-Paar, das in der Regel die Nachkommen des Rudels zeugt, einer Gruppe nachgeordneter Tiere und einem schwachen Tier am Ende der Rangordnung in der Rolle des ?Prügelknaben? oder Omega-Wolfs. Diese Darstellungen sind das Ergebnis der Forschung an Wölfen in Gefangenschaft und keinesfalls auf natürliche Verhältnisse übertragbar. In Gefangenschaft wurden meist Wölfe unterschiedlicher Herkunft oder Familiengruppen zusammengesperrt und gezüchtet. Hier ist weder eine Abwanderung mit Erreichen der Geschlechtsreife, noch die (mit der Abwanderung verbundene) Vermeidung von Verpaarungen verwandter Tiere möglich. In diesen in Gefangenschaft gehaltenen Rudeln sind daher Auseinandersetzungen häufig.
Heulender Wolf
Raumorganisation [Bearbeiten]

Wolfsrudel leben im Normalfall in festen Revieren, die sowohl gegen andere Rudel als auch gegen einzelne Artgenossen abgegrenzt und falls nötig auch vehement verteidigt werden; die Reviere benachbarter Rudel überschneiden sich daher meist nur minimal. Die Größe der Reviere wird im Wesentlichen durch die Größe der Beutetierarten und die Zahl der Beutetiere bestimmt. Die durchschnittliche Größe der Reviere variiert daher von Region zu Region stark und reicht von einigen Dutzend bis zu 13.000 Quadratkilometern. Aus Mitteleuropa liegen bisher nur Werte aus Polen vor, dort wurden Reviergrößen zwischen 150 und 350 km² festgestellt[10], im Bia?owie?a-Wald waren die Reviere von vier Rudeln im Mittel 238 km² groß.[11] Zur Abgrenzung der Reviere werden vor allem Harnmarkierungen benutzt. Bei ihren Wanderungen durch das Revier setzen Wölfe etwa alle 350 m mit erhobenem Bein Harnmarken ab. Dafür werden markante Objekte wie einzelne Bäume, Sträucher, Steine oder Pfosten ausgesucht. Im Bereich der Reviergrenzen wird besonders intensiv markiert. Als weiteres Mittel zur Reviermarkierung dient das gemeinschaftliche Heulen der Rudelmit***er. Dieses wird meist von den benachbarten Rudeln beantwortet.
Wolf howls.ogg
Lautäußerungen von heulenden Wölfen

Diese Reviere werden regelmäßig von den Rudelmit***ern durchwandert; im Bia?owie?a-Wald lag die durchschnittliche, tägliche Laufstrecke der Wölfe von vier Rudeln bei 22,1 km für Weibchen und 27,6 km für Männchen. Pro Tag wurden dabei etwa 9 % des Reviers genutzt, die an aufeinander folgenden Tagen genutzten Revierteile überschnitten sich jeweils nur minimal. Dies dient mit hoher Wahrscheinlichkeit einerseits der Notwendigkeit, möglichst kontinuierlich im gesamten Revier präsent zu sein, um dieses gegen Artgenossen abzugrenzen, zum anderen aber vermutlich auch zur Erhöhung des Jagderfolges, da die Beutetiere auf die längere Anwesenheit der Wölfe mit erhöhter Vorsicht und Ausweichbewegungen reagieren.[11]
Ernährung [Bearbeiten]

Grundnahrung des Wolfes bilden im größten Teil des Verbreitungsgebietes mittelgroße bis große pflanzen***nde Säugetiere, er nutzt dabei die im jeweiligen Lebensraum dominierenden Arten. Wölfe jagen im Norden ihres Verbreitungsgebietes überwiegend im Rudel vor allem Elche, Rentiere und verschiedene andere Hirscharten. Weiter südlich sind auch Wildschweine und in Gebirgen Wildschafe und Steinböcke eine häufige Beute. Kleinere Säuger wie Hasen, Kaninchen, Wühlmäuse und Lemminge werden ebenfalls häufig erbeutet. In der Nähe des Menschen schlagen sie auch Schafe oder junge Rinder, Haushunde und Hauskatzen.

In nahrungsarmen Zeiten frisst der Wolf sowohl Aas als auch Abfälle.

Neuere Untersuchungen eines Zoologenteams um Chris T. Darimont von der University of Victoria haben erbracht, dass sich Wölfe in der kanadischen Küstenprovinz British Columbia im Herbst bevorzugt von Lachs ernähren. Dessen Anteil an der Nahrung beträgt dann bis zu 70 %, obwohl die Nahrung der Wölfe im restlichen Jahr zu 95 % aus Wild besteht. Erklärt wird dieses Verhalten damit, dass der Lachsfang einfach und gefahrlos ist, und Lachse zudem einen höheren Nährwert als Paarhufer haben.[12]
Ein Amerikanischer Bison verteidigt sich gegen ein Wolfsrudel.

In Mitteleuropa dominieren Wildschweine, Hirschartige und Haustiere im Nahrungsspektrum. So wurden in der Slowakei Wildschweine in 45,5 % aller Wolf***kremente gefunden, zweitwichtigste Beute war dort der Rothirsch (23,3 %), danach folgten Rotfuchs (10,4 %), Haushund (7,9 %) und Reh (5,5 %). Im polnischen Bialowieza konnten Hirschartige (Rothirsch und Reh) im Sommer in 93,1 %, im Winter in 97,0 % aller Exkremente nachgewiesen werden; dort war das Wildschwein im Sommer in 47,7 % aller Exkremente und im Winter in 29,0 % der Exkremente nachweisbar und damit das zweitwichtigste Beutetier.[13]

Freilebende Wölfe ***n nach verschiedenen Untersuchungen täglich so viel Fleisch, welches der Masse von 10-21 % ihres Körpergewichtes entspricht. Bei einem mittleren Gewicht von etwa 40 kg also 4,0-8,4 kg pro Tag.[14] Wölfe können innerhalb von 24 h bis zu 12,5 Kilogramm Fleisch verzehren, ein Teil davon wird jedoch wieder ausgewürgt und als Vorrat verscharrt.
Jagdweise [Bearbeiten]

Wölfe finden Beutetiere meist direkt durch deren Geruch, seltener durch die Verfolgung frischer Spuren. Sie versuchen sich den Beutetieren dann unbemerkt bis auf geringe Distanz zu nähern. Fliehende Tiere werden meist nur wenige Dutzend Meter weit mit hoher Geschwindigkeit verfolgt, gelingt es den Wölfen bis dahin nicht, das Beutetier zu erreichen, wird die Jagd abgebrochen. Längere Hetzjagden über mehrere Kilometer sind seltene Ausnahmen. Häufig versuchen Wölfe, für sie günstige Geländegegebenheiten zu nutzen, indem ein Teil des Rudels die Beute in Richtung anderer Rudelmit***er jagt, die an einer geeigneten Stelle in Deckung liegen. Im Winter versuchen Wölfe, Huftiere auf zugefrorene Seen oder Flüsse zu treiben, wo diese mit ihren g***n Hufen schnell ausrutschen.[15]

Huftiere bis zur Größe eines weiblichen Rothirsches versuchen durch Flucht zu entkommen. Große und wehrhafte Beutetiere wie Elche, Bisons, Moschusochsen oder auch Wildschweine stellen sich den Wölfen oft und verteidigen sich häufig erfolgreich. Elche flüchten bei Angriffen häufig ins Wasser und bleiben dort stehen, sie werden dann meist nicht weiter attackiert.

Kleinere Huftiere werden meist durch einen einzigen, sehr kraftvollen Biss in die Kehle oder in den Nacken getötet. Große Tiere, wie Elche, werden durch Bisse in Hinterteil, Flanken, Rücken und Nase aufgehalten und zu Fall gebracht und dann ebenfalls durch Bisse in die Kehle getötet. Das Opfer wird im Normalfall möglichst vollständig ge***n, große Huftiere werden über mehrere Tage lang genutzt und bis auf große Knochen, das Fell und Teile des Darmtraktes verwertet.[16]
Fortpflanzung [Bearbeiten]
Ein Wolfspaar

In Mitteleuropa fällt die Paarungszeit in den Spätwinter und das zeitige Frühjahr von Ende Januar bis Anfang März. Weibchen sind jeweils etwa 7 Tage lang empfängnisbereit. Wie bei vielen Hundeartigen wird die Paarung durch das sogenannte ?Hängen? abgeschlossen, wobei der angeschwollene *** des Männchens noch bis zu 30 Minuten lang in der *** des Weibchens gehalten wird. Die Tragzeit wird je nach Autor mit 62 bis 64 oder 62 bis 75 Tagen angegeben. Vor der Geburt der Jungen wird im Normalfall eine Erdhöhle gegraben oder von anderen Säugern übernommen und vergrößert. Die Höhlen haben ein oder zwei Eingänge. Von diesen führt ein Gang in die große Kammer. Etwa drei Wochen vor der Geburt verlässt das tragende Weibchen die Höhlenumgebung meist nicht mehr.[17]

Die Geburt der Jungen erfolgt in der Höhle. In einem Wurf befinden sich ein bis zwölf, in der Regel vier bis sechs Welpen. Die frisch geborenen, noch blinden und tauben Welpen wiegen 300 bis 500 g und haben ein feines, dunkles Fell. Die Augen öffnen sich nach 11 bis 15 Tagen, die Welpen können nun auch laufen, knurren sowie kauen. Auch die ersten Zähne sind erkennbar. Etwa um den 20. Tag beginnen die Jungen Laute wahrzunehmen, verlassen erstmals die Höhle und beginnen mit den Geschwistern und älteren Familienmit***ern zu spielen. Ab etwa diesem Alter können die Welpen auch feste Nahrung zu sich nehmen, sie werden jedoch noch bis zum Alter von 6 bis 8 Wochen gesäugt. Die mit Nahrung zurückkehrenden Rudelmit***er werden von den Welpen am Maul beschnuppert und deren Schnauze mit der eigenen Schnauze umklammert, bis sie Nahrung auswürgen. In der 16. bis 20. Lebenswoche wachsen die festen Zähne, nach etwa einem Jahr ist das Skelettwachstum abgeschlossen.[18]
Bestand und Gefährdung [Bearbeiten]
Denkmal für den letzten freien Wolf in Westfalen bei Ascheberg

Seit dem 19. Jahrhundert gilt der Wolf in Nord- und Mitteldeutschland sowie in England als ausgestorben. Wolfspopulationen gab es damals noch in Ungarn, Galizien, Kroatien, der Krain, Serbien, Bosnien, Rumänien, Polen, Russland und Skandinavien.

In vielen Teilen der Welt, in denen der Wolf noch vorkommt, wird er noch heute aktiv verfolgt. Allerdings setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Wolf keine Gefahr für den Menschen oder seine Landwirtschaft darstellt; vielmehr wird der Wolf zunehmend im Rahmen der Naturschutzbemühungen als ein willkommener Bestandteil der Tierwelt gesehen.
Bestand in Europa [Bearbeiten]

Insgesamt nimmt der Bestand des Wolfes in vielen europäischen Ländern wieder zu, beispielsweise in Spanien, Italien, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die sehr kleine Population in Skandinavien gilt vor allem aufgrund ihrer geringen genetischen Vielfalt als gefährdet.[19] Für das Jahr 2008 gibt das Schwedische Raubtierzentrum den Bestand für Schweden und Norwegen mit etwa 180 Tieren an.[20] Neu besiedelt wurden in den letzten Jahrzehnten Frankreich und die Schweiz. Während es in den südöstlichen Nachbarländern Österreichs Populationen mit jeweils bis zu hundert Wölfen gibt, kommen nur vereinzelt Tiere nach Kärnten.[21] Für das Jahr 2010 schätzte der WWF, dass sich nur drei bis fünf Tiere in den östlichen Bundesländern wild aufhalten.[22] Seit 2009 wurden zudem in Tirol mindestens drei unterschiedliche Wölfe nachgewiesen. Im Herbst 2010 hat ein Wolf, wie durch DNA-Proben nachgewiesen wurde, im Schneeberggebiet, wo man ihn bisher nie beobachtete, einige Schafe gerissen.[23] In dem Gebiet wurden im Herbst 2010 ein männlicher Wolf aus den italienischen Alpen und eine Wölfin aus den Karpaten nachgewiesen. Ob die beiden ein Paar sind, ist nicht klar.[24] Aus den französischen Seealpen kommend sind Tiere inzwischen in den katalanischen Pyrenäen ins Gebiet des Naturparks Cadí-Moixeró von Norden nach Spanien vorgedrungen, einige hundert Kilometer östlich des bisherigen Haupt-Verbreitungsgebietes in der Gegend um Soria.[25]
Der Wolf in Deutschland [Bearbeiten]

In Deutschland, insbesondere in seinen Ostprovinzen, hatte sich der Wolf während des Dreißigjährigen Kriegs wieder stark ausgebreitet. Über sein Auftreten in Pommern bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts liegen statistische Angaben vor.[26][27] Der auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik vorläufig letzte freilebende Wolf wurde am 27. Februar 1904 in der Lausitz erschossen. Er war 160 cm lang, hatte eine Widerristhöhe von 80 cm und wog 41 kg. Da es in der Gegend lange Zeit keinen Wolf mehr gegeben hatte, vermutete man hinter dem gerissenen Wild erst ein ausgebrochenes Zirkustier, weshalb er den Spitznamen ?Tiger von Sabrodt? (Ort des ersten Auftauchens) erhielt. Schon nach dem 2. Weltkrieg wanderten immer wieder Wölfe nach Deutschland ein, bis 1990 wurden in Deutschland mindestens 21 Wölfe geschossen oder mit Fallen gefangen.[28] Auch nach 1990 sind immer wieder Wölfe über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert und hielten sich bevorzugt auf Truppenübungsplätzen auf. Im Jahr 2000 wurde im sächsischen Teil der Lausitz erstmals seit mindestens 100 Jahren wieder eine erfolgreiche Reproduktion des Wolfes in Deutschland nachgewiesen. Seitdem hat der Bestand des Wolfes dort kontinuierlich zugenommen und das Verbreitungsgebiet hat sich beständig vergrößert. Ende Februar 2012 lebten in der Lausitz in Sachsen und Brandenburg elf Rudel und ein Wolfspaar.[29] Außerhalb der Lausitz gibt es weitere territoriale Vorkommen: Ein reproduzierendes Rudel in Sachsen-Anhalt in der Altengrabower Heide und mehrere stationäre Einzeltiere oder Paare in anderen Regionen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen, womit man von einem Wolfsbestand von 50 bis 60 frei lebenden Wölfen in Deutschland ausgehen kann.[30][31] Ob die in Hessen und Bayern festgestellten Einzeltiere noch anwesend und am Leben sind, ist unklar.[32][33][34] Mit der wachsenden Gesamtpopulation und seiner langsamen Ausbreitung kann bei weiterem erfolgreichen Schutz davon ausgegangen werden, dass der Wolf in Deutschland wieder dauerhaft ansässig wird. Allerdings fordern einzelne Jäger und Jägervertreter in der Lausitz einen Abschuss bzw. eine kontrollierte Bejagung der dort lebenden Wölfe.[35]

Von drei im Frühjahr 2009 besenderten Wolfsrüden des Nochtener (zwei junge Rüden) bzw. Neustädter Rudels (ca. zwei bis drei Jahre alter Rüde) hatte ein junger Rüde[36] nach einem über 1000 km langen Weg im Sommer 2009 Litauen erreicht.[37] Seit Dezember 2009 wurden von ihm keine Signale mehr empfangen.[38] Dies ist der erste Nachweis des Auswanderns eines in Deutschland freilebend geborenen Wolfes seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein zweiter junger Rüde[39] des Rudels war nach einem zweiwöchigen ?Ausflug? mit Distanzen von bis zu 150 km Anfang April 2009 zu diesem Rudel zurückgekehrt.[40] Inzwischen hat er im Raum Spremberg-Schleife ein eigenes Rudel gegründet.

Obwohl Wölfe in Deutschland streng geschützt und nicht jagdbar sind, wurden sie immer wieder von Jägern geschossen ? angeblich wegen Verwechslungen mit wildernden Hunden. Beispielsweise wurde im Zeitraum August/September 2007 eine einjährige Wölfin illegal in der Nähe von Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) geschossen. Am 15. Dezember 2007 wurde in einem Wald bei Gedelitz (nahe Gorleben, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen) während einer Gesellschaftsjagd ein 37 Kilogramm schwerer männlicher Wolf von zwei auswärtigen Jägern getötet. Die Schützen gaben an, das Tier wäre bereits angeschossen gewesen und hätte gelahmt, was im Prozess durch Sachverständigengutachten angezweifelt wurde. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen Naturschutzrecht eingeleitet, welches für die beiden Jäger in erster Instanz mit einer Verurteilung zu hohen Geldstrafen endete. Der zweijährige Rüde soll eindeutig ein freilebender Wolf gewesen sein. Eine genetische Untersuchung ergab, dass dieses Tier der westpolnisch-sächsischen Population zugerechnet werden kann. Dieses ist wohl der zweite aktuelle Nachweis der Art aus dem niedersächsischen Tiefland. Ein ? wahrscheinlich anderes ? Exemplar ist aus der Lüneburger Heide bekannt, wo es erstmals im September 2006 bei Unterlüß gesichtet wurde. Der letzte Nachweis gelang am 18. Mai 2007 durch eine Fotografie. Aus dem Sommer 2009 liegen nach einer zweijährigen Pause wieder neue glaubhafte Hinweise vor.[41][42] Am 26. Februar 2012 wurde nach Einschätzung des Naturschutzbundes Deutschland ein scheuer Wolf im Landkreis Neuwied (Rheinland-Pfalz) gesichtet und fotografiert.[43]
Gesetzlicher Schutz [Bearbeiten]

In Europa ist der Wolf durch drei Richtlinien geschützt:

Dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 gehören 152 Staaten an. Es stellt Richtlinien für den Handel mit geschützten Tieren und deren Erzeugnissen auf und schränkt die Ein- und Ausfuhr der Tiere oder ihrer Teile (Felle, Schädel, Knochen?) ein. Der Wolf ist hier in Anhang II (gefährdete Tierart) aufgeführt, einige Subpopulationen sind vom Aussterben bedroht und in Anhang I aufgeführt.

In der Berner Konvention haben sich 45 Staaten auf die Erhaltung und den Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer Lebensräume verständigt. Der Wolf ist in Anhang II der Konvention aufgeführt.

Die FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG) wurde 1992 von der EU in Kraft gesetzt und soll europaweit die Ausweisung und Erhaltung von Lebensräumen und Wildtieren regeln. Der Wolf ist hier in Anhang IV aufgeführt, sein Lebensraum in Anhang II. Diese Richtlinie ist von allen EU-Mit***sstaaten jeweils in nationales Recht umzusetzen.

Mensch und Wolf [Bearbeiten]
Tamaskan: Einige Haushunde haben eine sichtbare Ähnlichkeit zum Wolf.
Wolfsspuren im Sand
Domestizierung [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Domestizierung (Haushund)

Heute ist nachgewiesen, dass der Haushund vom Wolf abstammt. Wie Wölfe domestiziert wurden, ist unbekannt. Die Verwandtschaft zum Wolf zeigt sich recht deutlich bei einigen Hunderassen; Samojede, Siberian Husky, Alaskan Malamute, Kanaanhund oder der Akita weisen einen ursprünglichen Typ mit spitzem Fang, spitzen Stehohren und quadratischem Körperbau auf; auch andere Rassen wie der Deutsche Schäferhund zeigen noch eine gewisse äußere Ähnlichkeit zum Wolf. Die Annahme, dass diese Rassen daher enger mit dem Wolf verwandt wären als andere, ist jedoch falsch.

Das Lautverhalten der Wolfs- und Schlittenhunde ähnelt dem der Wölfe, sie bellen kaum und wenn, dann nicht anhaltend, statt dessen jaulen und heulen sie in vielen Variationen.
Verhältnis des Menschen zum Wolf [Bearbeiten]
Verehrung [Bearbeiten]

Viele Völker, die von der Jagd lebten (Nordeuropa, Nordamerika), sahen im Wolf einen ihnen ebenbürtigen oder überlegenen Konkurrenten, dessen Ausdauer und Geschick bewundert und begehrt waren. Der Wolf wurde auch als Beschützer oder als übernatürliches Wesen betrachtet und verehrt. Krieger identifizierten sich mit dem Wolf (Therianthropie). Vornamen wie Wolf, ***, Wolfgang oder Wolfhard erinnern an die Wertschätzung des Tiers. Verschiedene Teile des Wolfs galten auch in Deutschland als heilkräftig. So sollten Schuhe aus Wolfsfell Knaben zu tapferen Männern erwachsen lassen.
Der Wolf als Feind des Menschen [Bearbeiten]

Da der Wolf auch Nutztiere schlägt, wurde er in der Vergangenheit als Feind angesehen. Ab dem Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde die Beziehung des Menschen zum Wolf in Europa zunehmend einseitig von Angst und Dämonisierung geprägt. Die starke Ausbreitung menschlicher Siedlungs- und Agrarflächen, sowie die offene Viehhaltung, hier vor allem die bis ins 19. Jahrhundert verbreitete Waldweide von Rindern, Schafen, Schweinen und Pferden, führte zu zahlreichen Haustierverlusten durch Wölfe. Auch wenn die angegebenen Verluste in vielen Fällen sicher maßlos übertrieben waren oder durch wildernde Hunde verursacht wurden, dürften die Verluste bei dieser Art der Viehhaltung für die Bauern wirtschaftlich häufig bedeutend gewesen sein. Zu der direkten Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Wolf gesellte sich im Laufe der Zeit noch die Verurteilung des Wolfes als Jagdkonkurrent.

Berichte und Geschichten über ?Wolfsplagen? und Angriffe auf Menschen (zum Teil mit Todesfolge) finden sich bis in die Neuzeit in zahlreichen schriftlichen Quellen. So wird schon 1197 von einer ?Wolfsplage? an der Mosel berichtet, die angeblich mehrere menschliche Opfer forderte. Noch 1849, also zu einer Zeit, als Wölfe in Mitteleuropa schon weitgehend ausgerottet waren, wurde aus Kottenheim eine ?Wolfsplage? gemeldet, als ein strenger Winter bis Ostern anhielt.

Diese Einstellung zum Wolf führte in West- und Mitteleuropa zu einer beispiellosen Verfolgungskampagne, deren Ziel schließlich, unabhängig von etwaigen Schäden, die völlige Ausrottung des Wolfes war. Der Wolf wurde unter anderem in Großbritannien (letzte Erlegung 1743), Dänemark (1772), Luxemburg (1893)[44] und Deutschland (1904) ausgerottet. In Süd- und Osteuropa wurde dem Wolf (und anderen Großraubtieren) mit erheblich mehr Toleranz begegnet. Auch wenn dort bei verstärkten Schäden an Haustieren Wölfe regional und zeitlich intensiver verfolgt wurden, war dort die völlige Ausrottung nie das Ziel.
Angriffe auf Menschen [Bearbeiten]

Während die Erbeutung von Haustieren durch Wölfe unstrittig ist, sind Angriffe auf Menschen sehr selten. Häufig spielen Tollwuterkrankungen hierbei eine Rolle.[45] In den letzten 50 Jahren wird über neun Fälle in Europa berichtet, bei denen Menschen durch Wölfe getötet wurden. Bei fünf dieser Fälle konnte bei den Wölfen Tollwut nachgewiesen werden.[46]

In Nordamerika zeigt eine Reihe von Fällen, dass es beim Kontakt von Menschen zu halbzahmen, durch ständige direkte oder indirekte Fütterung an Menschen gewöhnten Wölfen zu Missverständnissen, unbeabsichtigten Provokationen u. ä. mit zum Teil fatalen Folgen kommen kann. In den letzten ca. 30 Jahren sind dort 39 Fälle von gegenüber Menschen aggressiven Wölfen bekannt geworden. In 12 dieser Fälle wurde eine Tollwutinfektion nachgewiesen oder vermutet. In sechs Fällen wurden die Menschen durch Hunde begleitet, vermutlich war hier der Hund Auslöser der Attacke. In 16 Fällen wurden Menschen von nicht mit Tollwut infizierten Wölfen gebissen. Diese Fälle waren durch die Opfer fast ausschließlich provoziert und hätten leicht vermieden werden können. Keine der Bissverletzungen war lebensbedrohlich, aber in sechs Fällen waren die Bissverletzungen ernst (?severe?).[47]

In der Türkei gab es zwischen 1995 und 2005 nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei Angriffe von Wölfen auf Menschen. In einem Fall konnte eine Tollwutinfektion des Wolfs nachgewiesen werden, in dem anderen Fall starben zwei der drei gebissenen Personen an Tollwut, aber es konnte nicht nachgewiesen werden, dass es sich bei dem tollwütigen Tier um einen Wolf gehandelt hat.[48]
Wirtschaftliche Nutzung [Bearbeiten]

Wölfe wurden über Jahrhunderte verfolgt und teilweise systematisch ausgerottet; daneben diente der Wolf aber auch als Pelzlieferant. Im 19. Jahrhundert wurden Wölfe vor allem mit Strychnin getötet, indem man ein getötetes Schaf damit imprägnierte und dieses auf die bekannten Wechsel der Wölfe warf. Wolfsfelle wurden für Bekleidungszwecke und in den Wohn- und Schlafstätten verwendet; sie galten umso wertvoller, je weißer sie waren. Die Wolfshaut wurde auch zu Leder gegerbt und zu Handschuhen, Pauken- und Trommelfellen verarbeitet. In den meisten Ländern ist die wirtschaftliche Nutzung des Wolfes heute verboten, obwohl teilweise noch Abschussprämien gezahlt werden.
Der Wolf in Mythos und Literatur [Bearbeiten]

Der Wolf spielt als Motiv in den Mythologien, Sagen und Märchen sowie in der Literatur und Kunst zahlreicher Völker eine zentrale Rolle. Dabei spiegelt sich die ambivalente Einstellung des Menschen gegenüber dem Wolf wider. Einerseits verehrt er ihn als starkes und überlegenes Tier, zum anderen projiziert er auf das aggressive Tier verschiedenartigste Ängste.
Totem-Kultur [Bearbeiten]

In etlichen Kulturen erscheint der Wolf als Totem, etwa bei dem Indianerstamm der Tlingit, bei den Irokesen, bei den Turkmenen und bei den Mongolen. Die Usbeken und die Hunnen leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab, ebenso galt die Wölfin als Urmutter der alten Türken.
Bibel [Bearbeiten]

Bereits in der Bibel wird der Wolf mehrfach als das herdenreißende, gefährliche Tier dargestellt, so etwa in (Gen 49,27 LUT); (Jer 5,6 LUT); (Joh 10,12 LUT). Wenn ?der Wolf beim Lamme? liegt, so bedeutet dies dementsprechend die Verbindung von Ungleichem und wird daher von Jesus Sirach als Gleichnis für den Umgang zwischen Sündern und Gerechten gebraucht, (Sir 13,21 LUT). Jesaja indes verwendet das utopische Bild als Metapher für den Anbruch des Reiches Gottes, (Jes 65,25 LUT).
Griechische Mythologie [Bearbeiten]

Die griechische Göttin Hekate, die mit dunkler Hexerei und Zauberei in Verbindung stand, wurde in der bildenden Kunst häufig in der Begleitung von drei Wölfen dargestellt. Der griechische König Lykaon wurde von Zeus in einen Wolf verwandelt.
Die säugende Wölfin [Bearbeiten]
Die Kapitolinische Wölfin mit Romulus und Remus

Die Gründer der Stadt Rom, die Zwillinge Romulus und Remus, sollen von einer Wölfin gesäugt und aufgezogen worden sein. Die Geschichte beruht indes auf einem Missverständnis: Das Wort lupa bedeutet im Lateinischen sowohl ?Wölfin? als auch ?***?. Mit diesem Wort war ursprünglich Larentia, die leichtlebige ***nde Gattin des Hirten Faustulus gemeint, der das Brüderpaar aufgezogen hatte. Vergleichbare Überlieferungen gibt es aus dem indischen Raum; auch die slowakischen Recken Waligor und Wyrwidub sowie der Gründer des altpersischen Reiches, Kyros II., sollen von Wölfen aufgezogen worden sein. Auch das moderne Motiv der Wolfskinder hat hier seine Ursprünge.
Germanische Mythologie [Bearbeiten]

In der germanischen bzw. nordischen Mythologie werden dem Siegesgott Odin neben zwei Raben auch die Wölfe Geri und Freki beigesellt, die als streitlustige und tapfere Tiere den Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Sonne und Mond werden von den Wolfsbrüdern Skoll bzw. Hati gejagt[49]. Beide besitzen noch einen weiteren Bruder namens Managarm, der sich vom Fleisch der Toten ernährt. Der Fenriswolf spielt beim Wel***rgang Ragnarök eine ent***nde Rolle. Er verschlingt zu Beginn der Götterdämmerung den Mond, später Odin. Der Wolf Ysengrin des Mythos besitzt viele Wesensmerkmale des verschlagenen Fuchses. Germanischen Ursprungs ist auch die Figur des Werwolfs, der ungeachtet seines Lebens in der bürgerlichen Gesellschaft zeitweilig Wolfsgestalt annimmt.
Sonstige Kulturen [Bearbeiten]

Den Chinesen galt der Wolf als Symbol für Grausamkeit, Gefräßigkeit und Gier.

Die nordamerikanischen Ureinwohner kennen mit dem Waheela eine Art Geist in der Gestalt eines riesigen Wolfes.
Literatur [Bearbeiten]

In Fabeln antiker Autoren wie Äsop und Phädrus, deren Stoffe später insbesondere Jean de Lafontaine und Gotthold Ephraim Lessing aufgriffen, werden negative menschliche Charaktereigenschaften wie Habgier, Streitlust, Heimtücke und Verschlagenheit auf den Wolf projiziert. In Der Wolf und das Lamm etwa sucht der Wolf mit aller Macht einen Vorwand, um das mit ihm am Fluss trinkende Lamm zu zerreißen. In Löwe, Wolf und Fuchs fällt eine vom Wolf angezettelte Intrige auf ihn zurück. In Der Wolf und der Kranich betrügt er einen hilfsbereiten Vogel um seinen Lohn. In Der Wolf und der Hund steht er als Vertreter des gefährdeten, aber freien Lebens im Gegensatz zum unter dem Joch lebenden Haushund. Bekannt ist auch Der Junge, der Wolf schrie vom Hirtenjungen, der so oft um Hilfe wegen angeblicher Wölfe rief, bis ihm niemand half, als eines Tages wirklich ein Wolf seine Herde riss.
Der Wolf an der Seite Rotkäppchens

Im lateinischen Mittelalter ist der Wolf als Ysengrimus, eingedeutscht Isegrim, Fabelwesen eines Tierepos. Als meist negative, bösartige Figur erscheint er auch in den Märchen. In Grimms Rotkäppchen etwa erschleicht er sich das Vertrauen eines kleinen Mädchens, frisst dann dessen Großmutter und will am Ende auch Rotkäppchen selbst ***n. In Der Wolf und die sieben jungen Geißlein verschafft er sich mit durch Kreide verfälschter Stimme Zutritt zum Haus einer Ziegenfamilie und verschlingt alle deren Kinder bis auf eines. In beiden Fällen werden die Opfer gerettet und der Wolf getötet. Einige Märchen der Gebrüder Grimm (Der Wolf und der Mensch, Der Wolf und der Fuchs, Der Fuchs und die Frau Gevatterin) berichten von weiteren Wölfen, denen ihre Habgier und Aggression teuer zu stehen kommt: Sie werden zu Opfern sowohl der überlegenen Körperkraft des Menschen wie der Schläue von Füchsen. Aus dem angelsächsischen Bereich schließlich stammt das Märchen vom Wolf und den drei Schweinchen.

In der modernen Wolfsliteratur findet sich das Wolfsmotiv insbesondere in Rudyard Kiplings Das Dschungelbuch und bei Jack London (Ruf der Wildnis, White Fang). In Hermann Hesses Roman Steppenwolf schließlich wird das Wolfmotiv als Metapher für die animalische, die triebgesteuerte Seite des einsamen und menschenscheuen Protagonisten Harry Haller benutzt. Ein bekannter Fantasy-Roman von Käthe Recheis trägt den Titel Der weiße Wolf.
Comic und Zeichentrickfilm [Bearbeiten]

Auch in Comics und Zeichentrickfilmen tauchen vielfach Wölfe auf. In der sowjetischen Zeichentrickserie Hase und Wolf spielen ein böser, tollpatschiger Wolf sowie ein guter Hase mit.

Im Disney-Zeichentrickfilm Die drei kleinen Schweinchen will ein schlaksiger, schwarzfelliger Wolf mit bunter Latzhose und Schlapphut die Häuschen der drei Schweinchen um***. Bei jenen aus Stroh und Holz gelingt ihm dies, nicht so indes bei dem aus Stein. Unter Aufgreifung des Verkleidungsmotivs aus Rotkäppchen nähert er sich den Schweinchen im Aufzug einer alten Frau. Der Kurzfilm beinhaltete auch den von Frank Churchill geschriebenen berühmt gewordenen Song Who's Afraid of the Big Bad Wolf.

Im Disney-Comic Lil' Bad Wolf versucht ein böser Wolf namens Zeke (deutsch: Ede) erfolglos seinen Jungen nach seinem Bilde zu formen: Stattdessen schließt der Kleine enge Freundschaft mit den kleinen Schweinchen.

Ein weiterer schurkenhafter Vertreter der Gattung tritt im Disney-Film The big bad wolf auf. Er hat auch ein Gastspiel im Mickey-Mouse-Cartoon Mickey's Polo Team von 1936, in dem Disney-Figuren gegen Zeichentrick-Versionen berühmter Schauspieler dieser Zeit Polo spielten.

Zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch die Wolfs-Figuren Lupo, Lupinchen und Eusebia aus Rolf Kaukas Serie Fix und Foxi von 1953.

Auch in der auf Runer Jonssens Büchern beruhenden Zeichentrickserie Wickie und die starken Männer von 1974 kommen häufig Wölfe vor, ausgehungerte Tiere von grotesk-zottiger Magerkeit, die den ängstlichen Wikingerjungen Wickie jagen.
Literatur [Bearbeiten]

Dimitrij I. Bibikow: Der Wolf. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 587. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2003, ISBN 3-89432-380-9
L. David Mech, Luigi Boitani: Wolves - Behaviour, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago 2003, ISBN 0-226-51696-2
Henryk Okarma: Der Wolf. Ökologie, Verhalten, Schutz. Parey, Berlin 1997, ISBN 3-8263-8431-8
Elli H. Radinger: Wolfsangriffe ? Fakt oder Fiktion. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-33-4
Elli H. Radinger: Die Wölfe von Yellowstone. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-15-6
Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland ([1]; PDF-Datei; 3,3 MB). BfN-Skripten Band 201, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2007
Erik Zimen: Der Wolf: Verhalten, Ökologie und Mythos [...]. Neuauflage, Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09742-0

Über angebliche Wolfsplagen

Walter Lung: Kottenheim ? ein Dorf und seine Landschaft. Louis Schreder, Mayen 1962
Nikolaus Kyll: Zur Trierer Wolfsprozession.. Landeskundliche Vierteljahrblätter. Trier 7.1961, H. 1, S. 16 ff. ISSN 0458-6905
Heinrich Strangmeier: Wolfsplagen und Wolfsjagden in Hilden und anderswo. Eine Sammlung von Quellen und Beiträgen zum Thema. Peters, Hilden 1977

Einzelnachweise [Bearbeiten]

? H. Okarma 1997: S. 11 ff.
? A wolf's dark pelt is a gift from the dogs. NewScientist, abgerufen am 9. April 2009.
? H. Okarma 1997: S. 11-12 und dort zitierte Literatur
? Dorit Urd Feddersen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-09863-9.
? Dinesh K. Sharma, Jesus E. Maldonado, Yadrendradev V. Jhala and Robert C. Fleischer: Ancient wolf lineages in India. Proc. R. Soc. Lond. B 2004 271, S1-S4
? R. K. Aggarwal 1 , T. Kivisild 2 , J. Ramadevi 1 and L. Singh: Mitochondrial DNA coding region sequences support the phylogenetic distinction of two Indian wolf species. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research, Volume 45 Issue 2, Pages 163 - 172 (2007)
? R. K. Aggarwal 1 , T. Kivisild 2 , J. Ramadevi 1 and L. Singh: Mitochondrial DNA coding region sequences support the phylogenetic distinction of two Indian wolf species. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research, Volume 45 Issue 2, Pages 163 - 172 (2007)
? Eli Knispel Rueness, Maria Gulbrandsen Asmyhr, Claudio Sillero-Zubiri, David W. Macdonald, Afework Bekele, Anagaw Atickem, Nils Chr. Stenseth: The Cryptic African Wolf: Canis aureus lupaster Is Not a Golden Jackal and Is Not Endemic to Egypt. PLoS ONE, Volume 6, Issue 1, 2011 (pp. 1-5) online
? H. Okarma 1997: S. 61
? Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 18
? a b Jedrzejewski W, Schmidt K, Theuerkauf J, Jedrzejewska B, Okarma H: Daily movements and territory use by radio-collared wolves (Canis lupus) in Bialowieza Primeval Forest in Poland. Can. J. Zool. 79, 2001: S. 1993-2004
? Wölfe: Isegrim Fischt Frischen Fisch. In: bild der wissenschaft, 12/2008. Konradin Medien GmbH, Leinfelden-Echterdingen. ISSN 0006-2375.
? H. Okarma 1997: S. 46 ff. und dort zitierte Literatur
? H. Okarma 1997: S. 50 und dort zitierte Literatur
? H. Okarma 1997: S. 91 ff. und dort zitierte Literatur
? Wildbiologische Gesellschaft München e. V. (Hrsg.): Wer war es? Raubtierrisse erkennen und dokumentieren. Broschüre, München 1997: S. 32-33
? H. Okarma 1997: S. 35-37
? H. Okarma 1997: S. 37-43
? www.wissenschaft.de: Zu enge Familienbande unter skandinavischen Wölfen
? Rovdjurscentret De 5 Stora (schwedisch)
? Der Wolf ist in Kärnten "zu Besuch" im ORF vom 3. Juli 2007 abgerufen am 31. Oktober 2010
? Der Wolf kommt - und Österreich ist schlecht vorbereitet im Standard vom 10. August 2010 abgerufen am 28. Oktober 2010
? Ein Wolf macht Puchberg unsicher auf ORF vom 28. Oktober 2010 abgerufen am 28. Oktober 2010
? "Wölfe sind ein Kompliment an die Landschaft" - Gespräch mit Wolf-Experten Heinrich Dungler
? Portada Quercus nº 302 / Abril 2011 (spanisch). Website quercus.es. Abgerufen am 10. August 2011.
? Th. Schmidt: Jubelschrift zur vierhundertjährigen Stiftungsfeier der Universität Greifswald. Zur naturgeschichtlichen Statistik der in Pommern ausgerotteten Säugetiere. Stettin 1856, S. 27-100.
? Julius v. Bohlen-Bohlendorf: Nachrichten über das Vorkommen und die Verbreitung des Luchses (F. lynx.) und des Wolfes (C. lupus) im ehemaligen Schwedischen Antheil von Pommern im 17. und 18. Jahrhundert. In: Mittheilungen aus dem Naturwissenschaftlichen Vereine von Neu-Vorpommern und Rügen, Band 7/8, Berlin 1873 u. 74, S. 1-30.
? Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 156-157
? Wolfsbüro Lausitz - Bestand in der Lausitz (abgerufen 28. Februar 2012)
? Volksstimme-Artikel Erste Daten zum Wolfs-Telemetrieprojekt
? Naturschutzbund Deutschland e.V. - Nachweis über neue Wolfsfamilie in der Lausitz
? Frankfurter Rundschau-Online: Der Wolf ist tot (14. April 2011)
? NABU.de (11. Januar 2011): Hessischer Wolf stammt aus den Alpen
? Bayerns Wolf: Ist er längst abgeschossen? (21. April 2011)
? taz-Artikel ?Wölfen soll es an den Pelz gehen?
? Wolfsbüro Lausitz - Dritter Jungwolf besendert
? Wolfsbüro Lausitz - Wolf Alan in Litauen (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Besenderter Wolf Alan sendet nicht mehr (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Zweiter Wolf in der Lausitz mit Halsbandsender
? Wolfsbüro Lausitz - Junger Wolf kehrt zum Rudel zurück
? Wolfskonzept Niedersachsen
? Wolfsrüde im Wendland erschossen, Artikel bei nabu.de
? ?Willkommen Wolf? im Westerwald
? Siehe S. 372: J.A. Massard: Wölfe in Luxemburg. In: Lëtzebuerger Almanach 1987, Luxemburg: 353-374. Siehe auch: J.A. Massard: Zum hundertsten Jahrestag der ersten Tollwutimpfung (II): Von Hunden und Wölfen. Tageblatt 1985, Nr. 159 (13. Jul.): 9.
? The fear of wolfes: A review on wolf attacks on humans, John D. C. Linell, Norsk institutt for naturforskning, 2002 (aufgerufen am 7. September 2011)
? Die Wölfe sind zurück - auf bmu.de (abgerufen am 7. September 2011)
? McNay M. E.: A case history of Wolf - Human encounters in Alaska and Canada. Wildlife Technical Bulletin, 2002
? Senem Tu?: Conflicts between humans and wolf: a study in Bozda?, Konya province, Turkey. 2005, S. 36 (online).
? Gylfagynning 12.
Kokonus
05.04.12 um 20:01
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Re: Brauchst du Credits?

Der Wolf (Canis lupus) ist eine Raubtierart aus der Familie der Hunde (Canidae). Wölfe leben und jagen im Rudel, Hauptbeute sind mittelgroße bis große Huftiere. Die Art war früher in ganz Europa verbreitet, wurde jedoch in West- und Mitteleuropa weitgehend ausgerottet. Deutschland wurde erst Ende der 1990er Jahre wieder besiedelt, im Jahr 2000 wurden erstmals Welpen nachgewiesen. Wölfe haben schon frühzeitig Eingang in die Mythen und Märchen vieler Völker gefunden, sie zählen daher zu den bekanntesten Raubtieren.
Inhaltsverzeichnis
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1 Merkmale
2 Unterschiede zum Haushund
2.1 Morphologische und anatomische Unterschiede
2.2 Weitere Unterschiede
3 Verbreitung und Lebensraum
4 Systematik
5 Lebensweise
5.1 Soziale Organisation
5.2 Raumorganisation
5.3 Ernährung
5.4 Jagdweise
5.5 Fortpflanzung
6 Bestand und Gefährdung
6.1 Bestand in Europa
6.2 Der Wolf in Deutschland
6.3 Gesetzlicher Schutz
7 Mensch und Wolf
7.1 Domestizierung
7.2 Verhältnis des Menschen zum Wolf
7.2.1 Verehrung
7.2.2 Der Wolf als Feind des Menschen
7.2.3 Angriffe auf Menschen
7.3 Wirtschaftliche Nutzung
7.4 Der Wolf in Mythos und Literatur
7.4.1 Totem-Kultur
7.4.2 Bibel
7.4.3 Griechische Mythologie
7.4.4 Die säugende Wölfin
7.4.5 Germanische Mythologie
7.4.6 Sonstige Kulturen
7.4.7 Literatur
7.4.8 Comic und Zeichentrickfilm
8 Literatur
9 Einzelnachweise
10 Weblinks

Merkmale [Bearbeiten]

Grundsätzlich ähnelt der Wolf einem großen Haushund, wobei der Rumpf im Vergleich zu ähnlich gebauten Haushunden länger und der Brustkorb höher, aber schmaler ist. Der Kopf ist relativ groß, die Stirn ist breit. Die Augen setzen schräg an, die Ohren sind eher kurz. Der buschige *** hat etwa ein Drittel der Kopf-Rumpf-Länge.[1]

Die Färbung ist sehr variabel, es gibt weiße, cremefarbene, dunkle, gelbliche, rötliche, graue und schwarze Wölfe. In den gemäßigten Zonen Europas und Asiens überwiegen graue Wölfe, die nördlichen Populationen zeigen größere Anteile schwarzer und weißer Tiere. Meist überwiegen dunkle Haare auf dem Rücken und dem ***. Bauch, Beine und Schnauze sind meist deutlich heller gefärbt. Nach genetischen Untersuchungen beruht die schwarze Fellfarbe bei Grauwölfen auf einer Mutation, die zuerst unter Haushunden auftrat und später in die Wolfspopulation eindrang.[2]
Wolf im Profil (C. l. lupus)

Maße und Gewichte des Wolfes sind aufgrund seines ausgedehnten Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich (siehe Bergmannsche Regel): Die größten Wölfe in den Waldzonen Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 160 cm, der *** ist zusätzlich bis zu 52 cm lang. Die Schulterhöhe beträgt etwa 80 cm. Diese Wölfe können bis zu 80 kg wiegen.

Die kleinsten Wölfe leben im vorderen Orient und auf der Arabischen Halbinsel; ihre Körperlänge beträgt etwa 80 cm bei einem Gewicht von rund 20 kg und einer ***länge von etwa 29 cm. Die Weibchen sind um 2 bis 12 % kleiner als die Rüden und 20 bis 25 % leichter.

Mitteleuropäische Wölfe liegen zwischen diesen Extremen. Männliche polnische Wölfe aus dem Bia?owie?a-Urwald hatten eine Kopf-Rumpf-Länge von im Mittel 119 cm und eine Schulterhöhe von 70-90 cm, Weibchen aus demselben Gebiet eine mittlere Kopf-Rumpf-Länge von 111 cm (Extreme 97-124 cm) und eine Schulterhöhe von 60-80 cm. Männchen aus dem Südosten Polens wogen 35-67 kg, Weibchen 27-50 kg.[3]
Unterschiede zum Haushund [Bearbeiten]

Haushunde sind domestizierte Formen des Wolfes und gehören daher ebenso wie der Dingo der gleichen Art (Canis lupus) an. Anhand einiger charakteristischer Merkmale ist die Unterscheidung von Wölfen und Haushunden meistens möglich, wobei das Ausmaß der Unterschiede je nach Hunderasse stark variieren kann. In einigen Fällen ist es allerdings sehr schwierig festzustellen, ob ein Individuum ein zu 100 % reiner Wolf bzw. Haushund ist.
Morphologische und anatomische Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe tragen ihren *** meist waagerecht oder etwas gesenkt, Hunde hingegen oft nach oben oder eingerollt. Wölfe haben eine Violdrüse an der Oberseite des ***es, die bei vielen Hunden fehlt bzw. reduziert auftritt, bei anderen aber ein weites Drüsenfeld bildet.[4] Insbesondere am Schädel lassen sich zahlreiche Unterschiede zwischen Wolf und Hund feststellen, dies betrifft unter Anderem die Form der Augenhöhle, der Ohrmuschel, des Praesphenoids, des Basis vomerus, der Fissura petrobasialis sowie die Form des Unterkiefers und die Anordnung der Schneidezähne im Unterkiefer.
Weitere Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe bekommen nur einmal jährlich Nachwuchs, Hunde meist zweimal. Bei der Entscheidung, ob Fährten Hunden oder Wölfen zuzuordnen sind, hilft der Verlauf dieser Fährten. Wölfe setzen im Schnee ihre Hinterpfoten in die Abdrücke der Vorderpfoten, im Rudel laufen sie hintereinander und setzen ihre Pfoten in die Abdrücke des Vorderwolfes. Daher entsteht oft der Eindruck, dass man der Spur eines einzelnen Wolfes folgt, bis sich die Fährte plötzlich in mehrere Individualfährten aufteilt.
Verbreitung und Lebensraum [Bearbeiten]
Verbreitung des Wolfes
(grün = aktuell, rot = ehemalig)

Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Raubtier der Erde. Er war in ganz Europa und Asien bis nach Nordafrika sowie in Nordamerika beheimatet. In weiten Teilen dieses einst riesigen Verbreitungsgebietes, besonders im westlichen Europa und in Nordamerika, wurde die Art durch menschliche Verfolgung ausgerottet. In Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei, und zu einem geringeren Grade dem Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen. Ansonsten ist der Wolf heute nur in isolierten Beständen (manche umfassen weniger als 100 Tiere) anzutreffen.

Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasland und Wälder. Dass sie vor allem als Waldtiere bekannt wurden, liegt daran, dass der Mensch sie in großen Teilen des Verbreitungsgebietes frühzeitig aus offeneren Landschaften vertrieben hat.
Systematik [Bearbeiten]

Nach Bibikow ist die Unterarten***erung bis heute umstritten; seit 1985 gibt es Versuche einer genetischen Revision der Unterarten des Wolfes (Mitochondrial DNA Method). In den letzten Jahren hat man sich weitgehend auf eine Einteilung in dreizehn lebende und zwei ausgestorbene Unterarten geeinigt. Haushund (Canis lupus familiaris), sowie Neuguinea-Dingo (Canis lupus hallstrom) und australischer Dingo (Canis lupus dingo) sind durch Domestizierung entstandene Unterarten des Wolfs. Wegen ihrer teilweise erheblichen domestikationsbedingten Unterschiede zu den Wildformen wird auf die betreffenden Einzelartikel verwiesen.

Unterarten (Auswahl):
Polarwolf (Canis lupus arctos)
Timberwolf (Canis lupus lycaon)
Arabischer Wolf (Canis lupus arabs)

Polarwolf (C. lupus arctos); kanadische Arktis, Grönland; mittelgroß, weiß oder cremeweiß mit langem Fell; legal bejagt, stabil
Timberwolf (C. l. lycaon); Südostkanada, östliche USA; größere Unterart, sehr variable Fellfarbe von weiß bis schwarz, meist jedoch braun; in Teilen Kanadas legal bejagt, gefährdet
Buffalo Wolf (Canis l. nubilus); südliche Rocky Mountains, Mittlerer Westen, Ost- und Nordostkanada, südwestlichstes Kanada und Südost-Alaska; mittelgroß, meist grau, schwarz, gelbbraun oder rötlich; in Teilen Kanadas legal bejagt, stabil
Mackenzie-Wolf (C. l. occidentalis); Alaska, nördliche Rocky Mountains, West- und Zentralkanada; sehr groß; meist schwarz oder ein gemischtes grau oder braun, allerdings ist das gesamte Farbspektrum vertreten; diese Unterart wurde 1995 im Yellowstone-Nationalpark und in Idaho wiedereingeführt; legal in Alaska und Teilen Kanadas bejagt, sonst geschützt, stabil
Mexikanischer Wolf (C. l. baileyi); Zentral-Mexiko, West-Texas, südliches Neu-Mexiko und Arizona; kleinere Unterart, meist gelbbraun oder rostfarben; seit 1998 in Arizona wieder eingeführt, die Zahl der wildlebenden Tiere beträgt 35-50; vom Aussterben bedroht und geschützt
Tundrawolf (C. l. albus); nördliches Russland, Sibirien; relativ groß, typischerweise cremeweiß oder grau; legal bejagt, stabil
Russischer Wolf (C. l. communis); Zentral-Russland; sehr groß; legal bejagt; stabil oder rückläufig
Eurasischer Wolf (C. l. lupus); Europa, Skandinavien, Russland, China, Mongolei, Himalaya; durchschnittlich groß, gewöhnlich kurzes, graubraunes Fell; die am weitesten verbreitete Unterart Europas und Asiens, geschätzte Zahl 100.000; in einigen Gebieten legal bejagt, in anderen geschützt, stabil
Iberischer Wolf (C. l. signatus); Spanien und Nordportugal; mittelgroß; gewöhnlich graubraunes Fell mit einem charakteristischen Paar dunkler Markierungen an seinen vorderen Beinen und Weißmarkierungen auf den oberen Lippen; gering gefährdet, in Nordspanien teilweise bejagt, sonst geschützt, stabil
Italienischer Wolf (C. l. italicus); Italienische Halbinsel; mittelgroß; Färbung variabel; stark gefährdet und geschützt
Kaspischer Wolf (C. l. cubanensis); zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer; relativ klein; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig
Hokkaido-Wolf (C. l. hattai); japanische Insel Hokkaido; kleinere Unterart; 1889 aufgrund von Nachstellungen mit Gift ausgestorben
Honshu-Wolf (C. l. hodophilax); japanische Inseln Honshu, Shikoku und Kyushu; kleinste bekannte Unterart; 1905 durch Tollwut und menschliche Nachstellung ausgestorben
Arabischer Wolf (C. l. arabs); Saudi-Arabien, Jemen, Oman; sehr kleine Unterart, meist braun mit kurzem Fell; wird als Schädling verfolgt, vom Aussterben bedroht, rückläufig
Ägyptischer Wolf (C. l. lupaster); Nordafrika; kleine, schlanke Unterart; Fell meist silbernes bis meliertes grau oder braun; sehr selten, vom Aussterben bedroht.
Tibetischer Wolf (C. l. chanco); Aus dem Gebiet zwischen Transkaspien und dem Fernen Osten beschrieben, allerdings nicht monophyletisch; Wölfe des Himalaya-Gebietes zwischen Kaschmir, Ost-Nepal und Tibet, die ursprünglich dieser Unterart zugerechnet wurden, unter***n sich genetisch deutlich von anderen Wölfen Nordeurasiens und Nordamerikas, aber auch von Indischen Wölfen[5]. Diese Himalaya-Wölfe könnten möglicherweise eine eigene Art C. himalayensis darstellen[6].
Indischer Wolf (C. l. pallipes); Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien; sehr kleine Unterart; typischerweise gelbbraun, sandfarben oder rötlich mit sehr kurzem, dichten Fell; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig. Stellt möglicherweise eine eigenständige Art dar[7].

Eng verwandt mit dem Wolf sind der Rotwolf (Canis rufus) aus Nordamerika (der vielleicht ein Hybride aus Wolf und Kojote ist), der Kojote (Canis latrans) und der Äthiopische Wolf (Canis simensis). Eine bisher nicht erkannte Form des Wolfs oder zumindest ein enger Verwandter scheint darüber hinaus in Ägypten vorzukommen. DNA-***ysen ergaben, dass sich die ägyptische Unterart des Goldschakals (Canis aureus lupaster) genetisch stark von anderen Goldschakalen unter***t. Diese ägyptischen Schakale, deren Ähnlichkeit zu Indischen Wölfen (Canis lupus pallipes) bereits im 19. Jahrhundert von Zoologen bemerkt wurde, fallen genetisch in die engere Verwandtschaft der Wölfe. Sie sind auch deutlich größer und langbeiniger als typische Goldschakale. Dabei bildet der ägyptische Canide, wie der Indische Wolf und der Himalaya-Wolf auch, offenbar einen basalen Zweig innerhalb der Wölfe. Neben den ägyptischen Tieren wurden Vertreter dieser Form auch im Hochland von Äthiopien 2500 km südöstlich nachgewiesen[8].
Lebensweise [Bearbeiten]
Soziale Organisation [Bearbeiten]
Wolf im Nationalpark Bayerischer Wald

Obwohl man auch einzelne Wölfe in der Wildnis antrifft, ist die normale Sozialordnung des Wolfes das Rudel. Das Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und deren Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. Wölfe werden erst mit zwei Jahren geschlechtsreif (Haushunde schon mit 7 bis 11 Monaten) und verbleiben bis zur Geschlechtsreife bei den Eltern. Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. Unter normalen Bedingungen besteht ein Rudel im Herbst also aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs aus dem Vorjahr und dem Nachwuchs aus demselben Jahr. Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und suchen sich ein freies Revier, wo sie mit einem auf der Wanderung getroffenen und ebenso ausgewanderten Jungwolf als Partner eine eigene Familie gründen.[9] Die Elterntiere sind grundsätzlich ***nt gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um die Rangordnung gibt es daher nicht. Eine Paarung verwandter Tiere findet üblicherweise auch dann nicht statt, wenn keine anderen ***ualpartner zur Verfügung stehen, denn der Rüde verweigert eine solche Paarung.

In der Literatur findet sich häufig die Darstellung einer streng hierarchischen Rangordnung mit einem ***nten Alpha-Paar, das in der Regel die Nachkommen des Rudels zeugt, einer Gruppe nachgeordneter Tiere und einem schwachen Tier am Ende der Rangordnung in der Rolle des ?Prügelknaben? oder Omega-Wolfs. Diese Darstellungen sind das Ergebnis der Forschung an Wölfen in Gefangenschaft und keinesfalls auf natürliche Verhältnisse übertragbar. In Gefangenschaft wurden meist Wölfe unterschiedlicher Herkunft oder Familiengruppen zusammengesperrt und gezüchtet. Hier ist weder eine Abwanderung mit Erreichen der Geschlechtsreife, noch die (mit der Abwanderung verbundene) Vermeidung von Verpaarungen verwandter Tiere möglich. In diesen in Gefangenschaft gehaltenen Rudeln sind daher Auseinandersetzungen häufig.
Heulender Wolf
Raumorganisation [Bearbeiten]

Wolfsrudel leben im Normalfall in festen Revieren, die sowohl gegen andere Rudel als auch gegen einzelne Artgenossen abgegrenzt und falls nötig auch vehement verteidigt werden; die Reviere benachbarter Rudel überschneiden sich daher meist nur minimal. Die Größe der Reviere wird im Wesentlichen durch die Größe der Beutetierarten und die Zahl der Beutetiere bestimmt. Die durchschnittliche Größe der Reviere variiert daher von Region zu Region stark und reicht von einigen Dutzend bis zu 13.000 Quadratkilometern. Aus Mitteleuropa liegen bisher nur Werte aus Polen vor, dort wurden Reviergrößen zwischen 150 und 350 km² festgestellt[10], im Bia?owie?a-Wald waren die Reviere von vier Rudeln im Mittel 238 km² groß.[11] Zur Abgrenzung der Reviere werden vor allem Harnmarkierungen benutzt. Bei ihren Wanderungen durch das Revier setzen Wölfe etwa alle 350 m mit erhobenem Bein Harnmarken ab. Dafür werden markante Objekte wie einzelne Bäume, Sträucher, Steine oder Pfosten ausgesucht. Im Bereich der Reviergrenzen wird besonders intensiv markiert. Als weiteres Mittel zur Reviermarkierung dient das gemeinschaftliche Heulen der Rudelmit***er. Dieses wird meist von den benachbarten Rudeln beantwortet.
Wolf howls.ogg
Lautäußerungen von heulenden Wölfen

Diese Reviere werden regelmäßig von den Rudelmit***ern durchwandert; im Bia?owie?a-Wald lag die durchschnittliche, tägliche Laufstrecke der Wölfe von vier Rudeln bei 22,1 km für Weibchen und 27,6 km für Männchen. Pro Tag wurden dabei etwa 9 % des Reviers genutzt, die an aufeinander folgenden Tagen genutzten Revierteile überschnitten sich jeweils nur minimal. Dies dient mit hoher Wahrscheinlichkeit einerseits der Notwendigkeit, möglichst kontinuierlich im gesamten Revier präsent zu sein, um dieses gegen Artgenossen abzugrenzen, zum anderen aber vermutlich auch zur Erhöhung des Jagderfolges, da die Beutetiere auf die längere Anwesenheit der Wölfe mit erhöhter Vorsicht und Ausweichbewegungen reagieren.[11]
Ernährung [Bearbeiten]

Grundnahrung des Wolfes bilden im größten Teil des Verbreitungsgebietes mittelgroße bis große pflanzen***nde Säugetiere, er nutzt dabei die im jeweiligen Lebensraum dominierenden Arten. Wölfe jagen im Norden ihres Verbreitungsgebietes überwiegend im Rudel vor allem Elche, Rentiere und verschiedene andere Hirscharten. Weiter südlich sind auch Wildschweine und in Gebirgen Wildschafe und Steinböcke eine häufige Beute. Kleinere Säuger wie Hasen, Kaninchen, Wühlmäuse und Lemminge werden ebenfalls häufig erbeutet. In der Nähe des Menschen schlagen sie auch Schafe oder junge Rinder, Haushunde und Hauskatzen.

In nahrungsarmen Zeiten frisst der Wolf sowohl Aas als auch Abfälle.

Neuere Untersuchungen eines Zoologenteams um Chris T. Darimont von der University of Victoria haben erbracht, dass sich Wölfe in der kanadischen Küstenprovinz British Columbia im Herbst bevorzugt von Lachs ernähren. Dessen Anteil an der Nahrung beträgt dann bis zu 70 %, obwohl die Nahrung der Wölfe im restlichen Jahr zu 95 % aus Wild besteht. Erklärt wird dieses Verhalten damit, dass der Lachsfang einfach und gefahrlos ist, und Lachse zudem einen höheren Nährwert als Paarhufer haben.[12]
Ein Amerikanischer Bison verteidigt sich gegen ein Wolfsrudel.

In Mitteleuropa dominieren Wildschweine, Hirschartige und Haustiere im Nahrungsspektrum. So wurden in der Slowakei Wildschweine in 45,5 % aller Wolf***kremente gefunden, zweitwichtigste Beute war dort der Rothirsch (23,3 %), danach folgten Rotfuchs (10,4 %), Haushund (7,9 %) und Reh (5,5 %). Im polnischen Bialowieza konnten Hirschartige (Rothirsch und Reh) im Sommer in 93,1 %, im Winter in 97,0 % aller Exkremente nachgewiesen werden; dort war das Wildschwein im Sommer in 47,7 % aller Exkremente und im Winter in 29,0 % der Exkremente nachweisbar und damit das zweitwichtigste Beutetier.[13]

Freilebende Wölfe ***n nach verschiedenen Untersuchungen täglich so viel Fleisch, welches der Masse von 10-21 % ihres Körpergewichtes entspricht. Bei einem mittleren Gewicht von etwa 40 kg also 4,0-8,4 kg pro Tag.[14] Wölfe können innerhalb von 24 h bis zu 12,5 Kilogramm Fleisch verzehren, ein Teil davon wird jedoch wieder ausgewürgt und als Vorrat verscharrt.
Jagdweise [Bearbeiten]

Wölfe finden Beutetiere meist direkt durch deren Geruch, seltener durch die Verfolgung frischer Spuren. Sie versuchen sich den Beutetieren dann unbemerkt bis auf geringe Distanz zu nähern. Fliehende Tiere werden meist nur wenige Dutzend Meter weit mit hoher Geschwindigkeit verfolgt, gelingt es den Wölfen bis dahin nicht, das Beutetier zu erreichen, wird die Jagd abgebrochen. Längere Hetzjagden über mehrere Kilometer sind seltene Ausnahmen. Häufig versuchen Wölfe, für sie günstige Geländegegebenheiten zu nutzen, indem ein Teil des Rudels die Beute in Richtung anderer Rudelmit***er jagt, die an einer geeigneten Stelle in Deckung liegen. Im Winter versuchen Wölfe, Huftiere auf zugefrorene Seen oder Flüsse zu treiben, wo diese mit ihren g***n Hufen schnell ausrutschen.[15]

Huftiere bis zur Größe eines weiblichen Rothirsches versuchen durch Flucht zu entkommen. Große und wehrhafte Beutetiere wie Elche, Bisons, Moschusochsen oder auch Wildschweine stellen sich den Wölfen oft und verteidigen sich häufig erfolgreich. Elche flüchten bei Angriffen häufig ins Wasser und bleiben dort stehen, sie werden dann meist nicht weiter attackiert.

Kleinere Huftiere werden meist durch einen einzigen, sehr kraftvollen Biss in die Kehle oder in den Nacken getötet. Große Tiere, wie Elche, werden durch Bisse in Hinterteil, Flanken, Rücken und Nase aufgehalten und zu Fall gebracht und dann ebenfalls durch Bisse in die Kehle getötet. Das Opfer wird im Normalfall möglichst vollständig ge***n, große Huftiere werden über mehrere Tage lang genutzt und bis auf große Knochen, das Fell und Teile des Darmtraktes verwertet.[16]
Fortpflanzung [Bearbeiten]
Ein Wolfspaar

In Mitteleuropa fällt die Paarungszeit in den Spätwinter und das zeitige Frühjahr von Ende Januar bis Anfang März. Weibchen sind jeweils etwa 7 Tage lang empfängnisbereit. Wie bei vielen Hundeartigen wird die Paarung durch das sogenannte ?Hängen? abgeschlossen, wobei der angeschwollene *** des Männchens noch bis zu 30 Minuten lang in der *** des Weibchens gehalten wird. Die Tragzeit wird je nach Autor mit 62 bis 64 oder 62 bis 75 Tagen angegeben. Vor der Geburt der Jungen wird im Normalfall eine Erdhöhle gegraben oder von anderen Säugern übernommen und vergrößert. Die Höhlen haben ein oder zwei Eingänge. Von diesen führt ein Gang in die große Kammer. Etwa drei Wochen vor der Geburt verlässt das tragende Weibchen die Höhlenumgebung meist nicht mehr.[17]

Die Geburt der Jungen erfolgt in der Höhle. In einem Wurf befinden sich ein bis zwölf, in der Regel vier bis sechs Welpen. Die frisch geborenen, noch blinden und tauben Welpen wiegen 300 bis 500 g und haben ein feines, dunkles Fell. Die Augen öffnen sich nach 11 bis 15 Tagen, die Welpen können nun auch laufen, knurren sowie kauen. Auch die ersten Zähne sind erkennbar. Etwa um den 20. Tag beginnen die Jungen Laute wahrzunehmen, verlassen erstmals die Höhle und beginnen mit den Geschwistern und älteren Familienmit***ern zu spielen. Ab etwa diesem Alter können die Welpen auch feste Nahrung zu sich nehmen, sie werden jedoch noch bis zum Alter von 6 bis 8 Wochen gesäugt. Die mit Nahrung zurückkehrenden Rudelmit***er werden von den Welpen am Maul beschnuppert und deren Schnauze mit der eigenen Schnauze umklammert, bis sie Nahrung auswürgen. In der 16. bis 20. Lebenswoche wachsen die festen Zähne, nach etwa einem Jahr ist das Skelettwachstum abgeschlossen.[18]
Bestand und Gefährdung [Bearbeiten]
Denkmal für den letzten freien Wolf in Westfalen bei Ascheberg

Seit dem 19. Jahrhundert gilt der Wolf in Nord- und Mitteldeutschland sowie in England als ausgestorben. Wolfspopulationen gab es damals noch in Ungarn, Galizien, Kroatien, der Krain, Serbien, Bosnien, Rumänien, Polen, Russland und Skandinavien.

In vielen Teilen der Welt, in denen der Wolf noch vorkommt, wird er noch heute aktiv verfolgt. Allerdings setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Wolf keine Gefahr für den Menschen oder seine Landwirtschaft darstellt; vielmehr wird der Wolf zunehmend im Rahmen der Naturschutzbemühungen als ein willkommener Bestandteil der Tierwelt gesehen.
Bestand in Europa [Bearbeiten]

Insgesamt nimmt der Bestand des Wolfes in vielen europäischen Ländern wieder zu, beispielsweise in Spanien, Italien, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die sehr kleine Population in Skandinavien gilt vor allem aufgrund ihrer geringen genetischen Vielfalt als gefährdet.[19] Für das Jahr 2008 gibt das Schwedische Raubtierzentrum den Bestand für Schweden und Norwegen mit etwa 180 Tieren an.[20] Neu besiedelt wurden in den letzten Jahrzehnten Frankreich und die Schweiz. Während es in den südöstlichen Nachbarländern Österreichs Populationen mit jeweils bis zu hundert Wölfen gibt, kommen nur vereinzelt Tiere nach Kärnten.[21] Für das Jahr 2010 schätzte der WWF, dass sich nur drei bis fünf Tiere in den östlichen Bundesländern wild aufhalten.[22] Seit 2009 wurden zudem in Tirol mindestens drei unterschiedliche Wölfe nachgewiesen. Im Herbst 2010 hat ein Wolf, wie durch DNA-Proben nachgewiesen wurde, im Schneeberggebiet, wo man ihn bisher nie beobachtete, einige Schafe gerissen.[23] In dem Gebiet wurden im Herbst 2010 ein männlicher Wolf aus den italienischen Alpen und eine Wölfin aus den Karpaten nachgewiesen. Ob die beiden ein Paar sind, ist nicht klar.[24] Aus den französischen Seealpen kommend sind Tiere inzwischen in den katalanischen Pyrenäen ins Gebiet des Naturparks Cadí-Moixeró von Norden nach Spanien vorgedrungen, einige hundert Kilometer östlich des bisherigen Haupt-Verbreitungsgebietes in der Gegend um Soria.[25]
Der Wolf in Deutschland [Bearbeiten]

In Deutschland, insbesondere in seinen Ostprovinzen, hatte sich der Wolf während des Dreißigjährigen Kriegs wieder stark ausgebreitet. Über sein Auftreten in Pommern bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts liegen statistische Angaben vor.[26][27] Der auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik vorläufig letzte freilebende Wolf wurde am 27. Februar 1904 in der Lausitz erschossen. Er war 160 cm lang, hatte eine Widerristhöhe von 80 cm und wog 41 kg. Da es in der Gegend lange Zeit keinen Wolf mehr gegeben hatte, vermutete man hinter dem gerissenen Wild erst ein ausgebrochenes Zirkustier, weshalb er den Spitznamen ?Tiger von Sabrodt? (Ort des ersten Auftauchens) erhielt. Schon nach dem 2. Weltkrieg wanderten immer wieder Wölfe nach Deutschland ein, bis 1990 wurden in Deutschland mindestens 21 Wölfe geschossen oder mit Fallen gefangen.[28] Auch nach 1990 sind immer wieder Wölfe über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert und hielten sich bevorzugt auf Truppenübungsplätzen auf. Im Jahr 2000 wurde im sächsischen Teil der Lausitz erstmals seit mindestens 100 Jahren wieder eine erfolgreiche Reproduktion des Wolfes in Deutschland nachgewiesen. Seitdem hat der Bestand des Wolfes dort kontinuierlich zugenommen und das Verbreitungsgebiet hat sich beständig vergrößert. Ende Februar 2012 lebten in der Lausitz in Sachsen und Brandenburg elf Rudel und ein Wolfspaar.[29] Außerhalb der Lausitz gibt es weitere territoriale Vorkommen: Ein reproduzierendes Rudel in Sachsen-Anhalt in der Altengrabower Heide und mehrere stationäre Einzeltiere oder Paare in anderen Regionen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen, womit man von einem Wolfsbestand von 50 bis 60 frei lebenden Wölfen in Deutschland ausgehen kann.[30][31] Ob die in Hessen und Bayern festgestellten Einzeltiere noch anwesend und am Leben sind, ist unklar.[32][33][34] Mit der wachsenden Gesamtpopulation und seiner langsamen Ausbreitung kann bei weiterem erfolgreichen Schutz davon ausgegangen werden, dass der Wolf in Deutschland wieder dauerhaft ansässig wird. Allerdings fordern einzelne Jäger und Jägervertreter in der Lausitz einen Abschuss bzw. eine kontrollierte Bejagung der dort lebenden Wölfe.[35]

Von drei im Frühjahr 2009 besenderten Wolfsrüden des Nochtener (zwei junge Rüden) bzw. Neustädter Rudels (ca. zwei bis drei Jahre alter Rüde) hatte ein junger Rüde[36] nach einem über 1000 km langen Weg im Sommer 2009 Litauen erreicht.[37] Seit Dezember 2009 wurden von ihm keine Signale mehr empfangen.[38] Dies ist der erste Nachweis des Auswanderns eines in Deutschland freilebend geborenen Wolfes seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein zweiter junger Rüde[39] des Rudels war nach einem zweiwöchigen ?Ausflug? mit Distanzen von bis zu 150 km Anfang April 2009 zu diesem Rudel zurückgekehrt.[40] Inzwischen hat er im Raum Spremberg-Schleife ein eigenes Rudel gegründet.

Obwohl Wölfe in Deutschland streng geschützt und nicht jagdbar sind, wurden sie immer wieder von Jägern geschossen ? angeblich wegen Verwechslungen mit wildernden Hunden. Beispielsweise wurde im Zeitraum August/September 2007 eine einjährige Wölfin illegal in der Nähe von Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) geschossen. Am 15. Dezember 2007 wurde in einem Wald bei Gedelitz (nahe Gorleben, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen) während einer Gesellschaftsjagd ein 37 Kilogramm schwerer männlicher Wolf von zwei auswärtigen Jägern getötet. Die Schützen gaben an, das Tier wäre bereits angeschossen gewesen und hätte gelahmt, was im Prozess durch Sachverständigengutachten angezweifelt wurde. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen Naturschutzrecht eingeleitet, welches für die beiden Jäger in erster Instanz mit einer Verurteilung zu hohen Geldstrafen endete. Der zweijährige Rüde soll eindeutig ein freilebender Wolf gewesen sein. Eine genetische Untersuchung ergab, dass dieses Tier der westpolnisch-sächsischen Population zugerechnet werden kann. Dieses ist wohl der zweite aktuelle Nachweis der Art aus dem niedersächsischen Tiefland. Ein ? wahrscheinlich anderes ? Exemplar ist aus der Lüneburger Heide bekannt, wo es erstmals im September 2006 bei Unterlüß gesichtet wurde. Der letzte Nachweis gelang am 18. Mai 2007 durch eine Fotografie. Aus dem Sommer 2009 liegen nach einer zweijährigen Pause wieder neue glaubhafte Hinweise vor.[41][42] Am 26. Februar 2012 wurde nach Einschätzung des Naturschutzbundes Deutschland ein scheuer Wolf im Landkreis Neuwied (Rheinland-Pfalz) gesichtet und fotografiert.[43]
Gesetzlicher Schutz [Bearbeiten]

In Europa ist der Wolf durch drei Richtlinien geschützt:

Dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 gehören 152 Staaten an. Es stellt Richtlinien für den Handel mit geschützten Tieren und deren Erzeugnissen auf und schränkt die Ein- und Ausfuhr der Tiere oder ihrer Teile (Felle, Schädel, Knochen?) ein. Der Wolf ist hier in Anhang II (gefährdete Tierart) aufgeführt, einige Subpopulationen sind vom Aussterben bedroht und in Anhang I aufgeführt.

In der Berner Konvention haben sich 45 Staaten auf die Erhaltung und den Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer Lebensräume verständigt. Der Wolf ist in Anhang II der Konvention aufgeführt.

Die FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG) wurde 1992 von der EU in Kraft gesetzt und soll europaweit die Ausweisung und Erhaltung von Lebensräumen und Wildtieren regeln. Der Wolf ist hier in Anhang IV aufgeführt, sein Lebensraum in Anhang II. Diese Richtlinie ist von allen EU-Mit***sstaaten jeweils in nationales Recht umzusetzen.

Mensch und Wolf [Bearbeiten]
Tamaskan: Einige Haushunde haben eine sichtbare Ähnlichkeit zum Wolf.
Wolfsspuren im Sand
Domestizierung [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Domestizierung (Haushund)

Heute ist nachgewiesen, dass der Haushund vom Wolf abstammt. Wie Wölfe domestiziert wurden, ist unbekannt. Die Verwandtschaft zum Wolf zeigt sich recht deutlich bei einigen Hunderassen; Samojede, Siberian Husky, Alaskan Malamute, Kanaanhund oder der Akita weisen einen ursprünglichen Typ mit spitzem Fang, spitzen Stehohren und quadratischem Körperbau auf; auch andere Rassen wie der Deutsche Schäferhund zeigen noch eine gewisse äußere Ähnlichkeit zum Wolf. Die Annahme, dass diese Rassen daher enger mit dem Wolf verwandt wären als andere, ist jedoch falsch.

Das Lautverhalten der Wolfs- und Schlittenhunde ähnelt dem der Wölfe, sie bellen kaum und wenn, dann nicht anhaltend, statt dessen jaulen und heulen sie in vielen Variationen.
Verhältnis des Menschen zum Wolf [Bearbeiten]
Verehrung [Bearbeiten]

Viele Völker, die von der Jagd lebten (Nordeuropa, Nordamerika), sahen im Wolf einen ihnen ebenbürtigen oder überlegenen Konkurrenten, dessen Ausdauer und Geschick bewundert und begehrt waren. Der Wolf wurde auch als Beschützer oder als übernatürliches Wesen betrachtet und verehrt. Krieger identifizierten sich mit dem Wolf (Therianthropie). Vornamen wie Wolf, ***, Wolfgang oder Wolfhard erinnern an die Wertschätzung des Tiers. Verschiedene Teile des Wolfs galten auch in Deutschland als heilkräftig. So sollten Schuhe aus Wolfsfell Knaben zu tapferen Männern erwachsen lassen.
Der Wolf als Feind des Menschen [Bearbeiten]

Da der Wolf auch Nutztiere schlägt, wurde er in der Vergangenheit als Feind angesehen. Ab dem Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde die Beziehung des Menschen zum Wolf in Europa zunehmend einseitig von Angst und Dämonisierung geprägt. Die starke Ausbreitung menschlicher Siedlungs- und Agrarflächen, sowie die offene Viehhaltung, hier vor allem die bis ins 19. Jahrhundert verbreitete Waldweide von Rindern, Schafen, Schweinen und Pferden, führte zu zahlreichen Haustierverlusten durch Wölfe. Auch wenn die angegebenen Verluste in vielen Fällen sicher maßlos übertrieben waren oder durch wildernde Hunde verursacht wurden, dürften die Verluste bei dieser Art der Viehhaltung für die Bauern wirtschaftlich häufig bedeutend gewesen sein. Zu der direkten Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Wolf gesellte sich im Laufe der Zeit noch die Verurteilung des Wolfes als Jagdkonkurrent.

Berichte und Geschichten über ?Wolfsplagen? und Angriffe auf Menschen (zum Teil mit Todesfolge) finden sich bis in die Neuzeit in zahlreichen schriftlichen Quellen. So wird schon 1197 von einer ?Wolfsplage? an der Mosel berichtet, die angeblich mehrere menschliche Opfer forderte. Noch 1849, also zu einer Zeit, als Wölfe in Mitteleuropa schon weitgehend ausgerottet waren, wurde aus Kottenheim eine ?Wolfsplage? gemeldet, als ein strenger Winter bis Ostern anhielt.

Diese Einstellung zum Wolf führte in West- und Mitteleuropa zu einer beispiellosen Verfolgungskampagne, deren Ziel schließlich, unabhängig von etwaigen Schäden, die völlige Ausrottung des Wolfes war. Der Wolf wurde unter anderem in Großbritannien (letzte Erlegung 1743), Dänemark (1772), Luxemburg (1893)[44] und Deutschland (1904) ausgerottet. In Süd- und Osteuropa wurde dem Wolf (und anderen Großraubtieren) mit erheblich mehr Toleranz begegnet. Auch wenn dort bei verstärkten Schäden an Haustieren Wölfe regional und zeitlich intensiver verfolgt wurden, war dort die völlige Ausrottung nie das Ziel.
Angriffe auf Menschen [Bearbeiten]

Während die Erbeutung von Haustieren durch Wölfe unstrittig ist, sind Angriffe auf Menschen sehr selten. Häufig spielen Tollwuterkrankungen hierbei eine Rolle.[45] In den letzten 50 Jahren wird über neun Fälle in Europa berichtet, bei denen Menschen durch Wölfe getötet wurden. Bei fünf dieser Fälle konnte bei den Wölfen Tollwut nachgewiesen werden.[46]

In Nordamerika zeigt eine Reihe von Fällen, dass es beim Kontakt von Menschen zu halbzahmen, durch ständige direkte oder indirekte Fütterung an Menschen gewöhnten Wölfen zu Missverständnissen, unbeabsichtigten Provokationen u. ä. mit zum Teil fatalen Folgen kommen kann. In den letzten ca. 30 Jahren sind dort 39 Fälle von gegenüber Menschen aggressiven Wölfen bekannt geworden. In 12 dieser Fälle wurde eine Tollwutinfektion nachgewiesen oder vermutet. In sechs Fällen wurden die Menschen durch Hunde begleitet, vermutlich war hier der Hund Auslöser der Attacke. In 16 Fällen wurden Menschen von nicht mit Tollwut infizierten Wölfen gebissen. Diese Fälle waren durch die Opfer fast ausschließlich provoziert und hätten leicht vermieden werden können. Keine der Bissverletzungen war lebensbedrohlich, aber in sechs Fällen waren die Bissverletzungen ernst (?severe?).[47]

In der Türkei gab es zwischen 1995 und 2005 nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei Angriffe von Wölfen auf Menschen. In einem Fall konnte eine Tollwutinfektion des Wolfs nachgewiesen werden, in dem anderen Fall starben zwei der drei gebissenen Personen an Tollwut, aber es konnte nicht nachgewiesen werden, dass es sich bei dem tollwütigen Tier um einen Wolf gehandelt hat.[48]
Wirtschaftliche Nutzung [Bearbeiten]

Wölfe wurden über Jahrhunderte verfolgt und teilweise systematisch ausgerottet; daneben diente der Wolf aber auch als Pelzlieferant. Im 19. Jahrhundert wurden Wölfe vor allem mit Strychnin getötet, indem man ein getötetes Schaf damit imprägnierte und dieses auf die bekannten Wechsel der Wölfe warf. Wolfsfelle wurden für Bekleidungszwecke und in den Wohn- und Schlafstätten verwendet; sie galten umso wertvoller, je weißer sie waren. Die Wolfshaut wurde auch zu Leder gegerbt und zu Handschuhen, Pauken- und Trommelfellen verarbeitet. In den meisten Ländern ist die wirtschaftliche Nutzung des Wolfes heute verboten, obwohl teilweise noch Abschussprämien gezahlt werden.
Der Wolf in Mythos und Literatur [Bearbeiten]

Der Wolf spielt als Motiv in den Mythologien, Sagen und Märchen sowie in der Literatur und Kunst zahlreicher Völker eine zentrale Rolle. Dabei spiegelt sich die ambivalente Einstellung des Menschen gegenüber dem Wolf wider. Einerseits verehrt er ihn als starkes und überlegenes Tier, zum anderen projiziert er auf das aggressive Tier verschiedenartigste Ängste.
Totem-Kultur [Bearbeiten]

In etlichen Kulturen erscheint der Wolf als Totem, etwa bei dem Indianerstamm der Tlingit, bei den Irokesen, bei den Turkmenen und bei den Mongolen. Die Usbeken und die Hunnen leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab, ebenso galt die Wölfin als Urmutter der alten Türken.
Bibel [Bearbeiten]

Bereits in der Bibel wird der Wolf mehrfach als das herdenreißende, gefährliche Tier dargestellt, so etwa in (Gen 49,27 LUT); (Jer 5,6 LUT); (Joh 10,12 LUT). Wenn ?der Wolf beim Lamme? liegt, so bedeutet dies dementsprechend die Verbindung von Ungleichem und wird daher von Jesus Sirach als Gleichnis für den Umgang zwischen Sündern und Gerechten gebraucht, (Sir 13,21 LUT). Jesaja indes verwendet das utopische Bild als Metapher für den Anbruch des Reiches Gottes, (Jes 65,25 LUT).
Griechische Mythologie [Bearbeiten]

Die griechische Göttin Hekate, die mit dunkler Hexerei und Zauberei in Verbindung stand, wurde in der bildenden Kunst häufig in der Begleitung von drei Wölfen dargestellt. Der griechische König Lykaon wurde von Zeus in einen Wolf verwandelt.
Die säugende Wölfin [Bearbeiten]
Die Kapitolinische Wölfin mit Romulus und Remus

Die Gründer der Stadt Rom, die Zwillinge Romulus und Remus, sollen von einer Wölfin gesäugt und aufgezogen worden sein. Die Geschichte beruht indes auf einem Missverständnis: Das Wort lupa bedeutet im Lateinischen sowohl ?Wölfin? als auch ?***?. Mit diesem Wort war ursprünglich Larentia, die leichtlebige ***nde Gattin des Hirten Faustulus gemeint, der das Brüderpaar aufgezogen hatte. Vergleichbare Überlieferungen gibt es aus dem indischen Raum; auch die slowakischen Recken Waligor und Wyrwidub sowie der Gründer des altpersischen Reiches, Kyros II., sollen von Wölfen aufgezogen worden sein. Auch das moderne Motiv der Wolfskinder hat hier seine Ursprünge.
Germanische Mythologie [Bearbeiten]

In der germanischen bzw. nordischen Mythologie werden dem Siegesgott Odin neben zwei Raben auch die Wölfe Geri und Freki beigesellt, die als streitlustige und tapfere Tiere den Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Sonne und Mond werden von den Wolfsbrüdern Skoll bzw. Hati gejagt[49]. Beide besitzen noch einen weiteren Bruder namens Managarm, der sich vom Fleisch der Toten ernährt. Der Fenriswolf spielt beim Wel***rgang Ragnarök eine ent***nde Rolle. Er verschlingt zu Beginn der Götterdämmerung den Mond, später Odin. Der Wolf Ysengrin des Mythos besitzt viele Wesensmerkmale des verschlagenen Fuchses. Germanischen Ursprungs ist auch die Figur des Werwolfs, der ungeachtet seines Lebens in der bürgerlichen Gesellschaft zeitweilig Wolfsgestalt annimmt.
Sonstige Kulturen [Bearbeiten]

Den Chinesen galt der Wolf als Symbol für Grausamkeit, Gefräßigkeit und Gier.

Die nordamerikanischen Ureinwohner kennen mit dem Waheela eine Art Geist in der Gestalt eines riesigen Wolfes.
Literatur [Bearbeiten]

In Fabeln antiker Autoren wie Äsop und Phädrus, deren Stoffe später insbesondere Jean de Lafontaine und Gotthold Ephraim Lessing aufgriffen, werden negative menschliche Charaktereigenschaften wie Habgier, Streitlust, Heimtücke und Verschlagenheit auf den Wolf projiziert. In Der Wolf und das Lamm etwa sucht der Wolf mit aller Macht einen Vorwand, um das mit ihm am Fluss trinkende Lamm zu zerreißen. In Löwe, Wolf und Fuchs fällt eine vom Wolf angezettelte Intrige auf ihn zurück. In Der Wolf und der Kranich betrügt er einen hilfsbereiten Vogel um seinen Lohn. In Der Wolf und der Hund steht er als Vertreter des gefährdeten, aber freien Lebens im Gegensatz zum unter dem Joch lebenden Haushund. Bekannt ist auch Der Junge, der Wolf schrie vom Hirtenjungen, der so oft um Hilfe wegen angeblicher Wölfe rief, bis ihm niemand half, als eines Tages wirklich ein Wolf seine Herde riss.
Der Wolf an der Seite Rotkäppchens

Im lateinischen Mittelalter ist der Wolf als Ysengrimus, eingedeutscht Isegrim, Fabelwesen eines Tierepos. Als meist negative, bösartige Figur erscheint er auch in den Märchen. In Grimms Rotkäppchen etwa erschleicht er sich das Vertrauen eines kleinen Mädchens, frisst dann dessen Großmutter und will am Ende auch Rotkäppchen selbst ***n. In Der Wolf und die sieben jungen Geißlein verschafft er sich mit durch Kreide verfälschter Stimme Zutritt zum Haus einer Ziegenfamilie und verschlingt alle deren Kinder bis auf eines. In beiden Fällen werden die Opfer gerettet und der Wolf getötet. Einige Märchen der Gebrüder Grimm (Der Wolf und der Mensch, Der Wolf und der Fuchs, Der Fuchs und die Frau Gevatterin) berichten von weiteren Wölfen, denen ihre Habgier und Aggression teuer zu stehen kommt: Sie werden zu Opfern sowohl der überlegenen Körperkraft des Menschen wie der Schläue von Füchsen. Aus dem angelsächsischen Bereich schließlich stammt das Märchen vom Wolf und den drei Schweinchen.

In der modernen Wolfsliteratur findet sich das Wolfsmotiv insbesondere in Rudyard Kiplings Das Dschungelbuch und bei Jack London (Ruf der Wildnis, White Fang). In Hermann Hesses Roman Steppenwolf schließlich wird das Wolfmotiv als Metapher für die animalische, die triebgesteuerte Seite des einsamen und menschenscheuen Protagonisten Harry Haller benutzt. Ein bekannter Fantasy-Roman von Käthe Recheis trägt den Titel Der weiße Wolf.
Comic und Zeichentrickfilm [Bearbeiten]

Auch in Comics und Zeichentrickfilmen tauchen vielfach Wölfe auf. In der sowjetischen Zeichentrickserie Hase und Wolf spielen ein böser, tollpatschiger Wolf sowie ein guter Hase mit.

Im Disney-Zeichentrickfilm Die drei kleinen Schweinchen will ein schlaksiger, schwarzfelliger Wolf mit bunter Latzhose und Schlapphut die Häuschen der drei Schweinchen um***. Bei jenen aus Stroh und Holz gelingt ihm dies, nicht so indes bei dem aus Stein. Unter Aufgreifung des Verkleidungsmotivs aus Rotkäppchen nähert er sich den Schweinchen im Aufzug einer alten Frau. Der Kurzfilm beinhaltete auch den von Frank Churchill geschriebenen berühmt gewordenen Song Who's Afraid of the Big Bad Wolf.

Im Disney-Comic Lil' Bad Wolf versucht ein böser Wolf namens Zeke (deutsch: Ede) erfolglos seinen Jungen nach seinem Bilde zu formen: Stattdessen schließt der Kleine enge Freundschaft mit den kleinen Schweinchen.

Ein weiterer schurkenhafter Vertreter der Gattung tritt im Disney-Film The big bad wolf auf. Er hat auch ein Gastspiel im Mickey-Mouse-Cartoon Mickey's Polo Team von 1936, in dem Disney-Figuren gegen Zeichentrick-Versionen berühmter Schauspieler dieser Zeit Polo spielten.

Zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch die Wolfs-Figuren Lupo, Lupinchen und Eusebia aus Rolf Kaukas Serie Fix und Foxi von 1953.

Auch in der auf Runer Jonssens Büchern beruhenden Zeichentrickserie Wickie und die starken Männer von 1974 kommen häufig Wölfe vor, ausgehungerte Tiere von grotesk-zottiger Magerkeit, die den ängstlichen Wikingerjungen Wickie jagen.
Literatur [Bearbeiten]

Dimitrij I. Bibikow: Der Wolf. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 587. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2003, ISBN 3-89432-380-9
L. David Mech, Luigi Boitani: Wolves - Behaviour, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago 2003, ISBN 0-226-51696-2
Henryk Okarma: Der Wolf. Ökologie, Verhalten, Schutz. Parey, Berlin 1997, ISBN 3-8263-8431-8
Elli H. Radinger: Wolfsangriffe ? Fakt oder Fiktion. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-33-4
Elli H. Radinger: Die Wölfe von Yellowstone. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-15-6
Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland ([1]; PDF-Datei; 3,3 MB). BfN-Skripten Band 201, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2007
Erik Zimen: Der Wolf: Verhalten, Ökologie und Mythos [...]. Neuauflage, Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09742-0

Über angebliche Wolfsplagen

Walter Lung: Kottenheim ? ein Dorf und seine Landschaft. Louis Schreder, Mayen 1962
Nikolaus Kyll: Zur Trierer Wolfsprozession.. Landeskundliche Vierteljahrblätter. Trier 7.1961, H. 1, S. 16 ff. ISSN 0458-6905
Heinrich Strangmeier: Wolfsplagen und Wolfsjagden in Hilden und anderswo. Eine Sammlung von Quellen und Beiträgen zum Thema. Peters, Hilden 1977

Einzelnachweise [Bearbeiten]

? H. Okarma 1997: S. 11 ff.
? A wolf's dark pelt is a gift from the dogs. NewScientist, abgerufen am 9. April 2009.
? H. Okarma 1997: S. 11-12 und dort zitierte Literatur
? Dorit Urd Feddersen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-09863-9.
? Dinesh K. Sharma, Jesus E. Maldonado, Yadrendradev V. Jhala and Robert C. Fleischer: Ancient wolf lineages in India. Proc. R. Soc. Lond. B 2004 271, S1-S4
? R. K. Aggarwal 1 , T. Kivisild 2 , J. Ramadevi 1 and L. Singh: Mitochondrial DNA coding region sequences support the phylogenetic distinction of two Indian wolf species. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research, Volume 45 Issue 2, Pages 163 - 172 (2007)
? R. K. Aggarwal 1 , T. Kivisild 2 , J. Ramadevi 1 and L. Singh: Mitochondrial DNA coding region sequences support the phylogenetic distinction of two Indian wolf species. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research, Volume 45 Issue 2, Pages 163 - 172 (2007)
? Eli Knispel Rueness, Maria Gulbrandsen Asmyhr, Claudio Sillero-Zubiri, David W. Macdonald, Afework Bekele, Anagaw Atickem, Nils Chr. Stenseth: The Cryptic African Wolf: Canis aureus lupaster Is Not a Golden Jackal and Is Not Endemic to Egypt. PLoS ONE, Volume 6, Issue 1, 2011 (pp. 1-5) online
? H. Okarma 1997: S. 61
? Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 18
? a b Jedrzejewski W, Schmidt K, Theuerkauf J, Jedrzejewska B, Okarma H: Daily movements and territory use by radio-collared wolves (Canis lupus) in Bialowieza Primeval Forest in Poland. Can. J. Zool. 79, 2001: S. 1993-2004
? Wölfe: Isegrim Fischt Frischen Fisch. In: bild der wissenschaft, 12/2008. Konradin Medien GmbH, Leinfelden-Echterdingen. ISSN 0006-2375.
? H. Okarma 1997: S. 46 ff. und dort zitierte Literatur
? H. Okarma 1997: S. 50 und dort zitierte Literatur
? H. Okarma 1997: S. 91 ff. und dort zitierte Literatur
? Wildbiologische Gesellschaft München e. V. (Hrsg.): Wer war es? Raubtierrisse erkennen und dokumentieren. Broschüre, München 1997: S. 32-33
? H. Okarma 1997: S. 35-37
? H. Okarma 1997: S. 37-43
? www.wissenschaft.de: Zu enge Familienbande unter skandinavischen Wölfen
? Rovdjurscentret De 5 Stora (schwedisch)
? Der Wolf ist in Kärnten "zu Besuch" im ORF vom 3. Juli 2007 abgerufen am 31. Oktober 2010
? Der Wolf kommt - und Österreich ist schlecht vorbereitet im Standard vom 10. August 2010 abgerufen am 28. Oktober 2010
? Ein Wolf macht Puchberg unsicher auf ORF vom 28. Oktober 2010 abgerufen am 28. Oktober 2010
? "Wölfe sind ein Kompliment an die Landschaft" - Gespräch mit Wolf-Experten Heinrich Dungler
? Portada Quercus nº 302 / Abril 2011 (spanisch). Website quercus.es. Abgerufen am 10. August 2011.
? Th. Schmidt: Jubelschrift zur vierhundertjährigen Stiftungsfeier der Universität Greifswald. Zur naturgeschichtlichen Statistik der in Pommern ausgerotteten Säugetiere. Stettin 1856, S. 27-100.
? Julius v. Bohlen-Bohlendorf: Nachrichten über das Vorkommen und die Verbreitung des Luchses (F. lynx.) und des Wolfes (C. lupus) im ehemaligen Schwedischen Antheil von Pommern im 17. und 18. Jahrhundert. In: Mittheilungen aus dem Naturwissenschaftlichen Vereine von Neu-Vorpommern und Rügen, Band 7/8, Berlin 1873 u. 74, S. 1-30.
? Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 156-157
? Wolfsbüro Lausitz - Bestand in der Lausitz (abgerufen 28. Februar 2012)
? Volksstimme-Artikel Erste Daten zum Wolfs-Telemetrieprojekt
? Naturschutzbund Deutschland e.V. - Nachweis über neue Wolfsfamilie in der Lausitz
? Frankfurter Rundschau-Online: Der Wolf ist tot (14. April 2011)
? NABU.de (11. Januar 2011): Hessischer Wolf stammt aus den Alpen
? Bayerns Wolf: Ist er längst abgeschossen? (21. April 2011)
? taz-Artikel ?Wölfen soll es an den Pelz gehen?
? Wolfsbüro Lausitz - Dritter Jungwolf besendert
? Wolfsbüro Lausitz - Wolf Alan in Litauen (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Besenderter Wolf Alan sendet nicht mehr (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Zweiter Wolf in der Lausitz mit Halsbandsender
? Wolfsbüro Lausitz - Junger Wolf kehrt zum Rudel zurück
? Wolfskonzept Niedersachsen
? Wolfsrüde im Wendland erschossen, Artikel bei nabu.de
? ?Willkommen Wolf? im Westerwald
? Siehe S. 372: J.A. Massard: Wölfe in Luxemburg. In: Lëtzebuerger Almanach 1987, Luxemburg: 353-374. Siehe auch: J.A. Massard: Zum hundertsten Jahrestag der ersten Tollwutimpfung (II): Von Hunden und Wölfen. Tageblatt 1985, Nr. 159 (13. Jul.): 9.
? The fear of wolfes: A review on wolf attacks on humans, John D. C. Linell, Norsk institutt for naturforskning, 2002 (aufgerufen am 7. September 2011)
? Die Wölfe sind zurück - auf bmu.de (abgerufen am 7. September 2011)
? McNay M. E.: A case history of Wolf - Human encounters in Alaska and Canada. Wildlife Technical Bulletin, 2002
? Senem Tu?: Conflicts between humans and wolf: a study in Bozda?, Konya province, Turkey. 2005, S. 36 (online).
? Gylfagynning 12.
Kokonus
05.04.12 um 20:01
Avatar von Kokonus

Re: Brauchst du Credits?

Der Wolf (Canis lupus) ist eine Raubtierart aus der Familie der Hunde (Canidae). Wölfe leben und jagen im Rudel, Hauptbeute sind mittelgroße bis große Huftiere. Die Art war früher in ganz Europa verbreitet, wurde jedoch in West- und Mitteleuropa weitgehend ausgerottet. Deutschland wurde erst Ende der 1990er Jahre wieder besiedelt, im Jahr 2000 wurden erstmals Welpen nachgewiesen. Wölfe haben schon frühzeitig Eingang in die Mythen und Märchen vieler Völker gefunden, sie zählen daher zu den bekanntesten Raubtieren.
Inhaltsverzeichnis
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1 Merkmale
2 Unterschiede zum Haushund
2.1 Morphologische und anatomische Unterschiede
2.2 Weitere Unterschiede
3 Verbreitung und Lebensraum
4 Systematik
5 Lebensweise
5.1 Soziale Organisation
5.2 Raumorganisation
5.3 Ernährung
5.4 Jagdweise
5.5 Fortpflanzung
6 Bestand und Gefährdung
6.1 Bestand in Europa
6.2 Der Wolf in Deutschland
6.3 Gesetzlicher Schutz
7 Mensch und Wolf
7.1 Domestizierung
7.2 Verhältnis des Menschen zum Wolf
7.2.1 Verehrung
7.2.2 Der Wolf als Feind des Menschen
7.2.3 Angriffe auf Menschen
7.3 Wirtschaftliche Nutzung
7.4 Der Wolf in Mythos und Literatur
7.4.1 Totem-Kultur
7.4.2 Bibel
7.4.3 Griechische Mythologie
7.4.4 Die säugende Wölfin
7.4.5 Germanische Mythologie
7.4.6 Sonstige Kulturen
7.4.7 Literatur
7.4.8 Comic und Zeichentrickfilm
8 Literatur
9 Einzelnachweise
10 Weblinks

Merkmale [Bearbeiten]

Grundsätzlich ähnelt der Wolf einem großen Haushund, wobei der Rumpf im Vergleich zu ähnlich gebauten Haushunden länger und der Brustkorb höher, aber schmaler ist. Der Kopf ist relativ groß, die Stirn ist breit. Die Augen setzen schräg an, die Ohren sind eher kurz. Der buschige *** hat etwa ein Drittel der Kopf-Rumpf-Länge.[1]

Die Färbung ist sehr variabel, es gibt weiße, cremefarbene, dunkle, gelbliche, rötliche, graue und schwarze Wölfe. In den gemäßigten Zonen Europas und Asiens überwiegen graue Wölfe, die nördlichen Populationen zeigen größere Anteile schwarzer und weißer Tiere. Meist überwiegen dunkle Haare auf dem Rücken und dem ***. Bauch, Beine und Schnauze sind meist deutlich heller gefärbt. Nach genetischen Untersuchungen beruht die schwarze Fellfarbe bei Grauwölfen auf einer Mutation, die zuerst unter Haushunden auftrat und später in die Wolfspopulation eindrang.[2]
Wolf im Profil (C. l. lupus)

Maße und Gewichte des Wolfes sind aufgrund seines ausgedehnten Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich (siehe Bergmannsche Regel): Die größten Wölfe in den Waldzonen Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 160 cm, der *** ist zusätzlich bis zu 52 cm lang. Die Schulterhöhe beträgt etwa 80 cm. Diese Wölfe können bis zu 80 kg wiegen.

Die kleinsten Wölfe leben im vorderen Orient und auf der Arabischen Halbinsel; ihre Körperlänge beträgt etwa 80 cm bei einem Gewicht von rund 20 kg und einer ***länge von etwa 29 cm. Die Weibchen sind um 2 bis 12 % kleiner als die Rüden und 20 bis 25 % leichter.

Mitteleuropäische Wölfe liegen zwischen diesen Extremen. Männliche polnische Wölfe aus dem Bia?owie?a-Urwald hatten eine Kopf-Rumpf-Länge von im Mittel 119 cm und eine Schulterhöhe von 70-90 cm, Weibchen aus demselben Gebiet eine mittlere Kopf-Rumpf-Länge von 111 cm (Extreme 97-124 cm) und eine Schulterhöhe von 60-80 cm. Männchen aus dem Südosten Polens wogen 35-67 kg, Weibchen 27-50 kg.[3]
Unterschiede zum Haushund [Bearbeiten]

Haushunde sind domestizierte Formen des Wolfes und gehören daher ebenso wie der Dingo der gleichen Art (Canis lupus) an. Anhand einiger charakteristischer Merkmale ist die Unterscheidung von Wölfen und Haushunden meistens möglich, wobei das Ausmaß der Unterschiede je nach Hunderasse stark variieren kann. In einigen Fällen ist es allerdings sehr schwierig festzustellen, ob ein Individuum ein zu 100 % reiner Wolf bzw. Haushund ist.
Morphologische und anatomische Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe tragen ihren *** meist waagerecht oder etwas gesenkt, Hunde hingegen oft nach oben oder eingerollt. Wölfe haben eine Violdrüse an der Oberseite des ***es, die bei vielen Hunden fehlt bzw. reduziert auftritt, bei anderen aber ein weites Drüsenfeld bildet.[4] Insbesondere am Schädel lassen sich zahlreiche Unterschiede zwischen Wolf und Hund feststellen, dies betrifft unter Anderem die Form der Augenhöhle, der Ohrmuschel, des Praesphenoids, des Basis vomerus, der Fissura petrobasialis sowie die Form des Unterkiefers und die Anordnung der Schneidezähne im Unterkiefer.
Weitere Unterschiede [Bearbeiten]

Wölfe bekommen nur einmal jährlich Nachwuchs, Hunde meist zweimal. Bei der Entscheidung, ob Fährten Hunden oder Wölfen zuzuordnen sind, hilft der Verlauf dieser Fährten. Wölfe setzen im Schnee ihre Hinterpfoten in die Abdrücke der Vorderpfoten, im Rudel laufen sie hintereinander und setzen ihre Pfoten in die Abdrücke des Vorderwolfes. Daher entsteht oft der Eindruck, dass man der Spur eines einzelnen Wolfes folgt, bis sich die Fährte plötzlich in mehrere Individualfährten aufteilt.
Verbreitung und Lebensraum [Bearbeiten]
Verbreitung des Wolfes
(grün = aktuell, rot = ehemalig)

Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Raubtier der Erde. Er war in ganz Europa und Asien bis nach Nordafrika sowie in Nordamerika beheimatet. In weiten Teilen dieses einst riesigen Verbreitungsgebietes, besonders im westlichen Europa und in Nordamerika, wurde die Art durch menschliche Verfolgung ausgerottet. In Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei, und zu einem geringeren Grade dem Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen. Ansonsten ist der Wolf heute nur in isolierten Beständen (manche umfassen weniger als 100 Tiere) anzutreffen.

Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasland und Wälder. Dass sie vor allem als Waldtiere bekannt wurden, liegt daran, dass der Mensch sie in großen Teilen des Verbreitungsgebietes frühzeitig aus offeneren Landschaften vertrieben hat.
Systematik [Bearbeiten]

Nach Bibikow ist die Unterarten***erung bis heute umstritten; seit 1985 gibt es Versuche einer genetischen Revision der Unterarten des Wolfes (Mitochondrial DNA Method). In den letzten Jahren hat man sich weitgehend auf eine Einteilung in dreizehn lebende und zwei ausgestorbene Unterarten geeinigt. Haushund (Canis lupus familiaris), sowie Neuguinea-Dingo (Canis lupus hallstrom) und australischer Dingo (Canis lupus dingo) sind durch Domestizierung entstandene Unterarten des Wolfs. Wegen ihrer teilweise erheblichen domestikationsbedingten Unterschiede zu den Wildformen wird auf die betreffenden Einzelartikel verwiesen.

Unterarten (Auswahl):
Polarwolf (Canis lupus arctos)
Timberwolf (Canis lupus lycaon)
Arabischer Wolf (Canis lupus arabs)

Polarwolf (C. lupus arctos); kanadische Arktis, Grönland; mittelgroß, weiß oder cremeweiß mit langem Fell; legal bejagt, stabil
Timberwolf (C. l. lycaon); Südostkanada, östliche USA; größere Unterart, sehr variable Fellfarbe von weiß bis schwarz, meist jedoch braun; in Teilen Kanadas legal bejagt, gefährdet
Buffalo Wolf (Canis l. nubilus); südliche Rocky Mountains, Mittlerer Westen, Ost- und Nordostkanada, südwestlichstes Kanada und Südost-Alaska; mittelgroß, meist grau, schwarz, gelbbraun oder rötlich; in Teilen Kanadas legal bejagt, stabil
Mackenzie-Wolf (C. l. occidentalis); Alaska, nördliche Rocky Mountains, West- und Zentralkanada; sehr groß; meist schwarz oder ein gemischtes grau oder braun, allerdings ist das gesamte Farbspektrum vertreten; diese Unterart wurde 1995 im Yellowstone-Nationalpark und in Idaho wiedereingeführt; legal in Alaska und Teilen Kanadas bejagt, sonst geschützt, stabil
Mexikanischer Wolf (C. l. baileyi); Zentral-Mexiko, West-Texas, südliches Neu-Mexiko und Arizona; kleinere Unterart, meist gelbbraun oder rostfarben; seit 1998 in Arizona wieder eingeführt, die Zahl der wildlebenden Tiere beträgt 35-50; vom Aussterben bedroht und geschützt
Tundrawolf (C. l. albus); nördliches Russland, Sibirien; relativ groß, typischerweise cremeweiß oder grau; legal bejagt, stabil
Russischer Wolf (C. l. communis); Zentral-Russland; sehr groß; legal bejagt; stabil oder rückläufig
Eurasischer Wolf (C. l. lupus); Europa, Skandinavien, Russland, China, Mongolei, Himalaya; durchschnittlich groß, gewöhnlich kurzes, graubraunes Fell; die am weitesten verbreitete Unterart Europas und Asiens, geschätzte Zahl 100.000; in einigen Gebieten legal bejagt, in anderen geschützt, stabil
Iberischer Wolf (C. l. signatus); Spanien und Nordportugal; mittelgroß; gewöhnlich graubraunes Fell mit einem charakteristischen Paar dunkler Markierungen an seinen vorderen Beinen und Weißmarkierungen auf den oberen Lippen; gering gefährdet, in Nordspanien teilweise bejagt, sonst geschützt, stabil
Italienischer Wolf (C. l. italicus); Italienische Halbinsel; mittelgroß; Färbung variabel; stark gefährdet und geschützt
Kaspischer Wolf (C. l. cubanensis); zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer; relativ klein; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig
Hokkaido-Wolf (C. l. hattai); japanische Insel Hokkaido; kleinere Unterart; 1889 aufgrund von Nachstellungen mit Gift ausgestorben
Honshu-Wolf (C. l. hodophilax); japanische Inseln Honshu, Shikoku und Kyushu; kleinste bekannte Unterart; 1905 durch Tollwut und menschliche Nachstellung ausgestorben
Arabischer Wolf (C. l. arabs); Saudi-Arabien, Jemen, Oman; sehr kleine Unterart, meist braun mit kurzem Fell; wird als Schädling verfolgt, vom Aussterben bedroht, rückläufig
Ägyptischer Wolf (C. l. lupaster); Nordafrika; kleine, schlanke Unterart; Fell meist silbernes bis meliertes grau oder braun; sehr selten, vom Aussterben bedroht.
Tibetischer Wolf (C. l. chanco); Aus dem Gebiet zwischen Transkaspien und dem Fernen Osten beschrieben, allerdings nicht monophyletisch; Wölfe des Himalaya-Gebietes zwischen Kaschmir, Ost-Nepal und Tibet, die ursprünglich dieser Unterart zugerechnet wurden, unter***n sich genetisch deutlich von anderen Wölfen Nordeurasiens und Nordamerikas, aber auch von Indischen Wölfen[5]. Diese Himalaya-Wölfe könnten möglicherweise eine eigene Art C. himalayensis darstellen[6].
Indischer Wolf (C. l. pallipes); Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien; sehr kleine Unterart; typischerweise gelbbraun, sandfarben oder rötlich mit sehr kurzem, dichten Fell; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig. Stellt möglicherweise eine eigenständige Art dar[7].

Eng verwandt mit dem Wolf sind der Rotwolf (Canis rufus) aus Nordamerika (der vielleicht ein Hybride aus Wolf und Kojote ist), der Kojote (Canis latrans) und der Äthiopische Wolf (Canis simensis). Eine bisher nicht erkannte Form des Wolfs oder zumindest ein enger Verwandter scheint darüber hinaus in Ägypten vorzukommen. DNA-***ysen ergaben, dass sich die ägyptische Unterart des Goldschakals (Canis aureus lupaster) genetisch stark von anderen Goldschakalen unter***t. Diese ägyptischen Schakale, deren Ähnlichkeit zu Indischen Wölfen (Canis lupus pallipes) bereits im 19. Jahrhundert von Zoologen bemerkt wurde, fallen genetisch in die engere Verwandtschaft der Wölfe. Sie sind auch deutlich größer und langbeiniger als typische Goldschakale. Dabei bildet der ägyptische Canide, wie der Indische Wolf und der Himalaya-Wolf auch, offenbar einen basalen Zweig innerhalb der Wölfe. Neben den ägyptischen Tieren wurden Vertreter dieser Form auch im Hochland von Äthiopien 2500 km südöstlich nachgewiesen[8].
Lebensweise [Bearbeiten]
Soziale Organisation [Bearbeiten]
Wolf im Nationalpark Bayerischer Wald

Obwohl man auch einzelne Wölfe in der Wildnis antrifft, ist die normale Sozialordnung des Wolfes das Rudel. Das Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und deren Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. Wölfe werden erst mit zwei Jahren geschlechtsreif (Haushunde schon mit 7 bis 11 Monaten) und verbleiben bis zur Geschlechtsreife bei den Eltern. Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. Unter normalen Bedingungen besteht ein Rudel im Herbst also aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs aus dem Vorjahr und dem Nachwuchs aus demselben Jahr. Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und suchen sich ein freies Revier, wo sie mit einem auf der Wanderung getroffenen und ebenso ausgewanderten Jungwolf als Partner eine eigene Familie gründen.[9] Die Elterntiere sind grundsätzlich ***nt gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um die Rangordnung gibt es daher nicht. Eine Paarung verwandter Tiere findet üblicherweise auch dann nicht statt, wenn keine anderen ***ualpartner zur Verfügung stehen, denn der Rüde verweigert eine solche Paarung.

In der Literatur findet sich häufig die Darstellung einer streng hierarchischen Rangordnung mit einem ***nten Alpha-Paar, das in der Regel die Nachkommen des Rudels zeugt, einer Gruppe nachgeordneter Tiere und einem schwachen Tier am Ende der Rangordnung in der Rolle des ?Prügelknaben? oder Omega-Wolfs. Diese Darstellungen sind das Ergebnis der Forschung an Wölfen in Gefangenschaft und keinesfalls auf natürliche Verhältnisse übertragbar. In Gefangenschaft wurden meist Wölfe unterschiedlicher Herkunft oder Familiengruppen zusammengesperrt und gezüchtet. Hier ist weder eine Abwanderung mit Erreichen der Geschlechtsreife, noch die (mit der Abwanderung verbundene) Vermeidung von Verpaarungen verwandter Tiere möglich. In diesen in Gefangenschaft gehaltenen Rudeln sind daher Auseinandersetzungen häufig.
Heulender Wolf
Raumorganisation [Bearbeiten]

Wolfsrudel leben im Normalfall in festen Revieren, die sowohl gegen andere Rudel als auch gegen einzelne Artgenossen abgegrenzt und falls nötig auch vehement verteidigt werden; die Reviere benachbarter Rudel überschneiden sich daher meist nur minimal. Die Größe der Reviere wird im Wesentlichen durch die Größe der Beutetierarten und die Zahl der Beutetiere bestimmt. Die durchschnittliche Größe der Reviere variiert daher von Region zu Region stark und reicht von einigen Dutzend bis zu 13.000 Quadratkilometern. Aus Mitteleuropa liegen bisher nur Werte aus Polen vor, dort wurden Reviergrößen zwischen 150 und 350 km² festgestellt[10], im Bia?owie?a-Wald waren die Reviere von vier Rudeln im Mittel 238 km² groß.[11] Zur Abgrenzung der Reviere werden vor allem Harnmarkierungen benutzt. Bei ihren Wanderungen durch das Revier setzen Wölfe etwa alle 350 m mit erhobenem Bein Harnmarken ab. Dafür werden markante Objekte wie einzelne Bäume, Sträucher, Steine oder Pfosten ausgesucht. Im Bereich der Reviergrenzen wird besonders intensiv markiert. Als weiteres Mittel zur Reviermarkierung dient das gemeinschaftliche Heulen der Rudelmit***er. Dieses wird meist von den benachbarten Rudeln beantwortet.
Wolf howls.ogg
Lautäußerungen von heulenden Wölfen

Diese Reviere werden regelmäßig von den Rudelmit***ern durchwandert; im Bia?owie?a-Wald lag die durchschnittliche, tägliche Laufstrecke der Wölfe von vier Rudeln bei 22,1 km für Weibchen und 27,6 km für Männchen. Pro Tag wurden dabei etwa 9 % des Reviers genutzt, die an aufeinander folgenden Tagen genutzten Revierteile überschnitten sich jeweils nur minimal. Dies dient mit hoher Wahrscheinlichkeit einerseits der Notwendigkeit, möglichst kontinuierlich im gesamten Revier präsent zu sein, um dieses gegen Artgenossen abzugrenzen, zum anderen aber vermutlich auch zur Erhöhung des Jagderfolges, da die Beutetiere auf die längere Anwesenheit der Wölfe mit erhöhter Vorsicht und Ausweichbewegungen reagieren.[11]
Ernährung [Bearbeiten]

Grundnahrung des Wolfes bilden im größten Teil des Verbreitungsgebietes mittelgroße bis große pflanzen***nde Säugetiere, er nutzt dabei die im jeweiligen Lebensraum dominierenden Arten. Wölfe jagen im Norden ihres Verbreitungsgebietes überwiegend im Rudel vor allem Elche, Rentiere und verschiedene andere Hirscharten. Weiter südlich sind auch Wildschweine und in Gebirgen Wildschafe und Steinböcke eine häufige Beute. Kleinere Säuger wie Hasen, Kaninchen, Wühlmäuse und Lemminge werden ebenfalls häufig erbeutet. In der Nähe des Menschen schlagen sie auch Schafe oder junge Rinder, Haushunde und Hauskatzen.

In nahrungsarmen Zeiten frisst der Wolf sowohl Aas als auch Abfälle.

Neuere Untersuchungen eines Zoologenteams um Chris T. Darimont von der University of Victoria haben erbracht, dass sich Wölfe in der kanadischen Küstenprovinz British Columbia im Herbst bevorzugt von Lachs ernähren. Dessen Anteil an der Nahrung beträgt dann bis zu 70 %, obwohl die Nahrung der Wölfe im restlichen Jahr zu 95 % aus Wild besteht. Erklärt wird dieses Verhalten damit, dass der Lachsfang einfach und gefahrlos ist, und Lachse zudem einen höheren Nährwert als Paarhufer haben.[12]
Ein Amerikanischer Bison verteidigt sich gegen ein Wolfsrudel.

In Mitteleuropa dominieren Wildschweine, Hirschartige und Haustiere im Nahrungsspektrum. So wurden in der Slowakei Wildschweine in 45,5 % aller Wolf***kremente gefunden, zweitwichtigste Beute war dort der Rothirsch (23,3 %), danach folgten Rotfuchs (10,4 %), Haushund (7,9 %) und Reh (5,5 %). Im polnischen Bialowieza konnten Hirschartige (Rothirsch und Reh) im Sommer in 93,1 %, im Winter in 97,0 % aller Exkremente nachgewiesen werden; dort war das Wildschwein im Sommer in 47,7 % aller Exkremente und im Winter in 29,0 % der Exkremente nachweisbar und damit das zweitwichtigste Beutetier.[13]

Freilebende Wölfe ***n nach verschiedenen Untersuchungen täglich so viel Fleisch, welches der Masse von 10-21 % ihres Körpergewichtes entspricht. Bei einem mittleren Gewicht von etwa 40 kg also 4,0-8,4 kg pro Tag.[14] Wölfe können innerhalb von 24 h bis zu 12,5 Kilogramm Fleisch verzehren, ein Teil davon wird jedoch wieder ausgewürgt und als Vorrat verscharrt.
Jagdweise [Bearbeiten]

Wölfe finden Beutetiere meist direkt durch deren Geruch, seltener durch die Verfolgung frischer Spuren. Sie versuchen sich den Beutetieren dann unbemerkt bis auf geringe Distanz zu nähern. Fliehende Tiere werden meist nur wenige Dutzend Meter weit mit hoher Geschwindigkeit verfolgt, gelingt es den Wölfen bis dahin nicht, das Beutetier zu erreichen, wird die Jagd abgebrochen. Längere Hetzjagden über mehrere Kilometer sind seltene Ausnahmen. Häufig versuchen Wölfe, für sie günstige Geländegegebenheiten zu nutzen, indem ein Teil des Rudels die Beute in Richtung anderer Rudelmit***er jagt, die an einer geeigneten Stelle in Deckung liegen. Im Winter versuchen Wölfe, Huftiere auf zugefrorene Seen oder Flüsse zu treiben, wo diese mit ihren g***n Hufen schnell ausrutschen.[15]

Huftiere bis zur Größe eines weiblichen Rothirsches versuchen durch Flucht zu entkommen. Große und wehrhafte Beutetiere wie Elche, Bisons, Moschusochsen oder auch Wildschweine stellen sich den Wölfen oft und verteidigen sich häufig erfolgreich. Elche flüchten bei Angriffen häufig ins Wasser und bleiben dort stehen, sie werden dann meist nicht weiter attackiert.

Kleinere Huftiere werden meist durch einen einzigen, sehr kraftvollen Biss in die Kehle oder in den Nacken getötet. Große Tiere, wie Elche, werden durch Bisse in Hinterteil, Flanken, Rücken und Nase aufgehalten und zu Fall gebracht und dann ebenfalls durch Bisse in die Kehle getötet. Das Opfer wird im Normalfall möglichst vollständig ge***n, große Huftiere werden über mehrere Tage lang genutzt und bis auf große Knochen, das Fell und Teile des Darmtraktes verwertet.[16]
Fortpflanzung [Bearbeiten]
Ein Wolfspaar

In Mitteleuropa fällt die Paarungszeit in den Spätwinter und das zeitige Frühjahr von Ende Januar bis Anfang März. Weibchen sind jeweils etwa 7 Tage lang empfängnisbereit. Wie bei vielen Hundeartigen wird die Paarung durch das sogenannte ?Hängen? abgeschlossen, wobei der angeschwollene *** des Männchens noch bis zu 30 Minuten lang in der *** des Weibchens gehalten wird. Die Tragzeit wird je nach Autor mit 62 bis 64 oder 62 bis 75 Tagen angegeben. Vor der Geburt der Jungen wird im Normalfall eine Erdhöhle gegraben oder von anderen Säugern übernommen und vergrößert. Die Höhlen haben ein oder zwei Eingänge. Von diesen führt ein Gang in die große Kammer. Etwa drei Wochen vor der Geburt verlässt das tragende Weibchen die Höhlenumgebung meist nicht mehr.[17]

Die Geburt der Jungen erfolgt in der Höhle. In einem Wurf befinden sich ein bis zwölf, in der Regel vier bis sechs Welpen. Die frisch geborenen, noch blinden und tauben Welpen wiegen 300 bis 500 g und haben ein feines, dunkles Fell. Die Augen öffnen sich nach 11 bis 15 Tagen, die Welpen können nun auch laufen, knurren sowie kauen. Auch die ersten Zähne sind erkennbar. Etwa um den 20. Tag beginnen die Jungen Laute wahrzunehmen, verlassen erstmals die Höhle und beginnen mit den Geschwistern und älteren Familienmit***ern zu spielen. Ab etwa diesem Alter können die Welpen auch feste Nahrung zu sich nehmen, sie werden jedoch noch bis zum Alter von 6 bis 8 Wochen gesäugt. Die mit Nahrung zurückkehrenden Rudelmit***er werden von den Welpen am Maul beschnuppert und deren Schnauze mit der eigenen Schnauze umklammert, bis sie Nahrung auswürgen. In der 16. bis 20. Lebenswoche wachsen die festen Zähne, nach etwa einem Jahr ist das Skelettwachstum abgeschlossen.[18]
Bestand und Gefährdung [Bearbeiten]
Denkmal für den letzten freien Wolf in Westfalen bei Ascheberg

Seit dem 19. Jahrhundert gilt der Wolf in Nord- und Mitteldeutschland sowie in England als ausgestorben. Wolfspopulationen gab es damals noch in Ungarn, Galizien, Kroatien, der Krain, Serbien, Bosnien, Rumänien, Polen, Russland und Skandinavien.

In vielen Teilen der Welt, in denen der Wolf noch vorkommt, wird er noch heute aktiv verfolgt. Allerdings setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Wolf keine Gefahr für den Menschen oder seine Landwirtschaft darstellt; vielmehr wird der Wolf zunehmend im Rahmen der Naturschutzbemühungen als ein willkommener Bestandteil der Tierwelt gesehen.
Bestand in Europa [Bearbeiten]

Insgesamt nimmt der Bestand des Wolfes in vielen europäischen Ländern wieder zu, beispielsweise in Spanien, Italien, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die sehr kleine Population in Skandinavien gilt vor allem aufgrund ihrer geringen genetischen Vielfalt als gefährdet.[19] Für das Jahr 2008 gibt das Schwedische Raubtierzentrum den Bestand für Schweden und Norwegen mit etwa 180 Tieren an.[20] Neu besiedelt wurden in den letzten Jahrzehnten Frankreich und die Schweiz. Während es in den südöstlichen Nachbarländern Österreichs Populationen mit jeweils bis zu hundert Wölfen gibt, kommen nur vereinzelt Tiere nach Kärnten.[21] Für das Jahr 2010 schätzte der WWF, dass sich nur drei bis fünf Tiere in den östlichen Bundesländern wild aufhalten.[22] Seit 2009 wurden zudem in Tirol mindestens drei unterschiedliche Wölfe nachgewiesen. Im Herbst 2010 hat ein Wolf, wie durch DNA-Proben nachgewiesen wurde, im Schneeberggebiet, wo man ihn bisher nie beobachtete, einige Schafe gerissen.[23] In dem Gebiet wurden im Herbst 2010 ein männlicher Wolf aus den italienischen Alpen und eine Wölfin aus den Karpaten nachgewiesen. Ob die beiden ein Paar sind, ist nicht klar.[24] Aus den französischen Seealpen kommend sind Tiere inzwischen in den katalanischen Pyrenäen ins Gebiet des Naturparks Cadí-Moixeró von Norden nach Spanien vorgedrungen, einige hundert Kilometer östlich des bisherigen Haupt-Verbreitungsgebietes in der Gegend um Soria.[25]
Der Wolf in Deutschland [Bearbeiten]

In Deutschland, insbesondere in seinen Ostprovinzen, hatte sich der Wolf während des Dreißigjährigen Kriegs wieder stark ausgebreitet. Über sein Auftreten in Pommern bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts liegen statistische Angaben vor.[26][27] Der auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik vorläufig letzte freilebende Wolf wurde am 27. Februar 1904 in der Lausitz erschossen. Er war 160 cm lang, hatte eine Widerristhöhe von 80 cm und wog 41 kg. Da es in der Gegend lange Zeit keinen Wolf mehr gegeben hatte, vermutete man hinter dem gerissenen Wild erst ein ausgebrochenes Zirkustier, weshalb er den Spitznamen ?Tiger von Sabrodt? (Ort des ersten Auftauchens) erhielt. Schon nach dem 2. Weltkrieg wanderten immer wieder Wölfe nach Deutschland ein, bis 1990 wurden in Deutschland mindestens 21 Wölfe geschossen oder mit Fallen gefangen.[28] Auch nach 1990 sind immer wieder Wölfe über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert und hielten sich bevorzugt auf Truppenübungsplätzen auf. Im Jahr 2000 wurde im sächsischen Teil der Lausitz erstmals seit mindestens 100 Jahren wieder eine erfolgreiche Reproduktion des Wolfes in Deutschland nachgewiesen. Seitdem hat der Bestand des Wolfes dort kontinuierlich zugenommen und das Verbreitungsgebiet hat sich beständig vergrößert. Ende Februar 2012 lebten in der Lausitz in Sachsen und Brandenburg elf Rudel und ein Wolfspaar.[29] Außerhalb der Lausitz gibt es weitere territoriale Vorkommen: Ein reproduzierendes Rudel in Sachsen-Anhalt in der Altengrabower Heide und mehrere stationäre Einzeltiere oder Paare in anderen Regionen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen, womit man von einem Wolfsbestand von 50 bis 60 frei lebenden Wölfen in Deutschland ausgehen kann.[30][31] Ob die in Hessen und Bayern festgestellten Einzeltiere noch anwesend und am Leben sind, ist unklar.[32][33][34] Mit der wachsenden Gesamtpopulation und seiner langsamen Ausbreitung kann bei weiterem erfolgreichen Schutz davon ausgegangen werden, dass der Wolf in Deutschland wieder dauerhaft ansässig wird. Allerdings fordern einzelne Jäger und Jägervertreter in der Lausitz einen Abschuss bzw. eine kontrollierte Bejagung der dort lebenden Wölfe.[35]

Von drei im Frühjahr 2009 besenderten Wolfsrüden des Nochtener (zwei junge Rüden) bzw. Neustädter Rudels (ca. zwei bis drei Jahre alter Rüde) hatte ein junger Rüde[36] nach einem über 1000 km langen Weg im Sommer 2009 Litauen erreicht.[37] Seit Dezember 2009 wurden von ihm keine Signale mehr empfangen.[38] Dies ist der erste Nachweis des Auswanderns eines in Deutschland freilebend geborenen Wolfes seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein zweiter junger Rüde[39] des Rudels war nach einem zweiwöchigen ?Ausflug? mit Distanzen von bis zu 150 km Anfang April 2009 zu diesem Rudel zurückgekehrt.[40] Inzwischen hat er im Raum Spremberg-Schleife ein eigenes Rudel gegründet.

Obwohl Wölfe in Deutschland streng geschützt und nicht jagdbar sind, wurden sie immer wieder von Jägern geschossen ? angeblich wegen Verwechslungen mit wildernden Hunden. Beispielsweise wurde im Zeitraum August/September 2007 eine einjährige Wölfin illegal in der Nähe von Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) geschossen. Am 15. Dezember 2007 wurde in einem Wald bei Gedelitz (nahe Gorleben, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen) während einer Gesellschaftsjagd ein 37 Kilogramm schwerer männlicher Wolf von zwei auswärtigen Jägern getötet. Die Schützen gaben an, das Tier wäre bereits angeschossen gewesen und hätte gelahmt, was im Prozess durch Sachverständigengutachten angezweifelt wurde. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen Naturschutzrecht eingeleitet, welches für die beiden Jäger in erster Instanz mit einer Verurteilung zu hohen Geldstrafen endete. Der zweijährige Rüde soll eindeutig ein freilebender Wolf gewesen sein. Eine genetische Untersuchung ergab, dass dieses Tier der westpolnisch-sächsischen Population zugerechnet werden kann. Dieses ist wohl der zweite aktuelle Nachweis der Art aus dem niedersächsischen Tiefland. Ein ? wahrscheinlich anderes ? Exemplar ist aus der Lüneburger Heide bekannt, wo es erstmals im September 2006 bei Unterlüß gesichtet wurde. Der letzte Nachweis gelang am 18. Mai 2007 durch eine Fotografie. Aus dem Sommer 2009 liegen nach einer zweijährigen Pause wieder neue glaubhafte Hinweise vor.[41][42] Am 26. Februar 2012 wurde nach Einschätzung des Naturschutzbundes Deutschland ein scheuer Wolf im Landkreis Neuwied (Rheinland-Pfalz) gesichtet und fotografiert.[43]
Gesetzlicher Schutz [Bearbeiten]

In Europa ist der Wolf durch drei Richtlinien geschützt:

Dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 gehören 152 Staaten an. Es stellt Richtlinien für den Handel mit geschützten Tieren und deren Erzeugnissen auf und schränkt die Ein- und Ausfuhr der Tiere oder ihrer Teile (Felle, Schädel, Knochen?) ein. Der Wolf ist hier in Anhang II (gefährdete Tierart) aufgeführt, einige Subpopulationen sind vom Aussterben bedroht und in Anhang I aufgeführt.

In der Berner Konvention haben sich 45 Staaten auf die Erhaltung und den Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer Lebensräume verständigt. Der Wolf ist in Anhang II der Konvention aufgeführt.

Die FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG) wurde 1992 von der EU in Kraft gesetzt und soll europaweit die Ausweisung und Erhaltung von Lebensräumen und Wildtieren regeln. Der Wolf ist hier in Anhang IV aufgeführt, sein Lebensraum in Anhang II. Diese Richtlinie ist von allen EU-Mit***sstaaten jeweils in nationales Recht umzusetzen.

Mensch und Wolf [Bearbeiten]
Tamaskan: Einige Haushunde haben eine sichtbare Ähnlichkeit zum Wolf.
Wolfsspuren im Sand
Domestizierung [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Domestizierung (Haushund)

Heute ist nachgewiesen, dass der Haushund vom Wolf abstammt. Wie Wölfe domestiziert wurden, ist unbekannt. Die Verwandtschaft zum Wolf zeigt sich recht deutlich bei einigen Hunderassen; Samojede, Siberian Husky, Alaskan Malamute, Kanaanhund oder der Akita weisen einen ursprünglichen Typ mit spitzem Fang, spitzen Stehohren und quadratischem Körperbau auf; auch andere Rassen wie der Deutsche Schäferhund zeigen noch eine gewisse äußere Ähnlichkeit zum Wolf. Die Annahme, dass diese Rassen daher enger mit dem Wolf verwandt wären als andere, ist jedoch falsch.

Das Lautverhalten der Wolfs- und Schlittenhunde ähnelt dem der Wölfe, sie bellen kaum und wenn, dann nicht anhaltend, statt dessen jaulen und heulen sie in vielen Variationen.
Verhältnis des Menschen zum Wolf [Bearbeiten]
Verehrung [Bearbeiten]

Viele Völker, die von der Jagd lebten (Nordeuropa, Nordamerika), sahen im Wolf einen ihnen ebenbürtigen oder überlegenen Konkurrenten, dessen Ausdauer und Geschick bewundert und begehrt waren. Der Wolf wurde auch als Beschützer oder als übernatürliches Wesen betrachtet und verehrt. Krieger identifizierten sich mit dem Wolf (Therianthropie). Vornamen wie Wolf, ***, Wolfgang oder Wolfhard erinnern an die Wertschätzung des Tiers. Verschiedene Teile des Wolfs galten auch in Deutschland als heilkräftig. So sollten Schuhe aus Wolfsfell Knaben zu tapferen Männern erwachsen lassen.
Der Wolf als Feind des Menschen [Bearbeiten]

Da der Wolf auch Nutztiere schlägt, wurde er in der Vergangenheit als Feind angesehen. Ab dem Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde die Beziehung des Menschen zum Wolf in Europa zunehmend einseitig von Angst und Dämonisierung geprägt. Die starke Ausbreitung menschlicher Siedlungs- und Agrarflächen, sowie die offene Viehhaltung, hier vor allem die bis ins 19. Jahrhundert verbreitete Waldweide von Rindern, Schafen, Schweinen und Pferden, führte zu zahlreichen Haustierverlusten durch Wölfe. Auch wenn die angegebenen Verluste in vielen Fällen sicher maßlos übertrieben waren oder durch wildernde Hunde verursacht wurden, dürften die Verluste bei dieser Art der Viehhaltung für die Bauern wirtschaftlich häufig bedeutend gewesen sein. Zu der direkten Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Wolf gesellte sich im Laufe der Zeit noch die Verurteilung des Wolfes als Jagdkonkurrent.

Berichte und Geschichten über ?Wolfsplagen? und Angriffe auf Menschen (zum Teil mit Todesfolge) finden sich bis in die Neuzeit in zahlreichen schriftlichen Quellen. So wird schon 1197 von einer ?Wolfsplage? an der Mosel berichtet, die angeblich mehrere menschliche Opfer forderte. Noch 1849, also zu einer Zeit, als Wölfe in Mitteleuropa schon weitgehend ausgerottet waren, wurde aus Kottenheim eine ?Wolfsplage? gemeldet, als ein strenger Winter bis Ostern anhielt.

Diese Einstellung zum Wolf führte in West- und Mitteleuropa zu einer beispiellosen Verfolgungskampagne, deren Ziel schließlich, unabhängig von etwaigen Schäden, die völlige Ausrottung des Wolfes war. Der Wolf wurde unter anderem in Großbritannien (letzte Erlegung 1743), Dänemark (1772), Luxemburg (1893)[44] und Deutschland (1904) ausgerottet. In Süd- und Osteuropa wurde dem Wolf (und anderen Großraubtieren) mit erheblich mehr Toleranz begegnet. Auch wenn dort bei verstärkten Schäden an Haustieren Wölfe regional und zeitlich intensiver verfolgt wurden, war dort die völlige Ausrottung nie das Ziel.
Angriffe auf Menschen [Bearbeiten]

Während die Erbeutung von Haustieren durch Wölfe unstrittig ist, sind Angriffe auf Menschen sehr selten. Häufig spielen Tollwuterkrankungen hierbei eine Rolle.[45] In den letzten 50 Jahren wird über neun Fälle in Europa berichtet, bei denen Menschen durch Wölfe getötet wurden. Bei fünf dieser Fälle konnte bei den Wölfen Tollwut nachgewiesen werden.[46]

In Nordamerika zeigt eine Reihe von Fällen, dass es beim Kontakt von Menschen zu halbzahmen, durch ständige direkte oder indirekte Fütterung an Menschen gewöhnten Wölfen zu Missverständnissen, unbeabsichtigten Provokationen u. ä. mit zum Teil fatalen Folgen kommen kann. In den letzten ca. 30 Jahren sind dort 39 Fälle von gegenüber Menschen aggressiven Wölfen bekannt geworden. In 12 dieser Fälle wurde eine Tollwutinfektion nachgewiesen oder vermutet. In sechs Fällen wurden die Menschen durch Hunde begleitet, vermutlich war hier der Hund Auslöser der Attacke. In 16 Fällen wurden Menschen von nicht mit Tollwut infizierten Wölfen gebissen. Diese Fälle waren durch die Opfer fast ausschließlich provoziert und hätten leicht vermieden werden können. Keine der Bissverletzungen war lebensbedrohlich, aber in sechs Fällen waren die Bissverletzungen ernst (?severe?).[47]

In der Türkei gab es zwischen 1995 und 2005 nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei Angriffe von Wölfen auf Menschen. In einem Fall konnte eine Tollwutinfektion des Wolfs nachgewiesen werden, in dem anderen Fall starben zwei der drei gebissenen Personen an Tollwut, aber es konnte nicht nachgewiesen werden, dass es sich bei dem tollwütigen Tier um einen Wolf gehandelt hat.[48]
Wirtschaftliche Nutzung [Bearbeiten]

Wölfe wurden über Jahrhunderte verfolgt und teilweise systematisch ausgerottet; daneben diente der Wolf aber auch als Pelzlieferant. Im 19. Jahrhundert wurden Wölfe vor allem mit Strychnin getötet, indem man ein getötetes Schaf damit imprägnierte und dieses auf die bekannten Wechsel der Wölfe warf. Wolfsfelle wurden für Bekleidungszwecke und in den Wohn- und Schlafstätten verwendet; sie galten umso wertvoller, je weißer sie waren. Die Wolfshaut wurde auch zu Leder gegerbt und zu Handschuhen, Pauken- und Trommelfellen verarbeitet. In den meisten Ländern ist die wirtschaftliche Nutzung des Wolfes heute verboten, obwohl teilweise noch Abschussprämien gezahlt werden.
Der Wolf in Mythos und Literatur [Bearbeiten]

Der Wolf spielt als Motiv in den Mythologien, Sagen und Märchen sowie in der Literatur und Kunst zahlreicher Völker eine zentrale Rolle. Dabei spiegelt sich die ambivalente Einstellung des Menschen gegenüber dem Wolf wider. Einerseits verehrt er ihn als starkes und überlegenes Tier, zum anderen projiziert er auf das aggressive Tier verschiedenartigste Ängste.
Totem-Kultur [Bearbeiten]

In etlichen Kulturen erscheint der Wolf als Totem, etwa bei dem Indianerstamm der Tlingit, bei den Irokesen, bei den Turkmenen und bei den Mongolen. Die Usbeken und die Hunnen leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab, ebenso galt die Wölfin als Urmutter der alten Türken.
Bibel [Bearbeiten]

Bereits in der Bibel wird der Wolf mehrfach als das herdenreißende, gefährliche Tier dargestellt, so etwa in (Gen 49,27 LUT); (Jer 5,6 LUT); (Joh 10,12 LUT). Wenn ?der Wolf beim Lamme? liegt, so bedeutet dies dementsprechend die Verbindung von Ungleichem und wird daher von Jesus Sirach als Gleichnis für den Umgang zwischen Sündern und Gerechten gebraucht, (Sir 13,21 LUT). Jesaja indes verwendet das utopische Bild als Metapher für den Anbruch des Reiches Gottes, (Jes 65,25 LUT).
Griechische Mythologie [Bearbeiten]

Die griechische Göttin Hekate, die mit dunkler Hexerei und Zauberei in Verbindung stand, wurde in der bildenden Kunst häufig in der Begleitung von drei Wölfen dargestellt. Der griechische König Lykaon wurde von Zeus in einen Wolf verwandelt.
Die säugende Wölfin [Bearbeiten]
Die Kapitolinische Wölfin mit Romulus und Remus

Die Gründer der Stadt Rom, die Zwillinge Romulus und Remus, sollen von einer Wölfin gesäugt und aufgezogen worden sein. Die Geschichte beruht indes auf einem Missverständnis: Das Wort lupa bedeutet im Lateinischen sowohl ?Wölfin? als auch ?***?. Mit diesem Wort war ursprünglich Larentia, die leichtlebige ***nde Gattin des Hirten Faustulus gemeint, der das Brüderpaar aufgezogen hatte. Vergleichbare Überlieferungen gibt es aus dem indischen Raum; auch die slowakischen Recken Waligor und Wyrwidub sowie der Gründer des altpersischen Reiches, Kyros II., sollen von Wölfen aufgezogen worden sein. Auch das moderne Motiv der Wolfskinder hat hier seine Ursprünge.
Germanische Mythologie [Bearbeiten]

In der germanischen bzw. nordischen Mythologie werden dem Siegesgott Odin neben zwei Raben auch die Wölfe Geri und Freki beigesellt, die als streitlustige und tapfere Tiere den Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Sonne und Mond werden von den Wolfsbrüdern Skoll bzw. Hati gejagt[49]. Beide besitzen noch einen weiteren Bruder namens Managarm, der sich vom Fleisch der Toten ernährt. Der Fenriswolf spielt beim Wel***rgang Ragnarök eine ent***nde Rolle. Er verschlingt zu Beginn der Götterdämmerung den Mond, später Odin. Der Wolf Ysengrin des Mythos besitzt viele Wesensmerkmale des verschlagenen Fuchses. Germanischen Ursprungs ist auch die Figur des Werwolfs, der ungeachtet seines Lebens in der bürgerlichen Gesellschaft zeitweilig Wolfsgestalt annimmt.
Sonstige Kulturen [Bearbeiten]

Den Chinesen galt der Wolf als Symbol für Grausamkeit, Gefräßigkeit und Gier.

Die nordamerikanischen Ureinwohner kennen mit dem Waheela eine Art Geist in der Gestalt eines riesigen Wolfes.
Literatur [Bearbeiten]

In Fabeln antiker Autoren wie Äsop und Phädrus, deren Stoffe später insbesondere Jean de Lafontaine und Gotthold Ephraim Lessing aufgriffen, werden negative menschliche Charaktereigenschaften wie Habgier, Streitlust, Heimtücke und Verschlagenheit auf den Wolf projiziert. In Der Wolf und das Lamm etwa sucht der Wolf mit aller Macht einen Vorwand, um das mit ihm am Fluss trinkende Lamm zu zerreißen. In Löwe, Wolf und Fuchs fällt eine vom Wolf angezettelte Intrige auf ihn zurück. In Der Wolf und der Kranich betrügt er einen hilfsbereiten Vogel um seinen Lohn. In Der Wolf und der Hund steht er als Vertreter des gefährdeten, aber freien Lebens im Gegensatz zum unter dem Joch lebenden Haushund. Bekannt ist auch Der Junge, der Wolf schrie vom Hirtenjungen, der so oft um Hilfe wegen angeblicher Wölfe rief, bis ihm niemand half, als eines Tages wirklich ein Wolf seine Herde riss.
Der Wolf an der Seite Rotkäppchens

Im lateinischen Mittelalter ist der Wolf als Ysengrimus, eingedeutscht Isegrim, Fabelwesen eines Tierepos. Als meist negative, bösartige Figur erscheint er auch in den Märchen. In Grimms Rotkäppchen etwa erschleicht er sich das Vertrauen eines kleinen Mädchens, frisst dann dessen Großmutter und will am Ende auch Rotkäppchen selbst ***n. In Der Wolf und die sieben jungen Geißlein verschafft er sich mit durch Kreide verfälschter Stimme Zutritt zum Haus einer Ziegenfamilie und verschlingt alle deren Kinder bis auf eines. In beiden Fällen werden die Opfer gerettet und der Wolf getötet. Einige Märchen der Gebrüder Grimm (Der Wolf und der Mensch, Der Wolf und der Fuchs, Der Fuchs und die Frau Gevatterin) berichten von weiteren Wölfen, denen ihre Habgier und Aggression teuer zu stehen kommt: Sie werden zu Opfern sowohl der überlegenen Körperkraft des Menschen wie der Schläue von Füchsen. Aus dem angelsächsischen Bereich schließlich stammt das Märchen vom Wolf und den drei Schweinchen.

In der modernen Wolfsliteratur findet sich das Wolfsmotiv insbesondere in Rudyard Kiplings Das Dschungelbuch und bei Jack London (Ruf der Wildnis, White Fang). In Hermann Hesses Roman Steppenwolf schließlich wird das Wolfmotiv als Metapher für die animalische, die triebgesteuerte Seite des einsamen und menschenscheuen Protagonisten Harry Haller benutzt. Ein bekannter Fantasy-Roman von Käthe Recheis trägt den Titel Der weiße Wolf.
Comic und Zeichentrickfilm [Bearbeiten]

Auch in Comics und Zeichentrickfilmen tauchen vielfach Wölfe auf. In der sowjetischen Zeichentrickserie Hase und Wolf spielen ein böser, tollpatschiger Wolf sowie ein guter Hase mit.

Im Disney-Zeichentrickfilm Die drei kleinen Schweinchen will ein schlaksiger, schwarzfelliger Wolf mit bunter Latzhose und Schlapphut die Häuschen der drei Schweinchen um***. Bei jenen aus Stroh und Holz gelingt ihm dies, nicht so indes bei dem aus Stein. Unter Aufgreifung des Verkleidungsmotivs aus Rotkäppchen nähert er sich den Schweinchen im Aufzug einer alten Frau. Der Kurzfilm beinhaltete auch den von Frank Churchill geschriebenen berühmt gewordenen Song Who's Afraid of the Big Bad Wolf.

Im Disney-Comic Lil' Bad Wolf versucht ein böser Wolf namens Zeke (deutsch: Ede) erfolglos seinen Jungen nach seinem Bilde zu formen: Stattdessen schließt der Kleine enge Freundschaft mit den kleinen Schweinchen.

Ein weiterer schurkenhafter Vertreter der Gattung tritt im Disney-Film The big bad wolf auf. Er hat auch ein Gastspiel im Mickey-Mouse-Cartoon Mickey's Polo Team von 1936, in dem Disney-Figuren gegen Zeichentrick-Versionen berühmter Schauspieler dieser Zeit Polo spielten.

Zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch die Wolfs-Figuren Lupo, Lupinchen und Eusebia aus Rolf Kaukas Serie Fix und Foxi von 1953.

Auch in der auf Runer Jonssens Büchern beruhenden Zeichentrickserie Wickie und die starken Männer von 1974 kommen häufig Wölfe vor, ausgehungerte Tiere von grotesk-zottiger Magerkeit, die den ängstlichen Wikingerjungen Wickie jagen.
Literatur [Bearbeiten]

Dimitrij I. Bibikow: Der Wolf. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 587. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2003, ISBN 3-89432-380-9
L. David Mech, Luigi Boitani: Wolves - Behaviour, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago 2003, ISBN 0-226-51696-2
Henryk Okarma: Der Wolf. Ökologie, Verhalten, Schutz. Parey, Berlin 1997, ISBN 3-8263-8431-8
Elli H. Radinger: Wolfsangriffe ? Fakt oder Fiktion. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-33-4
Elli H. Radinger: Die Wölfe von Yellowstone. Peter von Döllen, Worpswede 2004, ISBN 3-933055-15-6
Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland ([1]; PDF-Datei; 3,3 MB). BfN-Skripten Band 201, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2007
Erik Zimen: Der Wolf: Verhalten, Ökologie und Mythos [...]. Neuauflage, Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09742-0

Über angebliche Wolfsplagen

Walter Lung: Kottenheim ? ein Dorf und seine Landschaft. Louis Schreder, Mayen 1962
Nikolaus Kyll: Zur Trierer Wolfsprozession.. Landeskundliche Vierteljahrblätter. Trier 7.1961, H. 1, S. 16 ff. ISSN 0458-6905
Heinrich Strangmeier: Wolfsplagen und Wolfsjagden in Hilden und anderswo. Eine Sammlung von Quellen und Beiträgen zum Thema. Peters, Hilden 1977

Einzelnachweise [Bearbeiten]

? H. Okarma 1997: S. 11 ff.
? A wolf's dark pelt is a gift from the dogs. NewScientist, abgerufen am 9. April 2009.
? H. Okarma 1997: S. 11-12 und dort zitierte Literatur
? Dorit Urd Feddersen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-09863-9.
? Dinesh K. Sharma, Jesus E. Maldonado, Yadrendradev V. Jhala and Robert C. Fleischer: Ancient wolf lineages in India. Proc. R. Soc. Lond. B 2004 271, S1-S4
? R. K. Aggarwal 1 , T. Kivisild 2 , J. Ramadevi 1 and L. Singh: Mitochondrial DNA coding region sequences support the phylogenetic distinction of two Indian wolf species. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research, Volume 45 Issue 2, Pages 163 - 172 (2007)
? R. K. Aggarwal 1 , T. Kivisild 2 , J. Ramadevi 1 and L. Singh: Mitochondrial DNA coding region sequences support the phylogenetic distinction of two Indian wolf species. Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research, Volume 45 Issue 2, Pages 163 - 172 (2007)
? Eli Knispel Rueness, Maria Gulbrandsen Asmyhr, Claudio Sillero-Zubiri, David W. Macdonald, Afework Bekele, Anagaw Atickem, Nils Chr. Stenseth: The Cryptic African Wolf: Canis aureus lupaster Is Not a Golden Jackal and Is Not Endemic to Egypt. PLoS ONE, Volume 6, Issue 1, 2011 (pp. 1-5) online
? H. Okarma 1997: S. 61
? Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 18
? a b Jedrzejewski W, Schmidt K, Theuerkauf J, Jedrzejewska B, Okarma H: Daily movements and territory use by radio-collared wolves (Canis lupus) in Bialowieza Primeval Forest in Poland. Can. J. Zool. 79, 2001: S. 1993-2004
? Wölfe: Isegrim Fischt Frischen Fisch. In: bild der wissenschaft, 12/2008. Konradin Medien GmbH, Leinfelden-Echterdingen. ISSN 0006-2375.
? H. Okarma 1997: S. 46 ff. und dort zitierte Literatur
? H. Okarma 1997: S. 50 und dort zitierte Literatur
? H. Okarma 1997: S. 91 ff. und dort zitierte Literatur
? Wildbiologische Gesellschaft München e. V. (Hrsg.): Wer war es? Raubtierrisse erkennen und dokumentieren. Broschüre, München 1997: S. 32-33
? H. Okarma 1997: S. 35-37
? H. Okarma 1997: S. 37-43
? www.wissenschaft.de: Zu enge Familienbande unter skandinavischen Wölfen
? Rovdjurscentret De 5 Stora (schwedisch)
? Der Wolf ist in Kärnten "zu Besuch" im ORF vom 3. Juli 2007 abgerufen am 31. Oktober 2010
? Der Wolf kommt - und Österreich ist schlecht vorbereitet im Standard vom 10. August 2010 abgerufen am 28. Oktober 2010
? Ein Wolf macht Puchberg unsicher auf ORF vom 28. Oktober 2010 abgerufen am 28. Oktober 2010
? "Wölfe sind ein Kompliment an die Landschaft" - Gespräch mit Wolf-Experten Heinrich Dungler
? Portada Quercus nº 302 / Abril 2011 (spanisch). Website quercus.es. Abgerufen am 10. August 2011.
? Th. Schmidt: Jubelschrift zur vierhundertjährigen Stiftungsfeier der Universität Greifswald. Zur naturgeschichtlichen Statistik der in Pommern ausgerotteten Säugetiere. Stettin 1856, S. 27-100.
? Julius v. Bohlen-Bohlendorf: Nachrichten über das Vorkommen und die Verbreitung des Luchses (F. lynx.) und des Wolfes (C. lupus) im ehemaligen Schwedischen Antheil von Pommern im 17. und 18. Jahrhundert. In: Mittheilungen aus dem Naturwissenschaftlichen Vereine von Neu-Vorpommern und Rügen, Band 7/8, Berlin 1873 u. 74, S. 1-30.
? Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen, Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. BfN-Skripten Band 201, 2007: S. 156-157
? Wolfsbüro Lausitz - Bestand in der Lausitz (abgerufen 28. Februar 2012)
? Volksstimme-Artikel Erste Daten zum Wolfs-Telemetrieprojekt
? Naturschutzbund Deutschland e.V. - Nachweis über neue Wolfsfamilie in der Lausitz
? Frankfurter Rundschau-Online: Der Wolf ist tot (14. April 2011)
? NABU.de (11. Januar 2011): Hessischer Wolf stammt aus den Alpen
? Bayerns Wolf: Ist er längst abgeschossen? (21. April 2011)
? taz-Artikel ?Wölfen soll es an den Pelz gehen?
? Wolfsbüro Lausitz - Dritter Jungwolf besendert
? Wolfsbüro Lausitz - Wolf Alan in Litauen (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Besenderter Wolf Alan sendet nicht mehr (abgerufen 28. Februar 2012)
? Wolfsbüro Lausitz - Zweiter Wolf in der Lausitz mit Halsbandsender
? Wolfsbüro Lausitz - Junger Wolf kehrt zum Rudel zurück
? Wolfskonzept Niedersachsen
? Wolfsrüde im Wendland erschossen, Artikel bei nabu.de
? ?Willkommen Wolf? im Westerwald
? Siehe S. 372: J.A. Massard: Wölfe in Luxemburg. In: Lëtzebuerger Almanach 1987, Luxemburg: 353-374. Siehe auch: J.A. Massard: Zum hundertsten Jahrestag der ersten Tollwutimpfung (II): Von Hunden und Wölfen. Tageblatt 1985, Nr. 159 (13. Jul.): 9.
? The fear of wolfes: A review on wolf attacks on humans, John D. C. Linell, Norsk institutt for naturforskning, 2002 (aufgerufen am 7. September 2011)
? Die Wölfe sind zurück - auf bmu.de (abgerufen am 7. September 2011)
? McNay M. E.: A case history of Wolf - Human encounters in Alaska and Canada. Wildlife Technical Bulletin, 2002
? Senem Tu?: Conflicts between humans and wolf: a study in Bozda?, Konya province, Turkey. 2005, S. 36 (online).
? Gylfagynning 12.
laura01
07.04.12 um 10:02
Avatar von laura01

Re: Brauchst du Credits?

die Kartoffel (Solanum tuberosum), in Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auch als Erdapfel (Herdöpfel) oder Grundbirne (Grumbeer) und im restlichen deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Regionalnamen bekannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), zu der auch Tomate, Paprika und Tabak gehören. Das Wort Kartoffel leitet sich von tartufolo, dem italienischen Wort für Trüffel ab, das wiederum vom lateinischen "terrae tuber" abgeleitet ist. Der Name der Süßkartoffel (Ipomoea batatas) leitet sich von der ähnlichen Verwendung und dem ähnlichen Aussehen der Knollen ab, nicht von einer Verwandtschaft. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird ?Kartoffel? für die unterirdischen Knollen verwendet. Über diese Knollen kann sich die Pflanze vegetativ vermehren.
Die Samen werden in tomatenähnlichen Beeren gebildet, welche wie alle grünen Teile der Pflanze und die Keime der Knolle für Menschen ungenießbar bis leicht giftig sind.
Weltweit werden jährlich etwa 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Die Kartoffel ist das viertwichtigste Nahrungsmittel der Welt; daneben aber auch Futtermittel und Industrierohstoff.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Beschreibung
1.1 Genom
2 Herkunft
2.1 Ursprüngliche Herkunft
2.2 Kultivierung
3 Systematik
4 Kartoffelanbau
4.1 Wirtschaftliche Bedeutung
4.2 Anbaubedingungen
4.3 Europa
4.4 Anbau weltweit
4.5 Das Internationale Jahr der Kartoffel 2008
5 Kartoffelsorten
5.1 Reifezeit
5.2 Verwendungszweck
5.3 weitere Unterscheidungskriterien
6 Wichtige Krankheiten und Schädlinge
6.1 Pilzkrankheiten der Kartoffelpflanze
6.2 Durch Bakterien hervorgerufene Kartoffelkrankheiten
6.3 Durch Viren hervorgerufene Kartoffelkrankheiten
6.4 Insekten (Insecta)
6.5 Asseln
6.6 Fadenwürmer (Nematoda)
7 Lagerung
8 Verwendung
8.1 Futterkartoffel
8.2 Stärkekartoffel
8.3 Biotechnologie
8.4 Volksmedizin
9 Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten
9.1 Alkaloide in Kartoffeln
10 Regionale Namen
11 Siehe auch
12 Literatur
13 Einzelnachweise
14 Weblinks
Beschreibung [Bearbeiten]



Unterer Teil einer Pflanze. Die Mutterknolle ist dunkel gezeichnet.


Früchte der Kartoffelpflanze
Kartoffeln sind aufrecht oder kletternd wachsende, krautige Pflanzen, die über 1 m hoch werden können. Die Sprossachse ist manchmal vierkantig, teilweise sogar geflügelt. Unterirdisch oder knapp über der Oberfläche bildet die Pflanze knollentragende Stolone aus.
Die wechselständig stehenden Blätter sind unpaarig gefiedert, kurzstielig und werden 10 bis 30 cm lang und 5 bis 15 cm breit. Die Teilblätter sind leicht bis stark behaart, stehen sich gegenüber oder sind wechselständig, oft von unterschiedlichster Form und Größe. Die größeren Teilblätter besitzen zum Teil eigene Blattstiele, sind zwischen 2 bis 10 cm lang und 1 bis 6 cm breit. Sie sind eiförmig bis länglich-eiförmig, an der Spitze zugespitzt bis stark zugespitzt. Die kleineren Teilblätter besitzen eine stumpfere Spitze, mit einer eher herzförmigen Basis, meist eiförmig bis kugelförmig und besitzen einen Durchmesser von 2 bis 15 mm.
Die Blüten stehen in trugdoldenförmigen Blütenständen. Die Blütenstandstiele sind 5 bis 15 cm lang und behaart, die Blütenstiele sind ebenfalls behaart und 3 bis 35 mm lang. Der Blütenkelch ist glockenförmig, 5-lappig und hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm. Die Kelchlappen sind spitz bis stark zugespitzt. Die Kronblätter sind weiß bis blau, die Krone ist doppelt so lang wie der Kelch und hat einen Durchmesser von 3,5 bis 4 cm. Die gelben Antheren stehen frei, aufrecht und porig. Die Frucht ist eine gelblich-grüne, zweikammerige Beere mit vielen Samen.[1]
Die Keimung erfolgt epigäisch. Am Beginn treten nur die Wurzelanlage und das Hypokotyl aus der Samenschale hervor, während die Keimblätter zunächst noch in ihr verbleiben. Erst später verlassen auch sie die Samenschale, ergrünen und werden zu den ersten Assimilationsorganen. Die zunächst gebildeten Primärblätter sind noch einfacher gebaut als die später gefiederten Folgeblätter.[2]
An den basalen Teilen des Sprosses treiben Achselknospen aus, die in den Boden eindringen und dort waagrecht (plagiotrop) ausläuferartig weiterwachsen und zu den Stolonen werden. Anstatt Laubblättern tragen sie Schuppenblätter. Die Enden dieser Ausläufer verdicken sich und wandeln sich in die Knollen um. Es handelt sich hierbei um ein primäres Dickenwachstum. Es sind also Sprossknollen. Die Knolle besitzt nur kleine, schuppenartige Blätter, die jedoch hinfällig sind, also früh abfallen. In den Achseln der Blattnarben sitzen die Knospen (hier Augen genannt), aus denen die Knolle nach der Ruhephase wieder austreibt. Die Knolle ist polar differenziert: Die Basis, das der Mutterpflanze zugewendete Ende, wird Nabelende genannt. Es ist die Ansatzstelle des Ausläufers, der nach Reifung der Knolle zugrunde geht. An der Spitze sitzt die Endknospe in einer grubenartigen Vertiefung. Beim Wiederaustrieb wächst bevorzugt die Endknospe aus, die dann senkrecht (orthotrop) wachsend einen Luftspross bildet.[2]
In den grünen Pflanzenteilen der Kartoffel konzentrieren sich Alkaloide, unter anderen Solanin, die eine natürliche Abwehrbarriere zum Beispiel gegen Bakterien und Insekten bilden. Aus diesem Grund sind Kartoffeln, die im Licht gelagert grün geworden sind, nicht mehr genießbar.

Blatt



Habitus



Kartoffelknollen



Junge Knolle am Stolon



Blüten

Genom [Bearbeiten]
Das Potato Genome Sequencing Consortium, ein Team aus 29 Forschungsgruppen aus 14 Ländern, begann im Januar 2006 mit der Arbeit an der Sequenzierung. Am 10. Juli 2011 wurde das Genom der Kartoffel in Nature veröffentlicht. Es enthält mehr als 39.000 Protein-kodierende Gene. Die Kartoffel hat 12 Chromosome. Einige Sorten sind tetraploid und andere diploid. Die Sequenzierung des Genoms soll es Züchtern ermöglichen, Ertrag, Qualität, Nährwert und Krankheitsresistenz zu verbessern. Auch soll die Zeit zur Kreation neuer Sorten (derzeit 10-12 Jahre) verkürzt werden. Die wichtigste Entdeckung sind über 800 Krankheitsresistenzgene, von denen jedes potenziell zur Bekämpfung wichtiger Krankheiten wie Goldnematoden oder Kartoffelfäule eingesetzt werden kann.[3][4]
Herkunft [Bearbeiten]

Ursprüngliche Herkunft [Bearbeiten]
Die heute kultivierten Kartoffeln stammen von verschiedenen Landsorten ab, die in den Anden vom westlichen Venezuela bis nach Argentinien und der Insel Chiloé bzw. dem Chonos-Archipel im Süden von Chile vorkommen. Auf Chiloé fand man die ältesten bekannten Spuren von wilden Kartoffeln, man schätzt ihr Alter auf 13.000 Jahre. Die chilenischen Landsorten stammen ihrerseits jedoch vermutlich von den peruanischen Andensorten (Solanum tuberosum ssp. andigena) ab, wahrscheinlich nach Hybridisierung mit der Wildart Solanum tarijense, die in Bolivien und Argentinien zu finden ist.[5] In dem lange Zeit als Ursprungsland der Kartoffel angesehenen Peru gibt es wiederum mehr als 3.000 endemische Kartoffelsorten. Die meisten können nur in den peruanischen Anden angebaut werden, weil sie aufgrund ihrer geologischen und klimatischen Ansprüche in anderen Weltgegenden nicht gedeihen.[6] Der Haup***rschied der Andenkartoffel zu den in anderen Anbaugebieten kultivierten Sorten besteht darin, dass sie an andere Lichtverhältnisse (Tag- und Nachtzyklus) angepasst ist.
Kultivierung [Bearbeiten]
? Hauptartikel: Kulturgeschichte der Kartoffel


Kartoffelanbau, ca. 1910, Russisches Kaiserreich


Kartoffelernte in der DDR
Wann, wie und durch wen die Kartoffel nach Europa kam, ist bis heute nicht genau geklärt. Auf ihrem Weg von Südamerika nach Spanien machte die Kartoffel Zwischenstation auf den (spanischen) Kanarischen Inseln. Dies ist bekannt, weil im November 1567 drei Fässer, die Kartoffeln, Orangen und grüne Zitronen enthielten, von Gran Canaria nach Antwerpen, und im Jahre 1574 zwei Fässer mit Kartoffeln von Teneriffa via Gran Canaria nach Rouen verschifft wurden. Geht man davon aus, dass mindestens fünf Jahre nötig waren, um so viele Kartoffeln zu erhalten, dass sie zum Exportartikel werden konnten, so fand die Einbürgerung der Pflanze auf den Kanaren spätestens 1562 statt.
Der früheste Beleg für die Kartoffel in Spanien findet sich in den Büchern des Hospital de la Sangre in Sevilla, das im Jahre 1573 Kartoffeln eingekauft hat. Man nimmt an, dass die Kartoffel Spanien frühestens 1564/65 und spätestens 1570 erreicht hat, da ansonsten der Botaniker Clusius, der das Land 1564 auf der Suche nach neuen Pflanzen bereiste, sie wohl bemerkt hätte. Von Spanien aus gelangte die Kartoffel nach Italien und breitete sich dann langsam auf dem europäischen Festland aus.
Auf die britischen Inseln soll die Kartoffel ohne den Umweg über Spanien gelangt sein. Wer die Kartoffel dorthin gebracht hat, ist nicht geklärt. Francis Drake war es jedenfalls nicht, wahrscheinlich auch nicht Walter Raleigh oder Thomas Harriot, Namen, die immer wieder in diesem Zusammenhang genannt werden. Erstmals belegt ist die Kartoffel in England im 1596 in London erschienenen Katalog der Pflanzen, die der Botaniker John Gerard in seinem Garten in Holborn züchtete.[7]
Nach Europa wurde die Kartoffel vielfach wegen der schönen Blüte und des üppigen Laubes als reine Zierpflanze importiert und als seltene Pflanze in botanische Gärten aufgenommen. Mitte des 16. Jahrhunderts tauchte sie in den Niederlanden, in Italien und in Burgund auf.
In Deutschland sollen die ersten Kartoffeln während der Regierung Ferdinand III. 1647 in Pilgramsreuth (Oberfranken) angebaut worden sein.[8] Im Kloster Seitenstetten in Niederösterreich verfasste der Benediktinerabt Caspar Plautz ein Kochbuch mit Kartoffelrezepten, das bereits 1621 in Linz erschien.[9] Der Anbau in großem Stil begann 1684 in Lancashire, 1716 in Sachsen, 1728 in Schottland, 1738 in Preußen und 1783 in Frankreich.
Außerhalb tropischer, arktischer und subarktischer Klimazonen wird die Kartoffel heute weltweit angebaut. Nachdem sich ihre Kultur in Europa durchgesetzt hatte und die Kartoffel zu einem Grundnahrungsmittel geworden war, brachten Europäer sie überall mit, wo sie später Fuß fassten. Im Einzelhandel werden heute neben den einheimischen Kartoffeln auch solche aus Sizilien, von den Kanarischen Inseln, aus Ägypten oder aus Südafrika angeboten. Auf Teneriffa oder auf Madeira wachsen Kartoffeln unter Palmen und neben Bananengärten. Dort sind zwei Ernten im Jahr möglich, der Export erfolgt vornehmlich in die Staaten der Europäischen Union. Aus Gründen des Ertrags werden Kartoffeln im Alpenraum nur noch selten bis auf 2.000 Meter Höhe angebaut. Eine dieser Anbauinseln ist der Lungau (Österreich), wo unter der Bezeichnung "Lungauer Eachtling" auf 150 ha verschiedene Sorten angebaut werden[10].
Systematik [Bearbeiten]

Solanum tuberosum wird innerhalb der Gattung der Nachtschatten (Solanum) in die Sektion Petota eingeordnet. Zu dieser Sektion gehören schätzungsweise 190 Arten, von denen viele Wildarten sind, die ebenfalls knollentragend sind. Zudem existiert eine große Anzahl an südamerikanischen Landsorten, die zum Teil mit zu Solanum tuberosum gerechnet werden, andererseits jedoch auch in bis zu 21 eigene Arten aufgeteilt werden. Die nächsten wilden Verwandten der kultivierten Kartoffel werden im Solanum brevicaule-Komplex zusammengefasst. Aufgrund phylogenetischer Untersuchungen konnte die Herkunft der südamerikanischen Landsorten und damit auch der kultivierten Kartoffel auf die südperuanische Art Solanum bukasovii aus dem Solanum brevicaule-Komplex zurückgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung widerlegten damit die These, dass die kultivierten Kartoffeln mehrere Ursprünge besitzen.[5]
Kartoffelanbau [Bearbeiten]

Wirtschaftliche Bedeutung [Bearbeiten]


73 % der Welternte von Kartoffeln wird von 12 Staaten erbracht
Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO [11] betrug im Jahr 2005 die Weltproduktion 322 Millionen Tonnen Kartoffeln.
Die führenden Anbauländer sind: (Produktion in Millionen Tonnen)
Land 1990 2000 2009 Ertrag 2009 (t/ha)
China 32 66 69 14,5
Indien 15 25 34 18,8
Russland 34 31 36 14,3
Ukraine 20 20 13,9
Vereinigte Staaten 18 23 20 46,3
Deutschland 14 12 11 44,1
Polen 36 24 10 19,9
In Deutschland nahm die Anbaufläche in den vergangenen Jahren stark ab. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die bundesweite Anbaufläche bei rund 267.400 Hektar Kartoffeln. 1990 waren es noch 548.000 Hektar. Niedersachsen liegt mit insgesamt 114.100 Hektar an der Spitze der Bundesländer. Auf dem zweiten Platz kommt Bayern mit 52.700 Hektar[12]. Die Erntemenge stieg 2004 auf 12,6 Millionen Tonnen, gegenüber 9,2 Millionen Tonnen im Vorjahr. Deutschland ist zudem wichtigstes Importland für Frühkartoffeln, die überwiegend aus Frankreich, Italien und Ägypten kommen. Wichtige Exportländer sind neben Frankreich die Beneluxstaaten und für Kartoffelprodukte auch Deutschland. Der Selbstversorgungsgrad betrug 2001 in Deutschland rund 108 %.
Marktversorgung von Speisefrühkartoffeln 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Ernte in Tonnen 559.000 468.000 486.000 453.000 514.000 477.000 447.000 508.000
Importe in Tonnen 107.000 130.000 118.000 112.000 146.000 95.000 136.000 121.000
Quelle: Statistisches Bundesamt
Anbaubedingungen [Bearbeiten]


Kartoffelfeld in Maine, USA


Kartoffelfeld von Gut Böckel in Rödinghausen
Unter guten Anbaubedingungen können von einem Hektar Ackerland in subtropischen Gebieten zwischen 25 und 35 Tonnen geerntet werden, im tropischen Klima erreichen die Ernten 15 bis 25 Tonnen je Hektar.
Für kultivierte Kartoffeln liegen die optimalen Temperaturbedingungen bei einem Tagesmittel zwischen 18 und 20 °C. Um die Knollenbildung zu fördern, ist eine Maximalnachttemperatur von 15 °C erforderlich, für das Knollenwachstum ist eine Bodentemperatur von 15 bis 18 °C optimal. Sinken die Temperaturen unter 10 oder steigen sie über 30 °C, stellt die Pflanze das Wachstum nahezu ein.
Kultivierte Kartoffeln werden in frühe (90 bis 120 Tage), mittlere (120 bis 150 Tage) und späte (150 bis 180 Tage) Sorten unterteilt. Wird bei zu kalten Temperaturen gepflanzt, können sich diese Angaben jedoch noch erhöhen. Zum erfolgreichen Anbau früher Kartoffelsorten ist ein Langtag von 15 bis 17 Stunden erforderlich, spätreifende Sorten erzielen sowohl unter Kurztags- als auch Langtagsbedingungen gute Ernten. Siehe dazu Photoperiodismus.
Um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu unterbinden, wird empfohlen, ein Feld nur alle drei Jahre mit Kartoffeln zu bestellen. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 5 und 6 liegen, der Bedarf an Nährstoffen liegt bei 80 bis 120 kg Stickstoff je Hektar, 50 bis 80 kg Phosphor je Hektar und 125 bis 160 kg Kalium je Hektar. Der beste Ertrag für Sorten mit einer Reifezeit von 120 bis 150 Tagen wird bei einer Wassermenge von 500 bis 700 mm jährlichem Niederschlag erreicht.[13]. In Deutschland liegen die Erträge meist bei 30 bis 50 Tonnen je Hektar Anbaufläche[14]. Bei einzelnen Stärkekartoffelsorten wird bei Einsatz gezielter Bewässerung über 80 Tonnen Ertrag je Hektar berichtet[15].
Europa [Bearbeiten]


Kartoffelfeld in Nakkila (Finnland)
Die Vorbereitung des Ackers auf den Anbau von Kartoffeln beginnt in der Regel mit einer wendenden Grundbodenbearbeitung durch Pflügen entweder im vorhergehenden Herbst, um vor allem bei schweren Böden den Effekt der Frostgare auszunutzen, oder im Frühjahr. Bei Herbstpflugfurche erfolgt im Frühjahr nochmals eine lockernde Bodenbearbeitung durch nichtwendende Geräte auf rund 15 cm Tiefe. Das Pflanzbett sollte abgesetzt, feinkrümelig, klutenfrei und trocken sein, um den Legevorgang der Pflanzkartoffeln, den Dammaufbau, etwaige mechanische Pflegemaßnahmen und die Ernte zu erleichtern. Der Boden sollte einen guten Luft-, Wasser- und Wärmeaustausch ermöglichen. Flache, große und zusammenhängende Flächen mit feinen, sandigen Böden ohne Steine eignen sich besonders für den Kartoffelanbau. Zudem sind Gebiete mit geringerer Luftfeuchtigkeit, z. B. in trockeneren Regionen oder in höheren Lagen wegen des reduzierten Krankheitsrisikos besonders interessant für den Kartoffelanbau. Die Kartoffeln werden in allen Systemen in Dämmen angebaut, was dem vorher erwähnten Anspruch an den Boden entgegenkommt. Die Pflanzendichte und -anordnung im Feld (Reihen- und Pflanzenabstände) sind abhängig vom Nutzungszweck: Größere Bestandsdichten sind typisch für die Erzeugung von Pflanzgut und haben kleinere Knollen zur Folge. Beim Anbau der Kartoffeln für Nahrungszwecke sind die Bestandesdichten geringer und die Knollen größer. Angestrebt werden zum Beispiel beim Anbau für Speisezwecke zwischen 40.000 bis 45.000 Pflanzen je Hektar, zur Erzeugung von Pflanzkartoffeln aber rund 60.000 Pflanzen je Hektar. Teils werden Kartoffeln rund zwei Monate vor der Pflanzung vorgekeimt, um einen frühen Reihenschluss sicherzustellen.
Das Setzen der Pflanzkartoffeln erfolgt durch spezielle Legemaschinen, welche die Knollen in eine Tiefe von 8 bis 10 cm setzen und anschließend den Boden wieder in Dammform schließen. Der Abstand der Reihen beträgt zwischen 60 bis 90 cm; in Hinblick auf Spurweiten und Reifenbreiten der verwendeten Maschinen ist in Deutschland ein Reihenabstand von 75 cm gebräuchlich. Der Abstand der Pflanzen zueinander in der Reihe variiert je nach angestrebter Bestandesdichte zwischen 25 und 40 cm.[16]
Die Unkrautregulierung kann durch mechanische Bekämpfungsmaßnahmen, thermische Verfahren, dem Einsatz von Herbiziden oder durch Kombinationen dieser Bekämpfungsmet*** erfolgen. Im konventionellen Landbau ist die Unkrautbekämpfung durch Herbizide üblich[17], im ökologischen Landbau hingegen werden mechanische oder thermische Verfahren eingesetzt. Die mechanische Unkrautbekämpfung kann mit folgenden Geräten betrieben werden: Hackgerät mit Gänsefußschar, Vielfachgerät, Rollsternhacke, Netzegge, Dammformer, Dammfräse, Dammstriegel oder gewöhnlicher Striegel. Ziel der mechanischen Bekämpfung ist es, dass das keimende Unkraut aus dem Boden gelöst wird und dadurch in der Sonne verdorrt. Diese Maßnahme muss bei entsprechendem Auflauf von Unkräutern so oft wie nötig wiederholt werden, bis die Kartoffelstauden den Boden vollständig abdecken.
Am Ende der Vegetationszeit stirbt das Kraut ab. Es wird verbreitet auch abgetötet, wenn die Knollen genügend groß sind, um das Wachstum bei der optimalen Knollenbeschaffenheit zu unterbrechen, die Erntefähigkeit durch Lösen der Knollen von den Stolonen und Festigung der Schalen herbeizuführen und die Ansteckung der Knollen durch Krankheiten zu verhindern. Für diese Abreifebehandlung gibt es verschiedene Met***, welche vom Anbausystem abhängig sein können. Dazu gehören das mechanische Zerstören der oberirdischen Pflanzenteile durch Abschlegeln oder der Einsatz von Herbiziden (Sikkation).
Anbau weltweit [Bearbeiten]


Chuños, Kartoffeln, die nach traditionellem Verfahren in Peru und Bolivien im Boden gefriergetrocknet konserviert werden


Kartoffelernte in Indonesien
Dank der großen Anpassungsfähigkeit der Kartoffel wird diese heutzutage praktisch auf der ganzen Welt angebaut. Während der Anbau in entwickelten Ländern über die letzten zwei Jahrzehnte tendenziell abgenommen hat, war in Drittweltländern eine Zunahme zu beobachten, am deutlichsten in Asien. Diese Zunahme beruht sowohl auf der Ausdehnung der Anbauflächen wie auf der einfachen Einbeziehung der Kartoffel in bestehende Anbausysteme: Die Entwicklung von früh reifenden Sorten mit einer Vegetationszeit von 80 bis 100 Tagen erlaubt es z. B. in Indien, die Anbaupause zwischen Reis- und Weizenanbau ideal zu nutzen.
Die Anbautechniken in der Dritten Welt sind sehr unterschiedlich, je nach Wachstums- und Marktbedingungen. In den Anden, Zentralafrika und dem Himalaja werden Kartoffeln hauptsächlich von kleinen Subsistenzbetrieben von Hand angebaut. Ansonsten ist der Anbau in den meisten Regionen stark mechanisiert worden.
Anbaubeispiel Afrika ? Äthiopien
In Äthiopien werden Kartoffeln hauptsächlich in Rotations- und Mischanbau (?multicropping?)-Systemen während der großen Regenzeit angebaut. Die Saatbettbereitung wird vor der Regenzeit durchgeführt, meist ein bis zwei Monate vor dem Pflanzen. In vielen Regionen ist diese Feldbestellung noch mit Handarbeit oder mit Hilfe von Ochsen verbunden. Als Pflanzgut werden hauptsächlich ganze Knollen verwendet, da diese weniger anfällig auf Krankheiten sind und chemische Pflanzenschutzmittel kaum verwendet werden. Auch die Unkrautkontrolle wird hauptsächlich von Hand erledigt.
Anbaubeispiel Eurasien ? Indien
Die Großzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Indien sind kleine Familienbetriebe. Die Kartoffelproduktion erfolgt während des Monsuns von Juli bis September, wie auch im Winter, allerdings nur bei Bewässerung. Je nach Region sind Rotationen von Mais-Kartoffel-Weizen bzw. mit Reis oder Jute üblich.
Anbaubeispiel Amerika ? Peru
Peru liegt im Ursprungsgebiet der Kartoffel und noch heute gibt es viele wilde Sorten. Seit ungefähr 7.000 Jahren werden Kartoffeln angebaut und stellten lange Zeit das Hauptnahrungsmittel der Menschen dar. Der Hauptanteil der Kartoffelernte wird von Kleinbauern mit weniger als 3 ha Anbaufläche produziert. Grundsätzlich ist der Kartoffelanbau in zwei Zyklen aufgeteilt: das ?frühe Pflanzen? und das ?große Pflanzen?. Je nach Gegend sind die beiden Zyklen unterschiedlich wichtig. In der Fruchtfolge folgen auf Kartoffeln zuerst meist andere südamerikanische Wurzel- oder Knollenfrüchte und danach Quinoa oder Gerste. [18][19][20]
Das Internationale Jahr der Kartoffel 2008 [Bearbeiten]
Einer Deklaration der UN-Generalversammlung vom November 2005 folgend[21], wurde am 18. Oktober 2007 in New York das Jahr 2008 als das Internationale Jahr der Kartoffel von den Vereinten Nationen eingeführt.[22]
Die Mission des Internationalen Jahrs der Kartoffel ist, das Bewusstsein für die Bedeutung der Kartoffel als Nahrungsmittel in den Entwicklungsländern zu steigern, Forschung und Entwicklung von kartoffelbasierten Systemen zu fördern und damit zum Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen beizutragen.[23] Die Kartoffel hat ein erhebliches Potenzial, bei der Bekämpfung der Unterernährung beizutragen.[24]
Aus Anlass des Jahrs der Kartoffel gab die Schweizerische Post zudem am 4. März 2008 eine Sonderbriefmarke[25] im Wert von 85 Rappen heraus.
Kartoffelsorten [Bearbeiten]



Kartoffel Atlanta


Verschiedene Kartoffelsorten auf einem Markt
Weltweit gibt es rund 5000 Kartoffelsorten. Diese sind aufgrund der vielen verschiedenen Verwendungszwecke und der geographisch weit auseinander liegenden Anbaugebiete gezüchtet worden. Zudem werden ständig weitere Sorten entwickelt. Die weltweit größte Gendatenbank mit zirka 100 wilden und 3800 in den Anden traditionell kultivierten Kartoffelsorten unterhält das internationale Kartoffelinstitut mit Sitz in Lima, Peru.
Die verschiedenen Sorten können nach der Reifezeit und dem Verwendungszweck unterschieden werden:
Reifezeit [Bearbeiten]
Dieses Kriterium ist für den Produzenten von großer Wichtigkeit. Die Sortenwahl hängt von den klimatischem Bedingungen und der Dauer der Vegetationsperiode ab. Folgende Kategorien werden unterschieden:
Die frühreifen Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 90?110 Tagen auf. Meist kann man sie im Juni-Juli ernten (wenn die Knollen im März-April gepflanzt worden sind). In Küstengebieten, welche schon früher frostfrei sind, ist sogar noch eine frühere Ernte möglich. Damit die frühreife Kartoffel bereits im Juni?Juli geerntet werden kann, muss schon früh die Anlage für die Knollen gebildet werden sowie auch das Wurzelwachstum schnell erfolgen. Dabei wird nicht nur der Ertrag, sondern auch die Stärkeeinlagerung in die Knollen reduziert, da diese verzögert zum Volumenwachstum erfolgt.
Beispiele für die frühreifen Sorten sind: Agata, Amandine, Birte Derby, Frühgold, Lady Christl, Lady Felicia
Die mittelfrühreifen Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 120?140 Tagen auf.
Beispiele für die mittelfrühreifen Sorten sind: Gourmandine, Bintje, Victoria, Ditta, Nicola, Urgenta, Pamela, Naturella, Désirée, Agria, Eden, Allians
Die mittelfrüh-späten Kartoffelsorten weisen eine Vegetationsperiode von 140?160 Tagen auf.
Beispiele für die mittelfrüh-späten Sorten sind: Atlanta, Lady Jo, Lady Claire, Innovator, Lady Rosetta, Marlen, Fontane, Hermes, Eba, Markies, Panda
Verwendungszweck [Bearbeiten]


Kartoffeleimer aus Email, Niederlande
Speisekartoffeln werden nach ihren Kocheigenschaften unterschieden. Nach der Handelsklassenverordnung müssen alle im Handel (auch lose) angebotenen Kartoffeln nach diesen Kocheigenschaften eingeordnet werden. In der EU werden Speisekartoffeln in vier Kochtypen eingeteilt, die mit den Buchstaben A bis D sowie Kombinationen daraus bezeichnet werden. Deutsche Kartoffeln werden darüber hinaus mit einem farbigen Streifen auf der Verpackung gekennzeichnet.
Kartoffel zu Speisezwecken
Festkochende Speisekartoffeln
Kochtypen: A und A-B
Farbkennzeichnung: grün
Sorten: Annabelle, Agata, Amandine, Anais, Belana, Charlotte, Cilena, Ditta, Filea, Hansa, Kipfler, Marabel[26], Linda, Nicola, Primura, Princess, Renate, Selma, Sieglinde, Spunta, Stella, Vitelotte
Form: Länglich bis oval
Konsistenz: fest, feinkörnig, feucht
Kocheigenschaften: Kein Aufspringen
Geschmack: mild bis angenehm kräftig
Gerichte: Bratkartoffeln, Gratins, Kartoffelsalat
Vorwiegend festkochende Speisekartoffeln
Kochtypen: B-A und B
Farbkennzeichnung: rot
Sorten: Agria, Arkula, Astilla, Atica, Bamberger Hörnchen, Bolero, Christa, Colette, Désirée, Finka, Gala, Gloria, Grandifolia, Granola, Hela, Jelly, Laura, Leyla, Maja, Quarta (Kartoffel), Rosara, Saskia, Saturna, Secura, Solara, Satina, Tizia, Ukama
Form: uneinheitlich
Konsistenz: feinkörnig, mäßig feucht
Kocheigenschaften: Geringes Aufspringen
Geschmack: mild bis angenehm kräftig
Gerichte: Salz- und Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Suppen
Mehlig kochende Speisekartoffeln
Kochtypen: B-C und C
Farbkennzeichnung: blau
Sorten: Adretta, Afra, Arkula, Aula, Bintje, Blauer Schwede, Freya, Karat, Karlena, Koretta, Libana, Likaria, Lipsi, Mariella, Melina, Naturella, Schwarzblaue aus dem Frankenwald
Form: uneinheitlich
Konsistenz: grobkörnig, trocken
Kocheigenschaften: häufiges Aufspringen
Geschmack: angenehm kräftig
Gerichte: Eintöpfe, Kartoffelpüree
übrige Kochtypen
Kochtypen: C-D und D
dies sind keine Kochtypen im Sinn der Handelsklassenverordnung
Konsistenz: stark mehlig, trocken
Kocheigenschaften: besonders locker bis zerfallend.
Sorten zur Weiterverarbeitung
Veredlungskartoffel
Pommes frites: Agria, Eba, Fontane, Innovator, Markies, Felsina
Kartoffelchips: Erntestolz, Fontane, Hermes, Lady Claire, Lady Rosetta
Kartoffelflocken: Saturna, Eba
Wirtschaftskartoffel
hoher Stärkegehalt
Futterkartoffel
Pflanzkartoffel
weitere Unterscheidungskriterien [Bearbeiten]


Kartoffeln mit violetter Fleischfarbe (Sorte Salad Blue)


rosa Kartoffeln (Sorte Rote Emmalie)
Stärkegehalt
Schalenfarbe
gelb: Karlena etc.
rot: Rode Eersteling etc.
blau: Blauer Schwede, Schwarzblaue aus dem Frankenwald, Vitelotte etc.
Fleischfarbe
weiß: Urgenta etc.
hellgelb: Charlotte, Ostara etc.
gelb: Bernadette, Gala, Donella etc.
blau-violett: Blauer Schwede, Salad Blue, Schwarzblaue aus dem Frankenwald, Vitelotte etc.
Knollenform
lang: Bernadette etc.
oval: Marabel, Donella etc.
kugelrund: Gala, Adretta etc.
nierenförmig
Schalenbeschaffenheit
glatt: Marabel etc.
Kartoffelsorten sind in Deutschland beim Bundessortenamt in Hannover registriert und unterliegen für dreißig Jahre einem Sortenschutz. Dies bedeutet, dass bei Anbau Lizenzabgaben an den jeweiligen Schutzrechtsinhaber fällig werden können. Dadurch kann es zu Konflikten mit Anbietern kommen, etwa wenn etablierte Sorten nach Ablauf der Schutzfrist vom Markt genommen werden ? ein freier Verkauf von Saatgut ist nicht mehr erlaubt (siehe Kartoffelsorte Linda). Die Vermehrung aus eigenen Beständen und der Verkauf zum Verbrauch sind dagegen erlaubt.
In der Schweiz wird die Weiterentwicklung der Kartoffel von den Forschungsstationen Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) und Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) betrieben. Die aktuelle Sortenliste umfasst 31 Sorten.
Wichtige Krankheiten und Schädlinge [Bearbeiten]

Pilzkrankheiten der Kartoffelpflanze [Bearbeiten]
Kartoffelfäule, auch als Kraut- und Knollenfäule bekannt (Phytophthora infestans)
Dürrf***krankheit oder Hartfäule (Alternaria solani)
Weißhosigkeit, Kartoffelpocken, Wurzeltöterkrankheit (Rhizoctonia solani)
Pulverschorf (Spongospora subterranea)
Weißfäule (Kartoffel) (Fusarium coeruleum)
Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum)
Silberschorf (Helminthosporium solani)
Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum)
Colletotrichum-Welkekrankheit (Colletotrichum coccodes)
Durch Bakterien hervorgerufene Kartoffelkrankheiten [Bearbeiten]
Schwarzbeinigkeit und Nassfäule (Erwinia carotovora)
Kartoffelschorf (Streptomyces scabies)
Bakterienringfäule (Clavibacter michiganensis subsp. sepedonicus)
Schleimkrankheit (Ralstonia solanacearum)
Durch Viren hervorgerufene Kartoffelkrankheiten [Bearbeiten]
Blattrollkrankheit, verursacht durch Blattrollvirus (Potato leafroll virus, PLRV)
Strichelkrankheit, verursacht durch Y-Virus
Mosaikkrankheiten: (Leichte Mosaik-Krankheit und Kräuselmosaik-Krankheit)
Stängelbuntkrankheit, verursacht durch Tabakmosaikvirus
Eisenfleckigkeit bzw. Tabak-Rattle-Virus (TRV) oder Tabak-Mosaik-Virus (TMV)
Insekten (Insecta) [Bearbeiten]


Von den Larven des Kartoffelkäfers befallene Kartoffelstaude
Saatschnellkäfer (Agrigotes obscurus)
Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata)
Blattläuse (Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae), Grüne Pfirsichblattlaus (Myzodes persicae))
Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) resp. Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani)
Wintersaateule (Agrotis segetum)
Asseln [Bearbeiten]
Kellerassel
Fadenwürmer (Nematoda) [Bearbeiten]
Goldnematoden (Heterodera rostochiensis)
Stengelälchen (Ditylenchus dispaci)
[27] [28]
Lagerung [Bearbeiten]



Ergebnis falscher Lagerung
Damit Kartoffeln das gesamte Jahr über angeboten werden können, werden diese nicht nur aus fernen Anbaugebieten importiert, sondern auch hierzulande eingelagert. Sie werden in dunklen, gut belüfteten Lagerstätten bei 5?10 °C und etwa 90 % Luftfeuchtigkeit aufbewahrt. Zum Teil kommen hierbei Keimhemmungsmittel und Fungizide zum Einsatz. Bei einer zu kalten Lagerung würden die Knollen ?erfrieren?, die enthaltene Stärke wandelt sich dabei in Zucker um; bei zu warmen Temperaturen und Lichteinfall würden sie zu keimen beginnen und giftiges Solanin bilden. Zu trockene Lagerung lässt die wasserhaltigen Knollen welken, ebenso gilt es Schimmelbildung durch Feuchtigkeitsstau zu vermeiden. Des Weiteren verhindert eine niedrige Schütthöhe schädliche Druckstellen.[29] Das gemeinsame Lagern mit Obst (wie etwa Äpfeln) ist nicht empfehlenswert.
Verwendung [Bearbeiten]

Kartoffeln finden Verwendung als Nahrungs- und Futtermittel sowie zur Herstellung von Stärke und Alkohol. Dabei werden beispielsweise in Deutschland fast 60 % der Kartoffelernte direkt als Nahrungsmittel genutzt. Etwa 30 % der Kartoffelernte wird für die Herstellung von Stärke und etwa 4 % für die Ethanolgewinnung genutzt. Von der verbleibenden Ernte fallen etwa 6 % als Saatgut und gerade mal 1,2 % als Futtermittel an.[30]
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Deutschland immer weniger Kartoffeln gegessen, der Verbrauch hat sich mehr als halbiert. Die Nahrungsmittelindustrie versucht immer mehr Fertiggerichte aus Kartoffeln auf den Markt zu bringen. Kartoffelchips, Pommes frites, Kroketten, Fertig-Rösti und Trockenflocken werden zwar immer mehr konsumiert, als Beilage zum Fleisch werden jedoch auch häufig Alternativen wie Reis und Teigwaren gewählt, die noch leichter zuzubereiten sind.
Der durchschnittliche Kartoffelverbrauch pro Bundesbürger und Jahr liegt etwa bei 50 Kilogramm.[31]
Futterkartoffel [Bearbeiten]
Preisgünstigere Futterimporte, besonders von stärkereichen Futtermitteln, machen der Kartoffel auch als Viehfutter große Konkurrenz.
Seit dem 19. Jahrhundert werden in Mitteleuropa die Schweine mehrheitlich nicht mehr auf die Weide getrieben, sondern im Stall gehalten. Die früher von den Schweinen so geschätzte *** und andere Waldfrüchte wurden zuerst vor allem durch die kostengünstigere Kartoffel ersetzt. Eine Ausnahme sind nur Schweine, die zur Herstellung von Spezialitäten wie dem Jamón Ibérico de Bellota gehalten werden. In den letzten Jahrzehnten werden immer mehr Mastmittel auf dem Weltmarkt eingekauft. Gegen die niedrigen Weltmarktpreise des häufig in Entwicklungsländern produzierten Sojas hat die im Inland angebaute Kartoffel einen schweren Stand.
Stärkekartoffel [Bearbeiten]


Kartoffeldammformer
Neben Kartoffeln gibt es viele Stärkepflanzen, die Organe mit einem hohen Gehalt an Stärke besitzen. Stärke stellt oft einen wichtigen Bestandteil der menschlichen und tierischen Ernährung dar. Zudem ist sie ein nachwachsender Rohstoff (Nawaro), der sowohl stofflich als auch energetisch genutzt werden kann (Stärke als nachwachsender Rohstoff). In Deutschland wurden im Jahr 2008 rund 1,53 Millionen Tonnen (Europa: 9,4 Millionen Tonnen) Stärke produziert. Dabei stammten 42 % der produzierten Stärke aus der Kartoffel. In Europa ist der Anteil der Kartoffel an der Stärkeproduktion mit 16 % bzw. 1,5 Millionen Tonnen geringer.[32]
Ein Teil der Stärke wird in aufgereinigter Form gewonnen und vor allem in der Nahrungsmittelindustrie und für die stoffliche Nutzung verwendet. Stärke besteht ? je nach Art ? zu unterschiedlichen Anteilen aus dem verzweigten Amylopektin und der linearen (unverzweigten) Amylose. Da für die industrielle Verwertung vor allem Amylopektin benötigt wird, werden Stärkepflanzen mit möglichst hohem Amylopektingehalt bevorzugt. In Deutschland benötigt die Papier- und Wellpappeindustrie jährlich etwa 50.000 bis 60.000 Tonnen native Kartoffelstärke mit hohem Amylopektingehalt während mehr als 250.000 Tonnen für die Herstellung von modifizierten Stärken (vor allem Dextrine, Stärkeester und -ether) genutzt werden. Diese Modifikate werden zu etwa 50 % in der Papierindustrie als Papierstärke genutzt, weitere 17 % gehen in die Produktion von Pappen und Klebstoffen. Das verbleibende Drittel wird in der Lebensmittelindustrie genutzt, vor allem für Fruchtzubereitungen und Milchprodukte.
Biotechnologie [Bearbeiten]
In der EU befand sich die gentechnisch veränderte Stärke-Kartoffelsorte Amflora seit 1996 im Zulassungsverfahren, deren Stärke fast ausschließlich aus Amylopektinen besteht.[33] Amflora wurde im März 2010 zum Anbau und als Futtermittel zugelassen. Daneben hat auch das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) mit dem TILLING-Verfahren eine Karoffelsorte gezüchtet, die ausschließlich Amylopektin enthält. TILLING steht für ?Targeting Induced Local Lesions In Genoms? und ist ein Züchtungsverfahren bei dem durch Zugabe von Chemikalien die natürliche Mutationsrate von Pflanzengenomen erhöht wird. Daher kommt dieses Verfahren ohne gentechnische Veränderung aus.[34]
Es wurden bereits mehrere Bt-Kartoffelsorten getestet, die resistent gegen den Kartoffelkäfer sind. Ihnen wird insbesondere in Osteuropa und Russland Potenzial vorhergesagt.
Volksmedizin [Bearbeiten]
Kartoffelsaft wird in der Volksmedizin innerlich bei Magenbeschwerden und äußerlich bei Verletzungen oder Geschwüren angewendet.
Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten [Bearbeiten]

Gepellte/geschälte Kartoffeln enthalten:[35]
ca. 15 Prozent Kohlenhydrate (Stärke)
ca. 2 Prozent Eiweiß
ca. 0,1 Prozent Fett
ca. 2,1 Prozent Ballaststoffe
ca. 78 Prozent Wasser
ca. 1 Prozent Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen
zahlreiche Vitamine, hauptsächlich Vitamin C, aber auch Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe
Stoffe, die für den Geschmack und den Geruch der Knolle verantwortlich sind; etwa 140 chemische Verbindungen wurden in rohen, gekochten oder dehydrierten Kartoffeln entdeckt. Die wichtigsten sind 1-Octen-3-ol, (E)-2-Octenol, (E)-2-Oct*** und Geraniol, sowie 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin, welches die erdige Note im Geruch und Geschmack hervorruft. Derivate des Pyrazin sind es auch, die das Aroma gebackener Kartoffeln ausmachen.[35][36]
Eiweiß liefert die Kartoffel zwar in be***ner Menge, dafür ist es aber vergleichsweise hochwertig. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat sie den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß, das Kartoffeleiweiß verfügt also über eine hohe biologische Wertigkeit. Besonders reich ist das Knollengewächs an den Vitaminen B1, B2 und C.
100 Gramm frische Kartoffeln entsprechen einer Energiemenge von etwa 298 Kilojoule, das entspricht 70 Kilokalorien.[37]
Alkaloide in Kartoffeln [Bearbeiten]
Kartoffelschalen und ergrünte Kartoffeln enthalten gegenüber geschälten normalen Kartoffeln ein mehrfaches an Alkaloiden, allen voran das für die Gattung der Nachtschatten typische Solanin, welches in allen Teilen einer Kartoffelpflanze vorkommt. Kartoffeln die bei Tageslicht gelagert werden ergrünen, was ein Zeichen erhöhter Solaningehalte ist. Aus diesem Grunde sollte man Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln nicht in größeren Mengen für die Ernährung oder Fütterung verwenden. Der Solaningehalt von Kartoffeln war früher wesentlich höher als heute. Modernere Kartoffelsorten weisen einen Solaningehalt von 3 bis 7 mg/100 g in der Schale auf, der Gehalt im Kartoffelkörper ist wesentlich geringer. Wenngleich die Dosis von 200 mg, bei der erste Vergiftungserscheinungen bei erwachsenen Menschen auftreten können dem Genuss von mehr als 25 Kilogramm ungeschälter roher Kartoffeln entspricht, sollte man Kleinkinder und geschwächte Personen vom Verzehr auch kleiner Mengen ergrünter Kartoffeln fernhalten. Durch Lagerung im Dunkeln, Schälung und Zubereitung wird der Gehalt an Solanin reduziert bzw. abgebaut. Die erhältlichen Kartoffelsorten haben unter den üblichen Bedingungen keinen gesundheitlich bedenklichen Glycoalkaloid-Gehalt.[38] Das gilt jedoch nicht unbedingt für ältere Sorten.
Neben Solanin enthalten grüne Knollen und Keimlinge Chaconin und Leptine.
Regionale Namen [Bearbeiten]

Es haben sich zahlreiche Regionalnamen für die Kartoffel entwickelt, darunter Arber, Ärpel, Bramburi (im Norden Niederösterreichs, vermutlich aus dem tschechischen von Lilek brambor abgeleitet), Erdapfel (Erdtoffel), Erdbirn, Flezbirn, Grübling, Grundbirn, Knulle (im Süden von Brandenburg), Krumbiir, Krumbeer, Nudel, Schucke, Bulwe, Kästen und Erpfel. Im Plattdeutschen wird sie Tüfte, Tüffel oder Pipper genannt. In Franken verwendet man noch vereinzelt die Bezeichnung Potacken oder, näher an der Aussprache, Bodaggn. In Teilen von Rheinland-Pfalz (hauptsächlich der Pfalz) und dem Saarland nennt man die Kartoffeln Grumbeere oder Grumbiere, so auch in den benachbarten Nordelsass, der Kurpfalz und Nordbaden. In Luxemburg sagt man Gromper; in Trier wird Gromper aber eher als Krumpa ausgesprochen. Dafür wird in Schwaben das ähnliche Wort Grombiera verwendet (Herleitung: grom, ähnlich Krume oder Boden, und biera, ähnlich Beere(n), zusammen also Erdfrucht). Im österreichischen Deutsch heißen sie Erdäpfel (Alemannisch Härdöpfel, Berndeutsch Härdöpfu), im Salzburger Lungau sagt man Eachtling dazu. Auf Grund unterschiedlicher Dialektvarianten können die Namen bereits von Ort zu Ort wechseln: Ebbiera und im Nachbarort heißen die Kartoffeln schon: Eaberra.
Der Wortstamm Grumbier hat sich auch in den südslawischen Sprachen verbreitet: auf serbokroatisch heißt die Kartoffel Krumpir.
Ähnlich ist Kumpir, ein türkisches Fastfood-Gericht, es besteht vor allem aus großen Kartoffeln.
Im Russischen und Polnischen wurde dagegen ?Kartoffel? als Fremdwort übernommen, wobei in Polen auch der Begriff ziemniak (Erdling) verbreitet ist. Der tschechische Begriff brambor leitet sich von Braniborsko (Brandenburg) ab, von wo aus die Kartoffel einst nach Böhmen eingeführt wurde.
Siehe auch [Bearbeiten]

Liste von Kartoffelsorten
Kartoffelroder
Kulturgeschichte der Kartoffel
Literatur [Bearbeiten]

Horst Eichhorn (Hrsg.): Landtechnik. 7. Auflage. S. 357 ff., Ulmer, Stuttgart 1952, 1999, ISBN 3-8001-1086-5
Klaus-Ulrich Heyland (Hrsg.): Spezieller Pflanzenbau. 7. Auflage. S. 219 ff., 283 f., Ulmer, Stuttgart 1952, 1996, ISBN 3-8001-1080-6
FAO: INTERNATIONAL YEAR OF THE POTATO 2008: New light on a hidden treasure. Rom 2009, ISBN 978-92-5-306142-8 (formal falsche ISBN). online verfügbar
Einzelnachweise [Bearbeiten]

? James A. Duke: Solanum tuberosum L. In: Handbook of Energy Crops. 1983, unveröffentlicht.
? a b W. Troll: Praktische Einführung in die Pflanzenmorphologie. Erster Teil. VEB Gustav Fischer Verlag, Jena 1954, S. 226-230. (ohne ISBN)
? ?Potato Genome Sequence is the cover story in the journal Nature?. Potato Genome Sequencing Consortium, 10. Juli 2011.
? Chloe McIvor: All eyes on the potato genome. Nature, 10. Juli 2011.
? a b David M. Spooner, Karen McLean, Gavin Ramsay, Robbie Waugh, und Glenn J. Bryan: A single domestication for potato based on multilocus amplified fragment length polymorphism genotyping. In: Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America. Volume 102, 2005. Seiten 14694-14699. doi:10.1073/pnas.0507400102
? Centro Internacional de la Papa: Papas nativas poseen ventajas comparativas que deben ser aprovechadas (2006)
? Jos. A. Massard: 300 Jahre Kartoffel in Luxemburg: (I) Europa entdeckt die Kartoffel. (II) Grundbirne, Grompir, Gromper: die Kartoffel erobert Luxemburg. (III) Die Kartoffel in Luxemburg im 19. Jh. Lëtzebuerger Journal 2009, [I] Nr. 15 (22. Jan.): 23; Nr.16 (23. Jan.): 10, Nr. 17 (24./25. Jan.): 11; [II] Nr. 18 (27. Jan.): 23, Nr. 19 (28. Jan.): 21; [III] Nr. 20 (29. Jan.): 9, Nr. 21 (30. Jan.): 21. Text mit Referenzen.
? Erster feldmäßige Kartoffelanbau in Bayern. historisches-franken.de, abgerufen am 27. Mai 2007.
? Honorius Philoponus [= Pseudonym von Caspar Plautz], Nova Typis Transacta Navigatio. Novi Orbis Indiae Occidentalis ..., [Linz] 1621.
? Lungauer Eachtling
? Statistik der FAO
? Henke, Detlef: Kartoffel-Anbau-Rangliste der Bundesländer basierend auf den Daten des Statistischem Bundesamtes(Daten Juni 2009)
? AGLW Water Management Group: Crop Water Management - Potato. FAO. Online Resource, abgerufen am 13. Juni 2007.
? Landwirtschaft MLR Baden-Wuerttemberg
? Landwirtschaft.Sachsen.de, Seite 37
? Bodo Frahm, BGJ Agrarwirtschaft, 4. Auflage, Ulmer, Stuttgart, 1980, 1991, ISBN 3-8001-1049-0, S. 459
? Anbauhinweise der Landwirtschaftskammer NRW
? CIP-Forschung
? Beukema, van der Zaag: Introduction to Potato Production. Pudoc Wageningen 1990
? Paul M. Harris: The potato crop. Chapman and Hall 1992
? United Nations Declaration gefunden am 29. Februar 2008
? Launching of the International Year gefunden am 29. Februar 2008
? IYP concept gefunden am 29. Februar 2008
? Die Kartoffelchance 1999
? Kartoffel-Sondermarke
? Sorte Marabel
? Umfangreiche Beschreibungen der Kartoffelkrankheiten
? oekolandbau.de
? Toffi KISS-Projekt, begleitende Webseite zur Ausstellung über die Kartoffel, Wilfried Ahrens, Fachhochschule Weihenstephan
? Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2007. Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup 2008; Zahlen für Deutschland 2005/6 (in 1000 t): Inlandsverwendung insgesamt: 9687; Saatgut 602; Futter: 108; Verluste: 287; Verwendung für Stärkeherstellung: 2964 (ergibt 710 kt Stärke); Verwendung für Alkoholherstellung: 156 (ergibt 177 khl Alkohol); Nahrungsverbrauch: 5572
? Zum Weitersagen! Wussten Sie eigentlich, dass?. In: Südkurier vom 23. März 2011
? Zahlen und Daten zur deutschen Stärkeindustrie. Angaben vom Fachverband der Stärke-Industrie e. V.
? www.bioSicherheit.de: Gv-Stärkekartoffel als Nachwachsender Rohstoff: Amflora - eine Kartoffel für die Industrie. Abgerufen am 8. April 2009.
? Fraunhofer-Gesellschaft: Turbo-Züchtung schafft Super-Kartoffel, Presseinformation vom 8. Dezember 2009
? a b Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (Hrsg.): Die Kartoffel. (PDF)
? G. Reineccius: Sourcebook of Flavors. 2. Auflage. Springer 1993. ISBN 978-0-8342-1307-4. S. 362
? Souci/Fachmann/Kraut. Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, 5. Auflage, 1994.
? Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz: Solanin (Glycoalkaloide) in Kartoffeln
Weblinks [Bearbeiten]

Commons: Kartoffel ? Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kartoffel ? Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikibooks: Kochbuch, Gerichte mit Kartoffeln ? Lern- und Lehrmaterialien
Wikiquote: Kartoffel ? Zitate
Kartoffelsortenliste des deutschen Bundessortenamts (2007) (PDF-Datei; 303 kB)
International Potato Center/Centro Internacional de la Papa (Internationales Kartoffelforschungszentrum, englisch/spanisch)
Encyclopedia of Life: umfassende Informationen zur Pflanze (englisch)
United Nations International Year of the Potato 2008 (englisch)
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